Kirmeswetter bereitet hatte –
seine Schleusen. Die Vorgebirgs-
sterne gewährten dem
„KirmesGerichtsHof“ jedoch
„Notunterkunft“ in ihrem Zelt,
so dass zwar ein wenig beengt,
aber dafür trocken verhandelt werden
konnte.
Wer sonst als der Paias konnte für diesen
Sturzregen verantwortlich sein (jetzt
wissen wir auch, wofür er bei der Messe
am Sonntag gebetet hatte!), da er of-
fensichtlich hoffte, auf diese Weise der
befürchteten Strafe des Verbrennens zu
entgehen.
Zufällig zog sich auch bei vielen anderen
Anklagepunkten das Thema Wasser wie
der sprichwörtliche „rote Faden“ durch
die Gerichtsakten: Beim Martinsfest im
November etwa habe er, so der Vorwurf,
das Holz zuvor befeuchtet, so dass das
traditionelle große Feuer am Schluss
des Umzuges – zur Enttäuschung vieler
Kinder – nur sehr zögernd aufloderte.
Weiterhin bei dem – eindeutig vom Pai-
as verursachten – Vorfall, der zu Beginn
des Jahres den Keller des Pfarrheims
unter Wasser setzte, um die erfolgreiche Messdiener- und
Büchereiarbeit zu behindern und gar noch eine Erneuerung
der Küche erforderlich machte.
Zu verantworten habe er aber auch Wasser ganz anderer
Art, nämlich die Tränen der Bewohner von der Aachener
und Bonner Straße, die diese an Karneval vergossen, als
der Paias einfach den Weiberfastnachtszug umdirigierte,
indem er diese beiden Straßen aus dem Zugweg strich.
Oder anlässlich des „Tag der offenen Tür“ der Freiwil-
ligen Feuerwehr – dem wohl wichtigsten Verein einer
Ortschaft, auf deren Hilfe jeder einmal angewiesen sein
kann – als der Paias für genau dieses Datum einen
„Verkaufsoffenen Sonntag“ und das begleitende „Ge-
werbefest“ in den städtischen Veranstaltungskalender
eintragen ließ.
Nach umfassender Würdigung aller durch Staatsanwältin Fine vorge-
tragenen Anklagepunkte sowie Abwägung der Gegenargumente von Verteidiger Marco
und Frau Paias „Noch-Nicht-Witwe“ Sandra kam das Hohe Kirmesgericht unter Vorsitz
von Ernst jedoch zu dem unvermeidlichen Schuldspruch und dem Urteil „Tod durch
Verbrennen“, das gleich im Anschluss vollstreckt wurde. Nach Meinung des Berichter-
statters wäre ja gerade in diesem Jahr als Strafe „Tod durch Ersäufen im Möllebaach“
viel angemessener gewesen … (Text: Wilfried Schwarz, Kolpingsfamilie Roisdorf)
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In dankbarer Erinnerung
gedenken wir unseren
verstorbenen Tollitäten,
Mitgliedern und Förderern.
Impressum
Karnevalsspiegel 2018
der K.G. Vorgebirgssterne Roisdorf e. V. 1974
Herausgeber: K.G. Vorgebirgssterne Textbeiträge:
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Gestaltung: Olaf Bretschneider Fotos:
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