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Published by svenottodb, 2025-12-18 08:44:44

Heimatbrief-Neupotz-2025

Heimatbrief Neupotz 2025

Keywords: Heimatbrief Neupotz

Heimat BriefVereinsleben & AktivitätenEin Rück- und Ausblick2025Bild ©Silke Wilken


2 Anleitung QR Codes scannenIn diesem Heimatbrief findet ihr immer wieder QR-Codes. Die könnt ihr mit dem Smartphone oder Tablet scannen und euch tolle Videos anschauen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit ihr auch keines unserer spannenden Videos verpasst!1. Schritt: Kamera öffnenÖffne die Kamera-App auf deinem Smartphone.Meist findest du sie direkt auf dem Startbildschirm oder unten in der Leiste.2. Schritt: Kamera auf den QR-Code richtenHalte das Smartphone so, dass der QR-Code deutlich im Kamerabild zu sehen istHalte etwa 15-20 cm Abstand3. Schritt: Warten, bis ein Hinweis erscheintNach ein bis zwei Sekunden erscheint ein kleiner Hinweis oder Link auf dem BildschirmMeist oben oder unten im Bild4. Schritt: Auf den Hinweis tippenTippe auf den angezeigten Hinweis oder LinkDas Video öffnet sich automatisch


3 Grußwort Ortsbürgermeister Liebe Neupotzerinnen und Neupotzer, ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – mein erstes volles Jahr als Ortsbürgermeister. In neun Gemeinderatssitzungen, 12 Ausschusssitzungen und einer Einwohnerversammlung haben wir gemeinsam über die täglichen Notwendigkeiten und die zukünftige Entwicklung von Neupotz beraten und entschieden.Mir war und ist es dabei ein besonderes Anliegen, größtmögliche Transparenz, Wertschätzung und Bürgerbeteiligung zu leben. Wer gerne in den sozialen Medien unterwegs ist, kann dies regelmäßig nachvollziehen: Mittlerweile sind es 75 wöchentliche Tätigkeitsberichte, in denen ich über meine Arbeiten für die Ortsgemeinde berichte.In vielen Bereichen konnten wir im vergangenen Jahr große Fortschritte erzielen. Im Gemeinderat und in den Ausschüssen wird – fraktionsübergreifend – konstruktiv und mit hoher Zustimmung zusammengearbeitet. Ein besonderer Meilenstein im Jahr 2025 war die Eröffnung des Wasgau Marktes. Alleine die Ansiedlung des Marktes hat den Wohnwert von Neupotz deutlich erhöht. Nach einer ersten Findungsphase gilt es nun, diese wohnortnahe Versorgung zum gegenseitigen Nutzen weiter auszubauen. Der Markt hat für die Zukunftsfähigkeit von Neupotz eine zentrale Bedeutung.Auch im Gewerbegebiet tut sich einiges: Mit der positiven Entscheidung der SGD Süd zur erneuten moderaten Erweiterung der Gewerbefläche, können wir dieses nun wirtschaftlich und effizient aufstellen – ein wichtiger Schritt, um unserem örtlichen Gewerbe Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Im kommenden Jahr können die Grundstücke von den Gewerbetreibenden bebaut werden.Ein großer Erfolg war die 100-prozentige Unterstützung der Grundstückseigentümer im geplanten Baugebiet Hardtwald „Altfeld lange Äcker I“. Die Planungsarbeiten laufen. In spätestens zwei Jahren können neue Baumöglichkeiten angeboten werden.Nach über 18 Jahren des Ringens ist es endlich gelungen zusammen mit dem Angelsportverein und dem Wassersportclub eine gemeinsame Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Naherholungsgebiet „Im Setzfeld“ zu schaffen. Die Untersuchungsarbeiten laufen und werden im kommenden Jahr abgeschlossen.Der größte finanzielle Kraftakt steht uns im Jahr 2026 mit der Sanierung von Teilen des Kindergartens bevor. In enger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde werden wir hier im Sinne unserer Kinder handeln – eine Investition in die Zukunft unseres Dorfes.Sobald die Genehmigungen der übergeordneten Behörden zu unserem extrem schwierigen Haushalt vorliegen, möchten wir zudem in die Modernisierung und nachhaltige Entwicklung unserer Gebäude, Plätze und des Friedhofs investieren.Ein weiteres Highlight wirft bereits jetzt seine Schatten voraus: Am 5. und 6. Juni 2027 soll in Neupotz wieder ein größeres Fest stattfinden – das Korbmacherfest. Ich lade alle herzlich ein, sich hier aktiv einzubringen. Besonders würde ich mich freuen, wenn sich auch neue „Gesichter“ in verantwortungsvollen Rollen engagieren. Die Bildung eines Organisationsteams ist der erste Schritt – und für einen erfolgreichen Verlauf brauchen wir Ihre Unterstützung!In Neupotz könnten wir noch viel mehr erreichen, wenn sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren. Bringen Sie Ihre Ideen ein – meine Tür steht Ihnen jederzeit offen. Ich bin unendlich stolz auf die große Zahl an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich bereits heute in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Besonders erwähnen möchte ich den Dorftreff, der wöchentlich ein tolles Angebot für alle Generationen bietet. Der Frauentreff, welcher sich schon seit Jahrzehnten sehr stark sozial engagiert. Auch die technischen Spezialisten der Ortsrufanlage und das Team der Neupotz-App, die seit dem letzten Jahr erfolgreich läuft, leisten Hervorragendes. Ich hoffe, dass auch Sie die NeupotzApp bereits nutzen und so stets bestens über die Ereignisse im Dorf informiert sind.Mein besonderer Dank gilt außerdem dem Defibrillator-Team und den ehrenamtlichen First Respondern für ihren wertvollen Einsatz im Dienst für uns alle.Das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens bilden jedoch nach wie vor unsere Vereine – sie sind die tragende Säule und die Urzelle unseres gemeinschaftlichen Miteinanders. Ihre Arbeit ist einzigartig und unverzichtbar. Danke an alle, die sich hier mit ihren Funktionen einbringen. Mein herzlicher Dank geht an alle, die sich für Neupotz einsetzen – an unsere Gemeindebediensteten, die Verwaltung, die Beigeordneten Christoph und Gisela, unseren Verbandsbürgermeister Karl-Dieter, die Pfarrer Herr Richtscheid und Herr Brand sowie alle Rats- und Ausschussmitglieder.Ich bin überzeugt, dass das Jahr 2026 mindestens ebenso erfolgreich wird wie das Jahr, das nun in kürze hinter uns liegen wird.Zum Schluss bedanke ich mich bei Alicia Heid und Melanie Uhl, die mit viel Liebe und Fleiß den „Heimatbrief 2025“ entstehen ließen. Der Heimatbrief wurde wieder wunderbar. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Gleichzeitig lade ich Sie herzlich zum Neujahrstreffen der Ortsgemeinde am 11. Januar 2026 ein.Ihr Ortsbürgermeister Stefan GehrleinVideo-Grußwort vom Ortsbürgermeister


4 Grußwort Beigeordnete Liebe Neupotzerinnen und Neupotzer, in diesen politisch sehr bewegten und teilweise beunruhigenden Zeiten berichten wir gerne über den Zusammenhalt und die Aktivitäten, die unser Dorf so liebens- und lebenswert machen.Seit dem Frühling gibt es neue Treffpunkte für die Dinge des täglichen Bedarfs und des geselligen Zusammenseins. Bereits im Januar öffnete die Neupotzer Stub (ehemals Clubhaus) und ergänzte unser bestehendes gastronomisches Angebot. Wie geplant, startete unser Wasgau Einkaufsmarkt zu Ostern. Dieser gibt uns die Möglichkeit, neben den Einkäufen bei einer Tasse Kaffee Leute zu treffen oder sich ein interessantes Buch aus unserem Bücherschrank zu nehmen.Mehrere geplante Projekte aus der Dorfmoderation wurden erfolgreich umgesetzt. Neben der Dorf-App wurden der gut angenommene Dorf-Treff und die Instandsetzung der überaus wichtigen Ortsrufanlage realisiert. Vielen Dank den vielen Händen, die dies alles umgesetzt haben und mit Leben füllen.In einer Feierstunde am 21. Februar 2025 wurde Neupotz in Mainz für die Dauer von acht Jahren zur Schwerpunktgemeinde ernannt. Dies bedeutet unter anderem, dass wir in den nächsten Jahren die Chancen der Dorferneuerung mit professioneller Unterstützung und verschiedenen Förderungen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich umsetzen können. Dazu gehören beispielsweise die Erhöhung der Wohnqualität, die Verminderung der bestehenden Leerstände und die Modernisierung von öffentlichen, aber auch privaten Gebäuden. Des Weiteren erhalten wir Hilfe, um die Bereiche Naherholung, Tourismus und Freizeit zu verbessern. Hierunter fallen zum Beispiel die Neugestaltung der Ortseingänge, die Erstellung eines Pflegekonzepts für öffentliche Grünflächen und Freiflächen.Schön ist, dass wir über den Start der Baumaßnahmen im Gewerbegebiet berichten können. Unschön sind die dadurch entstandenen Verkehrsbeeinträchtigungen, die mit der Sanierung der Landstraße Leimersheim-Kuhardt zusammenfallen. Hoffentlich können wir nächstes Jahr über einen Erfolg der Erweiterung des Gewerbegebiets berichten.Nachdem im Spätsommer die archäologischen Untersuchungen wegen vermuteter Römer/Germanenfunde negativ waren, hoffen wir auf den Beginn der Infrastrukturmaßnahmen in 2026 und auf eine baldige Vergabe von Bauland. Im neuen Jahr werden die von der Arbeitsgruppe geplanten Defibrillatoren auch Dank der Leader-Förderung und Spenden an den vorgesehenen Standorten installiert.Ein weiterer Treffpunkt für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft ist der geplante Boule-Platz. Wie in den vergangenen Jahren wurde die traditionelle Kerwe nach dem ökumenischen Gottesdienst, dem Umzug und dem Aufstellen des Kerwebaumes durch die Feuerwehr vom Fußballverein hervorragend ausgerichtet.Unser herzliches Dankeschön geht an alle, die sich im Ehrenamt und darüber hinaus für das Gemeinwohl engagieren und mit Herzblut dabei sind. Dies macht Neupotz aus, darauf können wir alle sehr stolz sein.Für die kommenden Weihnachtstage wünschen wir allen eine besinnliche und friedliche Zeit. Gesegnete Weihnachten und ein glückliches, gesundes Neues Jahr.Gisela Vorpahl und Christoph HeidInnenminister Michael Ebling übergibt die Anerkennungsurkunde


5 Grußwort Pfarrer Richtscheid und Pfarrer Brandt Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gemeindemitglieder, im Namen der katholischen Gemeinde St. Bartholomäus Neupotz in der Pfarrei Mariä Heimsuchung Rheinzabern grüßen wir Sie herzlich. Das Jahr 2025 hat unserer Kirchengemeinde viele prägende Momente geschenkt: Die Gottesdienste, seelsorgliche Begegnungen, viel ehrenamtliches Engagement und auch gegenseitige Unterstützung in Zeiten des Wandels. Wir blicken dankbar auf das gelebte Miteinander zurück, das uns Kraft gibt, auch in Herausforderungen Hoffnung zu bewahren.In diesem Jahr standen wir als Gemeinschaft fest zusammen: bei den Festen des Kirchenjahres, bei Besinnungstagen, Taufen und Jubiläen, die unser Leben als Gläubige und Nachbarinnen und Nachbarn enger miteinander verbunden haben. Wir danken allen, die sich aktiv eingebracht, sei es durch liturgische Mitgestaltung, kirchliche Gruppenarbeit oder schlicht durch ein offenes Ohr füreinander – Ihre Mitarbeit macht unsere Pfarrei lebendig.Besonders danken wir all unseren ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Dienst unser Gemeindeleben tragen. Als Christinnen und Christen wollen wir mit unserem Zeugnis gelebter Nächstenliebe vor Ort wahrnehmbar bleiben: im täglichen Tun, im Kennenlernen neuer Nachbarn und im Einsatz für die Schwächeren.Wie wollen im kommenden Jahr daran arbeiten, Strukturen zu stärken, die Spiritualität zu vertiefen und Räume für Begegnung zu schaffen. Unsere Türen stehen offen – kommen Sie vorbei, bringen Sie Ihre Ideen ein, teilen Sie Ihre Sorgen und Hoffnungen. Gemeinsam gestalten wir eine lebendige, offene Kirchengemeinde, die Nähe schenkt und Hoffnung weckt.Wir wünsche Ihnen allen Gottes Segen, Gesundheit und Zuversicht. Möge das neue Jahr uns mit Freude erfüllen, dass wir als Gemeinschaft wachsen und füreinander da sein können.Im Namen der katholischen Gemeinde St. Bartholomäus Neupotz Pfarrei Mariä Heimsuchung RheinzabernMiriam Stamer, Vorsitzende des Gemeindeausschusses NeupotzLeitender Pfarrer Marco Richtscheid und Kooperator Pfarrer Dr. Maximilian Brandt


6 9er Rat Neipotzer Fasenacht e.V.Geschafft! In diesem Jahr fanden die Bunten Abende erstmals unter der Verantwortung des neu gegründeten Vereins statt. Zum erschde Mol ä Narreschau, als Neipotzer Fasenaht e.V. Unter diesem Motto feierten der 9er-Rat, alle Aktiven, helfende Hände und zahlreiche Gäste auch 2025 wieder drei unvergessliche Bunte Abende. In bewährter Manier führten Marco Wolff und Jacob Hoffmann mit Charme, Witz und guter Laune durch die abwechslungsreichen Abende. Gleich zu Beginn heizte der 9er-Rat mit dem Lied „Fasenacht, du besch des was uns glicklich macht“ (Text von Katlen Gehrlein) die Stimmung an und sorgte für den passenden Auftakt zu einem fröhlichen Abend. Anschließend präsentierte die GARDE unter der Leitung von Natascha Herzberg einen eindrucksvollen Tanz, der vom Publikum mit begeisterten Applaus honoriert wurde. Mit einem humorvollen Zwiegespräch brachten „zwä junge Buwe“ die Gäste herzhaft zum Lachen, bevor Emil und Willi Wolff das Publikum dann mit ihren Zungenbrechern in Staunen versetzten. Auch die Nachwuchs-Showtanzgruppe LADY LIKE überzeugte unter der Leitung von Natascha Herzberg mit ihrer energiegeladenen Darbietung TIK TOK. Eine besondere Premiere feierte in diesem Jahr Natalie Marz, die als „Frää vum Marco“ aus dem Nähkästchen plauderte und das Publikum mit ihrer humorvollen Sicht auf das Eheleben mit einem Vollblut-Fasenachter begeisterte.Für einen musikalischen Höhepunkt sorgten die vier Boomwhacker*innen Tanja Ruppenthal, Marek Felz, Hendrick Braun und Moritz Scherrer, als sie den böhmischen Traum neu interpretierten. BALLERMANN war das Motto der Showtanzgruppe „9er-Pack“ (Leitung N. Herzberg) und nahm das Publikum für ein paar Minuten mit in die Schinkenstraße. Auch EEJ-ler, Marco Wolff, belustigte die Gäste mit seiner neuen Job-Idee, Bademeister vom Setzfeldsee zu werden. Teil dieses gelungenen Beitrages waren auch Leni Schnetzer, Petra Scherrer und Marlise Burger. Mit ihrem Gute-Laune-Medley unterhielt der Musikverein „Seerose“ das Publikum und lockte die Gäste zur zweiten Halbzeit wieder in den Saal. Auch Sonja Felz und Yvonne Schindler waren Teil der diesjährigen Kampagne und unterhielten sich beispielsweise über die Sinnhaftigkeit des Meeresspiegels, wenn man sich darin doch gar nicht sehen kann. Letzten Endes kamen die beiden zum Entschluss, dass der Großteil der WeltIntelligenz im Kultur- und Freizeithaus sitzen muss, weil diejenigen noch richtig Fasenacht feiern und auch verstehen können. Marco Wolff und Katlen Gehrlein heitzen mit dem Fasenachts-Lied einAußergewöhnliche Rhythmus-Performance


7WELTREISE war das Thema der Fußballer des FCN, welche mit ihrem Tanz das Publikum mit in die Ferne nahmen. Geleitet wurde die Gruppe von Antonia Röther und Alina Burger. Katlen Gehrlein berichtete als „Bildzeitung vun Neipotz“ über den Dorftratsch und so manche peinliche Geschichte, wobei sie die Texte wie gewohnt in bekannte Melodien einbettete. Auch das traditionelle Dreigestirn, bestehend aus Pfarrer Marco Richtscheid, Dr. Carmen Kimmel und „Frau Fisch“ alias Kornelia Wünschel, war ein Muss in dieser Kampagne. Sie unterhielten sich über verschiedenste Gerüchte zu Angeboten des neu erbauten Wasgau-Marktes. Mit südamerikanischem Flair heizten die „Perlmuttis“ unter der Leitung von Conny Rapp den Saal ordentlich ein. Ihr Tanz MEXICO überzeugte durch Rhythmus, Farbenpracht und Lebensfreude. Im Anschluss berichtete Kevin Heid als abstinente Schnapsfee über Feste und Feiern, die er erstmalig nüchtern besuchte. Schnell erkannte er, dass es als nüchterne Person unter all den Feiernden nur sehr schwer auszuhalten war. Unter der Leitung von Verena Burk präsentierten die „Dancing Kings“ ihren Tanz TOP GUN und erinnerten mit cooler Ausstrahlung und viel Power an die Kampfpiloten der gleichnamigen Filme. „Dumm gebabbelt esch glei“ stellten Olaf Heid und Tobias Antoni in ihrem Beitrag fest und brachten die Gäste erneut zum Schmunzeln. Augenzwinkernd erklärten sie ihre Sicht auf moderne Freizeitaktivitäten, wie das „Hobby Horsing“ und probierten sich daran gleich aus. Für einen furiosen Abschluss sorgte die Showtanzgruppe „SchorleSchoppeSchläppler“ unter Leitung von Jessica Trapp. Mit ihrem aufwendig choreografierten Tanz nahmen sie das Publikum mit in die unendliche Weite des Weltalls – ein wahrlich galaktisches Finale, das mit tosendem Applaus bedacht wurde. Neben den drei Bunten Abenden gab es über die Faschingszeit für viele Neipotzer Fasenachter*innen ein weiteres buntes Programm. Nach einem stärkenden Frühstück beim Zapf-Hof am schmutzigen Donnerstag, machte sich der 9er-Rat auf in den Kindergarten. Hier wurde mit den Kids eine Faschingsparty inklusive Polonaise gefeiert. Am Abend traf man viele Faschingsfreunde aus der Region bei Landrat Martin Brandl in Germersheim. Am Sonntag, dem 2. Februar fand letztmals der Kinderfasching unter der Leitung des TSV statt, auch hierfür wird künftig der neu gegründete Verein verantwortlich sein. Mit vielen bunten Kostümen, gelungenen Beiträgen und guter Stimmung hatten viele Kinder einen fröhlichen Nachmittag. Der Rosenmontag begann mit einem Besuch bei Verbandsbürgermeister Karl Dieter Wünstel in der VG Jockgrim. Traditionell werden hier die Abordnungen aus den vier Ortschaften eingeladen, um gemeinsam einige feucht-fröhliche Stunden mit kleinen Auftritten und Reden zu verbringen. Direkt im Anschluss fand bei bestem Wetter der sehr gelungene Faschingsumzug in Jockgrim statt. Zum „Närrischen Gottesdienst“ lud Pfarrer Marco Richtscheid am Dienstag ein. Mit Gottes Segen und Sonne pur machte man sich dann auf den Weg zum Faschingsumzug nach Rhe-Na, der den Abschluss einer gelungenen Kampagne krönte. Der Neipotzer Fasenacht e.V. bedankt sich auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Kampagne so wunderschön und unvergesslich wurde.Und wie heißt es so schön – nach der Kampagne ist vor der Kampagne. Auf die Neipotzer Fasenacht ein 3-fach donnerndes HELAU! Der 9er-Rat beim Faschingsumzug in Rhe-NaSonja und Yvonne beim Philosophieren


8 ASV Neupotz Zwischen starken Fängen und tollen VereinsaktionenMit aktuell 277 Mitgliedern ist unser Verein weiterhin gut aufgestellt – von jung bis alt, von passionierten Petrijüngern bis zu fördernden Mitgliedern, die den Verein ideell oder tatkräftig unterstützen. Besonders erfreulich: Die Mischung stimmt – und das zeigt sich nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem im gelebten Vereinsalltag. Egal ob bei Arbeitseinsätzen, beim gemeinschaftlichen Angeln oder bei anderen Vereinsaktivitäten: Jung und Alt hatten auch 2025 wieder ihren Spaß.Viel los war wieder bei unseren Arbeitseinsätzen, bei denen wir gemeinsam angepackt haben, um unsere Angelplätze und Boote instand zu halten und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Los ging’s am 8. März mit dem traditionellen Umwelttag, bei dem Müll gesammelt und Uferabschnitte gepflegt wurden. Im Juni stand ein Mäh-Einsatz an, um die Angelstellen freizuhalten – bei sommerlichen Temperaturen durchaus schweißtreibend. Und im November wurde dann nicht nur erneut gemäht, sondern auch wieder unsere Vereinsboote gründlich gereinigt. Wie immer kam nach getaner Arbeit auch das Gesellige nicht zu kurz: Mit einer ordentlichen Stärkung und dem ein oder anderen Getränk ließ man die Einsätze in großer Runde ausklingen.Ein echter Höhepunkt des Jahres war wie immer das Gemeinschaftsangeln, das am 25. August stattfand. Bei gutem Wetter und bester Stimmung angelten zahlreiche Vereinsmitglieder gemeinsam am Setzfeldsee. Die meisten Fänge erzielten in diesem Jahr Sven Gehrlein, Matthias Klein und Elmar Hoffmann. Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben oder bei der Organisation geholfen haben! Dass nicht nur die Erwachsenen gut mit der Angel umgehen können, zeigten im zurückliegenden Jahr auch unsere Vereinsjüngsten. Ein echtes Highlight war wieder die Übernachtung der Jugendgruppe am Wasser – ein Event, das längst zur Tradition geworden ist. Insgesamt acht Jungs verbrachten die Nacht draußen – von echter Nachtruhe konnte jedoch angesichts der vielen Bisse keine Rede sein. Die Fangausbeute konnte sich sehen lassen: neun Schleien, ein Aal, ein Hecht, zahlreiche Rotaugen und Barsche – und als Krönung ein ganz dicker Karpfen! Der „harte Kern“ unserer aktiven Jungangler war mit Begeisterung dabei und wurde – neben Angelwissen – auch mit starken Eindrücken und bleibenden Erinnerungen belohnt. Immer wieder werden für unserer Jugendangler auch Aktivitäten fernab der Neupotzer Gewässer organisiert (z.B. gemeinsames Forellenangeln). Neue Gesichter sind bei unseren Jungendwarten bei allen Aktivitäten immer herzlich willkommen! Interessierte Kinder und Jugendliche (oder deren Eltern) dürfen sich gerne direkt an Florian Keil oder Steffen Bohlender wenden, die die Aktivitäten für unsere Vereinsjüngsten organisieren.Ein weiterer schöner Moment im Vereinsjahr war die Einladung zum Fischessen, mit dem wir uns bei unseren älteren Mitgliedern für ihre langjährige Treue und Verbundenheit bedankt haben. Bei gutem Wetter wurden rund 120 Seniorinnen und Senioren zum Mittagessen mit anschließendem Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Beteiligung war groß und die Stimmung herzlich – viele nutzten die Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen, Erinnerungen auszutauschen und gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen. Serviert wurde – wie könnte es anders sein – panierter Zander mit Kartoffelsalat, begleitet von kühlen Getränken und gut gelauntem Service. Solche Veranstaltungen zeigen: Unser Verein lebt nicht nur vom Angeln allein, sondern auch von der Gemeinschaft.Ob beim Jugendangeln, beim „Königsangeln“ oder bei den Arbeitseinsätzen – was unseren Verein ausmacht, ist der Zusammenhalt über Generationen hinweg. Diese Gemeinschaft zu pflegen, weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Hege und Pflege unserer Gewässer voranzutreiben, bleibt auch unser Ziel für das kommende Jahr. In diesem Sinne: Vielen Dank an alle, die das Vereinsjahr 2025 mit Leben gefüllt haben – auf dass wir auch 2026 wieder viele spannende und erholsame Stunden am Wasser verbringen dürfen!Gemeinsam im BootGute Stimmung beim Fischessen im AnglerheimSchöner Fangerfolg für Till beim JugendangelnJonas mit einem großen Aal


9 Baumgeisterjagd Neupotz lässt die Sau rausRund um die Osterzeit hatten die Baumgeister-Jäger wieder richtig viel zu tun, denn die Schnitzeljagd, stellte die Suchenden auch 2025 vor große Herausforderungen.Cindy Röther und Ihr Team zierten in der Neupotzer Gemarkung wieder 15 Bäume mit „Baumgeistern“, welche dieses Mal die Form von kleinen Schweinchen angenommen hatten, in Bezug darauf, dass die Schweinehaltung bereits im alten Pfotz eine große Rolle spielte.Über 120 junge Neupotzerinnen und Neupotzer, zwischen 1 und 14 Jahren, machten sich auf die aufregende Reise, auch in diesem Jahr wieder alle Geister aufzustöbern. WhatsApp Gruppen liefen heiß, in denen unter den Teilnehmern fleißig Hinweise geteilt und neuen Spuren nachgegangen wurden. Eltern wurden von ihren Jüngsten schon in der Früh geweckt, weil es schließlich schon hell genug war, um endlich weiter nach den Baumgeistern zu suchen. Und einige Dorfbewohner verbanden schlicht einen Familienausflug inklusive Picknick mit der Suche. „Meine Kinder verbrachten nie zuvor so viel Zeit im Freien“ solche und ähnliche Sätze, bekommt das Team des Öfteren zu hören. Besonders die 3 Bonusgeister, die als lustige Wildschweinein Erscheinung traten, hatten sich wieder richtig gut versteckt, da war der ein oder andere kleine Jäger schon fast am Verzweifeln. Eine große Hilfe waren die wertvollen Tipps, die vom Baumgeister-Team in der zweiten Woche veröffentlicht wurden, wodurch auch das letzte kleine Wildschwein nicht mehr unentdeckt blieb.„Verrückt“, dachten sich viele, denn an den besagten Bonusbäumen sind sie in den letzten Tagen bereits mehrfach vorbeigelaufen, ohne die Wildsau zu entdecken.Nicht nur im Dorf hatten sich die rosa Vierbeiner versteckt, auch in Hardtwald, an der Grenze zu Leimersheim, an den Streuobstwiesen und sogar weit draußen am Deichrand, waren sie zu finden. Dadurch sammelten die kleinen „Jäger“ nicht nur Stempel, sondern auch einige Kilometer.Doch nicht nur die aktive Suche war an der Tagesordnung, sondern auch das Rätseln der 3 alten „Neupotzer-Wörter“, so galt es herauszufinden, was eine Aarde ist und was Lous oder Brodworschddääg für eine Bedeutung haben.Dazu wurden nicht nur die Eltern, Oma und Opa befragt, auch ältere Nachbarn durften ihr Wissen an die kleinsten Dorfbewohner weitergeben. Nach 14 Tagen rätseln, anstrengender Laufwege und Fahrradtouren, durften sich die Kids ihre Belohnung aus einer Reihe von Malutensilien, Puzzle, Schmuckperlen, Bällen und vielem, vielem mehr aussuchen, was die Kinderaugen zum leuchten brachte.Doch nicht nur das, denn jeder, der gerne einem Schweinchen ein Zuhause geben wollte, konnte direkt vor Ort ein Gebot für die Versteigerung abgeben.Wir sind glücklich verkünden zu dürfen, dass jedes Schwein einen Platz in einem Neupotzer Haushalt gefunden hat und durch den Erlös sichergestellt ist, dass die Baumgeisterjäger auch 2026 wieder aktiv werden können.Wir möchten uns auch bei allen Spendern und Helfern bedanken, dank euch, konnte die Baumgeister-Jagd bereits zum sechsten Mal stattfinden.Von Cindy RötherDie kleinen Schweinchen sind gut versteckt Um die Wildschweine zu finden, musste man besonders aufmerksam seinDie Baumgeisterjäger bei ihrer unermüdlichen SucheUnd es hat sich gelohnt, an dieser Stelle konnte sogar einer der begehrten Bonusgeister entdeckt werden


10 Boomer Die 1. Klasse von 1971: Erinnerungen, Freundschaft und viel HeimatgefühlWer sich an seine Grundschulzeit erinnert, dem kommen viele Gesichter und Geschichten in den Sinn. So geht es auch uns – der ersten Klasse der Grundschule Neupotz von 1971. Wir, die Jahrgänge 1964 und 1965, gehören noch zu den sogenannten „Boomern“ – jener Generation, die in den Jahren des Babybooms aufgewachsen ist.Vor rund zwei Jahren haben wir eine WhatsApp-Gruppe gegründet, um wieder in Kontakt zu kommen. Die Gruppe besteht mittlerweile aus 39 Mitgliedern. Aus dem Gruppenchat ist schnell mehr geworden: Alle zwei bis drei Monate treffen sich ein paar von uns inzwischen zu einem gemütlichen Klassenstammtisch, der meistens in der Rheinschänke stattfindet. Denn auch Wirt Peter ist ein Klassenkamerad von uns. Beim Stammtisch werden Fotos gezeigt, Erinnerungen geteilt, viel erzählt und so mancher lacht über die Streiche von damals.In diesem Jahr, am 20. September, haben wir dann ein richtiges Klassentreffen organisiert. Insgesamt 22 ehemalige Klassenkameradinnen und -kameraden waren dabei. Der Tag begann mit einem Sektempfang bei Klaus Hoffmann, wo schon viele Erinnerungen an die Schulzeit wach wurden und die Stimmung bestens war.Anschließend führte uns unser Ausflug nach Germersheim, wo wir an einer sehr interessanten Stadtführung teilgenommen haben. Im Anschluss ließen wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in einem netten Café ausklingen, bevor es am Abend zurück nach Neupotz ging.Den Abschluss unseres Treffens bildete – wie könnte es anders sein – der Besuch der Neupotzer Kerwe, wo wir noch bis tief in die Nacht zusammengesessen sind und uns viel zu erzählen hatten. Damals, 1971, waren wir stolze 49 Kinder auf unserem ersten Klassenbild – eine richtige Großklasse! Besonders schön: Unsere damalige Lehrerin, Frau Flory, war ebenfalls beim Klassentreffen dabei und auch an unseren Stammtischtreffen nimmt sie regelmäßig teil. Bei unserer Einschulung war Frau Flory erst 22 Jahre alt und wir waren ihre erste Klasse. Heute ist sie 75 und findet es super, dass nach wie vor das Interesse an der Klassengemeinschaft von damals so groß ist. Es war einfach wunderbar, alle wiederzusehen und zu hören, wie sich das Leben der früheren Klassenkameradinnen und -kameraden entwickelt hat. Viele sieht man im Dorf, ist befreundet, andere sind weggezogen, aber man spürte deutlich: Auch nach all den Jahren ist da noch etwas geblieben – ein Stück gemeinsame Kindheit, das uns für immer verbindet.Das Klassentreffen des Boomerjahrgangs 1964/1965Die 1. Klasse von 1971 mit der Lehrerin Frau Flory. Wer erkennt wen?


11 Digitalisierung Ein Jahr OrtsApp Neupotz – digital verbunden, gemeinsam starkEnde des vergangenen Jahres fiel die Entscheidung für die OrtsApp Neupotz – einwichtiger und zukunftsweisender Schritt für unser Dorf. Ziel war es, den Austauschuntereinander lebendiger zu gestalten, Vereine sichtbarer zu machen, dieZusammenarbeit zu erleichtern, mehr Transparenz zu schaffen und denZusammenhalt vor Ort weiter zu stärken.Im Februar 2025 war es dann endlich so weit: Nach einer spannendenEntwicklungsphase voller Ideen, Anpassungen und Vorfreude startete die OrtsAppoffiziell! Mit großer Begeisterung verfolgten wir die ersten Registrierungen, Likes undKommentare – ein deutliches Zeichen dafür, dass die App von Anfang an gutangenommen wurde.Seitdem wächst unsere digitale Dorfgemeinschaft stetig. Mittlerweile hat die OrtsApp eine Reichweite von 2.406 Personen und zählt 345 registrierte Nutzerinnen undNutzer (Stand: 31.10.2025). Diese Zahlen zeigen: Die App ist nicht nur in Neupotzbeliebt, sondern wird auch über die Ortsgrenzen hinaus geschätzt.Insgesamt wurden bisher 170 Artikel eingestellt – von Vereinen, der Ortsgemeindeund weiteren Akteuren. Zudem gibt es bereits 116 Pinnwandeinträge, über die sichBürgerinnen und Bürger direkt austauschen und miteinander ins Gespräch kommen.Neben aktuellen Informationen, wichtigen Adressen und nützlichen Links bietet dieApp auch einen übersichtlichen Veranstaltungskalender. Besonders beliebt waren bisher interaktive Aktionen wie der Fotowettbewerb oder verschiedene Umfragen, die großen Zuspruch fanden und auch künftig fortgeführt werden sollen.Ein besonderes Highlight in diesem ersten Jahr: Die OrtsApp Neupotz erhielt vonden Entwicklern und Betreibern der App einen Award – eine tolle Anerkennung fürdas Engagement vor Ort und die aktive Nutzung durch unsere Gemeinschaft.Dass die OrtsApp so erfolgreich gestartet ist, liegt vor allem an den Menschen, diesie mit Leben füllen. Ein herzliches Dankeschön an alle Neupotzerinnen undNeupotzer, die von Beginn an dabei waren, Beiträge geteilt, kommentiert odereinfach mitgelesen haben.Gemeinsam zeigen wir: Neupotz ist digital verbunden – und dabei menschlichnah wie eh und je.Übersichtlich und informativ, so zeigt sich die Ortsapp und kommt hervorragend bei den Nutzern anDas Team der OrtsApp freut sich über die Auszeichnung! v.l.n.r. Christian Keller, Heinz-Jürgen Knöthig, Bürgermeister Stefan Gehrlein, Jule BellaireDie Ortsapp wird in der Kategorie „Beste Komposition“ ausgezeichnet! Scannen, App runterladen und keine Neuigkeiten aus dem Ort mehr verpassen - die Ortsapp macht es möglichFür AndroidFür Apple


12 Dorftreff Neupotz Ein Treffpunkt, viele Möglichkeiten!Wer hat Lust, mal wieder die Schlossallee zu kaufen, beim Skat Kontra zu geben, einen 5er-Pasch zu würfeln oder einfach nur „Mau Mau“ zu sagen? Ob Kartenspiele, Brettspiele, Würfelspiele – Spiele schaffen geistige Anreize, sie verbessern die Merkfähigkeit, die Konzentration und fördern das strategische Denken. Der wichtigste Aspekt jedoch ist die Freude am gemeinsamen Spielen und was sich darüber hinaus entwickeln kann. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee oder vielleicht bei einem Gläschen Wein mit Gleichgesinnten spielend in Kontakt kommen oder vielleicht doch nur plauschen und den anderen beim Spielen zusehen. Ein Treffpunkt – viele Möglichkeiten!Dieser Text war die Ankündigung zu etwas Neuem und zu etwas Besonderen in Neupotz. Mit der offiziellen Eröffnung am 28. Januar 2025 im Haus „Leben am Strom“ wurde mit Unterstützung von Ortsbürgermeister Stefan Gehrlein und der Gemeinde Neupotz der „Dorf-Treff Neupotz aktiv“ ins Leben gerufen. 36 Neupotzer Bürgerinnen und Bürger informierten sich an diesem Tag bei Sekt, Snacks, Kaffee und Kuchen vor Ort. Karin Martin erläuterte die Idee und das Konzept dieses neuen Projektes und stellte das „Dorf-Treff-Team“ vor. Ortsbürgermeister Stefan Gehrlein lobte die Initiative und dankte dem Team für das ehrenamtliche Engagement und wünschte dazu viel Erfolg. Seitdem öffnet der „Dorf-Treff“ immer dienstags von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Haus „Leben am Strom“ seine Türen. Die Besucher loben die gesellige Atmosphäre und den Austausch mit anderen Neupotzern, die man vielleicht schon lange nicht mehr getroffen hat. Immer wieder besuchen auch einige Schulkinder den „Dorf-Treff“, um gemeinsam Karten- oder Gedächtnisspiele miteinander zu spielen. An Fasching hat Betty Burk mit ihrer Gitarre und einigen Episoden aus ihrer legendären „Bildzeitung“ sowie der Beschreibung des Inhaltes einer „Neupotzer Gruuschdl-Schublad“ die Besucher sehr zum Lachen gebracht. Aus ihrer Feder stammen auch 2 Kreuzworträtsel über Neupotz. Da war zum Beispiel die Frage nach einer Neupotzer Gemarkung Richtung Wörth oder einem häufig vorkommenden Neupotzer Familiennamen…Wüssten Sie die Lösung?Seit April gibt es zusätzlich noch den „Dorf-Treff Spezial“ zu einer späteren Uhrzeit in der „Polderscheune“. Den Auftakt dazu machte Klaus Hammermit seinen „Neupotzer Originalen“, als nächstes folgte der Heimatfilm von 1962, welcher bei den Neupotzern auf großes Interesse stieß und im Juni erfreuten Erich und Inge Hoffman mit Mundartgedichten, Heimatliedern und dem Neupotz-Lied (welches aus deren Feder stammt) die Besucher. Über ein aktuelles Thema „Enkeltrick und Schockanrufe“ informierte im September die Polizeidirektion Wörth in der Polderscheune und im November konnten sich die Besucher bei einem leckeren Frühstück vom Organisationsteam verwöhnen lassen und sich von der guten Organisation und Zusammenarbeit des „Dorf-Treff-Teams“ überzeugen.Alle Akteure, die im „Dorf-Treff-Spezial“ aufgetreten sind, haben dies ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet. An dieser Stelle dafür ganz herzlichen Dank. Einen Teil aus diesen Erlösen spendet das DorfTreff-Team an Neupotzer Vereine für deren Jugendarbeit oder an eine soziale Einrichtung.Fakten: Seither wurden über 540 ehrenamtliche Helferstunden geleistet, über 90 Kuchen gebacken, 150 Kannen Kaffee gekocht, 264 Tische auf- und wieder abgebaut und unzählige Tassen und Gläser gespült. Im Durchschnitt haben wöchentlich etwa 20 Gäste den „DorfTreff“ besucht. Beim „Dorf-Treff-Spezial“ mit dem Heimatfilm jedoch, war die Besucherzahl mit 80 Gästen der absolute Rekord.Wer jetzt neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen, dienstags bei uns im Haus „Leben am Strom“ vorbeizuschauen, vielleicht auch, um das „Dorf-Treff-Team“ zu unterstützen. Wir freuen uns auf Euch!Das Team vom „Dorf-Treff“ Rosi Pfirrmann, Inge Foos, Rita Back, Daniela Röther, Tanja Gehrlein, Martina Weiland, Karina Heid, Christiane Wünschel, Betty Burk, Patrik Kornisch, Karin MartinDer Neupotzer Dorftreff wird eröffnetDas Team begrüßt die GästeDorftreff Spezial - hier gibt es besondere Events


13 DRK Neupotz Engagierte Helferinnen und Helfer sind jederzeit Einsatzbereit und stellen ihr Können unter BeweisAuch 2025 war im DRK-Ortsverein wieder einiges los. Er besteht weiterhin aus zwei aktiven Gruppen, die sich einmal wöchentlich zu ihren Treffen versammeln. Zur Gruppe der Bereitschaft gehören die erwachsenen Mitglieder, die unter anderem bei Sanitätsdiensten im Einsatz sind. In diesem Jahr durfte sich die Bereitschaftsgruppe sowohl über neue Gesichter als auch über die Rückkehr altbekannter Mitglieder freuen. Die zweite Gruppe nennt sich „Cookies“ und gehört zum Jugendrotkreuz des Ortsvereins.Die Bereitschaftsgruppe blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben einem abwechslungsreichen Ausbildungsplan für die wöchentlichen Bereitschaftsabende und der Organisation mehrerer Blutspendetermine in Neupotz, waren die Helferinnen und Helfer bei zahlreichen Sanitätsdiensten in der Region im Einsatz. So unterstützten sie unter anderem die Faschingsumzüge in Rheinzabern, Jockgrim und Bellheim, die Radrennen in Bellheim und Hatzenbühl, die Bellheimer Gartentage, das Heimatfest in Rheinzabern, das Brauereifest in Bellheim sowie das SWR4-Festival in Wörth. Auch weiter weg auf dem Betzenberg in Kaiserslautern war das DRK Neupotz vertreten.Der Verein hat sich in diesem Jahr für die Unterstützung und das Engagement seiner Mitglieder etwas Besonderes einfallen lassen: Am Samstag, 06.09.2025, fand ein gemeinsamer Bereitschaftsausflug statt. Bei schönstem Wetter gab es zunächst eine Fahrt über den Altrhein in Germersheim, gefolgt von einer spannenden Stadtführung durch die historische Festung. Den tollen Tag ließ die Gruppe dann gemeinsam bei leckerem italienischen Essen ausklingen.Natürlich hat die Jugendrotkreuzgruppe „Cookies“ ebenfalls wieder viel erlebt in diesem Jahr. Darüber haben sie in einem kurzen Bericht selbst geschrieben:„Hallo, wir sind die „Cookies“, die Jugendrotkreuz-Gruppe des OV Neupotz, und dieses Jahr war für uns einfach unglaublich aufregend! Im Juni waren wir beim Kreisentscheid in Rheinzabern. Hierfür mussten wir uns in verschiedenen Bereichen wie Erste Hilfe, Sport & Spiel, Theater & Film, Rotkreuz-Wissen, sowie Soziales (Gebärdensprache & Sinneseinschränkungen) vorbereiten und dann unser Können beweisen. Wir haben viel gelacht, uns gegenseitig geholfen und jede Menge Neues gelernt. So haben wir uns tatsächlich für den Bezirksentscheid in GauOdernheim qualifiziert – das war der absolute Wahnsinn!Beim Bezirksentscheid war’s dann richtig spannend. Es waren viele starke Gruppen dabei, und alle wollten natürlich ihr Bestes geben. Wir haben als Team super zusammengehalten, uns gegenseitig motiviert und hatten richtig viel Spaß. Als wir am Ende erfahren haben, dass wir den 3. Platz erreicht und uns damit für den Landeswettbewerb in BitburgPrüm qualifiziert haben, konnten wir es kaum glauben – die Freude war riesig! Und dann war es endlich soweit - der Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz stand bevor! Ende August 2025 ging’s für uns nach Bitburg, wo 12 Mannschaften aus drei Landesverbänden gegeneinander antraten. Untergebracht waren wir gemütlich in Klassenzimmern einer Gesamtschule – unser Zuhause für das Wochenende. Am Samstag stand ein voller Wettbewerbstag in der Innenstadt auf dem Programm. Auch hier konnten wir wieder zeigen, was wir draufhaben. Manche Aufgaben waren gar nicht so leicht, aber wir haben zusammengehalten und nie aufgegeben! Nach einem tollen Abend voller Spaß und Musik folgte am Sonntag die große Siegerehrung. Als wir hörten, dass wir den 4. Platz belegt haben, waren wir einfach nur stolz und glücklich. Dieses Wochenende war für uns ein unvergessliches Erlebnis voller Teamgeist, Spannung, Lachen und toller Erinnerungen – wir sind mega stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben und freuen uns auf das nächste Jahr!“Auch die Gruppenleitenden der Jugendrotkreuzgruppe können sehr stolz auf ihre Gruppenmitglieder und die erreichten Erfolge sein!Der DRK-Ortsverein Neupotz dankt allen Helferinnen und Helfern und Unterstützenden des Vereins für ihr Engagement und freut sich auf ein gemeinsames, erfolgreiches Jahr 2026.Sanitätsdienst auf dem Heimatfest in RheinzabernDie Mitglieder beim Ausflug nach GermersheimDie „Cookies“ auf dem Landeswettbewerb


14 Fissaha Seit zehn Jahren in NeupotzVor etwa zehn Jahren kamen die ersten Flüchtlinge aus Afrika in Neupotz an. Darunter war auch Fissaha Asmelash Habtemariam aus Eritrea, der nach einer abenteuerlichen Flucht zu Fuß, als Mitfahrer im Auto und vor allem per total überfülltem Schlauchboot nach Italien kam. Die Strecke führte durch den Sudan, durch die Sahara und durch Libyen, und war natürlich mit sehr großen Einschränkungen, wie z.B. beim Essen, Übernachten usw. verbunden. Seine Familie (Ehefrau und drei Kinder) blieb zunächst in Eritrea zurück. Nach mehreren Stationen und kurzem Aufenthalt in München und in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier gelangte er 2015 über die Kreisverwaltung Germersheim per Zufallsprinzip nach Neupotz.Gründe für seine Flucht waren insbesondere Repressalien durch das dortige Militär und fehlende wirtschaftliche Perspektiven für sich und insbesondere für eine fünfköpfige Familie. Er selbst hatte vier Jahre Geografie studiert und war sieben Jahre als Lehrer tätig, stand aber immer unter Kontrolle des Militärs und wurde immer wieder zum Wehrdienst einberufen. Er musste jederzeit mit einer wiederholten Einberufung rechnen und war in seiner Lebensführung eingeschränkt. Ende 2014 entschloss er sich zur Flucht, dachte aber damals schon an die Möglichkeit einer baldigen Zusammenführung mit seiner Familie. Fissaha wollte nach seiner Ankunft in Neupotz sofort einer Arbeit nachgehen. Große Unterstützung erhielt er dabei durch Nadja Schierenberg und später durch unseren ehemaligen Bürgermeister Emil Heid. Nadja, die auch unzählige Behördengänge erledigte, verhalf ihm zu einer Beschäftigung im Jägerhof und Emil zu einer Arbeitsstelle bei der Firma HGGS in Hatzenbühl. Später nahm er zusätzlich einen Job im Restaurant „Zum Lamm“ an.Kontakt in dieser schwierigen Zeit hatte er mit seiner Familie über Telefon. Das Thema Familienzusammenführung war natürlich immer Thema. Auch hier kümmerte sich Nadja sehr um die anstehenden Behördengänge usw., Ehefrau und Kinder waren in dieser Zeit in Äthiopien, wohin sie zwischenzeitlich geflüchtet waren.2018 war es dann soweit: Seine Ehefrau Freweyni und seine Kinder Simon, Hiermiela und Persabiel kamen am Flughafen Frankfurt an und wurden von Fissaha mit einem großen Blumenstrauß begrüßt. Die Freude war natürlich riesig, und es gab sehr viel zu erzählen.Die Familie konnte vorübergehend in einer Wohnung in der Tullastraße untergebracht werden. Da diese für eine fünfköpfige Familie auf Dauer zu klein war, zog sie kurze Zeit später in das Haus der Familie Hammer in der St.-Georg-Straße um, wo sie heute noch wohnt.Sie ist in Neupotz sehr gut integriert und angesehen. Alle gehen entweder zur Schule und üben Wochenend- und Ferienjobs aus, oder sie stehen in einem festen Beschäftigungsverhältnis. Die Kinder zeigen sehr gute schulische Leistungen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Persabiel bei einem Vorlesewettbewerb in der Grundschule einen tollen zweiten Platz belegen konnte. Zwischenzeitlich streben alle einen höheren Schulabschluss an, Simon steht kurz vor dem Abitur. Die Mädchen waren, solange es altersmäßig möglich war, im Jugend DRK, Simon spielt beim FC Viktoria Neupotz Fußball und ist, nach Absolvierung mehrerer Lehrgänge, Jugendtrainer bei diesem Verein. Außerdem ist er großer FCK Fan und hat eine lebenslange Mitgliedschaft bei dem Verein.Der gesamten Familie fühlt sich in Neupotz sehr wohl, und es gibt auch einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Sie möchte auch sehr gerne hier bleiben, lediglich Hiermiela schränkt mit einem Augenzwinkern ein: „Vielleicht zum Studium …“.Von Manfred HammerFissaha fand auf dem Jägerhof Arbeit und eine (zweite) FamilieNach drei Jahren endlich wiedervereintSimon ist riesiger FCK-Fan


15 Frauentreff Der Frauentreff on TourDen Frauentreff Neupotz gibt es mittlerweile seit über 30 Jahren. Einige von uns Frauen sind von Anfang an dabei, aber auch immer wieder Neue oder Ehemalige schließen sich unserer Gruppe (wieder) an.Wir sind Frauen Ü50 und treffen uns regelmäßig alle zwei Wochen dienstagabends zu gemeinsamen Aktivitäten.Auch dieses Jahr haben wir uns im Pfarrheim getroffen und dort gespielt, gestrickt, gekocht, entspannt oder einfach nur „gebabbelt“.Wir sind auch öfters unterwegs, machen Radtouren, waren beim Quizabend in der Rheinschänke in Leimersheim, beim WeinfestAbschluss in Mühlhofen und im Kammertheater in Karlsruhe.Zusammen mit unseren Männern fand inzwischen schon traditionell das Wintergrillen, das Boseln und der Abend bei neuem Wein und Zwiebelkuchen statt.Ein Highlight in diesem Jahr war die Einladung von MdB Dr. Thomas Gebhart zu einer politischen Informationsfahrt nach Berlin. Im März machten sich 10 Frauen aus unserer Gruppe auf den Weg. Ein abwechslungsreiches aber straffes Programm u.a. ein Vortrag im Bundestag, ein Besuch der Reichstagskuppel, ein Treffen mit Dr. Thomas Gebhart im Paul-Löbe-Haus, eine Stadtrundfahrt und weitere Besichtigungen lagen vor uns. Trotzdem schafften wir es, eine Vorstellung im Friedrichstadtpalast zu besuchen, was für uns alle ein zusätzliches besonderes Erlebnis war.Im September 2025 bekamen wir eine Einladung von MdL Florian Bellaire zu einer Informationsfahrt nach Mainz, die einige von uns gerne annahmen. Es wurde mit einer Führung durch das Landtagsgebäude, einem Gespräch mit Florian und einem Besuch beim ZDF ein interessantes Programm geboten.Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir uns bei verschiedenen Veranstaltungen der Gemeinde, Pfarrgemeinde und den Vereinen engagiert. Hier sei der Seniorennachmittag mit Bewirtung der Gäste und Dekoration des Kultur-und Freizeithauses, das Fronleichnamsfest mit dem Legen des Blumenteppichs und dem Kuchenverkauf, die Kerwe und die Fasenacht als Helferinnen in der Küche genannt. Künftig wird man uns bei Veranstaltungen als Gruppe erkennen, da wir inzwischen Frauentreff T-Shirts, bedruckt mit dem „Neupotz Fisch“ haben.Der Frauentreff zu Besuch in der HauptstadtBewirtung beim Altennachmittag im Pfarrheim


16 Freiwillige Feuerwehr Der Einzug in den modernen und zukunftsfähigen Neubau steht kurz bevorDie Feuerwehr Neupotz besteht aus der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Bambini-Feuerwehr. EinsatzabteilungIm Vergleich zu den vergangenen Jahren gab es 2025 wieder mehr Einsätze. Insgesamt haben wir bis Ende Oktober 31 Einsätze zu verzeichnen. Davon waren 3 Brandsicherheitswachen, 14 Brandeinsätze, 7 Wassereinsätze, 1 Gefahrguteinsatz, 3 Sondereinsätze und 3 technische Hilfeleistungen. Nachfolgend werden einige Details zu einzelnen Einsätzen geschildert. Im April wurden wir zu einem Flächenbrand am Kieswerk alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnten wir eine starke Rauchentwicklung feststellen. Vor Ort trafen wir auf ein brennendes Maschinenteil, das Feuer hatte sich bereits auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern ausgebreitet. Der Brand konnte dennoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Einen Tag später wurden wir zu unserem bisher größten und zeitaufwändigsten Einsatz dieses Jahres alarmiert: ein Gebäudebrand im Hardtwald. Bereits auf der Anfahrt ins Feuerwehrhaus war eine enorme Rauchentwicklung durch das ganze Dorf sichtbar, weshalb sofort eine Alarmstufenerhöhung durchgeführt wurde. Dadurch rückten die Feuerwehren der ganzen Verbandsgemeinde sowie die Drehleiter aus Rülzheim aus. Vor Ort leiteten wir umgehend die Brandbekämpfung unter Atemschutz ein, wodurch wir schnelle Löscherfolge erzielten. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Abend hinein. Nachts führten wir eine Brandnachschau durch, um eine mögliche Brandausbreitung durch unerreichte Glutnester zu verhindern. Des Weiteren waren wir bei einigen Kleinbränden und bei ausgelösten Heimrauchmeldern im Einsatz. Glücklicherweise erleben wir immer wieder, dass durch Heimrauchmelder Schlimmeres verhindert werden kann und unsere Maßnahmen weniger umfangreich ausfallen.Das Gebäude nach den LöscharbeitenGebäudebrand im Hardtwald, Feuerwehren der gesamten Verbandsgemeinde sind im EinsatzDie starke Rauchentwicklung ist im ganzen Ort sichtbarBrennendes Maschinenteil löst Flächenbrand aus


17Aus- und FortbildungGetreu dem Motto „Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz“ hatten wir monatlich mehrere Stunden, die wir in Gerätedienste und Übungen investierten. Bei Gerätediensten, sowie nach Einsätzen werden unsere Gerätschaften überprüft und gewartet. In unseren Übungsdiensten jeden Donnerstag um 19 Uhr trainieren wir für den Ernstfall. Des Weiteren hatten wir dieses Jahr wieder etliche Stunden in Aus- und Fortbildung gesteckt. Um die Leistungsfähigkeit unserer Wehr aufrechtzuerhalten, nahmen einige Kameraden in diesem Jahr bereits an Lehrgängen und Fortbildungen teil. Katharina Reiß und Torsten Rinck absolvierten den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger. Als neuen Maschinisten konnten wir Benjamin Schierenberg ausbilden lassen. Katharina Reiß besuchte eine Fortbildung zum Thema Messtechnik für Gefahrstoffe. Felix Wünsch absolvierte einen zweiwöchigen Lehrgang zum Gruppenführer in Koblenz an der Akademie des Landesamtes für Brandund Katastrophenschutz. Camilo Matos besuchte ebenfalls ein Seminar in Koblenz zum Thema „Führung beginnt mit Selbstführung” und schloss seine Ausbildung in der Führerscheinklasse C/CE ab. Zurzeit befinden sich Florian Kallmeier, Nico Heintz, Hendrik Braun, Torsten Rinck sowie Bernhard Gehrlein in der Truppmannausbildung Teil 2. Diese umfasst einen Zeitraum von zwei Jahren und ca. 80 Ausbildungsstunden.Alle Atemschutzgeräteträger waren zur Belastungsübung in Rülzheim. Dort mussten die Teilnehmer unter schwerem Atemschutz Fitnessgeräte, eine Endlosleiter, sowie blind eine Kriechstrecke mit Engstellen und Hindernissen bewältigen. Außerdem trafen sich die Atemschutzgeräteträger mehrmals im Jahr, um ein Atemschutznotfalltraining zu absolvieren. Unsere Führungskräfte waren auf Führungskräftefortbildung bei der Feuerwehr Jockgrim. Dort wurden an der Planspielplatte Einsatzszenarien simuliert und strategisch abgearbeitet. Mehrmals im Jahr fand auch die Rheinübergreifende Zusammenarbeit statt. An diesen Terminen treffen sich alle Rheinanlieger mit ihren Booten und führen Übungen auf dem Rhein oder Revierfahrten durch.Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr wieder die Jahreshauptübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde statt. Die Feuerwehr Neupotz war dieses Jahr für die Vorbereitung und die Örtlichkeit zuständig. Das Übungsszenario war ein Brand auf dem Jägerhof mit mehreren verletzten und vermissten Personen. Die Übung lief unserer Meinung nach gut ab, was zeigt, dass die Zusammenarbeit aller vier Wehren der Verbandsgemeinde sehr gut funktioniert. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Renate und Werner Heid für die Bereitstellung des Jägerhofes als Übungsobjekt. Im Anschluss waren wir alle zusammen im Bürgerhaus, wo Ehrungen und Beförderungen stattfanden. Anschließend gab es ein gemeinsames Essen und wir ließen den Abend ausklingen. Wie jedes Jahr hatten wir wieder eine gemeinsame Übung mit den Kameraden aus Rheinzabern. Dieses Jahr fand sie am 08.08.2025 in Rheinzabern statt. Übungsszenario „Brand – mehrere Personen vermisst“. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen.Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr üben für den ErnstfallEs werden Brandszenarien nachgestellt, um unter realistischen Einsatzbedingungen zu lernen


18 JugendfeuerwehrDie Jugendfeuerwehr besteht aktuell aus 11 Kindern zwischen 10 und 16 Jahren. Sie treffen sich immer, montags von 18:30 Uhr bis 20 Uhr in unserer Auslagerungsstätte (keine Treffen in den Ferien). Bei den Gruppenstunden erarbeiten wir mit den Kindern viele Grundlagen, damit sie für ihre Grundausbildung bestens vorbereitet sind. Du hast Lust? Melde dich gerne bei uns!BambinifeuerwehrDie Bambinifeuerwehr besteht aktuell aus rund 12 Kindern zwischen 6 und 10 Jahren. Sie werden von Mario Werling, Ulrike Werling und Sylvia Trapp spielerisch und mit viel Herzblut auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet. Unterstützt werden die drei von Nina Kaufmann, sie ist Jugendwartin aus Hatzenbühl. Da wir immer noch Vorreiter in Sachen Bambinis im Landkreis sind, haben wir viele Kinder aus den umliegenden Gemeinden bei uns. Knapp die Hälfte der Kinder ist aus Hatzenbühl. Die Gruppenstunden finden immer, außer in den Schulferien, im 14-tägigen Rhythmus montags von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Die vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, dass einige Kinder nach ihrer Zeit in der Bambinifeuerwehr auch den Weg in die Jugendfeuerwehr einschlagen. Das freut uns sehr.Umbau/ Neubau FeuerwehrhausIm Laufe dieses Jahres hat sich an unserem Feuerwehrhaus vieles bewegt. Die umfangreiche Sanierung und Erweiterung schreiten mehr als planmäßig voran, und wir dürfen mit Freude feststellen, dass die Arbeiten bislang reibungslos verlaufen.Durch die bauliche Neugestaltung entsteht ein modernes und zukunftsfähiges Feuerwehrhaus, das den Anforderungen des heutigen Einsatz- und Ausbildungsbetriebs gerecht wird. Neben neuen Schulungs- und Aufenthaltsräumen wurden erweiterte Stellflächen für unsere Fahrzeuge sowie zeitgemäße Arbeits- und Umkleidebereiche geschaffen.Der Baufortschritt lässt bereits jetzt erahnen, wie eindrucksvoll das Ergebnis sein wird. Wir blicken dem Einzug im kommenden Frühjahr mit großer Vorfreude entgegen und sind überzeugt, dass unser neues Feuerwehrhaus einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Gemeinschaft in unserem Dorf leisten wird. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten – der Gemeinde, sowie Verbandsgemeinde, den Planern und Baufirmen sowie allen Unterstützern, die dieses Projekt mit großem Engagement begleiten.Schon heute möchten wir euch herzlich bitten, den Termin für unser Jubiläumswochenende (150 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 35 Jahre Jugendfeuerwehr, 10 Jahre Bambini Feuerwehr) mit feierlicher Einweihung des neuen Feuerwehrhauses, vom 12.06.2026 – 14.06.2026, vorzumerken. Hier entsteht der Neubau - modern und zukunftsfähig! Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde im Jahr 2011 ein Förderverein gegründet. Dieser Verein hat das Ziel, das Feuerwehrwesen sowohl ideell als auch materiell zu fördern sowie die Jugendabteilungen und Alterskameraden zu unterstützen und zu erhalten.Bislang waren ausschließlich Mitglieder der „aktiven Wehr“ auch Mitglieder im Förderverein. Seit 2023 jedoch, können alle Bürgerinnen und Bürger dem Förderverein beitreten und mit einem kleinen Jahresbeitrag die Arbeit der Feuerwehr unterstützen.Der Förderverein hat aktuell 99 Mitglieder, darunter:• 35 Mitglieder der aktiven Einsatzabteilung • 11 Mitglieder der Jugendfeuerwehr,• 12 Bambinis,• 15 Alterskameraden,• und 16 reine Fördermitglieder im Alter von 4 bis 68 Jahren.Scannen, Mitglied werden & untersützenFacebook Instagram


19 Freundes- und Förderkreis der Grundschule Neupotz e.V. Danke für eure Treue!Wir wollen diese Gelegenheit nutzen und uns bei allen etwa 75 Mitgliedern unseres Vereins für Ihre Unterstützung bedanken. Ein besonderer Dank gilt heute denen, die uns schon seit Jahren die Treue halten, auch wenn Ihre Kinder dem Grundschulalter längst entwachsen sind und vielleicht sogar bald Kinder haben, die selbst in unsere Grundschule kommen. Ihr tragt zum Glück von so vielen Neupotzer Kindern bei. Unser EinsatzAls gemeinnütziger Verein sammeln wir vor allem Spenden, um verschiedene Projekte in der Grundschule Neupotz schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Im vergangenen Jahr erhielt die Grundschule Neupotz eine größere Spende von der Daimler AG für die Anschaffung von Lesewaben. Da die Kosten nicht vollständig durch diese Spende gedeckt wurden, haben wir den Restbetrag mit den Mitteln des Freundeskreises übernommen. Die Lesewaben bieten den Kindern eine noch gemütlichere und wohligere Umgebung, um ihnen die Freude am Lesen näher zu bringen. Die Kinder dürfen sich jetzt noch bunte, kuschlige Sitzkissen aussuchen, so dass sie bald mit Leben gefüllt werden. Außerdem haben wir die Grundschule wieder bei ihren alljährlichen Aktionen unterstützt: die Busfahrt ins Theater und ins Naturkundemuseum in Karlsruhe, Willkommensgeschenke für die Erstklässler, Preise beim Luftballonwettbewerb der Kerwe und Mitwirkung beim Schulfest, Ostermarkt und Adventszauber.Hand in Hand ins weitere Leben begleitenAls besonderes Ereignis durften wir in diesem Jahr den Schulelternbeirat (Franziska Nuber, Claudia Daschke, Juliane Bellaire, Sibel Gül und Lili Kaufmann) bei der Ausrichtung des Informationsabends für weiterführende Schulen unterstützen. Hier stellten sich die IGS Rheinzabern, die Realschule Kandel sowie die Gymnasien aus Germersheim und Rheinzabern vor, um den Eltern der zukünftigen 5. Klässler der VG Jockgrim einen ersten Einblick in die spannende neue Welt ihrer Kinder zu geben. Der Schulelternbeirat plante zusammen mit unserer Rektorin Frau Schmitt den Abend und wir sorgten mit Wegweisern, Snacks und Getränken für das Wohlbefinden. Die Veranstaltung ist beispielhaft für die harmonische Zusammenarbeit von Eltern und Schulleitung an der Grundschule Neupotz.Neue Satzung - Neues TeamIm letzten Jahr brachten wir eine umfassende Satzungsänderung auf den Weg, die in einer kompletten Satzungsneufassung endete, mit der der Verein für die aktuellen Entwicklungen sowie Digitalisierung gewappnet ist und noch schneller handeln und reagieren kann… was die Zeit halt so mit sich bringt. Deshalb wurden zum ersten Mal seit Gründung des Vereins die Mitgliedsbeiträge angehoben. Waren die Beträge bei Gründung des Vereins im Jahr 1999 auf 20 DM festgelegt worden, betragen sie jetzt, 25 Jahre nach der Umstellung von DM auf Euro, ab nächstem Jahr 20 €. Neben der neuen Satzung wurde am 15.09. auf der Mitgliederversammlung auch eine neue Vorstandschaft gewählt (siehe Foto). Das Team ist erpicht darauf, den Drive beizubehalten und den Freundes- und Förderkreis weiter zu beleben, damit wir, wie unsere Vorgänger, ein Leuchten in die Augen der Grundschulkinder zaubern. Unsere PläneBei der diesjährigen Aktion „Ran ans Werk“ arbeiten die Grundschulkinder ausnahmsweise nicht für eine Spende für eine andere gemeinnützige Organisation, sondern einmal für ihren eigenen Nutzen: ein gemütlicher, wohnlicher Bauwagen im Stil von „Peter Lustig“ wird gebraucht. Hintergrund hierfür ist, dass unsere Schulsozialarbeiterin keinen eigenen Raum in der Grundschule hat, in dem sie vertrauliche Gespräche mit Kindern und Eltern führen kann, ohne Gefahr zu laufen, gestört zu werden. Oft befinden sich Kinder in besonderen Situationen, wenn die Schulsozialarbeiterin gebraucht wird. Ein eigener Raum ist für ihre Arbeit wichtig, damit sich die Kinder wohl fühlen und sich ihr öffnen können. Auch hier wollen wir als Förderverein dafür sorgen, dass das Projekt nicht an den finanziellen Mitteln scheitert.Zum VormerkenIm nächsten Jahr steht in der Woche nach Pfingsten das „Zirkusprojekt“ der Grundschule Neupotz an. Hier werden die Kinder eine Woche lang für ihren Auftritt in der großen Manege trainieren, um uns allen eine großartige Show zu bieten. Wir können es schon kaum erwarten wieder mitzuwirken! Kommt vorbei! Unterstützt uns und unsere Kinder und habt Spaß!Wir wünschen allen ein spannendes, gesundes Neues Jahr!Der neue Vorstand v.l.n.r: Barbara Schmitt (Rektorin), Nicola Heid (Schatzmeisterin), Lili Kaufmann (Vorsitzende), Melanie Tréfeu (stellv. Vorsitzende), Rebecca Dörrer (Beisitzerin)


20 Fußball Gemeinschaft leben - Erfolge feiern, ein besonderer Jahresrückblick des FC Viktoria Neupotz GeneralversammlungDie diesjährige Generalversammlung fand erneut in der Polderscheune statt. Bei tollem Ambiente wurde die Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt. Es wurde mit Stefan Wayand ein neuer Jugendleiter und mit Adrian Cebulla ein neuer Spielleiter für die aktiven Herren gewählt. Die beiden Vorgänger bleiben der Vorstandschaft weitere zwei Jahre als Beisitzer erhalten. Dies zeigt die langfristige Planung, mit welcher der FCN strategisch unterwegs ist und damit auch in der vergangenen Wahlperiode Erfolg hatte. Erneut ehrte der Verein auch in diesem Jahr wieder Jubilare für die Vereinstreue und langjährige Mitgliedschaften. KunstrasenNach der Eröffnung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2024 konnte man bereits jetzt erste Erfolge im Bereich Networking erzielen. Es fand das erste internationale Jugendturnier auf dem Kunstrasen statt. Teilnehmer waren Jugendteams namhafter Vereine wie Racing Strasbourg (Frankreich), Eintracht Frankfurt, der Karlsruher SC sowie Durlach-Aue. Weiterhin war der FCN Gastgeber für externe Testspiele von Jugendmannschaften aktueller 2. Bundesliga-Mannschaften wie dem 1. FC Kaiserslautern (U13) sowie dem Karlsruher SC (U13).Hier wird der neue Belag direkt optimal genutzt und die Kontakte auch überregional geknüpft. Sportliche Saison 2024/2025Die Jugendmannschaft konnte man bis zur D-Jugend komplett in Eigenregie besetzen und führen. Die C- bis A-Jugend wurde durch eine Spielgemeinschaft (SG 1920) gemeinsam mit den Vereinen aus Rheinzabern & Jockgrim besetzt. Die 1. aktive Herrenmannschaft beendete die vergangene Saison nach dem Umbruch und den vielen Widrigkeiten aufgrund des Platzumbaus auf einem soliden Platz in der Mitte der Tabelle. Die 2. Mannschaft konnte aus eigener Kraft den Klassenerhalt sichern und stand knapp über dem Strich. Den sicherlich größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feierten in diesem Jahr unsere aktiven Damen. Unter Trainer Kevin Heid blieb man eine komplette Saison ungeschlagen und holte die Meisterschaft in der Bezirksliga sowie den erneuten Pokalsieg in Annweiler gegen die Damen aus Hochspeyer. Dieser Tag war etwas ganz Besonderes, da wir gleich mit zwei Bussen angereist sind und rund 120 Fans aus unserem Dorf mit nach Annweiler kamen, um die Mannschaft zu diesem Sieg zu peitschen. Nach der obligatorischen Fahrt auf der Rolle durch den gesamten Ort wurde der Triumph am Sportplatz bis in die frühen Morgenstunden gebührend gefeiert. Klaus Fink verabschiedet Lenard Vorpahl (Mitte) und Andreas Haesler (rechts) aus der VorstandschaftDie Damenmannschaft des FCN holt sich die Meisterschaft in der Bezirksliga Auf der Rückfahrt wird der Pokalsieg gefeiert


21AfterWork-Party an der Grillhütte Auf Initiative und mit erneut großer Unterstützung unserer Sponsoren Fahrzeugpflege Kraus und Holzbau Dörfler & Antoni, veranstaltete der FCN dieses Jahr zum zweiten Mal eine AfterWork-Party an der Grillhütte mit Live-Musik von Sascha Mangold. Das Event war erneut ein voller Erfolg, waren doch in Summe etwa 350-400 Gäste anwesend. Bei tollem Wetter, einem Glas Wein und Flammkuchen feierte man gemeinsam bis in die späten Abendstunden. FCN Jugendcamp mit 11teamsports Das Ferienprogramm, organisiert und unterstützt durch die Jugendtrainer des FCN, war auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight. Ehemalige Bundesliga-Profis, u.A. Maik Franz (ehem. KSC) trainierten hier 4 Tage lang mit knapp 50 Kindern auf dem Rasenplatz in Neupotz. Die Kinder hatten sichtlich Spaß, das Training war fordernd und alle konnten viel mitnehmen für die fußballerische Entwicklung. In den Pausen zeigten die Jugendtrainer, dass sie nicht nur auf sondern auch neben dem Platz viel Talent besitzen indem sie für alle Anwesenden kochten und somit für das leibliche Wohl sorgten. So wird der Verein auch in Zukunft gut aufgestellt sein und kann auf gut ausgebildete Jugendspieler hoffen und zählen. Auch für das nächste Jahr ist ein Jugendcamp in Planung.SportwocheDie Sportwoche fand in diesem Jahr aufgrund eines zeitlichen Engpasses leider nicht statt. Der FCN wird sich im kommenden Jahr pünktlich zur WM 2026 darum bemühen, ein Public Viewing zu organisieren, damit wir Fußball dort gemeinsam schauen können, wo die Atmosphäre dem Live-Erlebnis am nächsten kommt – am Sportplatz. KerweAm dritten Wochenende im September fand die Neupotzer Kerwe statt. Trotz Regenwetter ab Sonntag, war an allen vier Tagen richtig viel los am Kerweplatz. Besonders am Kerwesamstag war eine rekordverdächtige Anzahl an Besuchern vertreten, einige hatten „so viele Leute noch nie auf dem Kerweplatz gesehen“. Der FCN war wie gewohnt verantwortlich für die Bewirtung und Unterhaltung der Kerwebesucher. Und man kann mit Stolz behaupten, es wurde trotz Regenwetter sehr gut gemeistert.Der Helferplan musste mit über 180 Schichtdiensten befüllt werden, eine Herausforderung für die Organisatoren. Neben den Spielern der aktiven Damen- und Herrenteams, der Vorstandschaft, den Übungsleitern und den Mitgliedern des FCN, waren auch fleißige Helfer der örtlichen Vereine im Einsatz. Das Feedback der Kerwebesucher war jedenfalls auch in diesem Jahr hervorragend. Musikalisch konnten wir wieder ein abwechslungsreiches Programm bieten. Den wettertechnisch schönsten Abend erwischten am Samstag Michael Jochum und Sascha Mangold, die dem Publikum richtig einheizten. Am Sonntag früh spielte der Musikverein SEEROSE beim Frühschoppen. Dieses Jahr etwas später als im Vorjahr, was dazu führte, dass ein deutlich größeres Publikum anwesend war. Am Abend spielten die Musiker der Neupotzer Fußballer für die hartgesottenen Zuschauer bei ungemütlichen Temperaturen und sorgten so für gute Stimmung. Fast schon „traditionell“, auch wenn man nach drei Jahren noch nicht wirklich davon sprechen kann, traf sich der Gesangverein FROHSINN am Montagmorgen zum Kerwesingen. Es fühlt sich bereits jetzt an, als wäre man schon viele Jahre eingespielt am Kerweplatz und das Event wird von der Gemeinde sehr gut angenommen – das Zelt war bis auf den letzten Platz voll. Leider entschieden wir gemeinsam mit der XanXGrubb aufgrund des Wetters, deren Auftritt am Montagabend abzusagen. Der Wettergott spielte hier nicht mit. Den diesjährigen Abschluss machte am Dienstagabend die POSA-Band und bot dem Publikum beste Unterhaltung. Es wurde im Regen getanzt und man wollte trotz ungemütlichem Wind nicht nach Hause. Das war eine besondere Leistung der Band rund um den beim FC Neupotz spielenden Sänger Pierre Weber, der als Entertainer den Leuten das nach Hause gehen deutlich erschwerte. Sehr großes Lob fand auch in diesem Jahr die reichliche Auswahl und die Qualität der angebotenen Speisen und Getränke. Da war für Das wechselhafte Wetter konnte den Besuchern der Kerwe nichts anhaben, sie feierten und tanzten trotzdemAusgelassene Stimmung bei der Afterwork-Party


22 jeden Geschmack das Richtige dabei.Am Sonntag und Montag gab es am Nachmittag im Pfarrheim Kaffee und Kuchen, auf Spendenbasis. Die selbstgebackenen Kuchen und Torten fanden reißenden Absatz. Auch hier wollen wir uns für alle Kuchenspenden herzlich bedanken.Fazit: Die Neupotzer Kerwe war auch in diesem Jahr trotz verregneter Tage eine tolle Veranstaltung und der FCN hat durch seinen Einsatz einen großen Beitrag zum Erfolg und zur Stärkung der Gemeinschaft geleistet. Es ist wieder ein echter Treffpunkt entstanden, bei dem viele alte Bekannte gerne zusammen gekommen sind. Danke an alle!KesselfleischessenNach dem großen Erfolg im Vorjahr veranstaltete der FCN im November erneut ein Kesselfleischessen. In der warmen Grillhütte wurden die 120 Gäste von den Metzgern Horst und Hans hervorragend verköstigt. Ein überragendes Event mit tollem Unterhaltungsfaktor. Im Dezember ließ der FCN dann das Jahr bei der Weihnachtsfeier mit den aktiven Mannschaften, den Jugendtrainern sowie der Vorstandschaft ausklingen.DANKE !!!Auch in diesem Jahr geht ein großer Dank an dieser Stelle an alle Lieferanten und Helfer, die zum Erfolg der Veranstaltungen beigetragen haben sowie an alle Trainer, Jugendtrainer und ehrenamtlich Tätigen rund um den Verein, ohne die ein solch erfolgreiches Jahr wie 2025 nicht möglich wären. Gleichzeitig möchten wir Franz Hammer danken, der unsere Sportanlage pflegt als wäre es sein privates Wohnzimmer, sodass hier Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu jeder Zeit optimale Trainings- und Spielbedingungen vorfinden. Zuletzt muss man die Unterstützung durch die weiteren Neupotzer Vereine, insbesondere bei der Getränke- und Essensausgabe an der Kerwe, herausheben. Durch deren Hilfe wird die Organisation solcher Veranstaltungen wesentlich erleichtert und die Gemeinschaft maßgeblich gefördert und gestärkt. Deshalb nochmals an alle: Herzlichen Dank!


23 Fußball Titelverteidiger triumphiert: Florian Fischer wird mit seinem Team erneut Deutscher Meister!Der 29-jährige Neupotzer Florian Fischer wurde am 25. Oktober mit seinem Team FSV Mainz 05 erneut deutscher Meister der Amputierten-Fußball-Bundesliga. In Düsseldorf gewann er mit seiner Mannschaft im Endspiel mit 3:1 gegen den Hamburger SV. Vorher wurde im Halbfinale Fortuna Düsseldorf mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Der Jubel bei dem Team und den mitgereisten Fans war unbeschreiblich groß und es wurde noch bis spät in der Düsseldorfer Altstadt gefeiert. Der Meistertitel berechtigt wieder zur Teilnahme an der Champions League im kommenden Jahr, wo die Meister aus acht Ländern um den Titel spielen werden. Bereits 2021 wurde Florian deutscher Meister, damals noch als Spieler von Anpfiff Hoffenheim.Florian trainiert regelmäßig bei monatlich stattfindenden Trainingswochenenden in Mainz oder der Nationalmannschaft sowie in der zweiten Mannschaft des FC Viktoria Neupotz, welche wie der gesamte Verein zu dieser tollen Leistung gratulierten und stolz auf Florian sind.Bei Florian wurde im Alter von 14 Jahren ein Tumor im rechten Bein festgestellt, was nach mehreren Operationen und Chemotherapien letztendlich zur Amputation führte. Als leidenschaftlicher Fußballer brach für Florian eine Welt zusammen, bis er einige Jahre später zufällig vom Amputierten-Fußball in Hoffenheim hörte. Der Sport steckte noch in den Kinderschuhen, es gab deutschlandweit nur wenige Mannschaften. Die Regeln sind vergleichbar mit dem normalen Fußball, mit dem Unterschied, dass die Feldspieler alle beinamputiert sind, die Torhüter armamputiert sind und auf einem kleineren Feld ohne Abseits gespielt wird. Ein Spiel dauert 50 Minuten und die Mannschaften bestehen aus sechs Feldspielern und einem Torwart. Die Feldspieler spielen ohne ihre Prothesen, sondern mit Metallkrücken. Das erfordert sportliche Höchstleistungen, besonders für die Arme und den Oberkörper.Ende Mai nahm Florian mit seinem Verein FSV Mainz 05 erstmalig bei der Champions League in Ankara/Türkei teil, wo der siebte Platz von acht Mannschaften erreicht wurde. Mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Amputierten gab es Ende September in der Nähe von Madrid die Teilnahme an der Nations League. Im Vorjahr nahm Florian an seiner dritten Europameisterschaft teil: Nach der EM in Istanbul in 2017, der EM in Krakau 2021 wurde sich bei der EM 2024 in Evian/Frankreich für die WM 2026 in Costa Rica qualifiziert, welche Ende Juli 2026 stattfinden wird. Florian(links) mit der MeisterschaleJubel nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft (Florian dritter von links)Jubel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM, Florian hintere Reihe Vierter von rechtsFoto: Matthias KochFoto: Matthias KochFlorian (links) im Spiel gegen Frankreich Foto: Matthias KochFlorian (vorne rechts) mit der Nationalmannschaft in SpanienFoto: Matthias KochFoto: Matthias KochVon Michael Fischer


24 FWG Pfingstausflug der Freien Wähler Neupotz: Unterwegs in ParisSchon lange reifte in unserer Gruppe der Wunsch, einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Ein Ziel, das verbindet – auch über politische Themen hinaus. Über Pfingsten war es nun endlich so weit: Die Freien Wähler Neupotz reisten gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern nach Paris – in die Stadt der Liebe. Mit Kathy hatten wir nicht nur eine erfahrene Organisatorin, sondern auch eine echte Französin in unseren Reihen – sprachgewandt und ortskundig.Startpunkt war Straßburg. Mit dem TGV ging es in nur 2,5 Stunden in die französische Hauptstadt – stilecht begleitet von einem französischen Frühstück im Zug: Baguette, Käse, Croissants, Rosette, Cornichons und natürlich ein Glas Rotwein. So begann der Ausflug direkt mit guter Stimmung.Vor Ort erwartete uns ein buntes Programm: Stadtrundfahrt im Tuk-Tuk, eine Bootsfahrt auf der Seine und dem Canal Saint-Martin, eine humorvolle (wenn auch sprachlich herausfordernde) Führung um die Notre-Dame und viele Spaziergänge zu Pariser Klassikern – vom Louvre bis zur Seine, von der Sainte-Chapelle bis zum Eiffelturm. Ein Highlight war der Abend mit Picknick an der Seine, bei dem wir das nächtliche Glitzern des Eiffelturms bewunderten – ein echter Gänsehautmoment!Am letzten Tag besuchten wir Montmartre – mit seiner Künstleratmosphäre, der Basilika Sacré-Cœur und der „Ich liebe dich“-Wand in über 300 Sprachen. Natürlich haben wir auch das Deutsche gefunden – und waren erleichtert, dass auch wir in dieser Stadt nicht vergessen wurden.Mit vielen Eindrücken und einem Lächeln kehrten wir zurück. Es war ein Ausflug voller Begegnungen, Lachen, Austausch und Gemeinschaft. Und eines ist sicher: Das war nicht der letzte Ausflug – Bordeaux ruft vielleicht schon...


25 Förderverein Arche Noah Einsatz und unermüdliches Engagement für die KleinstenUnser Verein steckt, wie auch die Arche Noah Kids, noch immer in den „Kinderschuhen“. Gleichzeitig haben sich jedoch bereits liebgewonnene Termine etabliert. Wir wissen inzwischen, welche Aufgaben in einem Verein anstehen, die erste Steuererklärung ist erfolgreich erledigt, wir haben ein kleines, aber feines Netzwerk das super funktioniert, und wir wissen wer im Notfall den Traktor fährt und uns die Tische für unsere Flohmärkte herbeituckert. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die tatkräftig mithelfen und uns so vielfältig unterstützen – ohne euch wäre das alles nicht möglich!Mittlerweile veranstalten wir zweimal im Jahr einen Kindersachenflohmarkt mit Kuchenverkauf. An einem Sonntagvormittag, jeweils im Frühjahr und Herbst, herrscht buntes Treiben in der Turnhalle: Viele Gäste auch von außerhalb besuchen uns, Schönes und Praktisches sowie das ein oder andere Lieblingsteil wechseln den Besitzer. Unser Flohmarkt soll jedoch nicht nur Familien mit kleinen Kindern ansprechen, sondern auch ein Angebot für Neupotz sein. Deshalb freuen wir uns über alle, die einfach Lust auf eine frischgebackene Waffel oder ein Stück leckeren Kuchen haben. Jeder kleine Beitrag hilft, große und kleine Projekte für die Kita Arche Noah umzusetzen – von der Anschaffung neuer Spielgeräte, dem Aufbau einer kuscheligen neuen Tonieboxecke, über eine Eisspende zum Ferienbeginn bis hin zu unserem großen Ziel: der Einrichtung eines speziellen Bereichs für die Jüngsten im Außengelände. Im November 2025 haben wir erstmals neu gewählt. Der Vorstand bleibt bei der aktiven Vereinsarbeit zunächst unverändert. Dies liegt leider auch daran, dass wir bisher noch keinen Zuwachs in der aktiven Vereinsarbeit finden konnten. Viele Kinder der Gründungsmitglieder sind inzwischen der Kita entwachsen, und so würden wir uns besonders über „Nachwuchs“ freuen. so dass der Förderverein in neue Generationen hineinwachsen darf. Vielleicht hast du Lust, dich einzubringen? Wir freuen uns über jede Unterstützung – melde dich gerne bei uns!Kinderkleidung die nicht mehr passt, findet auf dem Flohmarkt des Fördervereins neue BesitzerEisspende zur Abkühlung für die Kinder der Kita. v.l.n.r Tamara Haesler, Jasmin Hammer, Nicole Frei (Kitaleitung), Sophia Keil, Claudia DaschkeSo kannst du uns helfen:• Mitglied werden - schon ein kleiner Beitrag bewirkt Großes!• Mit anpacken - bei der Vereinsarbeit und Aktionen• Spenden - jeder Euro kommt direkt den Kindern zuguteKontakt:Förderverein des kath. Kindergarten Arche Noah Neupotz e.V.✉ [email protected] Oder sprich uns einfach an!Franziska Nuber (Vorsitzende), Cindy Cardillo (2. Vorsitzende), Jasmin Hammer (Schatzmeisterin), Claudia Daschke (Schriftführerin)Instagram: Folgt uns für Neuigkeiten und Infos!PayPal:Gerne scannen und spenden. Vielen Dank!


26 Neupotzer Kreuzworträtsel 1. Hier baden die Neupotzer, 2. TreuerBewohner des Neupotzer Kirchendachs, 3. jährl. Fest am 3. Sonntag im September, 4. östliche Nachbargemeinde von Neupotz, 5. Neupotz war früher ein …. 6. Veranstaltungsort in Neupoz, 7. Wichtiger Wirtschaftszweig von Neupotz, 8. Historische Fundsache aus dem Baggersee, 9. Bildungsanstalt im Ort, 10. Baumart an Gewässern, 11. Gängiges Produkt aus der Korbmacherwerkstatt, 12. Frühere Schreibweise unseres Dorfes, 13. Beliebtes Ausflugsziel am Baggersee, 14. Das gibt’s beim „Oss“ im Automaten, 15. Supermarkt an der Kuhardter Straße,16. Wertvolle Frühlingsdelikatesse aus dem Auwald, 17. Neupotzer Hofmetzgerei, 18. Häufig vorkommender Familienname im Ort, 19. Neupotzer Ortsteil, etwas höher gelegen, 20. Wichtige Dienstleistung in Neupotz, bekommen gerade ein neues Zuhause gebaut, 21. Ehemalige Gaststätte, keine Bahnhofswirtschaft, aber so ähnlich, 22. Beliebter Speisefisch aus Altrhein und Baggersee 23. Erhöhter Standort für die Predigt in der Kirche,24. Zuletzt geschlossenes Fischlokal,25. Gebäude auf dem Friedhof, 26. Schutzpatron von NeupotzLösung:--Von Betty Burk


27 Gemeindebücherei Neupotz Mit neuem Schwung in die ZukunftSeit dem Sommer 2024 hat unsere Gemeindebücherei Neupotz ein neues Gesicht: Rita Back hat die Leitung übernommen. Zuvor waren Katharina Schloss und Rosi Zellner viele Jahre mit Herzblut für die Bücherei im Einsatz – ihnen gilt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre engagierte Arbeit. Rita Back führt zusammen mit Martina Milimonka die Bücherei nun mit viel Schwung, neuen Ideen und einer großen Portion Herzlichkeit weiter. Ein echtes Highlight im Jahr 2025 war die Vorlesestunde mit Friedel Burger, die den Kindern ihr selbst geschriebenes Buch „Lisas Abenteuer mit Egon“ vorgestellt hat. Die Geschichte kam richtig gut an – die Kinder lauschten gespannt, und auch die Erwachsenen hatten sichtlich Freude daran.Und wer weiß – vielleicht gibt es ja noch mehr Schreib-Talente in unserer Gemeinde? Alle, die selbst ein Buch geschrieben haben, dürfen sich gerne bei der Bücherei melden, um ihr Werk einmal vorzustellen!Großen Spaß hatten die Kinder auch bei den verschiedenen Bilderbuchkinos, die gemeinsam mit Betty Burk veranstaltet wurden. Dabei werden die Bilder an die Leinwand projiziert und die Geschichten lebendig erzählt – Betty sorgt mit ihrer fröhlichen Art, der Gitarre und ihren Bastelkünsten immer wieder für Begeisterung. Kein Wunder, dass schon die nächsten Termine geplant sind!Auch die Kindergarten- und Grundschulkinder schauen regelmäßig in der Bücherei vorbei. Sie stöbern, leihen Bücher und sonstige Medien aus und genießen die kleine Auszeit vom Alltag. Zum Start ins neue Schuljahr gab es für die Erstklässler sogar eine liebevoll gepackte Minischultüte– darin kleine Geschenke und natürlich auch ein Anmeldeformular für den eigenen Büchereiausweis. Inzwischen haben einige Erstklässler einen eigenen Büchereiausweis.So bleibt unsere Gemeindebücherei Neupotz ein lebendiger Treffpunkt für Groß und Klein – ein Ort zum Schmökern, Staunen und Zusammenkommen. Viele neu angeschaffte Bücher und andere Medien machen die Bücherei noch interessanter und wertvoller. Das Team der Gemeindebücherei freut sich auf weitere Veranstaltungen und viele Besucher/-innen.Martina und Rita beim Besuch der Buchmesse in NeustadtFriedel Burger liest ihr selbst geschriebenes Buch. Das Buch hat sie vor etlichen Jahren für ihre Kinder geschrieben.Betty an der Gitarre zusammen mit den begeisterten Kindern. Das Programm der Gemeindebücherei kommt super an.


28 Gesangverein Frohsinn Ein Feuerwerk an HighlightsNeues Jahr, neues Glück- so startete auch der Gesangverein Frohsinn ins Jahr 2025. Das Christbaumsammeln bekam im Januar als erste Vereinsaktion des Jahres seinen Haken, gefolgt von zwei Ständchen des Männerchores im Februar. Zum einen sangen die Männer in der Kirche anlässlich der Diamantenen Hochzeit von Christa und Otto Bellaire, zum anderen gratulierten sie ihrem aktiven Sängerkollegen Andreas Hoffmann, unter dem Dirigat des Vizes Manuel Thomas im Pfarrheim, zum Geburtstag. Im März kam dann ein Vereins-Meilenstein: nach 40 Jahren „Jugendchor - Junger Chor - CHORISMA“ wurde, nach unvergesslichen Momenten und unzähligen gemeinsamen Erfolgen, der Chor aufgelöst. In stimmungsvoller und gemütlicher Runde wurde in der Polderscheune in Erinnerungen geschwelgt und gleichzeitig im hier und jetzt Abschied gefeiert. Der Abend war gefüllt mit bekannten Melodien, alten Fotos und Kostümen, vielen ehemaligen und bis zuletzt aktiven Sängerinnen und Wegbegleitern sowie vielen leckeren Kleinigkeiten auf einem großartigen Fingerfood-Buffet. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Rolf Kern für seine Arbeit in den letzten Jahrzehnten als Dirigent von Chorisma, seine Ideen, seine Konzertgestaltungen und seine Liebe zur Musik und dem Chorgesang!Im April fand die Generalversammlung des Vereins im Kultur- und Freizeithaus statt, bevor es im Mai wieder an die Grillhütte zum 1. Mai-Fest ging. Wie auch in den letzten Jahren meinte es der Wettergott gut mit dem Frohsinn und so feierten wieder unzählige Besucher gemeinsam den Maifeiertag bei gewohnt gutem Essen und kühlen Getränken. Die Sänger des Männerchors gestalteten ebenfalls im Mai die zweite Diamantene Hochzeit des Jahres. Gemeinsam mit dem Musikverein umrahmten sie den Gottesdienst von Gertrud und Otto Heid musikalisch und erfüllten dem Jubelpaar und langjährigen Sängerkameraden einen Herzenswunsch. Die Teilnahme am Vadderdachsfeschd des Musikvereins komplettierte das Terminraster im Mai. Auch die Sommermonate waren vollgepackt mit Frohsinnsaktivitäten. Im Juni brachten die Sänger im Leimersheimer Kulturhaus ihrem Sängerfreund Harald Schweizer und seiner Frau ein Ständchen zur Goldenen Hochzeit. „Auf nach Leo!“ hieß es ebenfalls im Juni für die gesamte Frohsinnsfamilie. Im Rahmen des 25-jährigen Chorleiterjubiläums von Hauke Lemberg bei der Fidelia Leopoldshafen wurde ein großes Chorspektakel mit allen Lemberg-Chören auf die Beine gestellt, bei dem die drei Formationen des Frohsinns natürlich nicht fehlen durften. Nach mehreren gemeinsamen Chorproben und der Generalprobe folgte ein mehr als gelungener und imposanter Konzert- und Festabend, bei dem sowohl alle Sängerinnen und Sänger als auch Zuhörer und Gäste - nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch - voll auf ihre Kosten kamen. Die Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores Voice Factory traten beim Sommerfest des MGV Einigkeit Lingenfeld auf. Bei bestem Sommerwetter und kalten Getränken trafen sich junggebliebene gemischte Chöre und boten ein buntes Programm. Voice Factory und seine Rapper Olaf, Patrick und Robin schafften es von Anfang an, das Publikum mitzureißen und die gesangserprobten Festgäste sangen bei den dargebotenen Liedern begeistert mit. CHORISMA die Sänger und Sängerinnen feiern Abschied, denn der Chor hat sich aufgelöstDie Frohsinnfamilie beim Jubiläumskonzert von Chorleiter Hauke Lemberg


29Die Location und Stimmung auf der Wiese vor dem Sängerheim war so gut, dass viele der „Voicler“ lange blieben, obwohl am nächsten Tag bereits ein weiterer Auftritt auf dem Programm stand. Der Männerchor bereicherte zum Frühschoppen das Heimatfest in Rheinzabern mit stimmungsvoller Literatur trotz großer Hitze und gnadenlosem Sonnenschein. Das gemütliche Beisammensein zum Abschluss des Sängerjahres ist fast schon eine Tradition. Die Sänger des Männerchores und die Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores trafen sich in der letzten Singstunde vor den Sommerferien im Proberaum und anstatt zu singen, wurde geredet, gelacht, gegessen und getrunken, was auch einfach mal sein muss! Die Neupotzer Kerwe eröffnete das neue Sängerjahr. Die Kinder und Jugendlichen der Erlfinken sangen strahlend beim Eröffnungsgottesdienst der Kerwe und zeigten mit drei Liedern einen kleinen Ausschnitt ihres vielseitigen Könnens. Und die Kinder hatten allen Grund zum Strahlen! Beim Einsingen zum Gottesdienst wurde ihnen von Dirigent Hauke Lemberg und Abteilungsleiterin Julia Poth die Nachricht überbracht, dass sie die Gewinner der Ausschreibung zur großen Weihnachtsshow „All I want for christmas“ in der Jugendstil-Festhalle in Landau sind. Bereits im Juli hatte Julia den Kinder- und Jugendchor für die ausgeschriebene Kinderchorstelle beworben. Der Chor durchlief dann veranstaltungsintern ein Bewerbungsverfahren und wurde letztlich dazu ausgewählt, an der Landauer Veranstaltung im Rahmen der Deutschlandtournee der Show aktiv mitzusingen. Die 19 Mädchen und Jungen waren völlig aus dem Häuschen und voller Vorfreude und Motivation auf alles, was jetzt auf sie zukommen wird. Traditionell fand am Kerwemontag das Kerwesingen des Männerchores auf dem Kerweplatz statt. Trotz des schlechten Wetters und ungemütlichen Temperaturen war das Zelt vollbesetzt und bei bester Laune und Stimmung wurde gesungen, gelacht, getrunken und gemeinsam eine schöne Zeit verbracht. Ende September feierte und dankte der Gesangverein seinen langjährigen Mitgliedern im Rahmen der Ehrungsmatinee in der Polderscheune. Lothar Schindler wurde infolgedessen zum Ehrenmitglied ernannt. Im Oktober fuhren die Männerchorsänger gemeinsam mit den Männern der Fidelia Leopoldshafen zum Liederabend der Sängervereinigung 1873 Liedolsheim. Der fusionierte Auftritt war das Highlight des Abends und auch nach Konzertende wurden noch gemeinsam Lieder angestimmt. Im November folgte die Teilnahme am Volkstrauertag des Männerchores. Die Mitgestaltung der Weihnachtsfeier des VDKs im Jockgrimmer Ziegeleimuseum übernahm im Dezember der gemischte Chor. Die Weihnachtsfeier der gesamten Vereinsfamilie rundete das Jahr 2025 auf gewohnte Art und Weise ab, doch nicht für die Erlfinken. Sie sangen sich in weihnachtlichen Outfits auf der großen Showbühne in Landau in die Herzen der Zuschauer und werden diese Erfahrung bestimmt nicht mehr vergessen!Der Chor Voice Factory sorgt für Stimmung und reißt das Publikum in Lingenfeld mitDie Erlfinken beim Eröffnungsgottesdienst der Kerwe Den Auftritt der Erlfinken beim Gottesdienst ansehenDen Auftritt vom Männerchor beim Liederabend ansehen


30 Grundschule Ein Jahr mit tollen Erlebnissen, Aktivitäten und ErfolgenDas Jahr 2025 war an der Neupotzer Grundschule voller spannender Erlebnisse, kreativer Projekte und gemeinschaftlicher Aktionen. Hier ein Überblick über die Höhepunkte des Schuljahres!Das Jahr begann mit einem bunten Faschingstreiben unter dem Motto „Märchenfiguren“. Die Schüler waren in festlicher Stimmung und nahmen an verschiedenen Projekten teil, die von Schminken und Tanz bis hin zu einem musikalischen Umzug zum Rathaus reichten. Höhepunkt war die feierliche Übergabe des Rathausschlüssels an die Kinder und Übernahme des Rathauses bis zum Aschermittwoch– ein unvergessliches Erlebnis!Im Februar folgte das beliebte Ringtennis-Turnier, das alle Kinder mit viel Spaß und sportlichem Ehrgeiz begeisterte. Die Grundschule Neupotz erreichte dort den 3. Platz. Kurz darauf stand der „Dreck Weg Tag“ an, bei dem die Schüler mit Eimern, Müllbeuteln und Greifzangen ausgerüstet das Schulgelände, und einige Straßen in Neupotz vom Müll befreiten. Nach getaner Arbeit wurden alle Helfer nach alter Tradition mit Brezeln und Apfelsaft vom Förderverein belohnt – eine wohlverdiente Stärkung!Für die Vorschulkinder gab es auch in diesem Jahr wieder viele spannende Aktionen, darunter eine Schulhausralley mit den Zweitklässlern und ein Vorlesetag, der die Kleinen für das Lesen begeisterte. Am letzten Schultag vor den Osterferien luden die Lehrer alle Eltern, Freunde und Interessierten zum Ostermarkt auf dem Schulgelände ein. Hier gab es kleine Aufführungen, eine Leseralley und die beliebte Osterhasensuche. Die traditionelle Osterleserallye sorgte für viel Aufregung, und der Osterhase besuchte die Kinder, die voller Vorfreude nach ihren Osternestern suchten. Nach einem frühlingshaften Mitmachkonzert der Klassen 1 bis 4 wurde der Kindersachenflohmarkt eröffnet, auf dem die Schüler selbstgemachte Dinge, Spiele und Kleidung zum Verkauf anboten. Der Förderverein sorgte für das leibliche Wohl mit Getränken und Brezeln, während die Lehrer mit selbstgebackenen Kuchen zum gemütlichen Beisammensein einluden. Ein besonderes Highlight war die feierliche Einweihung der neuen Schulbücherei, die durch die großzügige Unterstützung von Herrn Winschel über das Projekt ProCent der Daimler AG ermöglicht wurde. Die neuen Lesewaben begeisterten die Kinder und laden nun zum entspannten Lesen ein.Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Schuljahres war die Verkehrserziehung in der 4. Klasse, die von der Jugendverkehrsschule des Kreises Germersheim unter der Leitung von Herrn Rößler durchgeführt wurde. Hier lernten die Schüler alles Wichtige über Sicherheit im Straßenverkehr. Herzlichen Dank an alle Eltern, die uns hier unterstützt haben und einen erfolgreichen Abschluss der Fahrradprüfung für alle Kinder ermöglichten.Das Sportfest als weiterer Höhepunkt weckte noch einmal den sportlichen Ehrgeiz der Kinder. In jahrgangsübergreifenden Gruppen mit kreativen Namen wie „Schlangen – Frösche – Tiger“ traten die Kinder in verschiedenen Disziplinen an. Unter der Führung der Viertklässler durchliefen die Kinder verschiedene Stationen, bei denen sie ihre Fähigkeiten in Weitsprung, Weitwurf und Wäscheaufhängen unter Beweis stellten. Alle Teilnehmer kämpften mit großem Engagement und Fairness um Wettkampfpunkte, die schließlich bei einer feierlichen Siegerehrung verkündet wurden. Der Förderverein sorgte für erfrischende Snacks wie Melonen und Bananen, und zahlreiche Eltern feuerten die Kinder begeistert an – ein unvergesslicher Tag voller Spaß und sportlicher Höchstleistungen!Die Aktion „Ran ans Werk“ ermöglichte es den Schülern, eine Woche lang kleine Arbeiten für Eltern, Großeltern und Nachbarn zu erledigen. Diese Tätigkeiten brachten nicht nur ein kleines Entgelt, sondern auch viel Freude und stärkte den Zusammenhalt der Schule. Das gemeinsam gesammelte Geld soll dazu verwendet werden, einen Bauwagen für die Schulsozialarbeiterin zu kaufen und gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.In den Lesewaben können sich die Kinder zurückziehen und sich in ein Buch vertiefen


31Das Motto der diesjährigen Einschulungsfeier am 19. August 2025 lautete „Gemeinsam wachsen unter Gottes Segen“. Bei strahlendem sommerlichem Wetter begrüßte unsere Schulleiterin Frau Schmitt 14 neue Erstklässler mit ihren Familien. Ein ökumenischer Gottesdienst bildete den feierlichen Auftakt, gefolgt von einem bezaubernden Theaterstück der Zweitklässler und unserem Schullied. Während die neuen Erstklässler mit ihrer Klassenlehrerin Frau Seisler in den Klassensaal zogen, wurden die Eltern und Familienmitglieder vom Schulelternbeirat mit Getränken, Brezeln und Kuchen verwöhnt.Auch in diesem Jahr durften die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse am Schwimmunterricht im Schwimmbad Kandel teilnehmen, unterstützt von der Schwimmkoordinatorin des Landkreises Germersheim, Frau Back- Betzwieser. Es konnten vier Kinder das Bronzene Schwimmabzeichen ablegen, und viele weitere Kinder das Seepferdchen erschwimmen.Ein toller gemeinsamer Start ins neue Schuljahr war der Ausflug zur Streuobstwiese und das anschließende Saftpressen, das für alle Klassen ein lehrreiches Erlebnis darstellte. Unterstützt von Mitarbeitern des Bauhofs und Herrn Gehrlein, konnten die Kinder nach alter Tradition Äpfel zerkleinern und zu Saft auspressen. Da schmeckt es gleich nochmal so gut.Die Kerwe 2025 wurde in diesem Jahr ebenso festlich gefeiert. Viele Schüler nahmen am Kerwegottesdienst und dem anschließenden Umzug teil, um die Kerwe einzuleiten. Die Kinder schmückten den Umzug mit bunten Luftballons. Wir sind gespannt, wer den Wettbewerb gewinnt und wie weit die Ballons getragen wurden.Am 30. September 2025 fand ein informativer Abend für Eltern und Schüler statt, der sich den weiterführenden Schulen widmete. Die Turnhalle wurde von unserem Schulelternbeirat als Veranstalter liebevoll vorbereitet, und bunte Banner sowie Informationsstände schufen eine einladende Atmosphäre. Die IGS Rheinzabern stellte ihr integratives Konzept vor, während das neue Gymnasium Rheinzabern die Schwerpunkte Demokratieerziehung und kulturelle Bildung präsentierte. Die Realschule+ Kandel bot Einblicke in praxisorientierte Lehrmethoden, und das Goethe Gymnasium Germersheim stellte seine MINT-Angebote vor. Der Infoabend war ein großer Erfolg, und viele Eltern und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über die verschiedenen Schulangebote zu informieren. Der Schulelternbeirat sorgte für das leibliche Wohl der Gäste mit einem vielfältigen Angebot an Snacks und Getränken.Mit dem bundesweiten Vorlesetag und unserem traditionellen Adventszauber verabschieden wir uns vom Jahr 2025. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an alle, die uns in diesem Jahr unterstützt haben! Euer Engagement und Einsatz haben dazu beigetragen, dass wir viele schöne Momente und erfolgreiche Projekte erleben konnten. Gemeinsam haben wir unsere Schule zu einem lebendigen und inspirierenden Ort gemacht. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr voller Zusammenarbeit, gemeinsamer Erlebnisse und unvergesslicher Höhepunkte!Die Einschulungsfeier der Erstklässler. Strahlende Kinderaugen bei strahlendem SonnenscheinErstklässler nehmen an einer Schnupperstunde vom Streicherunterricht teilSo wird nach alter Tradition Apfelsaft gepresst


32 Kita Arche Noah Mit den Jüngsten aus Neupotz durch das JahrDie Kita Arche Noah kann zum Ende von 2025 wieder auf ein buntes Jahr mit vielen Aktionen, Begegnungen und Spiel und Spaß zurückblicken.Der Jahreslauf und die Kita sind eng miteinander verbunden. Den Kindern ein Gespür für die Begebenheiten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit auf den Weg zu geben, ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, der alle Jahre wiederkehrt.Der erste Schnee, die heiligen drei Könige, Fasching, das Aschenkreuz, die Osterzeit, sehr heiße Tage im Sommer, Neupotzer Kerwe, bunte Blätter, Drachen basteln, Erntedank, St. Martin und zum Schluss die Advents- und Weihnachtszeit sind für die Neupotzer Kinder untrennbar mit ihrer Kita verbunden.Für die Vorschüler ging es dieses Jahr richtig rund. Ein besonderes Projekt war die Kochwerkstatt 3.0 bei Daniela im Karpfen. Kochen lernen unter ihrer Anleitung macht nicht nur den Kindern Spaß! Natürlich gab es zusätzlich noch viele kleine Aktionen, die den pädagogischen Alltag mit den „Großen“ bereicherten, wie z.B. die Waldwoche, ein Besuch im Haus Leben am Strom, die Fußgängerschulung mit dem Polizisten Hr. Rössler, die Übernachtung im Kindergarten und der Abschlussgottesdienst in der Kita mit Pfarrer Richtscheid.Im Mai wurden alle Großeltern zu einem gemütlichen Nachmittag in die Kita eingeladen. Die Kinder waren ganz aufgeregt und zeigten, als Tiere verkleidet, ihren Omas und Opas die Geschichte von Noah und seiner Arche. Der Elternausschuss und viele fleißige Helfer sorgten für das leibliche Wohl der Kinder und deren Gäste. Ein wunderschöner Nachmittag verging für alle Beteiligten wie im Flug und sorgte noch lange für Gesprächsstoff.Die Neupotzer Kerwe war für die Kinder in diesem Jahr ein besonderes Highlight, denn sie fand nicht nur auf dem Kerweplatz statt, sondern auch direkt im Flur der Kita. Das Angebot reichte von Dosenwerfen am Schießstand, Fischeangeln, Tattoos, Süßigkeiten und Lose bis hin zur Kerwedisco mit Kindercocktail. Traditionsgemäß wurde sogar mit einem kleinen Kerweumzug, innerhalb der Kita und Blasmusik aus der Musikbox, eröffnet. Alle waren der Meinung- das war SPITZE!Auch das soziale Engagement der Kinder, Eltern und Erzieherinnen stand dieses Jahr immer wieder im Vordergrund. In der Fastenzeit beteiligte sich die Kita zum wiederholten Mal an der Solibrot-Aktion, bei der dank der großzügigen Unterstützung von Familie Joachim Heid wieder ein stolzer Spendenbetrag von 850,00 € an Misereor übergeben werden konnte. Zu St. Martin durften die Kinder ein oder zwei Kleidungsstücke mitbringen, damit wurde die Mitmachaktion „Kleider teilen“ des Kolpingwerks Speyer unterstützt. Zum Jahresende kam dann die Aktion Weihnachtspäckchenkonvoi. Viele liebevoll gepackte Päckchen konnten, mit der Unterstützung unseres Fördervereins, an die zuständige Annahmestelle in Bellheim, zum Weitertransport, übergeben werden. Wie in jedem Jahr, gab es auch 2025 einige organisatorische Abläufe zu optimieren, auch die Digitalisierung wurde um weitere Punkte ergänzt. Ein großer Verwaltungsbaustein war die Einführung der ElternApp. Diese ermöglicht den Eltern zukünftig einen gebündelten Informations- und Kommunikationsfluss rund um alle Belange der Kita und ihrer Kinder. Auch das Küchenpersonal ist im digitalen Zeitalter angekommen – einkaufen direkt im Geschäft war gestern – dank der Ausstattung mit Tablet und Co. werden die Bestellungen jetzt direkt online beim Großhändler aufgegeben und in die Kita geliefert. Für die pädagogischen Fachkräfte gab es eine zusätzliche Neuerung in der Dienstplangestaltung. Diese erfolgt zukünftig über den digitalen Weg. In allen Bereichen immer am Ball bleiben- für das Team der Arche Noah kein Problem!Durch den festlichen Familiengottesdienst zum 1. Advent sind alle in die besinnliche Weihnachtszeit gestartet. Die Kita freut sich auf ein buntes neues Jahr 2026!Aufführung beim GroßelterncafeKerweeröffnung in der KitaDas Arche Noah Team


33 Liewi Pfalz Ein Lied von Klaus Hammer A D AUnser Pfalz , wie´s Paradies, so schee isch unser Land. EEs grünen die Wälder, sin all in Gottes Hand. A D ADo lässt es sich gut lewe, nix bringt uns aus de Ruh. --- A E AMer geh´n gern in die Volle, --- sin glei uff du und du.Refr.: E D ALiewi Pfalz, du bisch mei ganzes Glück, E D A liewi Pfalz, bischt Herrgott´s Meisterstück. A D ALiewi Pfalz, ich lieb dich, du bisch´t en b`sondre Ort. --- A E AIch bleib do, --- do druff hoscht du mei Wort.2) A D AUnser Pfalz, unser Esse, dezu ä Gläsel Wei. E ADes kann ach, und des derf ach, en gude Schorle sei. A D AMusik und gute Laune, die schreibt mer bei uns groß. --- E ABei uns, des wäß mer sicher, --- isch immer äbbes los.Refr.: Liewi Pfalz, …3) A D AUnser Pfalz, ä Stück Kultur, s´gibt net nur Wurscht un Wei. EDrum gug dich äfach um, s´kann nirgens schäner sei. A D ADie Burge, all die Schlösser, sie sind bei uns bekannt. --- A E ASie tragen uns´re Freiheit, --- hinaus ins weite Land. Refr.: Liewi Pfalz, …Schluß: Liewi Pfalz, … do bringsch mich nimmie fort!Text und Musik: Nikolaus (Klaus) Hammer, Sept. 2025Tonart: A-Dur (G-Kapo II)Scannen und Lied im Original anhören


34 Lukas Gehrlein Im Takt der Blüten - Das Jahr der BienenIn unserer Familie wird die Imkerei schon seit ca. 1950 und nun in dritter Generation als Hobby betrieben. Meine ersten Kindheits-erinnerungen an die Imkerei handeln von Sonntagsausflügen zum Bienenstand im Wald mit Oma und Opa oder von der jährlichen Honigernte, dem Schleudern, als ich den ein oder anderen Löffel „flüssiges Gold“ wie Honig auch genannt wird, schlecken durfte.Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie faszinierend, erfüllend oder belehrend, aber auch wie anstrengend, zeit- und materialintensiv die Imkerei sein kann. Vor einigen Jahren entschloss ich mich dazu, meinen Opa nach meinem ersten eigenen Bienenvolk zu fragen. In der letzten Zeit sind immer mehr Bienenvölker dazugekommen und damit stieg auch das Interesse von meinem Umfeld an diesem besonderen Hobby. So entstand auch die Idee, einen Artikel im Heimatbrief über das Jahr der Bienen zu schreiben…Das Bienjahr - im Rythmus der NaturDas Bienenjahr beginnt entgegen der Erwartung nicht im Januar, sondern im August, denn im Spätsommer wird im Bienenvolk die Grundlage für das kommende Jahr gelegt und die Bienen bereiten sich auf den Winter vor. Die Waben sind im August prall gefüllt, eine junge Königin ist im Volk und sorgt dafür, dass viele gesunde Jungbienen schlüpfen, die mit ihr gemeinsam im Bienenstock überwintern. In dieser Phase muss der Imker dafür sorgen, dass die Bienen nach der letzten Honigernte im August genügend Futter haben. Da der Honig zu großen Teilen entnommen wurde, werden die Bienen mit Zuckerwasser oder Sirup gefüttert, um den Winter zu überstehen.Auch die Bekämpfung der Varroamilbe, die in den 70er Jahren aus Asien eingeschleppt wurde, gehört zu den Aufgaben der Imker, wenn nicht sogar zur aktuell wichtigsten Aufgabe, da die Milbe die Bienen schädigt und Krankheiten übertragen kann, was zum Tod der Völker führt, wenn man nichts dagegen unternimmt. Die Bekämpfung erfolgt erst nach der Honigernte mit Ameisensäure oder Oxalsäure, beides sind Säuren, die in der Natur z.B. in Ameisen (Ameisensäure) oder Brennnesseln und Rhabarber (Oxalsäure) vorkommen. Die Säuren sorgen dafür, dass die Milben sterben, während die Bienen nicht geschädigt werden. Über die Wintermonate bauen sich die Reste der Säuren ab, sodass im neuen Jahr der Honig wieder geerntet werden kann. In den letzten Jahren und insbesondere im aktuellen Jahr, wird zusätzlich die Asiatische Hornisse zu einem immer größeren Problem für Honig- und Wildbienen. Sie überträgt zwar keine Krankheiten, doch sie lauert den Bienen am Bienenstock auf und fängt sie, um damit ihre eigene Brut zu ernähren. Die Imkerei ist daher auch eine Tätigkeit, die sich ständig anpassen und weiterentwickeln muss, ganz gleich, ob es sich um neue Betriebsweisen, Züchtung von krankheitsresistenten Bienen oder die Erfindung von Schutzvorrichtungen zur Abwehr der Asiatischen Hornisse handelt.Von Oktober bis etwa Februar herrscht im Bienenvolk Winterruhe. Die Bienen schlafen während dieser Zeit jedoch nicht, sie sind immer noch aktiv und ziehen sich zu einer engen „Wintertraube“ zusammen. Auch bei Minusgraden im Freien kann es im Inneren dieser Traube bis zu 35 Grad warm sein. Die notwendige Energie dafür beziehen die Bienen aus dem Honig oder dem Futtersirup, den sie vom Imker bekommen haben, wenn der Honig geerntet wurde. So übersteht die Königin mit ihrem Volk den Winter im Inneren des Bienenstocks.Bei Hummeln, Hornissen und Wespen hingegen überwintern nur eine oder mehrere Königinnen, während der Rest des Volkes stirbt. Während der kalten Monate erledigt der Imker arbeiten wie Reinigung von Werkzeug, Bau und Reparatur von Materialien oder Einschmelzen von alten Honigwaben. Mit dem gewonnenen reinen Bienenwachs gieße ich auch gerne Kerzen, die einen herrlichen Duft verströmen. Je nach Wetter machen die Bienen ab ca. 12 Grad Außentemperatur im Februar oder März ihren ersten Ausflug seit dem Winter, sammeln Wasser und Blütenpollen von den ersten blühenden Haselsträuchern und anderen Frühblühern wie Krokussen oder Weiden. Auch jetzt zehren die Bienen noch von dem Winterfutter, da die Natur noch nicht so viel Nekar liefern kann, wie die Bienen zur Aufzucht ihrer ersten Brut benötigen. Mit dem Beginn der Kirschblüte im April beginnt die Hochsaison für die Bienen, aber auch die arbeitsintensivste Zeit für uns Imker. Der Tisch der Natur ist reich gedeckt, das Bienenvolk wächst immer stärker und bald tragen die Bienen mehr Nektar ein, als sie Winterfutter verbrauchen. Um diesen Zeitpunkt zu erkennen, stehen einige unserer Völker auf einer Waage. Ab dann kann das überschüssige Winterfutter entnommen und aufbewahrt werden, damit sich der frische Nektar nicht mit dem Futter vermischt. Das Bienenvolk wächst nun rasant und der Imker muss dem Volk immer mehr Platz geben, indem weitere Kisten mit Waben oben auf den Bienenstock gesetzt werden, in denen sie Nektar einlagern und Brut aufziehen können. Im Mai erreicht das Bienenvolk seine höchste Anzahl an Bienen, bis zu 50.000 Bienen können jetzt in einem Bienenstock wohnen. Zu Lukas bei der Durchschau seiner BienenvölkerDie Großeltern von Lukas an ihrem Bienenstand


35diesem Zeitpunkt beginnt die „Schwarmzeit“. Das Bienenvolk zieht sich mehrere neue Königinnen heran, da der Platz langsam zu eng wird. Wenn diese Königinnen schlüpfen, teilt sich ein Volk in mehrere Völker auf, die aus dem alten Stock ausziehen, eine Menge an Honig mitnehmen und eine neue Unterkunft suchen. In dieser arbeitsreichen Zeit sollte etwa alle 8-10 Tage der Bienenkasten geöffnet werden, um den Zustand des Volkes zu beurteilen. Ich suche dann nach Antworten auf Fragen wie: Ist die Königin noch anwesend und gesund? Gibt es Anzeichen von Krankheiten? Benötigt das Volk mehr Raum? Ist genügend Nektar vorhanden, damit die Bienen nicht hungern müssen? Je nach Wetter und Angebot in der Umgebung ist die erste Ernte meist ein Blütenhonig als Mischung aus verschiedenen Frühblühern. Die Honigernte ist mit Abstand die aufwändigste und gleichzeitig die für mich aufregendste Aktivität der Imkerei. Da umherfliegende Bienen die Arbeit erschweren, breche ich schon früh morgens zur Honigernte auf. Wenn die Bienen sich wegen der kühlen Temperaturen noch im Stock befinden, öffne ich die Bienenvölker und entnehme die gefüllten Honigwaben. Wenn der Honig reif ist, verschließen die Bienen die gefüllten Zellen mit einem Deckel aus Wachs, der zu Hause im Schleuderraum entfernt wird. Die so vorbereiteten Waben werden in einer Schleuder schnell gedreht, der Honig fließt aus den Zellen und wird anschließend nur noch gesiebt und gerührt. Danach kann er direkt in Gläser abgefüllt werden. Je nach Standort und Wetter kann mehrmals im Jahr Honig geerntet werden – es gibt aber auch verregnete Jahre, in denen der Imker zufüttern muss und keinen Honig ernten kann. Im Juli oder August wird meist die letzte Ernte eingefahren und das Bienenjahr beginnt von neuem. Die häufigsten Fragen, die ich zu den Bienen gestellt bekomme, sind folgende:Wie weit fliegen Bienen? Meist bewegen sich Bienen zum Sammeln von Nektar im Umkreis von etwa 2 km um den Bienenstock herum. Sollte sich jedoch keine Futterquelle in der Nähe befinden, so können Bienen auch wesentlich weiter fliegen.Wie weißt du, welche Sorte Honig du erntest?Die Honigsorte hängt von Standort, Wetter, Erntezeitpunkt und der Attraktivität des Nektars ab. Wird kurz vor der Rapsblüte geerntet und das Wetter ist günstig, entsteht meist reiner Rapshonig. Fällt die Blüte jedoch ungünstig aus, sammeln die Bienen Nektar anderer Pflanzen – selbst in unmittelbarer Nähe zu Rapsfeldern. Welche Sorte letztlich entsteht, zeigt sich erst bei der Schleuderung und der Geschmacksprobe.Wie viel Arbeit ist es, Bienen zu halten?Erst durch genaues Aufschreiben, wurde mir klar, wie viel Arbeit tatsächlich in einem Bienenjahr steckt:Der Mai ist mit rund 25 Stunden der arbeitsreichste Monat. Etwa zehn Stunden entfielen auf die erste Honigernte samt Reinigung der Geräte, weitere auf die regelmäßige Durchschau der Völker, die Ablegerbildung und das Vorbereiten neuer Waben. Insgesamt kamen bis Ende Oktober etwa 110 Arbeitsstunden zusammen – ungleich verteilt, mit rund einem Drittel allein für die Honigernte.Wie lange leben Bienen?Die Königin hat die längste Lebensdauer und kann 3–4 Jahre alt werden.Arbeiterinnen leben im Sommer nur 4–6 Wochen, da Sammeln, Wachen und Bauen viel Energie kosten. Im Winter dagegen bleiben sie im geschützten Stock und erreichen so ein Alter von 4–6 Monaten.Drohnen – die männlichen Bienen – leben nur im Sommer, etwa 8–10 Wochen.Die Honigernte ist Teamarbeit - jeder in der Familie übernimmt eine Aufgabe Bienenwachskerzen - natürlich, duftend und handgemacht aus dem Wachs der Bienenvölker von LukasVom Bienenstock bis ins Glas - ein Prozess, der mehr Arbeit erfordert, als man denktScanne mich und flieg mit ins Bienenvolk!Von Lukas Gehrlein


36 Lusoria Rhenana Mit dem Römerschiff in die AntikeIn diesem Jahr möchte ich weniger auf ein erneut erfolgreiches Jahr des Neupotzer Römerschiffes „Lusoria Rhenana“ zurückblicken, sondern einmal versuchen, die Landschaft des Oberrheins der Antike zu beschreiben. Gedanken oder Fragen nach dem Aussehen des Rheins oder der durch ihn geprägten Landschaft stellen sich manchem Beobachter, der an der Brücke über den Neupotzer Altrhein in der Nähe des Grillplatzes innehält und seinen Blick in diese natürliche und wunderschöne Altrheinlandschaft richtet. Als der römische Feldherr Gaius Julius Cäsar mit seinen Legionen im Zuge des gallischen Krieges (58 - 51/50 v. Chr.) die ca. 500 Jahre andauernde Präsenz der Römer am Rhein einleitete, bot sich ihm sicherlich ein eindrucksvolles Bild des Oberrheins. Der mächtige Strom schlängelte sich in seinem Unterlauf in großen Windungen durch die Landschaft der Tiefebene. Aufgrund des sehr geringen Gefälles (etwa 0,2 %) dieses Landstrichs und den großen oszillierend pendelnden Flussschlingen der Mäanderzone, floss das Wasser deutlich langsamer als heute und bahnte sich so gemächlich seinen natürlichen Weg Richtung Nordsee. Bei Hochwasser nahmen die in der Breite zur Verfügung stehenden Überflutungsflächen beachtliche Wassermengen auf und wirkten so als natürliche Wasserbremse, der Rhein konnte dann an manchen Stellen mehrere Kilometer breit sein. Das meistens klare, saubere sauerstoff- und fischreiche Fließgewässer des Rheins war noch Lebensraum von riesigen Süßwasserfischen wie dem Stör oder der Rheinmuschel die regelmäßig auf dem Speiseplan der Römer stand. Diese riesige Muschelart wurde letztmalig bei uns im 16. Jahrhundert nachgewiesen aber als Beifund bei den Ausgrabungsarbeiten der Mainzer Römerschiffe noch nachgewiesen. Sumpfschildkröten sonnten sich zuhauf auf sonnigen Sandbänken oder Schwemmholz und auch der Lachs stand als häufig vorkommende Fischart regelmäßig auf dem Speiseplan der Anrainer. Auf schwer zugänglichen Refugien der Feuchtwiesen ästen zwischen den wasserunempfindlichen Baumarten der Auwälder noch Auerochsen, die so versuchten, sich der zunehmenden Bejagung durch den Menschen zu entziehen. Fossilfunde belegen, dass auch europäische Biber die wasserreiche Landschaft der Tiefebene prägten indem sie als Pflanzenfresser die häufig vorkommenden Weiden der Weichholzaue zu Fall brachten, sie zerlegten und als Baumaterial oder Nahrungsvorrat zur Biberburg brachten.Ausgedehnte Wasserflächen, Kies- und Sandbänke oder bewaldete Inseln mitten im Fluss, boten dem Betrachter ein beeindruckendes Bild einer wunderschönen aquatisch geformten Flusslandschaft. Jedes Hochwasser brachte zusätzlich entsprechendes Geschiebe von stromaufwärts mit und lagerte es ab. Der „Urstrom“ war unberechenbar und arbeitete jahrein jahraus daran dem Wasser neue Wege zu ebnen. Die Außenseite der Mäanderkurven, wo sich das Wasser physikalisch mit der höchsten Geschwindigkeit stromabwärts bewegt, fraß sich in die vegetationsfreien Steilufer, unterhöhlte sie und brachte so stetig auch sicher geglaubte Anbauund Siedlungsflächen zum Einsturz. An der langsameren Innenseite der Flussschlingen, an denen abgetragenes Sediment akkumulierte, prägten vor allem flache Uferrandbereiche mit ausgedehnten üppigen Schwimmblattund Schilfzonen das Landschaftsmosaik der Aue. Dem Höhenrelief folgend stockten ausgedehnte Auwälder mit Weiden, Pappeln, Ulmen oder mächtigen Eichen auf, die allesamt längere Überflutungen gut aushalten konnten. Durch die einzigartige Dynamik der Flussaue, wo sich Hoch- und Niedrigwasserphasen abwechselten, war dies ein artenreicher Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt. Die wenig verbliebenen Überbleibsel wie der Neupotzer Altrhein und inzwischen besonders geschützten „Zeitzeugen“ an Auwäldern und Altrheinarmen, vermitteln noch heute einen kleinen Eindruck von der biodiversen Landschaft vor etwa 2000 Jahren. Sie lassen aber auch erahnen, wie schwierig und mühsam es gewesen sein muss das urwaldähnliche Stechmückeneldorado des Auwaldes zu durchqueren oder diese Landschaft urbar zu machen. Blick in den Neupotzer Altrhein von der Brücke Nähe Grillplatz, gut zu erkennen die ausgedehnten Röhricht- und Schwimmblattzonen eines natürlich langsam fließenden StromesTypische Biberspuren am Altrhein, eine zu Fall gebrachte Weide. Der Biber kehrt langsam zurück!


37Der Rhein war eine wichtige Lebensader für Wasser und Nahrung, Verkehrs- und Handelsweg, nasse Grenzlinie oder schwer zu überwindender respektive zu befahrender Fluss. Bereits Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus beschreibt Cäsar selbst, später auch Gelehrte wie Plinius der Ältere oder Historiker wie Tacitus den Rhein. In diesen Beschreibungen wird in verschiedenen Quellen und über verschiedene Epochen hinweg beeindruckend über Wasserreichtum, Fließgeschwindigkeit, Untiefen, Strudel oder Eisgang berichtet. Die am und vom Rhein lebenden Menschen der Antike hatten eine emotionale Bindung, personifizierten den Strom und versuchten den Flussgott Rhenus gewogen zu stimmen. Ein verheerendes Hochwasser wurde beispielsweise als gottgesandt erachtet und nicht dem bereits damals schon stattfindenden massiven Eingriff der Römer in die Retentionsräume der Flussaue zugeschrieben. Die Schiffe mussten entsprechend konstruiert sein um den unberechenbaren Naturstrom Rhein mit ständig wechselnder Fahrrinne, unbefestigten Ufern oder Hoch- und Niedrigwasser, befahren zu können. Unser Schiffstyp Navis Lusoria der originalgetreu rekonstruiert ist war schnell und wendig, hatte wenig Tiefgang, war relativ kostengünstig und zügig in großer Anzahl zu bauen. Als „Hybridschiffe“ konnten sie sowohl gesegelt als auch gerudert werden und waren so den spätrömischen taktischen Bedürfnissen einer schnellen Einsatztruppe und dem unberechenbaren Fahrwasser des Rheins in vielerlei Hinsicht angepasst. Durch den minimal aufstrebenden Kiel war ein einsatzbedingtes Anlanden in flachen Flussregionen oder auf Inseln im Rhein problemlos möglich. Der Anzahl an hochentwickelten römischen Patrouillenschiffen hatten potenzielle Eindringlinge sicher ab dem 4. Jahrhundert nichts Vergleichbares entgegensetzen, nur Niedrigwasser oder das zufrieren des Rheins stellte eine ernsthafte Bedrohung dar. Ein gut funktionierender Güteraustausch war aufgrund der geringen Transportkapazitäten trotz eines sehr gut ausgebauten Straßennetzes nicht über Land, sondern vor allem über Wasserwege sichergestellt. Der Rhein war bereits in der Antike ein unersetzlicher, sehr wichtiger Verkehrsweg, auf dem vor allem Massengüter und Schwertransporte erfolgen mussten. Nach der Rheinbegradigung hat sich Vater Rhein völlig verändert und zeigt heute das Bild der wahrscheinlich meist befahrenen Schifffahrtstraße Europas. Mit einem natürlich fließenden Gewässer der ursprünglichen Mäanderzone des Oberrheins hat dies nichts mehr zu tun. Einzig die schützenswerten und biodiversen Überbleibsel wie der Neupotzer Altrhein vermitteln dem Betrachter ein einzigartiges Bild des Urstroms. Von Dieter HeimDieter Heim bekommt die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz„Für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken zum Wohle der Gesellschaft“ wurde Dieter Heim die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. „Ihr Wirken für die Umweltbildung, Nachhaltigkeit sowie ihr Einsatz für das kulturelle Erbe der römischen Geschichte ist von großer Leidenschaft geprägt und vorbildlich“, betonte SGD Süd-Präsident Hannes Kopf in seiner Laudatio. Dieter Heim war von Anfang an federführend an dem Bau der „Lusoria Rhenana“ und der Gründung des Vereins zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte e. V. federführend beteiligt. Das von ihm erarbeitete und stetig weiterentwickelte Nutzungskonzept für dieses deutschlandweit einmalige Projekt erwies sich in den letzten Jahren als äußerst erfolgreich! So konnte der Verein bis dato bereits mehr als 70.000 Gäste für über 3000 Fahrten am Anleger in Neupotz begrüßen. Davon hat Dieter Heim über 700 Fahrten selbst durchgeführt. Ebenfalls seine Idee war es, standesamtliche Trauungen (Standesamt Jockgrim) unter Einbezug des Römerschiffes anzubieten. Trotz begrenzter Kapazitäten (10 Trauungen pro Jahr) haben sich bereits über 60 Paare das Ja-Wort gegeben und das Römerschiff hat sich zu einem der gefragtesten Trauungsorten in Rheinland-Pfalz entwickelt.Dieter Heims zahlreichen Bemühungen, die reiche römische Vergangenheit in unserer Heimat lebendig zu erhalten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen, haben maßgeblich dazu beigetragen, das historische Bewusstsein und die kulturelle Identität zu stärken.Von Alexander OttDank vieler Helfer konnte das Schiff am 18.10. bei bestem Herbstwetter neuzeitlich ausgekrant werden und wurde zu Winterarbeiten in unsere Werkstatt nach Germersheim verbrachtFotografien: Franz Gschwind, Dieter Heim, Wigand Schneiderheinze; Quellen: Gerd Rupprecht (Hrsg.): Die Mainzer Römerschiffe, Berichte über Entdeckung, Ausgrabung und Bergung, Mainz 1982; Badisches Landesmuseum Karlsruhe: Begleitband Landesausstellung Imperium Romanum; Römer Christen Alamannen, Die Spätantike am Oberrhein, Stuttgart 2005; Heinz Musall: Die Entwicklung der Kulturlandschaft der Rheinniederung zwischen Karlsruhe und Speyer des 16. bis zum Ende des 19 Jahrhunderts, Heidelberg 1969; Lambrecht Ulrich: Der Rhein im Denken der Römer; Internetportal Rheinische Geschichte


38 Museum Förderverein Museum Neupotz e. V. im Jahr 2025Im Haus Leben am Strom fanden auch in diesem Jahr unter der Leitung von Andrea Kalesse mit ihr, unserem Bürgermeister a.D. Emil Heid und dem Vorsitzenden des Förderverein Museum Neupotz e. V. Rudi Bellaire viele Führungen und Veranstaltungen statt. Neben vielen privaten Gruppen waren u.a. mehrmals die SGD-Süd, die Hochschule Kaiserslautern, die Stadt Ludwigshafen, das Stadtmuseum LU, verschiedene Abteilungen der BASF, die Gästeführer des Landkreises Germersheim, der PWV Wachenheim, das Pfalzmuseum für Naturkunde mit Dr. Fritz Brechtel sowie das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung aus Karlsruhe im HLaS. Darüber hinaus gab es Workshops, eine Museumsrallye mit der Grundschule Rheinzabern und der KITA Arche Noah Neupotz sowie alljährlich Besuche anlässlich des Tages „Radel ins Museum“.Ein besonderes Highlight war der Besuch des Lehrerkollegiums der Maria-Ward-Schule aus Landau. Die Neupotzerin Malefi Cicu ist selbst Lehrerin an der Schule und hatte vorgeschlagen, den diesjährigen Ausflug des Kollegiums ins Haus Leben am Strom zu machen. Die Lehrerinnen teilten sich in drei Gruppen auf, die unterschiedliche Workshops besuchten. Die erste Gruppe besuchte eine Führung im Haus Leben am Strom und lernte so einiges über unsere Geschichte, den Hochwasserschutz und die Glockensage von Potz. Im Anschluss lernten sie bei Friedel Burger mehr darüber, wie früher in unserer Region Tabak angebaut wurde. Sie demonstrierte, wie früher der Tabak von Hand eingelesen und zum Trocknen in den hohen Tabakschuppen aufgehängt wurde. Gruppe zwei durfte sich sportlich betätigen und lernte schnell, dass eine Schifffahrt mit der Lusoria Rhenana ein ganz schöner Kraftakt sein konnte. Dabei erfuhren sie mehr über die römische Geschichte in den alten Rheinauen und die Bedeutung des Naturschutzes.Die dritte Gruppe erhielt eine Naturführung von der Biologin Frau Dr. Astrid Schnakenberg und konnte so viel Neues über unsere heimischen Pflanzen erfahren.Seit diesem Jahr findet auch der „Dorftreff“ immer dienstags im Haus Leben am Strom statt. Zahlreiche Termine für das Römerschiff Lusoria Rhenana werden im Haus Leben am Strom von Andrea Kalesse koordiniert, ebenso wie die in der Polderscheune stattfindenden Sitzungen der Ortsgemeinde, des Kulturkreises und unserer Vereine aber auch viele private Feierlichkeiten (Hochzeiten, Geburtstage etc.) und nicht zu vergessen Tagungen für Unternehmen. Über die Zukunft von KITAS und Grundschulen in Rheinland-Pfalz informierten in der Polderscheune am 6.11.25 die beiden Landtagsabgeordneten Florian Bellaire und Matthias Reuber. Förderpreis Leben am Strom Seit 3 Jahren verleiht der Förderverein Museum Neupotz e. V. den Förderpreis Leben am Strom an Personen, die sich um die Heimat- und Brauchtumspflege und um den Erhalt der Neupotzer Muttersprache bzw. des Dialekts besondere Verdienste erworben haben. Nach Erich Hoffmann, Reinhold Burk und Friedel Burger in den Vorjahren wurde in diesem Jahr der Heimatfotograf Franz Gschwind ausgezeichnet. Er ist seit Jahrzehnten für seine einzigartigen Schnappschüsse in der Natur und der urwüchsigen Rheinauenlandschaft und bei unzähligenkulturellen Anlässen in unserem Dorf bekannt.Gleichzeitig wurde der langjährige Schatzmeister unseres Fördervereins Heinrich Heid zum Ehrenmitglied ernannt. Dabei wurde zufällig auch bekannt, dass das neue Ehrenmitglied dem Preisträger Franz Gschwind schon zu seiner Firmung im Kindesalter einen Fotoapparat schenkte und damit bei ihm die Leidenschaft fürs Fotografieren auslöste. Die Vorstandschaft des Fördervereins Museum Neupotz e. V. gratulierte zum Förderpreis mit einer Urkunde und mit einem Gutschein in der Neupotzer Gastronomie.Der Förderverein Museum Neupotz e. V. strebt bei den Neuwahlen im kommenden Jahr eine Verjüngung des Vorstandsteams an. Es wäre sehr erfreulich, wenn sich hierfür Personen mit Interesse für unsere Ortsgeschichte und für die Themen im Haus Leben am Strom finden würden. Verleihung des Förderpreises Leben am Strom an Franz Gschwind und der Ehrenmitgliedschaft an Heinrich HeidFriedel Burger zeigt den Lehrerinnen, wie man Tabak eingelesen hat


39 MV Seerose Konzertreise an die Ostsee war ein voller ErfolgUnter der Leitung unseres Dirigenten Josef Prechtl machten sich insgesamt 52 Personen, darunter 34 Musiker:innen mit ihren Partnern, auf den Weg in Richtung Ostsee. Bereits am Anreisetag haben wir die Umgebung erkundet und das Beisammensein genossen. Am nächsten Tag stand das erste Konzert in Eckernförde, gemeinsam mit unserem befreundeten Musikzug aus Alt Duvenstedt, an. Bei bestem Wetter und guter Stimmung konnten wir das Publikum begeistern. Anschließend haben wir gemeinsam mit den Musikfreunden beim dortigen Griechen gegessen und gefeiert, wobei die Rechnung großzügigerweise vom Gastgeber übernommen wurde. Auch die folgenden Tage waren geprägt von Musik, Ausflügen und gemeinsamen Erlebnissen. Bei einer Schifffahrt in der Kieler Förde und einem Besuch in Laboe haben wir die Region erkundet. In Kappeln an der Schlei stand dann unser zweites Konzert an, bei dem wir die vorbeilaufenden Touristen mit unserer Musik begeistern konnten. Auch die Stadtbesichtigungen und Ausflüge zur Forstbaumschule in Kiel - hier war unser dritter Auftritt - sowie den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg haben für Begeisterung gesorgt. Am letzten Tag wurde aufgeräumt und die Koffer gepackt, bevor es wieder zurück in Richtung Heimat ging. Einige von uns haben sich sogar für eine Verlängerung des Aufenthalts entschieden, um die Ostsee noch weiter zu genießen. Der Erfolg dieser Konzertreise war nicht zuletzt dem reibungslosen Ablauf und der musikalischen Vorbereitung unseres Dirigenten Josef Prechtl zu verdanken. Auch unser Busfahrer Mark Walterscheid von der Fa. Fichtenkamm hat mit seinem Fahr- und Musikservice maßgeblich zum Gelingen der Reise beigetragen. Rückblickend waren alle von dieser Konzertreise an die Ostsee begeistert und freuen sich auf eine Wiederholung in Zukunft. Der Musikverein Seerose konnte in dieser gemeinsamen Woche sein harmonisches Zusammenspiel unter Beweis stellen und die Reise zu einer unvergesslichen Erfahrung machen.Auftritt bei der Afterworkparty Der MV Seerose begibt sich auf eine Konzertreise an die Ostsee


40 Nachgefragt bei Florian BellaireFlorian Bellaire ist 40 Jahre alt und ein echter Neupotzer. Für den verheirateten Vater von zwei Kindern ist es eine große Ehre, seine Heimat im Mainzer Landtag vertreten zu dürfen. Außerdem ist Florian seit Jahren Mitglied im Gemeinderat Neupotz. Wir haben Florian getroffen und stellen ihm 10 Fragen zu seiner Aufgabe als Landtagsabgeordneter. Heimatbrief: Wann stand für dich fest, dass du in die Politik willst, bzw. du die Ambition hast, Abgeordneter zu werden und wie wird man überhaupt Abgeordneter? Florian Bellaire:Abgeordneter zu werden kann man nicht planen. Es muss viel zusammenkommen, um so eine Möglichkeit zu erhalten. Für mich hat sich das alles nach und nach entwickelt. Ich habe mich schon früh für politische Themen interessiert. Sicher auch beeinflusst durch das Engagement meines Vaters bei der Bürgerinitiative „Kein Polder Neupotz“ und später auch im Gemeinderat. In der Schule habe ich mich auch sehr für Sozialkunde und Politik interessiert. Ich habe mich dann entschieden Sozialwissenschaften zu studieren, eine Kombination aus Politik, Wirtschaft und Soziologie. In Form eines Praktikums habe ich in dieser Zeit auch einmal in den politischen Bereich „reingeschnuppert“. Nach dem Studium habe ich zunächst im Büro einer Unternehmensberatung gearbeitet. Mit knapp 30 Jahren ergab sich dann die Möglichkeit, in den Bereich Politik zu wechseln und ich wurde Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart. Ich habe dann auch begonnen, mich vor Ort politisch zu engagieren und das immer weiter ausgebaut. Bei der letzten Landtagswahl war ich Ersatzkandidat meines Vorgängers Martin Brandl. Mit seiner Wahl zum Landrat des Landkreises Germersheim war dann klar, dass ich ihm in den Landtag nachfolgen darf. Nun bin ich Abgeordneter für die Verbandsgemeinden Jockgrim, Rülzheim, Hagenbach und die Stadt Wörth. Die Menschen aus meiner Heimat im Landtag vertreten zu dürfen, ist ein Privileg. Diese Aufgabe treibt mich jeden Tag an. Heimatbrief:Wie sieht so ein ganz normaler Tag als Abgeordneter aus? Florian Bellaire:Als Abgeordneter gibt es keine zwei Tage, die gleich sind. Es gibt natürlich viele Termine in Mainz. Neben den Plenarsitzungen des Landtages gehören dazu zum Beispiel die Sitzungen der Landtagsfraktion, der verschiedenen Ausschüsse – ich bin im Ausschuss für Bildung, im Ausschuss für Soziales und Pflege und im Petitionsausschuss – oder Fachgespräche mit Verbänden. Darüber hinaus bin ich viel in meinem Wahlkreis unterwegs: Ich besuche zum Beispiel Unternehmen, verschiedene Einrichtungen wie die Polizei, Pflegeeinrichtungen oder Kitas und biete verschiedene Gesprächsformate an wie etwa Bürgersprechstunden oder Veranstaltungen zu verschiedenen Themen. Mir ist es wichtig, mit den Menschen vor Ort in einem intensiven Kontakt und ansprechbar zu sein, die Hinweise aus Gesprächen vor Ort mit in meine Arbeit aufzunehmen und damit verantwortungsvoll umzugehen. Heimatbrief:Wie hat sich dein Leben verändert, seit du das Mandat hast? Florian Bellaire:Ich bin natürlich viel mehr unterwegs. Es gibt Termine und Anlässe, die auch mal aufs Wochenende oder den Abend fallen. Da ist es auch immer wieder eine Herausforderung, das mit der Familie zu vereinbaren. Heimatbrief:Politik hat oft zwei Seiten, was die einen gut finden, mögen die anderen gar nicht. Wie geht man damit um, kritisiert oder gar angefeindet zu werden? Florian Bellaire:Anfeindungen gab es glücklicherweise bisher keine. Ich finde es ist wichtig zu respektieren, dass es unterschiedliche Meinungen geben kann. Ich vertrete einen Wahlkreis mit rund 65.000 Einwohnern. Es ist somit logisch, dass Themen kontrovers diskutiert werden, bei uns vor Ort oder in Rheinland-Pfalz allgemein. Junge Menschen haben andere Interessen oder Schwerpunkte als ältere Menschen. Wer im ländlichen Raum lebt, hat eine andere Perspektive als in der Stadt. Unsere Aufgabe als Abgeordnete ist es, aus unterschiedlichen berechtigten Interessen ausgewogene Kompromisse zu finden. Heimatbrief:Was war dein bisheriges Highlight im Landtag? Florian Bellaire:Es ist immer wieder ein schöner Moment, Besucher aus der Heimat im Landtag begrüßen zu dürfen. Darunter waren auch schon einige, die mich von Kindesbeinen an kennen. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes, sich dann im Landtag zu treffen. Ein weiteres Highlight war auch meine erste Rede im Landtag. Thema war die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – ARD, ZDF und Deutschlandradio. Das ist schon eine spezielle Situation, vor dem Landtag, dem Ministerpräsidenten und der Regierung zu sprechen. Heimatbrief: Wenn du die Wahl gehabt hättest, worüber hättest du deine erste Rede im Landtag am liebsten gehalten? Florian Bellaire:Ich bin mit dem Thema meiner ersten Rede sehr zufrieden, der Rundfunkbeitrag ist ein Thema, das alle betrifft. Aber ich würde gerne auch dazu sprechen, wie man für Menschen mit Behinderung, einer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit den Zugang zu Hilfen verbessern kann. Da ich im zuständigen Fachausschuss mitarbeite, hoffe ich darauf, dass sich die Gelegenheit dazu ergeben wird. Heimat im Herzen, die Region im Blick – MdL Florian Bellaire bei seiner Rede im Landtag


41Heimatbrief:Was hast du persönlich schon initiiert und realisiert? Florian Bellaire:Um etwas zu realisieren, braucht es am Ende die Zustimmung und Unterstützung von vielen Beteiligten, um zu entsprechenden Mehrheiten zu kommen. Das gilt im Großen wie im Kleinen und macht Politik manchmal auch langwierig. Es braucht auch Zeit und Ausdauer, um Themen voranzutreiben. Eines der Themen, für die ich mich in Mainz von Anfang an stark gemacht habe, ist beispielsweise eine Veränderung der Betreuungssituation in Grundschulen und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Betreuung soll keine Frage von Wohnort und Geldbeutel sein. Und ich freue mich, dass es dazu mittlerweile auch konkrete Vorschläge gibt. Heimatbrief:Was kannst du im Landtag für kleine Kommunen wie Neupotz konkret bewirken? Florian Bellaire:Wir arbeiten im Landtag zum Beispiel dafür, dass Verantwortliche vor Ort wieder mehr selbst entscheiden können, wofür Geld ausgegeben wird, statt stark von Förderprogrammen abhängig zu sein. Das betrifft Neupotz genauso wie alle anderen Gemeinden. Auch über Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte wird im Landtag entschieden, mit Auswirkungen auf die medizinische Versorgung vor Ort. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Projekte vor Ort im Wahlkreis, deren Umsetzung ich als Abgeordneter unterstütze. Ein übergeordnetes Projekt im Bereich Infrastruktur, das für alle unserer Gemeinden von Bedeutung ist, ist der Bau der zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe. Hier setze ich mich dafür ein, dass es vorangeht und die Planung durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg so schnell wie möglich abgeschlossen wird. Heimatbrief:Welches Thema liegt dir politisch besonders am Herzen? Florian Bellaire:Als Familienvater liegen mir die Zukunftschancen der Kinder sehr am Herzen. Gute Bildung und Bildungschancen gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung und Gestaltung unserer Zukunft. Als Mitglied des Bildungsausschusses kann ich bei diesem Thema aktiv mitarbeiten. Heimatbrief:Welche Sitzungen sind einfacher, die im Neupotzer Gemeinderat oder die im Landtag? Florian Bellaire:(lacht) …sagen wir es so: Im Landtag kann ich besser abschätzen, wie die Sitzungen ausgehen werden :-) Florian ist viel unterwegs und nimmt sich Zeit zum ZuhörenAuch im Landtag in Mainz bleibt die Heimat präsent – das Bild von Neupotz hat in Florian Bellaires Büro einen EhrenplatzInterview Melanie Uhl


42 Neipotzer annerschwuu Aus Neupotz in die WeltDer Heimatbrief geht um die Welt. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit ist er ein kleines Stückchen Heimat für die, die nicht mehr in Neupotz wohnen. Manchmal ist seine Reise sehr kurz und er bleibt in der Pfalz, aber manchmal fliegt der Heimatbrief weit über den Erdball, bis er sein Ziel erreicht. Bis nach Kanada oder in die Vereinigten Staaten legt er weite Strecken zurück. Er berichtet den Ex-Neupotzerinnen und ExNeupotzern vom letzten Jahr in ihrer alten Heimat. Was die Vereine Tolles geleistet haben, welche Feste gefeiert wurden und wie Engagement und Leidenschaft unsere schöne Gemeinde lebendig halten. Auf der anderen Seite wissen wir selbst oft sehr wenig über die, die unser Heimatbrief weit weg von Neupotz erreicht. Wer sind sie und was hat sie dazu bewogen, aus Neupotz auszuziehen und sich in der Ferne ein neues Leben aufzubauen? Diesen Fragen wollen wir ab sofort im Heimatbrief nachgehen. Unsere Reise mit dem Heimatbrief führt uns dieses Jahr gleich zweimal zur Familie Dekold. Die Brüder Max und Kaspar Dekold fanden beide in Neupotz die Liebe. Kaspar Dekold heiratete Elsa Wünschel. Max Dekold heiratete Helga Röther. Die beiden Neupotzerinnen wanderten nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit ihren Männern nach Kanada aus. Dort haben sich die Wege der beiden Familien getrennt: Kaspar und Elsa blieben mit ihrer Tochter Angela in Kanada. Angela berichtet im ersten Beitrag. Max und Helga Dekold zogen weiter in die USA - genauer: in die Nähe von Chicago, Illinois. Dort empfingen sie Helgas Cousin Manfred Gehrlein. Er erklärt in der zweiten Geschichte, wieso er gar nicht mehr weg wollte. Angela Konrad Ontario, KanadaIch heiße Angela Konrad. Ich wurde 1951 in Neupotz als Tochter von Kaspar und Elsa Dekold (geb. Wünschel) geboren. Meine Großeltern väterlicherseits wanderten 1953 – wie viele Europäer nach dem Krieg – nach Kanada aus. Das veranlasste auch meine Eltern, den Schritt zu wagen und ihnen im April 1954 nach Kanada zu folgen. Ich denke, es war für unsere Familie ein Neuanfang und ein großes Abenteuer. Wir ließen uns in Ontario nieder. Meine Eltern und Großeltern arbeiteten zunächst als Landarbeiter, bis mein Vater eine Arbeitsstelle in einem Stahlwerk in Windsor fand. Ich habe zwei Brüder, die in Kanada geboren wurden. Meine Eltern hinterließen drei Kinder, sechs Enkel und zehn Urenkel, die alle in Ontario leben.Im Laufe der Jahre haben wir mehrmals Verwandte in Neupotz und Deutschland besucht – und sie kamen auch zu uns nach Kanada. Für meine Mutter war es immer eine Heimkehr, da ihre Geschwister noch dort lebten.Die Kultur unserer beiden Länder ist in vielem ähnlich.Im September 2024 hatte ich die Gelegenheit, mit unseren zwei Töchtern und drei Enkelkindern Deutschland zu besuchen. Sie waren neugierig auf ihre Wurzeln und freuten sich darauf, die deutsche Kultur kennenzulernen. Es war eine Reise, die sie sehr genossen haben – und die sie nie vergessen werden. Kanada ist ein viel größeres Land als Deutschland, hat aber nur etwa die Hälfte der Bevölkerung. Ich finde, dass unsere Lebenshaltungskosten etwas höher sind als in Deutschland. Ontario ist meine Heimat, doch ich bin stolz auf meine Kultur, meine Familie und meinen Geburtsort Neupotz, der mir immer am Herzen liegen wird. Ich fühle mich ihm und den Menschen dort bis heute verbunden. Angie KonradSteven, Angie und Bernie, die Kinder von Elsa und Kaspar DekoldDie Familie von Angela Konrad geb. Dekold


43 Manfred Gehrlein Wisconsin, USAWaren es im 19. Jahrhundert hauptsächlich existenzielle Gründe, welche die Menschen bewogen haben, ihre Heimat zu verlassen, so können die Motive heute ganz anderer Natur sein. „Allein im 19. Jahrhundert haben 491 Menschen unser Dorf verlassen“, schreibt Alfred Boltz in der Neupotzer Chronik. Die vielen Namen der Auswanderer sind Familiennamen, die auch heute noch im Dorf geläufig sind.Ein Beispiel aus der neueren Zeit ist die Geschichte von Manfred Gehrlein, den es in den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts nach Amerika zog. Manfred Gehrlein wurde 1955 in Neupotz geboren. Er ist der Sohn von Karl und Gisela Gehrlein, aus der Fuchsgasse. In Neupotz waren sie auch als ehemalige Clubhauswirte des FCN bekannt. In Neupotz besuchte Manfred die Volksschule und erlernte bei seinem Cousin, ebenfalls Manfred Gehrlein, den Beruf des Installateurs und Heizungsbauers. Er reiste gerne und war beruflich oft im Ausland unterwegs. „Wenn du als Facharbeiter was kannst, dann musst du nicht die Sprache können”, weiß er. Nach Zwischenstationen, u.a. auch in Saudi Arabien, unternahm er des Öfteren Verwandtenbesuche in den Vereinigten Staaten. In der Nähe von Chicago lebte bereits seine Cousine, Helga Dekold, geb. Röther. In Neupotz besser bekannt als „Helga von der Schneiderlenche“. Helga ist mit ihrem Mann Max Deckold bereits 1960 in die USA ausgewandert und wurde dort sesshaft. „Bei unserer Arbeit in Saudi Arabien hatten wir immer mal wieder einen Monat frei, in dem wir reisen konnten. Da bin ich in die USA zu meiner Cousine Helga gereist.”, erinnert sich Manfred. „Damals habe ich Helga gefragt, ob es nicht auch Partys gibt, bei denen man Mädels kennenlernen könnte.” Und da trat Tordis auf den Plan. Die Tochter Deutscher Auswanderer war für Manfred wohl Anlass für weitere Besuche in den USA. Und bald traf er die Entscheidung, für immer in den Staaten bleiben zu wollen. Manfred und Tordis heirateten 1980 in der Immanuel Lutheran Church in Lake Geneva.Für Manfreds Mutter Gisela war die Trennung schmerzlich. Obwohl ihr Sohn des Öfteren nach Neupotz kam, ließ sie es sich nicht nehmen, ihn mehrmals zu besuchen. Ja, sogar für mehrere Monate, um ihre Enkel Siegfried und Thomas aufwachsen zu sehen. „Einmal war sie fast ein ganzes Jahr da”, erinnert er sich. Seine Söhne kamen später oft in die alte Heimat der Eltern, um sich ein Bild von Neupotz und darüber hinaus zu machen.In den ersten Jahren lebte die junge Familie in der Nähe von Tordis Eltern, wo Manfred und Tordis in deren Hotelbetrieb mitarbeiteten. Der Anfang in den Vereinigten Staaten war nicht einfach, sagt Manfred. Er musste die Sprache lernen, Zeugnisse und Gesellenbriefe übersetzen und Anerkennung finden. „Ich fand Arbeit im Bundesstaat Illinois”, erklärt er. Sein Gesellenbrief wurde dort nicht anerkannt. Also musste er ihn wiederholen. Dank Tordis Hilfe und ihren Kontakten war vieles möglich. Ohne diese Hilfe wäre die Integration und der Einstieg in das Berufsleben schwierig gewesen.Der heutige Wohnort der Familie von Manfred und Tordis ist Lake Geneva, im Staate Wisconsin. Lake Geneva liegt ungefähr zwei Autostunden nördlich von Chicago, in der Nähe des besser bekannten Michigan Sees. In Lake Geneva kauften sie 1995 ein ehemaliges Farmer-Anwesen mit Werkstatt. Der Traum von einer eigenen Firma reifte und sollte gut vorbereitet sein. In Wisconsin wird der Gesellenbrief aus Illinois wieder nicht anerkannt, aber diesmal rettet ihn seine deutsche Ausbildung. „Die haben meinen deutschen Gesellenbrief anerkannt. Und dann habe ich direkt noch meinen Meister gemacht. Auf englisch - das war gar nicht so leicht.” Aber es hat geklappt und bald darauf gründete er auf dem Grundstück seine eigene Firma. Manfred war der Chef auf den Baustellen und seine Frau Tordis war die Organisatorin. „Es war nie so, dass man keine Arbeit hatte“, betont er. Inserate oder ein Eintrag ins Telefonbuch waren gar nicht nötig. Die Mundpropaganda funktionierte in den USA genau wie in der alten Heimat Neupotz. Tordis und Manfred führten über viele Jahre einen Meisterbetrieb, der sich auf die Haustechnik spezialisierte und in der Region als zuverlässige und qualitätsvolle Firma bekannt war.Nach rund 30 Jahren Firmenleitung war auch für ihn die Zeit gekommen, an den Ruhestand zu denken und den anderen Träumen nachzugehen, nämlich seinen Leidenschaften: dem Jagen und besonders dem Fischen. Dafür hat er nun mehr Zeit und die Wälder, Flüsse und Seen in den unendlichen Weiten von Nordamerika und Kanada bieten dafür genügend Möglichkeiten. Auch die Kinder Siegfried und Thomas haben das Gen des Vaters geerbt und teilen seine Hobbys. Seine alte Heimat Neupotz und seine Freunde hat er nie vergessen. Zahlreiche Besuche zeugen davon. Zu den Familientreffen, der „Gehrlein‘s“ kam immer die gesamte Familie und auf den Neupotzer Heimatbrief warten sie jedes Jahr mit großer Vorfreude.Familie Gehrlein, v.l.n.r. Thomas, Manfred, Tordis, SiegfriedFamilie Gehrlein, Zuhause in Lake GenevaEin kapitaler Barsch - gefangen im oberen MississippiAuch in den nächsten Jahren wollen wir die Geschichte und Geschichten unserer Auswanderer näher betrachten. Ob uns dies gelingt, hängt auch von eurer Mithilfe und natürlich von der Bereitschaft dieser Personen ab. Wer also eine Auswanderungsgeschichte kennt, oder wer uns selbst seine Geschichte mitteilen möchte, kann sich gerne mit unserem Redaktionsteam in Verbindung setzen. Wir würden uns freuen, darüber zu berichten.Von Josef Gehrlein


44 Neupotzer Originale Daniela GehrleinKinder orientieren sich an Vorbildern. Diese Orientierung geschieht oft bezüglich positiver Verhaltensweisen und Werte…Daniela Gehrleins Vorbild war ihre Oma - Karpfenwirtin Länsche, eine Gastronomin mit großem Herz. Sie liebte die Geselligkeit, war weltoffen und eine Lebefrau. „Un wann änner mol kä Geld kad hot, hotter im Karpfe trotzdem was kriegt.“ Geschäftstüchtig war sie, aber nicht perfektionistisch. Sie wusste damals schon um die Wichtigkeit der Work-Life-Balance und hat diese auch verkörpert. Wenn der Betrieb ruhiger wurde, saß sie gerne mit einem Piccolo und einer Zigarette in der Wirtschaft und hat sich über die zufriedenen Gäste gefreut. So zeigt es das Bild von Länsche, welches heute noch im Karpfen hängt - bei der heutigen Karpfenwirtin Daniela.Der Karpfen - eine Traditionsgaststätte in Neupotz seit 1898 mit angegliederter Metzgerei. Damals wie heute weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Der Karpfen war früher ein wichtiger Hot Spot für den damaligen Heiratsmarkt, so manches Paar lernte sich dort kennen, wenn die Kapelle „Edelweiß“ zum Tanz aufspielte.Daniela führt den Betrieb nun in der 4. Generation. Es war nicht von Anfang an klar, dass sie in den Betrieb der Familie einsteigen würde, aber wenn man sich ihre Lebensgeschichte anschaut, war es doch irgendwie absehbar und vorgezeichnet.1968 wurde Daniela, Tochter von Inge und Günther, geboren. Vater Günther arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Metzgerei. Unterstützt wurde Günther hierbei durch Horst Burk „de Horschder“ der damals als Auszubildender eingestellt wurde. Mutter Inge arbeitete sowohl im Gasthaus als auch in der Metzgerei und kümmerte sich um Daniela und ihren vier Jahre älteren Bruder Christian. Der Karpfen wurde von Oma Länsche und ihrem zweiten Mann Otto Müller geführt - Gasthaus und Metzgerei waren ein Familienbetrieb durch und durch, in dem ebenso viele tatkräftige Leute aus Freundes- und Bekanntenkreis eingespannt waren. So wuchs Daniela auf. Behütet im Kreise der Familie und inmitten von zwei arbeits- und zeitintensiven Betrieben.1982 besuchte Daniela gerade die 10. Klasse vom Gymnasium, als sich plötzlich alles änderte und ein einschneidendes Ereignis die Karten neu mischte. Erst vor kurzem hatte sich Länsche aus dem Betrieb im Gasthaus zurückgezogen und das Zepter an Inge und Günther übergeben, als Inge schwer erkrankte. Eine Nervenentzündung löste bei ihr Lähmungserscheinungen aus. Die Ärzte waren ratlos, konnten wenig tun und Inge fiel im Familienbetrieb als wichtige Stütze aus.Für Daniela war klar, dass sie einspringen musste. Sie beendete nach der 10. Klasse das Gymnasium, stieg zur Unterstützung in die Metzgerei ein und lernte „Fleischergesellin verkaufsbetont“.„Nur Verkäuferin wollte ich nicht lernen, das war mir irgendwie zu wenig. Ich wollte tiefer in die Materie einsteigen und mehr Verständnis für das Produkt erlernen. Durch das Fachwissen erlangt man eine größere Wertschätzung für die Lebensmittel“, so erklärt Daniela ihre Ambition für diese Berufswahl.Mit 23 Jahren wurde Daniela klar, dass der Job in der Metzgerei und die Aushilfe im Service des Karpfen nicht Alles sein konnte. Sie wollte sich weiterbilden und nochmal neu ausrichten. Eine externe Prüfung der IHK zur Restaurantfachfrau war Danielas Ziel. Doch hierfür fehlte ihr Praxiserfahrung in speziellen Bereichen der Gastronomie. Veranstaltungsplanung, Küchentechnik, Önologie - ein Spektrum, welches die Traditionsgaststätte nicht abdecken konnte. Bekannte haben die 23 jährige auf die private Hotelfachschule in Altötting aufmerksam gemacht. Dort konnte Daniela alles erlernen, was man für die Prüfung brauchte. „Natürlich bin ich aber unter der Woche als Hilfe daheim nicht verfügbar gewesen“, sagt Daniela. Dennoch stimmte ihr Vater der weiteren Ausbildung zu. Mutter Inge sah das kritischer: „fer was?““fer was“ war zumindest Daniela jedoch klar: „Mein Interesse an Essen, gutem Wein und Gästen einen tollen Service bieten zu können, war geweckt.” Auch hier ging es darum, nicht nur als Servicekraft zu arbeiten, sondern viel mehr über die einzelnen Teil- und Fachbereiche der Gastronomie zu erfahren.Als Restaurantfachfrau kehrte Daniela in den Familienbetrieb zurück. Sie hatte viele Ideen und wollte diese natürlich auch verwirklichen. Patron Günther stand vor der Herausforderung Danielas moderne Ansätze und Neuerungen mit den Anforderungen der Stammgäste an das Traditionsgasthaus zu vereinen.„Gottseidank war mein Vater offen für meine Vorschläge, generell war er jemand, der jungen Menschen immer eine Chance gegeben hat. Keine Frage, wirtschaftlich musste es sich natürlich lohnen, das ein oder andere Gericht flog dann auch recht schnell wieder von der Karte“, lacht Daniela. Als Vater Günther 2012 starb, war klar, dass nur Daniela die beiden Betriebe weiterführen konnte. Bruder Christian arbeitete zusammen mit Horst in der Metzgerei und Mutter Inge, zu diesem Zeitpunkt 69 Jahre alt, begleitete das Ganze mit ihrer Erfahrung und Energie. Das betriebswirtschaftliche Verständnis hat jedoch nur Daniela und somit lastet die gesamte Verantwortung auf ihren Schultern. Sie wird die neue Chefin.2013 starb plötzlich und unerwartet Danielas Bruder Christian und erneut wurde Daniela vom Schicksal auf die Probe gestellt. Sie musste sich überlegen, wie es nun mit dem Geschäftszweig der Metzgerei weitergehen sollte. Mitarbeiter Horst hatte zu diesem Zeitpunkt noch wenige Jahre bis zur Rente. „Die Metzgerei zu schließen, bevor Horst in den Ruhestand gehen kann, war keine Option.” Gastgeberin aus Leidenschaft: Daniela Gehrlein


45Daniela erweist sich als Geschäftsfrau, die auch ihrer sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter nachkommt. „Aber der Karpfen und die Metzgerei, das war schon wahnsinnig viel Arbeit und Organisation“, blickt Daniela auf diese schwere Zeit zurück. „Manchmol frog ich mich, wie ich des alles gschafft häb“.Sechs Jahre später war dann Schluss mit der Metzgerei und Daniela konnte sich auf das konzentrieren, was ihr Spaß bereitet: das Kochen und das Bewirten von Gästen. Fleisch ist ihre Leidenschaft und wenn sie in ihrer Küche steht, fühlt sich das nicht wie Arbeit an. Sie liebt ihren Job und fühlt sich zusammen mit ihrem Team sehr wohl.Zwei festangestellte Mitarbeiterinnen und sechs Frauen in Teilzeit beschäftigt Daniela aktuell. Mutter Inge, mittlerweile 82 Jahre alt, hilft ebenso nach wie vor mit. Frauenpower ist angesagt, wenn Daniela und ihr Team die Töpfe schwingen.Aber auch in ihrer Freizeit kocht Daniela leidenschaftlich gerne. In ihrem privaten Freundeskreis gibt sie Kochkurse für Männer. Als dies der Donnerstagsstammtisch vom Karpfen spitz gekriegt hat, wollten auch die Herren dieser Runde von Danielas Kochkünsten lernen. Seit drei Jahren übt sich die Stammtischrunde nun schon an verschiedenen Gerichten.Auch für die Vorschülerinnen und Vorschüler der Kita in Neupotz gibt Daniela Kurse. „Viele Kinder essen in der Kita und kriegen den Prozess der Zubereitung einer Mahlzeit gar nicht mit, ich möchte hier einen Beitrag leisten und den Kindern auch eine Wertschätzung für Lebensmittel und gesunde Ernährung vermitteln“, erklärt Daniela ihr Engagement für die Kinder.Daniela Gehrlein, Gastronomin aus Leidenschaft, das Schicksal hat für sie den Beruf gewählt, aber Daniela hat ihn für sich zur Berufung gemacht. Ich will von Daniela noch eine Sache wissen: Was wäre ihr Traum, wie es mit dem Karpfen weitergeht?„Der Karpfen mit den Räumlichkeiten der Metzgerei, den Nebengebäuden und allem drum und dran, das ist ein sehr großes Areal. Meine Vision ist, hier ein Konzept für seniorengerechtes Wohnen mit einer kleinen Lokalität als Treffpunkt zu verwirklichen.“…und in der Penthousewohnung des Seniorenheims, über den Dächern von Neupotz, residiert Karpfenwirtin Daniela.Eine tolle Vision! Und eine Sache wäre hierbei auch sicher: „de Dunnerschdagsstammtisch bleibt!“ Von Melanie UhlMutter Inge und Daniela GehrleinDaniela zeigt den Kindern der Vorschule, wie viel Spaß gesundes Kochen machen kann


46 Neupotzer Originale Franz GschwindOb Kerwe, Prozession, Grillhütten-Feste oder Römer-Ausgrabungen im Hardwald - bei allen Feierlichkeiten im Dorf ist Franz Gschwind mit seiner Ausrüstung am Start. Das Fotografieren ist seine Leidenschaft, am liebsten draußen in der Natur. In Neupotz ist er längst zum Gemeindefotografen geworden. Auch der Bürgermeister kontaktiert ihn direkt, wenn es etwas Wichtiges zu dokumentieren gibt. Dabei gab es genau eine entscheidende Frage, die dafür gesorgt hat, dass Franz Gschwind zur Fotografie kam. „Kurz vor meiner Firmung hat mich mein Firmpfedder (also Firmpate) gefragt: Knecht, was willsch dann hou? Ä Uhr, oder än Foddo“, erzählt Franz. „Da hab‘ ich gesagt, eine Uhr habe ich schon.“ Klare Sache also: zur Firmung gab es eine Kamera. Und die Begeisterung war schnell geweckt. Zwölf schwarz-weiß Bilder passten auf den Rollfilm – da musste Franz seine Motive mit Bedacht wählen.„Ich war ganz stolz auf die Kamera! Mein erstes Motiv war unsere Oma.“ Das war vor gut 60 Jahren. Die Bilder hat er noch. Ein Stück Erinnerung, für immer festgehalten auf Papier. Eine Leidenschaft war geweckt und bald darauf war Rollfilm out. Der neueste Hit hieß MINOX. „Das sind die Kameras, die James Bond verwendet hat“, erklärt Franz. Die schmalen Kameras, die so groß sind wie eine Fernbedienung und sich ausfahren lassen. Und auch, wenn diese Art von Kamera für ihn nicht „das Wahre“ war, wie er selbst sagt, ist ihm davon doch etwas geblieben – sein Spitzname, den jeder im Ort kennt: Bond. Franz fängt bei Daimler an zu arbeiten und widmet seine Freizeit weiter der Fotografie. Bei Daimler gründet er den Fotoclub, der in diesem Jahr 35-jähriges Jubiläum feiert, mit. „Und da habe ich dann fotografieren gelernt“, beschreibt er es. Er kauft sich seine erste Spiegelreflex-Kamera und organisiert privat oder mit dem Fotoclub verschiedene Foto-Kurse. „Da war einer, der konnte schon gut fotografieren und dem habe ich mich angeschlossen.“ An einen Workshop, dem er sich privat angeschlossen hat, erinnert sich Franz noch ganz genau. Ein Akt-Workshop auf einem kleinen Bauernhof bei Dahn. „Das war mein erstes Erlebnis damit, ein nacktes Mädel zu fotografieren“, schmunzelt er. Und auch seine Frau Ursula kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Hinter der Geschichte steckt noch mehr. Franz erzählt: „Wir waren etwa zwölf Fotografen. Ein zusammengewürfelter Haufen. Da kam die Frage auf: Wer holt das Model am Bahnhof ab?“ Franz ist mit dem Auto da und meldet sich freiwillig. „Sie trug nur ein Kleid. Keinen Koffer dabei und gar nix.“ Er fragte das Model, ob sie nicht auch Wechselkleidung dabeihabe. Vielleicht Dessous oder ein anderes Kleid. „Da hat sie gesagt: ‚Nein, ihr wollt doch einen Akt-Workshop machen‘ und dann hebt sie plötzlich ihr Kleid hoch und da war nix drunter.“ Direkt am Bahnhof in Dahn. „Da war ich geschockt.“ Der Ausflug in die Akt-Fotografie sollte ein solcher bleiben. Franz‘ große Leidenschaft ist und bleibt die Naturfotografie. „Ich bin immer gerne raus in die Natur. Als kleiner Junge schon und später dann halt mit der Kamera – bis heute.“ Was ihn an der Naturfotografie so begeistert: „Natur ist jeden Tag anders.“Am liebsten fotografiert er abends bei niedrigem Sonnenstand an der Altrheinbrücke. „Im Moment geht die Sonne direkt in der Verlängerung zum Altrhein unter.“, beschreibt er. Den ein oder anderen Schnappschuss hat er dort schon gemacht. An einen erinnert er sich besonders gerne: „Ich war der erste, der einen Purpur-Reiher in Neupotz fotografiert hat.“ Die Zugvögel sind im Vergleich zu Graureihern äußerst selten und waren zeitweise wie ausgestorben. „Das Bild habe ich dann gezeigt, bei einem Naturfotografen-Treffen. Da haben alle gestaunt.“, berichtet Franz stolz. Aber einfach so passiert so ein Schnappschuss natürlich nicht. Es ist harte Arbeit und muss gut vorbereitet sein. „Ich habe ein Tarn-Zelt. Das stelle ich ein paar Tage vorher auf, damit die Tiere sich an den Anblick gewöhnen.“ Der Naturfotograf muss sich also wie ein Jäger auf die Lauer legen, um das perfekte Foto zu schießen. Auf wie viele Bilder er in gut 60 Jahren kommt, kann Franz nicht mehr zählen. Früher ließ er seine Fotos noch als Dias entwickeln: Von den kleinen Bildern hat er ganze Schränke voll. Aber seit es Digital-Fotografie gibt und man unendlich viele Fotos machen kann, hat er den Überblick sowieso verloren.In diesem Jahr erhielt Franz für seine Verdienste um die Heimat- und Brauchtumspflege den Förderpreis Leben am Strom 2025. Sein damaliger Firmpate, Heinrich Heid, der mit seinem Firmgeschenk den Auslöser drückte, wurde gleichzeitig Ehrenmitglied. (Nachzulesen im Beitrag des Fördervereins Museum Neupotz e.V.).Am Ende bleibt die Frage, ob Franz seine Liebe zur Fotografie jemals entdeckt hätte, wenn er zur Firmung noch keine Uhr besessen hätte. Franz lacht. Die Antwort darauf kennt er selbst nicht, aber er ist froh, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Von Alica HeidFranz Gschwind an seinem Lieblingsplatz


47 Neupotzer Originale Das Hoffmann-Hammer-Trio Unser Dorf ist ein musikalisches Dorf. Die jährlichen Feste des Gesangvereins und des Musikvereins zeugen davon. Ein guter Nährboden also für die, die sich in der Musik zuhause fühlen. Und das tun Inge und Erich Hoffmann und Klaus Hammer. Seit sie Kinder waren, musizieren die beiden Geschwister Inge und Klaus gemeinsam. „Das hat damit angefangen, dass ich eine Gitarre wollte“, berichtet Inge. Damals war sie zwölf Jahre alt und Klaus gerade einmal neun. Die Gitarre war schnell angeschafft, nur an Lehrerinnen und Lehrern mangelte es damals in Neupotz. Wilfried Merz war einer, der das Handwerk beherrschte und Inge durfte bei ihm lernen. „Jedes Mal, wenn ich bei ihm war, haben wir ein neues Lied gelernt. Und wenn ich nach Hause kam, habe ich das Lied geübt und Klaus hat die zweite Stimme dazu gesungen.“ Der Vater der beiden, Mitglied des Angelsportvereins, hatte dann die Idee, die Kinder bei einem Vereinsfest auftreten zu lassen. Und das kam wohl gut an. „Dann hat halt irgendein anderer Vereinsvorstand unseren Auftritt gesehen und plötzlich waren wir in Nachbarorten auch bei Vereinsfesten dabei. So hat sich das eigentlich ganz von allein entwickelt“, erklärt Inge. So jung vor dem ganzen Dorf auf der Bühne zu stehen. Das klingt aufregend und auch beängstigend. Aber Inge und Klaus hatten ein anderes Gefühl: „Wir haben uns frei gefühlt auf der Bühne. Wie Kinder nun mal sind.“ Ein Gefühl, das auch heute noch bei ihren Konzerten spürbar ist. „Dann haben wir ja die Schlagernachwuchs-Wettbewerbe gewonnen“, erinnert sich Klaus. „Da war ich, glaube ich, elf Jahre alt. Und Inge war 14. Die Rheinpfalz titelte damals: ‚Da hielt es keinen auf den Sitzen‘.“ Die beiden lachen, als sie sich an die Zeit zurückerinnern. Auch in den darauffolgenden Jahren nahmen sie immer wieder bei Wettbewerben teil – und gewannen. Eigene Lieder spielten sie damals noch nicht, dafür Schlager-Klassiker wie „Shake Hands“ oder „Honeymoon in St. Tropez“. So schafften sie es bis zum Bundeswettbewerb in Berlin. Sie waren eine von zwölf Gruppen aus der gesamten Bundesrepublik, die sich dafür qualifizierten. Aufregend, denn damals führte der Weg in die Hauptstadt noch durch das Gebiet der DDR. „Die Mauer war ja gerade erst gebaut worden.“, bemerkt Klaus. Zum Bundeswettbewerb kamen damals auch die Stars der Schlager-Szene: Drafi Deutscher, Roberto Blanco und Manuela („Schuld war nur der Bossa Nova“). Eine prägende Erinnerung für Klaus: „Ich sage immer: Meine größte Story ist, dass ich mal mit Drafi Deutscher gepinkelt hab‘!“ Es war am 1. März 1966 bei der „Fernsehtag-Veranstaltung“ und dort haben sie den „Bronzenen Bonnie“ gewonnen. Aber bereits beim Vorentscheid in Wiesbaden öffneten sich dem jungen Gesangsduo weitere Türen. Schlagersängerin Manuela saß dort bereits im Publikum. „Dann hat sie uns an ihren Tisch gebeten und wollte uns zu ihrer Tournee mitnehmen.“ Eine schwierige Entscheidung für Inge, die gerade erst die Ausbildung bei der Handelsschule abgeschlossen hatte. Klaus war erst dreizehn Jahre alt und zu einer Tournee hätte der selbstständige Vater sie immer zu den Auftritten begleiten müssen. Das war damals nicht vorstellbar. Vielleicht wäre das Leben danach anders verlaufen, aber die beiden bereuen nichts davon. „Wir haben unseren Weg gemacht“, stellt Inge ganz richtig fest, „Ohne Gedöns. Ohne Anbiedern. Es ist alles von allein gelaufen.“ Mit 18 Jahren fing Klaus an, seine eigenen Lieder zu schreiben. Seinen ersten Song, den FC-Neupotz-Song auswendig zu lernen, ist heute fast schon Voraussetzung für jede FC-Neupotz-Mitgliedschaft. Etwa zur selben Zeit entschied sich Inge, ganz für Erich und die Kinder da zu sein. Sie gab ihren Beruf auf und musizierte die nächsten Jahre vornehmlich im Kreise der Familie oder mit Freunden. Das Duo legte eine Pause ein. Als die Kinder größer waren und die Bühnen wieder riefen, wurde aus den „Geschwistern Hammer“ das „Hoffmann-Hammer-Trio“. Erich stieg auf die Idee von Heini Hammer mit ein und untermalt seither die musikalischen Auftritte mit Pfälzer Mundart. Heini arbeitete damals bei der Raiffeisenkasse Herxheim und war mit der Planung des 100-jährigen Jubiläums beschäftigt, bei dem Inge und Klaus, als Vorband der „Wildecker Herzbuben“ auftreten sollten. Und er wusste, wie die meisten im Dorf: Der Erich kennt sich mit der Pfälzer Mundart bestens aus. „Ich habe in der Schule schon einen Buchpreis gekriegt, von Frau Emmerling, für ein Gedicht, das ich vorgetragen habe.“, erklärt Erich, „Ich habe damals schon Gedichte vorgetragen und das war wohl auch bekannt im Dorf. Da ist der Heini auf die Idee gekommen und hat gesagt: ‚Da könnten doch Inge und Klaus singen und du machst ein paar Gedichte dazu‘.“ Die Idee war geboren und kam nicht nur beim Publikum gut an. Auch die drei stellten fest, dass sie nicht nur in der Familie, sondern auch auf der Bühne gut zusammen funktionierten. Im November 2024 erhielt Erich für seine Mundart-Gedichte die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz für seinen Einsatz um den Erhalt und die Pflege des Pfälzer Dialekts. Das Konzept „Chansons gepaart mit Pfälzer Art“ geht auf. Das Hoffmann-Hammer-Trio ist heute eine feste Größe in der Pfalz. Mit eigenen Liedern füllen sie ganze Bücher und CDs. Politisch bewegende Fragen aber auch ganz persönliche emotionale Themen behandeln die drei in ihren Liedern und Texten. Wichtig ist für alle drei: niemals stehen zu bleiben. Sich immer wieder neu zu erfinden. „Klaus hat ja ein Lied ‚Aufbruch‘. Das passt grad zu uns.“, sagt Inge und lacht, „Wir probieren immer wieder was Neues.“ Von Alica Heid Klaus Hammer und Erich und Inge Hoffmann


48 Ortsrufanlage Das Team „Ortsrufanlage“ leistete großartige Arbeit und lässt die Fanfare wieder erklingenWenn die „Fanfare aus Capriccio Italien op.45“ in den Straßen von Neupotz erklingt, wissen die Einheimischen sofort, dass Informationen der örtlichen Vereine und auch Geburtstagswünsche übermittelt werden. Seit 1960, mit der Inbetriebnahme der Anlage, war das Gewohnheit im Dorf. In den letzten fünf Jahren verstummten jedoch die Lautsprecher im Hardwald und auch im Dorf fiel das ein oder andere Gerät dem Zahn der Zeit zum Opfer.Um dies zu ändern, riefen die Gemeindevertreter im August 2024 freiwillige Helfer auf den Plan, die Interesse haben, sich den Problemen der Ortsrufanlage anzunehmen und dieses historische Kulturgut erhalten wollen. Schon vier Wochen später fand ein erstes Treffen im Rathaus statt. Mit Klaus Werling, Andre Petzke, Philippe Strasser, Bernd Stein und Michael Kropp fanden sich fünf Freiwillige mit einem breiten technischen Wissen, die auch gleich vor Ort die bestehende Sendeanlage begutachteten. Nach einer ersten Einweisung durch die Firma Thomas aus Rheinzabern, legte das Team gemeinsam erste Maßnahmen fest. So sollte eine Bestandsaufnahme stattfinden, denn Unterlagen und Netzpläne zur bestehenden Anlage gab es keine oder nur unzureichend. Anfang November 2024 begann man mit Begehungen im Gebiet zwischen der Grundschule und der Straße Im Weidfeld. Gleichzeitig konnte man dort auch schon die Fehler und Störungen erfassen und Lautsprecher austauschen. Im Frühjahr 2025 machte sich das Team dann an die weiteren Reparaturen in diesem Bereich. Zum Teil wurden alte Lautsprecher durch neue ersetzt, ein Großteil konnte aber durch Klaus Werling repariert werden. Gleichzeitig mit dem Austausch wurden auch alle Masten mit Kunststoffkappen bestückt, so dass der Witterungseinfluss eingeschränkt werden konnte. Im Anschluss an den erfolgreichen Einsatz im Dorf, wollte das Team nun an die Wiederherstellung der Strecke zum Hardtwald gehen. Bei einer ersten Prüfung konnte man feststellen, dass die Erdkabelverbindung auf der bestehenden Trasse von der Rheinzabernerstraße bis zum Spielplatz im Hardtwald unterbrochen war. Hier konnte Ludwig Xander, der noch einiges Wissen zur Lage und Verlauf der Kabeltrasse hatte, unterstützen. Mit Hilfe eines speziellen Kabelsuchgerätes, das die Pfalzwerke dem Team kostenlos zur Verfügung stellte, konnte Bernd Stein den genauen Trassenverlauf festlegen und auch den Ort der Unterbrechung finden. Auf einer Länge von ca. 50 Metern war das Kabel im Bereich Erlenhof/Erlenbach unterbrochen und musste ersetzt werden. Das Ersetzen des Kabels war aufwendig und konnte nur durch einen größeren Einsatz gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde realisiert werden. Innerhalb eines Tages wurde die komplette Strecke von Philippe Strasser frei gebaggert und vom ganzen Team wieder eingeebnet. Ein neues Kabel wurde verlegt und mit der Bestandsstrecke verbunden. Damit war sichergestellt, dass rechtzeitig zur Neupotzer Kerwe das Team gemeinsam mit Friedel Burger (Sprecherin der Ortsrufanlage) und Bürgermeister Stefan Gehrlein die Wiederinbetriebnahme der Ortsrufanlage feiern konnte. Aber auch nachdem dieser Meilenstein gelang, bleibt für das Team noch einiges zu tun. Es müssen noch weitere Lücken geschlossen werden, bis endlich wieder alle Lautsprecher in Neupotz die bekannte Fanfare spielen und die Neuigkeiten verbreiten können.Philippe Strasser und Klaus Werling beim Austausch von LautsprechernMithilfe eines Kabelsuchgerätes wurde der Verlauf der Kabeltrasse ausfindig gemachtDas Team leistet großartige Arbeit und ermöglicht die Wiederinbetriebnahme der Ortsrufanlage im HardtwaldDas Team bei der Wiederinbetriebnahme. v.l.n.r. Andre Petzke, Philippe Strasser, Friedel Burger, Michael Kropp, Bernd Stein, Stefan Gehrlein und Klaus Werling.


49 TCN Ein sportlich sonniges Jahr beim Tennisclub NeupotzSaisonauftakt und MedenrundeEin lebendiger Verein mit starkem ZusammenhaltMit der Mitgliederversammlung Anfang März startete der Tennisclub Neupotz (TCN) ins Jahr 2025. Mit 271 Mitgliedern, davon 128 Aktiven sowie 54 Kinder und Jugendliche, zeigt sich der Verein weiterhin bestens aufgestellt. Besonders erfreulich: Die große Bereitschaft der Mitglieder, sich bei Pflege, Instandhaltung und Bewirtung einzubringen, macht den Club zu einem echten Gemeinschaftsprojekt.Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle auch allen Sponsoren und Unterstützern, ohne deren Hilfe viele Projekte und Veranstaltungen nicht möglich wären.Sportliche Bilanz – Aufstiege, Durchhaltevermögen und neue PerspektivenDas Jahr 2025 war für den Tennisclub Neupotz erneut geprägt von großem sportlichem Engagement und spannenden Begegnungen auf den Plätzen. Insgesamt gingen neun aktive Damen- und Herrenteams, darunter vier Spielgemeinschaften (SGs), an den Start.Erfolge und Meisterschaften:Besonders erfreulich verlief die Saison für die Herren 65, die in der B-Klasse die Meisterschaft feiern konnten. Ebenso glänzten die Herren 60, die den Aufstieg in die Südwestliga schafften. Ungeschlagen marschierte die Mannschaft durch die Saison: 7 Spiele, 7 Siege, 14:0 Punkte und ein beeindruckendes Matchverhältnis von 55:8. Damit darf sich das Team nun quasi RheinlandPfalz-Meister nennen und spielt künftig in der zweithöchsten deutschen Spielklasse der Herren 60.Abstiege:Nach dem Aufstieg im Vorjahr mussten die Herren 40 in dieser Saison leider den umgekehrten Weg antreten. Trotz engagierter Leistungen und vieler enger Partien musste die Mannschaft unglücklich wieder in die B-Klasse absteigen – in vier von fünf Begegnungen fiel die Entscheidung jeweils mit 4:5 denkbar knapp aus, sogar gegen den späteren ungeschlagenen Meister aus Waldsee.Klassenerhalt:Alle übrigen Teams konnten ihre Klassen erfolgreich halten. Damit zeigt sich, dass der TCN sportlich breit und stabil aufgestellt ist – ein Zeichen für eine gesunde Vereinsstruktur und funktionierende Teamarbeit.Ausblick für 2026:Besonders erfreulich ist, dass die bisherigen U18-Jungs den Schritt in die Aktivität wagen und künftig als neue Herrenmannschaft (4erTeam) an den Start gehen.Das bisherige Herrenteam wiederum schlägt ein neues Kapitel auf: Es tritt künftig als Herren 30 Spielgemeinschaft mit dem TC Rülzheim an.Vereinsmeisterschaften:Auch die vereinsinternen Meisterschaften sorgten wieder für tolle Matches und gute Stimmung:Herren Einzel: Florian GehrleinDamen Einzel: Nele GehrleinHerren Doppel: Paul Gundermann & Nevio RangDamen Doppel: Regina Burk & Christel Cloos-SeelingerMixed Doppel: Roland Heid & Christel Cloos-SeelingerDamit bleibt der TCN sportlich dynamisch, zukunftsorientiert und bestens aufgestellt für die kommende Saison.Jugend – unsere Zukunft auf dem PlatzDer Nachwuchs beim TCN ist akitv und engagiert. Vier Jugendmannschaften traten in der Saison an:U18 Jungen (B-Klasse)U15 Mädchen (B-Klasse)U15 Jungen (C-Klasse)U12 gemischt (B-Klasse)Höhepunkt des Sommers war wieder das beliebte Tenniscamp in der letzten Ferienwoche. 18 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren verbrachten hier sportlich aktive Tage – mit viel Spaß, Spiel und Bewegung.Ein großes Dankeschön gilt Markus Diehl, der nicht nur alle Jugendmannschaften trainiert, sondern auch das Camp mit großem Engagement, zusammen mit der Jugendwartin Melanie Lösch organisiert und geleitet hat. Sein Einsatz trägt maßgeblich dazu bei, dass der Nachwuchs des TCN so motiviert und erfolgreich auftritt.Auf dem Bild stehend v.l.n.r.: Uli Heinze, Thorsten Arnold, Dirk Herwegen, Thorsten Wolz, Joe Braun – knieend v.l.n.r.: Werner Bart, Roland Heid, Albrecht Götz, Bruno Burk


50 27. Helmut-Felder-Doppelturnier – Sport, Spannung und SonnenscheinIm Juli war es wieder soweit: Das traditionsreiche Helmut-Felder-Doppelturnier ging in seine 27. Auflage. 20 Doppelpaarungen boten auf den Neupotzer Plätzen hochklassigen Tennissport.Bei den Herren setzten sich die Brüder Daniel und Dominik Weiner aus Godramstein durch, bei den Herren 50 siegte der Neupotzer Vereinstrainer Markus Diehl mit Partner Michael Helmboldt aus Baden-Baden souverän.In der Klasse Herren 60 sicherten sich Markus Bart (STK Garching) und Karl-Heinz Klapper (Mutterstadt) den Titel.Der Vorsitzende Roland Heid nahm gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Gehrlein und MdL Florian Bellaire die Siegerehrung vor – ein gelungener Abschluss eines perfekt organisierten Turniers, das einmal mehr zeigte, wie viel Herzblut im TCN steckt.Wenn die Netze fallen fliegen die PfeileKaum sind im Herbst die Tennisnetze abgebaut, werden im Clubhaus die Dartscheiben aufgehängt. Seit Ende Oktober herrscht dort wieder reger Betrieb. Die Abende werden liebevoll von den „Grauen Eminenzen“ – den aktiven Ruheständlern des Vereins – organisiert.Neben zwei Turnieren pro Abend gibt es stets ein kleines Essensangebot und viel gute Laune. Das Punktesystem sorgt für sportlichen Ehrgeiz, die Geselligkeit für beste Stimmung. Diese Dartsabende tragen erheblich dazu bei, dass der Vereinsgeist auch in den Wintermonaten lebendig bleibt. Besucher sind immer willkommen.Nachhaltig in die Zukunft – die neue PV-AnlageEin wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit war im Jahr 2025 die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheims des TCN. Schon länger trug sich der Vorstand mit diesem Gedanken – schließlich passt die Nutzung der Sonnenenergie perfekt zu einem Sport, der hauptsächlich in den hellen Monaten betrieben wird.Allerdings waren die baulichen Voraussetzungen zunächst alles andere als ideal. Die Lage des Stromzählers und die Leitungsführung stellten den Verein und die ausführende Firma vor einige technische Herausforderungen.In dieser Situation bekam der TCN unerwartet tatkräftige Unterstützung: Bürgermeister Stefan Gehrlein ließ es sich nicht nehmen, persönlich auf der Anlage vorbeizuschauen. Er verschaffte sich dabei einen tiefen technischen Einblick in die Planung – und gab dem Errichter der Anlage entscheidende Hinweise, die die Umsetzung deutlich vereinfachten. Mit einem Augenzwinkern darf man sagen: „Das gehört eigentlich nicht zu den klassischen Aufgaben eines Bürgermeisters“ – aber der TCN hat sich sehr über diesen „technischen Einsatz vor Ort“ gefreut.Nicht zuletzt wegen der Unterstützung durch den Sportbund und die Gemeinde Neupotz konnte die Anlage schließlich im Juli in Betrieb genommen werden. Schon wenige Monate später zeigen sich spürbare Einsparungen beim Stromverbrauch – und der Verein ist stolz darauf, nun auch in Sachen Energieeffizienz ein Stück Zukunft auf seine Anlage geholt zu haben.Neue Trendsportart beim TCN – Neupotz spielt PickleballEine frische Brise weht seit diesem Jahr über die Anlage: Pickleball ist beim Tennisclub angekommen!Initiiert von Thorsten Wolz, der diese dynamische Sportart aus den USA mitbrachte, wurde kurzerhand ein Spielfeld an der Ballwand markiert und mit Schlägern und Netz ausgestattet. Schon nach kurzer Zeit fanden sich zahlreiche Mitglieder, die Spaß an dieser Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis fanden. Das Spiel überzeugt durch einfachen Einstieg, geringere körperliche Belastung und hohen Spaßfaktor – ideal also für alle Altersgruppen. Über den Winter wird in Sporthallen weitergespielt, und auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen, den neuen Trendsport auszuprobieren.Anfragen hinzu bitte an: [email protected] Tennisclub Neupotz blickt auf ein ereignisreiches, erfolgreiches und innovatives Jahr 2025 zurück. Neben sportlichen Erfolgen und nachhaltigen Projekten zeigt sich: Gemeinschaft, Engagement und Offenheit für Neues sind die Trümpfe dieses Vereins – und machen ihn zu einem festen Bestandteil des Dorflebens in Neupotz.Publikum beim Helmut Felder Doppelturnier Siegerehrung beim Helmut Felder Turnier


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