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Aus der Schweiz, aus Neuseeland und Südamerika erreicht bereits
gewaschene Wolle, in stark gepresster Form, die Spinnerei im Prättigau.
Egal, ob neue Trendfarben oder Farbwünsche von Kunden – mit Gelb,
Rot und Blau wird gemischt und ausprobiert, bis es stimmt.
S ie tragen vielverspre- gau umgesetzt. Für das Jahr 2019 Verlangen Kunden
chende Namen wie heisst die It-Couleur «Living pinke Wolle, braucht
Serenity / Rose Quartz, Coral», ein leuchtend warmes Christoph Vetsch
Greenery und Ultra Vio- Korallenrot mit goldenem Glanz. keine rosarote Brille
let. Manche machen nur Doch noch muss dieser lebensfrohe – das Meer von
ein Jahr lang von sich reden. Andere Ton von Christoph Vetsch, 44, erst frisch gefärbten
überdauern jeden Trend, sind wahre gemischt und ausprobiert werden. Woll ocken steht
Evergreens, wie beispielsweise Pink. Wie ihm bereits in der Ausbildung im bis zum Hals.
So zumindest in Pragg-Jenaz GR. zum Textilveredler gesagt wurde:
In der Wollspinnerei von Christoph «Färben ist keine Wissenschaft.
Vetsch wird nämlich nicht nur Färben ist eine Kunst.» Und diese
gesponnen, sondern auch gefärbt. will immer wieder aufs Neue er-
Unter anderem mit der of ziellen fahren werden. So lässt die Arbeit
Trendfarbe des Jahres. Denn was mit einem reinen Naturprodukt wie
das US-Farbinstitut Pantone in New Wolle manch überraschendes Resul-
Jersey vorgibt, wird auch im Prätti- tat zu. Als seine unumstrittene Un-
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Das Färben eines Naturprodukts
ist Segen und Fluch zugleich
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Die Kunst des Schwingens
Tanz der rohen
Krä e
Bodenhüfter, Kopfzug oder Überwurf? Fotograf Robert Huber
hat den Sport der Bösen richtig ins Bild gerückt. Eine Wucht!
Und Vorfreude auf das diesjährige Eidgenössische Schwing- und
Älplerfest in Burgdorf, das im Spätsommer statt ndet.
Fotos Robert Huber Text Marc Bodmer
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Arnold Thomas (oben)
wird von Laimbacher
Philipp mit einem
Schlungg überrascht und
nach unten gerissen.
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Obwalden / Berner Oberland
Alpenperle
Älggialp, Melchsee-Frutt, Engstlensee: Rund um den
geogra schen Mittelpunkt der Schweiz erleben Wanderer
atemberaubende Landschaften und fantastische Weitsichten.
Text Natascha Knecht Fotos Thomas Senf
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Zum Verlieben:
Der Engstlensee
(1850 m) vom
Schaftal gesehen –
mit Pfaffenhüöt
(3007 m, links) und
den Wetterhörnern
(ganz rechts).
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Heute ganz in Weiss:
Die Wirtschaft zum
Hohen Hirschberg
ist nur selten so dick
vernebelt. Drinnen
im warmen «Stöbli»
duftet es nach
frisch gebackenem
Schlorzi aden.
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Frisch aus dem Ofen
Der Bäcker
hat gerufen
Der «Höch Heschbeg», wie die Appenzeller sagen, ist ein Land-
gasthof mit eigener Backstube. Wir haben Vater und Sohn Eugster,
den Hütern von Ofen und Herd, über die Schulter geschaut.
Text Karin Oehmigen Fotos Winfried Heinze Styling Vera Guala
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Iberischer Felberich
(Lysimachia ephemerum)
und Himmelsbambus
(Nandina domestica)
in roter Herbstfärbung
im Frost vereint.
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Magischer Raureif
Im kalten Hauch
des Frosts
Im Winter, so denkt man, gibt der Garten nicht viel her.
Er ist begraben unter Schnee und Eis. Bis im März gibt es aber
immer wieder Tage, an denen König Frost die Natur verzaubert.
Text Andreas Honegger Fotos Jürgen Becker
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Früher Frost: Nach
einer kalten Nacht sind
Rizinus (rote Früchte
links im Bild), Chinaschilf,
rote Berberitze und
gelbe Rudbeckien vom
Raureif überkrustet.
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oc häl de au e , a e
di erste onnenstrah e
eite sc o da aue ei
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SUSANNE MÄRKI
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