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Abschlussprojekte Kreativität Katalog Sommer 23 In&Out

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Published by w.weinlich, 2023-06-11 14:53:11

Abschlussprojekte IN & OUT

Abschlussprojekte Kreativität Katalog Sommer 23 In&Out

und zu schätzen gilt. Die sanften Wellen und lebendigen Farben des Meeres sollen beim Betrachter ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit hervorrufen. Sie laden dazu ein, für einen Moment innezuhalten und den Blick nach draußen zu richten. Durch das Fenster betrachtet, eröffnet sich dem Betrachter eine Szenerie, die zum Träumen und Entdecken einlädt. Die lebendige Natur wird zu einem Ort des Rückzugs, an dem man dem Alltag entfliehen und neue Energien tanken kann. Meine Leinwände bieten dem Betrachter die Möglichkeit, sich in diese Fantasiewelt hineinzuversetzen und eigene Geschichten und Gedanken zu entwickeln. Ich hoffe, dass meine Kunstwerke die Betrachter dazu ermutigen, eine Verbindung zur Natur herzustellen und sich bewusst zu werden, wie wichtig es ist, den Blick nach außen zu richten. In unserer hektischen und von Technologie geprägten Welt ist es von essentieller Bedeutung, die natürliche Schönheit und die Wunder unserer Umgebung zu schätzen. Indem wir uns mit der Natur verbinden, können wir unsere Sinne wiederbeleben und eine tiefere Verbundenheit zu unserer Umwelt aufbauen. Das Highlight meines Projekts war definitiv die Malerei, da ich nach einer langen Zeit endlich wieder die Möglichkeit hatte, kreativ zu sein und mich voll und ganz in der Malerei auszudrücken. Es war eine wunderbare Gelegenheit, mich künstlerisch auszutoben und meine Leidenschaft für das Malen wiederzuentdecken. 51 OUT


TWO SIDES. IRMA HODZIC 52 IN Ein Kleidungsstück mit zwei Seiten, the INside and the OUTside! Dies war mein erster Gedanke bei der B e k a n n t g a b e d e s T h e m a s . D a s T h e m a d e s Abschlussprojekts habe ich mit meiner Persönlichkeit, meiner Herkunft und meiner Liebe zu Textilien verbunden. Meine Umsetzung, ein Gilet, welches von i n n e n m e i n e H e r k u n f t , d i e V i e l f a l t m e i n e r Familiengeschichte und meine Persönlichkeit wiederspielt und von außen, das, was meistens im alltäglichen Leben äußerlich ersichtlich ist. Zunächst habe ich meine Ideen skizziert und mir Gedanken zu dem Schnittmuster und der Gestaltung gemacht. Nach einigen Fehlversuchen konnte ich meine Idee umsetzen. B e i d e r W a h l d e s M a t e r i a l s l a g m i r d e r Nachhaltigkeitsaspekt besonders am Herzen. Ich wollte unbedingt Textilien wiederverwenden, da es weltweit genug an Stoffen und Materialien gibt, die ein zweite Chance verdienen. Deshalb entschied ich mich dazu, Textilien zu verwenden, die meine Freunde und Familienangehörige aus Bosnien und Herzegowina, meiner Herkunft, nicht mehr benötigten. Diese Wahl ermöglichte es mir nicht nur, den Aspekt der Nachhaltigkeit in mein Projekt zu integrieren, sondern auch eine Verbindung zu wichtigen Menschen in meinem Leben herzustellen und sie in das Projekt miteinzubeziehen. Im Zusammenhang mit der textilen Gestaltung habe ich mich mit einer Vielzahl von Techniken auseinandergesetzt und neue Fertigkeiten erlernt. Einerseits habe ich das Kleidungsstück genäht und andererseits habe ich gehäkelte und gestickte Musterelemente hinzugefügt. Dabei gab es viele Herausforderungen bei der Umsetzung meiner Ideen und beim Umgang mit den unterschiedlichen Stoffen. Die Mustergestaltung und die Farbanordnung basierten auf meiner Recherche, welche ich in Bosnien und


Herzegowina nach meiner Ideenfindung unternommen habe. Ich habe traditionelle Kilims (bosanski ćilim), Decken, handwerkliche Gegenstände und Kleidungsstücke näher analysiert. Diese traditionellen Textilien dienten als inspirierende Quellen für die Muster und Motive, die mein Gilet beinhaltet. Ich habe geometrischen Formen, lebendigen Farbkombinationen und Symbole der Kilims in die Gestaltung integriert. Die Verwendung dieser Materialien als Grundlage für die Musterung hatte eine tiefere Bedeutung für mich. Sie repräsentierten nicht nur meine Herkunft und kulturelle Verbundenheit, sondern auch meine Wertschätzung für Handwerkskunst und die Geschichten, die die Textilien erzählen können. Indem ich diese traditionellen Elemente in mein Abschlussprojekt einfließen ließ, schuf ich eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen meiner persönlichen Geschichte und meiner Leidenschaft für zeitgenössische Textilgestaltung. Das Besondere an diesem Gilet ist seine Vielseitigkeit. Es kann auf zwei verschiedene Arten getragen werden: Mit der neutralen Seite nach außen, was die äußerliche Darstellung im alltäglichen Leben repräsentiert. Oder aber man dreht es um, sodass das Innere nach außen gekehrt wird. Auf diese Weise zeige ich einen Teil meiner selbst, meine Herkunft und meine Persönlichkeit, die oft hinter den äußeren Erscheinungen verborgen bleiben. Für mich persönlich stellt dieses Projekt eine tiefgründige Umsetzung des Themas "In and Out" dar. Es ist eine Verbindung zwischen meiner individuellen Interpretation und der künstlerischen Darstellung eines Teils meiner Herkunft. Mein persönliches Highlight war mein Kleidungsstück anziehen zu können. 53 OUT


KONTINENTEN-TEPPICH IMAN ATAMESH 54 IN Als Abschlussprojektthema habe ich mich für einen Kontinenten-Teppich entschieden. Dieses einzigartige Projekt kombiniert künstlerische Kreativität und pädagogische Elemente. Der Kontinenten-Teppich ist ein pädagogisches Werkzeug, welches Kindern und Erwachsenen eine unterhaltsame Möglichkeit bietet, die Kontinente der Welt zu erkunden und mehr über die vielfältigen Kulturen und Geografie unserer Erde zu erfahren. Beschreibung des Kontinenten-Teppichs: Der Kontinenten-Teppich ist ein handgefertigter Teppich aus bunten Stoffen, der die verschiedenen Kontinente der Welt darstellt. Der Teppich besteht aus recycelten Textilien, die sowohl langlebig als auch angenehm anzufassen sind. Interaktive Elemente: Was den Kontinenten-Teppich besonders einzigartig macht, sind die eingebauten interaktiven Elemente. Jeder Kontinent ist mit einem Klettverschluss ausgestattet, mit dem man den einzelnen Kontinenten anheften und entfernen kann. Der Kontinenten-Teppich schafft so eine interaktive und immersive Lernerfahrung, die sowohl visuell ansprechend als auch informativ ist. Pädagogischer Wert: Das Abschlussprojekt "Kontinenten-Teppich" hat für mich als angehende Lehrperson einen hohen pädagogischen Wert. Durch die Verwendung des Teppichs können Kinder spielerisch lernen und ihr Wissen über die Welt erweitern. Der Teppich fördert das geografische Verständnis und die kulturelle Sensibilität, indem er die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Menschen, Kulturen und Umgebungen lenkt. Darüber hinaus können Lehrer den Kontinenten-Teppich als lehrreiches Werkzeug in Klassenzimmern und Bildungseinrichtungen einsetzen, um interaktive Unterrichtsstunden zu gestalten und das Interesse der SchülerInnen zum Thema Geografie zu wecken.


Das Highlight: -Nun kann ich endgültig alleine mit der Nähmaschine arbeiten.. -Die Einheiten des Faches mit meinen Kollegen waren sehr lustig und wirkten sehr entspannend auf mich. 55 OUT


LESEBAUM/ NACHTTISCHLAMPE MAYA MUILERMAN 56 IN Aus dem vorgegebenen Projekt-Themenrahmen IN & OUT entstand meine Idee einen sogenannten „Lesebaum“ anzufertigen. Der „Lesebaum“ kann als Tischlämpchen zum gemütlichen Lesen, aber auch als stimmungsvolles Nachttischlicht genutzt werden. Für die Umsetzung nutzte ich Naturmaterialien aus dem Außenbereich und setzte diese für ein Projekt für den Innenbereich ein. Der Herstellungsprozess erfolgte nach folgendem Ablauf: Den Minibaumstamm aus Korkenzieherhaselästen schnitt ich zunächst mit einer Gartenschere in kleinere Teile. Diese wurden mithilfe von Heißkleberflüssigkeit zusammenklebt und anschließend mit mehreren verschiedenfarbigen Garnen umwickelt. Als nächstes wurden die Äste mit einer LED-Lichterkette geschmückt. Im Zeitraum Mai pflückte ich zahlreiche Blütenblätter von Zierkirschbäumen und anderen blühenden Bäumen und Sträuchern. Die Blüten wurden in Zeitungen und Büchern über einen Monat lang hinweg getrocknet. Nach dem Trocknen wurden die Blütenblätter mit Epoxidharz veredelt. Dazu wurde Epoxidharz im Verhältnis 1:1 gemischt und zusammen mit den getrockneten Blumen in Silikonformen gegossen. Nach mehr als 24 Stunden war das Epoxidharz getrocknet und die Blütenanhänger konnten den Silikonformen entnommen werden. Auch hierbei wurde das Thema „IN & OUT“ erneut berücksichtigt. Die Blumen aus dem Außenbereich wurden mit einem Harz in einen Innenbereich eingeschlossen.


Um dem Lesebaum noch etwas farbenfroher zu gestalten, nutzte ich Füllwatte. Die Füllwatte wurde mit Wassermalfarbe gefärbt und anschließend mit Heißkleberflüssigkeit auf die Korkenzieherhaseläste befestigt. Zu guter Letzt benötigte ich noch eine Platte, worauf der Lesebaum positioniert werden sollte. Die Holzspannplatte wurde mit einer Dekupiersäge ausgesägt, lackiert u n d m i t w e i t e r e n g e t r o c k n e t e n Blütenblättern verziert. Der Lesebaum w u r d e a n s c h l i e ß e n d m i t Heißkleberflüssigkeit auf die runde Holzplatte geklebt. Et voilà – der Lesebaum ist fertig und bereit, um einem ausgewählten Raum, ein stimmungsvolles Ambiente zu verleihen. Das Highlight: das Arbeiten mit Epoxidharz 57 OUT


MAKRAMEE LAMPENSCHIRM SARAH SANDHOFER 58 IN Freiheit, warmes Wetter, Meer und Gemütlichkeit– dies verbinde ich mit meinem Werkstück. Aber wieso das? Durch meine vielen Reisen durch die ganze Welt bin ich an die verschiedensten Orte gereist und habe viel, also ich meine wirklich viel, unterschiedliche Einrichtungsstile gesehen. Angesprochen hat mich immer am meisten dieser „Boho-Minimal-Nature-Style“. Dieser beinhaltete a u s n a h m s l o s i m m e r E i n r i c h t u n g s - o d e r Dekorationsgegenstände in Naturmaterialien. Ich habe mich nun gefragt, wie ich dieses Gefühl von Freiheit, aber auch Gemütlichkeit zu mir Nachhause bringen kann. Mein Ziel war es also etwas herzustellen, wo ich die Ferne und die Nähe, das Außen und das Innen spüren kann. Ich habe mich also dazu entschieden mit Makramee zu arbeiten, weil das Material durch seine gedeckte beige Farbe der Natur sehr nahekommt. Zudem benötigt man für ein Werkstück mit Makramee nicht Unmenge an verschiedenen Materialien und Werkzeugen und kann gleichzeitig mit seinen Händen etwas wunderbares schaffen. Die Frage wie ich diese großartige Knüpftechnik anders verwende als bei Wandbehängen und Blumenampel, hat sich bei meiner Recherche schnell selbst beantwortet. Ich wolle einen Gegenstand gestalten, der sehr zentral in meiner Wohnung ist und einen großen Blickfang darstellt. Nichts hätte sich dazu besser geeignet als meine große Bogenlampe im Wohnzimmer, auf die meistens der erste Blick fällt. Gottseidank war diese vom schwedischen Möbelriesen u n d h a t t e s o m i t g e n o r m t e M a ß e b e i d e n Lampenschirmen. Ich ging also in das bekannte Möbelhaus und holte mir eine Lampe in der gewünschten Größe, mit dem Hintergedanken mit dem Innenleben dieser zu schnappen. Wenn mich meine Liebsten in drei Worten beschreiben müssten, wäre es wahrscheinlich: authentisch, smart und immer unterwegs. Ich bin eine sehr offene, lustige und ehrliche Person, die sofort auf neue Menschen zugehen kann und schnell Freundschaften schließt. Bekannt bin ich nicht nur durch meine „Minimal-Maximal Einstellung“, sondern auch durch meine Reisen. Wenn nur gerade 5 Tage frei sind und das Geld ausreicht, schippere ich immer irgendwo in der Weltgeschichte herum. Dort draußen ist mein Zuhause. Und wenn ich gerade nicht unterwegs bin, verbringe ich meine Zeit irgendwo zwischen Wien, Oberösterreich und Flohmärkten.


Gesagt, getan - habe ich das Äußere der Lampe entfernt und nur die Lampenschirmbefestigung – also einen weißen Metallring – genommen. Nun habe ich dort 86 Schnüre befestigt und begonnen zu knüpfen. Ich habe mich dabei für einen Kreuzknoten entschieden und danach für Schlingknoten, die Blumenformen sollten. Zum Schluss habe ich noch Holzperlen befestigt, um den Lampenschirm wunderbar abzuschließen. Die Lampe hängt nun zentral in meinem Wohnzimmer und darf jeden Tag von mir bestaunt werden. Das persönliche Highlight war für mich mein kreatives Ausleben und das freie Gestalten des Projektes. 59 OUT


MAXI MITTENDRIN JUTTA JODLBAUER 60 IN Als ich mich fürs Abschlussprojekt angemeldet habe, wusste ich gleich, dass ich die Gelegenheit nutzen möchte, ein Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren. Nachdem uns das Thema „In and Out“ präsentiert wurde, war ich im ersten Moment allerdings völlig ideen- und planlos. Doch dann war mir schnell klar, dass mein Buch ein INklusionsthema behandeln soll. Hierzu hatte ich schnell einige Ideen. Ideen, die ich eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auch noch aufgreifen werde. Im Endeffekt habe ich mich dazu entschieden, einen Entwurf eines Kinderbuches zu überarbeiten, an dem ich bereits zuvor gearbeitet habe und welches mir sehr am Herzen liegt. So habe ich die alten Bildentwürfe und den alten Text als Storyboard genutzt, die Bilder neugestaltet und mit weiteren Bildern und Textpassagen ergänzt, so dass im Endeffekt ein Projekt herausgekommen ist, mit dem ich – trotz meiner hohen Ansprüche an mich selbst – weitgehend zufrieden bin und welches ich nun bereit bin in dieser Form auch drucken zu lassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Maxi Mittendrin“ erzählt die Geschichte unseres Sohnes Maximilian, der mit seinem zusätzlichen Chromosom viel Freude, Dynamik, Arbeit und Farbe in unser Leben bringt. In meinem Buch habe ich versucht, kindgerecht zu erklären, was Trisomie 21 ist, wie sich Maxis 47. Chromosom auf seine Entwicklung auswirkt und dass alle Menschen – so unterschiedlich sie auch sein mögen – einzigartig und wunderbar sind. Die Illustrationen für mein Buch habe ich erst mit Bleistift und Fineliner gezeichnet und anschließend mit Aquarelle-Farben koloriert. Hierbei habe ich einige Zeichnungen wieder verworfen, mit Farben und, Größe und Perspektiven experimentiert. Nachdem ich einigermaßen zufrieden mit meinen Ergebnissen war,


kam die nächste Hürde – durch das Einscannen der Bilder kamen die Farben nicht so zur Geltung, wie ich es mir erhofft hatte. Dank Procreate konnte ich meine Illustrationen dann trotz mangelnden technischen Wissens nachbearbeiten und mein Buchprojekt nach umfangreicher Beratung und Unterstützung durch den mich bei meinem Abschlussprojekt betreuenden Professor auch in Druck gehen lassen. Nun warte ich gespannt auf meinen Probedruck (dessen Ankunft sich zunächst aufgrund von Druckschwierigkeiten beim Verlag und anschließend aufgrund fehlender Topnummer bei der Adressangabe nun schon zum zweiten Mal verzögert) und hoffe sehr, mein Buch am Tag unserer Abschlusspräsentationen bereits in Händen halten zu dürfen und freue mich vor allem auf den Moment, in dem meine Kinder sich selbst in dem Buch sehen und wiedererkennen. Das Arbeiten am Projekt hat mir wieder erneut gezeigt, wie glücklich ich darüber bin, mich im Studium für den Kreativzweig entschieden zu haben. Dass ich die Möglichkeit habe, im Rahmen des Studiums Objekte zu erschaffen und Produkte zu gestalten, bei denen ich meine eigene Kreativität ausleben kann, mildert so manch anderes Ärgernis, welches im Rahmen des Studiums aufkommt und erfüllt mich mit Freude. Zwar habe ich sehr viel Zeit und Energie in mein Projekt gesteckt – doch hatte ich dabei unglaublich viel Lust und Freude und bin nun schon sehr gespannt auf die Abschlussprojekte meiner Studienkolleg*innen und freue mich, diese im Rahmen des Sommerfestes bestaunen zu dürfen und mit meinen Kolleg*innen auf ein gelungenes Studiensemester und die bevorstehenden, wohlverdienten Sommerferien anzustoßen! Mein Highlight: Unseren Kindern, die fertigen Bilder zeigen zu können 61 OUT


GEFANGEN IN FARBEN: OBSTFOTOGRAFIE ZELIHA KOCAK 62 IN Als wir das Thema "In & Out" für unser Abschlussprojekt bekamen, kamen mir viele Ideen in den Sinn. Ich konnte mich jedoch nicht entscheiden, welches Thema ich für mein Abschlussprojekt wählen sollte. Schließlich wurde mir klar, dass Obstfotografie mir großen Spaß machen würde, da ich auch in meiner Freizeit gerne fotografiere. In meinem Abschlussprojekt habe ich mich der faszinierenden Welt der Obstfotografie gewidmet und eine künstlerische Reise in die atemberaubenden Farben und Formen des Obstes unternommen. Unter dem Titel "Gefangen in Farben: Obstfotografie" möchte ich dir zeigen, wie ich durch den Einsatz meiner Kamera die visuelle Pracht des Obstes eingefangen habe und eine Hommage an die Schönheit der Natur erschaffen habe. Die Farbpalette des Obstes Tauche mit mir ein in die unendliche Farbenvielfalt des Obstes. Von leuchtenden Rottönen bis hin zu sanften Grüntönen und brillanten Gelb- und Orangetönen werden wir die intensiven Farben des Obstes erkunden und durch meine Fotografien zum Leben erwecken. Die Kunst der Komposition Durch geschickte Komposition habe ich die natürlichen Formen und Texturen des Obstes in den Mittelpunkt meiner Aufnahmen gerückt. Ich habe verschiedene Techniken der Anordnung und Inszenierung verwendet, um ästhetisch ansprechende und ausdrucksstarke Bilder zu schaffen. Das Spiel von Licht und Schatten Die richtige Beleuchtung ist von entscheidender Bedeutung, um die Schönheit des Obstes zu betonen. Deshalb habe ich mich intensiv mit dem Zusammenspiel


von Licht und Schatten auseinandergesetzt, um durch gezieltes Lichtsetzen die Stimmung meiner Aufnahmen beeinflussen zu können. Die Natur als Muse In meiner Arbeit habe ich nicht nur die ästhetische Seite des Obstes erfasst, sondern auch die tiefe Verbundenheit zwischen Natur und Kunst zum Ausdruck gebracht. Ich möchte zeigen, wie Obst nicht nur ein Genuss für den Gaumen ist, sondern auch eine Quelle der Inspiration für unsere künstlerischen Ausdrucksformen darstellt. "Gefangen in Farben: Obstfotografie" lädt dich ein, mit mir auf eine visuelle Reise einzutauchen und die faszinierende Schönheit des Obstes zu erleben. Durch meine fotografische Kunst möchte ich dir eine neue Perspektive auf das Obst eröffnen und deine Sinne mit den lebendigen Farben und Formen begeistern. Komm mit mir und lass dich von meiner künstlerischen Erkundung der Obstfotografie verzaubern. Mein Highlight: - Entdeckung der Vielfalt - Kreatives Experimentieren - Natürliche Details 63 OUT


THINGS ARE DIFFERENT ANJA KRIECHHAMMER 64 IN Ich habe lange Zeit überlegt, was ich für das Abschlussprojekt machen möchte. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden, das Projekt mit meiner Leidenschaft zu verknüpfen – dem Tanzen! Ich tanze schon seit einigen Jahren Standard- und Lateintanz, war bei Walzerformationen und einer Lateinformation dabei und seit dem vorigen Semester begeistere ich mich auch für Contemporary Dance. Was ich aber noch nie getan habe, war, mir meine eigene Choreographie auszudenken. Challenge accepted! Doch zuerst braucht man Musik. Und ein Thema. Anfänglich wollte ich noch selbst mithilfe des Programms LMMS ein eigenes Musikstück kreieren - ohne Text, denn das fällt mir recht schwer. Nach einigen Versuchen musste ich mir aber eingestehen, dass ich mit den Resultaten mehr als unzufrieden war. Also griff ich zur Gitarre und beschloss, mich doch dem klassischen Songwriting zu widmen. Aber worüber schreiben? Ich wusste, es sollte ein Paartanz werden. Außerdem soll es von der Beziehung und den Schwierigkeiten zwischen zwei Menschen handeln. Möchte ich über meine vergangenen Liebesbeziehungen schreiben? Nein. Ist mir für diesen Anlass viel zu kitschig und unoriginell (nicht, dass grundsätzlich etwas daran auszusetzen wäre). Außerdem bin ich zu stolz, dass irgendwelche meiner ehemaligen Liebesdramen so viel Aufmerksamkeit bekommen. Eines nachts nach einem langen Tag an der PH kam mir dann ein Gedanke und so fing ich an zu schreiben. Nach mehreren Anläufen in den vergangenen Tagen hatte ich nun endlich meinen Text. Dieser handelte aber nicht von einer klassisch romantischen Liebesbeziehung, sondern meinem Erasmus-Semester im vergangenen Jahr. Nicht wissen, was erwarten.


Neues Land, neue Stadt. Die Reise gerade erst am Starten, bin ich’s schon wieder satt. Alles neu, nichts ist bekannt. Wie das wohl wird, bin ich gespannt. Dann ging’s so schnell. Zum ersten Mal gesehen, es macht Klick. Ein „Hallo“. Neue Freunde, neues Glück. Auf Entdeckungstouren gehen. Alles toll, bin aufgeregt. Die Welt mit neuen Augen sehen, in mein Herz hineingeprägt. Dann ging’s so schnell. Uns jeden Tag gesehen, alles perfekt. Ein „Wie geht’s?“ Fühl mich geborgen, Wohlfühleffekt. Die Zeit vergeht, man lebt sich ein. Kann’s so nicht für immer sein. Ich fürchte mich vor morgen. Auf das „Hallo“ folgt ein „Tschüss.“ Davor hab‘ ich richtig Schiss. Dann ging’s so schnell. Zum letzten Mal gesehen, haben’s gehasst. Ein „Auf Wiedersehen.“ Waren hier halt doch nur Gast. 65 OUT


Das Gedicht steht für sich. Nachdem ich Feedback von meinen Studienkolleg*innen und meiner Mentorin bekommen hatte, stand für mich fest, dass es auch dabei bleiben sollte und ich den Text nicht mit Musik und Tanz zeitgleich präsentieren möchte. Stattdessen soll nach dem Vortrag ein Tanz folgen, wobei ich hierfür ein bereits vorhandenes Lied verwenden durfte. Auch hierfür habe ich lange nach dem richtigen Song und dem passenden Tanzstil gesucht und mich schließlich für „Things are different“ von „Picture This“ entschieden. Für mich beschreibt der Liedtext perfekt das Leben nach dem Erasmus. Ich vermute, dass viele mit der grundlegenden Thematik etwas anfangen können. Dafür muss man kein Auslangssemester gemacht haben. In meinem Fall kann ich nur sagen, dass ich eine erlebnisreiche, prägende und zumeist auch sehr schöne Zeit in Belgien erleben und ein paar sehr innige Freundschaften schließen durfte. Darum war mir der Abschied besonders schwergefallen, denn dieser ist nun mal Teil eines Erasmus. Man macht sich unendlich viele Gedanken darüber, wie es weitergehen wird. Schafft man es, in Kontakt zu bleiben und kommt man damit klar, dass die Personen zu ihrem „eigentlichen“ Leben zurückkehren – ist dieses doch manchmal ganz anders und demnach verändert sich das Verhalten der Menschen. Nach fast einem Jahr kann ich sagen, dass ich mit dem heutigen Stand absolut hinter den Liedzeilen stehe: „Some of us will drift apart, while others stay together“ und „Just ‚cause things are different, don’t mean anything has changed.“ Ich beginne den Tanz alleine mit Elementen aus Contemporary Dance, so wie ich es jetzt im Grunde genommen auch bin – war ich doch die einzige Person aus Österreich in meinem Umfeld. Nach einer Weile kommt mein langjähriger guter Freund und Tanzpartner Tobi auf die Bühne und stellt mit mir das Wiedersehen nach einer großen Pause dar. Dazu nutzen wir den Disco Fox mit ein paar Figuren aus dem Jive und der Rumba. Schlussendlich müssen wir uns aber wieder verabschieden, leben ich und meine Erasmusfreund*innen ja auch alle verteilt in verschiedenen Ländern. Bis man sich in der Zukunft wieder sieht! Für das Projekt haben Tobi und ich auch ein Video zu dem Tanz gedreht, wobei mein Bruder Martin die Kameraführung übernommen hat. Das Endresultat kann sich sehen lassen und wird ebenso bei der Präsentation ausgestellt.


Mein Highlight: Ich hatte mehrere persönliche Highlights. Ich hatte zum ersten Mal ein Gedicht verfasst und gleich so viel positives Feedback bekommen, dass ich Lust auf mehr bekommen hab. Ich dachte eigentlich immer, dichten liegt mir nicht besonders. Des Weiteren natürlich das Tanzen mit To b i . M a n m e r k t , w i r s i n d e i n eingespieltes Team und haben schon so viel gemeinsame Tanzerfahrung, sodass ich beim Üben ganz aufgeregt wurde, weil ich wusste, wir erschaffen gerade etwas richtig Tolles. Und zu guter Letzt die vielen positiven Rückmeldungen von Freunden und Verwandten. Ich habe ja doch mehrmals entweder mein Gedicht zum Üben anderen vorgetragen oder das fertige Video hergezeigt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man mit etwas selbst erschaffenem andere berühren kann. - Positive Resonanz https://youtu.be/mbaQ7iCCako#


DER LEUCHTENDE WELTRAUM IETEMAD ATTA 68 IN In and out – das kann alles sein! Ich musste dabei sofort an das Universum denken. Ich habe mir vorgestellt, wie man aus der Erde hinauszoomt und wieder hineinzoomt. „Was sehe ich beim Zoom-out und was beim Zoom-in?“; „Was ist auf der Erde zu sehen und was ist im Weltall zu sehen?“ Die Idee hat mir zwar gut gefallen, aber mir war nicht klar, wie ich diese am besten umsetzten könnte. Nach langem Überlegen entschied ich mich für ein Weltallbild, auf dem man Planeten und Sterne sehen kann. Da ich auch leidenschaftlich gerne sticke, war mir auch gleich klar, welche Technik ich auf jeden Fall verwenden würde. Durch einige Inspirationen aus dem Internet entwickelte sich bei mir auch die Idee etwas Neues zu probieren – das Kombinieren von Sticken mit Wasserfarben. Mit diesen Gedanken zeichnete ich einige kleine Skizzen, um mir ein gutes Bild zur Arbeit machen zu können. Dabei teilte ich das Motto in „In“ und in „Out“ auf. – „Was ist „In“ und was ist „Out“?“ In: Die Erde bezieht sich auf uns Menschen, die auf der Erde leben und alles, was in unserer näheren Umgebung zu sehen ist. Out: Alles, was sich außerhalb der Erde befindet – Sterne, andere Planeten, Meteoriten etc. Nachdem ich mir alles auf einer kleineren Skizze fixiert hatte, erstellte ich auf zwei A3 Blättern eine große Skizze, um das Gezeichnete auf den Stoff zu übertragen. Hierfür h a b e i c h e i n e n G l a s t i s c h , L E D -St ra h l e r u n d Schneiderkreide verwendet. Als Nächstes begann ich mit der Erde, die unten rechts auf der Arbeit zu sehen ist. Hierzu verwendete ich den Füllstich mit verschiedenen Farbtönen der Farben Beige


und Grün für die Landschaften. Für die Meere rundherum arbeitete ich mit weißen und blauen Wasserfarben. Damit sich die Farbe nicht zu sehr auf dem Stoff verbreitete, schmierte ich ein wasserfestes Mittel auf den Stoff um den Planeten herum. Für den anderen Planeten verwendete ich dieselben Techniken der Erde, jedoch nur umgekehrt. 90 % des Planeten ist mit Wasserfarben gefüllt. Für den Rest verwendete ich einige Füllstiche zum Verzieren. Auch hier habe ich ein wasserfestes Mittel verwendet. Die Sterne im Weltraum bestehen aus kleinen LED-Lichtern, die auf dem dunkelblauen Stoff sehr gut zu sehen sind. Dazu hätte ich eigentlich eine Prickelnadel gebraucht, um ein Loch in den Stoff zu machen. Da ich aber keine besitze, war ich gezwungen zu improvisieren. Daher habe ich mit einem spitzen Holzspieß eine kleine Öffnung erstellt. Als Nächstes habe ich einen stumpfen Bleistift in die Hand genommen und das Loch erweitert. Ich habe die Größe des Loches am Anfang ausgetestet, bis ich die passende Größe gefunden habe. Danach habe ich alle Lichter der Lichterkette auf die Löcher aufgeteilt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr glücklich über dieses Projekt bin, da ich viel Neues ausprobieren konnte und etwas erstellt habe, das mir auch in der Herstellung sehr viel Spaß gemacht hat. Auch war es sehr spannend Gedanken und Skizzen künstlerisch umzusetzen und das Endprodukt mit den Anfangsskizzen zu vergleichen. Ich konnte auf jeden Fall vieles durch dieses Projekt lernen. Mein Highlight: Dass ich meine Vorstellung vom Produkt in die Wirklichkeit umsetzen konnte. 69 OUT


DAS LESEHAUS ARBNORA TAFA 70 IN Der Kreativitätsschwerpunkt an unserer Pädagogischen Hochschule stellt eine große Bereicherung für mich als angehende Lehrerin dar. Hier habe ich die Möglichkeit gehabt, meine kreativen Fähigkeiten zu entfalten, meine pädagogischen Ansätze zu erweitern und mich von meinem Umfeld sowie von meinen Kommilitonen inspirieren zu lassen. Im Schwerpunkt haben wir Studierende einen Zugang zu einer breiten Palette von Lehrveranstaltungen, die uns dabei helfen, unsere kreative Seite zu entdecken und weiterzuentwickeln. Ich habe im Laufe des Studiums viele verschiedene Methoden und Techniken kennengelernt, um meinen Unterricht auf eine kreative Weise zu gestalten und die individuellen Bedürfnisse meiner Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Ich wurde immer wieder ermutigt, neue Ansätze auszuprobieren, verschiedene Materialien einzusetzen und auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Dadurch habe ich persönlich ein tieferes Verständnis für die Bedeutung von Kreativität im Unterricht entwickelt und bin nun in der Lage, meine Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu inspirieren. Die Wahl meines Abschlussprojekts fiel mir relativ leicht, da ich wusste, dass ich etwas gestalten und entwerfen wollte, dass in meiner eigenen Klasse Verwendung findet. Daher entschied ich mich für das Tischzelt, da es perfekt zum Thema "Innen & Außen" passt, da man es betreten und verlassen kann. Für das Tischzelt habe ich zwei verschiedene Stoffe verwendet: einen rot gemusterten Baumwollstoff und einen weißen. Bevor ich mit dem Nähen begonnen habe, habe ich die genauen Maße eines Schultisches genommen, da das Tischzelt später in der Klasse Ve r w e n d u n g f i n d e n s o l l . U m d a s T i s c h z e l t ansprechender für die Kinder zu gestalten, habe ich mich Klassenlehrerin einer 1.Klasse KreativKöpfchen b e g e i s t e r t e HobbyWerkerin


entschieden, es mit Stoffmarkern und Patches zu dekorieren. Ich wollte, dass das Tischzelt einen einladenden und kreativen Eindruck hinterlässt. Schließlich habe ich dem Tischzelt den Namen "Lesehaus" gegeben, da es hauptsächlich für Leseaktivitäten in der Klasse verwendet werden soll. Es soll den Schülerinnen und Schülern einen gemütlichen und inspirierenden Raum bieten, in dem sie sich in Bücher vertiefen und ihre Vorstellungskraft entfalten können. Das Lesehaus soll zu einem Ort des Entdeckens und der Freude am Lesen werden, der die Kinder zum Lesen ermutigt und ihre Begeisterung für Geschichten weckt. Mit Stolz präsentiere ich nun das fertige Lesehaus und hoffe, dass es den Kindern meiner Klasse eine tolle Freizeitbeschäftigung bietet und ihre Liebe zum Lesen weiter fördert. Mein Highlight: Zum einen habe ich durch das Projekt erkannt, wie gut meine eigenen Nähfähigkeiten sind, und das ich selbstständig ein eigenes Ti s c h z e l t a n g e f e rt i g t h a b e . Außerdem fand ich die Blicke der Kinder, als sie das fertige Lesehaus sahen, unbeschreiblich, und ich freue mich darauf, dass es in meiner Klasse Verwendung findet.- Positive Resonanz 71 OUT


ALL TOGETHER LIRIJE POLISI 72 IN Mit dem Titel „all together“ verbinde ich, dass Menschen zusammenkommen. Ich habe mich dazu entschlossen eine Patchwork Decke zu nähen. Dafür habe ich an meinem Schulstandort einen Karton aufgestellt mit dem Titel „freie Spende Stoffreste“. Ich habe die Vielfalt an meiner Schule genutzt und die Kinder animiert Stoffreste von zuhause mitzunehmen. So kommen von verschiedenen Kindern, verschiedene Stoffreste zusammen, die zu einer Gemeinschaft in die Arbeit einer Patchwork Decke fließen. Die fertiggestellte Patchwork Decke möchte ich in meiner ersten eigenen Klasse verwenden. Sie kann in der Leseecke aufgestellt werden oder bei schönem Wetter in den Garten mitgenommen werden - in and out. Jedoch ergibt sich auch die Möglichkeit sie privat zu nutzen. Nach meiner Sammelaktion habe ich es geschafft 7 verschiedene Stoffreste zu finden. Für die Herstellung der Decke habe ich mich für die Maße 145x145 cm entschieden. Das entspricht 49 Quadrate mit der Maße 21x21 cm. Die Stoffe wurden gewaschen und gebügelt, damit es zu keinen Unebenheiten kommt. Die Quadrate wurden mit einer Stoffschere in den richtigen Maßen zugeschnitten. 49 Quadrate waren bereit und sie wurden aufgelegt. Als ich mich für das passende Muster entschieden habe wurden in einer Reihe 7 Quadrate zusammengenäht. Die Quadrate werden rechts auf rechts genäht. Es entsteht ein Streifen. Dieser Vorgang wird 6-mal wiederholt. Für die Rückseite habe ich einen Stoff verwendet, der schon mit Vlies gefüttert ist. Im nächsten Schritt geht es darum die Streifen mit der Rückseite zu fixieren. Die erste Reihe wurde auf dem Stoff angenäht. Für die zweite Reihe wurde der Stoff umgedreht und auf der Nahzugabe fixiert. Dieser Mein Name ist Lirije Polisi. Ich werde auch Lily genannt. Ich bin ein sehr aufgeschlossener, emphatischer und positiver Mensch. Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meiner Familie oder mit meinen Freunden. Ich lerne auch sehr gerne neue Bekanntschaften kennen. Ich mag es von Menschen umgeben zu sein, die positiv und offen sind. „Stay away from negative people. They have a problem to every solution.“ Das Zitat von Abert Einstein begleitet mich durch mein Leben, da ich mit meinen Liebsten eine großartige Zeit verbringen möchte. Für mein Abschlussprojekt wollte ich mir ein Werk ausdenken, dass ich sowohl in meinem zukünftigen Klassenzimmer als auch privat nutzen kann. Mit dem Thema „in and out“ habe ich sofort die Natur verbunden. Ich bin auf die Idee gekommen eine Patchwork Decke anzufertigen. Die Decke ermöglicht, dass Menschen beisammen kommen. Sei es im Klassenzimmer oder im Freien.


Prozess wird einige Male wiederholt. Zu guter Letzt wird um die Decke das Schrägband angenäht. In meine Patchwork Decke habe ich sehr viel Zeit und Kraft investiert. Ich bin mir sicher, dass sie eine gemütliche Atmosphäre und ein schönes Beisammensein schafft. Mein Highlight: Das Highlight meines Projekts war es an meinem Schulstandort Stoffreste zu sammeln. Ich habe die SchülerInnen dazu animiert, dass man aus Stoffresten ein tolles Werk herstellen kann. 73 OUT


ERSTE HILFE BÄR MELDA TUFAN 74 IN Ich habe einen Erste Hilfe Rucksack für meine Klasse gehäkelt. Der Rucksack sieht aus wie ein Bär, dass ein Kind von hinten umarmt. Mein Rucksack besteht aus einem Beutel (Körper des Bären), den Trägern (Arme und Beine), einen Kopf und einer Rucksackklappe. Ich habe mir eine grobe Skizze gemacht, wie das Rucksack ausschauen soll und dann fing ich schon an zu häkeln. Als erstes habe ich mit dem Beutel angefangen. Man häkelt reine feste Maschen und arbeitet in Spiralrunden weiter, um die Höhe des Körpers zu erreichen. Am oberen Ende des Körpers habe ich Tunnels eingeplant, damit man den Rucksack mit einem Kordelzug verschließen kann. Mein Kordel ist etwa 1,5m lang und verschließt den Beutel sehr gut. Danach habe ich zwei Beine, zwei Arme und ein kleines Schwänzchen gehäkelt. Diese wurden mit Watte ausgestopft und dann an den Beutel genäht. Damit der Rucksack praktischer und langlebiger wird, habe ich aus Stoff einen Innenbeutel mit der Nähmaschine genäht. Der Stoff wurde zuerst gewaschen und gebügelt, danach habe ich eine Skizze erstellt und den Stoff zurechtgeschnitten. Der nächste Schritt war, den Stoff zu einem Beutel zu nähen und diese dann in den Beutel zu befestigen. Weiter ging es mit der Rucksackklappe, diese habe ich sofort in den Beutel eingehäkelt. Die Rucksackklappe besteht nur aus feste Maschen Reihen. Das Wichtigste an einem Rucksack sind die Träger. Damit das Rucksack angenehm zu tragen ist, wollte ich nicht einfach die Arme und Beine miteinander verbinden. Ich entschied mich für einen Gurtband mit Schiebeschnallen.


Das Gurtband habe ich ausgemessen und jeweils an zwei Schiebeschnallen befestigt. Diese habe ich dann später an die Arme und Beine des Bären genäht. Meine Herausforderung an diesem Projekt war der Kopf. Die richtige Größe zu erzielen und danach in gleichmäßigen Abständen die Maschen zu verdoppeln und das Gesicht zu machen, hat sehr lange gebraucht. Man beginnt mit einem magischen Ring an die man feste Maschen häkelt, diese werden dann immer wieder in gleichen Abständen verdoppelt. Ich habe versucht von Anfang an die Nase zu formen und dies ist mir auch gelungen. Man häkelt immer in Spiralrunden weiter bis man die gewünschte Höhe des Kopfes erreicht. Etwa in der Mitte habe ich gestoppt, damit ich die Nase aufsticken konnte. Danach habe ich die Sicherheitsaugen befestigt und Augenbrauen aufgestickt. Damit die Augen etwas Tiefe erlangen, habe ich mit einem Faden die Sicherheitsaugen etwas nach innen gezogen und sie dann so befestigt. Der Kopf wurde dann etwas mit Füllwatte ausgestopft und danach habe ich den Kopf zu Ende gehäkelt. Der Bär bekam noch zwei Ohren und ein Dreieckstuchs um den Hals. Schließlich habe ich den Kopf an den Rucksack angenäht und somit war mein Erste Hilfe Bär fertig. Unser Erste Hilfe Bär wird in unserer Klasse sitzen, denn sie hat die Erste Hilfe Box in sich. Unser Bär begleitet uns immer an allen Ausflügen und falls etwas passieren sollte, weiß jeder wo man die Erste Hilfe Box finden kann. Mein Highlight: Mein Highlight in diesem Projekt war, das Endergebnis zu sehen. Es hat mich sehr stolz gemacht, dass ich selbst einen Rucksack gehäkelt habe. 75 OUT


EINDRUCK/AUSDRUCK NATHALIE HATSCHKA 76 IN Face cut out – Face in hole art Schon die Ideenfindung stellte sich für mich als Herausforderung dar. Viele Ideen, von Büchern und Heftchen, zu Skulpturen, Häkelprojekten und vielen anderen gestalterischen Einfälle, doch welche ist die richtige? Schlussendlich verwarf ich meine bisherigen Ideen und kam mit einem neuen Konzept angelaufen, ein ansprechenderes, interaktives Konzept zwischen Erleben und Kunstvermittlung. In Anlehnung an das Thema und das musikalische Stück Präludium Eindruck/Ausdruck, habe ich dazu zwei Gemälde aus diesen beiden Epochen herangezogen (Der Schrei von Edvard Munch - ein expressionistisches Werk und Das Selbstportrait von Van Gogh - ein postimpressionistisches Werk) und diese nachgestellt, doch etwas fehlt!? Das Gesicht! Die Idee ist es, die Gesichter d i e s e r W e r k e a u s z u s c h n e i d e n . S o k ö n n e n Kunstliebhaber*innen, Besucherinnen und Besucher und alle die es interessiert und reizt, ihre Köpfe in die dafür vorgesehenen Freiräume stecken und so in das Gemälde schlüpfen. Das Thema des Abschlussprojekts „In&Out“ lässt sich in meiner Arbeit auch auf eine andere Art und Weise finden: das Hineinstecken des Kopfes in das Gemälde und so in eine andere Rolle zu schlüpfen, den Kopf dann wieder herauszunehmen und wieder als „Ich“ zu sein, kann auch als „In&Out“ verstanden werden – also in eine andere Rolle oder Person schlüpfen und anschließend wieder zu sich zurückzukehren. G e m a l t h a b e i c h m i t G o u a c h e Fa r b e n a u f Hartfaserplatten. Zunächst dachte ich an Leinwände,


welche jedoch nach dem Herausschneiden der Kopfpartien wohl nicht mehr stabil genug wären, und an Pappe – denn auch Munch malten einen seiner vier Der Schrei Gemälde auf diesem Material. Schlussendlich entschied ich mich dann doch für die Hartfaserplatten, denn ihre Stabilität und Beschaffenheit überzeugten. Installiert werden die beiden Gemälde an der Decke, so können die Werke gut genutzt werden. Fotos machen ist dringend erwünscht! Mein Highlight: Ein Highlight war das Arbeiten mit der Stichsäge, aber auch das M a l e n , w a s i c h i n d i e s e r Größenordnung zuvor noch nie gemacht habe! 77 OUT


INNER CHAOS & OUTER BLOOMING ALEYNA ACIKGÖZ UND DERYA DEMIR 78 IN Gemeinsam haben wir uns entschieden, das Projekt „in and out“ anzugehen. Bei unserer Zusammenarbeit haben wir intensiv über das Thema nachgedacht und viele kreative Ideen entwickelt. Eine Idee hat uns dabei besonders begeistert: die Erforschung des „inneren und äußeren Selbst“. Derya Demir / „inner chaos“ Auf einer Leinwand habe ich eine Frau dargestellt, deren Gedanken, Ängste und Depressionen sich in einem Stickbild manifestieren. Ich habe mich dazu entschieden, eine Frau mit einem „Chaos im Kopf“ darzustellen, weil ich persönlich beobachtet habe, dass Frauen oft mit einer Vielzahl von Gedanken und Emotionen kämpfen. In unserer Gesellschaft werden Frauen oft mit hohen Erwartungen und Rollenbildern konfrontiert, die es schwierig machen, ein perfektes Bild nach außen zu präsentieren. Neben den Herausforderungen und Unsicherheiten können auch positive Aspekte wie kreative Ideen, Träume, Liebe und innere Stärke vorhanden sein. Glauben wir, dass jeder immer gut drauf ist, einen großartigen Job hat und makellos gepflegt sowie schön aussieht, ohne jegliche Probleme im Leben? Natürlich nicht. Genau das wollte ich vermitteln, dass jeder von uns viele Gedanken hat und ein gewisses „Chaos im Kopf“ existiert. Mit meiner Darstellung wollte ich darauf aufmerksam machen, dass es wichtig ist, auch hinter die äußere Fassade zu schauen und Empathie für die inneren Kämpfe und Herausforderungen von Frauen zu


entwickeln. Es geht darum, ein Bewusstsein für das „unsichtbare“ Chaos im Kopf zu schaffen und zu zeigen. Eine Frau kann äußerlich perfekt erscheinen, aber dennoch mit inneren Herausforderungen kämpfen, während eine andere Frau, deren äußeres Erscheinungsbild vielleicht nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht, eine reiche innere Welt voller Stärke und positiver Gedanken haben kann. Aleyna Acikgöz / „outer blooming“ Dieses Gemälde zeigt eine Frau mit einem blumigen Kopf. Diese Darstellung symbolisiert eine Verbindung zwischen der natürlichen Schönheit der Natur und der inneren Welt einer Frau. Die Frau im Gemälde strahlt eine ruhige und gleichzeitig kraftvolle Ausstrahlung aus. Jede Blume repräsentiert eine bestimmte Eigenschaft oder Emotion, die mit der Frau in Verbindung gebracht werden kann. Trotz dem inneren Chaos jeder Frau, zeigt sie die Kraft und die äußere Erscheinungsform. Die Verbindung zwischen der Frau und den Blumen soll eine Verbindung zwischen ihrer inneren Welt und der Natur herstellen. Die Blumen spiegeln ihre Stimmungen, Gedanken und Gefühle wider und drücken sie auf symbolische Weise aus. Sie dienen als Ausdrucksmittel für ihre Schönheit, ihre Kraft und ihre emotionalen Facetten. Die Wahl der Blumen spielt eine wichtige Rolle in der Interpretation des Gemäldes. Zum Beispiel könnte eine Rose für Liebe und Schönheit stehen, eine Sonnenblume für Optimismus und Stärke, eine Lilie für Reinheit und Anmut oder eine Orchidee für Exotik und Raffinesse. Die verschiedenen Blumenarten schaffen eine vielfältige und reiche Symbolik, die die Komplexität und Einzigartigkeit der Frau betont. Die Wahl, eine Frau als zentrales Motiv des Gemäldes zu nehmen, hat eine tiefere Bedeutung. Sie repräsentiert die Weiblichkeit, die oft mit Fruchtbarkeit, Kreativität und einer starken Verbindung zur Natur in Verbindung gebracht wird. Jedoch hat die „Frau“ auch eine chaotische Vergangenheit und wird daher heute hell und positiv dargestellt. Durch die Darstellung der Frau mit einem blumigen Kopf möchte ich auf die innere Schönheit, Stärke und das Potenzial hinweisen, das in jeder Frau existiert. Mein Highlight: äußerlich perfekt erscheinen, aber mit inneren Herausforderungen kämpfen.. viele Gedanken im Kopf .. Frauen mit hohen Erwartungen .. 81 OUT Das Gemälde sagt mehr aus, als Worte zusammenfassen können. Ein Blick auf das Projekt reicht aus, den Prozess dahinter zu sehen.


VERWEBTE WELTEN: EIN KUNSTWERK ÜBER DIE WECHSELWIRKUNGEN VON INNEN UND AUßEN MAREM BAIBULATOVA 82 IN Zu Beginn des Semesters habe ich mich mit dem Thema "In and Out" beschäftigt und versucht, eine Verbindung zur Natur herzustellen. Die Idee dahinter war, die Gegensätze von Drinnen und Draußen zu erkunden und zu erforschen, wie sie in der natürlichen Umgebung präsent sind. Während meiner Recherchen wurde mir bewusst, dass die Natur selbst ein perfektes Beispiel für das Konzept von "In and Out" ist. Die Natur ist ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Zuständen und Elementen. Es gibt den Übergang von Tag und Nacht, von den Jahreszeiten und sogar von verschiedenen Ökosystemen. Diese ständige Bewegung und Veränderung faszinierte mich, und ich wollte einen Weg finden, andere an meinen Erkenntnissen zu diesem Thema teilhaben zu lassen. Schließlich kam mir eine Idee: Warum nicht einen Ast suchen und ihn passend zum Thema herrichten? Ein Ast symbolisiert für mich den Übergang zwischen zwei Zuständen. Er ist sowohl ein Teil des Baumes, der in der Erde verwurzelt ist, als auch ein Teil der Luft und des Himmels, wenn er abgebrochen und freigegeben wird. Der Prozess, den Ast zu finden und ihn für mein Projekt vorzubereiten, war selbst eine Reise. Ich bin auf die Steinhofgründe gefahren und habe mich dort nach einem passenden Ast umgesehen. Mir war es wichtig, einen zu finden, der bereits vom Baum abgetrennt wurde, da ich keinen Ast für meine Zwecke absägen wollte. Glücklicherweise habe ich einen Ast gefunden, der mich visuell anspricht. Ich entschied mich dafür, den Ast so zu belassen, wie er ist, mit Ausnahme einiger abstehender Äste, die ich vorsichtig abgesägt habe. Die gesamten Flechten und die Baumkruste wollte ich beibehalten, da ich den natürlichen Look schätze. Um das Thema "In and Out" zu unterstützen, plante ich, dem Ast zusätzliche Elemente hinzuzufügen. Meine Idee war


es, Gläser aufzuhängen, die mit Inhalten aus der Natur gefüllt sind. Diese Gläser sollten Pflanzen mit Erde, Steine und Moos enthalten. Zusätzlich wollte ich das Ganze mit einem Licht in Form von Kerzen ergänzen. Um die Gläser am Ast zu befestigen, setzte ich mich mit Makramee auseinander und erlernte das Flechten von sogenannten Makramee-Blumenampeln. Diese wurden zu meiner Methode, die Gläser elegant am Ast aufzuhängen. Das Endergebnis meiner Bemühungen ist meine eigene Interpretation des Themas "In and Out". Ich bin stolz, dass ich meine Vorstellung von "In and Out" in Form dieses Kunstwerks umsetzen konnte. Es erinnert mich stets daran, wie die Natur in ständiger Bewegung ist und wie wir Menschen Teil dieser Dynamik sind. Mein Highlight: Mein persönliches Highlight war der Prozess selbst. Es hat mir Spaß gemacht, nach Ideen zu suchen und diese in die Tat umzusetzen. 83 OUT


"UNIKAT" 84 IN Als ich das diesjährige Thema erfahren habe, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und habe mich schließlich entschieden einen Tisch mit Epoxidharz herzustellen. Mein Projekt widme ich meiner Schwester, denn für sie werde ich den Tisch herstellen. Da ich schon immer mit Epoxidharz arbeiten wollte, hielt ich dies für den perfekten Zeitpunkt. Bevor ich mit dem Entwurf des Tisches angefangen habe, habe ich mich einer intensiven Recherche über Epoxidharz gewidmet. Mein Projekt werde ich „Unikat“ nennen, denn es wird von mir hergestellt und extra für meine Schwester zugeschnitten. Die Maße des Tisches betragen L/B/H 1m/50cm/90cm. Der Tisch wird später als Bistro-/ Bartisch verwendet. Herstellung der Tischplatte: Bei einem Epoxidharztisch wird die Tischplatte aus einer Kombination mit Epoxidharz und Holz hergestellt. Für meinen Tisch wird das Harz schwarz eingefärbt und mit Glitzer untergemischt. Beim Kauf der Tischplatte wurde darauf geachtet, dass das Holzstück einen Naturrand mit Rinde aufweist und eine Stärke von mindestens 4 cm besitzt. Die Tischplatte wurde anschließend passend zugesägt. Um das Epoxidharz gießen zu können, müssen die Ausschnitte zu 100% dicht gemacht werden, so dass später bei den Zwischenräumen kein Epoxidharz entweichen kann. Dazu eignet sich am besten ein Sanitärsilikon, um die Kanten abzudichten. Beim Mischen von Epoxidharz ist es wichtig, dass Mischverhältnis zu beachten. Es gibt eine Basis und einen Härter. Die beiden Komponenten müssen sehr gut vermischt werden. Vor der Verwendung wurde das Harz für 15 Minuten stehen gelassen, damit die Luft entweichen kann. Das Harz wurde anschließend Schicht für Schicht hineingegossen. Da ich noch keine Erfahrung mit Epoxidharz hatte, hat mir ein Bekannter geholfen. JANINE BERNAT


Nachdem Aushärten des Harzes wurde die Tischplatte gründlich geschliffen und poliert. Herstellung der Tischbeine: Die Tischbeine wurden ganz einfach aus Holz hergestellt. Zunächst wurde das Holz passend zugeschnitten und geschliffen. Anschließend wurde das Holz mit schwarzem Lack angestrichen. Nachdem der Lack getrocknet ist, wurden die Holzstücke mit Schrauben befestigt. Das Zusammensetzen der Tischplatte und den Tischbeinen erfolgte ebenfalls mit Schrauben. Das Arbeiten mit Epoxidharz ist mir leichter gefallen als ursprünglich angenommen. Der Tisch ist mir gut gelungen und es war eine großartige Erfahrung mit Epoxidharz zu arbeiten. Ich würde es gerne in Zukunft nochmals ausprobieren! Mein Highlight: D i e Ta t s a c h e , d a s s m e i n e S c h w e s t e r n u n e i n e n selbstgebauten Tisch von mir in der Küche stehen hat, ist für mich persönlich das größte Highlight. 85 OUT


SPIELE FÜR DRINNEN UND DRAUßEN 86 IN Von Anfang an war klar, dass ich das Abschlussprojekt nutzen möchte, um etwas zu erschaffen, das ich in die Klasse mitnehmen kann und das mich auf meinem Weg als Lehrkraft begleiten wird. Es sollte etwas Nützliches und Sinnvolles sein, das den Kindern Freude bereitet und Teil der Klassenausstattung wird. Als ich dann das Thema „In and Out“ erfuhr, kam mir die Idee, verschiedene Spiele für drinnen und draußen zu entwickeln. Da mir die Arbeit mit Textilien im Studium immer am meisten Freude bereitete und zu einem Hobby von mir wurde, war schnell klar, dass ich es im Bereich des Textilen Werkens umsetzen wollte. Motiviert suchte ich nach passenden Ideen und begann mit der Projektplanung, wobei ich ein Moodboard erstellte. Ich beschloss, etwa 30 Jongliersäckchen herzustellen, die für die unterschiedlichsten Spiele zum Einsatz kommen und auch gut im Unterricht genutzt werden können. Auch zwei Wurfschweife sollten dabei sein, mit gestricktem Kopf und langem, buschigem Schweif, in dem sich auch Zöpfe und Kordeln befinden. Es wurden vier Fangbecher gebastelt, die bunt und ansprechend sind. Das Spiel TikTakToe durfte auch nicht fehlen. Hierfür wurden Beutel genäht, damit die Spielfiguren immer gut aufgeräumt sind und nicht verloren gehen können. Im Zuge des Projekts wurde auch ein B e w e g u n g s w ü r f e l e r s t e l l t , a u f d e m s e c h s unterschiedliche Bewegungsaufgaben gestickt wurden. Dieser kann in den Pausen, bei Stationenbetrieben oder im Sportunterricht eingesetzt werden. Des Weiteren wurden fünf Springseile hergestellt und ein weiteres, das an einem Ende eine Erschwerung hat, damit die Kinder ein Schwing- und Hüpfspiel damit spielen können, das ich in einer Praxis beobachten konnte. Schließlich wurden noch zwei Luftballonhüllen genäht, die JANINA MADELLA-MELLA


besonders praktisch und platzsparend für Lehrausflüge und Wandertage sind. Für viele Spiele versuchte ich, das Upcycling-Prinzip zu nutzen. So entstanden beispielsweise aus den alten Unterhemden meines Großvaters und aus den löchrigen Shirts meiner Freunde diese großartigen Springseile. Auch die Fangbecher wurden größtenteils aus Plastikmüll hergestellt. Für die Jongliersäckchen, den Bewegungswürfel, die TikTakToe-Beutel und Luftballonhüllen wurden hauptsächlich die Stoffreste meiner Großmutter verwendet, die aus alten Vorhängen oder Bettbezügen bestanden. Neben den bereits erwähnten Materialien benötigte ich außerdem Stickgarne, Nähgarne, Füllwatte, Nadeln, Wolle, Stricknadeln, Reis, Filz, Heißkleber, Feuerzeug und Färbemittel. Mein wichtigstes Werkzeug war die Nähmaschine. Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden und ich freue mich auf die Zeit, wenn ich eine eigene Klasse habe und die Kinder damit spielen können. In der Sommerschule werden alle Spiele schon bald getestet. Mein persönliches Highlight war e i n B a s t e l a b e n d m i t e i n e r Kindheitsfreundin. Es war so, als s ä ß e n w i r s e l b s t w i e d e r nebeneinander in der Volksschule im Werkunterricht. 87 OUT


NEURODIVERSES GEDANKENKARUSSELL 88 IN Mein Projekt liegt mir persönlich sehr am Herzen. Ursprünglich wollte ich eine andere Arbeit als A b s c h l u s s p r o j e k t m a c h e n – n ä m l i c h e i n e Patchworkdecke zum Thema Diversity. Da dies aber nicht den Projektrichtlinien entsprach, musste ich mich anders orientieren. Im Nachhinein bin ich sehr froh, denn das Projekt – so wie es jetz ist – erfüllt mich künstlerisch und persönlich noch viel mehr. Darüber hinaus war der Entstehungsprozess nicht linear und nach Plan, sondern ich hatte ständig neue Ideen, habe überlegt, wie ich diese gestalterisch umsetzen kann und habe sie dann ausprobiert, adaptiert und schlussendlich verwirklicht. Es war kreativ und herausfordernd und ich war beim Arbeiten ständig im Flow, was ein tolles Gefühl für mich ist. Das Überthema meines Projektes ist „Mental Health“, genauer gesagt das Autismus-Spektrum bzw. ADHS. Da ich meine ADHS-Diagnose erst mit 30 Jahren erhalten habe, ist dieses Thema für mich äußerst persönlich, weshalb ich dies in meinem Projekt ein Stück weit ausgedrückt und auch verarbeitet habe. In & Out passt deshalb so gut zu meinem Projekt, da besonders Mental Health in unserer Gesellschaft immer noch sehr stark tabuisiert und vor allem auch stigmatisiert wird. Auf die Frage "Wie geht es dir?" wird nur eine einzige Antwort erwartet: "Gut und dir?". Ich persönlich antworte mittlerweile wahrheitsgemäß. Damit rechnet die andere Person zwar meistens nicht, aber ich möchte genau das normalisieren - dass es einem nicht immer gut gehen muss und dass man sein Inneres auch authentisch nach außen tragen darf und soll. Für eine offenere Zukunft frei von Stigmata und voller Akzeptanz, Toleranz und gegenseitiger Unterstützung und Support. Für mich typisch und für mein Werkstück maßgeblich ist das „Gedankenkarussell“. Es symbolisiert das KATHARINA SIMA


hyperaktive, immer pulsierende, nie stillstehende Element, das für ADHS charakteristisch ist. Ich habe dieses Element zentral über mein gesamtes Werkstück integriert und mich dabei für die Farben rot und weiß entschieden. Damit wollte ich den Retrolook eines alten Jahrmarktkarussells erzielen. Die Sitze des Karussels habe ich aus Schrumpffolie hergestellt, die ich vorher genau ausgemessen und mit rot-weißen Streifen bemalt habe. Hier musste ich einige Kompromisse eingehen, da die Folie leider nicht exakt gleichmäßig geschrumpft ist und somit die Sitze etwas windschief sind. Hier darf ich mich zugunsten der Idee und der Umsetzung von meinem Perfektionismus verabschieden, da ich mein bestes gegeben habe und mit dem Ergebnis zufrieden bin. Im Bild genau unter dem Karussell habe ich ein Gehirn appliziert und mit dem Überfangstich aus Wollvlies die Gehirnstruktur aufgestickt. Gemeinsam mit dem Karussell stellt das Gehirn einen zentralen Aspekt des Projekts dar. Bei ADHS handelt es sich nämlich um eine Stoffwechselstörung im Gehirn, bei der zu wenig Dopamin ausgeschüttet wird bzw. dieses Hormon nicht lang genug im neuronalen Spalt verweilt, um Signale zu übertragen. Aus diesem Grund habe ich die chemische Formel für Dopamin aus Flexfolie ausgeplottet und anschließend aufgebügelt. Ein weiteres zentrales Element ist die Glühbirne, die symbolisch für Autismus steht. Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass da neben dem ADHS „noch mehr“ in mir steckt. Diese habe ich mit einem Laser in Pappelsperrholz zuerst eingraviert und dann ausgeschnitten. Mit Transparentpapier und einer spannenden Konstruktion habe ich durch den eingebauten Stromkreis eine kleine Lampe konstruiert. Im Zusammenhang mit dem Regenbogen, den ich zuerst appliziert und dann mit unzähligen kleinen Perlen bestickt habe, Mein persönliches Highlight: - Der stückchenweise Entstehungsprozess - die Brainstormings mit meiner besten Freundin Chrissy und das gemeinsame Nähen und Gestalten bei mir im Nähzimmer - jede arbeitet an ihrem Projekt aber trotzdem irgendwie gemeinsam - die daraus entstehenden Ideen - die Geistesblitze wie ich bestimmte Sachen umsetzen kann - das Ausprobieren dieser Ideen und das Glücksgefühl wenn etwas so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat 89 OUT


DIE TÜR TUĞÇE ŞAHINER 90 IN Das Thema des Abschlussprojektes habe ich mit meiner großen Leidenschaft zu Türen verbunden. Ich fotografiere seit einiger Zeit grundlos mit meiner Kamera Türen. Durch unser Thema „In & Out“, kam mir die Idee, meine Sammelleidenschaft auszustrecken. Ich wollte mich schon seit langem mehr mit Fotografie beschäftigen. Das Abschlussprojekt war daher die p e r f e k t e G e l e g e n h e i t f ü r m i c h , e i n e k l e i n e Türenfotografieaustellung zu verwirklichen. Mir war es besonders wichtig, die Türen ohne Filter zu fotografieren. Es gibt sehr viele Arten von Türen. Jede Tür ist einzigartig in seiner Farbe, Form, seinen Mustern, etc… Während dieser Zeit habe ich auf meinen Reisen und in Wien Türen fotografiert. Aus meiner Sammlung habe ich mir 50 Türen ausgesucht. Danach habe ich mir eine alte Holztür verschaffen. Ich schliff die Tür und lackierte sie dann mit blauer Farbe. Blau als Farbe verbinde ich mit dem Himmel und dem Meer. Hinter meiner Tür träume ich von einem Leben in einer kleinen Küstenstadt. Die Tür als Symbol hat eine starke Doppelsinnigkeit, die im Positivem und Negativem stark ausgeprägt ist. Die Türen können einerseits offen, anderseits jedoch geschlossen sein. Türen schließen sich, neue Türen, also Chancen öffnen sich. Die Türen sind wie ein Sinnbild für Übergängen, für den Zutritt zu neuen Bereichen. An der Tür begegnen sich die Menschen. Tür bedeutet Übergang zwischen drinnen und draußen, zwischen Vertrautem und Neuem, zwischen Geborgenheit und Gefahr, zwischen Sicherheit und Risiko, zwischen Willkommen und Abwehr, zwischen Hilfe und Schutz, zwischen dem Jetzt und dem Künftigen. Die Tür ist eine Grenze, eine Ergeignisgrenze, die unser Denken und Erinnern beeinflussen kann.


Am 16. Juni 2023, werde ich vor meiner Tür Menschen begegnen. Ich möchte, dass Sie sich eine Tür aussuchen und eine schriftliche Spur hinterlassen. „Das ist einer der Sprüche, der für mich bedeutungsvoll ist: „Hinter der Tür lebt das Leben, träumt das Leben.“ Mein Highlight: Mein persönliches Highlight war der Moment, als ich die fertige Tür mit 50 Fotokarten erblickt habe und sich ein Gesamtbild ergab. 91 OUT


AN DIE WAND GENÄHT STEFANIE DÖNZ 92 IN Ich finde das Arbeiten mit natürlichen Textilien besonders spannend. Jedes Material ist unterschiedlich zu behandeln und das wollte ich genauer bei meinem Abschlussprojekt erkunden. Ich wollte verschiedene M a t e r i a l i e n a l s e i n e „ t e x t i l e W a n d k u n s t “ zusammenstellen, indem ich sie hauptsächlich von Hand und teilweise mit der Nähmaschine auf ein Stück Stoff nähe. Dabei habe ich auch verschiedene Techniken angewandt. Ich wollte bei manchen Teilen, dass die Naht gesehen wird und bei anderen wollte ich, dass sie verschwindet. Für die Textur habe ich auch Schnüre draufgenäht, welche den 3D-Effekt verstärken. Ich habe einfach Stoffteile zerschnitten und geschaut, wie ich sie auf den Hintergrund draufnähen könnte. Was ich besonders mag an dieser Art von Arbeit und von dem ich auch glaube, dass es gut in der Arbeit mit Kindern funktionieren könnte, ist dass man frei arbeiten kann. Es gibt keine Vorgaben, wie etwas am Ende auszuschauen hat und es kann ein abstraktes Werk sein aber auch etwas Bestimmtes darstellen. Ich glaube, es ist wichtig, Kindern das freie Arbeiten beizubringen. Viel zu oft wird Kindern gesagt, wie etwas sein muss und sie lernen, die Sachen zu kopieren anstatt sie selbst auszuprobieren. Mein Highlight: Es gibt keine Vorgaben, wie das Werk am Ende aussehen soll. Das freie Arbeiten hat mir am meisten Spaß gemacht.


93 OUT


FLICK- FLACK TEPPICH / AUS ALT WIRD NEU! BÜSRA YILDIRIM 94 IN Dieses Projekt war eine aufregende Reise, bei der ich einen Flickenteppich für das Kinderzimmer meiner Tochter hergestellt habe. Ich wollte, dass sie etwas bekommt, was sie vielseitig einsetzen kann. Der handgefertigte Flickenteppich sollte einen besonderen Platz, im Zimmer meiner Tochter, einnehmen und sowohl praktische als auch ästhetische Zwecke erfüllen. Der Flick Flack ist ein absoluter Hingucker! Er hat ihrem Zimmer eine warme und gemütliche Atmosphäre verliehen. Meine Tochter liebt es, darauf zu spielen und ihre Spielzeugfiguren darauf zu dekorieren. Besonders schön ist es, wenn meine Tochter sich auf den Teppich setzt und mit ihren Büchern in ihre eigene Welt eintaucht. Mit ein paar Kissen und einer Decke wird der Teppich zu einer wunderbaren Leseecke. Es ist ihr Rückzugsort, wo sie gut entspannen und zur Ruhe kommen kann. Manchmal verwandelt sich der Teppich auch in eine Tanzbühne. Meine Tochter liebt es darauf, ihre selbst erfundenen Tänze zu präsentieren. Was mir persönlich gefällt, ist der dekorative Aspekt des Teppichs. Die Farben passen sehr gut zum restlichen Zimmerdekor und geben ihm eine persönliche Note. Ich bin froh, dass ich mich für dieses Projekt entschieden habe. Es war eine wertvolle Erfahrung und eine schöne Investition, von Zeit und Energie, um meiner Tochter ein besonderes Geschenk zu machen und ihre Freude zu sehen.


Mein Highlight: Mein Highlight waren definitiv die staunenden Augen meiner Tochter, als ich ihr den fertigen Teppich gezeigt und geschenkt habe. Die stundenlange Arbeit hat sich gelohnt. Wie begann der Prozess? Der Prozess begann mit der Auswahl der Stoffe. Mein Ziel war es, nichts neues zu verwenden. Sondern aus alt etwas Neues, brauchbares herzustellen. Ich durchstöberte meine Schränke und habe mich dann für alte Bettlaken entschieden. Gemeinsam mit meiner Tochter, haben wir uns auf zwei unterschiedliche Farben und Muster geeinigt. Als nächstes schnitt ich die Stoffstücke in gleichmäßige Streifen zusammen und anschließend zu drei gleichlangen Strängen zusammengenäht. Diese drei Stoffstränge habe ich dann zu einem Zopf miteinander geflochten. Auf diese Weise wurde immer weiter geflochten bis der Zopf ausreichend lang ist, um daraus einen Teppich herzustellen. Zum Schluss habe ich den langen Zopf schneckenförmig angeordnet und zusammengenäht. Damit der Flick-Flack rutschfest ist habe ich eine Rutschfeste Matte angeklebt. Auch wenn es sehr lange gedauert hat, war ich beim Arbeiten sehr entspannt und gelassen. Ich bin mit meinem Projekt sehr zufrieden. 95 OUT


PETER´S BLUES PETER EICHINGER 96 IN A l s i c h i n u n s e r e r E i n f ü h r u n g s e i n h e i t z u m Abschlussprojekt des Kreativitätsschwerpunktes zum ersten Mal das Thema „In & Out“ hörte, traf ich für mich unmittelbar die Entscheidung dies in Form einer musikalischen Präsentation umzusetzen, da mir dieses Hauptfach am meisten am Herzen liegt und ich davon überzeugt bin, hierbei am ehesten mein kreatives Potenzial zur Schau stellen zu können. Selbstverständlich war für mich außerdem, dass ich hierfür mein Hauptinstrument, die Gitarre, einsetzen würde. Offen war hingegen noch, wie ich einen thematischen Bezug herstellen könnte, was für ein musikalisches Werk es werden sollte und in welcher Form die Präsentation desselben erfolgen würde. Über all diese Aspekte machte ich mir in den darauffolgenden Tagen intensive Gedanken und begann damit, meine diesbezüglichen Optionen abzuwägen. Hinsichtlich des thematischen Bezugs drängte sich mir die Idee auf, im theoretischen Sinne etwas von meinem Innersten nach außen zu tragen, beziehungsweise eine ansonsten verborgene Seite meiner inneren Persönlichkeit zu offenbaren. Diese Überlegung stellte sich in der Folge als mein Leitgedanke für die weitere Umsetzung heraus. Ausgehend davon war ich mir relativ schnell sicher, welche Art von musikalischem Werk entstehen sollte, welche Schritte ich dafür zu setzen hatte und warum dieser Weg für mein Gefühl der richtige wäre. Es musste etwas entstehen, das von mir selbst kommt und meine musikalischen Vorlieben abbildet und beinhaltet. Insofern sollte das Endprodukt authentisch sein und sich wie eine Herzensangelegenheit meinerseits anfühlen. Ansonsten wäre es mir schwergefallen, mich derartig in die Erarbeitung zu vertiefen und das Ausmaß an Zeit und Mühe zu investieren, welches mir vonnöten erschien. Meine bevorzugte Musikrichtung, zumindest beim


Mein Highlight: Was mein Abschlussprojekt für mich persönlich als Gesamtwerk zum Highlight macht, ist die musikalische Performance vor Publikum. Dabei steht das Projekt für sich selbst und bedarf nicht der Unterstützung a n d e r e r I n d i v i d u e n . D e r künstlerische Ausdruck, welcher hierbei präsentiert wird, ist ein von a n d e r e n M e n s c h e n n i c h t unmittelbar zu reproduzierendes Ereignis. Insofern handelt es sich um eine sehr persönliche, intime und a u f m e i n e B e d ü r f n i s s e zugeschnittene Erfahrung. Ich erhalte in diesem Rahmen die Möglichkeit, meine musikalischen F ä h i g k e i t e n c o r a m p u b l i c o darzubieten und eine Seite von mir zu offenbaren, die ansonsten im Verborgenen bleibt. Spielen der Gitarre, ist der Blues in diversen Variationen. Mit diesem Genre beschäftige ich mich phasenweise seit den Anfängen meines musikalischen Schaffens und vor allem in den letzten Jahren besonders intensiv. Mich fasziniert dabei der vermeintlich einfache Aufbau, welcher dennoch für mich persönlich scheinbar unendliche Facetten enthält und auch nach unzähligen Hörerlebnissen meinerseits immer wieder ein Genuss ist. Aufgrund dessen war es mehr als naheliegend, mich bei der Umsetzung meines Projekts auf diese Stilrichtung zu besinnen und ein eigenes Lied zu komponieren. Als Inspiration dafür dienten mir all die Bluesmusiker/innen, deren Musik mich seit Jahren und in verschiedensten Phasen meines Lebens begleitet. Das schlussendlich zustande gekommene Werk speist sich vor allem aus den Einflüssen des sogenannten Delta – Blues. Hierbei handelt es sich um eine Spielart des Blues, die sich unter anderem durch den Einsatz der Slide – Gitarre auszeichnet. In Anbetracht des gewählten Tempos des Liedes sowie der Tatsache, dass der Klang der Gitarre im Vordergrund stehen sollte, habe ich auf das Hinzufügen eines Textes verzichtet. Bezüglich der Präsentationsform kamen für mich eigentlich nur zwei Möglichkeiten in Frage. Erstere wäre eine Aufnahme gewesen. Die zweite und letztlich gewählte ist der Auftritt vor Publikum. Obwohl ich es gewohnt bin, Musik nur für mich selbst zu machen und ich keinerlei Erfahrung in diesem Bereich mitbringe, bin ich trotzdem davon überzeugt, dass dieser von mir konzipierten musikalischen Schöpfung in dieser Form am besten Ausdruck verliehen werden kann und ich diese vielleicht einmalige Gelegenheit der Darstellung nutzen kann, um etwas Neues auszuprobieren. 97 OUT


MEIN ÜBERLEBENSMESSER PHILIP VLADULOVIC 98 IN Ich beschäftige mich nun seit sehr langer Zeit mit dem Leben und Überleben in der Natur. Von verschiedenen Schneid- und Schnitztechniken bis hin zum Entzünden von Feuer mit Feuerstählen und anderen primitiven Arten fällt so einiges nützliches Wissen in diesen Fachbereich. Ich habe viele Tage sowie auch Nächte unter freiem Himmel verbracht. Neben dem Praktizieren der eigentlichen Überlebenstechniken liebe ich es auch im freien zu kochen. Ein über Glut gegrilltes Filet im Sommer, ein über dem Feuer gekochter Eintopf im Winter sowie der kräftige Kaffee am Morgen nach einer kühlen Nacht, sind Erlebnisse einer ganz besonderen Art. Das Messer ist abseits der Zivilisation ein unersetzlicher und vielseitiger Begleiter. Es soll Stöcke anspitzen, Brennholz spalten, Lebensmittel schneiden sowie Fisch und Fleisch verarbeiten. Neben seiner eigentlichen Schneid- und Spaltaufgaben sollte ein Messer draußen auch Stemmen, Hebeln, Bohren und Graben können. Dafür braucht es nicht nur perfekt gehärteten Stahl, sondern auch einen unzerstörbaren und angenehmen Griff. Passend dazu habe ich ein Messer hergestellt, das den harten Anforderungen der Natur trotzen soll. Beim ungeschliffenen Klingenrohling handelt es sich um ausgemusterte B-Ware von Eickhorn in Solingen. Ursprünglich hatte das Model Wolverine einen Hartplastikgriff. Der Klingenerl wurde lediglich mit einer Schraube mit dem Griff befestigt. Die Schraube ist mir nach wenigen Minuten während des Einsatzes durchgebrochen. Ebenso waren der Primär- und Sekundärschliff der Klinge unpräzise und grob ausgeführt. Da die Klingenform und Stahlart abseits davon sehr gut waren, habe ich beschlossen einen neuen Griff anzubringen, den Schliff in Ordnung zu bringen und noch einige Extras hinzuzufügen.


Mein Highlight: Der Einsatz von Powertools. Das S c h ä r f e n d e r K l i n g e . D i e Verwendung des fertigen Messers. Das Griffmaterial heißt Micarta. Micarta ist ein Verbundmaterial aus Leinen und Exopidharz. Es ist wasserfest und praktisch unzerstörbar. Ich habe das Material passgenau gefräst, sodass der Klingenerl passgenau in den Griff eingefasst wird. Die beiden Griffschalen wurden mit Komponentenkleber verklebt und mit einem Messingrohr vernietet. Die Form des Griffs wurde an meine Hand angepasst. Neben dem dekorativen Filework am Klingenrücken, habe ich an der Klingenwurzel noch eine Schleifkerbe angebracht. Diese ist unbedingt notwendig, da die Klinge sonst nicht gerade auf dem Schleifstein aufliegen kann, was das genaue Schärfen beinahe unmöglich macht. Die Klinge selbst habe ich mit Nassschleifpapier mit Körnungen im vier- bis fünfstelligen Bereich poliert. Die Klingengeometrie habe ich ebenso verändert. Den ursprünglich vorhandenen Schleifwinkel von 20 Grad pro Seite, habe ich auf 15 Grad reduziert. Nun ist die Klinge ein wahrer Schneidteufel. Auch im Beruf kommt mir mein Hobby zugute. In den letzten fünf Dienstjahren habe ich immer wieder versucht den Kindern kindgerecht das (Über)Leben in der Natur näherzubringen. So haben meine Schülerinnen und Schüler bspw. an Wandertagen Notunterkünfte aus Baumstämmen, Ästen und Blättern errichtet. Im Unterricht haben wir als Vorbereitung für einen möglichen Blackout Konserven mit (simplen) Dosenöffnern geöffnet. Mit Paracord haben wir bereits viele Knoten geknüpft. Ebenso bringe ich den Kindern bei, wie sie sich leicht vor Hitze, Nässe und Kälte schützen können. Mit den Gefahren von Blackout, Klimakrise und Co sind solche Skills nützliche Beigaben zum persönlichen Portfolio. Rechne stets mit dem Schlimmsten, aber hoffe immer das Beste! 99 OUT


BRING DIE BLUMEN ANS TISCH HÜMEYRA ANAC 100 IN Pro j e k t b e s c h re i b u n g : Ti s c h d e c ke m i t e i n e m zauberhaften Blumenmuster Einleitung: Als ich zum ersten Mal von diesem Projekt hörte, überkam mich ein Gefühl der Herausforderung. Wie sollte ich etwas finden, das perfekt dazu passt? Doch n a c h l a n g e m N a c h d e n k e n u n d i n t e n s i v e r Auseinandersetzung mit dem Thema kam mir plötzlich das Restaurant "In and Out" in den Sinn. Hierbei ging es darum, was für mich persönlich wichtig ist, wenn ich mit meiner Familie essen gehe, und so entstand die Idee, eine einzigartige Tischdecke zu gestalten, die uns bei besonderen Anlässen begleiten sollte. Die Wahl des Designs: Bei der Gestaltung des Blumenmusters habe ich mich von meiner Vorliebe für dezente und ästhetische Details inspirieren lassen. Ich entschied mich dafür, die Blumen auf die Tischdecke zu projizieren, wobei ich besonderen Wert darauf legte, dass sie einen harmonischen und natürlichen Charakter haben. So entstand der Zusammenhang zwischen dem "Out" der Blumen in der Natur und dem "In" der Tischdecke, die uns ein Gefühl von Gemütlichkeit und Wärme vermitteln sollte. Die Suche nach dem perfekten Stoff: Eine der größten Herausforderungen bestand darin, den idealen Stoff für die Tischdecke zu finden. Er sollte nicht nur pflegeleicht und strapazierfähig sein, sondern auch eine angenehme Haptik besitzen. Zudem musste er die richtige Größe haben, um unseren Esstisch vollständig zu bedecken. Nach gründlicher Recherche und zahlreichen Stoffproben fand ich endlich den perfekten Stoff, der all diese Kriterien erfüllte und gleichzeitig eine edle Ausstrahlung hatte. Die künstlerische Gestaltung: Als nächstes stellte sich die Frage, welche Blumen ich auf der Tischdecke darstellen sollte und wie ich sie gestalten wollte. Um authentische


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