Layout: Wolfgang Weinlich 23 SOMMERSEMESTER ABSCHLUSSPROJEKT KREATIVITÄT IN & OUT INNEN&AUSSEN
2 IN IN:HALT Vorwort Diana Müller-Elmau Sophie Ratzenhofer Katharina Neubauer Denise Bergthaler Fiona Gietl Vanessa Dietz Iris Schaarschmidt Sarah Ghassaban Zeliha Canli Büsra Ertürk Zeynep Ersöz & Asli Eva Uc Julia Jereb & Viktoria Faustmann Ezgi Türkan Eker Lisa-Marie Käfer Melis Nese Firat Max Janauschek Livia Schennach Melisa Neziri Georg Grossinger Vanessa Janak Yagmur Yalcin Irma Hodzic Iman Atamesh Maya Muilerman Sarah Sandhofer Jutta Jodlbauer Zeliha Kocak Anja Kriechhammer Ietemad Atta Arbnora Tafa Lirije Polisi Melda Tufan Nathalie Hatschka Aleyna Acikgöz & Derya Demir Marem Baibulatova Janine Bernat Janina Madella-Mella Katharina Sima Tuğçe Şahiner 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 30 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 68 70 72 74 76 78 82 84 86 88 90
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IN:SPIRATIONEN WOLFGANG WEINLICH Das Thema IN & Out wurde in aktionistischer Manier gestaltet. Die Einführung im Inspirationsworkshop erfolgte durch Professor Weinlich im Innen- und Außenraum. Angefangen bei der Enthüllung einer Bahn mit einem Bäumchen und Essen, über ein Tappund Tastkino hin zu einer Installation mit Videos bis zur Aussenaktion mit dem Bau eines Folienhauses, das unterschiedlichen Botschaften diente. Das Thema bietet einen Spielraum das Thema IN & OUT in der Gestaltung des Innen- und Außenraumes zu sehen, oder den Blick in das innere von uns selbst zu kehren und Innen und Aussen anders zu betrachten. Die Zugänge zum Thema waren dieses Mal sehr vielfältig.
Äußeres verschattet nach innen, Inneres strahlt nach außen Hanspeter Rings. “ “
TAKE A LOOK INSIDE THE OUTER PICTURE DIANA MÜLLER-ELMAU 6 IN Wir Menschen sind nicht immer das, was wir nach außen zeigen. Die Gesellschaft stellt an uns Normen, wie Schönheitsideale, und Anforderungen, die wir erfüllen sollen. Dies hinterlässt Spuren auf und in uns. Nicht selten führen diese Ansprüche zu inneren Konflikten. Unsere Persönlichkeit wir durch sie gefangen und in uns festgehalten. Die Kreativität, die in jedem von uns steckt, hängt fest und kann nicht hinaus. Selbst die Mittel der Kommunikation, die wir haben, werden normiert, wie zum Beispiel in Textnachrichten in denen mit Kürzeln kommuniziert wird. Erst wenn man sich näher für einen Menschen interessiert auf ihn zugeht und versucht in ihn zu blicken, kann man erahnen was in ihm vorgeht. Manchmal erkennen wir dabei dann wie in einem Spiegel unsere eigene Verwirrung. Ich habe versucht diese Gedanken in meinem Projekt umzusetzen. Umsetzung: Um meine Idee begreifbar zu machen, brauchte ich einen holen Kopf. Netterweise erklärte sich eine Studienkollegin bereit an meinem Projekt mitzuwirken. Der Abdruck wurde in zwei Teilen genommen und ausmodelliert. Nach dem Trocknen konnten die Teile zusammengesetzt und bearbeitet werden. Im Anschluss mussten Löcher, sehr viele Löcher, gebohrt werden, da ich den Kopf besticken wollte. Die ersten Stiche waren noch leicht auszuführen, jedoch wurde das Netz im Kopf schnell dichter und undurchdringlicher. Was zwar dem Grundgedanken entspricht jedoch die Arbeit nicht gerade erleichtert. Also ungefähr die Hälfte der Stiche geschafft waren wurde es Zeit die
Meist offenbart sich mit dem ersten Blick lediglich die Oberfläche von dem, was wir betrachten. Erst ein genauerer Blick zeigt uns was dahinter steckt. Ich war schon immer neugierig und habe versucht den Dingen auf den Grund zu gehen. Schnelle, meist oberflächliche Antworten, reichen mir nicht. Ich will wissen, warum etwas so ist, wie es ist. Ich möchte der Sache auf den Grund gehen, sie begreifen können LEDs vorzubereiten. Damit das Objekt unabhängig von einer Steckdose aufgestellt werden kann wurde ein altes USBL a d e k a b e l u m g e a r b e i t e t , u m d i e Stromversorgung mittel Akkupack zu gewährleisten. Die Verlöteten LEDs wurden dann in dem Kopf platziert und mit eingestickt. Gegen Ende wurde das Netz fast undurchdringlich, aber alle Löcher konnten bestickt werden. Nun musste noch ein Sockel gebaut werden und die Befestigung für den Kopf angebracht werden. Das Kabel verläuft durch den Hals in den Sockel wo der Akkupack verankert ist. Der Schalter wurde bewusst nicht auffällig gewählt, denn man muss schon neugierig sein, um das Geheimnis des Kopfes zu entdecken und Geduld, um die Vielfalt im Inneren zu sehen. Die Suche nach dem Weg durch das Gewirr hatte etwas Meditatives. 7 OUT
BLICK VON AUßEN INS INNERE - DAS PUPPENHAUS SOPHIE RATZENHOFER 8 IN Als ich das Thema dieses Semesters hörte, musst ich sofort an ein Puppenhaus denken. Bei einem Puppenhaus betrachtet man von außen das Innere eines Hauses. Es wird quasi ein Querschnitt durch ein Haus gemacht, sodass man als Außenstehender sieht, was innen vor sich geht. Natürlich kann man aber nicht nur in das Puppenhaus hineinschauen, sondern auch damit spielen. Das war für mich auch der zweite Punkt, der ausschlaggebend war ein Puppenhaus zu bauen. Ich habe ein drei Jahre altes Kind, welches gerade in ein Alter kommt, in dem Puppenhäuser und erste Rollenspiele langsam interessant werden. So gibt es nach Abschluss des Projektes auch gleich eine Verwendung für das Puppenhaus. Gegenstände zu bauen, die mein Sohn einmal verwenden kann, ist für mich eines der besten Dinge an unserem Schwerpunkt. So habe ich unter anderem schon einen Spielzeugherd und eine Murmelbahn für ihn gebaut. Mit beiden Dingen spielt er selbst gerne und oft. Hoffentlich spielt er auch mit dem Puppenhaus gerne, er hat es aber zumindest während des Bauens schon sehr interessant gefunden und die Spielzeugpuppen wollte er gleich behalten. Das Puppenhaus selbst besteht aus Holzplatten, die ich zusammengenagelt habe. Anschließend habe ich das Haus mit Holzlack lackiert. Details wie Fenster, Vorhänge und die Wiese um das Haus herum habe ich mit Acrylfarben gemalt. Anschließend habe ich auch das Haus mit Klarlack lackiert. Die Böden der verschiedenen Zimmer gefallen mir besonders gut. Dafür habe ich dicke Papierbögen in verschiedenen Farben verwendet. Diese habe ich zugeschnitten und auf die Böden der Zimmer geklebt. Darüber habe ich mit Klarlack lackiert, um alles besser haltbar zu machen. So hat jedes Zimmer seinen eigenen Look bekommen und das Puppenhaus schaut schön bunt aus.
Der Bau des Hauses war doch um einiges anstrengender, als ich erwartet habe. Das liegt aber vor allem daran, dass ich zurzeit mit meinem zweiten Kind schwanger bin. Mein Bauch hat mich doch immer wieder in meinen Bewegungen eingeschränkt. Deswegen war ich auch erleichtert, als das Haus fertig war und ich nur noch die Möbel bauen musste, denn diese ließen sich auch bequem im Sitzen bauen und bemalen. Die Möbel habe ich auf zwei unterschiedliche Arten gebaut. Einerseits habe ich einige Stücke aus selbsttrocknendem Fimo hergestellt, dass sich beim Arbeiten ähnlich verhält und anfühlt wie Ton. Andere Möbel habe ich aus Sperrholz gebaut. Dieses habe ich zugeschnitten und dann verleimt. Alle Möbel habe ich ebenfalls mit Acrylfarben bemalt und mit einem für Spielzeuge geeigneten Lack bestrichen. Als ich meiner Familie von dem Projekt erzählte, hat meine Mutter bei unseren alten Sachen außerdem noch einige alte Puppenmöbel aus meiner Kindheit gefunden, die ich weiterverwenden konnte. Das hat mich sehr gefreut, da ich mich noch gut an mein Puppenhaus erinnern kann und mit diesem früher viel gespielt habe. Außerdem finde ich es immer schön, wenn mein Sohn mit meinen alten Spielsachen spielen kann. Wenn etwas bereits vorhanden ist, bietet es sich an, diese Dinge weiter zu verwenden und gerade diese alten Puppenmöbel aus Plastik sind so gut wie unzerstörbar und haben dementsprechend kaum Gebrauchsspuren. Leider sind aber die Puppen, mit denen wir früher gespielt haben, verloren gegangen, weswegen ich Neue gekauft habe. Ursprünglich wollte ich diese selbst bauen, aber da bald ein Baby durch die Wohnung krabbelt, dass alles in den Mund nimmt, habe ich mich schließlich für gekaufte Puppen entschieden, bei denen nichts abreißen kann. Hoffentlich überlebt das Haus auch ein entdeckungsfreudiges Baby und meine Kinder und vielleicht auch einmal meine zukünftigen Schulklassen können viel Freude daran haben. Mein Highlight: Etwas zu bauen, das meine Kinder verwenden können. Die bunten Böden des Puppenhauses, die jeden Raum individuell machen. Die Küchenzeile. 9 OUT
FEELING AT A LOSS KATHARINA NEUBAUER 10 IN Meine Inspiration für mein Abschlussprojekt war ein Lied zu komponieren, das Liebe beschreibt, die bis über weite Grenzen hinaus bestehen kann. Passend zum Thema „In & Out“ habe ich mir diesbezüglich einige Gedanken gemacht. Bei meiner Eigenkomposition geht es um ein Liebespaar, um eine Frau und einen Mann. Der Mann muss seine Frau verlassen, um in ein fernes Land zu gehen. In diesem Land wohnt seine Familie, und es herrscht Krieg. Er möchte dort hin, um seiner Familie zu helfen. Einerseits ist er ein großer Held und möchte seiner Familie zur Seite stehen, andererseits muss er aber seine Freundin verlassen, die sich sehr große Sorgen um ihn macht. In dem Lied geht es um die Emotionen der Frau. Angst, Sorge, Trennungsschmerz, Liebe usw. Denn den eigenen Partner in ein fernes Land gehen zu lassen, i n d e m a u c h K r i e g h e r r s c h t , i s t e i n e g ro ß e Herausforderung, die einen sehr belasten kann. Das Lied trägt den Titel „Feeling At a Loss“, weil sich die Frau in ihren Empfindungen sehr verloren fühlt und nicht weiß, wie sie damit umgehen kann. Sie möchten ihre inneren Gefühle nach außen tragen. Zu meinen Stärken zählt vor allem Liebeslieder zu schreiben, denn durch diese kann man Emotionen ausdrücken, die man vielleicht nicht in Worte fassen kann oder möchte, oder die man geheim halten möchte. Liebe zu beschrieben ist wahnsinnig schwierig, daher ist für mich Musik ein gutes Medium, mit dem man Gefühle ausdrücken und ohne Worte beschreiben kann. Daher habe ich mich für diese Form der Komposition entschieden. Ich habe mir beim Komponieren auch viele Gedanken über die aktuelle Situation in dieser Welt gemacht. Denn zur Zeit herrscht Krieg in einem Land, das nicht allzu weit von uns entfernt ist. Daher kam die Idee ein Lied zu komponieren, das diesen Aspekt miteinbezieht und
einen auch zum Nachdenken bringen kann. Denn über das aktuelle Weltgeschehen sollte nachgedacht werden, und das möchte ich auch mit diesem Lied erreichen. Weiters habe ich mir über meine eigene Situation Gedanken gemacht. Ich erwarte im Sommer mein erstes Kind, und ich möchte meinem Kind eine sichere Welt bieten können. Daher ist es für mich sehr bedeutsam, die Augen vor der Realität nicht zu verschließen und einen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder in einer sicheren Welt aufwachsen können. Es ist vor allem auch wichtig, in seinem Inneren zu schauen und zu überlegen, was man dazu beitragen kann, dass die Welt besser wird. Was kann sozusagen nach außen getragen werden, damit positive Veränderung stattfinden kann. Die Welt sollte uns allen etwas angehen, und das möchte ich auch mit diesem Lied aussagen. Für mich ist es vor allem wichtig, dass mein Kind in einer sicheren Umgebung aufwachsen kann, und dafür müssen wir uns fragen, wie man Liebe, statt Hass und Terror, in die Welt bringen kann. Das ist eine Aufgabe, die sich jeder stellen sollte. Das würde ich mir auf jeden Fall für die Zukunft wünschen. https://www.youtube.com/watch? v=SQPotywHbwg 11 OUT
RAPUNZEL - EIN MUSIKALISCHES MÄRCHEN DENISE BERGTHALER 12 IN Schon als kleines Kind faszinierten mich Märchen sehr, und ich liebte es in die Geschichten einzutauchen. Vor einigen Jahren kam ich als Kindergartenpädagogin mit einem besonderen Märchenbuch in Berührung, welches mit einer Audiodatei verknüpft war. Das Märchen „Cinderella“ wurde auf Englisch erzählt. Zusätzlich wurde es mit einer passenden Musik im Hintergrund ergänzt. Die Zusammenführung von haptischem Bilderbuch und einer Audioaufnahme faszinierte mich sehr, und ich war, wie die Kinder, gefesselt von der Geschichte. Ich machte mich auf die Suche nach einer deutschen Version, wurde aber leider nicht fündig. Im Rahmen des Abschlussprojektes war es für mich von großer Bedeutung all meine Talente und Leidenschaften zusammenzuführen, und ich entschloss mich daher selbst tätig zu werden und eine Märchengeschichte aufzugreifen, um diese zu vertonen. Ich entschied mich für das Märchen Rapunzel, da dieses das diesjährige Thema „In and Out“ perfekt verkörpert. Rapunzel ist in einem Turm eingesperrt und möchte raus in die Freiheit. Zu Beginn setzte ich mich mit meiner bildnerischen Seite auseinander und begann ein Buch zu binden und anschließend Szenen aus dem Märchen zu malen. Hierfür verwendete ich Aquarellstifte und Wasser. Im Laufe des Prozesses kam mir die Idee Schüler: innen in den musikalischen Prozess miteinzubeziehen. Daher entschloss ich mich keine Hintergrundmelodien aufzunehmen, sondern Kinder ein Teil des Projektes werden zu lassen. Mein Ziel ist es meinen späteren Schulklassen mein Buch vorzustellen und ihnen die
Aufgabe zu stellen, selbst die musikalische Vertonung zu komponieren. Hierfür werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt und erhalten unterschiedliche Absätze des Märchens. Sie erhalten einen Zugang zu verschiedenen OrffInstrumenten und gegebenfalls weiteren Instrumenten. Nach der Erarbeitung wird die Audioaufnahme mit dem erzählten Märchen abgespielt und die Kinder spielen den einstudierten, musikalischen Part. Währenddessen wird das Bilderbuch präsentiert. Um jedoch selbst auch meine musikalische Fähigkeit unter Beweis zu stellen, komponierte ich ein Lied passend zum Märchen, indem Rapunzel von ihrem Gefühlszustand im Turm und von ihren Wunscherlebnissen, die sie in Freiheit genießen möchte, singt. Dieses Projekt war eine große Herausforderung für mich, und ich konnte meine künstlerischen Fähigkeiten in der Bildenden Kunst, sowie in der Musik weiterentwickeln. Ich freue mich dieses Werk in meinem Unterricht verwenden zu können und bin stolz und dankbar, dass ich im Rahmen des Abschlussprojektes dieses musikalische Buch schaffen durfte. Mein Highlight: Mein erstes selbst komponiertes Lied & die Entstehung meines Bilderbuches. https://www.youtube.com/watch? v=CekTRNj4z2s 13 OUT
UNSERE WELT FIONA GIETL 14 IN Eine Weltkarte aus Filz mit Klettverschluss ist ein interaktives pädagogisches Werkzeug, das Kindern dabei hilft, die Geografie und Vielfalt unserer Welt spielerisch zu erkunden und zu verstehen. Die Farben der Kontinente sind bewusst anhand von Maria Montessori gewählt worden. Das Konzept basiert auf der Verwendung von Filzmaterial, das eine weiche und flexible Oberfläche bietet, sowie auf Klettverschluss, der es ermöglicht, verschiedene Elemente auf der Karte zu befestigen und zu entfernen. Zusammenfassend bietet eine Textile- Weltkarte ein pädagogisches Konzept, das Kinder dazu ermutigt, die Welt spielerisch zu erkunden, ihre geographischen Kenntnisse zu erweitern, ihre sprachliche Entwicklung zu fördern und ihre Kreativität auszudrücken. Es ist ein interaktives Werkzeug, das Spaß macht und das Verständnis für die Vielfalt und Schönheit unserer Welt fördert. Mir war es persönlich ein großes Anliegen, den Kindern zu zeigen, welche großartigen Tiere sowie kulturelle Geschichte auf unserer Erde liegt, welche wir zu Schützen haben. Mein Highlight: Die unterschiedlichsten Elemente zu gestalten
15 OUT
EIN BLICK INS INNERE VANESSA DIETZ 16 IN Für mein Abschlussprojekt habe ich mich dazu entschieden ein interaktives Bilderbuch über den menschlichen Körper herzustellen. Bei meiner Ideenfindung war es mir besonders wichtig etwas herzustellen, was ich auch später in meinem Unterricht einsetzen kann. Da das Überthema des Abschlussprojektes „In and Out“ ist, habe ich mein Bilderbuch „Ein Blick ins Innere- der menschliche Körper“ genannt. Der Titel erschien mir dahingehend passend, da ich mich von außen nach innen vorgearbeitet habe, sprich von den Gliedmaßen des Körpers bis hin zu den inneren Organen des Menschen. Folgende Gliederung hat mein Bilderbuch: 1. Die Gliedmaßen des Menschen 2. Die Muskulatur des Menschen 3. Das Skelett eines Menschen 4. Das Nervensystem eines Menschen 5. Die inneren Organe des Menschen Die Gestaltung des Bilderbuches habe ich schlicht gehalten, weil ich mich auf das Wesentliche konzentrieren wollte. Bei der Bindung des Buches habe ich mich für eine Ringbindung entschieden. Dadurch können die Seiten aus dem Buch herausgenommen werden und für einen Stationenbetrieb zum Thema „menschlicher Körper“ oder bei der Freiarbeit eingesetzt werden. Aus genau diesem Grund habe ich die Seiten ebenfalls laminiert, da sie möglichst lange halten und den Kindern langfristig Freude bereiten sollen. Damit mein B i l d e r b u c h n i c h t n u r a u s S a c h t e x t e n u n d Beschreibungen besteht habe ich auch interaktive Seiten erstellt. Auf diesen Seiten sollen die Kinder ihr Wissen umsetzen und üben können.
Dafür habe ich bei den inneren Organen; Organe aus Filz erstellt welche die Kinder, dann wieder richtig auflegen müssen. Bei der Muskulatur habe ich aus Moosgummi die Teile der Skelettmuskulatur erstellt, welche ebenfalls wieder an die richtige Stelle gesetzt werden sollen. Und beim Skelett sollen die Schülerinnen und Schüler das Bild wieder richtig beschriften. Durch den interaktiven Teil sollen die Schülerinnen und Schüler sich die Fachbegriffe besser merken können, da sie selbst aktiv werden müssen und auch haptisch arbeiten können. Das Bilderbuch kann dann noch mit Arbeitsblättern oder anderen Übungen ergänzt werden. Ebenfalls kann ich es noch erweitern und je nach Bedarf neue Seiten einfügen. Mein persönliches Highlight war das Endprodukt in den Händen zu halten. Ich freue mich jetzt schon darauf das Bilderbuch in meiner Klasse zu v e r w e n d e n u n d m i t m e i n e n Schülerinnen und Schüler anzuschauen. 17 OUT
GESUNDE ERNÄHRUNG – IN & OUT IRIS SCHAARSCHMIDT 18 IN Bei meinem Abschlussprojekt zum Thema „In and Out“ habe ich mich dazu entschlossen, mich mit Fotografie zu beschäftigen. Ich bin schon seit meiner Kindheit ein großer Fan der digitalen Fotografie und habe vor zwei Jahren einen Fotokurs abgeschlossen, um diese komplexe Materie besser zu verstehen. Meinen Schwerpunkt habe ich dabei auf die Makrofotografie gelegt, bei der man die Details eines Objekts gut darstellen kann und ganz nahe drankommt. Am liebsten habe ich draußen – in der Natur – fotografiert! Blumen, Bäume, Insekten oder Pilze…es gibt nichts, das mir noch nicht vor die Linse gekommen ist. Außerdem beschäftige ich mich schon seit mehr als 6 Jahren sehr intensiv mit Sport und gesunder Ernährung, da ich viel Wert auf meine Gesundheit und meinen Körper lege. Ich habe schon etliche Bücher und Werke über gesunde bzw. ungesunde Lebensweisen gelesen und demnach auch meine Ernährung angepasst – seitdem befinden sich Obst und Gemüse auf meinem täglichen Speiseplan! Dass etliche wichtige Nährstoffe und Vitamine in Obst und Gemüse stecken, sollte hier niemanden überraschen. Die heilende Kraft dieser Lebensmittel hat mich derart fasziniert, sodass ich mich auch bei meinem Abschlussprojekt unbedingt damit auseinandersetzen wollte. Um meine zwei persönlichen Interessen – Fotografie und Gesunde Ernährung – mit einander zu verknüpfen, habe ich mich dazu entschlossen, verschiedene Frucht- und Gemüsesorten abzulichten. Da das heurige Thema „In and Out“ heißt, habe ich die Lebensmittel sowohl von außen (die Schale) als auch von innen (den Kern bzw. Fruchtfleisch) fotografiert. Um bei jedem Foto denselben Hintergrund zu haben, habe ich mir in
meinem Wohnzimmer eine kleine „Kulisse“ gebastelt. Dafür habe ich meine Vitrine mit einer marmorierten, glänzenden Folie bedeckt – ebenso wie zwei Kartonteile, die als Wände dienten. Da bei der Fotografie die Belichtung das – so behaupte ich – entscheidende Detail ist, musste ich dafür sorgen, dass ich in dem kleinen Raum für optimales Licht sorge. Das Fenster hat mir das Fotografieren sehr schwer gemacht, da es je nach Sonnenschein oder Wolken unterschiedlich hell oder dunkel war. Außerdem hat die glänzende Folie dazu beigetragen, dass es gespiegelt hat. Um hier entgegenzuwirken, habe ich eine Leiter mit einem schwarzen Handtuch umwickelt und diese zwischen Fenster und Kulisse platziert. So konnte ich eine bestmögliche Belichtung erzeugen, um meinen Fotos einen optimalen Look zu verleihen. Nichtsdestotrotz blieb es mir nicht erspart, die Bilder anschließend mit dem Programm „Adobe Photoshop“ nachträglich zu bearbeiten. So konnte ich mithilfe der Tonwertkorrektur in jedem Foto dieselbe Belichtung einstellen. Da ich mich zuvor noch nie mit Photoshop beschäftigt habe, war es eine große Herausforderung für mich – und eines habe ich dabei gelernt: beim Bearbeiten von Fotos braucht man Zeit! Abschließend möchte ich noch die Bedeutung von gesunder Ernährung erwähnen. Wir leben in einer schnellen Welt, die Menschen sind ständig im Stress und haben oft nur wenig Zeit – nicht selten greifen sie dann zu Fertiggerichten oder Fast Food. Besonders aber unsere Kleinsten sollten schon früh lernen, welch negativen Auswirkungen dieser Lebensstil auf unsere Gesundheit hat. Mir persönlich ist es besonders wichtig, dass unseren Schüler*innen vermittelt wird, wie sie sich gesund und bewusst ernähren können. Obst und Gemüse spielen hier eine bedeutende Rolle! Mein persönliches Highlight des Projekts war die Erfahrung, mit Adobe Photoshop zu arbeiten. Dieses Programm bietet unglaublich viele Möglichkeiten, Fotos nach Belieben zu bearbeiten und zu verbessern – ich werde mich bestimmt in Zukunft näher mit der Bildbearbeitung beschäftigen! 19 OUT
INOUTOPUS SARAH GHASSABAN 20 IN Oft fällt es einem schwer, Gefühle und Emotionen von innen nach außen ausdrücken zu können. Mit dem Thema „in and out“ habe ich gleich an Emotionen und Gefühle gedacht, die ganz tief in einem feststecken und raus möchten. Ich wusste gleich, dass ich an einem Projekt arbeiten möchte, welches zeigt, dass man nicht unbedingt die richtigen Wörter braucht, um Empfindungen auszudrücken. Um dieses Projekt umzusetzen, habe ich an einen Wende-Oktopus gedacht. Diesen kann man jederzeit wenden, wenn man das Bedürfnis empfindet seine Gefühle zu zeigen, ohne diese besprechen zu müssen. Auf diese Idee bin ich in der Arbeit gekommen, als ich an der Rezeption und gehofft habe, dass die Zeit schneller vergeht. Irgendwann habe ich einen Oktopus auf dem Regal gesehen, welchen ich gewendet habe. Plötzlich war er traurig. Ich fand das interessant und habe mir in dem Moment gewünscht, dass da ein gelangweiltes Gesicht gewesen wäre, was meine Gefühle in diesem Moment wieder gespiegelt hätte. Schließlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, selber einen zu erstellen, mit den Emotionen, die ich am häufigsten brauche. Das Ziel meines Projektes war auch ein Endergebnis in der Hand zu haben, welches ich auch in meiner zukünftigen Arbeit als Volksschullehrerin einsetzen kann. Ein Produkt, welches auch für die Schüler und Schülerinnen einen Nutzen haben kann. Zwar kommt es oft vor, dass es Erwachsenen schwerfällt ihre Gefühle zeigen oder diese auszudrücken. Dabei muss ich mich selbst auch manchmal erwischen. Genauso ist es bei Kindern auch. Im Zuge des Kreativitätsschwerpunktes habe ich das Nähen und die textilen Techniken, wie zum Beispiel das
Sticken lieben gelernt und wollte mein Projekt unbedingt im textilen Bereich durchführen. Mittlerweile zählt es schon zu meinen Hobbys, Kleidungsstücke zu nähen. Doch an Stofftiere habe ich mich bis zu diesem Projekt nicht herangetraut. Umso erstaunter war ich, als ich das Endergebnis gesehen habe und mir gedacht habe, alles kann „leicht“ sein, man muss es sich nur zutrauen. Manchmal müssen wir es uns erlauben, die Gefühle, die wir tagelang, wochenlang, monatelang oder vielleicht sogar jahrelang in unserem Inneren festhalten, loszulassen und sie nach außen hinzuzeigen. Mein persönliches Highlight war, das erste Mal als ich meinen erst traurigen Emotionsoktopus gewendet habe und er mich angelächelt hat. 21 OUT
DIE FERNE IN DER NÄHE ZELIHA CANLI 22 IN Als ich das Thema „In and Out“ hörte, wusste ich ungefähr, dass ich im bildnerischen Bereich etwas gestalten möchte. Mein Ziel war es dabei eine Arbeit zu erstellen, die ich für eine längere Zeit bei mir habe und nichts Vergängliches kreiere. Dabei sollte mich die Arbeit an meine Studienzeit erinnern und somit eine besondere Bedeutung haben. Denn meine Studienzeit war für mich eine anstrengende, unvergessliche und wundervolle Zeit zugleich. Für den Entscheidungsprozess, was ich gestalten möchte, habe ich lange überlegt und bin schlussendlich zur Entscheidung gekommen, dass ich eine Darstellung vom Meer auf einer Leinwand erstellen möchte. Auch das Meer, mit seinen einzelnen Besonderheiten, hat für mich eine wichtige Bedeutung, denn es symbolisiert für mich Heimat, Freiheit, Ruhe und Erinnerungen an schöne Zeiten in meinem Leben. Das Bild, welches ich auf der Leinwand kreiert habe, soll die Beobachter*innen anregen, in die Ferne zu blicken und dabei sollen die schönen Erinnerungen vom Meer oder generell vom Leben hervorgerufen werden. Das Gemälde soll, durch den mit Steinchen verzierten Fensterrahmen, dem Publikum das Gefühl geben, als würden sie durch ein Fenster hinausblicken. Die Steine sollten dem Ganzen ein Wohlfühlgefühl hinzufügen, denn durch den Blick auf das Meer mit einem Felsen und Bäumen sowie Segelschiffen, sollen Momente hervorgerufen werden. Dies war auch mein Gedanke, als ich die Segelschiffe mit meinen eigenen Fotos vom Meer gestaltet habe, denn ich möchte auf dieses Werkstück blicken und erkennen können, welche Momente für mich besonders schön waren. Die Fotos, die ich verwendet
habe, sind auf dem ersten Blick kaum erkennbar. Nur wenn man sich dem Bild nähert, erkennt man, dass die Segel mit Fotos erstellt wurden. Weiters war die Intention hinter meinem Abschlusswerk, dass der Betrachter/ die Betrachterin in einem Raum steht, in welchem das Bild hängt und durch das Betrachten mit den Gedanken in die Ferne geleitet wird. Ich möchte mit diesem Werk zeigen, dass man einen Ort, egal wie weit weg dieser ist, mit Kraft, Kreativität und viel Motivation auch zu sich in den Raum bringen kann, indem man diesen auf verschiedene Arten und Weisen verbildlicht. Ich habe dies mit Acrylfarben, Bastelkleber, Leim und verschiedenfarbigen Steinchen gemacht. Dazu habe ich zuerst das Bild mit einem Bleistift vorgezeichnet und später mit Acrylfarbe ausgemalt. Dazu habe ich frei gezeichnet und mich an keine Vorgabe oder ein Symbolbild gehalten. Die Fotos habe ich formatiert, gedruckt und ausgeschnitten. Schlussendlich habe ich den Fensterrahmen noch mit weiteren Steinchen beklebt und das Ganze mit einem klaren Klebstoff angestrichen. Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass das Meer, die Segelschiffe, der Felsen und die Sonne, also alle einzelnen Teile, verschiedene Aspekte repräsentieren. Das Meer soll das Leben darstellen, wobei die Segelschiffe, die Menschen sind, die durch das Leben gleiten, indem sie durch die Wellen surfen. Der Fels repräsentiert den Aspekt, dass es auch im Leben anstrengend sein kann, aber nichtsdestotrotz kommen nachher die angenehmen Zeiten, dieser Aspekt soll durch die Bäume präsentiert werden, die durch die grünen Farben veranschaulicht wurden. Auch die Sonne gehört zum Leben, denn sie steht für Hoffnung und Wärme, die fast jede Person braucht, damit es ihr gut geht. Mein Highlight ist es, das ich mein erstelltes Werk immer betrachten kann, da es einen schönen Platz an der Wand bekommen wird. 23 OUT
KRÄUTERGARTEN AUS EINER PALETTE BÜSRA ERTÜRK 24 IN Mein Projekt lässt die Grenzen zwischen Innen- und Außenräumen verschwimmen. Ich hatte eine Idee, wie ich diese beiden Welten „Indoor und Outdoor“ miteinander verknüpfen konnte. Aus einer simplen Einwegpalette habe ich einen bezaubernden Kräutergarten hergestellt. Der Kräutergarten wird seinen Platz auf meinem Balkon finden. Indem ich die frischen Kräuter aus meinem Balkon verwende, um köstliche Mahlzeiten zuzubereiten, verbinde ich die Outdoor- und Indoor-Welt. Um meinen Kräutergarten ansprechend zu gestalten, habe ich eine Einwegpalette als Basis verwendet. Ich habe die Palette zugeschnitten, gründlich geschliffen und mehrfach mit Holzlasur behandelt, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Als abschließenden Touch habe ich Sperrholz mit Tafellack bestrichen, sodass ich die Namen der Kräuter mit Kreide darauf schreiben kann. Dies verleiht dem Ganzen eine ästhetisch ansprechende Note. Dieses Projekt bietet eine großartige Möglichkeit, es in Schulen einzuführen. Schülerinnen und Schüler können ihre eigenen individuellen Kräutergärten gestalten. Dadurch können sie nicht nur ihre Kreativität entfalten, s o n d e r n a u c h w e rt v o l l e Le k t i o n e n ü b e r d i e verschiedenen Kräuter, ihre Wirkung und Pflege lernen.
Es hat mir viel Freude bereitet, die Holzpalette in einen funktionalen und ästhetisch ansprechenden Kräutergarten umzugestalten. Während des Projekts habe ich viel über Kräuter gelernt und ihre heilenden Eigenschaften entdeckt. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie ein Geschenk der Natur sind. Ich freue mich schon sehr darauf, meine eigenen Kräuter zu ernten und sie in meinen Mahlzeiten zu verwenden. 25 OUT
IN & OUT: EINE REISE DURCH DIE WIENER KAFFEEHAUSKULTUR ZEYNEP ERSÖZ & ASLI EVA UC 26 IN Im Rahmen dieses faszinierenden Projekts haben wir ein umfangreiches Album erstellt, das die Schönheit und Vielfalt der Wiener Kaffeehausarchitektur einfängt. Von den charmanten Innenräumen mit ihren prachtvollen Stuckverzierungen, kunstvollen Gemälden und liebevoll gestalteten Möbeln bis hin zu den historischen Fassaden der Straßencafés mit ihren schmiedeeisernen Geländern und bunten Markisen – unser Album präsentiert eine v i s u e l l e R e i s e d u r c h d i e We l t d e r W i e n e r Kaffeehauskultur. Mit sorgfältig ausgewählten Aufnahmen möchten wir die einzigartige Atmosphäre und Ästhetik der Wiener Cafés einfangen und gleichzeitig die Bedeutung der Innenund Außenarchitektur hervorheben. Das Album ist eine Hommage an das historische Erbe und die kulturelle Bedeutung dieser besonderen Orte, die seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Wiener Lebensstils sind. Von den klassischen Kaffeehäusern in der Innenstadt bis hin zu den versteckten Juwelen in den Außenbezirken – unser Album präsentiert eine Vielfalt an Designs, Farben u n d S t i l e n , d i e d a s H e r z s t ü c k d e r W i e n e r Kaffeehauskultur ausmachen. Es lädt den Betrachter ein, in die Welt der Wiener Kaffeehausarchitektur einzutauchen und die einzigartige Schönheit dieser Orte zu entdecken. Unser Album ist nicht nur eine visuelle Reise, sondern auch eine inspirierende Quelle für diejenigen, die sich für Architektur, Design und die Wiener Kaffeehauskultur begeistern. Es ist eine Einladung, die Atmosphäre und die Ästhetik der Wiener Kaffeehäuser zu erleben und die Besonderheiten dieser traditionsreichen Orte zu erkunden.
Die Wiener Kaffeehauskultur ist weltberühmt für ihre einzigartige Atmosphäre, ihren Charme und ihre langjährige Tradition. Seit Jahrhunderten sind die Wiener Cafés Orte der Begegnung, des Genusses und der kulturellen Entfaltung. In ihnen spiegelt sich nicht nur die Wiener Identität wider, sondern auch eine besondere Art des gemeinschaftlichen Erlebens. Ein integraler Bestandteil dieser einzigartigen Kaffeehauskultur sind sowohl die Innen- als auch die Außenarchitektur der Wiener Cafés. Die Innenarchitektur der Wiener Cafés verbindet auf harmonische Weise Eleganz, Gemütlichkeit und einen Hauch von Nostalgie. Die typischen Merkmale umfassen hohe Decken mit prachtvollen Stuckverzierungen, liebevoll gestaltete Möbel, spiegelverzierte Wände und kunstvolle Kronleuchter. Die sorgfältig ausgewählten Details schaffen eine warme und einladende Atmosphäre, in der sich Gäste sofort wohl fühlen. Das Interieur ist oft in warmen Farbtönen gehalten und mit kunstvollen Gemälden, Spiegeln und historischen Fotografien geschmückt. Diese Merkmale machen ein traditionelles Wiener Kaffeehaus zu einem einzigartigen Ort, an dem man die Wiener Kaffeehauskultur in vollen Zügen genießen kann: 1. Gemütliche Atmosphäre, 2. Historisches Ambiente, 3. Große Auswahl an Kaffeespezialitäten, 4. Köstliches Gebäck und Torten, 5. Verfügbarkeit von Zeitungen und Zeitschriften, 6. Bedeutung der Tischkultur, 7. Kein Zeitdruck für die Gäste. Die traditionellen Kaffeehäuser bieten einen Rückzugsort von der Hektik des Alltags, wo man in Ruhe einen Kaffee genießen, Zeitungen lesen, schreiben oder einfach nur das Flair und die Gesellschaft anderer Gäste genießen kann. Doch die Wiener Kaffeehauskultur wäre nicht komplett ohne die Außenarchitektur der Cafés. Die Straßencafés mit ihren charmanten, historischen Fassaden sind eine visuelle Verkörperung des traditionellen Wiener Lebensstils. Hier finden sich klassische Elemente wie schmiedeeiserne Geländer, bunte Markisen und dekorative Verzierungen, die den Charme längst vergangener Zeiten bewahren. In den wärmeren Monaten bieten die Café-Terrassen im Freien den Gästen die Möglichkeit, das pulsierende Treiben der Stadt zu beobachten und gleichzeitig das Flair der Wiener Kaffeehauskultur zu genießen. Die Innen- und Außenarchitektur der Wiener Cafés ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch eine Hommage an die reiche Geschichte und das kulturelle Erbe der Stadt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens in Wien und prägen das einzigartige Stadtbild. In den Wiener Cafés wird nicht nur Kaffee serviert, sondern auch ein Stück Wiener Tradition und Lebensart, das Gäste aus aller Welt begeistert. Unsere Highlights: 1. Tiefgreifendes Verständnis der Ästhetik 2. Erforschung von Innen- und Außenbereichen 3. Wertschätzung der Wiener Lebensart 27 OUT
GEFÜHLSCHAOS JULIA JEREB, VIKTORIA FAUSTMANN 30 IN Als wir vom Thema „In and Out“ erfuhren, überlegten wir in viele verschiedene Richtungen und bezogen dabei unterschiedliche Aspekte mit ein. Schließlich entschieden wir uns sehr schnell dafür ein Kinderlied zu komponieren, welches wir für unsere zukünftigen Klassen im Musikunterricht einsetzen könnten. Inspiriert hat uns der entzückende Kinderfilm „Inside Out“. Oft vertiefen wir uns in eigenen Gedanken und teilen diese mit niemandem. Aber warum sollte man sie nicht laut aussprechen können? Anhand des selbst komponierten Kinderliedes sollen innere Gefühle, Emotionen und Gedanken musikalisch ausgedrückt und so nach außen kommuniziert werden. Uns ist es ein Anliegen mit den Kindern über eigene Gefühle und Gedanken zu sprechen, denn heutzutage spricht man viel zu selten über diese Thematik. Da wir zusammen in der MusikPHabrik mitspielen und uns auch bereits besser kennengelernt haben, war uns relativ schnell klar, dass wir ein gemeinsames Projekt gestalten wollen. Es sollte ein musikalisches Projekt werden, welches die Kinder in unserer Praxisklasse der Pädagogischen Hochschule miteinbezieht. Über uns und den Entstehungsprozess des Liedes Mittlerweile kennen wir uns schon seit längerer Zeit und sind seit dem letzten Jahr auch sehr gute Freundinnen geworden. Da wir beide sehr viel musikalische Vorerfahrung haben und wir dieselben Interessen teilen, war es eine sehr schnelle und leichte Entscheidung für uns gemeinsam ein Projekt zu schaffen. Viktoria spielt mittlerweile schon seit vielen Jahren Geige, Klavier und hat auch Pop- sowie klassischen Gesang gemacht.
Ähnlich wie bei Viktoria verfolgte auch Julia dieselben Ziele. Sie machte die Abschlussprüfung in Klavier sowie in Jazz- und Popgesang an der Musikschule in Trofaiach, Steiermark. Wir sind beide auch in der Band der PH Wien, der „MusikPHabrik“ vertreten und nehmen an verschiedenen Veranstaltungen teil, wo wir gemeinsam musizieren. Unsere Leidenschaft zur Musik ist sehr groß, weshalb wir unbedingt gemeinsam ein Lied komponieren wollten. Nachdem wir das Lied komponiert hatten, suchten wir sofort eine Besetzung. Da wir beide in die Musikrichtung „Swing“ gehen wollten, war für uns klar, dass ein Saxophon, Kontrabass und Schlagzeug nicht fehlen dürfen. Wir hatten von Anfang an die gleichen Vorstellungen, was die Zusammenarbeit um einiges erleichterte. Da wir beide sehr gute Kontakte haben und viele Musiker bzw. Musikerinnen kennen, ist auch diese Entscheidung schnell gefallen. Das Stück begleitet ein Saxophon (Clemens), ein Kontrabass (Andreas), Klavier (Simon) und Schlagzeug (Sarah). Viktoria selbst spielte mit der Geige dazu und Julia unterstützt die Klasse mit ihrem Gesang. Da wir auch das Schulpraktikum gemeinsam an der Praxisvolksschule der PH Wien absolvierten, hatten wir die Idee unsere Praxisklasse in das Lied miteinzubauen. Gemeinsam mit der 4a und unserer Mentorin Kathrin Reitberger, kreierten wir etwas Besonderes. Wie verliefen die Proben? Die Proben mit den Kindern waren anfangs etwas holprig, jedoch wurden die Schüler und Schülerinnen von Tag zu Tag sicherer und konnten am Ende der ersten Praxiswoche das komplette Stück mit allen vier Strophen auswendig. Wir hatten großes Glück, dass die Kinder der Klasse musikalisch begeistert waren und unsere Mentorin Kathrin uns dabei auch super unterstützt hat. Da in der Klasse viele Kinder Deutsch als Zweitsprache haben, haben wir uns gemeinsam mit der Klasse Bewegungen ausgedacht, die wir beim Singen einbauten. Somit konnten sich die Kinder den Text leichter merken. In der zweiten Praxiswoche probten wir den Aufgang auf die Bühne und studierten mit den Kindern auch eine kleine Bodypercussion-Arrangement ein, welches wir am Anfang des Stückes zeigen. Mein Highlight: Zusammenarbeit mit den Kindern der Volksschule; Spaß beim Musizieren 31 OUT
Es war für uns beide eine sehr spannende und lustige Zeit. Wir genossen die Zeit, die wir mit unserem Projekt verbrachten und waren auch sehr stolz das Lied mit den Kindern der 4a einzustudieren. DANKE: Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden bedanken, die uns so super unterstützt haben! Aber vor allem möchten wir den Kindern der 4a und unserer Mentorin Kathrin Reitberger danken. Ihr habt unser Projekt zu etwas ganz Besonderem gemacht! Danke auch an die Band, die sich die Zeit genommen haben, unser Projekt so großartig zu unterstützen. Vielen Dank auch an unsere Professorin Andrea Pühringer, die uns während der Entstehungsphase unterstützt und uns Tipps und Tricks mitgegeben hat.
EIN TIPI FÜR KREATIVE INNENWELTEN & WANDGARDEROBE EZGI TÜRKAN EKER 34 IN Mein Abschlussprojekt zum Thema "IN & OUT" ist ein gemütliches Tipi, das speziell für meinen Neffen konzipiert wurde. Ich habe Baumwollstoff verwendet, um ein angenehmes und komfortables Ambiente zu schaffen. Für den Bau des Tipis habe ich 4 Holzstöcke mit einer Länge von 1,20 m ausgewählt. Diese dienen als stabiles Gerüst für das Tipi. Um eine sichere Verbindung zu gewährleisten, habe ich die oberen und unteren Enden der Stöcke gebohrt und ein Seil hindurchgefädelt, welches ich anschließend fest zusammengebunden habe. Als Stoff für das Tipi habe ich einen nicht mehr gebrauchten Bettüberzug wiederverwendet, um den Aspekt des Recyclings und der Nachhaltigkeit zu betonen. Durch das Zuschneiden und Nähen des Stoffes in der richtigen Form konnte ich eine Hülle schaffen, die das Tipi umgibt und eine gemütliche Atmosphäre im Inneren schafft. Das Tipi ist ein Ort, an dem sich mein Neffe zurückziehen und seine eigene kleine Welt erschaffen kann. Es bietet ihm Geborgenheit und einen geschützten Raum, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und sich zu entspannen. Die verwendeten Materialien und das handwerkliche Können, das in den Bau des Tipis eingeflossen ist, tragen dazu bei, eine einladende und behagliche Umgebung zu schaffen, in der sich mein Neffe wohl fühlen kann. Nachdem ich mein Tipi-Projekt früher abgeschlossen hatte, als erwartet, wagte ich mich auf etwas Neues. Für das Projekt "In & Out" habe ich eine kreative Lösung für Mein Highlight war es zu sehen, wie mein Neffe das fertige Tipi entdeckte und sich sofort darin wohl fühlte. Es erfüllte mich mit Freude zu wissen, dass ich ihm so einen gemütlichen Rückzugsort selbst geschaffen habe.
meinen Eingangsbereich gefunden. Mit einer Einwegpalette als Ausgangsmaterial habe ich sie gekürzt und in Teile zerlegt, um sie anschließend so wieder zusammenzusetzen, dass sie sowohl optisch als auch maßlich perfekt in meinen Eingang passt. Nachdem ich die Palette neu angeordnet hatte, habe ich sie gründlich geschliffen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Anschließend habe ich sie mit einer Innenlasur gestrichen, um eine schöne und haltbare Oberfläche zu schaffen. Die Innenlasur verleiht der Wandgarderobe einen warmen und einladenden Look. Um dem Projekt eine persönliche Note zu verleihen, habe ich alte Anhänger aus der Wohnung meines Freundes befestigt. Diese Anhänger haben eine nostalgische und sentimentale Bedeutung, und sie fügen dem Design der Wandgarderobe eine besondere Note hinzu. Ein weiterer Vorteil dieses Projekts ist, dass es kostengünstig war. Die einzigen Ausgaben entstanden durch die Lasur, die ich gemeinsam mit meiner Freundin genutzt habe. Die fertige Wandgarderobe aus der Einwegpalette ist nicht nur funktional, sondern auch ein ästhetisches Highlight in meinem Eingangsbereich. Sie verleiht dem Raum einen rustikalen und individuellen Charme und bietet gleichzeitig praktischen Stauraum für Jacken, Hüte und andere Accessoires. Mit diesem Projekt habe ich das Thema "In & Out" in meinem Eingangsbereich umgesetzt. Es symbolisiert den Übergang vom Außenbereich in mein Zuhause und spiegelt meinen persönlichen Stil und meine Kreativität wider. 35 OUT Ein besonderes Highlight bei diesem Projekt ist die kreative Verwendung der alten Anhänger, die der Wandgarderobe eine einzigartige und individuelle Note verleihen. Zudem erfüllt es mich mit Freude, dass ich das fertige Projekt nun stolz in meinem Eingangsbereich präsentieren kann.
DIE JAHRESUHR STEHT NIEMALS STILL... LISA-MARIE KÄFER 36 IN In der Schulpraxis vor ca. einem Jahr fiel mir beim Feiern des Geburtstags eines Schülers ein selbstgenähter, bunter und einladender Jahreskreis der Lehrperson in der Mitte des Sitzkreises auf. Mir war schnell klar: „So einen Jahreskreis will ich irgendwann auch nähen!“. Als am Anfang des Semesters das Thema des Abschlussprojektes bekannt gegeben wurde, musste ich nicht lange nachdenken und wusste: „Das ist das passende Projekt!“. Ein Jahreskreis, den ich in meinem Unterricht als Anlass nehmen kann, um mit den Kindern darüber zu sprechen, was in einem Jahr drinnen und draußen passiert. Wir holen damit das „Draußen“ zu uns in den Klassenraum herein. Gleichzeitig ist es ein Anschauungsmaterial, welches dazu einlädt über Feste, Traditionen und persönliche Momente zu erzählen. Der Jahreskreis stellt ein Material dar, das ich in meiner Tätigkeit als Volksschullehrerin immer wieder verwenden kann, das mich und die Schüler*innen über Jahre begleitet und damit auch den Aspekt der Nachhaltigkeit erfüllt. Ein teppichähnlicher großer Kreis, der symbolisiert wie lange ein ganzes Jahr dauert, was in diesem Zeitraum alles passieren kann und wie man ein Jahr unterteilen kann. Ich begann mit Überlegungen, Skizzen und anschließend mit dem Schnittmuster und der Stoffauswahl für den genähten Kreis. Dabei war es besonders spannend zu sehen, dass man automatisch bestimmte Farben mit den Monaten verbindet. Ein knallroter April wäre für mich genauso undenkbar wie ein hellblauer Oktober. Die Schwierigkeit bestand darin, trotzdem einen fließenden Farbverlauf herzustellen. Nachdem ich die insgesamt 17 Stoffe gewaschen und gebügelt hatte, zeichnete ich an, steckte zusammen und begann zu nähen: zuerst die einzelnen Jahreszeiten zu den Monaten und dann die Viertel zusammen. Die Rundungen zu nähen war eine
größere Herausforderung, als ich erwartet hatte und führte dazu, dass ich die Nähte das ein oder andere Mal auftrennen musste. Umso größer war dann die Freude, als ich den vorderen Teil fertig genäht hatte. Ich nähte Vorder- und Hinterteil zusammen und legte anschließend eine Lage Vlies dazwischen. Schon beim Brainstormen zur Umsetzung meines Projektes sprudelten meine Ideen und es eröffnete sich ein breiter Pool an Möglichkeiten, die meinen Jahreskreis noch vielseitiger gestalten sollten als ursprünglich gedacht. Gespräche mit Freundinnen und Kolleginnen halfen mir dabei, die Ideen zu konkretisieren und das Beste herauszuholen. So entschied ich mich dazu, mein Projekt durch gehäkeltes Anschauungsmaterial zu ergänzen. Mithilfe eines Buches und Anleitungen aus dem Internet suchte ich passende Kleinigkeiten für jeden Monat heraus. Des Weiteren setzte ich die Idee einer Perlenkette nach Montessori um. Da mir wichtig war, dass diese genau zu den Farben der Stoffe passte, mischte ich alle Farben selbst an und bemalte 366 Holzperlen. Ja, das war mehr Arbeit als gedacht, aber es lohnte sich! Zu guter Letzt fehlten mir Bilder und laminierte Karten, die die Kinder auf den Stoffkreis auflegen können. Da ich in den letzten Jahren privat viel fotografiert hatte, stellte ich mich vor die Herausforderung einen Legekreis zu gestalten, der ausschließlich aus selbstgemachten Bildern besteht. Auch hierbei war es mir ein Anliegen, dass der Farbcode übereinstimmt. Ich gestaltete einen allgemeinen Kreis und einen, der unsere Natur und die Ernte von Obst und Gemüse im Laufe des Jahres veranschaulicht. Ganz nach dem Titel meines Projektes und dem Lied nach Rolf Zuckowski steht auch mein entstandener Jahreskreis niemals still. Er lädt dazu ein ihn zu erweitern, zu verändern, Material wegzulassen oder hinzuzufügen, Ideen einzubringen und ihn mit jeder Klasse, zu jedem Geburtstag und bei jedem Fest zu einem individuellen sowie zur Gruppe und Anlass passenden Mittelpunkt zu gestalten. Besonders schön an diesem Projekt fand ich, dass es von Tag zu Tag mehr zu dem wurde, was ich mir vorgestellt habe. Mit jeder Perle und jedem gehäkelten Stück wuchs mein individuelles Projekt. Mein Highlight war das Zusammensetzen aller kleinen Teile zu einem großen Ganzen, sowie die Vorfreude auf die Umsetzung in der Klasse! 37 OUT
MANIFEST - DIE KRAFT DER GEDANKEN MELIS NESE FIRAT 38 IN Als ich von dem Thema "In and Out" hörte, kam mir sofort der Film "Inside Out" in den Sinn und die Wechselwirkung zwischen dem Innenleben eines Menschen und seiner Umgebung. Für mein Projekt wollte ich mich auf die Acrylmalerei konzentrieren und meine Gedanken und Emotionen durch Farbstriche zum Ausdruck bringen. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, mich für ein bestimmtes Motiv zu entscheiden. Nach gründlichem Nachdenken entschied ich mich schließlich für ein Bild, das die Kraft unserer Gedanken und Emotionen verdeutlichen sollte. Ich beabsichtigte, durch das Zusammenspiel von hellen und dunklen Farben sowie kräftigen und sanften Pinselstrichen zu zeigen, wie stark unser Denken und Fühlen unser Leben beeinflussen können. Im Zentrum meines Bildes befindet sich der Kopf einer Frau, der von einer düsteren und bedrückenden Außenwelt umgeben ist. Statt das Gesicht der Frau zu zeigen, wollte ich als Kontrast zur Außenwelt eine grüne und farbenfrohe Landschaft darstellen, die im Inneren des Kopfes sichtbar ist. Die düstere Außenwelt sollte durch dunkle und graue Farbtöne dargestellt werden, während die farbenfrohe Landschaft symbolisch für das Innere der Frau steht, wo sich positive Gedanken und Emotionen manifestieren. Zu Beginn habe ich die Leinwand leicht mit Wasser angefeuchtet und nach dem Trocknen mit weißer Acrylfarbe grundiert. Anschließend habe ich mit einem Bleistift eine Skizze der Frau auf die Leinwand gezeichnet und die Umrisse mit schwarzer Acrylfarbe angemalt. Dabei stieß ich bereits auf die erste Herausforderung. Ich hatte einen zu weichen Bleistift verwendet, der sich nur schwer radieren ließ. Daher versuchte ich, die Bleistiftstriche mit Acrylfarbe zu übermalen, um sie zu kaschieren.
Im Verlauf der Arbeit bemerkte ich jedoch schnell, dass die Acrylfarbe nicht genügend Deckkraft hatte. Daher entschied ich mich dafür, mit Ölfarbe weiterzuarbeiten. Im Unterschied zur Acrylfarbe, musste ich zum Verdünnen der Farbe Terpentin statt Wasser verwenden. Das Mischen der Farben war zudem anfangs eine Herausforderung, da ich wenig Erfahrung mit dem Malen von Körpern hatte. Nach mehreren Versuchen gelang es mir jedoch, die Farben richtig zu mischen und begann dann mit dem Schattieren der Figur. Zudem malte ich um den Körper der Frau Wellen, um so den Eindruck zu vermitteln, dass sich ihr Körper unter Wasser befindet. Im Nachhinein fiel mir auf, dass dies auch gut zum Thema "In and Out" gepasst hat. Ein Vorteil der Ölfarbe war zudem ihre langsame Trocknungszeit. Dadurch konnte ich mein Bild über Wochen hinweg leicht überarbeiten. Nachdem ich mit dem Körper der Frau zufrieden war, begann ich mit dem Malen des Gesichts bzw. der Landschaft. Anschließend malte ich den Hintergrund, indem ich mich für einen nebligen Himmel entschied. Es war eine große Freude, sowohl an meinem Abschlussprojekt zu arbeiten als auch meinem Hobby nachzugehen. Die Malerei bzw. künstlerische Tätigkeit an sich ist bereits ein Prozess des "In and Out". Das, was man im Inneren fühlt, denkt und erwartet, wird letztendlich durch das künstlerische Schaffen nach außen präsentiert. Dies soll auch mein Bild ausdrücken und die Betrachterin/ den Betrachter in der Hinsicht zum Nachdenken anregen. 39 OUT
AUßEN PLATTE – INNEN GOLD MAX JANAUSCHEK 40 IN In der Auseinandersetzung mit dem Thema des diessemestrigen Abschlussprojekts, entschied ich mich recht schnell dazu, eine Lampe zu designen. Nach sieben Semestern an der PH habe ich einige Werkstücke fertiggestellt, doch eines stach besonders heraus. Eine schicke kleine Nachttischlampe, die seit ihrer Fertigstellung täglich in Verwendung ist, hat mich motiviert, eine weitere Leuchte zu kreieren. Ich bin ein großer „Upcycling-Fan“ und neben dem Reparieren alter defekter Geräte überlege ich mir gerne, wie Alltagsgegenstände zweckentfremdet werden können. Mein Konzept - Stehlampe - Lampenschirm aus einer alten Vinyl-Platte - Innenseite des Schirms soll vergoldet werden - Standfuß aus Beton, Ständer aus Stahl - ein Gelenk, um den Schirm zu justieren - dimmbare Leuchte Recht schnell hatte ich eine Vorstellung, wie mein Design aussehen könnte, und so fertigte ich meine erste und e i n z i g e S k i z z e a n , w e l c h e d e m E n d p ro d u k t überraschend ähnlich sieht. Bezug zum Projektthema „ IN & OUT“ Menschen folgen Trends. Ein Gegenstand kann „IN“ oder aus der Mode „OUT“ sein. Durch Upcycling können vergessene Utensilien ein zweites Leben erhalten. Oftmals wird ihnen so mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als ihrer ursprünglichen Form. pensionierter Grafiker, spätberufener Pädagoge, grantelnder Wiener & überzeugter Werker
Fertigungsprozess Für das Tiefziehen einer Vinyl-Platte wird ein passender Spannrahmen benötigt. Er besteht aus zwei flachen Holzringen und sechs Torbandschrauben. Die Vinyl-Platte wird zwischen die Holzringe gelegt und der Rahmen verschraubt. Im Backofen wird die Platte bei 120° C erhitzt, um sie weich und dehnbar zu machen. Nach ein paar Minuten kann der Spannrahmen aus dem Ofen entnommen und die Platte bspw. über eine Schüssel gezogen werden. Bereits nach wenigen Sekunden erstarrt das Material und man erhält eine Schüssel aus Vinyl. Die Innenseite des Lampenschirms wird mit Blattgold veredelt. Hierfür wird die Oberfläche mit einer Anlegemilch bestrichen. Nach kurzem Ablüften kann das Blattgold mithilfe eines Pinsels appliziert werden. Der Lampenständer soll filigran, stabil und schwenkbar sein. Grundmaterial ist ein 8mm Rundstahl. Er wird gesägt, geschweißt, geschliffen und lackiert. Die Halterung der Lampenfassung und der Ständer werden separat geschweißt und über eine Schraube verbunden. So kann man die Lampe mit unterschiedlich langen Ständern kombinieren. Meist gibt es nur verzinkt Flügelmuttern und Federringe. Sie können mit kochendem Essig entzinkt und in Rapsöl brüniert werden. So erhält man geschwärzte Variante davon. Um der Lampe möglichst viel Stabilität zu verleihen, habe ich mich für einen Betonsockel entschieden. Als Gussform eignet sich eine Edelstahl- oder Kunststoffschüssel. Der Beton wird angemischt und in die gewünschte Form gegossen. Nachdem er getrocknet ist, kann ein Loch gebohrt und ein Dübel gesetzt werden. Da die Unterseite des Sockels sehr rau sein wird, empfiehlt es sich, sie mit einer Vinyl-Platte zu bekleben und diese anschließend in Form zu schnitzen. Fassung, Kabel, Stecker, Dimmer und Schirm können nun montiert werden und voilà, da steht sie – eine retro, industrial, steampunk Stehlampe. Mein absolutes Highlight – ist das Endprodukt selbst. Obwohl soviele unterschiedliche Techniken angewendet wurden, wirkt die Lampe sehr harmonisch und ihr reduziertes Design trifft genau meinen Geschmack. Mir machten vor allem die mir noch unbekannten Techniken wie, Brünieren, Vergolden und Tiefziehen Spaß. Sie erweitern von nun an mein Repertoire an gestalterischen Fähigkeiten. 41 OUT
MOSAIKTISCH LIVIA SCHENNACH 42 IN Bei dem Thema „In and Out“, hab ich einen Tisch gebaut. Zuerst wurde wild skizziert, und dabei am Papier geschmiert. Ich habe sehr viel Holz zerteilt, gesägt, geschliffen und noch gefeilt. Nun musste ich alles wieder zusammenkleben, sonst wird’s kein Tisch fürs Alltagsleben. Nur aus Holz war mir dann zu fad, vielleicht wird es doch ein Rad? Ich suchte nach neuen Ideen, das Projekt drohte zu stehen. Doch dann kam mir ein Geistesblitz, der Aufwand war jedoch kein Witz. Mosaik soll den Tisch vollenden, dafür will ich Fliesen verwenden. Diese jetzt noch mühsam verlegen, danach Stück für Stück ankleben. Die Fugenmasse schließt alles ab, gut, denn die Zeit wird knapp. Gelernt hab ich viele Sachen, das würd ich gern bald wieder machen. Und ich kann jetzt ganz stolz sagen, selbst einen Tisch gebaut zu haben!
Mein Highlight: Das Arbeiten an einem Tisch, der mich hoffentlich lange begleiten wird und die Freude, wenn etwas gelingt! 43 OUT
EIN GRÜNES ZUHAUSE MELISA NEZIRI 44 IN Meine Erfahrungen beim Bau meines eigenen Pflanzenregals. Während des Semesters standen meine KollegInnen und ich vor der Herausforderung, ein Projekt umzusetzen, w e l c h e s s i c h m i t d e m T h e m a „ I n & o u t “ auseinandersetzte. Diese Aufgabe fand ich jedoch anfangs nicht einfach, da ich das Thema gut umsetzen wollte und ich keinerlei Vorstellungen und Ideen hatte. Meine Interpretation dahinter ist nämlich, dass sich Gegensätzlichkeit zwischen einem geschlossenen Raum und der freien Natur vereinen sollen. Nach langem Überlegen hatte ich doch eine Idee. Ich wollte ein Pflanzenregal für meinen Wintergarten bauen. Ein Wintergarten ist ein geschlossener Raum, der vor den Elementen der Natur schützt, während ein Garten normalerweise im Freien liegt und eine Verbindung zur Natur herstellt. Doch genau diese Kombination aus Innenraum und Garten sollte mein Projekt verkörpern. Dieses Pflanzenregal ist nicht nur ein dekoratives Möbelstück, sondern es soll eine funktionale Rolle im Wintergarten haben. Ich hätte es nicht gedacht, der Bauprozess war zwar herausfordernd, aber definitiv lohnend. Besonders anstrengend fand ich das benötigte Holz zu besorgen. Wöchentlich musste ich zum Obi fahren, um das passende Material auszuwählen. Die Wahl der richtigen Holzart war entscheidend, um sicherzustellen, dass das Pflanzenregal stabil und langlebig sein würde. Herr Professor Buchegger gab mir zahlreiche Tipps, worauf ich beim Kauf des Holzes aufpassen musste. Obwohl ich nicht viel Erfahrung mit technischen Geräten hatte, empfand ich es als lehrreich, im Werkraum mit den verschiedenen Apparaten zu arbeiten. Mein Professor zeigte mir, wie ich die Werkzeuge sicher und effektiv einsetzen konnte.
Während der ganzen Einheiten war mein Professor eine große Unterstützung. Er stand stets hilfsbereit zur Seite und gab mir wertvolle Ratschläge. Er war immer bereit, sein Wissen und seine Erfahrungen mit mir zu teilen. Von der Auswahl der Materialien bis hin zur Konstruktion des Regals war er eine große Unterstützung. Die Tipps, die ich bekam, nahm ich gerne an und setzte sie stets um, damit ich das Beste aus meinem Projekt herausholen konnte. Die Zusammenarbeit im Werkraum mit anderen Studierenden, die ebenfalls an ihren eigenen Projekten arbeiteten, war ebenfalls inspirierend. Wir konnten uns gegenseitig unterstützen, Ideen austauschen und voneinander lernen. L e t z t e n d l i c h w a r d e r B a u p r o z e s s d e s Pflanzenregales nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Lernerfahrung. Meine Fähigkeiten im Umgang mit Holz und Werkzeugen wurden erweitert und ich lernte, wie wichtig es ist, sich gründlich mit den M a t e r i a l i e n u n d d e n A r b e i t s s c h r i t t e n auseinanderzusetzen. Ich bin stolz auf das Ergebnis. Die Erfahrungen, die ich sammelte, waren definitiv wertvoll und sie verdeutlichen mir, dass selbst in begrenzten Räumen ein Stück Natur eingefangen werden kann und dass die Grenzen zwischen Innen und Außen manchmal fließend sind. Mein Highlight: Mit meinem Pflanzenregal habe ich nun endlich das perfekte Möbelstück für meinen Wintergarten. Die Freude am handwerklichen Arbeiten war für mich persönlich das Highlight. 45 OUT
KEYBOARDSTÄNDER AUS ALTEN SKATEBOARD DECKS GEORG GROSSINGER 46 IN In meinem Projekt habe ich aus alten Skateboard Decks einen Keyboardständer gebastelt. Das Thema In & Out spiegelt sich für mich in dem Keyboardständer wieder, da die Skateboards die meistens im Freien benutzt wurden nun in Form eines Möbelstücks in Innenräumen verwendet werden. Es hat jedoch einige Zeit gebraucht, bis ich die Idee dazu hatte. Durch eine Kollegin kam ich schnell auf den Gedanken aus alten Ski eine Sitzbank zu bauen. Meine Begeisterung für das Skateboarden hat mich dann dazu gebracht, das Internet nach SkateboardMöbeln (Möbeln gebaut aus upgecycelten Skateboards) zu durchsuchen. Auf Pinterest wurde ich schnell fündig und fand dort viele tolle Ideen. Unter anderem probierte ich in einem ersten Test eine Idee von dort aus und baute Wandhaken aus einem kleinen Skateboard Deck. Da diese Wandhaken schnell fertig waren und ich außerdem eine eigene Idee umsetzen wollte, beschloss ich etwas zu bauen, was ich wirklich gut gebrauchen könnte. Da ich schon sehr lange ein Keyboard besitze, allerdings ohne passenden Ständer und es daher immer auf einem S c h r e i b t i s c h l i e g t , w o l l t e i c h d a h e r e i n e n Keyboardständer basteln. Dabei war mir wichtig, dass man die Höhe des Keyboardständers verändern kann und dass man ihn zusammenlegen kann. An meinem ersten Karton Projekt tüftelte ich so lange herum, bis ich diese Anforderungen für umsetzbar hielt. Dieses Kartonmodell hat mir echt unfassbar viel bei der Planung geholfen. Die Maße rechnete ich dann mit Hilfe von Skizzen aus. Es dauerte allerdings noch etwas, bis ich mich endlich an die Arbeit machen konnte, da ich noch genügend alte Skateboard Decks sammeln musste. Zum Glück bekam ich beim Bluetomato einen Stapel alte Skatedecks. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal beim netten Verkäufer bedanken, der mir die Decks einfach so gab. Die meisten Bretter waren zwar
gebrochen, doch das war mir egal, da ich eh nie ein ganzes Deck brauchte sondern den Ständer mit Hilfe von Steckverbindungen bauen wollte. Endlich konnte mich an die Arbeit machen. Meine erste Hürde war das Entfernen der Griptapes, da diese zwar ganz gut mit einem Powerföhn und einer Spachtel runter gingen, doch bei einige Boards Kleberückstände blieben, die nur mühsam zu entfernen waren. Eine weitere Schwierigkeit stellte das Einzeichnen für den Zuschnitt dar, die die Boards leicht gewölbt sind und man dadurch Messlatten nicht gut anlegen kann. Daher wurden die Schnitte nicht perfekt aber zumindest ausreichend. Der Ständer besteht aus insgesamt 8 Skateboard Decks, die man zu zwei Verstrebungen zusammenstecken kann. Die untersten Boards sind mit einem Scharnier verschraubt. Mit Hilfe eines Seils, welches mehrere Knoten besitzt kann man die Winkel der Verstrebungen verstellen und so die Höhe des Ständers ändern. Da ich nicht wollte, dass das Keyboard auf der Holzkannte aufliegt, habe ich die alten Skateboardwheels aufgesteckt. Fazit: Der Keyboardständer ist nicht der praktischste, funktioniert aber und sieht dabei nicht so schlecht aus. Mein Highlight: Mein persönliches Highlight an diesem Projekt ist die Freude daran, alten Dingen eine neue Funktion zu geben. 47 OUT
OCEAN INSIDE VANESSA JANAK 48 IN „Weniger Plastik ist Meer.“ Da mich das Meer schon immer fasziniert und ich es immer wieder in meinen Werkstücken zum Thema mache, wollte ich auch beim Abschlussprojekt etwas Passendes dazu machen. Zu Beginn habe ich ein großes Stück Samtstoff rund zugeschnitten und mithilfe von angenähten Schlaufen und einer Kordel entstand ein Sack. Dieser erste Schritt war eine größere Herausforderung für mich und ich musste den Stoff ein zweites Mal kaufen, da mir das Nähen des Saumes nicht so gut gelungen ist. Beim zweiten Versuch habe ich dann das runde Stoffstück versäubert, anstatt zu versäumen. Meine Meereswelt verbirgt sich in der Innenseite des Sackes. Einerseits bietet er ein gutes Transportmittel, andererseits wird er beim Ausbreiten, durch das samtige Blau, zum Gewässer. Für die Meeresbewohner habe ich mir folgende Lebewesen ausgesucht: Fische, Korallen, Muscheln, einen Delfin, eine Schildkröte, ein Seepferdchen, einen Seestern und zwei Oktopusse. Da ich mein Projekt im Schwerpunkt textiles Werken gemacht habe, wählte ich Häkeln und Nähen als meine Haupttechniken aus. Beim Häkeln kam im Speziellen das hyperbolische Häkeln bei den Korallen zum Einsatz. Meine Schildkröte nähte ich mithilfe von Patchwork zusammen. Am einfachsten waren die Oktopusse und die Korallen, diese konnten auch schnell fertiggestellt werden. Am schwierigsten waren meiner Meinung nach die Schildkröte und das Seepferdchen. Bei der Schildkröte mussten zuerst alle einzelnen Teile zusammengenäht werden, bevor der obere Panzer mit der Unterseite vernäht werden konnte. Beim Seepferdchen lernte ich viel Neues dazu, da ich davor nicht wusste, wie ich einen Fadenring häkle. Vor dem Nähen des Delfins hatte ich bisschen Bedenken, da ich ihn nicht aus Stoff gemacht habe, sondern aus Plastik
und ich wollte keine Nähmaschine kaputt machen, aber es funktionierte erstaunlich gut. Eine weitere Herausforderung für mich war, das Herausfinden eines passenden Maßstabs, da ich kein Lebewesen zu groß oder zu klein machen wollte. Leider werden die Meere immer mehr verschmutzt und um die Realität in meinem Projekt widerzuspiegeln, habe ich Obstnetze, Plastikstöpsel und kleine Glasflaschen gesammelt, um sie in meinem Meer schwimmen zu lassen. Ich wollte auch etwas herstellen, das ich später in meiner Klasse verwenden kann und da meiner Meinung nach die Verschmutzung der Umwelt als Thema sehr wichtig ist, kann ich mir sehr gut vorstellen in einer Einheit den Sack mit seinem Inhalt mitzunehmen und mit den Kindern die Verschmutzung der Ozeane zu besprechen. Mein Highlight: Mein persönliches H i g h l i g h t w a r, a l s i c h a l l e Werkstücke auflegte und meine Meereswelt zum Vorschein kam. Ab diesem Zeitpunkt merkte ich, wie viel Spaß mir es gemacht hat neue Techniken kennengelernt zu haben. 49 OUT
DER BLICK NACH DRAUßEN YAGMUR YALCIN 50 IN Im Rahmen des aktuellen Semesters freue ich mich, mein Projekt präsentieren zu dürfen. Inspiriert vom Semesterthema "IN&OUT" habe ich meine Kunstwerke geschaffen, um die Verbindung zwischen uns als Individuen und der Welt um uns herum zu erkunden. In einer Zeit, in der wir häufig eingesperrt und isoliert sind, bleiben uns oft nur unsere Gedanken und unsere Vorstellungskraft, um uns mit der Außenwelt zu verbinden. Durch mein Projekt möchte ich diese Verbindung darstellen, indem ich die Perspektive des Betrachters durch ein Fenster nach draußen visualisiere. Die beiden von mir gestalteten Leinwände sollen den Betrachter in eine andere Welt entführen und ihm Raum für seine eigene Fantasie geben, um die dargestellte Szene zu erkunden. Ich hoffe, dass meine Kunstwerke dazu beitragen, die Verbindung zwischen Mensch und Natur zu stärken und uns daran zu erinnern, wie wichtig es ist, sich mit der Welt um uns herum zu verbinden. Für die Umsetzung meiner Idee habe ich Acryl- und Wasserfarben verwendet, um den Effekt von Licht und Tiefe in meinen Gemälden zu erzeugen. Durch den Aufbau verschiedener Farbschichten und Texturen ist es mir gelungen, eine Darstellung der Natur zu schaffen, die dennoch eine gewisse Abstraktion beibehält. Die Fensteröffnungen auf den Leinwänden ermöglichen dem Betrachter einen Blick auf das Meer, welches ich bewusst als zentrales Motiv gewählt habe. Das Meer symbolisiert für mich eine unendliche Weite und Freiheit, die in unserer hektischen Welt oft verloren geht. Es erinnert uns daran, dass es jenseits unserer alltäglichen Routine eine Welt gibt, die es zu erkunden