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Post 2019_mit_Umschlag_neu_mittlere

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Published by MGV 1840 Lampertheim e.V., 2020-02-11 16:48:36

MGV-Post 2019

Post 2019_mit_Umschlag_neu_mittlere

Crescendo, unter der Leitung von Nach Camille Saint-Saëns
Thomas Braun, dürfe gleich nach sei- „Tollite hostias“ aus „Oratorio
nem Auftritt mit Beifall bedacht werden. de Noel“ flitzen einige Sänger
Und das taten die Zuhörer denn auch zur Empore. Denn dort geht es
gerne und belohnten die kleinen Sän- später mit dem Männerchor
ger für die hübsche Darbietung mit weiter. Vorerst begeistert der
kräftigem Applaus. Frauenchor mit Josef Rhein-
bergers „Inclina Domine“, den
Thomas Braun an der Orgel
begleitet. Wie auch „Die Kö-
nige“, die wandern aus Mor-
genland, aufgeschrieben von
Peter Cornelius und bearbeitet
von Franz Josef Siegel, präsentiert
vom Frauen- und Männerchor. Elisa-
beth Seidl hat eine mitreißende Art, ge-
paart mit ihrer Liebe zur Musik. Der ge-
wissenhaften Dirigentin liegt der Chor-
klang sehr am Herzen. Zwei Lieder

Ob für „Macht euch bereit“ von
Rolf Zuckowski oder „Zünd ein
Licht an“ von Kurt Mikula, Braun
hatte den Gesang und eine leb-
hafte Choreografie einstudiert.
Den Auftakt des Konzertes
übernahm das Lampertheimer
Kammerorchester (LKO), dass
Iveta Schober führt.

Talentierte Solisten lässt sie neu anstimmen, damit sie voll
Tim Karb (Trompete), Thomas Billau zur Geltung kommen. „Zu Bethlehem
(Trompete) und Eva Billau (Flöte) und geboren“ ist eines der populärsten
Orchestermitglieder lassen Antonio Vi- Weihnachtslieder. Die Bearbeitung für
valdis Concerto für zwei Trompeten, den Männerchor stammt aus der Feder
RV 537, erklingen. Das Doppelkonzert von Siegel. Beim nächsten Lied-Set
ist eine festliche Komposition mit sich können sich die Konzertbesucher da-
entfaltenden Motiven des ersten Sat- von überzeugen, wie produktiv der Zu-
zes. Der dritte Satz (Allegro) ist im sammenschluss von Chören sein
zweiten Konzertteil zu hören. kann, denn neben den angestammten
MGV-Formationen sind auch die Pro-
Mit dem Weihnachtslied „Freu dich Erd jektchöre zu hören. Vom Gemischten
und Sternenzeit“ des Komponisten Ja- Chor erklingt mit fröhlichem Gesang
kob Christ erfreut der Chor Joyful.

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„Hell vom Turm die Glocken künden“ auszubilden. Zum Beispiel Zuversicht
des Komponisten Manfred Bühler. und Lebenszufriedenheit.

„Jubilate, Exsultate“, von Victor C. Während dann das Männerensemble
Johnson, für gemischten Chor und trei- mit dem Trommellied des Chormusik-
bender Klavierbegleitung passt gut Komponisten Wolfgang Lüderitz ent-
zum Chor Joyful. Und da jetzt Elisa- zückt und den Sängern das „Ram, ram
beth Seidl in die Tasten greift, über- pam pam pam“ über die Lippen springt,
nimmt die Sängerin Marleen Trapp das verteilten sich die Sängerinnen im Kir-
Dirigat. cheninnenraum. Das „Lobt den Herrn

Pfarrerin Sabine Sauerwein betritt die der Welt“ des englischen
Kanzel und liest „Das Verschwinden Komponisten des Barocks,
der Vorfreude“ des Autors Till Raeder: Henry Purcell, dessen Werk
„Alles auf einmal zu wollen ist das Ge- von Willy Trapp bearbeitet
genteil von freudiger Erwartung. Lieber wurde, erkling aus allen
jeden Tag ein anderes Stück Schoko- Chormitglieder-Kehlen, in
lade hinter den Türchen des Advents- Unterstützung des LKO und
kalenders als alle auf den Bläsern. Elisabeth Seidl
einmal. Weil wir vor steht im Mittelgang und diri-
Weihnachten etwas tun, giert nach allen Seiten.
was wir so gut wie ver-
lernt haben, wir zelebrie- Holger Schneibel richtet sei-
ren Vorfreude.“ Mit dem nen Dank an „cultur commu-
Fazit: Vorfreude werde nal“, die Lukasgemeinde, ins-
gebraucht. Das Gehirn besondere Pfarrerin Sauerwein und an
ernähre sich geradezu die Gesamtleiterin Seidl. Nicht zu ver-
von Vorfreude. Sie gessen die Hauptakteure für ihre wun-
diene ihm dazu, positive dervollen Liedbeiträge und den Musi-
Fähigkeiten kern für ihr ausgezeichnetes Spiel. Das
„O Du Fröhliche“ wird gemeinsam mit
den Besuchern des Weihnachtlichen
Singens intoniert. Das Publikum

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bedankt sich am Schluss mit stehen- Kameraden des Feuerwehrvereins zu
dem Applaus. verdanken. Sie halten einen kleinen
Imbiss bereit, dass die Konzertakteure
Damit der Abend ein unvergessliches nutzen, um nette Gespräche zu füh-
Erlebnis werde, ist auch den ren. roi

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Weihnachtliches Singen 2019 Programm

Lampertheimer Kammerorchester LKO –Concerto für 2 Trompeten 1.Satz RV537 Vi-

valdi

Crescendo Weihnachten weltweit

Macht euch bereit

Wieder naht der heil’ge Stern

Zünd‘ ein Licht an

Joyful Freu dich Erd und Sternenzelt
mit LKO Tolite Hostias

Besucher/Chöre/LKO Tochter Zion

Frauen/Orgel Inclina Domine
Frauen Engel haben Himmelslieder angestimmt

Männer/Frauen/Orgel Die Könige

Männer Zu Bethlehem geboren

LKO/Solisten Concerto für 2 Trompeten 3. Satz

Gemischter Chor Ave Maria
O Freude über Freude
Hell vom Turm die Glocken künden

LKO+Solist Haydn Trompetenkonzert 2. Satz

Joyful / LKO Christmas Lullaby
Joyful/Klavier Jubilate Exultate

Pfr. Sabine Sauerwein Lesung

Männer Advent, Advent
Hirtenlied
Süßer die Glocken nie klingen

LKO Palladio

Frauen Herbei o Ihr Gläubgen
Frauen/Orgel Dona nobis pacem

Männerensemble Trommellied

Alle / Bläser Lobt den Herrn der Welt
Zugabe Alle O du fröhliche

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Traditioneller Jahresabschluss: Hausmacher Wurstessen

Am Sonntag, den 29. Dezember 2019

Alle Jahre wieder – ein erfolgreiches Wurstessen

Eine Traditionsveranstaltung des MGV dem Jahre 1880 Heimat des MGV1840 ist
1840 ist das Hausmacherwurstessen kurz und an unsere Dirigentin Elisabeth Seidl.
vor Jahresende im Darmstädter Hof. Inhalt
und Ablauf der Veranstaltung orientieren Nach dem Essen wurde natürlich auch ein
sich immer noch an ihren historischen Wur- kleines Programm geboten. Gottfried Senf-
zeln. Die liegen im gegenseitigen Aushel- tner, mit Gitarre bewaffnet und Lu Grieshei-
fen mit Nahrung am Silvesterabend nach mer hatten zwei Gassenhauer umgedichtet
Kriegsende. Bauern und Bäcker spendeten und brachten das Publikum ordentlich in
Wurstwaren und Brot, ein Paradebeispiel Stimmung. Aus Müller-Westernhagen’s
für Solidarität, wie es in der Vereins-Chro- „Lass uns leben“ wurde „Lass uns singen“
nik steht. und ein „Lewwerworscht-Lied. Danach be-

Ein proppenvoller Saal (es mussten noch wies Fritz Medert sein Unterhaltungstalent
Zusatztische herbeigeschafft und deko- mit kleinen Episoden aus Alt-Lamperthei-
riert werden) bewies, dass das Interesse mer Zeiten und dem schon legendären
an der Veranstaltung ungebrochen ist, ob- „Wenn ich nachts vunn der Kneip hoam
wohl die Hungerjahre lange her sind. Das geh“. Die Lacher waren auf seiner Seite.
gesellige Beisammensein steht im Vorder-
grund - das deftige Essen von der Metzge- Dann kam aber die Tradition wieder zu ih-
rei Speicher wird aber weiterhin serviert. rem Recht. Der Männerchor unter Fritz
Über dem Saal schwebte ein Sauerkraut- Medert trug das Lied vor, das man schon
duft, dazu gab es Leberknödel, Haxen, ge- immer zum Abschluss des alten Jahres ge-
grillter Schweinebauch, Hausmacherwurst sungen hatte: „Heilige Nacht, o gieße…“
und Käse, serviert von Lilo Kirst mit ihrem von Ludwig van Beethoven – feierlich und
Helferteam. Ohne diese wäre die Durchfüh- mehrstimmig – und natürlich den feierli-
rung eines solchen Festes nicht vorstellbar. chen „Frieden“, wobei die Sehnsucht nach
letzterem in unseren unruhigen Zeiten sehr
Vereinsvorsitzender Holger Schneibel war groß ist. Das Publikum war gerührt….
sichtlich zufrieden und konnte viele Mitglie- DZ
der mit ihren Familien begrüßen. Ein ganz
spezieller Dank ging an die Familie
Schmidt vom Darmstädter Hof, der seit

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Elisabeth Seidl – Alles eine Frage der Erziehung

Ein Bericht aus der Lampertheimer Zeitung von Meike Paul

Elisabeth Seidl, MGV-Chorleiterin in Lampertheim, glaubt an ehrenamtliches En-
gagement: „Je früher man Kinder an Kunst heranführt, je zeitiger man ihnen
Wege bietet, die eigenen Talente zu erforschen, umso mehr nimmt es Einfluss
auf ihr späteres Leben.“

Alte Werte wahren und Musik treiben – für Elisabeth Seidl gehört das einfach zu-
sammen. Die Chorleiterin des Männergesangvereins Lampertheim glaubt fest da-
ran, dass Vereins-Engagement noch immer eine Frage der Erziehung ist. „Wer
früh die Gemeinschaft zu schätzen lernt, wer sich mit Menschen mit ähnlichen In-
teressen auszutauschen weiß, für den stellt sich die Frage nach dem Vereinsster-
ben nicht“, ist sich die Klavier-Virtuosin sicher.

Nur leider würden sich Men-
schen in der heutigen
schnelllebigen Zeit nur noch
selten und ungern binden.
Als Mutter dreier Kinder –
Eva (23), Franziska (20) und
Thomas (15) – war es Seidl
daher wichtig, ihre eigene
Freude an der Musik und
dem Austausch mit anderen
Menschen zu vermitteln. „Je
früher man Kinder an Kunst heranführt, je zeitiger man ihnen Wege bietet, die ei-
genen Talente zu erforschen, umso mehr nimmt es Einfluss auf ihr späteres Le-
ben.“

Zufrieden, aber etwas abgekämpft sitzt Elisabeth Seidl an ihrem Flügel. Im vierten
Stock des Bauernhauses hat sie ihr Musikstudio eingerichtet. Unzählige Noten-
blätter türmen sich auf dem Tisch. Das Meiste aber spielt die Chorleiterin frei aus
dem Gedächtnis. Weil sie sich als kleines Mädchen das Spielen nach Gehör
selbst beibrachte, entschieden die Eltern, sie schließlich im Klavierunterricht an-
zumelden. Das war damals im schwäbischen Böblingen. Ursprünglich stammt die
Familie aber aus Böhmen. „Mein Vater war immer sehr musikalisch. Sang in
gleich mehreren Chören“, erinnert sich Seidl heute mit glänzenden Augen. Seine
lebensbejahende Art hat sie sich bis heute zum Vorbild genommen. „Er fand dort
schnell Anschluss, liebte es, unter Leute zu gehen.“ Das habe auch der kleinen
Elisabeth imponiert und gezeigt, dass Musik Menschen verbindet. Ein Examen in
der Schulmusik war da für sie unabdingbar. „Ich wollte aber mit Menschen arbei-
ten, die Spaß am Musizieren haben. In der Schule ist das ja für manche eine
Pflichtveranstaltung“, erklärt Seidl, weshalb sie noch weitere Ausbildungen und

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Kurse anschloss. Bis heute nimmt sie sogar selbst Gesangstunden. „Ich finde,
eine Chorleiterin sollte auch singen können. Wenn ich vorquietsche, dann über-
nehmen das auch die Sänger. Und das will ich auf keinen Fall!“

Hätte es für sie nicht geklappt, mit Chören und Orchestern zusammenzuarbeiten,
dann hätte sich die 55-Jährige auch eine Karriere im medizinischen Bereich vor-
stellen können. „Ein musikalisch-therapeutischer Ansatz. Eine Atem-Sprech-
Stimmlehre“, wie sie sagt. Beworben hatte sie sich sogar. Machte die Aufnahme-
prüfung. Doch die Ausbilder waren von ihrer Musikalität damals so begeistert,
dass sie ihr zur Ausbildung als Gesangssolistin rieten. „Heute bin ich das. Ich
gebe klassische Konzerte, singe auf Hochzeiten oder in Kirchen.“ Dazu leitet
Seidl die vier Chöre des Lampertheimer MGV. „Das ist großartig. Aber man muss
natürlich auch sehen, dass man davon leben kann. Die Musikalität, der Glaube
und reines Wunschdenken reichen da leider nicht aus.“ Bei Elisabeth Seidl aber
hat sich alles gefügt.

In ihrer wenigen Freizeit greift sie sogar noch ihrem Gatten Wilfried unter die
Arme. „Ich helfe bei den Kühen im Stall. Manchmal singe ich denen auch was
vor“, sagt sie lachend. Denn Milchkühe seien ruhig und friedlich, würden sanfte
Töne schätzen.

Traurig ist Elisabeth Seidl allerdings darüber, dass es in der Spargelstadt noch
keine Kulturstätte gibt. „Da sollten sich die Verantwortlichen ein Beispiel an Het-
tenleidelheim oder Reichelsheim nehmen“, findet sie. Dort würden Hallen mit Par-
kett, Bühne und Empfangsräumen begeistern. „Wenn wir in Lampertheim Kon-
zerte spielen, dann werden wir Musiker zu Bühnen-Roadies, müssen unser
Equipment selbst schleppen und aufbauen. Es sind ja doch immer dieselben, die
sich da engagieren.“ Dass diese Arbeiten neue potenzielle Vereinsmitglieder vor
einem Beitritt abschrecken, kann sie sich gut vorstellen. „Die Zeit ist knapp. Die
Leute wollen sich nicht mehr binden, und dann gibt es nicht mal erforderliche
Rahmenbedingungen? Eigentlich müssen wir uns nicht wundern.“

Wann immer Elisabeth Seidl mal gestresst ist, sich in ihrem Bett verkriechen und
die Decke einfach nur über den Kopf ziehen möchte – „auch ich bin ja nur ein
Mensch“ –, tritt sie den Gang zum Piano an. „Sobald Töne erklingen, sobald Men-
schen singen, dann bin ich wieder gut gelaunt und glücklich.“

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Runde Geburtstage 2020

Fehler bei der Pflege unserer Mitgliederdaten sind nie ganz auszumerzen. Sollten wir hier
jemanden nicht oder aber mit dem falschen Datum erwähnt haben, so bitten wir dies zu
entschuldigen und gleichzeitig um entsprechende Information zur Korrektur unserer Mitglie-
derkartei! Auch kann es vorkommen, dass Mitglieder den Wunsch geäußert haben in dieser
Aufstellung nicht genannt zu werden.
Korrekturwünsche an Claudia Schneibel Tel. 156 115 oder Dieter Zehfuß, Tel. 54 025.

2.4.20 Kresser, Florentine 4 jüngstes Mitglied

14.7.20 Ihrig, Helmut 98 ältestes Mitglled

Januar 8.7.20 Schmidt, Helga 80
11.1.20
16.1.20 Haase, Christel 80 13.7.20 Weyrich, Ingrid 80
20.1.20 Keller, Heinrich 75
20.1.20 Kornetzky, Regine50 16.7.20 Kirchenschläger, Elke 60
27.1.20 Steffan, Herbert 80
Sebastian, Ruth 90 August
2.8.20 Griesheimer, Carmen 60

Februar Fritzsche, Kerstin 60 September 90
3.2.20 Strubel, Heinz 80 12.9.20 Hoffmann, Lilo 75
20.2.20 Steinmetz, Walter 80 12.9.20 Steffan, Helmut 50
27.2.20 22.9.20 Mayer, Sabine 80
24.9.20 Schollmeier, Helmut 80
März 29.9.20 Boxheimer, Gerda
1.3.20
24.3.20 Kuczinski, Klaus 75
25.3.20
25.3.20 Kärcher, Inge 80 Oktober
31.3.20
Hamm, Ralf 60 1.10.20 Jäger, Otto 80

Marquetant, Hubert 75 5.10.20 Henkel, Hugo 80

Menges, Gitta 70 23.10.20 Griesheimer, Margarete 80

25.10.20 Jirka, Judith 70

April November 50
1.4.20 Mayer, Alexander 50 13.11.20 Trapp, Andreas 80
16.4.20 Kettler, Hildegard 80 26.11.20 Wollbeck, Rudi

Juni Dezember
29.6.20 Würtemberger, Erika 80 7.12.20 Henke, Marianne
8.12.20 Hamm, Rolf
Juli 75
4.7.20 Schmidt, Karl-Heinz 70 80

Allen Geburtstagskindern und jene, die einen Ehrentag begehen, herzliche Gratula-
tion. Unseren kranken Mitgliedern wünschen wir gute Besserung und baldige Gene-
sung.

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63

wünschen wir allen Gästen und
Freunden unseres Hauses.

Internetzugang auf allen Zimmern,
10% auf Übernachtungspreis
für all Ihre Gäste
Familie Franz Schmidt

Hotel Darmstädter Hof, 68623 Lampertheim,
Wormser Straße 2, 06206 - 94 54 0
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