2018 – ist ein wichtiger Jahrestag Editorial
1648 – Ende des Dreißigjährigen Krieges
1848 – Revolution in Österreich
191 8 – Ende des Ersten Weltkrieges
1938 – „Anschluss“
Alles miteinander große Umwälzun- Seit den Tagen ihrer Gründung hat Ein Leitspruch in der Geschichte der
gen mit enormen Auswirkungen auf unsere Schule eine Tradition des Mit- HLW/FW Deutschlandsberg lautete:
die Geschichte, die das Leben unzäh- einanders gepflegt, eine offene, mit- „Wir sind die Vielfalt“. Und die liegt
liger Menschen irreversibel veränder- menschliche Atmosphäre, die dem noch immer in den Genen unserer
ten. einzelnen seine Individualität im Rah- Schule. Dieses Magazin soll den Le-
men eines größeren, gemeinschaftli- serinnen und Lesern eine Ahnung da-
Unter diese großen Jahrestage chen Ganzen sichert. Es herrscht ein von geben, indem es auch erfolgrei-
mischt sich ein im großen Weltge- Geist, der jedem seine Stimme zuge- che, von Schülerinnen und Schülern
schehen kleiner, aber um nichts we- steht. organisierte Veranstaltungen und vor
niger wichtiger und folgenreicher für allem einen Einblick in die Projekte
die Menschen, die er betrifft. Und dieser Geist verlangte nach ei- und deren Vielfalt des diesjährigen
nem modernen Magazin. Sie soll ein Maturajahrganges zeigt.
1978 – Gründung der HLW/FW Kaleidoskop dessen sein, was die Die beiden Parameter des Erfolgs
Deutschlandsberg. HLW/FW Deutschlandsberg so groß unserer Schule – das Miteinander
und erfolgreich gemacht hat: des und die breit gefächerte Ausbil-
Aus Anlass dieses Jubiläums hat- Miteinanders der Menschen, die hier dung – führten dann auch folgerich-
te die Direktorin der HLW/FW, Mag. gemeinsam an ihren Zielen arbeiten, tig zur nächsten Entscheidung: Wer
Andrea Reschinger, die Idee, eine sowie derer, die einst die Grundsteine macht das Layout dieses Magazins?
Druckschrift herauszugeben. Damit gelegt und die Entwicklung vorange-
stellte sich die Frage, welcher Art die- trieben haben und die ihrer Schule Die Antwort war von vornherein klar.
ses Werk sein sollte. Allen Beteiligten noch immer verbunden sind. Das Vertrauen, das die Schule in ihre
war sofort klar, dass diese Jubiläums- Damit war auch die Form des Werkes Schülerinnen und Schüler und deren
schrift den Charakter der Schule wi- klar. Es sollte keine herkömmliche Fähigkeiten setzt, ließ gar nichts an-
derspiegeln solle. Aber worin besteht Festschrift werden, in der abgehoben deres zu, als dass dieses Layouting zu
der Charakter dieser Schule? klug Seiten gefüllt würden. Der Geist einem Projekt eben dieser Schülerin-
Man kann jetzt natürlich sofort die des Miteinanders verlangte nach ei- nen und Schüler würde. Und so ha-
Vielfalt, die berufliche und akade- nem Magazin - einem Magazin, das ben Selena Krainer und Lena Zmugg,
mische Anwendbarkeit, die Brei- die Beteiligten selbst zu Wort kom- Schülerinnen des Jahrgangs 4c, diese
te und Tiefe der Ausbildung am men lässt. Sie als Leserinnen und Aufgabe zu ihrem Maturaprojekt ge-
Schultyp HLW/FW ins Treffen füh- Leser sollen die Menschen sprechen macht und – wie Sie sich anhand des
ren – und das ist ja auch absolut hören, wenn Sie die Beiträge lesen. Produktes, das Sie in Händen halten,
richtig und ein wichtiger Teil des Was haben die Fachgruppen zu ihrer überzeugen können - hervorragend
Erfolges. Jedoch – was ist der ganz Verantwortung für die Schülerinnen bewältigt.
individuelle Charakter dieser Schu- und Schüler zu sagen, was erzählen Und somit bleibt dem Redaktions-
le – der HLW/FW Deutschlandsberg? Absolventinnen und Absolventen von team nur mehr übrig, sich bei allen
Und auch diese Frage ließ sich leicht ihrer Schulzeit, ihren so unterschied- zu bedanken, die zum Gelingen die-
beantworten: lichen Karrieren und ihrer Verbun- ses Magazins beigetragen haben, und
denheit mit der Schule, die sie und ihr – vor allem – Ihnen bei der Lektüre
Leben geprägt hat? einige angenehme und vergnügliche
Momente zu wünschen.
3
Mag. Waltraud Heusserer,
HLW/FW Magazin | 2018 Mag. Andrea Reschinger,
Mag. Josef Silldorff
17
13
42 91
3 EDITORIAL
7 40 JAHRE HLW/FW
107 9 PROMIS
19 FACHGRUPPEN
31 KOCHREZEPT
78 34 PSYCHOTEST
36 AUSBILDUNGS-
SCHWERPUNKTE
4
HLW/FW Magazin | 2018
65
43
40
67 82
40 SCHULFOTO 65
42 SCHÜLER AM WORT
43 KLASSEN 107
65 40 ABSOLVENTEN
91 PROJEKTE
107 OPEN HOUSE
111 LEHRPLAN-
ENTWICKLUNG
5
HLW/FW Magazin | 2018
40 Jahre HLW/FW
Vor 40 Jahren wurde die HLW/FW Was kennzeichnet nun unsere Schule,
Deutschlandsberg gegründet. Das was hat uns in den letzten 40 Jahren
ist zwar kein großes Jubiläum wie geprägt?
das 25. oder das 50., aber doch ein
willkommener Anlass, inmitten des Das vorliegende Magazin gibt Ih-
schulischen Alltags einmal innezu- nen Antworten aus verschiedenen
halten und einen Blick zurück zu wer- Perspektiven auf diese Fragen. Un-
fen. Eine Schule entwickelt, wie ein terschiedliche Autoren, ehemalige
jedes andere Geburtstagskind auch, Schülerinnen und Schüler, Fotos aus
eine Persönlichkeit, ein besonderes den letzten 40 Jahren lassen ein Bild
Eigenleben, das sie auszeichnet und entstehen, das die Vielfalt und den
besonders macht. unverwechselbaren Charakter der
Unserer Schule ist es in den langen HLW/FW widerspiegelt.
Jahren des Bestehens gelungen, sich Hinter solch einem schönen Druck-
über den Bezirk hinaus einen guten werk steckt viel mehr Arbeit als man
Namen zu machen und ein attrakti- denkt. Ich danke allen Beteiligten
ves, modernes Profil zu erarbeiten sehr herzlich, dass sie zum Gelingen
und zu präsentieren. beigetragen haben.
Dass die HLW/FW Deutschlandsberg Ich wünsche Ihnen und Euch eine
ein Erfolgsmodell wurde, lag am Ver- anregende Lektüre und uns al-
trauen, das sich das engagierte Kol- len für die Zukunft der HLW/FW
legium im Laufe der Jahre bei Eltern, Deutschlandsberg alles Gute.
Schülerinnen und Schülern erarbei-
tet hat. Und es sind die Schülerinnen
und Schüler, die der Schule die Treue
halten und sie weiterempfehlen.
Die stetige Weiterentwicklung der
Lehrpläne, bei der wir uns als Pädago-
gInnen-Team einbringen konnten und
die Bereitschaft aller Beteiligten, mit
Schulversuchen Neues zu probieren
und zu entwickeln waren Grundlagen
für die Erfolgsgeschichte der HLW/
FW. Maßgeblich und verantwortlich
für den jahrzehntelangen Erfolg unse-
rer Schule waren natürlich neben den
hervorragenden Lehrkräften, Mitar-
beiterinnen und Mitarbeitern meine
Vorgänger in der Direktion.
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HLW/FW Magazin | 2018
A Schul fürs Lebm
Die Zeit in d´Schul, ma nutzt s´ oft net
so guat, ols wia ma´s könnt´.
De Weisheit is in jungen Johrn
oam oanfoch net vergönnt.
Erscht später, wenn ma älter is´,
erkennt ma wos´s bedeit´,
guat gschliffen z´ sein, für d´ Orbeitswölt.
Chefs wulln nur solche Leit.
Im Lebm woaß ma, ´s große Glück
erreichst net nur durchs Hirn!
Charakter brauchst, an Menschenblick,
und loss dih net sikier´n!
Wal Marionetten gibt´s schoa gnuag!
Leit, de sih vabiagn,
und oftmols über Leichn gehn,
doss jo an Haufn kriagn.
Bedenk, es gibt ah folsche Freind.
De hölfen dir net vül!
Bleib ehrenhoft, bleib wer du bist,
nur des bringt dih ans Zül.
Karin Kleindienst
Absolventin
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HLW/FW Magazin | 2018
VVeIrPyP-ILrmoompuonisrg!tea:nt
Prominente Persönlichkeiten aus dem Bildungssektor
melden sich zum Thema 40 Jahre HLW/FW zu Wort.
Die befragten Personen sollten sich spontan für ein Wort aus
einem Begriffspaar entscheiden, das ihrem Wesen eher ent-
spricht und dies kurz und prägnant begründen.
Außerdem erzählen sie Anekdoten und besondere Erlebnisse
aus ihrer eigenen „High School“-Zeit und erinnern sich
gerne zurück an diese prägende Zeit der Ausbildung
vor dem beruflichen Werdegang.
Zu diesen prominenten Wortmeldungen gehören auch
die Statements von zwei ehemaligen Direktoren
an der HLW/FW, die das Schulgeschehen ganz maßgeblich
positiv beeinflusst und die Vielfalt
als Motto verankert haben.
Foto: Thomas Raggam
Elisabeth Meixner, BEd
Bildungsdirektorin
Was verbindet Sie mit Welche Prognose stellen Sie Gegenüberstellung
der HLW/FW? der HLW/FW? diverser Begriffe
Die DirektorInnen, die ich auf Tagun- Die HLW nimmt einen entscheiden- Facebook – Twitter
gen treffe, beweisen mir das großar- den Platz in unserer Bildungsland- Twitter:
tige Engagement in den HLWs. Dort schaft ein. Sie ist unverzichtbar. Der schnellste Nachrichtendienst
findet Schule im Leben statt, in Kom-
bination des Basiswissens für die wei- Welche Trends in der Bildung Wr.Schnitzel – Salatteller
tere Berufs- oder Studienlaufbahn. sind Ihrer Meinung nach Salatteller:
am wichtigsten? Bewusste Ernährung ist mir wichtig.
Der Fokus muss auf die Talente und Klassik – Pop
Begabungen der SchülerInnen ge- Klassische Musik :
legt werden. Unsere LehrerInnen beruhigt und regt zum Nachdenken
brauchen Instrumente, um mit der an.
Heterogenität der SchülerInnen um-
gehen zu können. Wichtig ist, dass Buch – Ebook
wieder verstärkt Schule im Leben Buch:
stattfindet. Ebenso muss es noch Da bin ich Traditionalistin.
besser gelingen, Wissen und Fähig-
keiten zu festigen, sowie jederzeit ab- Yoga – Walken
rufbar zu machen. Walken:
Um die Natur zu erleben.
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HLW/FW Magazin | 2018
Hofrätin
MMag. Christine Pichler
Landesschulinspektorin
Was verbindet Sie mit Welche Trends in der Bildung Gegenüberstellung
der HLW/FW? sind Ihrer Meinung nach diverser Begriffe
am wichtigsten?
Als Schulaufsicht für die humanbe- Jungen Menschen ein breites Fun- Wr.Schnitzel – Salatteller
ruflichen Schulen bilden die Höheren dament an Wissen, Fertigkeiten und Heute: Salatteller ohne A, B, C, D, E,
Lehranstalten und die Fachschulen Haltungen mitzugeben verbunden F, G, H, L, M, N und O – früher war es
für wirtschaftliche Berufe mit den mit Gestaltungswillen, Verantwor- einfach: Salatteller
attraktiven Ausbildungsinhalten den tungsbewusstsein, Mut und Offen-
Kernbereich des Aufsichtsbereiches heit. Buch – Ebook
und somit das Herzstück der tägli- Das einzigartige Erlebnis, die Kunst-
chen Arbeit im und für das System. Welche Prognose stellen Sie stofffolie von einem neuen Buch auf-
Diese Schularten haben in den letz- der HLW/FW? zureißen, sie zusammenzuknüllen,
ten Jahrzehnten ihre Wandelbarkeit dann einzutauchen in den Geruch
gezeigt, stellen den Menschen in den Betrachtet man die Anforderungen von Papier und Druck und die Freu-
Mittelpunkt und bilden die Schülerin- der Zukunft durch die Brille der Wan- de, – ohne „scrollen“ oder „wischen“,
nen und Schüler am Puls der Zeit aus, delbarkeit der Schule der letzten sofort das letzte Kapitel lesen zu
damit sie auf das Berufsleben oder Jahrzehnte, dann lautet die Progno- können …
auf die weiteren Ausbildungsgänge se für die Zukunft:
bestens vorbereitet sind. Weitere Veränderungsprozesse Schu- Yoga – Walken
le 4.0 im Hinblick auf digitale Bildung, Ruhe, Stille, unterbrochen vom
Welche Fremdsprachen Dienstleistungsmanagement und gleichmäßigen Klappern der Wal-
haben Sie gelernt? Service Design gepaart mit einem king-Stöcke im Rhythmus und Ein-
hohen Maß an sozialer Kompetenz. klang mit der Natur, tiefe Atemzüge
Latein, Englisch und Italienisch und in Das beinhaltet das Basisbündel für und loslassen aller Gedanken an
meiner Schulzeit hätte ich wohl BA- die AbsolventInnen der Zukunft. Arbeit und Belastungen, „denn jede
SIC und FORTRAN auch als „Fremd- HLW/FW Deutschlandsberg, die Ba- Last wird erst zur Last, wenn‘st es a
sprachen“ bezeichnet. sis für eine erfolgreiche Zukunft, und Last sein lasst…“
somit die Schule der Zukunft.
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HLW/FW Magazin | 2018
Hofrat
Dr. Helmut-Theobald Müller
Bezirkshauptmann
Was verbindet Sie mit Welche Trends in der Bildung Welche Fremdsprachen
der HLW/FW? sind Ihrer Meinung nach haben Sie gelernt?
am wichtigsten?
Mit der HLW/FW Deutschlandsberg Das Fördern der persönlichen Ta- In der Schule habe ich Englisch (ab
verbinden mich mehr als 20 „gemein- lente, das Arbeiten im Team, die der 1. Klasse), Latein (ab der 3. Klas-
same“ Jahre, viele spannende Prä- Fähigkeit sich zu präsentieren, das se) und Italienisch (ab der 5. Klasse)
sentationen im Bundesschulzentrum Erlernen von Sprachen auf einem gelernt. Geblieben sind davon eher
sowie überaus gelungene in Koopera- weit höheren Niveau als es in den bescheidene Italienischkenntnisse,
tion mit der Bezirkshauptmannschaft 1970er-Jahren möglich war, ist sehr denn das Tor zur Welt und ihren Spra-
verwirklichte Projekte, unter denen wichtig und hat jetzt einen ganz an- chen ist unserer Generation nicht so
das „100-Jahr-Jubiläum des Amtsge- deren Stellenwert. weit offen gestanden wie den Schüle-
bäudes Kirchengasse 12“ von 2001 Ich bin aber in Sorge, dass dabei bis- rinnen und Schülern von heute.
besonders hervorzuheben ist. Die weilen die Vermittlung von Wissen
HLW ist eine Schule, die junge Men- und die Beurteilung des Wertes des Welche Prognose stellen Sie
schen sehr gut auf das Berufsleben Wissens, beginnend bei der sicheren der HLW/FW?
vorbreitet und ihnen neben breitge- Handhabung der Rechtschreibung,
streuten Fachkompetenzen wertvolle zu kurz kommt. Nur weil Wissen im Die HLW/FW Deutschlandsberg wird
Möglichkeiten zur Persönlichkeits- Internet jederzeit und – scheinbar – sich auch in Zukunft großen Zu-
entfaltung vermittelt. umfassend verfügbar ist, sollte seine spruchs erfreuen, weil sie ihre Absol-
Bedeutung nicht gering geschätzt ventinnen und Absolventen gezielt
werden. und kompetent auf die Arbeitswelt in
Dazu kommt, dass angesichts der ihrer Vielfältigkeit vorbereiten. Ihnen
Geburtenentwicklung die Zahl der stehen mit dieser soliden Ausbildung
bildungsfähigen Schülerinnen und alle Möglichkeiten offen.
Schülern im Abnehmen begriffen ist.
Es ist eine große Herausforderung
für die Pädagoginnen und Pädago-
gen an den höheren Schulen, die weit
größere Gruppe der Bildungswilligen
ohne allzu große Qualitätsverluste zu
unterrichten und zu einem positiven
Schulabschluss zu führen.
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HLW/FW Magazin | 2018
Hofrat
Mag. Josef Wallner
Bürgermeister
Was verbindet Sie mit Welche Trends in der Bildung Was war das Highlight Ihrer
der HLW/FW? sind Ihrer Meinung nach am Schulzeit?
wichtigsten?
Als Bürgermeister der Stadt Deutsch- Die rasch fortschreitende Digitalisie- Ich habe von 1975 bis 1979 das BORG
landsberg bin ich sehr stolz darauf, rung in der Gesellschaft spiegelt sich besucht und wir waren die erste Klas-
dass sich unsere Stadt auf dem Bil- auch in den Bildungssektoren Schule, se, die den Maturaball bereits im da-
dungssektor stetig weiterentwickelt. Hochschule, Aus- und Weiterbildung mals neuen Schulgebäude abhalten
So sind wir für Kinder und Jugendli- wider. durfte. Das war für uns eine große
che aus dem gesamten Bezirk bzw. Der technologische Fortschritt beein- Auszeichnung und wir mussten nicht
weit darüber hinaus zum dynami- flusst auch das Lernen, somit sehe mehr wie unsere Vorgänger nach
schen Bildungszentrum geworden. ich die „digitale Bildung“ als zentra- Eibiswald ausweichen. Dieser neue
Zu dieser positiven Entwicklung trägt len Schlüssel, um diese Entwicklung großartige Rahmen des Balles hat
auch die HLW/FW Deutschlandsberg erfolgreich zu gestalten. uns alle natürlich sehr begeistert und
mit ihrer ganzheitlichen und praxiso- stolz gemacht.
rientierten Ausbildung ganz wesent- Dem gesellschaftlichen Wandel zufol-
lich bei. Sie hat sich im Laufe ihres ge müssen sich die einzelnen Schul- Gegenüberstellung
40-jährigen Bestehens den wechseln- typen den Veränderungen also stets diverser Begriffe
den Herausforderungen, die an die anpassen, um die Absolventinnen
Jugendlichen gestellt werden, durch und Absolventen auf die Herausfor- Wr. Schnitzel – Salatteller:
stetige Veränderung und Ausweitung derungen in einer globalisierten Welt Wiener Schnitzel – aber bewusst und
ihres Ausbildungsangebotes ständig vorzubereiten. selten
angepasst. Diese gute und fundierte Trotzdem ist es meiner Meinung Kino – Theater:
Ausbildung unserer Kinder ist wiede- nach auch weiterhin unerlässlich, Theater - Theaterzentrum Deutsch-
rum Grundlage und Garantie für eine die Grundfertigkeiten die man zum landsberg als Hort der Kreativität
prosperierende Wirtschaft in der gan- Beispiel von einem Maturanten/einer Klassik – Pop:
zen Region. Auch die Stadtgemeinde Maturantin erwarten darf zu vermit- Klassik - Konzerte des Kulturkreises
Deutschlandsberg hat schon bei vie- teln. als ruhigen Gegenpol zum Alltag
len Projekten mit der HLW/FW koope- Markus Schirmer – Paul Pizzera:
riert und vom fachlichen Knowhow Paul Pizzera - Heimvorteil Pizzera
der Schülerinnen und Schüler profi- Buch – E-Book:
tiert. Buch - Das Gefühl des Papiers beim
Umblättern muss sein
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HLW/FW Magazin | 2018
Die HLW/FW Deutschlandsberg nahm
als Pilotschule (also als einzige HLW
der Steiermark) an einer für dama-
lige Verhältnisse völlig neuartigen
Entwicklungsmöglichkeit teil: einem
Qualitätssteigerungs- und -siche-
rungsprogramm (TQMS). Begleitet
LSI Hofrat wurde dieses mühevolle Unterfangen
von einem externen (also schulfrem-
Dr. Dittmar Konopasek den) Betreuer, was zeitweise zu Kon-
flikten und Missverständlichkeiten
führte. Aber dennoch: Eine sehr enga-
gierte Lehrerschaft, viele Schüler (ins-
1978 wurde die Fachschule für wirt- Bereits 1974 war dies in meiner Dis- besondere die Schülervertretung)
schaftliche Frauenberufe als Exposi- sertation als Lösungsvorschlag kon- und auch einige engagierte Eltern
tur der Höheren Bundeslehranstalt zipiert worden (Die Dissertation war durchforsteten in vielen Arbeitskrei-
für wirtschaftliche Frauenberufe dann vom BMfUK angekauft worden). sen alles, was in einer Schule wichtig
Graz ins Leben gerufen. Während diese Ausbildungsschwer- ist: Unterrichtsauswertungen, Fehl-
Doch sofort zeigte sich, dass das punkte zunächst als Möglichkeiten stunden, Kontakte, Schulbudget,
Interesse an einer Schulform mit vom Bundesministerium fix in einem Umgangsformen, das ganze Mitein-
Reifeprüfung deutlich größer war, Topf von Möglichkeiten vorgegeben
sodass eine Höhere Lehranstalt mit
dislozierten Klassen der „Schrödin- 40 Jahre und kein bisschen leise …
ger-Schule“ in Graz installiert wurde. 40 Jahre und ein bisschen weise …
1981 führte eine Lehrplanreform zu das ist die HLW/FW Deutschlandsberg!
einer vollwertigen Reifeprüfung und
1987 auch zu einer Namensände- waren brachten nachfolgende Lehr- ander von Schülerinnen und Schü-
rung: Als emanzipatorische Maßnah- planänderungen (2002/03) immer lern/Lehrerinnen und Lehrern/ Direk-
me wurde der Begriff „Frauen“ aus mehr echte autonome Entschei- tion/Eltern. Eine neue Sichtweise griff
den beiden Schulnamen gestrichen. dungsmöglichkeiten, wodurch auch positiv um sich: Schülerinnen und
1983 erfolgte die Verselbständigung, die Installation von spezifische- Schüler sind MitarbeiterInnen, aktiv
und ich durfte diese Schule als Schul- ren Ausbildungsschwerpunkten in Teilnehmende an einem (Aus-)Bil-
leiter für insgesamt 16 Jahre über- Abstimmung mit regionalen Not- dungsprozess, sind Klienten in einem
nehmen. wendigkeiten (wirtschaftliche und pädagogischen Umfeld!
arbeitsmarktpolitische Situation) Der Erfolg zeigte sich in den kommen-
Die Lehrplanreform 1992 ermöglich- ermöglicht wurden. Diese Chance den Jahren: Die Schüler- und Klassen-
te dann die Installation von schul- wurde von der HLW/FW Deutsch- zahl stieg rasant an. Bei 11 ‚dünnen‘
autonomen Ausbildungszweigen landsberg (dann bereits von der mir Klassen war der Qualitätssteuerungs-
(„Gesundheit und Soziales“ an der nachfolgenden Schulleitung) auch prozess gestartet, 1999 (als ich in den
Fachschule, „Ernährungs- und Be- äußerst erfolgreich genutzt. LSR wechselte) waren es bereits 15
triebswirtschaft“ sowie „Kulturtou- voll besetzte Klassen, jetzt sind es 21
rismus“ an der Höheren Lehranstalt). Klassen bzw. Jahrgänge!
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HLW/FW Magazin | 2018
Hofrat
Mag. Dr. Bruno Jöbstl
Mit diesem der Nautik entlehnten „Neuer Kurs liegt an!“ Diese Pläne trafen nicht immer auf
Befund will ich die Zäsur anlässlich ein wohlwollendes Umfeld. Ressour-
des vierzigjährigen Bestandsjubilä- Diesem positiven Zusammenwirken cenknappheit und Behördenträg-
ums markieren. Von diesen 40 Jah- ist es zu danken, dass die Schule im- heit stellten sich immer wieder als
ren durfte ich 35 in verschiedensten mer wieder in der Lage war, sich auf Stolpersteine in den Weg. Die Quali-
Funktionen mitgestalten. Meine Jah- neue Entwicklungen rechtzeitig ein- tät des Umganges miteinander war
re als Schulleiter von 1999 bis 2016 zustellen und die notwendigen Maß- jedoch - nach durchaus kritischen
waren davon wohl für alle Beteiligten nahmen zu setzen: internen Diskursen - immer wieder
am nachhaltigsten. Garant für den Erfolg des letztlich ein-
Der Schulversuch „Semestersystem geschlagenen Weges. Der Erfolg zeigt
In diesem Zusammenhang werde auf der Oberstufe“, welcher an der sich nicht nur in der Entwicklung der
ich immer wieder nach den Verän- HLW/FW Deutschlandsberg im Schul- Schülerzahlen, sondern vor allem in
derungen, speziell was die Schü- jahr 1999/2000 startete, wurde im der Akzeptanz der Absolventinnen
lerinnen und Schüler der HLW/FW Schuljahr 2014/2015 mit Anpassun- und Absolventen in der Wirtschaft
Deutschlandsberg betrifft, gefragt. gen österreichweit in das Regelsys- und ihrem Erfolg bei weiterführen-
Die Menschen bleiben immer gleich. tem übernommen. den Studien. Was den „Lebenserfolg“
Geändert haben sich vor allem die des vermittelten Bildungskonzeptes
Rahmenbedingungen. Mit dem Lehrplan von 2003 und den betrifft, gibt es zwar keine objektive
Trotz des äußerst inhomogenen Ein- sich daraus ergebenden autonomen Evaluation, die persönlichen Rück-
zugsgebietes, welches vom städti- Gestaltungsmöglichkeiten entschei- meldungen vieler AbsolventenInnen
schen Umland von Graz bis in die det sich die Schule in Deutschlands- lassen jedoch auch bei diesem wohl
Bergregion der Koralpe reicht, konn- berg aufbauend auf die Erfahrungen wichtigsten Bildungsanliegen vermu-
te sich die Schule dank eines soliden mit dem Lehrplan 1993 dafür, die ten, dass einiges gelungen ist.
Schüler- und Schülerinnenstammes damals gewählten Schwerpunkte in- So obliegt es meiner Nachfolgerin,
im Bildungsumfeld der Region immer haltlich im Wesentlichen beizubehal- Mag. Andrea Reschinger, welche das
gut bis ausgezeichnet behaupten. ten, sie jedoch verstärkt mit Metho- Ruder im letzten Jahr übernommen
den des Projektmanagements, der hat, das „Schulschiff“ auf Kurs zu hal-
So war es für mich immer wieder be- Informationstechnologien und dem ten. Mit ihrer in jeder Beziehung her-
eindruckend, wie sich bei Fragen der intensiven Einsatz der Fremdspra- vorragenden Frau-/Mannschaft wird
Schulentwicklung neben dem selbst- chen zu optimieren. 2004 wurden das Kurshalten trotz der sich abzeich-
verständlich professionellen En- diese Schwerpunkte ausgehend von nenden Herausforderungen sicher
gagement des Kollegiums gerade die einem EU Projekt um einen Medien- mit Bravour bewältigt werden!
Schülerinnen und Schüler äußerst schwerpunkt (heute eigene Schul- So bleibt mir nur noch, mich bei all
konstruktiv eingebracht haben. Den form) erweitert. den wunderbaren Menschen, welche
Eltern gilt neben der wirtschaftlichen mich über die Jahre hinweg beglei-
Belastung vor allem auch der Dank Die Öffnung der Schule nach außen, tet haben, auf das Allerherzlichste
für Arbeit in den Vertretungsgremien. sei es durch das Engagement exter- zu bedanken und ihnen zumindest
ner Fachkräfte oder durch den Auf- die gleich erfreulichen menschlichen
bau von Schulpartnerschaften, stell- und beruflichen Erfahrungen zu wün-
ten eine wesentliche Ergänzung des schen, die ich erleben durfte.
Ausbildungsangebotes dar.
Die Qualität des
Der letzte gelungene Schritt war das
Abstimmen der Kernkompetenzen Umganges miteinander
auf die von außen gestellten Anfor-
derungen der zentralen Reife- und war immer wieder
Diplomprüfung.
Garant für den Erfolg.
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HLW/FW Magazin | 2018
QIBB als Grundlage
für gelungene Schulentwicklung
Der Qualität verpflichtet
QIBB Plan – Do – Check – Act
QIBB, die Qualitätsinitiative Berufs- Das Bildungswesen ist gerade im Be- Der Kreislauf des Qualitätsmanage-
bildung war 2006 die Strategie des reich der berufsbildenden Schulen ments steht im Zentrum der Arbeit
Bundesministeriums für Unterricht, mit einem Wandel in den Anforderun- der Schulqualitätsprozessmanager
Kunst und Kultur zur Einführung ei- gen und mit geänderten Erwartun- (SQPM). Dr. Walter Kowaschitz 2006
nes umfassenden Qualitätsmanage- gen konfrontiert. Der Einfluss neuer bis 2016 und seither Mag. Elisabeth
ment-Systems im österreichischen Technologien und geänderter Lehr- Mathauer-Cekon organisieren, koor-
berufsbildenden Schulwesen. Das und Lernformen stellt hohe Anforde- dinieren und evaluieren die Arbeiten
war für die HLW/FW Deutschlands- rungen an die Professionalität. in diesem Bereich.
berg nichts Neues. Hier wurde schon
seit vielen Jahren systematisch an Es gilt, die Schülerinnen und Schü-
der Qualitätsentwicklung gearbeitet. ler unter möglichst effizientem
Die HLW/FW nahm als eine der Vor-
reiterschulen an der bundesweiten Einsatz der Mittel auf die zukünf-
Qualitätssteigerung durch Selbstbe- tigen Anforderungen im persön-
wertung im Rahmen von TQM (Total lichen und beruflichen Bereich
Quality Management) teil.
vorzubereiten.
WARUM Qualitätsarbeit im
Schulwesen? Die Schul- und Unterrichtsentwick-
lung soll für die Schülerinnen und
Lebens- und Arbeitswelten werden Schüler spürbare Verbesserungen
zunehmend komplexer. Die Beant- des Unterrichts erreichen.
wortung der Frage, welche konkreten
Fähigkeiten jemand besitzen muss, Das österreichische berufsbilden-
um den heutigen Anforderungen zu de Schulwesen zeichnet sich durch
entsprechen, wird immer schwieriger. eine Vielfalt an Schultypen aus, die
Die Steuerung von Bildungssystemen eine Vielzahl an Ausbildungsmög-
erfordert es, die gesellschaftlichen lichkeiten bieten. Diese Vielfältigkeit
Veränderungen in einem ständigen ermöglicht es, regionale und lokale
Prozess des Beobachtens, Abschät- Besonderheiten sowie die jeweilige
zens und Vorausdenkens zu berück- Arbeitsmarktstruktur zu berücksich-
sichtigen und die bildungspolitischen tigen. Die gesetzten Maßnahmen der
und pädagogischen Instrumente am Qualitätssicherung und Qualitäts-
Maßstab der Wirklichkeit zu erproben entwicklung sollen dazu beitragen,
und weiterzuentwickeln. ein hohes Ausbildungsniveau und die
Anerkennung der in der Ausbildung
erworbenen Qualifikationen sicher-
zustellen.
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HLW/FW Magazin | 2018
Q-hum Was bedeutet Qualität in unserer Steuergruppe
speziellen Situation?
Die Qualitätsinitiative im humanbe- Wer ist wofür verantwortlich? Ein zentrales Steuerelement der
ruflichen Schulwesen (Q-hum) ist die Was sind unsere Ansprüche, Perspek- Q-hum ist die Steuergruppe. Das
Umsetzung von QIBB in den Höheren tiven und Visionen? Team trifft sich regelmäßig zur Dis-
Lehranstalten für wirtschaftliche Be- Wie können wir noch besser werden kussion von aktuellen Themen und
rufe, für Tourismus und Sozialberufe und Bestehendes sichern? Erarbeitung von Zielen und Maßnah-
sowie den Fachschulen und dient Was wissen wir über die Wirksamkeit men.
dazu, Ziele und Maßnahmen sowie unserer Maßnahmen?
deren Überprüfung auf ihre Wirksam- Was haben die Betroffenen von die- Die Mitglieder des Steuerungsteams
keit und Effizienz in einen systema- sen Maßnahmen? an unserer Schule sind neben der
tischen Zusammenhang zu bringen Woran werden wir erkennen, dass wir Direktorin Mag. Andrea Reschinger,
und transparent darzustellen. erfolgreich sind? Fachvorständin Dipl.Päd. Renate
Auf allen Ebenen der Schule und der Bretterklieber, Administrator Mag.
Schulverwaltung (Ministerium, Lan- Markus Smole, SQPM Mag. Elisabeth
desschulrat) werden von allen Betei- Mathauer-Cekon, Ausbildungskoor-
ligten Fragen diskutiert wie etwa: dinatoren Mag. Rosemarie Krasser,
Mag. Heide Kosjak-Schwenn, Mag.
Dr. Herbert Wippel, Mag. Nicole Zing-
ler, Mag. Josef Silldorff, Dr. Gerhard
Fischer und als Personalvertretung
Dipl.-Päd. Christa Kraus.
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HLW/FW Magazin | 2018
Verwaltung
Egal wer was wann wie warum und vor allem
„So schnell wie möglich!“
von der Schule braucht, sie sind die erste Anlaufstelle für
Eltern, Schüler, Lehrer und Direktion – die Sekretärinnen.
Schon am Tag der Schu- Und dazu Schriftverkehr, ger sehen die Schüler die
einschreibung sind es die Budgetverwaltung, Rech- Gesichter zweier Damen,
ersten willkommen hei- nungen vom Klopapier die unauffällig im Kel-
ßenden Gesichter, welche bis zu Möbeln und PCs, ler herrschen – und ihr
die neuen Schüler sehen immer neue Statistiken, freundliches Lächeln.
– und ein freundliches Lä- Berichte und Listen, die Sie sorgen dafür, dass in
cheln. von irgendwem irgend- der Betriebsküche alles
Und später immer wieder, wo da oben für irgendet- so reibungslos läuft, wie
wenn es um Bestätigun- was unbedingt gebraucht es soll, alles funktioniert,
gen geht, um Probleme werden, Unfallmeldungen alles blitzt und blinkt, alle
beim Kopieren, Laminie- und, und, und – und ein Vorschriften – und es sind
ren, Spiralisieren, um Tixo, freundliches Lächeln. viel mehr, als man denkt
um Stecknadeln, Laptops, – eingehalten werden und
um Pflaster, seelischen Nicht am ersten Tag, aber vor allem jede hungrige
„Mir ist schlecht!“-Bei- später sicher im Rahmen Seele etwas zu essen be-
stand – mit einem freund- der Ausbildung oder im kommt – und ein freundli-
lichen Lächeln. dringenden Fall von Hun- ches Lächeln.
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HLW/FW Magazin | 2018
FACHGunRsereUPPEN
Mit vollem Elan und Begeisterung
starten die Lehrer der HLW/FW Deutschlandsberg
jeden Tag in die Klassenzimmer.
Sie schaffen täglich das Unfassbare, die Wissbegierde der Schüler zu stillen.
Nun Bühne frei für die Fachgruppen im Jubiläumsjahr unserer Schule.
Religion
Die Lizenz zum Lautsein. ner Schule wie der HLW/FW bedeu- das ist unser Job. Wir erledigen die-
Wenn es einmal laut ist im Klassen- ten kann: Eine kurze Unterbrechung sen mit viel Liebe, Humor und Cool-
zimmer, dann gibt es im Prinzip zwei von dem, was sonst ist; eine Irritati- ness. Und ich glaube, darum mögen
Möglichkeiten: 1.: Es ist kein Lehrer on, vielleicht sogar eine Provokati- uns unsere SchülerInnen und besu-
da oder 2.: Es ist Reli. Manchmal auch on; eine Verstörung, eine Verunsiche- chen gerne den Religionsunterricht
beides. rung, ein Angebot: Das Wesentliche (schließlich könnten sie sich ja auch
Manchmal ist es aber auch leise, weil erfahren. Sich über die eigene Exis- ganz einfach abmelden).
man a) gerade über den Sinn des Le- tenz wundern. Einmal etwas radikal Und dann wird es auch gleich wieder
bens oder so nachdenken muss oder in Frage stellen. Manchmal sehen wir laut. Weil wichtige Neuigkeiten aus-
b) einigen hochkomplexen wie auch Religionslehrer diese Fragezeichen zutauschen sind, man sich über den
kabarettreif vorgetragenen Gedan- über den Köpfen unserer SchülerIn- notwendigen Wissensstand in Bio-
kengängen des Lehrers bzw. der Leh- nen schweben und sind zufrieden. logie erkundigen muss, über Trump
rerin zu folgen versucht, oder c) man Denn: Wir haben nicht fertige Ant- und die Welt diskutiert werden muss
aufgefordert wird, seine eigene Mei- worten, probate Lebensrezepte oder oder einfach über die durch nichts
nung zum Thema „Kopftuchverbot“ abprüfbare Schulbuchweisheiten im gerechtfertigten Widrigkeiten des ge-
zu äußern. Gepäck, sondern bloß Anstöße zum meinen Schülerlebens gestöhnt wer-
Dann, in diesen unerwarteten lei- anders denken. Ausgetretene Pfade den muss. Es geht leider nicht anders:
sen Momenten wird plötzlich offen- verlassen, Perspektiven verändern,
bar, was Religionsunterricht in ei- fixgeglaubte Positionen verrücken, So muss RELI.
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HLW/FW Magazin | 2018
Deutsch
Kreatives Schreiben, Kommunikati- tur bis hin zu Jugendsprache inklusive
on, Lesen, Literatur, Zuhören, Argu- Abkürzungen und Emojis. Besonderes
mentieren, Textsorten, Grammatik, Augenmerk kommt im Deutschunter-
Wortschatz, Interpretieren – das sind richt natürlich dem schriftlichen und
nur einige der Themenbereiche, die das mündlichen Ausdruck zu. Auch in die-
Fach Deutsch ausmachen. In den fünf sem Bereich ist Aktualität gefragt, denn
Jahren, bis alle Schülerinnen und Schü- die Schülerinnen und Schüler sollen
ler die schriftliche Reife- und Diplom- sich kritisch und selbständig mit gesell-
prüfung in Deutsch ablegen, erleben sie schaftlich relevanten Themen befassen
in diesem Fach einen vielseitigen Un- und fundiert ihre Meinung zu diesen äu-
terricht mit breit gefächerten Inhalten. ßern können.
Naturgemäß hat sich der Deutschun- Das Fach Deutsch leistet einen Beitrag,
terricht in den vergangenen 40 Jahren die Schülerinnen und Schüler
verändert und das nicht nur aufgrund
von Lehrplanentwicklung und Recht- zum kritischen Denken anzuregen,
schreibreform. Das Fach Deutsch steht die Inhalte und Aussagen von Texten
nämlich stets in enger Verbindung mit zu hinterfragen und die Schülerinnen
der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich in ver-
und Schüler. Sie alle leben in einer Ge- schiedensten Kommunikationssitua-
sellschaft, in der sich Sprache ständig tionen adäquat auszudrücken
verändert und die Schule hat die Aufga-
be, auf diese Veränderungen zu reagie- – und vermittelt dadurch Kompeten-
ren. So erstreckt sich das Spektrum zen, die auch oder vor allem außerhalb
der in Deutsch behandelten Sprache der Schule gefragt sind.
und Texte von mittelalterlicher Litera-
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HLW/FW Magazin | 2018
No entiendo.
FremdsprachenIch verstehe nicht.
Das Ziel der Fremdsprachenlehrenden und –lernen- Sprachmittler zu beweisen und zu zeigen, dass man mit-
den ist es, kommunizieren zu können, zu verstehen, ver- hilfe zweier Fremdsprachen kommunizieren und somit
standen zu werden und sich ausprobieren zu dürfen. Brücken bauen kann. Diese wertvolle Ressource haben
Versprecher und Missverständnisse gehören zum All- SchülerInnen in den letzten Jahren bereits beim Fremd-
tag, denn eine fremde Sprache unterscheidet sich nicht sprachenwettbewerb SWITCH, bei dem zwischen Englisch
nur auf sprachlicher Ebene, sondern bringt auch im- und der zweiten lebenden Fremdsprache gewechselt und
mer eine zusätzliche kulturelle Dimension mit sich, denn im Gespräch vermittelt werden soll, gezeigt. Eine weitere
auch Gesten müssen richtig interpretiert werden. Die an Plattform, um ihre ausgezeichneten Kenntnisse zu zeigen,
der HLW angebotenen Sprachen zeugen von einer Viel- ist die EUROLINGUA, bei der die Leistungen der SchülerIn-
falt auf sprachlicher und kultureller Ebene, gleichzeitig nen immer wieder beachtenswert waren und Anlass zur
eint alle Fremdsprachen, dass sie ein Tor zu einer neu- Freude gaben und geben.
en Welt öffnen und es den SchülerInnen erlauben, ande- Der unmittelbare Kontakt mit der Sprache steht im Zent-
re Luft zu schnuppern und ihren Horizont zu erweitern. rum. Ein Highlight stellen daher auch Auslandsaufenthal-
Neben Englisch, das als unerlässliche Basiskompetenz te, sowohl auf persönlicher Ebene als auch im Klassenver-
gelernt wird, bietet die HLW als zweite lebende Fremd- band, dar. Einzelne SchülerInnen zieht es für ihre Prakti-
sprachen die Wahl zwischen Französisch, Spanisch und ka ins Ausland, andere gönnen sich ein Auslandssemester.
Italienisch. Seit vielen Jahren gibt es außerdem die Mög- Die Sprachreise, die es alljährlich ganzen Sprachgruppen
lichkeit, Russisch als Freigegenstand zu wählen. Die Band- erlaubt, in Kulturen einzutauchen, durch den Aufenthalt
breite des sprachlichen Angebots ist gewährleistet und bei den Gastfamilien die Gesellschaft zu erleben und ihre
den Anforderungen der Wirtschaft und des Tourismus soll sprachlichen Kenntnisse zu erproben und zu verbessern,
dadurch Rechnung getragen werden, denn obwohl Eng- stellt einen ungeheuren Motivationsfaktor dar.
lisch so selbstverständlich geworden ist, bleibt die zwei- Schlussendlich soll’s ja heißen:
te lebende Fremdsprache unerlässlich. Deshalb wird es in
Zukunft die Möglichkeit geben, das Fach Mehrsprachigkeit Verstanden!
zu wählen. Die Mehrsprachigkeit ist eine Chance, sich als Comprendre! Capito!
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HLW/FW Magazin | 2018
Globalwirtschaft,
Wirtschaftsgeografie
und Volkswirtschaft
Die Zusammensetzung der drei Be- So konnte in den letzten Jahrzehnten telefonen, welche alle über Internet-
reiche Globalwirtschaft, Wirtschafts- der Lebensstandard für eine große zugang verfügen, ermöglichen selb-
geografie und Volkswirtschaft als Un- Anzahl von Menschen durchaus ge- ständige Recherchen zu aktuellen
terrichtsfach gibt es erst seit ein paar hoben werden, unsere moderne Glo- Themen. Der Schulatlas und groß-
Jahren. balwirtschaft hat aber sehr oft Vertei- maßstäbige topographische Karten
Vor 40 Jahren wurde der Schwer- lungskonflikte und Umweltschäden sind jedoch als altbewährte Mittel als
punkt vor allem auf Länderkunde ge- zur Folge. wichtiger Bestandteil im Unterricht
legt. Heute sind die Europäische Uni- Neben den inhaltlichen Veränderun- nicht wegzudenken.
on und Globalisierung zentrale The- gen können wir heute auch auf ganz Im Unterrichtsfach GWV soll vernetz-
men im Unterricht ebenso wie der andere Unterrichtsmethoden zu- tes Denken und Verstehen gefördert
Klimawandel und seine Auswirkun- rückgreifen. Unsere Klassen sind bei- werden, sodass Schülerinnen und
gen auf Mensch und Umwelt. Die Ak- spielsweise alle mit Computer und Schüler ein Handwerk erhalten, um
tivitäten und Entscheidungen des Beamer ausgestattet, was die Ver- verantwortungsbewusst an der Ge-
Menschen führen in allen Lebensbe- wendung digitaler Karten und Medi- staltung und Erhaltung ihres Lebens-
reichen zu Veränderungen, die in ver- en ermöglicht. Der Einsatz von Mobil- raumes mitwirken zu können.
schiedene Richtungen gehen können.
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HLW/FW Magazin | 2018
Wirtschaft
Wir WirtschaftspädagogIn- genstand Betriebswirtschaft te Maßnahmen in den Berei-
nen bemühen uns, die Aus- und Projektmanagement chen Planung, Budgetierung,
bildung sehr praxisnahe zu von Bedeutung. Der verant- Marketing etc., und so wer-
gestalten, um unseren Absol- wortungsvolle Umgang mit den diese Kenntnisse fächer-
ventInnen einen möglichst berufsspezifischen Informa- übergreifend auch im neuen
guten Berufseinstieg zu er- tions- und Kommunikations- Unterrichtsgegenstand Un-
möglichen. Zahlreiche Rück- technologien sowie das Ver- ternehmens- und Dienstleis-
meldungen von AbsolventIn- stehen von wirtschaftlichen tungsmanagement sowie im
nen und Unternehmen bestä- und politischen Informati- Vertiefungsbereich im Rah-
tigen, dass die Vorbereitung onen gehören zu den Kern- men der Diplomarbeit umge-
unserer SchülerInnen auf die kompetenzen. setzt.
wirtschaftliche/unternehme-
rische Realität gut gelingt. Lehrausgänge zu Unterneh- Den Abschluss der Ausbil-
men, Vorträge von Spezialis- dung bildet an der HLW eine
Um diese Praxisnähe zu ge- ten im Hause, wie z.B. dem mündliche Prüfung oder eine
währleisten, ergänzen wir KSV 1870, sowie das Zusatz- schriftliche Klausurarbeit
den einschlägigen Rech- angebot des europäischen aus den Fächern Betriebs-
nungswesen- und Controllin- Finanzführerscheins ergän- wirtschaft und Projektma-
gunterricht durch Verbu- zen die umfangreiche Ausbil- nagement sowie Rechnungs-
chung von Originalbelegen dung. wesen und Controlling im
und computerunterstützten Rahmen der Reife- und Dip-
Unterricht. Wirtschaftliche Als Inhalt ausdrücklich fest- lomprüfung bzw. an der FW
und rechtliche Sachverhalte gelegt wurde das Projektma- eine dreistündige schriftli-
werden mithilfe des fachli- nagement, das jede Absol- che Klausurarbeit aus Rech-
chen Knowhows strukturiert ventin und jeder Absolvent nungswesen und wirtschaft-
und lösungsorientiert bear- in ihrer/seiner Ausbildung lichem Rechnen im Rahmen
beitet. Diese Fähigkeit ist be- mehrfach anwendet. Rea- der Abschlussprüfung.
sonders im Unterrichtsge- le Projekte erfordern geziel-
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HLW/FW Magazin | 2018
IT Der Europäischen Referenzrahmen Da die Schule Innovationen stets auf-
für digitale Kompetenzen (DigComp) geschlossen gegenübertritt, gab es
Die digitale Kompetenz enthält fünf Kompetenzbereiche, wel- bereits 1999 die erste Laptopklasse.
zählt zu den acht Schlüsselkompe- che die benötigte digitale Kompetenz 2002 wurde die HLW-Deutschlands-
tenzen, die Menschen in einer Wis- näher definieren: Data Literacy, Com- berg in den österreichischen eLe-
munication and Collaboration, Digi- arning-Cluster aufgenommen. Im
sensgesellschaft tal Content Creation, Safety, Problem Schuljahr 2016/17 erhielt die Schule
„für die persönliche Entfaltung Solving . den „eLearning Experts-Status“ der
und Entwicklung, Beschäftigung, Der aktuelle Lehrplan der HLW/FW bil- Initiative eEducation Austria des Bun-
det diese geforderten Kompetenzbe- desministeriums für Bildung.
soziale Inklusion und reiche ab. In der HLW media werden Seit vielen Jahren sind alle Räume in
aktive Bürgerschaft benötigen.“ zusätzliche vertiefende Kompetenz- der Schule mit Internet (WLAN-Hot-
bereiche einschließlich Programmie- Spot) ausgestattet.
rung vermittelt. Eine Besonderheit stellt das Schul-
Je nach Schultyp gibt es aktuell für netz „edunet-dl“ dar, welches in allen
die Informatik unterschiedliche Ge- Schulen des Bundesschulzentrums
genstandsbezeichnungen: sowie an der NMS I Deutschlandsberg
zum Einsatz kommt. Dieses Schul-
FW fit: netz ermöglicht es Lehrerinnen und
Officemanagement und Lehrern, ohne netztechnische Barrie-
angewandte Informatik (OMAI) ren ihren Unterricht zu gestalten.
HLW aktiv, HLW vital: Besonders stolz sind wir auf die seit
Angewandtes Informations- drei Jahren erfolgreiche Teilnah-
management (AIM) mer an der „First Lego League“ – ei-
HLW media: nem Forschungs- und Roboterwett-
Officemanagement (OM), bewerb. In diesem Schuljahr konnte
Angewandte Informatik (AINF) und das gemeinsame Team der HLW und
Kommunikations- und Mediendesign HTL bei der Steiermark-Ausschei-
(KOMD) dung in Graz den 1. Platz in der Kate-
gorie „Forschung“ sowie den 2. Platz
im Bereich „Robotdesign“ erreichen.
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HLW/FW Magazin | 2018
PuP Quod licet Jovi, non licet bovi
Geschichte
Recht Streiten gehört, seit es Menschen gibt, zum Le-
ben; manche Fälle erheitern, andere wiederum
Zweifellos haben sich schon vie- SchülerInnen ermöglicht, indi- machen nachdenklich. Ob es, wie in der Stein-
le manchmal über Verhaltens- viduelle psychologische Fragen zeit, um erlegte Tiere ging, oder wie heute, um
reaktionen ihrer Mitmenschen zu klären. Aber auch Anstöße den guten Ruf, der in den social medias „an-
gewundert und deren Beweg- zum Nachdenken und das kriti- gekratzt“ wird, es gibt Nichts im Leben, das
gründe nicht verstanden. Das sche Reflektieren unterschied- nicht passiert wäre. Hat man sich im Mittelal-
Fach Psychologie und Philoso- licher Standpunkte und Wert- ter über die Daten einer Person kaum Gedan-
phie setzt genau an diesen The- haltungen sind ein zentrales ken gemacht (z.B. Schandmaske oder Pranger-
men an, denn der Unterricht Thema. Dadurch wird der Weg stehen), so beschäftigt gegenwärtig die Daten-
vermittelt mögliche Motive und in die Philosophie geschaffen, schutzgrundverordnung die Gehirne und Gemü-
Hintergründe für verschiedene denn die Philosophie hat eine ter. Hatten Zwerge und Kobolde im Mittelalter
menschliche Reaktionen und jahrtausendealte Tradition des den Glauben und Aberglauben der Menschen im
Verhaltensmuster, die jeder an Nachdenkens über grundlegen- Griff, so beschäftigte vor drei Jahren ein Zwerg
sich selbst oder an anderen be- de Gegebenheiten des Lebens. in Deutschlandsberg die Gerichte. Zwei Nach-
obachtet hat. Die zentrale Auf- Mit dem Projekt „Verrückt? Na barinnen gerieten in unüberbrückbare Differen-
gabe der Psychologie ist es ja, und?“ kann das Schweigen ge- zen. Da stellte die eine Frau einen Gartenzwerg
das Verständnis für sich selbst, brochen werden, und Jugendli- mit nacktem Hinterteil in Richtung Küchenfens-
aber auch für andere Menschen che werden für das Thema see- ter der anderen. Diese klagte wegen ästheti-
zu vertiefen sowie die gegensei- lische Gesundheit sensibilisiert. scher Emission. Sie bekam Recht und die Nach-
tige Wertschätzung zu erhöhen. barin musste den Zwerg entfernen.
Wenn das gelingt, können Kon-
flikte eher vermieden, verstan- Die Moral aus der Geschichte: Unwissenheit
den oder gelöst werden. Und schützt vor Strafe nicht. Daher ist die Anwen-
darauf aufbauend wird es den dung der Gesetze ein wichtiges Thema im Unter-
richtsfach Recht als Nachfolger von Politischer
Bildung und Recht.
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HLW/FW Magazin | 2018
Kunst Unser Team steht für - Kreativität und bildende Kunst
– Kreativität und Musik. In diesem Unterrichtsfach
... denn werden einerseits typische Inhalte von Bildnerische
die Erziehung und Musik vermittelt, andererseits werden
aber auch Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden
Kunst Bereichen herausgestrichen und bearbeitet.
ist eine Tochter Fachbereichsübergreifende Projekte bieten die Mög-
lichkeit, erworbenes Wissen und neue Kompetenzen
der Freiheit. kreativ anzuwenden.
Im kreativen Unterricht experimentieren wir wird
Friedrich von Schiller, 1759 - 1805 mit dem Reiz des Haptischen. Material und künstle-
risches Handeln werden vereint. So gibt es viele Pro-
Von dieser Freiheit jekte wie Lampen aus Pappmache, Drahtköpfe, Glas-
gestatten wir uns objekte, Holzskulpturen…
In verschiedenen Workshops arbeiten wir mit Kunst
Gebrauch zu machen. und Sound.
Bei einer Musicalaufführung, wo SchülerInnen von
Tanz, Chor-, Sologesang, Musiktechnik bis hin zu Kos-
tümen und Bühnenbildgestaltung kreativ mitgewirkt
haben oder bei „Stompworkshops“, wo mit allem Mu-
sik gemacht wird was Geräusche von sich gibt.
Wir bieten die Möglichkeit den Freigegenstand Chor
oder Band zu besuchen.
Auftritte bei Wettbewerben, dem Adventmarkt, dem
Open House Day der Schule oder z. B. im Altersheim
sind ein besonderes Erlebnis. Ein Highlight für die
Sängerinnen war sicher ein dreitägiger Workshop mit
der berühmten Musicaldarstellerin Caroline Vasicek.
Für Musikinteressierte bieten wir einen Workshop mit
einer Bluesrockband an.
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HLW/FW Magazin | 2018
Mathematik
Quod erat demonstrandum
Keine Bankomatkarte, kein Laptop, rieren. Unsere Rolle als Mathematik-
kein Handy, kein Navigationssystem, lehrerIn hat sich mit dem neuen Lehr-
keine Computertomographie, keine plan verändert. Wir sehen uns als Be-
Scannerkasse, kein Hausbau ohne Ma- gleiterIn und Coach über fünf Jahre
thematik. Die Mathematik ist eine der auf dem Weg zur Matura. Die optima-
ältesten, beständigsten, wichtigsten le Vorbereitung während dieser Zeit,
und zugleich höchstaktuellen Kultur- ergänzt durch computerunterstütz-
leistungen der Menschheit. Der ten Unterricht mit mood-
Mensch benötigt Mathematik als Mathematik ist le und Geogebra, ist unser
unersetzliches Hilfsmittel, egal nicht Ziel. Unser Fokus liegt auf
ob er nun in Naturwissenschaf- wegzudenken, dem Verstehen und Lösen
ten, Wirtschaftswissenschaften sie ist von anwendungsorientier-
oder Technik analytisch verste- wunderschön, ten Aufgabenstellungen im
hend und analytisch formend tä- wichtig Sachzusammenhang. Wir
tig wird. Wir leben in einer Zeit, und aktuell. sehen mathematisches Ar-
die mehr und mehr von Compu- beiten als ein intellektuel-
tern, komplexen Prozessen und les, forderndes Abenteuer,
einem nie vorher dagewesenen na- das Spaß machen soll und zu dem die
turwissenschaftlich-technischen Fort- SchülerInnen Phantasie, Einfallsreich-
schritt geprägt ist, weswegen die Ma- tum, logisches Denken, Durchhaltever-
thematik zusätzlich eine zunehmend mögen und Kritikfähigkeit benötigen.
bedeutendere Position in der Aus- Die hohe Erfolgsquote bei der Zentral-
bildung der SchülerInnen einnimmt. matura macht uns stolz und zeigt, dass
Durch die Einführung der Zentralm- diese für viele SchülerInnen bedrohli-
atura sind die SchülerInnen der HLW che Hürde durch gute Zusammenar-
Deutschlandsberg dazu verpflich- beit zwischen SchülerInnen und Leh-
tet, in diesem Gegenstand zu matu- rerInnen gemeistert werden kann.
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HLW/FW Magazin | 2018
Naturwissenschaft
Wozu Naturwissenschaft?
Auf diese Frage findet man zwei Antworten. Die eine Wir streben nach Macht über die Natur, um Wohlstand zu
stammt aus der Antike, vom griechischen Philosophen schaffen.
Aristoteles:
Eine pointierte Zusammenfassung vom buddhistischen
„Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen, Standpunkt aus betrachtet liefert der Dalai Lama :
weil sie Freude an der Sinneswahrnehmung haben.“
„Freude vermehren – Leiden vermindern“
Wir Menschen haben Freude an der Natur (Wer sieht nicht
gerne Sonnenuntergänge oder Blumen im Frühling?) und Biologie, Physik, Chemie und Mathematik sind die vier na-
wir Menschen sind ästhetisch neugierig: Warum ist der turwissenschaftlichen Grundpfeiler in unserer Schule. Das
Himmel blau? Warum fallen Wolken nicht herunter? Wa- hat seinen Grund: In der modernisierten und hochtechni-
rum haben Männer Bärte? Warum müssen wir trinken, sierten Welt von heute basiert so gut wie jeder technische
wenn wir durstig sind? Warum ist das Wasser nass und glit- Fortschritt auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. So
zert das Licht darin? zum Beispiel in der Medizin , der Bio- und Gentechnolo-
gie, der Nanotechnologie oder der Informationstechnolo-
Die zweite Antwort stammt aus dem 17. Jahrhundert von gie. Die Entwicklung der Naturwissenschaften birgt jedoch
Galileo Galilei: auch Risiken. Diese müssen erkannt und bewertet wer-
den. Dazu ist das Wissen in den naturwissenschaftlichen
„Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft Fächern notwendig.
darin besteht, die Existenzbedingungen des Menschen
zu erleichtern.“
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HLW/FW Magazin | 2018
Ernährungs-
pädagogik
Vierzig Jahre HLW/FW Deutschlandsberg. Ein Zeitraum, Wissensgebiete, die den Schulalltag mit dem praktischen
der auch an den Gegenständen des hauswirtschaftlichen Berufsleben verbinden. Möglicherweise ist auch das der
Fachbereiches nicht spurlos vorübergegangen ist. Schon Grund, dass sich diese Schultypen von der kleinsten Schu-
alleine die Bezeichnung des Fachbereiches zeigt diese Ver- le des BSZ zur mittlerweile größten Schule mit der höchs-
änderungen an. Aus Hauswirtschaftslehrerinnen wurden ten Schülerzahl entwickelt haben.
Ernährungspädagoginnen, aus dem Gegenstand Küchen- Durch das Engagement der Lehrerinnen wurden Projekte
führung und Servierkunde wurde Küchen- und Restaurant- mit kulinarischer Begleitung möglich, die somit ihren Ein-
management. Die Gegenstände haben sich nicht nur na- zug in den Lehrplan halten konnten. So wurden vor Jahren
mentlich, sondern auch inhaltlich entscheidend verän- „internationale Abende“ organisiert und geplant, um in
dert. Lag der Schwerpunkt einst darin, einen Haushalt gut fremde Kulturkreise eintauchen zu können. Wir sprechen
und umfassend zu führen, so ist es heute die Gastronomie, von lateinamerikanischen, thailändischen, griechischen,
die die Inhalte des Fachwissens als Kompetenzen prägt. spanischen und afrikanischen Abenden, die Essgewohn-
Schwerpunkte in Küchen- und Restaurantmanagement heiten, Kulturen und Länder näherbringen sollten.
sind professionelle Gästebetreuung, Planung und Durch- Erweitert wird das Bildungsangebot mit der Ausbildung
führung von Veranstaltungen. zum Jungsommelier Österreich.
Die Fachgruppe Ernährung unterrichtet nicht nur in den
Immer noch ist es aber jener Fachbereich, der die HLW praktischen Gegenständen, sondern auch im Gegenstand
und FW prägt und von anderen Schultypen im Schul- Ernährung. Das Bewusstsein für gesundes Ernährungsver-
zentrum, aber auch in der Bildungslandschaft Öster- halten wird in Verbindung von theoretischen Kenntnissen
reichs unterscheidet. und praktischen Fertigkeiten im Ernährungsalltag in kon-
Viele Gegenstände sind von der Stundentafel verschwun- kretes Handeln umgesetzt. Die SchülerInnen lernen, Le-
den, andere sind dazugekommen. Nach wie vor sind es bensmittel zu analysieren, Ernährungsformen zu beurtei-
len und den Zusammenhang zwischen Ernährung und Ge-
sundheit zu erkennen.
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HLW/FW Magazin | 2018
nach Art des Hauses
Küchenmanagement
Schwierigkeitsstufe: Nichts ist unmöglich. Dieses Rezept
ist zwar nicht
Zubereitungsdauer: 4 oder 3 Jahre, je nach Variation einfach, aber das Er-
Bewertung: gebnis lohnt den
*****
Aufwand.
Zutaten: etwa 1 Dutzend SchülerInnen
1 Lehrerin
Motivation
Teamgeist
Einsatzbereitschaft
Kreativität
Zusätzlich erforderlich: 1 Küche, auf dem letzten Stand der Technik
Zubereitung:
Nehmen Sie auf etwa ein Dutzend Wichtig dabei ist, dass Sie ständig be- Getränkebegleitung:
SchülerInnen eine Lehrerin und ver- achten, dass die Hauptzutaten, die
mengen Sie sie zu einer sozialen Ge- SchülerInnen, zwar ein geschmack- Die HLW/FW bietet als Begleitung die
meinschaft. Diese Mischung marinie- lich geschlossenes Ganzes bilden, Ausbildungen in Weinkultur und Ge-
ren Sie reichlich mit Motivation und aber dennoch individuell heraus- tränkekunde sowie zum Jungsom-
Teamgeist (Achtung: Es kann hier zu schmeckbar bleiben. melier und zur Abrundung ein Barse-
keiner Überdosierung kommen, also Dies erreichen Sie, indem Sie die stei- minar.
nicht an den Zutaten sparen!!!) und gende Eigenständigkeit und Kreativi-
lassen Sie die Mischung kurz einige tät der SchülerInnen unter ständigem Unser Tipp:
Theoriestunden lang ziehen. Üben fördern und so die Fähigkeiten
Zuletzt Einsatzbereitschaft unterhe- aller zur Entfaltung bringen. Erst die- Um dem fertigen Produkt noch den
ben. Geben Sie das Ganze jetzt bei se Verbindung von Individualität und letzten Pfiff zu geben und es wirklich
mittlerer Hitze in die Lehrküche und Gemeinsamkeit garantiert die höchst unwiderstehlich zu machen, emp-
lassen Sie es dort vier bzw. drei Jah- ansprechende Komplexität und ge- fiehlt die HLW/FW, das Ganze mit ei-
re lang schmoren. Gießen Sie immer schmackliche Vielfalt des fertigen nem Praktikum im fremdsprachigen
wieder mit Motivation auf und geben Produkts. Ausland zu verfeinern. Das Ergebnis
Sie auch immer wieder einen reichli- Bei richtiger Behandlung entwickeln wird Sie verblüffen!
chen Schuss Kreativität bei. sich dann auch noch die Schlüssel-
qualifikationen Pünktlichkeit, Höf-
lichkeit, Flexibilität und Ausdauer, die
das Ganze erst richtig abrunden.
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HLW/FW Magazin | 2018
Bewegung zirksmeisterschaften vertreten und
und Sport regelmäßig auch in den Medaillen-
rängen. Am Volleyballturnier in der
Auch an unserem Pflichtfach ist die ten wir derzeit jeweils 2 Wochenstun- HTL Kaindorf nehmen wir genauso
Kompetenzorientierung, die das ge- den. Danach variieren wir je nach ge- teil wie am städtischen Fußballtur-
samte Bildungswesen in den letzten rade gültigem Lehrplan und Ausbil- nier der 8. und 9. Schulstufen und an
Jahren erfasst hat, nicht vorbeige- dungsschwerpunkt zwischen 1 und allen BSZ-Turnieren.
gangen. Im letzten Jahr wurde unser 2 Wochenstunden. Im Rahmen des Weitere Unterrichtsschwerpunkte
Lehrplan überarbeitet und für jede Stundenplanes bieten wir zusätzlich sind die Sportwochen. Die Schüle-
Schulstufe wurden Kompetenzen er- zum traditionellen Sportunterricht rInnen der 2.Jahrgänge fahren nach
stellt, die von unseren SchülerInnen – Ball- und Sportspiele, Konditions- Rovinj/Kroatien oder an den Mill-
erreicht werden müssen. Dabei wer- schulung, Circuittraining, Gerätepar- stätter See. Speziell die Möglichkeit,
den sowohl traditionelle Sportarten cours,… - Selbstverteidigungskurse dort eine Wassersportart zu erlernen,
berücksichtigt, als auch moderne und das Ablegen von Schwimmprü- macht diese Sommersportwochen
Trendsportarten miteinbezogen, wo- fungen an. Letzteres ist die Voraus- immer sehr attraktiv. Es werden aber
bei das Erlernen und selbstständige, setzung für die Teilnahme an Was- auch andere Sportmöglichkeiten wie
wenn möglich lebenslange Ausüben sersportarten, was wiederum für die Tennis, Biken, Beachvolleyball, Out-
gesundheitsbezogener Bewegungs- Sommersportwochen wichtig ist. door Xperience und anderes angebo-
formen einen besonderen Stellen- In den vergangenen Jahren hat die ten. Im darauffolgenden Winter be-
wert einnehmen. Teilnahme an verschiedenen Wett- steht für die 3. Jahrgänge der HLW die
In der 9. und 10. Schulstufe sowie im kämpfen zwar abgenommen, doch Möglichkeit, an der Wintersportwo-
5. und 6. Semester der HLW unterrich- wir sind weiterhin bei - fast - allen Be- che teilzunehmen.
So versuchen wir auch weiterhin
unsere SchülerInnen zu sportlicher
Betätigung zu animieren und ihnen
gesunde Bewegungsformen und
moderne Trends nahezubringen.
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HLW/FW Magazin | 2018
sAchuwsbediriledpuunngkste
An der HLW/FW können sich die Schüler und Schülerinnen für
inhaltliche Schwerpunkte im Rahmen
einer Vertiefung bzw. Zweiges
entscheiden und sich darin auch praktisch weiterbilden.
FW fit - Wellness und Gesundheitsmanagement
HLW aktiv - Kunst, Kultur-, Tourismus- und Eventmanagement
HLW vital - Wellness, Gesundheits- und Veranstaltungsmanagement
HLW media - Kommunikations- und Mediendesign
„HLW/FW
PSYCHOTEST“
1 Was fotografierst M 2 Welche Stadt würdest duF
du am liebsten? am liebsten besuchen?
Die Menschen in meiner Umgebung V Singapur
und was da so vor sich geht. A A
Ich fotografiere vor allem im Urlaub, F Bologna M
die Orte, die ich besuche.
Essen auf Instagram Parma
Eigentlich alles; der Spaß liegt im Prag V
Bearbeiten
3 Eine Freundin von dir hat ein Baby bekommen.V 4 Was ist dir bei einem CocktailF
Was schenkst du ihr? wichtig?
Ein Stoffbilderbuch Farbe
A A
Einen Karton Anfangskost F Konsistenz M
Eine DVD „Wunder des Lebens“ Geschmack
Einen Gutschein für fünf Mal Babysitten M Garnitur und Glas V
6 Du stehst vor einem überraschenden Problem.F 5 Ich benutze die sozialen Medien
Wie reagierst du? vor allem um ...
Dafür gibt‘s ein Programm! mich mit Freunden und Bekannten M
V
Werden wir schon organisieren! auszutauschen
OK, packen wir‘s an! M auf dem Laufenden zu bleiben V
Gemeinsam schaffen wir das! A meine Interessen zu vertiefen A
F
meine Inhalte zu teilen
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HLW/FW Magazin | 2018
Welcher Typ
passt zu
dir? aktiv, vital,
media oder fit?
7 Welcher Romananfang spricht dich so an, dass
du das Buch weiterlesen wurdest?
3.Mai. - Bistritz. - Habe München am 1. Mai, V
8:35 Uhr abends, verlassen und traf am nächs-
ten Morgen in Wien ein.
Ich werde, hoffe ich, dir alles anvertrauen kön- M
nen, wie ich es noch bei niemandem gekonnt A
habe, und ich hoffe, du wirst mir eine große
Stütze sein.
Das Reden tut dem Menschen gut.
Sie war es allmählich leid, neben ihrer Schwester F 8 Was trifft auf dich vor-
am Bachufer stillzusitzen und nichts zu tun; denn züglich zu?
sie hatte wohl ein oder zwei Mal einen Blick in das Ich bin kreativ. AA FF MM VV
Buch geworfen, in dem ihre Schwester las, aber Ich organisiere gern. AFMV
nirgends waren darin Bilder oder Unterhaltungen Ich arbeite gut im Team.
abgedruckt - „und was für einen haben schließlich Ich bin vielfältig interessiert. A F M V
Bücher“, sagte sie sich, „denen überhaupt keine
Bilder und Unterhaltungen vorkommen?“
A HLW V HLW F HLW M FW
vital aktiv media fit
Du interessierst dich für Du besuchst gerne Events Du hast Ideen und möch- Du greifst zu, wenn Not am
Fragen der Gesundheit, und Musikveranstaltun- test sie umsetzen. Mann ist.
Wellness und Ernährung. gen. Du präsentierst und disku- Du besuchst gerne Well-
Du bist experimentierfreu- Du willst mehr über deine tierst gerne. nesseinrichtungen.
dig und sportlich. Region und Heimat wissen. Du arbeitest gerne mit Du interessierst dich für
Du planst und organisierst Du arbeitest gerne im Computer und Kamera. Gesundheitsberufe.
gerne. Team. Du stehst den schnellen Du arbeitest gerne im
Du bist teamfähig, sozial, Du möchtest ein Event or- Veränderungen in der di- Team.
leistungsstark und selbst- ganisieren. gitalen Welt offen gegen- Du gehst gerne mit Kindern
bewusst. Du bist mit den Begriffen über. um.
Du magst den Umgang mit Kultur und Brauchtum ver- Du bist kreativ und einfalls-
Gästen und Kunden. traut. reich.
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em dia
Kommunikations- und Mediendesign
Unser „media-Team“ besteht aus Unser Hauptaugenmerk wird auf Die LehrerInnen des Gegenstandes
LehrerInnen aus unterschiedlichen Kreativität, Neugierde, Engage- angewandtes Projekt-und Catering-
Gegenstandsbereichen mit vielfäl- ment, Kommunikation und Selbst- management vermitteln den Schü-
tigsten fachspezifischen Kenntnis- ständigkeit gelegt. Im Unterricht lerInnen zusätzlich die Qualifikation,
sen, die den Gegenstand KOMD- lernen die SchülerInnen in 24 Ge- Kleinveranstaltungen zu organisie-
Kommunikations- und Mediendesign samtwochenstunden über 5 Jahre ren und durchzuführen, und ergän-
unterrichten. neben theoretischen Inhalten wie zen dadurch den Gegenstand KOMD
Medienkunde, Medienanalyse, Mar- optimal. Verschiedene medienspezi-
Wir bieten den media-SchülerInnen keting und Öffentlichkeitsarbeit alle fische Exkursionen und die Zusam-
eine grundlegende Ausbildung im Bereiche der Medien (Radio, Print, menarbeit mit schulexternen Profis
Bereich Kommunikation und Medi- Film, Web) kennen und lernen auch, machen den KOMD-Bereich realitäts-
endesign spezialisiert auf den Ver- diese selbst professionell zu erstel- nah, vielfältig und lebendig.
tiefungsbereich Kreatives Design. len. In den Rollen des Fotografen,
Ebenso ist es uns ein Anliegen, ausge- Zeitungsjournalisten, Radiomode- Wir sind ein großes, motiviertes
prägte mehrsprachige Kommunika- rators, Drehbuchautors, Regisseurs und modernes Team, das die Indivi-
tions- und Argumentationsfähigkei- oder Online-Journalisten können dualität und Kreativität jeder ein-
ten im Umgang mit MitarbeiterInnen, sie in verschiedenen Projekten ihre zelnen Schülerin und jedes einzel-
KundInnen und Gästen zu vermitteln. vielfältigen Fähigkeiten unter Be- nen Schülers im Fokus hat und op-
Die SchülerInnen arbeiten ab dem weis stellen. timal fördern möchte.
zweiten Jahrgang mit eigenen Lap-
tops, wodurch die fachspezifische
Anwendung adäquater Programme
gewährleistet wird.
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aktiv
Kunst, Kultur-, Tourismus- und Eventmanagement
Ende der 1990er-Jahre – also vor schen Input als auch praxisnahe Aus- Auch wenn aus dem Ausbildungs-
rund 20 Jahren – reifte an der bildung beinhaltet – et voilà, eine ho- schwerpunkt AKTIV eine Vertiefung
HLW-Deutschlandsberg ein Gedanke mogene „Symbiose“ namens „AKTIV“ wurde, das Fundament ist dasselbe
heran, der das Erscheinungsbild die- wurde aus der Taufe gehoben. geblieben. Viele betrachten stabile
ser Schule fortwährend beeinflussen Fundamente als historischen Ballast,
sollte…. Doch damit nicht genug! Im Laufe der der kreative und innovative Ideen be-
Jahre wurden unzählige Kulturver- reits im Keim erstickt. Doch AKTIV ist
„[…] wir wollen den Schülerinnen anstaltungen sowie Ausstellungen und bleibt der „pädagogisch-leben-
und Schüler eine möglichst vielfäl- besucht, um den Schülerinnen und de“ Beweis dafür, dass Brauchtum,
tige und weitreichende Ausbildung Schülern einen „aktiven Blick“ über Kunst, Kultur, Kitsch, Tourismus- und
in den Bereichen Kunst, Kultur-, den regionalen Tellerrand zu ermögli- Eventmanagement kein Widerspruch
Tourismus- und Eventmanagement chen. Des Weiteren wollte der Ausbil- sein müssen…
bieten […]“ dungsschwerpunkt auch im touristi-
schen Bereich Akzente setzen, indem ...in diesem Sinne:
Unter diesem Motto feilten die enga- man mit Gemeinden und Tourismus-
gierten Lehrerinnen und Lehrer dar- verbänden Kooperationen schmiede- #hlw_wirsindaktiv
an, einen Ausbildungsschwerpunkt te, die letztendlich wieder den Nähr-
zu kreieren, der sowohl theoreti- boden für zahlreiche AKTIV-Projekte
bildeten.
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vital
Wellness, Gesundheits- und Veranstaltungsmanagement
Wer nichts weiß, ... darum erscheint uns ein le- Im Catering-Unterricht wer-
muss alles bensnaher Unterricht als be- den unter anderem Veranstal-
glauben … sonders wertvoll. tungen betreut und bei Be-
Der Ausbildungsschwerpunkt darf auch mit entsprechenden
Wellness, Gesundheits- und Printmedien beworben. Die
Veranstaltungsmanagement, Ausbildung zum Umwelt-Ma-
kurz VITAL genannt, bietet nager wird durch das Mo-
Schülerinnen und Schülern die dul Ecoprofit geboten und im
Möglichkeit, sich intensiv mit Workshop Babyfit erlernen
Gesundheitsförderung, Prä- Schülerinnen und Schüler den
vention und Lebensmitteltech- Umgang mit und die Pflege von
nologie auseinanderzusetzen. Kleinkindern.
Auch die Organisation und Ab- Wirbelsäulengymnastik, Ent-
wicklung von öffentlichen Ver- spannungsübungen und Aus-
anstaltungen sind Teil dieses dauertraining beugen chroni-
sehr praxisnahen Zweiges. schen Erkrankungen vor und
sind ebenso Teil des Unter-
richts.
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fit
Wellness und Gesundheitsmanagement in der Fachschule
Jeder von uns möchte doch fit sein, oder? Aber was Bewusstseinsbildung für umweltschonendes und
sind eigentlich die entscheidenden Komponenten, nachhaltiges Arbeiten erreicht werden soll.
die Jugendliche „fit für den Alltag“ und zugleich „fit
fürs Berufsleben“ machen? Diese Fragen haben uns Um diese Kompetenzen im Bereich Wellness und Ge-
angetrieben, als wir vor rund 20 Jahren den Schwer- sundheitsmanagement unter Beweis zu stellen, ab-
punkt FIT für die Fachschule geschaffen haben. solvieren die Schülerinnen und Schüler auch regel-
mäßig die Prüfung zur Bürofachkraft im medizini-
Dabei geht es zum einen um körperliche Fitness, die schen Bereich (BMB) beim WIFI Graz. In einer Zusat-
ganz praktisch in den Bereichen Gesundheitssport, zausbildung werden noch speziell die medizinische
Massage und auch Küchenführung vermittelt wird Terminologie, das Arztdiktat, die lateinischen Be-
und theoretisch durch Kenntnisse der Anatomie, ei- zeichnungen aller Muskeln, Knochen und Organe so-
ner gesunden und ausgewogenen Ernährung sowie wie der Aufbau und die Verwaltung eines Kranken-
Anwendungen von Kräutern und Naturheilverfahren hauses gelehrt.
ergänzt wird.
Fit steht also nicht nur für die Fit-Erhaltung des Kör-
Zum anderen sollen die Schülerinnen und Schüler pers und des Geistes, sondern auch für eine Einstel-
auch für den Berufseinstieg fit gemacht werden, was lung, die darauf abzielt, dass die Schülerinnen und
durch Maßnahmen der Persönlichkeitsbildung wie Schüler selbst einen gesunden Lebensstil praktizie-
Schulung eines guten Auftretens, des Benehmens bei ren und Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederher-
Tisch, durch Kommunikations- und Präsentations- stellung der Gesundheit anwenden.
techniken, Sozial- und Methodenkompetenz sowie
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488 71 5
SchülerInnen
LehrerInnen Verwaltungsmit-
arbeiterInnen
21 1832 476
Klassen AbsolventInnen
HLW AbsolventInnen
FW
Schüler amWort
Seit 40 Jahren besteht unsere Außerdem konnten wir ein weiteres Ich bin sehr gespannt, wohin mich
altgediente Schule. Zu diesem Ziel umsetzen, nämlich die Gründung der Wind in Zukunft trägt, derzeit
besonderen Anlass möchte ich als einer Schülerunion-Regionalgruppe strebe ich eine Kandidatur für die
Schulsprecher Ihnen einen Einblick in den Bezirken Deutschlandsberg steirische Landesschülervertretung
in die Schülervertretung gewähren. und Leibnitz. Die Regionalgruppe bzw. einen weiteren Aufstieg in der
Es freut mich sehr, dass Sie Zugang wird von Matthias Krasser (Schul- Schülerunion Steiermark an. Ob ich
zu unserem Bericht finden! sprecher) als Obmann und von Anna erneut (im Schuljahr 2018/19) für das
Paulitsch (2. Stellvertreterin) als Amt des Schulsprechers kandidie-
Doch wie bringt man eigentlich die Geschäftsführerin geleitet. Diese re, möchte ich erst im Herbst 2018
Geschichte der Schülervertretung „ReGru“ dient zur Vernetzung und entscheiden.
am besten zu Papier? Kooperation mit allen höheren Schu- Ich wünsche meinen Nachfolgern -
Die Schülervertretung im Schuljahr len in der Region. wer immer das auch sein wird - viel
2017/18 unter meiner Leitung als Schaffenskraft und viel Erfolg bei der
Schulsprecher führt ihre aktive Ar- Gemeinsam Umsetzung und Durchführung von
beit unter dem Slogan „Gemeinsam sind wir Vorhaben!
sind wir HLW/FW, gemeinsam sind stark!
WIR stark“ durch. Mit den besten Grüßen,
Schulsprecher Matthias Krasser
Unser Team ist stolz auf bereits Schülervertretung 2017/18: v. l. n. r.: Kerstin Schrei (4D), Celine Ehmann (2C), 1. Stv. SSP Oliver
umgesetzte Vorhaben, die viele Klapsch (9A), SSP Matthias Krasser (4D), 2. Stv. SSP Anna Paulitsch (3C), Jana Aschauer (3C)
Schülerinnen und Schüler schon seit
Jahren gefordert haben. Beispiele
sind u. a. die Aktion „Schüler helfen
Schülern“, die Gratis-Apfel-Aktion,
die Schulsweater etc. Dazu zählen
auch verschiedene Aktionen etwa
zu Fasching, die wir in Kooperation
mit der Schülerunion Steiermark
durchführten, oder das Volleyballtur-
nier in Zusammenarbeit mit der HAK
Deutschlandsberg. Das Schuljahr ist
aber noch lange nicht gelaufen und
die Schülervertretung ist bemüht,
ihre Ziele, vollständig umzusetzen.
Weitere Vorhaben sind u. a. die Ver-
besserung der Klassenausstattung,
die Neugestaltung des Pausenhofes
oder ein Tischfußballtisch für die
HLW-Ecke.
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BKELIATSRSÄEGNE
Nun ist es so weit. Jetzt geht es um die wirklichen Hauptakteure der Schule. Die Schü-
lerinnen und Schüler der HLW/FW Deutschlandsberg. Es sind insgesamt ca. 500 an der
Zahl. Aufgeteilt in 21 Klassen. So viele SchülerInnen gab es in der HLW/FW Deutsch-
landsberg noch nie. Denn sie ist mittlerweile zur größten Schule des BZS angewach-
sen. Von so vielen Schülerinnen und Schülern und Klassen gibt es viel zu erzählen.
Viele tolle Ausflüge und viele erlebnisreiche Unterrichtsstunden. Jetzt richten sich die
Scheinwerfer auf die Schülerinnen und Schüler der HLW/FW Deutschlandsberg.
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H ier werden Ziele Wirklichkeit! aLbuesrtsaicuhfserL.ernen wächst langsam,
Letewharsebr efiinzduebnrinimgemne! r einen Weg, uns
Wcheinr kleörnnneenn! mit Freude neue Spra- A uch im Unterricht haben wir viel
DbeastamnödgileicsheruSnctheursletüwtzet!rden wir Spaß!
E inmal HLW – immer HLW! sNchewuäenEzrefanhgreuhntggwararn:icShcth!ule
UimmnseerremKelhars!sengemeinschaft wächst dDenSSDuSp:eDrkeoucthsc!hlandsberg sucht
T üren stehen für alle offen! iSn Kerhoraftrieeune!n wir uns auf die Woche
S chlaue Köpfe gehen in die HLW!
Cdehrsamgupaitg!nonschnitzel kenma bson- B eim gBeusfufentdguibntdeksölesctlkicehre! Sa-
HwirieurngsibetrsetsgleawngöehSncehnumltuasgset,eann. die chen –
E ine Schule mit Zukunft!
hRieirc!htige Freunde findet man nur
HGerezseunn!des Essen liegt uns sehr am
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Das Beste war mit Abstand die Woche
in Krk. Durch diese Woche sind wir in
der ersten Klasse zusammengewach-
sen wie eine große Familie.
Ein weiteres Highlight war auch, als Aber es ist auch eine große Freude,
wir eine Couch in unsere Klasse beka- in einer Klasse mit so einem tollen
men. Ein sehr großes Dankeschön an Klassenvorstand wie Frau Windha-
Herrn Ploll!!! Es ist ein Traum, in einer ber zu sein! Wie sehr sie sich immer
Klasse zu sein, die eine Couch hat. für uns einsetzt, ist für uns auch ein
Man kann sich in den Pausen einfach Highlight.
auf die Couch setzen und entspan-
nen oder gemütlich mit den anderen
einen Kaffee oder Kakao trinken.
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2b Wir sind nun in der 2. Klasse im Außerdem ist die HLW nicht nur
Sommersemester und haben eine Schule, die uns perfekt auf
Seit eineinhalb Jahren drücken schon so einiges für das Leben das Leben vorbereitet, sondern
wir nun also schon die HLW-Schul- gelernt. Einige Fächer sind natür- vor allem haben wir mit und nach
bank, bzw. wandern not-ge- lich anstrengend, und um eine der Matura sehr viele Möglichkei-
drungen von einer zur anderen. gute Note zu bekommen muss ten in das Berufsleben einzustei-
Wurden die Vorstellungen, die wir man wirklich mehrere Tage dafür gen.
mitbrachten, erfüllt? lernen. Aber: nur wenn wir auf Wie das HLW-Logo schon perfekt
Haben wir uns mehr erwartet oder bestimmten Gebieten besser sind sagt, ist die HLW womöglich unser
wurden wir positiv überrascht? als der Durchschnitt, werden wir Code zum Erfolg!
Haben wir mit der Wahl dieser im Job bestehen können bzw.
Ausbildungsstätte unsere Traum- überhaupt erst einen finden. Ganz Im Großen und Ganzen sind wir
schule gefunden oder träumen ohne Druck geht es also wohl super zufrieden und wenn wir uns
wir noch immer von der für uns nicht. nochmal entscheiden dürften,
perfekten Schule? würden wir wieder die HLW als
Aber trotzdem lieben wir es. Wir Fahrkarte für das weitere Leben
Die Antworten sind naturgemäß haben einfach Lust in die Schule wählen!
vielfältig und individuell. Wenn ich zu gehen und das ist schön. Auch
für die Mehrheit unserer Klasse unsere Klassengemeinschaft ist Nathalie Brence
sprechen soll, dann ist es eine immer stärker geworden und
nicht zu leugnende Tatsache, dass insgesamt ist die Harmonie zwi- und Sarah Klement
wir uns oft überfordert und ausge- schen den Lehrern und Schülern
laugt fühlen. stimmig.
Und trotzdem lautet unsere Ant-
wort „Ja, es ist unsere Traumschu-
le!“ Niemals hätten wir gedacht,
dass es eine Schule gibt, die
unseren Vorstellungen entspricht
und wo wir uns tatsächlich freuen
in die Schule zu gehen.
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DAS LACKEL
TEAM
Nicht wundern … DJ SEPL
... nur 19 Anfangsbuchstaben „Mein Wecker
hat verschlafen“
aneinandergereiht …
Mit 19 Schülerinnen und Schülern Wir sind eine bunt gemischte Klasse Selbst ein Diamant hat Ecken und
sind wir, die 2c, zwar nicht eine der mit Charakteren, die unterschiedli- Kanten, warum sollte unsere Klasse
kleinsten, aber auch nicht eine der cher nicht sein könnten. Ja, manch- dann rund sein?
größten Klassen. Anfangs war es mal gibt es Krisen, hier und da hat Kommen auch WIE-Wörter bei der
noch sehr ruhig in unserer Klasse, so man sich nicht ausgesprochen, Matura? Das ist auch ein Maturathe-
wie es nun mal in einer neuen Schule und schon hängt der Klassensegen ma. Wir sind Ignoranten. Sowas hab
mit neuen Lehrerinnen und Lehrern schief. Im Endeffekt kommt man im- ich noch nie erlebt in einer Klasse.
und neuen Mitschülerinnen und mer drauf: ,,Kommunikation ist das A Wir sind kreativ und kindisch. Woran
Mitschülern ist. Doch dafür sind wir und O!“ Unsere Klassengemeinschaft hast DU denken müssen? Wir heißen
jetzt umso lebendiger. Jeder hat sich ist dennoch ein festes, starkes Band, nicht nur Lisa und Denise, sondern
eingelebt und jeder versteht sich mit das ab und zu eingerissen wird, aber euch auch herzlich willkommen. Ich
jedem – zumindest auf den ersten unmittelbar darauf wieder zusam- raste aus, wozu brauchen wir das?
Blick. Wir sind mit 5 Jungs und 14 mengenäht wird. Eine fröhlichere Immer nur Volleyball. Wer hat das
Mädels eine nicht sehr ausgeglichene und bessere Klasse könnte man sich Fenster schon wieder aufgemacht?
Klasse, dennoch bringen die Jungs nicht wünschen, denn wenn selbst Ich mag nach Hause. Was tun die da
die Mädels oft zum Durchdrehen, ein Diamant nicht rund ist, wie soll es eigentlich? Wir verstehen Mathe. Ich
ob sie mit dem Fußball eine Uhr dann bei uns immer rund laufen? versteh‘ das nicht. Muss das schon
abschießen oder einen Lachanfall wieder sein? Mein Laptop funktio-
während der Stunde bekommen. niert schon wieder nicht. Ich komm‘
Aber auch die Mädels sind lustige, nicht in die Lehrerbox. Muss ich das
ausgeflippte Tratschtanten. Manche eigentlich noch abgeben? Ich seh‘
erfüllen die Pausen mit lauter Musik das auf der Tafel nicht. Ich zuck‘ glei‘.
und Tanz. Andere wiederum beschäf- Kann i bei dir drucken? Warum ist der
tigen sich lieber mit Netflix-Serien Adventkranz noch da? Wir sparen bis
und leckerem Essen. zum nächsten Jahr. Ist der Drucker
ein?
2c
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