MAGAZIN FÜR FORSCHUNG, INNOVATION UND TECHNOLOGIE AUS OÖ
NO49 INFORMER 05/2016
HAND IN HAND
Bei einer komplexen, modernen Logistikkette geht alles Hand in Hand – und das in Echtzeit. Damit sind Industrie 4.0 und das IoT schon längst Gegenwart.
Die oberösterreichische Wirtschaft spielt dabei eine tragende Rolle.
SEITE 20
DIE „SPINNEN“, DIE OBERÖSTERREICHER
Die MidTech Initiative hat voll eingeschlagen. Der heimische Erfindergeist ist ungebrochen. SEITE 15
Was leistet eine Bank für die Gesellschaft?
Dr. Heinrich Schaller
Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ
Wir bieten mehr als nur Bankgeschäfte.
Innovatives Denken und Handeln gehen bei der Raiffeisenlandesbank OÖ weit über die üblichen Bankgeschäfte hinaus. Wir unterstützen nicht nur zukunftsorientierte Unternehmen, sondern setzen auch Impulse in den Bereichen Kultur, Sport und Bildung. So fördern wir beispielsweise die Universitäten und Fachhochschulen in Oberösterreich sowie als Partner des Musiktheaters Linz und des Kunstmuseums Lentos zahlreiche Projekte, die Oberösterreich als bedeutsamen Wirtschafts- und Kulturstandort über unsere Grenzen hinaus bekannt machen.
www.rlbooe.at
Raiffeisen Landesbank Oberösterreich
Seit einiger Zeit schon beschäftigt mich der Zusammenhang zwischen Kultur (lt. Wikipedia das lebendige Selbstverständnis und der Zeitgeist einer Epoche) und unserer täglichen Arbeit in der Forschung und Entwicklung. Wie tief ist dieser bzw. gibt es überhaupt einen?
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, an einer ersten Fact finding Runde zur Erstellung eines zukünftigen nationalen Förderprogramms teilzunehmen. Zwei Best Practice Beispiele stachen besonders hervor – ein oberösterreichisches und ein Tiro ler Projekt. Beide Projekte sind gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl an Kooperationspartnern aus unterschiedlichen Sparten und Körperschaften. Partner, die alle freiwillig einen wesentlichen Beitrag zum Projekt beisteuern. Zudem gibt es immer einen Kümmerer, der das Projekt auf sehr kurzen Entscheidungswegen vorantreibt. Ein weiteres wesentliches Kennzeichen der beiden Projekte ist, dass diese schon seit Längerem den Projektstatus verlassen haben und daraus eine nachhaltige Initiative entstand. Wenig öffentliche Förderung, hoher Nutzen und Nachhaltigkeit, das bedeutet für jeden Fördergeber so etwas wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Die Frage lautet daher: Wie muss ein Förderprogramm aussehen, um genau das zu erreichen?
Ich denke, dass kein Förderprogramm der Welt Menschen hervorbringt, die über den Tellerrand blicken, einen tieferen Sinn in ihrem Tun finden können, den gemeinsamen Nutzen über eigenen Vorteil stellen und die die Fähigkeit haben, größer zu denken. Nein: Es ist die Kultur, welche diese Menschen hervorbringt.
Ich habe oft erlebt – und bin überzeugt davon – dass wir in Oberösterreich in punkto Kooperation besonders gut aufgestellt sind. Wir haben erkannt, dass eins und eins mehr als zwei ist. Die Höhe von Fördergeldern ist enden wollend, doch der Hebel ist der entscheidende Faktor, auf den es zukünftig ankommen wird. Dieser Hebel heißt in meinen Augen Kooperationskultur, und diese entsteht nicht durch Förderprogramme.
DI Georg Spiesberger, Geschäftsführer TECHCENTER Linz-Winterhafen
EDITORIAL
KULTUR + TECHNIK = ERFOLG?
Das TECHCENTER Linz- Winterhafen ist Heraus- geber des Informer, Magazin für Forschung, Innovation und Techno- logie aus OÖ.
Der Informer wurde 2003 vom TECHCENTER Linz- Winterhafen und den TECHCENTER-Linz- Unternehmen gegründet und hat sich über die
Jahre zum Magazin für Forschung, Innovation und Technologie entwickelt.
Zielgruppe sind Ent- scheidungsträger aus Technologie, Forschung, Wirtschaft und Politik, die das Magazin personalisiert per Post erhalten. Der Informer erscheint viertel- jährlich in einer Druckauf- lage von ca. 16.000 Stück.
IMPRESSUM:
INFORMER KOSTENLOS ABONNIEREN: www.informer-magazin.at/abo
Herausgeber: TECHCENTER Linz-Winterhafen Errichtungs- u. BetriebsgmbH, Hafenstraße 47-51, 4020 Linz, Tel. +43 732 9015-5400, www.techcenter.at Redaktion, Layout & Producing: ARTGROUP, City Tower Linz, Lastenstraße 38, 4020 Linz, [email protected], www.informer-magazin.at Leitung: Sandra Hörschläger, Chefredaktion: Jürgen Philipp
Art Director: Marcos Almeida, Grafik: Wilhelm Ban
Lektorat: Textreform, Jakob Reichsöllner, Druck: Gutenberg-Werbering GmbH.
Dieses Magazin berichtet vier Mal jährlich über Forschung, Innovation
und Technologie aus Oberösterreich sowie Aktivitäten rund um die
oberösterreichischen Technologiezentren.
Auflage: 25.000 Stück (16.000 Stk. Print, 9.000 Stk. elektronisch).
Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr.
Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit werden geschlechtsspezifische
Bezeichnungen überwiegend in männlicher Form verwendet. 3
INHALT
No 49
Quelle: TGW
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SOFTWARE SPART WARTUNGSZEIT
SEITE 10
AUS FÜR ISDN – WAS NUN?
ISDN-Netze werden von europäischen Telekom- Providern auf VoIP umgestellt. SIP-Trunking bietet dazu eine interes- sante Alternative.
SEITE 9
KAPITAL FÜR HÖHENFLÜGE
SEITE 18
LEISTUNGSSCHAU IN HANNOVER
Upper Austrian Research und sechs Mitaussteller konnten auf der weltweit wichtigsten Industrie- messe in Hannover reüssieren.
SEITE 12
ALLES FLIESST
SEITE 20
MIDTECH –
HIGH POTENTIAL
Die MidTech Initiative von tech2b ist ein voller Erfolg. Die ersten Start-ups sind bereits erfolgreich am Markt und werden noch viel von sich reden machen.
SEITE 16
DIE SELBST- LERNENDE FABRIK
SEITE 27
KOLLEGE ROBOTER
Mobile autonome Platt- formen machen Roboter zu ortsunabhängigen, hochflexiblen Produk- tionsassistenten und so 4.0-kompatibel.
SEITE 25
5 IT IM FOKUS
6 WIR SAGEN NEIN ZU CYBERCRIME
7 ENTERPRISE-MOBILITY – DIE ZUKUNFT VON ERP?
11 FORSCHUNG IM FOKUS
12 OBERÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSKOMPETENZ
AUF DER HANNOVER MESSE
14 INNOVATION IM FOKUS
15 MIDTECH SPINNT WEITER
18 MARKETING + VERTRIEB = UNTERNEHMENSERFOLG 26 ELOGATE BIETET TRANSPORTLOGISTIK
FÜR INDUSTRIE 4.0
26 ALLES WAS RECHT IST
28 INDUSTRIE 4.0: SMARTE DATENANALYSE
29 IT-FORSCHUNG FÜR INDUSTRIE 4.0
30 FH OÖ: FORSCHUNGSMOTOR BEI INDUSTRIE 4.0
UND LOGISTIK
32 APPETIT AUF FRISCHE
33 DIENSTLEISTUNG IM FOKUS
33 WELTMARKTFÜHRERTREFFEN IM BÜRO KOPF.ARBEIT 34 YIPBEE EI EY!
35 KNOW-HOW NACHHALTIG SCHÜTZEN
35 FREIBETRAG
36 F.I.T. JOBS IM FOKUS
38 VERANSTALTUNGEN
38 TECHNOLOGIEZENTREN
UND PROGNOSE
Quelle: MTA Systems
IT IM FOKUS
Die Referenten des IT SUMMIT v.l.n.r.: Oliver Holle (Speedinvest), Michael Rodin-Lo (Umdasch Shopfitting), Manfred Lamplmair (rudy games), Bernhard Peham (eww ITandTel), Albert Ortig (netural), Robert Stubenrauch (IT-Cluster), Andreas Kronsteiner (Internorm) Quelle: Florian Voggeneder
SCHMAL IS BEAUTIFUL
Vodafone und Huawei errichten ein Open Lab für schmal- bandiges Internet, um die Forschung am Internet of Things (IoT) voranzutreiben. Dieses schmalbandige Internet (NB-IoT) hat sich zum Low Power Wide Area (LPWA) entwickelt, das zahlreiche Vorteile bietet. Es unterstützt 100.000 Verbindungen pro Zelle und erreicht Akkulauf- zeiten von bis zu zehn Jahren.
Zusätzlich erreicht LPWA eine stärkere Abdeckung als GSM-Netze und mehr Netzstabilität. Damit wären Voraussetzungen für urbane Anwendungen – Stichwort intelligente Städte – geschaffen. Schon bisher verfügt Huawei über eine große Auswahl an IoT-Lösungen und setzt die Schmalbandkommunikation in Spanien bereits kommerziell ein.
SIND DATEN DAS ÖL UNSERER ZEIT?
Zu einem digitalen Stelldichein trafen sich Vertreter der heimischen IT-Branche mit führenden Experten beim IT Summit 2016 im Power Tower der Energie AG. Der
Veranstalter Robert Stubenrauch, Manager des IT-Clusters der Business Upper Austria, zeichnete zur Begrüßung das einprägsame Bild von Daten als das Öl unserer Zeit. Im Gegensatz zu Öl sprudeln sie reichlich und sind ein „wert- voller Rohstoff, welcher wirtschaftlich verwertet werden kann, aber auch geschützt werden muss.“ Zahlreiche weite- re Vortragende boten Einblicke in ihre Unternehmen – von Start-ups über Datenversorger bis hin zu großen Playern – und den jeweiligen Umgang mit den Daten.
Keynote Speaker Oliver Holle, CEO von Speedinvest, berichtete vom täglichen Geschäft eines Investors und erklärte, wie man als Start-up für Investoren interessant wird bzw. was ein erfolgreiches Start-up im digitalen Be- reich überhaupt ausmacht. Weiters diskutierten Vertreter der Wirtschaft mit jenen der Politik – unter anderem mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl – und der Verwaltung darüber, wie sehr Digitalisierung mittlerweile zum Stand- ortmotor geworden ist.
Quelle: pixabay
ICH WARNE DICH ...
Das Software Competence Center Hagenberg wurde mit dem E-Award ausgezeichnet. Es brillierte mit einer Soft- ware für den Katastropheneinsatz. Die Software namens INDYCO unterstützt Feuerwehren, Kommunen oder Einsatzleitstellen, indem sie Sensoren und Expertenwissen mit verschiedenen Analysen und Modellierungsmethoden verknüpft. So kann die Vorwarnzeit für eventuelle Hoch- wassersituationen oder Murenabgänge auf zirka sechs Stunden verlängert werden.
Das System hat dabei eine Genauigkeit von 95,21 %.
Damit können Rettungs- oder Sicherheitsmaßnahmen
schneller und präziser getroffen werden. „Mittels Ex- pertenwissen über die Risiken und Zusammenhänge von
lokalem Niederschlag, Vorbefeuchtung und Geologie
kann ein Analysemodell zur permanenten Überwachung
von möglichen Gefahren erstellt werden“, erklärt der INDYCO-Projektleiter Bernhard Freudenthaler. 5
IT IM FOKUS
News TECHCENTER Linz
WIR SAGEN NEIN ZU CYBERCRIME
Fast täglich berichten Medien über Sicherheitslücken, die von Kriminellen für Angriffe auf Rechner und deren Eigentümer genutzt werden. Hier geht es hauptsächlich
um das Beschaffen von Informationen, die danach von den Tätern für illegale Zwecke weiterverwendet werden können. Dazu zählt vor allem das Ausspionieren wertvoller Firmen- und Personendaten.
Eines steht jedoch fest: Obwohl Cybercrime-Attacken zum täglichen Business gehören, sind die Zahlen des Phäno- mens Cybercrime laut österreichischem Bundeskriminalamt zurückgegangen. Das ist womöglich auf das Bewusstsein für Cybercrime und die dafür benötigte Technologieent- wicklung zurückzuführen. Es könnte aber auch sein, dass es nur eine Verschiebung zu Gunsten der Dunkelziffer ist.
Bernhard Peham, Leiter eww ITandTEL, berichtet über Präventionsmaßnahmen, basierend auf modernster Techno- logie, die Kunden von eww ITandTEL genau vor solchen Angriffen schützen und Sicherheitslücken schließen.
Herr Peham, wie schützen Sie Ihre Kunden vor Cyber-Kriminalität? Bei eww ITandTEL werden unterschiedliche Techniken genutzt. Beispiele dafür sind verschiedene Lösungen für Virenschutz, E-Mail-, Spam- und Webfilter. Durch die Nutzung virtueller Clients und Serverdienste können unterschiedliche Filtersysteme optimal eingesetzt werden, die mehrmals täglich upgedatet werden. Außerdem wird dadurch die Wiederherstellung der Daten virtueller Systeme in kürzester Zeit möglich. Produkte wie backup as a service können Ihre Daten bei Beschädigung einfach und rasch zurücksichern.
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„Wir kümmern uns um Ihr sicheres Business.“ DI Bernhard Peham, Leiter eww ITandTEL
Mit unseren Produkten sind Sie auf der sicheren Seite! Daten können nach Wunsch in geografisch verteilten Rechenzentren von eww ITandTEL betrieben werden, sodass für Sie höchste Sicherheit besteht. Durch unsere redundante Glasfasertechnologie können wir Ihnen maximale Datenübertragungsraten gewährleisten.
Auch bei unerwünschten Zugriffen aus dem Web nutzen wir bei eww ITandTEL modernste und hochperformante Firewall-Systeme und IPS (Intrusion Prevention Systems) marktführender Hersteller.
Für die Absicherung diverser Webapplikationen unserer Kunden verwenden wir Analysetools, um Cyberattacken zu verhindern. Ein wesentliches Bedürfnis unserer Kunden ist der Schutz wertvoller Daten vor dem Zugriff interner Mitarbeiter. Es klingt paradox: Aber die eigenen Mitarbei- ter sind oftmals die größere Bedrohung.
Wie sicher sind Ihre Kunden bei eww ITandTEL
vor Cyberattacken?
Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Es gibt jedoch leider keinen 100-prozentigen Schutz gegenüber Cyberattacken, da tagtäglich neue Lücken und Angriffsmöglichkeiten ent- stehen. Wir können unsere Kunden mit den Produkten von eww ITandTEL bestmöglich unterstützen und den mögli- chen Schaden und die Ausfallszeit minimieren.
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News TECHCENTER Linz
IT IM FOKUS
n unserer schnelllebigen Zeit wird es immer wichtiger,
Unternehmensdaten überall abfragen zu können.
Immer und überall vernetzt.
ENTERPRISE- MOBILITY – DIE ZUKUNFT VON ERP?
Wo macht der Einsatz Sinn?
Geradezu prädestiniert dafür ist der Vertrieb. Hier ist man darauf angewiesen, gut vorbereitet zu einem Termin zu er- scheinen. Informationen über den Kunden, die bisherigen Kontakte oder Aufträge und Produktunterlagen, sollen auf Abruf bereitstehen. Mit mobilen Anwendungen ist man auf Knopfdruck informiert. Selbiges gilt für die Arbeit auf einer Baustelle, wo immer die aktuellsten Pläne oder Lieferinfor- mationen zur Verfügung stehen.
Die Frage nach dem Wie.
Um alle geforderten Anwendungsfälle abzudecken, benö- tigt es mehr als eine funktionierende App. Erst im Zusam- menspiel mit einer gut angepassten ERP- oder CRM-Soft- ware werden alle Vorteile sichtbar. Denn die Daten sollen nicht nur am Smartphone, sondern auch am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.
AXAVIA zeigt mit seiner CRM-App, wie die Zukunft aussehen kann.
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Daher bringen immer mehr ERP-Anbieter mobile Add-ons auf den Markt. Aber ist das wirklich die Zukunft?
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DIE VERANSTALTER:
Die EU macht vieles möglich!
LIVE TO SEE EMOTIONS.
DO, 09. JUNI 2016 . TECHCENTER LINZ . BEGINN 17 UHR
NETWORK . Am 9. Juni ist es wieder so weit. Wie jedes Jahr ist das OpenUp eine gute Gelegenheit, um mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Freunden einen angenehmen Abend zu verbringen. Heuer das erste Mal mit dabei – die Unternehmen aus der Neuen Werft. KULINARIK . luncherie Küchenchef Christian Angerer und sein Team überraschen mit Catering vom Feinsten. Es erwarten Sie exquisite und raffinierte Kreationen sowie außergewöhnliche Spezialitäten und Köstlichkeiten. COCKTAILS . Barkeeper Norbert Moser zaubert herrliche Cocktails. WEINVERKOSTUNG . Gustieren Sie erlesene Weine von Weinbauer Leo Gmeiner aus Perg. OPENUP-VIERKAMPF . Nach Wuzzelturnier
und Grandprix in den vergangenen Jahren steht heuer der „OpenUp-Vierkampf“ auf dem Programm. Geschicklichkeit, Konzentration, Schnelligkeit – die Qualitäten unserer Unternehmen kommen dabei auf den Prüfstand.
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News TZ Attnang-Puchheim
IT IM FOKUS
DAS AUS FÜR ISDN – KEINE ANGST VOR VoIP
Die europäischen Telekomprovider stellen ihre Netze auf VoIP um oder haben dies bereits getan. Viele Kunden müssen dann ohne ISDN leben. SIP-Trunking bietet eine interessante Alternative.
SIP-Trunks sind das Mittel der Wahl für die Verbindung mehrerer Anschlussstellen und um ins Public Switched Telephone Network (PSTN) zu kommen.
Ein SIP-Trunk ist eine IP-Verbindung zwischen einem Enterprise-Unified-Communications-System (UC) und einem SIP-Trunking Service Provider über den Session Border Controller (SBC). Die Trunks enden entweder zen- tral wie beispielsweise im zentralen Rechenzentrum des Unternehmens oder lokal in kleineren Zweigstellen.
Mit SIP-Trunks kann man einerseits bei den Zugangskosten sparen, andererseits bei den tatsächlichen Traffic-Kosten.
Abhängig vom bestehenden Aufbau rangiert das Einsparpotenzial zwischen 10 und 40 %. Die Gründe für Einsparungen sind z. B. der Einsatz kostengünstiger Hard- ware, der Wegfall verschiedener Verträge mit mehreren Service-Providern und geringere laufende Kosten.
SIP-Trunks ermöglichen die Implementierung von
UC im ganzen Unternehmen, weil sie Funktionen wie Präsenzanzeige und Multi-Kanal-Kommunikation nahtlos integrieren. Damit haben Anwender Zugang zur vollen UC-Funktionalität über eine einzige Nummer. Unabhängig davon, auf welchem Netzwerk sie unterwegs sind und welches Endgerät sie gerade nutzen.
Die Einrichtung mehrerer SIP-Trunks macht es möglich, bei einer Netzstörung oder einer sonstigen Unterbrechung von einem SIP-Trunk auf den anderen umzuschalten. Außerdem kann man zwischen mehreren SIP-Trunks Lasten ausgleichen. Beispielsweise erlaubt Microsoft
Lync die Implementierung eines lokalen und zentralen SIP-Trunks in zwei unterschiedlichen Niederlassungen. Fällt der lokale Trunk einmal aus, wird der Sprachverkehr automatisch über den zentralen umgeleitet.
SIP-Trunks sind für den Aufbau virtueller Contact Center essenziell, weil sie mehrere Contact Center nahtlos
SIP-Trunks ermöglichen Lastenausgleich und Rerouting, regeln den Sprach-und Datenverkehr zwischen vielen Niederlassungen und schützen dabei alle Unified-Communications-Daten.
„INNTELCO
unterstützt Kunden
bei der Umstellung
auf SIP-Trunking und
sorgt mit seinem
Dienstleistungspaket
für einen reibungslosen
Ablauf.“
Ing. Josef Spitzlinger Geschäftsführer
verbinden können. Sie ermöglichen Lastenausgleich und Rerouting, regeln den Sprach-und Datenverkehr zwi- schen vielen Niederlassungen und schützen dabei alle Unified-Communications-Daten. Außerdem können SIP- Trunks die Verbindung von und zum PSTN für alle Contact Center in zentralisierten SIP-Trunks konsolidieren.
Bevor man auf SIP-Trunking als Teil einer UC-Transfor- mationsstrategie umstellt, muss man sicherstellen, dass das Firmennetzwerk darauf auch vorbereitet ist und Class of Services unterstützt. Gute Sprachqualität ist wichtig auf dem Weg zu einer neuen Kommunikationsumgebung.
Für einen nahtlosen Übergang empfiehlt sich beispiels- weise, einen Mix aus TDM- und SIP-Trunks einzusetzen. Auch wenn SIP ein Standard ist: Es ist dennoch
wichtig, Equipment unterschiedlicher UC-Anbieter hinsichtlich ihrer Interoperabilität zu testen, um sicher- zugehen, dass alles glatt läuft mit SIP-Trunking. Viele Carrier pflegen deshalb mit den Hauptanbietern von UC-Lösungen ein gemeinsames Interoperabilitätspro- gramm. Dazu zählen beispielsweise Alcatel, Avaya, Cisco, Microsoft und Mitel. Im Rahmen dieses Programms werden das Equipment der UC-Anbieter und die Services von Drittanbietern getestet.
Tel. +43 59 810-0 [email protected] www.inntelco.at
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IT IM FOKUS
News TECHCENTER Linz
SOFTWARE AUS ALTHEIM SPART WARTUNGSZEIT BEI ANLAGEN
Im Rahmen eines Kooperationsprojekts entwickelte die Faschang Service und Management GmbH mit Sitz in Altheim im Innviertel gemeinsam mit der FH Hagenberg eine selbstlernende Bilderkennungssoftware für Geräte-Typenschilder. Damit werden
zukünftig Daten von Geräten und Anlagenteilen wesentlich schneller identifiziert, auch wenn die Schilder vergilbt oder beschädigt sind.
„Wartungsarbeiten finden oft unter ungünstigen Bedingungen statt, beispielsweise an Tankstellen, Industrieanlagen, auf Ölfeldern etc. Und überall ist Zeit Geld. Unser Bilderkennungs- programm wird dem Nutzer einen klaren Vorteil bringen und ihn bei der Wartung von Geräten und Anlagenteilen unterstützen.“ Rudolf Faschang, Geschäftsführer
Faschang Service und Management GmbH
Handyfoto genügt
Typen- und Maschinenschilder findet man auf den meisten technischen Anlagenteilen; sie zeigen Leistungs- und Wartungsdaten. Sind die Schilder vergilbt oder beschädigt, können die Daten nur erschwert bzw. teilweise identifiziert werden und die Fehleranfälligkeit steigt.
Mit der Software von Faschang muss der Benutzer nur das Typenschild, die Produkt- plakette oder eine andere Informationsquelle mit der Kamera seines mobilen Endgerätes fotografieren. Ist das Schild erst einmal erfolgreich identifiziert, werden die Daten selbst- ständig zum betreffenden Anlagenteil generiert und online mit vorhandenen Datenbank- einträgen verglichen. Die aufgenommenen Bilder können auch direkt in das webbasierte Softwaresystem OMIS eingespielt werden und sind im Basissystem sofort verfügbar.
Easydatacollector ist ein lernfähiges System, das nach mehrmaligem Erfassen gleicher oder ähnlicher Typenschilder die Daten selbstständig erkennt und wahrscheinliche Treffer nach dem Prinzip des nearest neighbour vorschlägt. Nachdem die Analyse der Daten zen- tral auf einem Server erfolgt, ist die Lernkurve extrem steil. Der User kann das Typenschild somit schnell zuordnen und die Wartungsarbeiten fortsetzen.
DI (FH) Roland Nöbauer, MA Tel.: +43 732 798 10-5429 [email protected]
www.biz-up.at, www.tim.at
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Mit Forschungskooperation zur innovativen Lösung
Unterstützt und gefördert wurde das Projekt durch TIM – Technologie- und Innovations-Management sowie
das oberösterreichische Landesförderprogramm easy2research und einen Innovationsscheck der öster- reichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
TIM ist die neutrale Technologieberatungsinitiative des Landes OÖ sowie der WKO Oberösterreich und wird von der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und der WKO Oberösterreich angeboten.
Durch die Auswahl der passenden Förderprogramme bzw. durch die Unterstützung bei den Anträgen
konnte TIM-Projektmanager Roland Nöbauer viel
zur erfolgreichen Produktentwicklung sowie zur lang- fristigen Technologie-Kooperation zwischen Faschang und der FH OÖ beitragen.
Die neue Software „EDC – Easydatacollector“ erkennt Typenschilder per Fotodatenbank-Abgleich in Sekundenschnelle.
Quelle: Faschang Service und Management GmbH
FORSCHUNG IM FOKUS
FORSCHUNGSWOLKE ÜBER EUROPA?
Ausnahmsweise einmal gute Nachrichten aus der EU: Die Europäische Union will mit dem Projekt European Open Science Cloud sämtliche Forschungsdaten miteinander vernetzen und zur Verfügung stellen. Projektleiter Jean-Claude Burgelman will eine Infrastruktur ermög- lichen, mit der datengetriebene Wissenschaft möglich werden soll. Burgelman skizziert die Science Cloud als eine Art Karteikasten, in dem europaweit in allen Forschungsar- beiten gestöbert werden kann.
Knackpunkte sind zum einen die Finanzierung und zum anderen einheitliche Datenformate, mit welchen praktikabel nach Stichworten gesucht werden kann. Auch noch strittig ist die Frage, ob die Daten zu kommerziellen Zwecken verwendet werden dürfen. Der EU Forschungs- kommissar, Carlos Moedas, hat dem Projekt zwei Mrd. € in Aussicht gestellt.
FORSCHUNGSMOTOR
Österreich ist pro Kopf gesehen der größte Motorenher- steller der Welt. Die Alpenrepublik nimmt bei Innovationen in der Automobilindustrie eine globale Spitzenposition ein. AVL List Chef Uwe Dieter Grebe zählt Österreich zu den Top-10-Ländern bei Innovation und Forschung.
Der Grazer Zulieferer gibt auch bei den Patenten in diesem Sektor ordentlich Gas und ist noch vor Magna Steyr Patentkaiser. Pro Werktag meldet die heimische Automobil- und Automobilzulieferindustrie 1,4 Patente an. Dennoch warnt die Industrie, dass beim Megathema autonomes Fahren nicht mehr viel Zeit verspielt werden darf. Österreich will bis 2017 Modellregion werden: in diesem Punkt ist man spät dran und nicht mehr so ganz vorne mit dabei.
WAS FÜR EINE NACHT!
Die Lange Nacht der Forschung zog auch heuer wie-
der die Massen an. 180.000 Besucher verzeichnete der Veranstalter und damit neuen Rekord. Forschung zieht also doch! An 2.200 Stationen an 250 Standorten konnte für die Besucher Forschung begreifbar gemacht werden. Forschungsratschef Hannes Androsch sieht in dem Boom, dass man dem „unterentwickelten Bewusstsein für F&E auch Freude und Begeisterung entgegensetzen kann.“
In Oberösterreich fand der Event an 94 Ausstellungs- orten statt. Das Bundesland wurde damit dem Ruf als Forschungsbundesland Nummer eins gerecht.
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FORSCHUNG IM FOKUS
News TECHCENTER Linz
OBERÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSKOMPETENZ AUF DER HANNOVER MESSE
Von 25. bis 29. April 2016 war die Upper Austrian Research bei der weltweit wichtigsten Industriemesse, der HANNOVER MESSE, mit sechs Mitausstellern am Gemeinschaftsstand der außeruniversitären Forschung Oberösterreichs vertreten.
Unter dem diesjährigen Motto Integrated Industry – Discover Solutions war Hannover heuer der globale Hotspot für Industrie 4.0, bei dem Technologien für die Digitali- sierung von Fabriken und Energiesystemen und konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie 4.0 gezeigt wurden.
Die Upper Austrian Research sowie drei weitere außer- universitäre Forschungseinrichtungen aus Oberösterreich nutzten die Industrieleitmesse vor allem zur gemeinsamen Präsentation ihrer Forschungskompetenzen im Bereich Industrie 4.0 sowie zur internationalen Vernetzung.
Zu Besuch am UAR-Gemeinschaftsstand v.l.n.r.: LH-Stv. Thomas Stelzer, UAR-Geschäftsführer Wilfried Enzenhofer, Wirtschaftslandesrat Michael Strugl, WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner und WKOÖ-Industrie Spartenobmann Günter Rübig
In Hannover vorgestellt wurden u.a. optimierte elektrische und hydraulische Antriebe, zerstörungsfreie Inline-Quali- tätskontrollmethoden von Werkstoffen, softwarebasierte Fehlerprognosemodelle in Produktions- und Instand- haltungsprozessen, neuartige, metallisierte Kohlefaser- verbundwerkstoff-Wellenleiter für Satellitenantennen, moderne Ultraleicht-Stahlprodukte sowie neue Blechver- arbeitungsverfahren und brandbeständige Magnesium- legierungen für den Fahrzeug- und Flugzeugbau.
„Die oö. Forschungs- zentren arbeiten seit Jahrzehnten an High- tech Lösungen für die Industrie, auch mit internationalen Partnern. Als Industrieleitmesse
ist die Hannover Messe daher eine perfekte Bühne für die Präsentation
der außeruniversitären, anwendungsorientierten Forschungsschwerpunkte Oberösterreichs.“
DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA Geschäftsführer der Upper Austrian Research GmbH
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Tel. +43 732 90 15-5600 [email protected] www.uar.at
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SOFTWARE COMPETENCE CENTER HAGENBERG
SCCH zeigte in Hannover u.a. seine Methoden zur Realisierung von Predictive Analytics und Predictive Maintenance.
Durch den Einsatz von Data Mining und Machine Learning-Metho- den werden Fehlerprognosemodelle erstellt, um den Early Warning Point zu finden und somit vorausschau- ende Instandhaltungsstrategien zu ermöglichen.
Das Anwendungsspektrum für diese Methoden geht von der Prozessindustrie und Produktion, über das Energiemanagement bis hin zur Herstellung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.
RESEARCH CENTER FOR NON DESTRUCTIVE TESTING
RECENDT stellte ein auf ChemSaaS (Chemometrics as a Service) basie- rendes Messsystem für die inline- Qualitätskontrolle in der Lebens- mittelindustrie vor. Dabei wurde im Rahmen des Forschungsprojekts imPACts mit dem SCCH eine grund- legend neue Infrastruktur für den langfristigen Betrieb und die Wartung spektroskopischer Messgeräten für die Prozessanalytik entwickelt.
Mit dem ebenfalls auf der
Messe präsentierten industriellen OCT-Messsystem können mittels Optischer Kohärenztomographie (OCT) mikroskopische 3D-Strukturen geometrisch vermessen werden.
CEST KOMPETENZZENTRUM FÜR ELEKTROCHEMISCHE OBERFLÄCHENTECHNOLOGIE
CEST präsentierte neuartige Wellen- leiter für Satellitenantennen aus metallisierten Kohlefaserverbundwerk- stoffen, die ausreichende Radiofre- quenzleitfähigkeit aufweisen und den extremen Belastungen im Weltall, wie z. B. den sehr starken Tempera- turschwankungen, ohne starke inter- ne Spannungen bzw. Beschädigungen standhalten. Das deutlich geringere Gewicht führt zu einem niedrigeren Energieverbrauch der Trägerraketen.
Weiters wurden für die Abschei- dung der Kupferschichten auf den Ver- bundwerkstoffen neue und umwelt- freundliche Vorbehandlungsmethoden entwickelt, die den Einsatz von krebserregenden Chromverbindungen vollständig verzichtbar machen.
LINZ CENTER OF MECHATRONICS
LCM präsentierte u.a. einen aktiven Schwingungsdämpfer für große Frequenzbereiche, mit dem un- erwünschte Schwingungen auto- matisch, effektiv und kostengünstig reduziert werden. Anwendung findet er etwa in den Bereichen Automotive, Maschinenbau, Medizintechnik, Ener- gieversorgung und Robotik.
Weiters zeigte LCM einen lagerlosen Hochgeschwindigkeits- motor, einen schnelldrehenden Direktantrieb für höchste Dreh- momente, der mit Vorteilen wie langer Lebensdauer, hohem Wirkungsgrad und wartungsfreiem Betrieb aufwartet.
K1-MET KOMPETENZZENT- RUM FÜR METALLURGISCHE UND UMWELTTECHNISCHE VERFAHRENSENTWICKLUNG
K1-MET veranschaulichte ihre Forschungsaktivitäten im Bereich Rohstoffe und Recycling anhand unterschiedlicher Einsatzstoffe in metallurgischen Prozessen, wie Eisenerz, Kohle, Pellets uvm. Hoch- temperaturprozesse in der Metallur- gie, wie der COREX®-Reaktor oder der Stranggussprozess, werden durch Simulationen und Prozessmodelle dargestellt und vorab optimiert. Entwicklungszyklen können somit verkürzt und qualitativ höherwertige Resultate geliefert werden. Weiters zeigte K1-MET anhand einer Auto- karosserie im Maßstab 1:8, wie viele unterschiedliche Stahlsorten alleine in einem Produkt verarbeitet werden.
LEICHTMETALLKOMPETENZ- ZENTRUM RANSHOFEN
LKR zeigte ein neues Verfahren für die kryogene Blechumformung von Aluminiumlegierungen, also bei Tem- peraturen von bis zu minus 170 °C. Dieses ermöglicht z. B., Stahlbauteile durch Aluminiumbauteile zu ersetzen, die aufgrund ihrer geometrischen Komplexität bisher nicht tiefziehbar waren. Der Ersatz von Stahl durch Aluminium bewirkt eine Verringerung des Gewichts, des Treibstoffver- brauchs und der Schadstoffemission, wovon sowohl die Fahrzeug- als auch Zulieferindustrie profitieren.
Weiters wurden schwer ent- flammbare Magnesiumlegierungen vorgestellt, die aufgrund geringer Dichte und hoher spezifischer Festig- keit besonders für Mobilitätsanwen- dungen interessant sind.
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INNOVATION IM FOKUS
Diskutierten in der voestalpine Stahlwelt über künftige Schwerpunkte der heimischen Wirtschaftspolitik: S3-Experte Prof. Dominique Foray, Walter Stephan (FACC), Helmut Fallmann (Fabasoft), WKOÖ-Vizepräsidentin Mag. Angelika Sery-Froschauer, Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl und IVOÖ-Präsident Dr. Axel Greiner. Quelle: Business Upper Austria
STÄRKEN STÄRKEN
Stärken zu stärken und sich nicht zu sehr auf die Schwä- chen konzentrieren, das ist der Kern eines Programms, mit dem man Oberösterreich seit 1998 zu einer der führenden Industrieregionen Europas machen will. Der Mechatronik- oder der Kunststoffstandort OÖ sind Ergebnisse der Strategischen Wirtschafts- und Forschungspolitik des Landes. 2015 wurden so 1.500 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 360 Mio. € umgesetzt.
Die Bündelung der Kräfte in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Forschung im Sinn der intelligenten Spezia- lisierung schafft einen strategischen Wettbewerbsvorteil, der Oberösterreich von anderen Regionen abhebt.
In Zukunft will Oberösterreich vermehrt versuchen, Innovationen in Produkte und Services und so in wirt- schaftlichen Erfolg zu verwandeln. Der Großteil dieser innovativen Produkte ist heute noch unbekannt – daher braucht es Schlüsseltechnologien, welche Unternehmen zu Innovationen befähigen. Dazu gehören unter anderem Advanced Manufacturing und Smart Materials.
Für Professor Dominique Foray von der Technischen Hochschule Lausanne hat Oberösterreich dann eine Chance, in die europäische Spitze zu kommen, wenn „es noch stärkere Spezialisierung und Konzentration auf einige Stärkefelder gibt. Damit würde in diesen Bereichen die mindestens erforderliche Größe und eine Verdichtung des Know-hows für ein entsprechend effizientes Funktionieren von Netzwerken erreicht.“ Foray war heuer Keynote Spea- ker bei der Veranstaltung Up-Date Standort Oberösterreich in der voestalpine Stahlwelt.
DER BAUER IST SCHLAUER
Innovation macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt. Digital Farming heißt das Zauberwort, dass die Land- wirtschaft wieder ertragreicher machen soll, denn die Landwirte schlagen längst Alarm: Seit 1990 sind die Ver- braucherpreise zwar um 60 % gestiegen, jene für landwirt- schaftliche Güter hingegen sogar leicht gesunken.
Die Bauernschaft ist daher angehalten, weiter zu optimieren. Was Industrie 4.0. für die Konsumgüterindus- trie ist, soll Digital Farming für die Landwirtschaft sein. Der Bauer sammelt Daten über Bodenbeschaffenheit und Klima. So wird der ideale Saat- und Erntezeitpunkt ermit- telt bzw. drohender Schädlingsbefall rechtzeitig erkannt. Landwirte müssen ihre Äcker daher nicht mehr präventiv spritzen. Die Daten tragen dazu bei, dass massiv Dünge- mittel, Pestizide und Zusatzstoffe eingespart werden können. Experten rechnen mit einem Einsparungspotenzial von 50 % an Chemikalien.
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News TECHCENTER Linz
INNOVATION IM FOKUS
Mit der microgreenbox geben Markus Riegler und Alexander Polivka der Spitzengastronomie die Möglichkeit, selbst Superfood zu züchten. Quelle: Andreas Balon/tech2b
MIDTECH
SPINNT
WEITER
Die MidTech Initiative von tech2b in Kooperation mit dem Land Oberösterreich entpuppt sich als voller Erfolg. Im zweiten Vergabebeirat bekamen acht weitere Start-ups grünes Licht. Damit sind bereits 15 Gründer in Betreuung, um ihre Ideen
weiterzuentwickeln und erfolgreiche Produkte zu kreieren.
„Spinnen Sie?“, fragte die MidTech Kampagne, und spielte damit auf die großen Vorreiter und Erfinder unserer Zeit an, denen allen dieses Spinnen als Form des Querdenkens zu
eigen war. Und Oberösterreich spinnt gewaltig, wie das Programm des Inkubators tech2b in Kooperation mit dem Land Oberösterreich beweist. Beim kürzlich stattgefundenen zweiten Vergabebeirat gab es für weitere acht Gründer grünes Licht. „Es sind damit nun 15 Start-ups bei uns in Betreuung“, zieht MidTech Incubation Manager DI Dr. Rudolf Hittmair eine erste Bilanz. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: In der ersten Runde gelang es allen Gründern, ihre Ideen weiterzuentwickeln, Patente anzumelden und sogar internationale Preise abzuräumen. Diesen Erfolg will man nun mit der zweiten Runde wiederholen.
Tel. +43 732 9015-5601 [email protected] www.tech2b.at
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Hubert Rapperstorfer war Teil des ersten MidTech-Durchgangs von tech2b und wurde mit seiner Korbwand bereits mehrfach ausgezeichnet. Quelle: Andreas Balon/tech2b
„Hätte es die Unterstützung nicht gegeben, wäre die Idee vielleicht in der Schublade gelandet und dort geblieben.“
Thomas Pühringer
Gründer Bee Solutions GmbH
Erfolg ist kein Zufall.
„Im Vordergrund steht für die meisten Gründer die
rasche Hilfe, die sie bei uns erhalten“, erklärt tech2b Geschäftsführer Mag. Markus Manz den Erfolg des Pro- gramms. Schnell und unbürokratisch bekommen die Start- ups neben einer einmaligen finanziellen Unterstützung vor allem Zugang zum tech2b Netzwerk und zum BIZtrain, einem Bildungsprogramm, das genau auf die Bedürfnisse von Gründern abgestimmt ist. Thomas Pühringer, der mit seinem Start-up Bee Solutions GmbH das Produkt Bienen- stockfalle patentieren konnte, streut dem Team Rosen: „Hätte es die Unterstützung nicht gegeben, wäre die Idee vielleicht in der Schublade gelandet und dort geblieben.“
Extrem breit gestreutes Themenfeld.
Pühringer ist Teil des ersten Turnus, der bereits für Furore
sorgen konnte. Ähnliches erwartet sich Hittmair auch von
den neuen acht Gründern, die nun ganz taufrisch in das
Programm gekommen sind. „Es ist faszinierend, wie breit
gestreut die Ideen sind und wie gut die Gründer vorbereitet
sind.“ Wie schon im ersten Durchgang zeichnet auch die
Gründer von Durchgang zwei eine breite thematische Viel-
falt aus: „Wir haben von der Fuhrparkoptimierung, einem innovativen System zur E-Mail Verwaltung, einer Buchungs- plattform für Restaurants samt Menüplänen, über Industrie 4.0-Anwendungen bis hin zu E-Learning Plattformen auch
diesmal wieder eine große Variabilität an Themen.“ Start-
ups, von denen sich Hittmair und Manz einiges erwarten. 15
INNOVATION IM FOKUS
VON WELTNEUHEITEN, SUPERFOOD UND BIENENFREUNDEN:
START
Die neue MidTech Initiative von tech2b
in Zusammenarbeit mit dem Land
Oberösterreich brachte eine Fülle an
neuen technologienahen Start-ups
UPS
hervor. Der Zugang zu Fördermitteln
wurde deutlich erleichtert, und schafft so ein eigenes Wachstumsklima,
in dem Ideen aufblühen können.
Der Informer präsentiert in
Kooperation mit dem TECHCENTER
Linz-Winterhafen sechs zukunfts-
weisende Start-ups, die aus Ideen
marktreife Innovationen erarbeiteten.
POWERED BY:
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Korbwand®
Gibt der Betonwand einen Korb
Eine ausgezeichnete Weltneuheit verbirgt sich hinter der Korbwand® des Start-ups Rapperstorfer Automation. Hubert Rapperstorfer ist es erstmals gelungen, Beweh- rungskörbe für Stahlbeton-Fertigbauteile vollautomatisch und individuell auf einer kompakten Anlage zu fertigen. Damit werden Losgrößen ab einem Stück wirtschaftlich, und das hilft der Baubranche, kostengünstig individuelle Größen und Wandstärken zu produzieren.
Die so hergestellten Bewehrungskörbe glänzen durch 90 % weniger Kunststoffanteil, sparen bis zu zwei Kilo- gramm Stahl pro Quadratmeter Doppelwand und sind energieeffizienter bei der Verschweißung. Rapperstorfers Innovation räumte bereits einige Preise ab. So erhielt
die Korbwand® gemeinsam mit Partner BTI den ACR- Kooperationspreis und den Innovationspreis der deutschen Zulieferindustrie Betonteile.
Synca.me
Immer am neusten Stand bleiben
Wer kennt das nicht: Die Kontakte im Smartphone sind ständig unaktuell. Das störte auch Benedikt Aichinger, als er seiner Schwester eine Karte aus Rom schicken wollte. Sie war kürzlich umgezogen und er hatte keinen Zugriff auf die aktuellen Daten. Aichinger recherchierte und erkannte, dass er mit dem Problem nicht alleine dasteht.
Bereits nach einem Jahr, so Aichingers Recherchen, sind im Schnitt ein Drittel aller Kontakte veraltet. Gemein- sam mit einem IT-Dienstleister aus Linz konzipierte er Synca.me. Die App lädt die Kontakte im Smartphone dazu ein, sich ebenfalls mit Synca am Laufenden zu halten. Jeder Synca-Nutzer hat damit stets die aktuellsten Kontaktdaten am Smartphone.
Bienenstockfalle Bienenvölker aller Stöcke, verteidigt Euch!
Durch Zufall kam Thomas Pühringer zur Imkerei und ein Zufall – ein Riss im Bizeps und ein dadurch folgender Krankenstand – ließ ihm die Zeit, um zu recherchieren. Dabei stieß er auf den Beutenkäfer, einen Schädling, der sich in Bienenstöcken einnistet, dort Eier ablegt und sich wild verbreitet.
Für den Bio-Imker kommt im Falle eines Befalles keine Chemie zur Vernichtung des Schädlings in Frage und so tüftelte er gemeinsam mit Markus Färber an einer mecha- nischen Lösung des Problems. Zwar ist die Biene dreimal so groß wie der Schädling, die Falle ist aber so konstruiert, dass der Käfer gefangen werden kann, während die Bienen ungehindert ein- und ausfliegen können. Die patentierte Bienenstockfalle schützt somit die ohnehin schon leid- geplagten Bienen.
Microgreenbox Klimawandel auf Knopfdruck
Ein vollautomatisches Gewächshaus für alle Kräuter dieser Welt, nicht mehr und nicht weniger ist die microgreenbox, ein Produkt von Alexander Polivka und Markus Riegler. Die beiden ehemaligen Zimmergenossen im Internat trafen sich nach Jahren wieder, um Rieglers Chiliproblem zu disku- tieren. Hobbyzüchter Riegler scheiterte immer wieder dar- an, dass er beruflich oft zwei Tage oder mehr weg musste. Die Chilis überlebten diese Dienstreisen nicht.
Mit der microgreenbox haben sie nun ein vollautoma- tisches Kleingewächshaus entwickelt, das jedes x-beliebige Klima weltweit simulieren kann. Damit lassen sich die exotischsten Kräuter züchten. Das Marktpotenzial für microgreens – so nennt man Gemüse, das frühzeitig geerntet wird und daher deutlich mehr Nährstoffe hat – sehen die beiden vor allem in der Spitzengastronomie. Da- her steht ihnen auch ein Haubenkoch als Mentor zur Seite.
Enduranceboard Start-up mit Ausdauer
Dass Start-up Gründer Höchstleistungen vollbringen müssen, ist für Gerald Horvath kein Problem. Horvath war Weltcupstarter bei Triathlons in aller Welt. Danach wechselte er in die Trainerrolle und stand vor einem Pro- blem: Ergebnisse von Marathons, Triathlons, Aquathlons und anderen Ausdauerevents waren auf hunderten von verschiedenen Seiten verstreut und mussten mühevoll zusammengesucht werden.
Das liegt an der großen Anzahl an Zeitnehmerfirmen, die alle eigene Ergebnisseiten betreiben. Horvath startete mit dem Enduranceboard durch, einer Website, die alle Ergebnisse vereint. Aktuell bündelt er 2.000 Rennen in
12 Sportarten in 80 Ländern der Welt. Sein Know-how nutzt der Gründer nun, um seinen Internet-Hotspot
für Ausdauersportler zu einer Plattform für die gesamte Rennadministration auszubauen.
TuRisMo 3.0 Ein sicherer Tunnelblick
In der Medizin beschreibt der Tunnelblick ein ein- geschränktes Sichtfeld, was vor allem die Sicherheit im Straßenverkehr gefährden kann. Christoph Forsters Tunnelblick hingegen ist für die Sicherheit förderlich. Sein frisch gegründetes Unternehmen TuRisMo 3.0 beschäftigt sich mit Sicherheit in Tunnels.
Forster programmierte ein Risiko-Analysemodell für Tunnels auf Basis eines numerischen Modells. Das konn- ten bisher nur wenige Menschen weltweit. Der Spezialist für Straßen- und Tunnelbau setzt sein praxiserprobtes System bereits bei ersten Kunden ein. TuRisMo 3.0 hilft, die Menge an Auflagen und umzusetzenden Vorschriften exakt einzuhalten und so potenzielle Risikoquellen im Tunnelbau zu eliminieren. Das Technische Büro samt Zu- lassungen und Voraussetzungen dazu ist schon gegrün- det und Christoph Forsters Modell bereits Gegenstand von Fachkongressen.
INNOVATION IM FOKUS
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INNOVATION IM FOKUS
News TECHCENTER Linz
MTA Systems aus dem Technologiezentrum Perg: Das u. a. mit einem getriebelosen Förderantrieb erfolgreiche Unternehmen profitierte von der finanziellen Starthilfe des Oö. Gründerfonds. Quelle: MTA Systems
MIT START- KAPITAL ZUM ERFOLG
Mit bis zu 75.000 € aus dem Oö. Gründerfonds unterstützt das Land OÖ Unternehmensgründungen und -übernahmen: zu günstigen Bedingungen und ohne
Einflussnahme auf die Geschäftsführung. Ansprechpartner dafür sind KGG & UBG, die auch eine kostenlose Finanzie- rungsberatung für junge Unternehmen anbieten.
Egal ob Start-up, Händler oder Dienstleister: Grundsätzlich können alle Gründerinnen bzw. Gründer sich für Startkapi- tal aus dem Oö. Gründerfonds bewerben. Wie zum Beispiel die MTA Systems aus dem Technologiezentrum Perg. Un- ter anderem auch dank dieser Starthilfe konnten Herwig Feuerstein und Dietmar Pankraz ihren reichen Erfahrungs-
schatz in der Antriebs- und Automatisierungstechnik zu einem erfolgreichen Unternehmen formen.
Der Fonds beteiligt sich dabei für einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren am Unternehmen. In der kritischen Startphase entstehen so keine Schul- den bei einer Bank.
Wird jedoch eine größere Finanzierung benötigt, kann die Oö. Kreditgarantiegesellschaft eine Bürgschaft für einen zusätzlichen Kredit über- nehmen. Die Bürgschafts-
kosten für die ersten drei Jahre trägt dann ebenfalls der Oö. Gründerfonds.
OÖ
Gründerfonds
Oft scheitern geniale Produkte und Dienstleistungen einfach nur am Verkauf. Das TECHCENTER Linz- Winterhafen nimmt sich diesem Problem an, und startet
gemeinsam mit dem IT-Cluster von Business Upper Austria die Initiative Marketing+Vertrieb = Unternehmenserfolg (M+V=U).
Steven Jobs war der perfekte Marketer, Steve Wozniak der geniale Tüftler. Woz wäre wohl nie das IT-Genie geworden ohne den Querdenker an seiner Seite und umgekehrt.
Oft scheitern die genialsten Ideen einfach nur daran,
dass sie nicht richtig verkauft werden. Das TECHCENTER Linz-Winterhafen will das nun ändern und startet gemein- sam mit dem IT-Cluster von Business Upper Austria ein umfassendes Verkaufsförderungsprogramm.
Am 30.06.2016 beginnt mit der Auftaktveranstaltung in der Neuen Werft die Initiative Marketing+Vertrieb = Unternehmenserfolg. „Wir stellen immer wieder fest, dass oberösterreichische Unternehmen ausgezeichnete Pro- dukte entwickeln und damit auch Markterfolge erzielen, aber das tatsächlich mögliche Marktpotenzial nur zu einem Bruchteil ausgenutzt wird“, so TECHCENTER-Chef Georg Spiesberger.
Vom IT-Genie zum Verkaufsexperten.
Die Initiative hält zwei Angebote für Unternehmen bereit. Einerseits soll durch maßgeschneiderte Ausbildungen die firmeninterne Qualifikation im Bereich Marketing und Vertrieb erhöht werden. Ein zweites Angebot sieht das individuelle Coaching von Unternehmen zur Erreichung zuvor vereinbarter Vertriebsziele vor. „Entscheidend ist für uns nicht nur die Vermittlung von Know-how, sondern auch die direkte und rasche Umsetzung in den Unter- nehmen“. Auch bei dieser Initiative wird stark auf das Peer-Learning, das Lernen voneinander, gesetzt. Die geeigneten Plattformen dafür bieten Erfa-Treffen und Kamingespräche. Am 04.07.2016 findet ein Experten- workshop gemeinsam mit interessierten Unternehmen statt, um Anforderungen nochmals im Detail abzustim- men. Bis September wird mit der Umsetzung der Initiative begonnen, die über einen Zeitraum von zehn Monaten geplant ist. Nähere Infos dazu unter www.sell-it.at
Tel.: +43 732 9015-5400 [email protected] www.techcenter.at www.sell-it.at
Tel.: +43 732 77 78 00 www.kgg-ubg.at [email protected]
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SAP-Spezialisten für alle Anwendungsbereiche: INFORMATICS für TIGER Coatings.
Das Mindeste, das wir für unsere Kunden tun können, ist das Spezielle. Schließlich ist jeder unserer Kunden auch ein Spezialist in seiner Branche. Bei INFORMATICS gewährleisten dies Wirtschaftsinformatiker, die auf der Grundlage von SAP Unternehmen beraten und für sie bedarfsgerecht entwickeln. Dafür ist INFORMATICS seit 1999 als Full Service Provider im Einsatz, unermüdlich und stets lösungsorientiert. Unsere rund 150 Kunden wissen das zu schätzen, so auch der Pulverlackhersteller TIGER Coatings. Und wo liegt die spezielle Herausforderung in Ihrem Unternehmen?
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HAND IN HAND
ALLES FLIESST
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WELTWEITER TOP-5-PLAYER DER INTRA- LOGISTIK KOMMT AUS OBERÖSTER- REICH.
HAND IN HAND
In 4,5 Stunden von der Bestellung zur Lieferung? Ein niederländisches Versandhaus zeigt, was heute logistisch möglich ist. E-Commerce sorgt für eine extreme Beschleunigung der Logistikkette. Zum einen optimieren komplexe innovative Hard- und Software die Intralogistik. Zum anderen sorgen Innovationen beim bisherigen Bremser, der letzten Meile, für
künftige Beschleunigung. Oberösterreichs Wirtschaft punktet dabei international mit Logistiklösungen und -services von Weltrang. Der INFORMER holt diese Top-Player vor den Vorhang und gibt einen Ausblick auf die Zukunft und die Trends der Logistik von Morgen.
In Zwolle, der Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel, beginnt unsere Story. Schon historisch betrachtet war die ehemalige Hansestadt eine Art Benchmark der Wirtschaft: Als blühender Handelsplatz und Zentrum des Buchdrucks hatte die Stadt auch das „Stapelrecht“ inne. Ein Recht der Stadtverwaltung, von fahrenden Händlern zu verlan- gen, dass sie nur zu bestimmten Zeitpunkten an sogenannten Stapelplätzen ihre Waren feilboten. Zudem hatte Zwolle das Umschlagrecht inne. Kaufleute mussten ihre Waren vor der Stadt abladen und durften diese nur mit stadteigenen Transportmitteln weiterbeför- dern. Das schützte die eigene Wirtschaft und brachte Arbeitsplätze bei der Logistik der Waren in die Stadt. Was hat das mit moderner Transportlogistik zu tun?
Zwolle ist heute Sitz des niederländischen Versandhauses Wehkamp. Einem Online- Versandhaus, das drauf und dran ist, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Schon bisher galt, wer bis 23 Uhr bestellt, wird am nächsten Tag beliefert. Derzeit baut Wehkamp in Zwolle das größte Distributions-Center der Welt, in dem 70.000 Pakete pro Tag abgefer- tigt werden, und damit will man endgültig zum Speedking aufsteigen. Wer bis 10h bestellt, soll am selben Tag die Waren bis spätestens 16 Uhr egal an welchen Ort der Niederlande bekommen. Vom Klick zur Bestellung der Ware bis zum Klingeling an der Haustüre ver- spricht Wehkamp sogar eine Durchschnittsdauer von nur 4,5 Stunden.
Das alleine schon skizziert, was moderne Distributions- logistik heute möglich macht. „Der Schlüssel für eine erfolgreiche Logistiklösung liegt dabei nicht in einer einzi-
gen Komponente, sondern es ist das Zusammenspiel aller Gewerke zu einem komplexen Gesamtsystem“, erklärt Georg Kirchmayr, Präsident der TGW Logistics Group mit Sitz in Wels. TGW ist heute weltweit unter den Top-5- Lieferanten beim Thema Intralogistik, also dem Part,
der in den großen Warenlagern für Geschwindigkeit und zügige Abfertigung sorgt. 1969 als Maschinenbauer gegründet, war man Pionier für Rollenförderer und Regal- bediengeräte und belieferte Generalunternehmer. 2008 dann der Strategiewechsel, selbst Generalunternehmer zu werden und Komplettlösungen anzubieten. Mit großem globalen Erfolg. „Wir haben Niederlassungen quer über den Globus.“
Das Thema E-Commerce, das einen gewaltigen Schub in der Intralogistik brachte, hat TGW gemeinsam mit Universitäten und Forschungspartnern bearbeitet. Im Zentrum der Projekte steht für den Kunden die Wirtschaft- lichkeit der Anlage. „Total Cost of Ownership spielt hier eine entscheidende Rolle. In diesem Bereich sind wir mit unseren energieeffizienten Lösungen weltweit führend.“ Die „Königsdisziplin“ der Intralogistik liegt im Lebens- mittelhandel, vor allem wenn mehrere Temperaturzonen einzuhalten sind. Das hat auch das bisher größte Projekt der TGW, bei Coop im schweizerischen Schafisheim zum Inhalt. „Auf einem Areal von ca. 110.000 Quadratmetern entsteht ein Logistikzentrum der Superlative. Einige Gebäude, mehrere Ebenen – unterirdisch wie oberirdisch
– wurden hier mit modernster Intralogistik von TGW ausgestattet.“
„Der Schlüssel für eine erfolgreiche Logistiklösung liegt dabei
nicht in einer einzigen Komponente, sondern es ist das Zusammenspiel
aller Gewerke zu einem komplexen Gesamtsystem.“
Georg Kirchmayr, Präsident der TGW Logistics Group, Quelle: TGW
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IN WELS IST DAS INTERNET DER DINGE BEREITS REALITÄT.
HAND IN HAND
Das perfekte Zusammenspiel aller Teile macht den Erfolg von TGW aus Wels aus. Quelle: TGW
Dabei müssen besondere Bedingungen hinsichtlich der Lagerung, des Transports und der Kommissionierung von Lebensmitteln im Trockenbereich, also bei Normaltempe- ratur sowie im Kühl- und Tiefkühlbereich beachtet werden. „Ein entscheidender Vorteil zum Mitbewerb ist, dass unsere Technik auch bei Tiefkühltemperaturen von -23 °C einwandfrei läuft.“ Geschafft werden diese Herausforde- rungen mit Spezialisten aus aller Welt. „Alleine am Stand- ort Wels arbeiten Spezialisten aus 40 Ländern.“
Gerade einmal 100 Meter Luftlinie sind es vom Intra- logistiker TGW zum C-Teile Manager Kellner&Kunz. 61.000 Kunden aus Industrie und Handwerk werden
serviciert. Unter C-Teilen versteht man nach der ABC- Analyse, die auf Vilfredo Pareto zurückgeht, Teile mit
dem geringsten Wertanteil bezogen auf den Jahres- verbrauchswert. Meist handelt es sich um Schrauben, Nägel, Werkzeuge und tägliches Verbrauchsmaterial, das in hohen Stückzahlen benötigt wird, bei dem der Stückpreis jedoch gering ist. Wer in diesem Bereich verdienen will,
der braucht hocheffiziente Prozesse. „Das geht nur mit Innovation. Potenziale schlummern überall. Es ist unsere Aufgabe, diese zu entdecken“, erzählt Walter Bostelmann, Vorstand der Kellner&Kunz AG.
Dazu sorgen volatile Märkte für stetige Marktdynamik. „Kleine Teile haben oftmals große Wirkung. Mit unseren intelligenten Behältern und Ausgabesystemen, sowie soft- waregestützten Bestellsystemen können wir den Beschaf- fungs- und Lagerprozess optimieren.“ Die Behälter geben dabei Feedback.
„Das Internet der Dinge ist bei uns bereits gelebte Realität.“
Walter Bostelmann
Vorstand Kellner&Kunz AG Quelle: Kellner&Kunz
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Das RECA RFID iBin ist eine Weiterentwicklung eines optischen Bestellsystems, das die gesamte Material- wirtschaft revolutioniert hat. Dabei wird auf Behälter- ebene die Füllstands-, Zähl- und Bestellinformation automatisiert und an das ERP-System übermittelt. „Das Internet der Dinge ist bei uns bereits gelebte Realität“.
Und es wird kräftig weitergeforscht: „Wir führen demnächst das multifunktionale Regaletikett ein. Das flache, handliche RECA iDisplay Etikett wird einfach am Lagerort platziert, befestigt und initialisiert. Ein manueller Pflegeaufwand ist nicht mehr notwendig. Mit dem RECA iDisplay kann schnell und einfach direkt am Lagerplatz interagiert werden. Somit hat man immer und überall
den Überblick und kann auf eine transparente Regalplatz- verwaltung inklusive Stammdaten zurückgreifen.“
HAND IN HAND
„Wir wollen mit unseren Logistik- lösungen Prozesse
durchgängig elektro-
nisch abbilden.“
Siegfried Poldlehner Vertriebsleiter Industrie für Oberösterreich und Salzburg bei Haberkorn
Kellner&Kunz macht aus einem Plastikbehälter ein intelligentes Internet of Things-Tool. Quelle: Kellner&Kunz
Bei Haberkorn in Leonding stellt man sich ebenso den Herausforderungen von Kunden in Bau und Industrie, vor allem in der Beschaffungslogistik. Die Ausgangs-
situation ist oft so, dass hoher Aufwand betrieben wird und auch mehr Kosten als notwendig anfallen. Nur 20 % der Kosten sind auf den eigentlichen Warenwert zu rech- nen, während 80 % allein auf die Beschaffung dieser Artikel fallen. Haberkorn als größter technischer Händler Österreichs sieht seinen Erfolg nicht nur in den Produkten, sondern auch in der Logistik begründet. „Wir wollen mit unseren Logistiklösungen dazu beitragen, die Komplexität zu reduzieren, Verschwendung zu vermeiden und Prozesse durchgängig elektronisch abzubilden“, erzählt Siegfried Poldlehner, Vertriebsleiter Industrie für Oberösterreich und Salzburg bei Haberkorn.
Ein Meilenstein dazu ist der von Haberkorn entwickel- te Ausgabeautomat H-Save, der eine Teileausgabe von Verbrauchsmaterialien lückenlos nachvollziehbar macht und 24 Stunden täglich 7 Tage die Woche parat steht.
„Es ist effizienter, die Produkte dort hinzubringen, wo sie benötigt werden, als dass jeder Mitarbeiter große Wege zur Ausgabestelle in Kauf nehmen muss.“ Das Bewusst- sein für effiziente logistische Prozesse steigt und das
vor allem durch externen Preisdruck. Je nach Produkten, Märkten und Industrien liegen die Kosten für die Logistik im Schnitt bei 10 % des Verkaufspreises. Jedes Prozent, das hier gespart werden kann, wirkt sich sofort positiv auf das Ergebnis aus. Jeder einzelne Teil der komplexen Supply Chain vom Bestelleingang, dem Lieferantenmanagement, der Produktion, der Lagerhaltung bis zur Auslieferung und Fakturierung wird daher unter die Lupe genommen und optimiert.
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80 PROZENT BESCHAFFUNGS- KOSTEN AUF
20 PROZENT WARENWERT?
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HAND IN HAND
KNACKPUNKT LETZTE MEILE.
Neben der Infrastruktur und der Hardware ist es die Software, die eine leistungsstarke Logistik ermöglicht. Gerade im E-Commerce, wie SAP Österreich CEO Klaus
Sickinger illustriert: „Der Kunde drückt auf den Bestell- knopf und damit wird eine ganze Kette ausgelöst – und zwar in Echtzeit.“ Gab es früher nur temporäre Lager- abgleiche, so greifen ERP-Systeme heute direkt auf den Lagerbestand zu. Das beschleunigt die Supplychain und ermöglicht somit Rekordlieferzeiten wie bei Wehkamp in Zwolle. „Das geht nur, wenn von der Bestellung zur Be- standsprüfung bis zum Versand alles automatisiert wird. In der Vergangenheit war dieser Vorgang sequentiell, es gab viele Schnittstellen, heute läuft alles parallel.“ Knackpunkt bleibt die „letzte Meile“, also der konkrete Zustellvorgang. Doch auch hier kommt ordentlich Bewegung rein.
„Der Kunde drückt
auf den Bestellknopf und damit wird eine ganze Kette in Echtzeit ausgelöst.“
Klaus Sickinger CEO SAP Österreich Quelle: SAP
Ob Zukunftsvisionen wie die berühmte Amazon- Drohne, zentrale Abholpunkte, etwa bei Tankstellen oder in Supermärkten: hier gibt es noch viel Innovationspotenzial. Audi, DHL und Amazon testen gerade in München die Zustellung per Kofferraum. Ist man Audi-Besitzer und Amazon Prime Kunde, wird das Paket durch eine von Audi entwickelte schlüssellose Zugangsberechtigung im Koffer- raum platziert. Damit sollen Leerfahrten der Paketzusteller vermieden werden. Hat der Kunde sein Fahrzeug am Fir- menparkplatz abgestellt, kann DHL in diesem Zeitfenster die Zustellung erledigen. Auch die österreichische Post ar- beitet an der Optimierung der letzten Meile. Der Empfänger erhält ein Zeitfenster von drei Stunden, in dem er beliefert wird. Ist er nicht zuhause, kann er per App die Sendung auf eine Sammelstation umleiten.
Irgendwie erinnert das wieder an die Stadt Zwolle und ihr Stapelrecht. Auch die moderne Logistik setzt auf Zeitfenster und Hotspots, in denen Waren gestapelt werden können.
KOLLEGE ROBOTER WIRD MOBIL
Mit dem KMR iiwa (KMR für KUKA Mobile Robotik) kombiniert KUKA die Stärken des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa (intelligent industrial work assistant) mit einer mobilen und autonomen Plattform. So wird der Roboter zum ortsunabhängigen, hochflexiblen Produktionsassistenten mit uneingeschränktem Arbeitsraum – eine ideale Voraussetzung für die Anforderungen der Industrie 4.0.
Flexibilität ist die Grundanforderung für die wandlungsfähige und adaptive Produktion von morgen. Schon heute zählen Industrieroboter zu den flexibelsten Komponenten
eines Produktionssystems, da sie vielfältige Aufgaben übernehmen und schnell an neue Prozesse angepasst werden können. Mit dem Leichtbauroboter LBR iiwa hat KUKA bereits auf der Hannover Messe vor zwei Jahren einen Roboter vorgestellt, der durch seine inte- grierte Sensorik in allen sieben Achsen in sicherer Technik mit dem Menschen zusammen arbeiten kann – ganz ohne Schutzzaun.
Tel.: +43 732 78 47 52 [email protected] www.kuka.at
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Der KMR iiwa von KUKA ist ein ortsunabhängiger, hochflexibler Produktionsassistent.
COVER
Dank seines fahrbaren Untersatzes wird der Leichtbauroboter KMR iiwa nun auch mobil – und zwar autonom.
Zwar ist der LBR iiwa durch sein geringes Eigengewicht leicht von A nach B zu trans- portieren, eine inhärente Mobilität fehlte dem sensiblen Roboter-Kollegen bisher jedoch. Dieser Anforderung trägt KUKA mit dem KMR iiwa Rechnung. Dank seines fahrbaren Untersatzes wird der Leichtbauroboter nun auch mobil – und zwar autonom. Die Platt- form ist mit den speziell entwickelten Mecanum-Rädern aus dem Stand in jede Richtung fahrbar. Roboter und Fahrzeug werden mit der multikinematikfähigen Steuerung (KUKA Sunrise) betrieben, was die Bedienung und Nutzung in der Praxis deutlich vereinfacht. Zusätzliche Umgebungsscanner und Ultraschallsensoren am Fahrzeug ermöglichen die Erkennung und Umfahrung von Hindernissen. Die verwendeten Li-Ion Batterien versorgen Fahrzeug und Roboter direkt mit Strom. Mit der von KUKA selbst entwickelten Naviga- tions-Software bewegt sich der KMR iiwa damit völlig autonom und ohne Kabelverbin- dungen frei im Raum. Das System ist modular konzipiert und kann um Hardware gemäß Applikationsanforderungen erweitert werden.
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HAND IN HAND
ELOGATE BIETET TRANSPORT- LOGISTIK FÜR INDUSTRIE 4.0
Die eLogistik-Software ELOGATE von SATIAMO strafft das Transportmanagement von Industriebetrieben. So auch bei Vetropack, Europas führendem Hersteller von
Glasverpackungen. ELOGATE übernimmt dort konzernweit eine Schlüsselrolle, optimiert Frachtkosten und bringt Transparenz in interne Prozesse und Abläufe.
Die gestiegenen Absatzmengen von bis zu 150 Lkw- Ladungen je Standort der sieben Heimmärkte Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Ukraine und Italien erforderten eine gruppenweite Standardisierung des Transportmanagements.
In erster Linie mussten die internen Prozesse gestrafft, Verantwortlichkeiten und Abläufe vereinheitlicht und standardisiert werden, damit ein konzernweites Transport- management mit transparentem Kostenvergleich überhaupt möglich ist. Das reichte vom Verkauf und den Versand über die Anlieferung bis hin zur Kundenunterschrift am elektroni- schen Ablieferbeleg und der vollautomatischen Verbuchung der Frachtkosten im SAP.
„Die SAP-Anbindung
war entscheidend.
Damit schaffen wir
effiziente Prozesse und
letztendlich Fracht-
kosten-Transparenz
auf Artikel oder
Warenempfänger.“
Martin Schwaiger, Geschäftsführer SATIAMO, Quelle: SATIAMO
Tel.: +43 664 816 76 09 [email protected] www.satiamo.com
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SATIAMO konzentriert sich auf den strategischen Frachteinkauf mit IT-unterstütztem Transportmanagement für Industriebetriebe. Darauf vertrauen u.a. internationale Big Player wie z. B. Banner Batterien GmbH,
26 die Greiner Gruppe oder die Poloplast GmbH & Co KG.
FH-Prof. Dr. Peter Burgstaller, LL.M., ist Rechtsanwalt und Professor für IT- und IP Recht, FH OÖ, Campus Hagenberg.
PROF. HINTERMAYR & PARTNER
rechtsanwälte l attorneys at law www.lawfirm.eu
RA FH-Prof. Dr. Peter Burgstaller, LLM (London) Tel.: +43 732 776 47 70 [email protected] www.lawfirm.eu
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NEUES DATENSCHUTZ- KONZEPT FÜR INDUSTRIE 4.0 / IoT
Die jüngst beschlossene EU- Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bringt ein völlig neues Datenschutzkonzept mit
Fokus auf Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT), nämlich data protection by design und data protection by default. Unter bestimmten Voraussetzun- gen ist auch ein verpflichtender Datenschutzbeauftragter in der DSGVO vorgesehen.
Industrie 4.0 und Internet der Dinge bringen eine neue Dimension an Datenmengen und -qualitäten, die besondere Heraus- forderungen für den Datenschutz bringen. Etwa das Profiling, also das in jeglicher Form automatisierte Verarbeiten personenbezogener Daten. Werden eDaten zur Analyse oder Prognose speziell von Arbeits- leistung, wirtschaftlicher Lage, Gesundheit, persönlichen Vorlieben oder Interessen, Zuverlässigkeit oder Verhalten, Aufenthaltsort
oder Ortswechsel einer natürlichen Person erhoben, so wird es immer wichtiger, Missbrauch möglichst hintanzuhalten.
Die jüngst beschlossene Datenschutzgrundverordnung (DSGV 2016) reagiert auf diese Entwicklungen. Sie fordert von den jeweils Verantwortlichen in Industrie und Wirtschaft Maß- nahmen zum Datenschutz durch Technik (data protection by design) und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (data protection by default). Solche Maßnahmen sind bereits bei der Produktherstellung umzusetzen. Sie können etwa darin bestehen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten mini- miert wird, aber auch personen- bezogene Daten so schnell wie möglich pseudonymisiert werden.
ALLES WAS RECHT IST
EVOLUTION ZUR SELBSTLERNENDEN FABRIK
Im Zentrum von 4.0 steht der Mensch. Es ist der Mensch, der technisch Mögliches in sinnvolle und einfach handzuhabende Lösungen umwandelt. Lenze Antriebs- und Automatisations- technik ist für Industrie 4.0 gut aufgestellt. „Wir widmen uns schon seit Jahren diesem Thema“, sagt Dipl.-Ing. Frank Maier, Innovationsvorstand von Lenze SE.
Lenze Antriebs- und Automatisationstechnik hat bei selbstlernender Technik die Nase vorne.
Die Aufgabe intelligente Fabrik hat zuletzt zunehmend
an Kontur gewonnen. Mancherorts spricht man von der vierten industriellen Revolution. Im Kern geht es darum, mit modernen Informations- und Kommunikations- technologien die Produktion von Gütern flexibler, schneller und effizienter zu gestalten. „Wir Lenzianer fühlen uns genau diesem Thema seit langem verpflichtet. Darum ist Industrie 4.0 für uns keine wirkliche Revolution, sondern eine Fülle von Chancen aufgrund technologischer Entwick- lungen, für die wir bereits gut aufgestellt sind“, so Maier.
So entwickelte sich das Lenze-Tochterunternehmen encoway in den letzten 15 Jahren zum Software-Markt- führer für individualisierte Angebots- und Konfigurations- prozesse technischer Produkte. Maier sieht seine Aufgabe darin, technische Neuerungen in Innovationen mit einem Kundennutzen zu veredeln.
ENTWICKLUNGSZEIT DEUTLICH KÜRZEN
Industrie 4.0 erfordert eine smarte Fabrik. Denn nur intelligente Maschinen können individualisierte Produkte herstellen und dabei sowohl die Fertigungsgröße als auch die Produktionskosten klein halten. Ständig neue Anforde- rungen zu erkennen, zu stemmen und zu realisieren –
das sind die Hauptaufgaben für künftige Maschinen. Möglich wird dies nur mit intelligenter Software, die
flexibel und modular ist. Frank Maier hat genau dafür die Lösung, die er so erklärt: „Mit der Application Software Toolbox Lenze FAST lässt sich die modulare Software- Struktur jeder Maschine an immer neue Bedürfnisse anpas- sen. Lenze FAST ist sozusagen wiederverwendbar. So wer- den Zeit, Mitarbeiterressourcen und Kosten eingespart.“
Lenze Österreich
Branche: Automatisierungs- und Antriebstechnik
Standorte: Hauptsitz in Asten. Vertriebsbüros in Dornbirn, Premstätten, Wiener Neudorf. Weltweit 53 eigene Gesellschaften. Vertrieb und Service in 60 Ländern vertreten.
Mitarbeiter: 263 (in Ö), knapp 3.400 (weltweit)
„4.0 bewegt die Gemüter. Wir bewegen die Industrie 4.0.“
Frank Maier, Innovationsvorstand bei Lenze SE, Aerzen bei Hameln/D
SELBSTLERNENDE SYSTEME
Die langjährige Erfahrung von Lenze in der Antriebs- und Automatisierungstechnik bringt optimale Systemlösungen hervor, mit denen sich Prozesse hochintelligent vernetzen lassen. Und zwar so intelligent, dass sie sich mit guten Ergebnissen nicht zufrieden geben – sondern sich stets selbst verbessern. Also beste Voraussetzungen für die Industrie 4.0!
Genauso können Produktionsaufgaben flexibel verändert und umgesetzt werden. Das führt zu mehr Produktivität und weniger Engineering-Aufwand.
APP-GESTEUERTE GETRIEBE UND MOTOREN
Lenze hat frühzeitig erkannt, dass flexible Lösungen
über Systemgrenzen hinweg notwendig sind, um für jede Maschinenaufgabe das richtige Produkt zu liefern: wie etwa die mechatronischen Antriebslösungen aus der neuen Getriebebaureihe g500 und der Lenze Smart Motor.
Sie lassen sich clever und einfach via Smartphone-App bedienen. Und das alles bei einer besseren Energie- effizienz, kleinerem Umfang und weniger Varianten.
Tel: + 43 7224 210 [email protected] www.lenze.com
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HAND IN HAND
News Softwarepark Hagenberg
INDUSTRIE 4.0: SMARTE DATEN- ANALYSE UND PROGNOSE
Im Zeitalter von Industrie 4.0 werden Unternehmensdaten zunehmend als Teil der Wert- schöpfung gesehen. Mittels intelligenter Verknüpfung von Analyse- und Prognosewerk- zeugen lassen sich die Daten ressourcenschonend und gewinnbringend verwerten.
Big Data und Machine Learning sind dabei entscheidende Komponenten, deren Einsatz die weitere Entwicklung maßgeblich mitbestimmen wird.
Die intelligente Vernetzung der IKT garantiert starke Effizienz- und Qualitätssteigerungen für die Logistik. Mit den smarten Technologien können Energie- und Ressour- cenverbrauch reduziert sowie die Flexibilität und Agilität von Logistikabläufen erhöht werden. Die Digitalisierung und Automatisierung ermöglichen eine umfangreiche Da- tenerfassung, die allerdings viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Einerseits sollen Echtzeitdaten für die Reaktion auf kurzfristige Änderungen analysiert und verarbeitet werden, andererseits sollen aus den gesammel- ten Daten zukünftige Ereignisse prognostiziert werden.
Durch Erkenntnisse aus F&E-Projekten in den unter- schiedlichsten Bereichen der Produktion, Logistik und des Big Data Managements unterstützt die RISC Software GmbH ihre Partner und Kunden bei der Vorbereitung auf diese neuen Aufgabenstellungen.
Dies bewirkt eine Effizienzsteigerung in den Produktionsprozessen und gleichzeitig eine Verbesserung der Produktqualität.
Data Engineering erlaubt einen ressourcenschonenden Umgang mit großen Datenmengen auf Standardhardware. Neben dem echtzeitfähigen Import von anfallenden Sens- ordaten aus Produktions- und Logistiksystemen muss auch die effiziente Speicherung und Aggregation dieser Daten garantiert werden. Mittels moderner Methoden aus dem Bereich Machine Learning können diese Daten analysiert werden. Dabei werden Zusammenhänge, Korrelationen und Muster erkannt, welche zur Fehler- und Ursachen- analyse sowie zur kontinuierlichen Qualitätsüberwachung verwendet werden.
Tel.: +43 7236 33 43-234 [email protected] www.risc-software.at
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Mithilfe mathematischer Prognosealgorithmen können Modelle zur Dynamisierung der Instandhaltungsintervalle und zugleich zur frühzeitigen Störungserkennung entwi- ckelt werden. Dies bewirkt eine Effizienzsteigerung in den Produktionsprozessen und gleichzeitig eine Verbesserung der Produktqualität.
Mit diesen Prognosemodellen können Engpässe oder Überschüsse vorausgesagt werden.
Des Weiteren können mit diesen Prognosemodellen Engpässe oder Überschüsse vorausgesagt werden, wie bspw. in den Projekten RTMO und IPPO, welche vom BMVIT im Rahmen des Programms Mobilität der Zukunft gefördert werden.
Im Projekt RTMO (Rail Transport Mobility Optimiza- tion) entwickelt und konzipiert die RISC Software GmbH gemeinsam mit OMV, RCA, OnTec und IPH eine kollabo- rative Optimierung und Steuerung der Be- und Entlade- prozesse per Bahn für die OMV.
Im Projekt IPPO (Intelligente Vernetzung von Progno- se, Planung und Optimierung zur Gestaltung nachhaltiger Transportketten) wird gemeinsam mit Fraunhofer Austria und der Hödlmayr International AG ein Informations- system entwickelt, mit dem optimierte und nachhaltige Materialflüsse geplant und durchgeführt werden.
Machine Learning in Industrie 4.0 -
die RISC Software GmbH bietet individuelle Lösungen
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Die RISC Software GmbH stellt sich den aktuellen Anfor- derungen des modernen Datenmanagements und bietet individuelle Lösungen in den Bereichen Datenanalyse und -prognose, Supply Chain Management sowie intelligente Fertigungs- und Produktionsprozesse an.
News Softwarepark Hagenberg
HAND IN HAND
Dr. Klaus Pirklbauer (CEO) und Prof. Dr. Klaus-Dieter Schewe (CSO) leiten das Software Competence Center Hagenberg.
IT-FORSCHUNG FÜR INDUSTRIE 4.0
Mit dem Schlagwort Industrie 4.0 verbindet man die Vision, intelligente, digitale Fabriken zu schaffen, die sich durch ad-hoc Anpassungsfähigkeit, Fehlertoleranz, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie horizontale und vertikale Integration von Geschäfts- und Wertschöpfungs- prozessen auszeichnen.
Im Fokus stehen cyber-physische Systeme, d.h. autonome intelligente Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel, die eigenständig miteinander kommunizieren, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbständig steuern.
Professor Schewe, wissenschaftlicher Leiter des Software Competence Center Hagenberg (SCCH), erklärt: „Aus softwaretechnischer Sicht sind neue integrierte Verfahren der Analyse von verschiedenartigen Daten und der Selbstoptimierung, -konfiguration und -diagnose in offenen, verteilten Umgebungen nötig.“ Das SCCH forscht an rigorosen Methoden zur Entwicklung, Verifikation und
Validierung hybrider Sys- teme und an integrierten Methoden zur Detektion von Fehlern auf der Basis von großen industriellen Datenströmen. So ist
die exakte Analyse von Produktionszuständen möglich und Fehler werden durch geeignete Maßnah- men vermieden.
Tel.: +43 7236 3343 800 [email protected] www.scch.at
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HAND IN HAND
FH OÖ: FORSCHUNGSMOTOR BEI INDUSTRIE 4.0. UND LOGISTIK
Die FH OÖ ist mit 14,28 Mio. Euro F&E-Umsatz im Jahr 2015 die forschungsstärkste Fachhochschule in Österreich und
liegt im deutschsprachigen Raum im Spitzenfeld. Geforscht wird an der FH OÖ in 16 Themenschwerpunkten, welche
von IT in Hagenberg über Gesundheit & Soziales in Linz sowie Management in Steyr bis zu Technik und Umweltwissenschaften in Wels reichen – praxisorientiert mit und für Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Reifegradmodell Industrie 4.0
Das am Institut für Intelligente Produktion verwirklichte Projekt Reifegradmodell Industrie 4.0 leistet einen wissen- schaftlich-wirtschaftlichen Beitrag zur Standortbestim- mung von Unternehmen. Das Modell unterstützt Betriebe in der Bestimmung ihres IST-Reifegrades im Hinblick auf ihre Industrie 4.0-Readiness. Daraus werden, angelehnt an Strategie und individuelle Unternehmensziele, wesentliche Entwicklungsmöglichkeiten erkannt. Die aus dem mögli- chen Delta resultierenden Verbesserungsmaßnahmen ver- setzen das Unternehmen in die Lage, sich strategiegeleitet (wieder) hin in Richtung SOLL-Reifegrad zu entwickeln. Bei bisher durchgeführten Analysen hat sich gezeigt, dass Potenziale insbesondere bei automatisierten Datenschnitt- stellen und durchgängiger Datennutzung (z. B. datenba- sierte Workflows und Entscheidungen), Optimierung von Anlagenparametern (Messung, Erfassung, Speicherung, Analyse und Auswertung anlagenrelevanter zeitbezogener Betriebsdaten) und automatischer Datenerfassung (ver- einfachte Rückmeldesysteme) gegeben sind. Die Ergebnis- se der Bewertungen fließen in eine Benchmark-Datenbank ein, wodurch sich aktuelle Marktsituationen in den jeweili- gen Branchen identifizieren lassen. Ein anonymisierter Vergleich wird ermöglicht, der den eigenen Fortschritt jenem der Branche gegenüberstellt. Das Reifegradmodell Industrie 4.0 wurde zusammen mit dem oberösterreichi- schen Mechatronik Cluster (biz-up) entwickelt.
Die 3 Hauptdimensionen zur Industrie 4.0 Reifegrad-Bewertung
Die Supply Chain im Gesundheitswesen wird unter die Lupe genommen
Patientenzentrierte und effizient gestaltete Versorgungsnetzwerke
Das derzeit am LOGISTIKUM durchgeführte Projekt Patientenzentrierte und effizient gestaltete Versorgungsnetzwerke nimmt die Supply Chain im Gesundheitswesen genauer unter die Lupe. In Zusammenarbeit mit der in Asien ansässigen National University of Singapur werden in beiden Ländern Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Strukturen und Prozesse im Gesundheitswesen effizienter und effektiver gestaltet werden können. Dabei wird besonders Bedacht auf vorherrschende gesellschaftliche Herausforderun- gen wie den demografischen Wandel, Kostenreduktion bei gleichzeitiger Erhöhung
der Behandlungsqualität, drohenden Hausärztemangel, knappe finanzielle Ressourcen, rechtliche und politische Einflussfaktoren uvm. genommen. Als Ergebnis sind szenario- basierte Analysen und daraus abgeleitete Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung des Versorgungsnetzwerkes zu erwarten. Durch die Anwendung statistischer Methoden und Verfahren wird laufend geprüft, ob das aktuelle gesundheitliche Versorgungsnetzwerk stabil ist bzw. wann eine Neukonfiguration mittels neuerlicher Simulation notwendig ist, und wo besonderes Augenmerk im Versorgungsnetzwerk gefragt ist. Diese Simulatio- nen dienen schlussendlich als Entscheidungshilfen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Versorgungsnetzwerkes. Verantwortliche des Gesundheitssektors werden dadurch bei Entscheidungsfindungsprozessen unterstützt und können sich und ihr Netzwerk auf
Mag. (FH) Michaela Lechner MBA, MA
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30 zukünftige Herausforderungen besser vorbereiten.
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HAND IN HAND
C+C Märkte nutzen die App von LBS logics, welche den gesamten Logistitikprozess abbildet.
APPETIT
AUF FRISCHE
Tiefgekühlte oder frische Lebensmittel per Hauszustellung an den Kunden zu bringen, ist eine Art Königsdisziplin der Logistik. LBS logics mit Sitz in Linz hat die komplexen Prozesse in einer App abgebildet, die den gesamten Ablauf unterstützt und so die papierlose Abwicklung mit Smartphones oder Tablets ermöglicht.
Besonders die Tiefkühllogistik hat ihre Tücken, denn der Lieferant muss den Nachweis über die Einhaltung der Kühl- kette erbringen. All diese Herausforderungen verpackte LBS logics in einer App, die Zustelllogistikern die Arbeit erleichtert. „Primär richten wir uns an C+C Märkte, die Hauszustellung anbieten“, erzählt CEO Karl Muckenhuber. Die App bildet den gesamten Prozess von der Warenüber- nahme im Kommissionierungslager bis zum Endkunden ab. „Das geht von der Wareneingangskontrolle, über das Inkasso, bis zur Lieferbestätigung. Die Daten werden online ins Warenwirtschaftssystem rückgemeldet.“
Der Lieferant hat dabei die Möglichkeit, eventuell beanstandete Waren vor Ort zu fotografieren und Schäden so zu dokumentieren. Das System ist mit herkömmlichen Smartphones nutzbar, braucht also keine eigenen kom- plizierten Erfassungsgeräte. Es hält auch den Endkunden über die Avisofunktion am Laufenden. Verspätetet sich
die Lieferung, erhält der Kunde sofort eine Rückmeldung. Schließlich muss vor Ort Verladepersonal bereitstehen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Apropos Kühlkette: Diese wird ebenso gesetzeskonform mitdoku- mentiert.
Tel. +43 732 99 77 77 [email protected] www.lbs-logics.com
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Bringen Sie doch ein wenig Sonnenschein in Ihren SAP Output.
Wir sind jederzeit für Sie da und unterstützen Sie auch in der sommerlich „heißen“ Phase beim Relaunch Ihrer SAP-Formulare.
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DIENST- LEISTUNG IM FOKUS
WIE FÜHRT MAN DURCH KRISEN?
Leadership wird in wirt- schaftlich rauen Zeiten noch wichtiger. Die ACADEMIA SUPERIOR Gesellschaft für Zukunfts- forschung und die LIMAK Austria Business School untersuchten gemeinsam mit Prof. Wolfgang Güttel vom Institut für HR und Change Management an der JKU, wie Führungs- kräfte in der Vergangenheit mit Krisen umgingen.
Dazu wurden 40 Führungskräfte interviewt und Grundregeln für erfolgreiches Leadership in turbulenten Zeiten abgeleitet. Die 12 simplen Daumenregeln erstrecken sich von Beobachtung des Umfelds, über schnelle und regelmäßige Kommunika- tion bis hin zu gut sichtba- ren Entscheidungen und symbolischen Gesten für die Mitarbeiter.
HEARD IT THROUGH THE GRAPEWINE
Falcon Social präsentierte kürzlich die erste 1:1 Dialog-Lösung, die es Un- ternehmen ermöglicht, mit jedem einzelnen Kunden in den sozialen Netzwerken in individuellen Kontakt zu treten. Zusätzlich wurde das Produkt Falcon.io
neu gebrandet. Es zeigt Unternehmen in nur we- nigen Klicks, wer sich über die Firma in den sozialen Netzwerken unterhält.
So lassen sich auch User gezielt filtern, man kann lesen, worüber diskutiert wird, und dann direkt mit ihnen in Kontakt treten.
Damit können Unter- nehmen die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe noch genauer kennenler- nen und darauf punktge- nau reagieren.
DIENSTLEISTUNG IM FOKUS
WELTMARKT- FÜHRERTREFFEN IM BÜRO KOPF.ARBEIT
Das Motto des ersten österreichischen Weltmarkt- führerkongresses lautete: Von den Besten lernen. Ein Gutteil unserer Arbeit im Büro kopf.arbeit besteht in
der Suche nach jenen Faktoren, die Weltmarktführer so erfolgreich machen.
kopf.arbeit recherchiert, schreibt und gestaltet Firmengeschichten.
Dabei lernen wir immer wieder neue Möglichkeiten kennen, klug mit Veränderungen umzugehen und die richtige Entscheidung in schwierigen Situationen zu treffen. Mittlerweile würden wir uns ganz gut darauf verstehen, zu diesen Fragen selbst einen Weltmarkt- führerkongress en miniature auszurichten.
Denn viele unserer Kunden sind ja Weltmarktführer: Plansee bei pulvermetallurgisch hergestellten Hochleis- tungswerkstoffen, die Greiner-Tochter Greiner Tool.Tec bei der Hardware für die Profilextrusion von Fenstern und Rosenbauer im Bau von Spezialfahrzeugen für den Brand- und Katastrophenschutz.
Die Kapsch CarrierCom hat die Nase bei digitaler Funktechnologie für Eisenbahnen vorne, die Braun Maschinenfabrik bei Stahltrenn- und Schleifmaschinen. Global führend sind auch die Betonschutzwände von Delta Bloc aus der Kirchdorfer Gruppe sowie die Wärme- behandlungsanlagen von Ebner Industrieofenbau.
Tel.: +43 732 90 15-5510 [email protected] www.kopfarbeit.at
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DIENSTLEISTUNG IM FOKUS
YIPBEE EI EY!
W ie verleiht man einem Start-up Flügel? Die ARTGROUP-Kampagne für Yipbee, ein Online-Lebensmittel-Lieferservice, zeigt, wie das geht. Das Start-up ist drauf
und dran, zu Höhenflügen anzusetzen.
Fleißige Bienchen sprechen für sich. So auch beim Start-up Yipbee. Der Online-Shop für Lebensmittel bringt diese auch nach Hause – auf Wunsch innerhalb von zwei Stunden – und erleichtert so unzähligen Menschen das Leben. Um das hohe Potenzial des Start-ups, das unter anderem vom Kooperationspartner METRO unterstützt wird, heben zu können, setzte ARTGROUP Yipbee gekonnt und sympathisch in Szene.
Frisches, junges, dynamisches Unternehmen.
Frisch, hochwertig, rasch und einfach – so die Adjektive, die Yipbee beschreiben, und die auch in der Frühjahrskampagne umgesetzt werden sollten. ARTGROUP setzte dabei auf frische, saftige Farben. Die Biene aus dem Logo wurde überarbeitet und so zum Eyecatcher aufgewertet. Die plakative und einfache Aufmachung spiegelt den simplen Bestellvorgang wider, der Yipbee so einzigartig macht.
Frisches, junges, dynamisches Design.
Die Biene als Keyvisual wurde auch im Text konsequent aufgegriffen. Die Inserate setzen auf den Claim: „Du klickst – wir Bzzzzzzzz“, damit wird die Betonung der fleißigen Bienchen, die für ihre Kunden shoppen gehen, noch deutlicher unterstrichen. Im Rahmen der Kampagne des aufstrebenden Zustelldienstes wurde auch ein Messestand gestaltet, mit dem Yipbee auf Tour geht. Das Service ist aktuell in Wien verfügbar, die fleißigen Shoppingbienchen werden aber sicher bald auch schon in die Bundesländer bzzzzzzzzen.
Die Kampagne von yipbee.at
„Yipbee ist ein
junges, frisches und
dynamisches Start-up,
dessen Assets wir
mit unserer Kampagne
unterstreichen.“
Sargon Mikhaeel Geschäftsführer ARTGROUP
Tel.: +43 732 89 02 80 [email protected] www.artgroup.at
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KNOW-HOW NACHHALTIG SCHÜTZEN
Patente ermöglichen den Schutz von Erfindungen vor widerrechtlicher Nutzung, auch durch Geschäftspart- ner. Was aber ist mit Know-how, das etwa in Entwicklungs-
kooperationen ausgetauscht wird? Welche Möglichkeiten vor missbräuchlicher Verwendung oder Weitergabe
an Dritte bestehen in den zunehmend komplexeren Entwicklungskooperationen?
Rechtsanwältin Dr. Katarina Casals Ide ist seit Jänner 2016 Partnerin der auf geistiges Eigentum spezialisierten Kanzlei ABP Anwälte Burger & Partner Rechtsanwalt GmbH
Grundsätzlich gilt: Wo gesetzlicher Schutz nicht reicht, sind Verträge unbedingt empfehlenswert. Für Koopera- tionen zwischen Unternehmen, die den Austausch von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen umfassen, können durch Vereinbarungen über Geheimhaltung und Grenzen der zulässigen Verwendung die notwendigen Bedingungen geschaffen werden. Unkontrollierter Zugang durch viele Beteiligte führt zu Kontrollverlust und Missbrauch. Regeln die Geschäftspartner hingegen deutlich, wie mit geheimen Informationen umzugehen ist, können Risiken minimiert und eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammen- arbeit geschaffen werden.
Übrigens: Verträge sollten immer individuell aus- gearbeitet werden, um gezielten Schutz zu erwirken. Interpretationsspielräume bieten gefährliche Angriffsflä- chen und Schlupflöcher, die zu kostspieligen und vor allem auch geschäftsschädigenden Streitfällen führen können.
Die Unterstützung durch Rechtsexperten ist daher absolut empfehlenswert.
Tel.: +43 7562 205 31 [email protected] www.abp-ip.at
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DIENSTLEISTUNG IM FOKUS
Monika Kastenhofer-Krammer bringt Licht ins Dunkel, wenn es um steuerliche Belange rund um Ferialarbeiter geht.
K KASTENHOFER Steuerberater W irtschaftstreuhänder
Tel.: +43 732 30 63 92 [email protected] www.kanzlei-kastenhofer.at
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FERIALARBEIT ODER PRAKTIKUM? STEUERLICH RELEVANTE UNTERSCHIEDE!
Ferialarbeiter und Praktikanten rücken in den Sommerferien zu ihren Ferialjobs aus. Während echte Praktikanten unentgeltliche Pflichtpraktika absolvieren, zählen für Ferialarbeiter, die über der Geringfügigkeitsgrenze verdienen, alle gesetzlichen Versicherungsbestimmungen und der gültige Kollektivvertrag.
Als Ferialarbeiter bezeichnet man Schüler und Studierende, welche die Sommerferien dazu nutzen, um Geld dazuzuverdienen. Sie werden in persönlicher und wirtschaftli cher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt und müssen daher beim Krankenversicherungsträger vor Arbeitsbeginn angemeldet werden. Sobald die Geringfügigkeitsgrenze von 415,72 € pro Monat überschrit ten ist, muss der Ferialarbeiter
voll pflichtversichert werden. Es gelten die Bestimmungen zur Kranken, Unfall, Pensions, und Arbeitslosenversicherung, sowie die entsprechenden Vorschriften des relevanten Kollektivvertrags.
Als Dienstnehmer gilt jeder, der zur persönlichen Arbeitsleis tung verpflichtet ist, Weisungen bezüglich Arbeitszeit, Arbeitsort und arbeitsbezogenem Verhalten erhält, einer diesbezüglichen Kont rolle unterliegt und organisatorisch in den Betrieb eingegliedert ist.
Im Unterschied dazu gibt es echte Praktika. Schüler, die im Rahmen ihrer Ausbildung Pflichtpraktika absolvieren müssen und dafür
kein Entgelt erhalten, werden als echte Praktikanten bezeichnet. In manchen Fachrichtungen müssen Hochschulabsolventen noch ein vorgeschriebenes Praktikum absolvieren, wie z. B. Rechts oder Unterrichtspraktikanten oder Psychologen in Ausbildung zum klinischen Psychologen. Für sie gel ten spezielle Regelungen. In diesem Fall sind immer die Bestimmungen im Kollektivvertrag zu beachten.
FREIBETRAG
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F.I.T. JOBS IM FOKUS
WOHIN FÜHRT UNS DIE ZUKUFT?
Informationen & Anmeldung zum Expertenforum des Netzwerk Humanressourcen am 9. Juni 2016 unter www.netzwerk-hr.at/veranstaltungen
Über Führung wurde bereits viel geschrieben, gesprochen und diskutiert. Führung gehört zum Inventar von Organisationen. Doch die Arbeitswelt verändert sich: Neues Führen
ist gefragt und Organisationen müssen sich an die neuen Anforderungen anpassen. Gesell- schaftliche Megatrends prägen in zunehmendem Maße Organisationen. Hierarchien in Organisationen werden immer flacher, agile Steuerungsmethoden gewinnen an Bedeutung.
Die Schlüsselfrage für Unternehmen – Was macht wirksame Führung aus? – muss laufend neu gestellt werden. Doch welche Konsequenzen haben die veränderten Arbeits- bedingungen auf die Führungskräfteentwicklung in Organisationen, und wie kann sich Führung im Spannungsfeld zwischen Innovation, Selbstverantwortung und immer dyna- mischeren Prozessen behaupten?
Diese und weitere Fragen beantworten Experten und Vertreter innovativer Unterneh- menskulturen am 9. Juni 2016 beim Expertenforum des Netzwerk Humanressourcen im Bergschlößl Linz. Erfahren Sie, welche Organisationsformen und Führungsstile die Zukunft prägen bzw. was Führung in neuen Organisationsmodellen leisten kann, und nutzen Sie die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch.
NICHT NUR ROBOCOP HAT BALD NEN ROBOJOB
Was in den 80ern als pure Science-Fiction galt, könnte bald Realität werden. Die 1987 erschienene Serie RoboCop gibt einen Vorgeschmack auf das, was von der University of Oxford prophezeit wird: In 20 Jahren könnten Maschi- nen und Roboter jeden zweiten Job übernehmen.
Aktuell seien in Großbritannien bereits 35 % aller Jobs akut bedroht, so die Studie in Kooperation mit Deloitte. Die Forschungsgruppe untersuchte zahlreiche Berufs- gruppen auf ihr Risiko, von Robotern ersetzt zu werden. Nur zwei Berufsgruppen wurden dezidiert ausgenommen: Jobs beim Militär und in der Politik.
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Advanced Software Developer Java (m/w), Dienstort Asten / Gehalt ab € 2.800,- brutto p.m. (x14), Überzahlung möglich Software Developer VB 6 und VB.NET (m/w), Dienstort Asten / Gehalt ab € 2.350,- brutto p.m. (x14), Überzahlung möglich Support Techniker (m/w), Dienstort Wiener Neudorf / Gehalt ab € 1.800,- brutto p.m. (x14), Überzahlung möglich
Innomed:
CompuGroup Medical (CGM) ist als einer der weltweit führenden eHealth-
Konzerne marktführender Softwarehersteller für den österreichischen Gesund- heitsmarkt. Die CGM-Töchter CGM Clinical, CGM Arztsysteme und Innomed expandieren und suchen zur lokalen Verstärkung die besten heimischen Software-Spezialisten.
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Auf dem KUKA Stand A4.339 zeigt der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer reale Lösungen für die Industrie 4.0. Dabei werden die Themen Vernetzung, Mobilität und Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) eine tragende Rolle spielen.
IMPULSABEND: MARKETING + VERTRIEB = UNTERNEHMENSERFOLG
ANMELDUNG UND MEHR INFOS:
[email protected] [email protected] www.sell-it.at
DONNERSTAG, 30. JUNI 2016
ORT: NEUE WERFT, INDUSTRIEZEILE 35, 4020 LINZ
Kick-off Meeting für technologisch innovative Unternehmen zum Thema Herausforderungen im
Vertrieb und Marketing. Die erfolgreichen IT-Unternehmer Jan Radanitsch (smec), Roland Sprengseis (bluesource), Michael Pachlatko (smartpoint) und Josef Langer (ventopay) gewähren Einblick in erfolgreiche Marketing- kampagnen und diskutieren mit den Teilnehmern.
NEUES AUS DEN TECHNOLOGIEZENTREN
Der aktuelle Informer berichtet unter anderem über Innovationen und Entwicklungen aus diesen
oö. Technologiezentren.
HERAUSGEBER INFORMER TECHCENTER LINZ-WINTERHAFEN
DI Georg Spiesberger Tel.: +43 732 9015-5400 [email protected] www.techcenter.at
TECHNOLOGIE- ZENTRUM ATTNANG-PUCHHEIM
Mag. Sabine Watzlik Tel.: +43 7674 206-0 [email protected] www.tza.at
SOFTWAREPARK HAGENBERG
Dr. Sonja Mündl
Tel.: +43 7236 3343-0 [email protected] www.softwarepark-hagenberg.com
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Willkommen bei Wacker Neuson, einem weltweit führenden Unternehmen für Baugeräte und Kompaktmaschinen. Von Hochbau über Garten- und Landschaftsbau bis hin zu Straßen- oder Gleisbau: Alles, was unser Kunde für seine anspruchsvollen Projekte benötigt, findet er bei uns. Alles, was wir für unsere zuverlässigen Lösungen benötigen, sind Originale wie Sie! Werden Sie ein fester Teil unseres Teams – und tragen Sie mit Leidenschaft dazu bei, unseren Kunden zum Erfolg zu verhelfen!
Regional Buyer (m/w) Indirekter Einkauf Europa – Logistik/Dienstleistungen
Als Regional Buyer sind Sie Ansprechpartner/in für Lieferan- ten aus der Region. Sie zeichnen für das optimale Lieferanten- portfolio, die Definition von Leistungs-KPIs und regelmäßige Bewertung von Lieferanten verantwortlich. Auf Basis Ihrer fundierten betriebs- und finanzwirtschaftlichen - sowie ausge- prägten Projektmanagementkenntnisse führen Sie Entwick- lungs- und Preisgespräche mit Lieferanten und wickeln den Einkaufsprozess im Rahmen von warengruppenbezogenen Einkaufsinitiativen eigenverantwortlich ab. Sie denken und han- deln strategisch und analytisch, arbeiten lösungs- und kundenori- entiert und sind durchsetzungsstark. EUR 50.000,- Brutto/Jahr, Bereitschaft zur Überzahlung ist selbstverständlich gegeben.
Entwicklungsingenieur (m/w) Hydraulik/Antriebstechnik
Mit einer abgeschlossenen, technischen Ausbildung im Be- reich Fahrzeugtechnik oder Mechatronik und guten Hydraulik-, Fahrzeugtechnik- und Mechatronik-Kenntnissen sind Sie in dieser Position für die Auswahl, Auslegung und Betreuung von Hydraulikkomponenten (Pumpen, Motoren, Ventile, Steuerblöcke) für Baumaschinen verantwortlich. Die technische Abklärung und Abstimmung mit Lieferanten, Erstellung und Ablage von Dokumentationen, Unterstützung bei der Prototypenfertigung und beim Serieneinlauf sowie die Abnahme und Überprüfung von Hydraulikkomponenten und Betreuung bis zur Serienreife runden Ihre Position ab. EUR 50.000,- Brutto/Jahr, Bereitschaft zur Überzahlung ist selbstverständlich gegeben.
Industrial/Transportation Designer (m/w)
In dieser Position gestalten Sie unser gesamtes Produktpro- gramm (Bagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader, Stampfer, Rüttelplatten, Lighttower) und arbeiten eng mit internen und ex- ternen Partnern zusammen. Ihr Fokus liegt dabei auf funktionalen und ergonomischen Aspekten sowie der Kräftigung und Schär- fung der Corporate Identity. Nach Ihrer erfolgreich abgeschlos- senen Ausbildung im Bereich Industrial Design/Transportation Design (FH, UNI...) konnten Sie bereits Berufserfahrung im Bereich Produktgestaltung sammeln. EUR 38.000,- Brutto/Jahr, Bereitschaft zur Überzahlung ist selbstverständlich gegeben.
Mitarbeiter (m/w) Produktmanagement (Anbauwerkzeuge)
Im Fokus Ihrer Tätigkeit stehen die Anbauwerkzeuge unserer Bagger: von der Mitgestaltung der strategischen Ausrichtung über die Positionierung am Markt bis zur Weiterentwicklung. Sie sind verantwortlich für die Produkt- und Sortimentsgestaltung, nehmen an internationalen Messen teil und analysieren den Markt. Eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Technik/ Wirtschaft sowie Erfahrung in der Baumaschinenbranche und mit Anbaugeräten sind erforderlich. EUR 38.000,- Brutto/Jahr, Bereitschaft zur Überzahlung ist selbstverständlich gegeben.
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