Dank allen unseren Unterstützern+++Dank allen unseren Stadtteilmagazin für Neustadt-Neuschönefeld
Unterstützern+++Dank allen unseren Unterstützern und Volkmarsdorf
NEUSTÄDTER MARKT
JOURNAL
1/2015
MÄRZ - MAI
Dank allen unseren Unterstützern+++Dank allen unseren Dank allen unseren Unterstützern+++Dank allen unseren
Unterstützern+++Dank allen unseren Unterstützern Unterstützern+++Dank allen unseren Unterstützern
Cover_v März .indd 1 12.03.2015 16:43:46
1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 3
Guten Tag, Liebe Leser!
Vor wenigen Wochen sah es so aus, stadtteil auszudehnen. Die Verteilung
als müsste sich das Neustädter Markt wird in Volkmarsdorf über die Auslage
Journal für längere Zeit von Ihnen ver- in Geschäften, Vereinen und Institutio-
abschieden. Als kostenlose Stadtteil- nen erfolgen.
zeitung mit geringen Werbeeinnahmen,
auf öffentliche Fördermittel angewie- Die augenscheinlichste äußere Ver-
sen, drohte es dem kommunalen Rot- änderung, dürfte sein, dass wir uns mit
stift zum Opfer zu fallen. Kurz vor diesem Heft von unserem traditionel-
Weihnachten erreichte die Redaktion len Schwarz-Weiß-Druck verabschie-
dann die Meldung, dass das Journal für den und zukünftig in Farbe erscheinen.
das Jahr 2015 doch wieder Förderung
bekommen wird. Zu verdanken ist das Unsere Märzausgabe wird sich in-
in erster Linie dem öffentlichen Aufse- tensiv mit Vokmarsdorf befassen. So
hen, das die schwarze Dezemberaus- besuchten wir die Bewohner der
gabe erregte. Die Recherchen und Be- Wagenplätze an der verlängerten
richte der Leipziger Volkszeitung und Schulze-Delitzsch-Straße. Außerdem
Leipziger Internet-Zeitung blieben nicht gratulieren wir dem Sozialwarenhaus
ohne Wirkung. Wir danken an dieser in der Eisenbahnstraße zum fünf-
Stelle den Kollegen der LVZ und der jährigen Bestehen. Von stadtteilüber-
LI-Z, den Lesern die sich für das Neu- greifendem Interesse dürften dage-
städter Markt Journal einsetzten, aber gen die Berichte über die neuen Kin-
auch den Mitarbeitern imAmt für Stadt- dertagesstätten sein.
erneuerung und Wohnungsbau-
förderung, die bereit waren, Liebe Leser, gern nehmen wir Ihre
unsere Zeitschrift zu unterstützen. Veranstaltungshinweise und Termine
zur Veröffentlichung entgegen speziell
Angesichts der sich tendenziell ver- auch von den Akteuren in Volkmars-
schlechternden Förderbedingungen, hat dorf, mit denen wir bisher nicht in en-
der Bürgerverein Neustädter Markt e.V. gerem Kontakt standen. Ebenso freu-
als Herausgeber ein Konzept zur Kon- en wir uns über Anregungen zur Be-
solidierung beschlossen. richterstattung oder interessante Gast-
beiträge.
Die durch den Wechsel der Drucke-
rei frei werdenden Mittel werden dazu Alles in Allem sehen wir den neuen
verwandt die Auflage auf 5000 Exem- Herausforderungen und der Erweite-
plare zu steigern. Diese Erhöhung macht rung unseres Leserkreises mit Interes-
es möglich, das Journal zukünftig auch se entgegen und erneuern unser Ver-
in Volkmarsdorf zu verteilen und die sprechen vom Dezember, dem Leipzi-
Berichterstattung auf den Nachbar- ger Osten weiterhin eine vernehmbare
Stimme zu geben.
Henry Hufenreuter
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4 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Das ASW informiert
Im Quartiersmanagement Leipziger Rahmen des Verfügungsfonds für
Osten gibt es seit vergangenem Herbst den Leipziger Osten möchten wir in
ein neues Gesicht: Sandra Dietzel. Sie diesem Jahr einen inhaltlichen
vertritt noch das gesamte Jahr 2015 Schwerpunkt setzen. Wir laden Ver-
Paula Hofmann, die zum zweiten Mal eine und Initiativen ein, Projektvor-
Mutter geworden ist. Gemeinsam mit schläge einzureichen, die insbeson-
den „alten Hasen“ Matthias Schirmer dere zur Verbesserung des Zusam-
und Ralf Elsässer ist sie regelmäßig im menlebens unterschiedlicher so-
Fördergebiet unterwegs oder im QM- zialer Gruppen im Leipziger Os-
Büro in der Eisenbahnstr. 49 anzutref- ten beitragen.
fen, Tel. 35 13 79 13, E-Mail: sandra-
[email protected] Die Projekte sollten mindestens ei-
nes der folgenden Ziele verfolgen:
Verfügungsfonds: Projekte für
den Leipziger Osten gesucht • Abbau von Vorurteilen zwischen
unterschiedlichen sozialen, ethni-
Das Quartiersmanagement teilt mit: Im schen oder religiösen Gruppen
• Ermöglichung interkultureller Be
gegnung
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•Aufbau und Stärkung nachbar- jekte zur Gesundheitsvorsorge und
schaftlicher Beziehungen Prävention zur Verfügung. Inhaltliche
•Unterstützung von Nachbarschafts- Schwerpunkte sollten sein:
hilfe
Antragsteller sollten außerdem er- • Bewegung,
kennen lassen, dass sie gewillt sind, • Ernährung,
mit anderen Akteuren aus dem Stadt- • Suchtprävention,
teil zu kooperieren. Daneben gelten • Training sozial-emotionaler Kom-
die allgemeinen Anforderungen für petenzen
Anträge an den Verfügungsfonds (sie- Unterstützt werden können bei-
he www.leipziger-osten.de) – Projek- spielsweiseAktivitäten der Verhaltens-
te mit anderen Inhalten sind aber auch prävention in Verbindung mit der Ver-
weiterhin möglich. Neben dem Bud- änderung von Verhältnissen oder zur
get für nichtinvestive Projekte steht Multiplikatorenschulung oder zur Öf-
2015 wieder ein Fonds für kleine fentlichkeitsarbeit. Die Förderung er-
öffentlichkeitswirksame Investitionen folgt nach den Richtlinien für Präven-
zur Verfügung. tionsmaßnahmen der Krankenkassen
Stichtage für die Einreichung von (Sozialgesetzbuch V, § 20 – weitere
Projektvorschlägen sind in diesem Informationen zum Verfügungs-
Jahr: fonds Gesundheit: www.leipziger-
• 31.03.2015 osten.de).
• 31.05.2015 Vor einer Antragstellung wird drin-
• 31.08.2015 gend eine persönliche Beratung
Das Vergabeteam tagt jeweils rund anhand einer Projektidee empfohlen.
zwei Wochen nach einem Stichtag Anfragen hierzu nehmen das Quar-
und informiert dann kurzfristig über tiersmanagement oder die Koor-
die getroffenen Entscheidungen. Für dinierungsstelle Gesundheit entgegen.
Anfragen und Beratung steht das Anträge für den Verfügungsfonds
Quartiersmanagement Leipziger Gesundheit können fortlaufend ein-
Osten zur Verfügung. Info-Center gereicht werden; es gibt keine Stich-
Eisenbahnstraße, Eisenbahnstra- tage.
ße 49, Tel.: 35 13 79 13 oder E-Mail: Für Anfragen und Beratung:
[email protected] Quartiersmanagement Leipziger
Osten, Ralf Elsässer, Info-Center
Neu im Leipziger Osten: Eisenbahnstraße 49, Tel.: 35 13 79 13,
Verfügungsfonds Gesundheit e-Mail: [email protected]
HTWK Leipzig, Koordinie-
Die Krankenkassen AOK plus und rungsstelle Gesundheit, Ulrike
IKK classic stellen für den Leipziger Leistner, Eilenburger Str. 13, Tele-
Osten in diesem Jahr gemeinsam ei- fon: 30 76 32 41 oder E-Mail:
nen Verfügungsfonds für kleine Pro- [email protected]
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6 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Neue Kindertagesstätten in
Neustadt-Neuschönefeld
Marcusgasse 7: garten- und 60 Krippenplätze. Betrie-
Wenige Tage vor Weihnachten 2014 ben wird die von Investor/Bauherr
konnten die Kinder von Neustadt-Neu- Alexander Malios errichtete Einrich-
schönefeld (und Nachbarstadtteilen) tung von der Johanniter-Unfall-Hilfe
die ersten einer ganzen Reihe von e. V., die damit in Leipzig ihre erste
Betreuungsplätzen in neu entstehenden von drei geplanten Kindereinrichtungen
Kindertageseinrichtungen in Besitz übernimmt.
nehmen. Das „Familienzentrum Mar-
cusgasse 7“ – die erste neue Kita im „Wir legen besonderes Augenmerk
Leipziger Osten – bietet 120 Kinder- auf transkulturelle Familien”, machte
Wieland Keller, Regionalvorstand der
Hinter den Bullaugen in Foyer befindet sich Johanniter-Unfall-Hilfe, zur offiziellen
Kletterlabyrinth Einweihung am 8. Dezember deutlich.
In ihrem Umfeld liege die Kita da mit
Ein Blick über den Garten ihrem „offenen Konzept” genau rich-
tig: neben der deutschen Sprache sol-
len die betreuten Kinder auch ihre je-
weilige Herkunftssprache pflegen.
Überhaupt werde das hier „keine ganz
normale Kita.” Vielmehr verstehe sich
das Haus als „Treffort für Familien
mit einem deutlichen Lebenswelt-
bezug”, der sich gleichzeitig zum
Stadtteil öffnen werde.
Im zweigeschossigen Gebäude in
der Marcusgasse 7 mit seinen lindgrü-
nen Fluren und innen wie außen lila
Farbakzenten stehen dafür ideale
räumliche Bedingungen zur Verfügung.
Allein schon die große Eingangshalle
lädt zum Verweilen ein. Eine über die
gesamte Gebäudehöhe reichende ver-
kleidete Kletterwand, eine Eltern-
bibliothek und farbenfrohe Sitzecken
(allesamt dank einer großzügigen
Spende der Johanniter installiert) ge-
hen über die „normal übliche” Einrich-
tung hinaus.
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Kohlgartenstraße 9 / integrative Kita Hildegardstraße 56 ihre
Lutherstraße 4: Türen öffnen. Helle Flure und groß-
zügig geschnittene Räume hat die neue
Am 28. Januar wurde dort auf „der Kita, ein ebenerdiger Neubau, den Be-
größten Kita-Baustelle in Leipzig” dürfnissen von Kindern angepasst.
Richtfest gefeiert. Gleich zwei Einrich- „Überall im Haus gibt es einen weiten
tungen werden hier in Kürze insgesamt Blick“, beschreibt der künftige Kita-
240 Kindergarten- und 120 Kinder- leiter Daniel Kemp. „Miteinander ver-
krippenkindern Platz bieten. Die beiden bundene Zimmer und flexible, nicht
zweigeschossigen Gebäude wenige feststehende Möbel sorgen für diese
Schritte vom Friedrich-List-Platz sol- offene Atmosphäre.“ Die integrative
len voraussichtlich im Sommer in Be- Kita Hildegardstraße wolle sich als le-
trieb gehen. Die Kita Kohlgartenstraße bendiger Knotenpunkt im Stadtteil ver-
9 wird dann vom FAIRbund e. V. über- stehen und ein verbindendes Element
nommen, die Kita Luher-straße 4 von für die verschiedenen Nationen sein,
der OUTLAW gemeinnützige Gesell- die hier leben. Das zeige sich schon
schaft für Kinder- und Jugendhilfe im Eingangsbereich mit großzügiger
mbH betreut. Sitzlandschaft und Flatscreen, auf dem
in unterschiedlichen Sprachen alle
Die Resonanz auf die entstehenden wichtigen Informationen rund um die
Betreuungsplätze sei schon jetzt sehr Kita und Veranstaltungen zu lesen sein
hoch, nicht nur von Eltern. „Immer werden. „Wir sind ein Ort der Begeg-
mehr Firmen entscheiden sich, ihre nungen und planen auch ein
Mitarbeiter bei der Suche nach einem Elterncafé. Hier laden wir alle Famili-
Kitaplatz zu unterstützen“, berichtet en ein, sich kennenzulernen und aus-
Alexander Malios als Vertreter der hier zutauschen.“
investierenden König Immobilien
GmbH. Und nicht zu vergessen: Mit dem
gegenüber gelegenen Seniorenheim
Volkmarsdorf plant die Kita ein
generationenübergreifendes Mit-
einander, von dem beide Seiten profi-
tieren können.
Kita Kohlgartenstraße 9 vorm Atrium-Kom-
plex, links daneben steht (hier nicht im Bild)
die Kita Luherstraße 4
Hildegardstraße 56: Vor der neuen Kita wurde die Hilde-
Und noch einmal kommt die OUTLAW gardstraße extra zwischen Mariannen- und
gGmbH mit 180 Kinderbetreuungs- Schulze-Delitzsch-Straße verlängert.
plätzen, davon 56 für Krippenkinder,
ins Spiel. Im Mai 2015 soll die neue
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Rückblick auf die ersten zwei Monate im Pöge-
Haus und Ausblick aufs Frühlingsprogramm
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Das neue Jahr startete am 06.01.15 mit Zakwan Khello: Ohne Titel
einer Queer-Party unter dem Motto
„Gute vorsÄtze?“. Queer meint in die- schließllich im Herbst 2014 in Leipzig
sem Zusammenhang, die Offenheit für gelandet. Jetzt hingen sie einen Monat
unterschiedliche sexuelle und part- im Pöge-Haus und im Bürgertreff der
ner_innenschaftliche Lebensweisen. Internationale Frauen Leipzig e.V.
Also ob schwul, lesbisch, transsexuell
oder gar nicht in eine dieser Normen Zum Rahmenprogramm gehörten
passen wollend: Hier war also eigent- zwei Podiumsdiskussionen: Die erste
lich Jede_r willkommen, der nicht sei- beschäftigte sich mit mit der Frage, ob
ne eigene Lebensweise als alleingültig mit dem Zeigen von Bildern aus Krie-
durchsetzen wollte! Die Party war ein gen und Krisengebieten auch die Kunst
großer Erfolg und ging bis in die Mor- instrumentalisiert wird. Und wenn ja,
genstunden. Dabei wurden durch Ein- ob das nicht auch sinnvoll sein kann,
tritt und Getränkeverkäufe auch Gel- beispielsweise um Aufmerksamkeit zu
der eingenommen und solidarisch zur erzeugen und zur Solidarität aufzuru-
Unterstützung einer antirassistischen In- fen. Es ging somit um das Spannungs-
itiative weitergegeben. verhältnis zwischen Kunst und Politik
in Konflikten. Die zweite Veranstaltung
Im Februar zeigten wir die Bilder des diskutierte unter dem Titel „Herausge-
syrischen Künstlers Zakwan Khello. Die forderte Willkommenskultur“ aktuelle
Geschichte von Zakwan, seines Bru- Flüchtlingsdebatten zwischen Pegida-
ders Tareq sowie die Wege der Bilder Protest, Solidarität und politischerWirk-
von Syrien nach Leipzig wären vieler lichkeit.
Worte wert. Hier nur soviel: Tareq
Khello kommt im Herbst 2013 als syri- Wir unterstützen mit derAusstellung
scher Flüchtling mit seiner Frau und und dem Projekt zudem den Wunsch
seinen beiden Kindern nach Leipzig. des Künstlers, seine Situation in der Hei-
Sein Bruder bleibt in Syrien. Durch ein mat auch materiell zu verbessern so-
Theaterprojekt des Ost-Passage-The- wie seinen Plan, nach Deutschland zu
aters wurden Leute in Leipzig auf das kommen, z.B. für ein Studium.
Schicksal von Künstler und Bildern auf-
merksam.Als seinAtelier zerstört wur-
de, kommt die Idee auf, Bilder von
Khello nach Deutschland in Sicherheit
zu bringen. Durch eine nicht ungefähr-
liche Schmuggelaktion sind die Bilder
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 9
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10 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Großer Dank gilt den Förderern des sche Wandel ist komplexer und vielfäl-
Projektes: Herbert-Wehner-Bildungs- tiger. Ausgrenzung und soziale Un-
werk für Kommunalpolitik e.V., Weiter- gleichheiten haben dabei unterschiedli-
denken – Heinrich-Böll Stiftung Sach- che Formen angenommen. Mit dem
sen, FSR Geschichte, FSR Kunstpä- Buch "Leipzig. Die neue urbane Ord-
dagogik, StuRa der Universität Leipzig. nung der unsichbaren Stadt" wollen die
Herausgeber_innen Frank Eckardt,
Ausblick auf den Frühling im René Seyfarth und Fransika Werner Er-
Pöge-Haus kundungen der neuen sozialen Ordnung
von Leipzig vorstellen, die die Stadt in
Weiter geht es im März undApril mit ihrer Widersprüchlichkeit erklären hel-
fen soll. Im Rahmen einer Podiums-
Franziska Wicke: Handwerk in Belgrad diskussion soll zudem dieAuseinander-
setzung mit den -GIDAs vor dem Hin-
neuen Ausstellungen und weiteren Le- tergrund der Situation insbesondere von
sungen. Zunächst zeigen wir HAND- Muslimas und Muslimen als auch
WERK in Belgrad/ZANAT u Beogradu Geflüchteten in Leipzig stehen.
- Fotografien und Texte von Franziska
Wicke. Ausstellungseröffnung und 3)Am 21.03.15 folgt wieder im Rah-
Buchpräsentation am 12.03.15. DieAus- men von Literatur Classik eine Lesung
stellung geht bis 31.03.15; Freitag bis von Malte Cordes. Los geht es ab 19
Sonntag 15-18 Uhr. Uhr. Gelesen wird aus Albert Camus'
"Die Pest".
Drei Lesungen bzw. Podiumsver-
anstaltungen folgen: 1)Am 13.03.15 im Im April haben wir den Kunstverein
Rahmen vonLeipzig liest: „Die kleine gegenwart e.V. zu Gast mit seiner
weltumspannende Stadt. Feuilletonis- Jahresausstellung „Distanzlos – Unnah-
tische Streifzüge durch Ostdeutsch- bar“. Die Vernissage ist am Do.
lands einzige Metropole“ mit Tobias 16.04.15, 19 Uhr. Eine Tagung zum
Prüwer, Franziska Reif und Tim Thema findet am 18.04.15 im Galerie
Tepper. Hotel Leipziger Hof statt. Eine Aktion
gibt es am 25.04.15 von 14 bis 21 Uhr
2) Am 14.03.15 diskutieren wir un- zu bestaunen, die Finissage mit Film-
ter dem Motto: 1000 Jahre Leipzig – zeigen ist am 08.05.15 terminiert. Öff-
Hinter den Fassaden ‘Hypezig’“ über nungszeiten derAusstellung: Donners-
„die neue Ordnung der unsichtbaren tag bis Sonntag, 15 bis 19 Uhr; Füh-
Stadt.“ Leipzig hat wie keine andere rungen jeden Sonntag (19. u. 26.04.15;
Stadt Ostdeutschlands lange als 03.05.15) 16 Uhr.
Boomtown gegolten. Doch der städti-
Wir freuen uns auf Ihren und Euren
Besuch im Pöge-Haus! Infos immer
frisch unter: verein.poege-haus.de oder
www.facebook.com/pages/Pöge-
Haus/159552344083701 S. Kausch
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 11
Fünfjähriges Warenhaus-Jubilläum im
Leipziger Osten
Mit allem Möglichen wird die auflöst.
Eisenbahnstraße in Verbindung ge- Mehr noch liegt es wohl am
bracht, am wenigsten wohl mit Wa-
renhäusern. Älteren Leipzigern wird Kundenkreis, den es anspricht. Im
in diesem Zusammenhang vielleicht Volksmund heißt es dem entspre-
ein „Ach ja, da war doch mal etwas chend „Hartz-IV-Kaufhaus“. Thomas
– damals als die Ernst-Thälmann- Oldenburg, Geschäftsführer der ge-
Straße noch der Broadway des Leip- meinnützigen GmbH, die das Sozial-
ziger Ostens war ...“. warenhaus – so der korrekte Name -
trägt, ist über diese in seinen Ohren
Aber nein, das Warenhaus ist real abfällige Bezeichnung nicht glücklich.
und aktuell. Das es auch nach fünf „Unsere Kundschaft sind keineswegs
Jahren noch nicht so stark im öffent- nur Hartz-IV-Empfänger. Es sind viel
lichen Bewusstsein Platz gefunden mehr auch Geringverdiener, Studen-
hat, liegt auch, aber nicht nur, an sei- ten, Rentner und eben auch all Jene,
ner Randlage. Immerhin liegt es fast welche Sozialtransferleistungen erhal-
am Ende der Straße, dort wo die ten.“ Ihnen allen versucht das Team
Straßenbahn zur Wurzner Straße ab- des Sozialwarenhauses eine attrakti-
biegt und die Magistrale sich zwischen ve, niveauvolle und preisgünstige Ein-
Eisenbahngleisen und Schrebergärten kaufsalternative zu bieten.
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12 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Augenscheinlich gelingt das gut. Die Käufer scheinen zufrieden.
Die Warenpräsentation lehnt sich, Kaum ein Kunde verlässt das Waren-
soweit die auf 1000 Quadratmeter haus, ohne einen Einkauf zu tätigen.
begrenzte Verkaufsraumfläche das Fragen von Zeitungsleuten mag
zulässt, an die Präsentation von Neu- allerdings niemand beantworten. Eine
ware an. Die Möbel, denen man den junge, augenscheinlich aus dem Fer-
„Second-Hand-Status“ nicht ansieht, nen Osten stammende Frau lehnt die-
stellen Wohnraumsituationen nach, so ses Ansinnen ebenso deutlich ab wie
wie man das aus traditionellen Möbel- eine ältere deutsche Kundin. Offen-
märkten kennt. sichtlich stigmatisiert es eben doch,
hier einkaufen zu dürfen.
Das Angebot ist breit: Möbel, Lam-
pen, Haushaltsgeräte und Haushalts- Thomas Oldenburg und seine Leu-
waren, Konfektion für Erwachsene te wollen genau diesem Eindruck
und Kinder, Spielwaren, Kinderwa- weiter entgegen treten. Zum fünf-
gen. Die Preise sind erschwinglich, jährigen Bestehen am 31. März und
wenn auch nicht geschenkt. 1. April sind wieder zahlreiche Son-
Immerhin investiert das elfköpfige derangebote vorbereitet und ein
Team viel Zeit und Arbeit in den Pro- Geburtstagsgeschenk wird’s auch für
zess, der mit der Annahme der Sach- jeden Kunden geben.
spenden beginnt, sich mit deren
Aufarbeitung, Lagerung und Präsen- Etwas Wichtiges möchte Ge-
tation fortsetzt und mit fachkundiger schäftsführer Oldenburg noch los-
Beratung und freundlichem Verkaufs- werden, seinen Dank an die Spender
gespräch endet. und Unterstützer des Sozialwa-
renhauses. Ohne sie wären die letz-
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Elias ist mit seinen Eltern gekommen und ließen sich damit aber sich weiter
senken.
schaut ein paar Spielsachen durch.
Öffnungszeiten Sozialwarenhaus:
ten fünf erfolgreichen Jahre nicht Dienstag bis Freitag:
denkbar gewesen. Und ihrer Hilfe 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
wird man auch in den kommenden Samstag:
fünf Jahren bedürfen. Wer also mit 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Sach- und Geldspenden oder Trans- Spendenannahme:
portleistungen helfen möchte, ist Bülowstraße 35
genauso gern gesehen wie jeder 04315 Leipzig (Bitte klingeln)
Kunde. Öffnungszeiten Spendenannahme:
Montag:
Nähere Informationen zum Sozial- 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr
warenhaus finden sich selbstver- Dienstag bis Freitag
ständlich auch im Internet unter 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr
www.sozialwarenhaus.de .
Henry Hufenreuter
Eine Anmerkung sei noch gestat-
tet. Vielleicht kann das Umfeld um
den Parkplatz bis zum nächsten Ju-
biläum etwas freundlicher gestaltet
werden, was angesichts der rund-
um verlassenen Häuser sicher nicht
ganz einfach ist. Die Berührungs-
ängste der potentiellen Kundschaft
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14 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
„Trailormoon“ und Co. –
Spurensuche einer anderen Lebensweise
zu bewältigende Herausforderungen,
verbietet die „Trailormoon-Hausregel“
doch offensichtlich das Herausstellen
einzelner Persönlichkeiten aus dem
Kollektiv, zumindest ohne Legitimati-
on des Plenums. Mit gutem Willen auf
allen Seiten konnte das Problem ge-
löst und der Preis öffentlich überge-
ben werden. Dem Autor blieb die
heitere Erinnerung an ein kleines
Lehrstück dafür, wie schnell doch ge-
Fünf, sechs oder sieben Projekte die- legentlich praktizierter Anarchismus
ser Art soll es derzeit in der Stadt ge- an die Grenzen seiner eigenen Regel-
ben. In den Blickpunkt der Öffentlich- werke gerät. Schnell geriet die Ge-
keit geraten sie in der Regel dann, schichte auch wieder in Vergessenheit.
wenn ihre Räumung droht – Leipzigs
Wagenburgen. Erst die Berichterstattung der Leip-
ziger Volkszeitung im Zusammenhang
Viele Jahre auf die „Hipp“-Viertel in mit einer drohenden Räumung des
Süd und West fixiert, gehören sie seit ehemaligen Bahngeländes rückte die
dem vergangenen Frühjahr auch zur Wagenburgler wieder ins öffentliche
Lebenswirklichkeit des Leipziger Os- Interesse. Einige ihrer durch die Me-
tens. Im Mai 2014 gründete die Grup- dien kolportierten Aussagen hatten
pe „Trailormoon“ ihre Wagensiedlung durchaus das Zeug zur Provokation
auf einer alten Bahnbrache an der ver- und zumindest in Teilen der Bürger-
längerten Schulze-Delitzsch-Straße in schaft breiteten sich Zweifel an der
Volkmarsdorf. Harmlosigkeit der Siedlungsprojekte
aus.
Im Oktober letzten Jahres ließ sich
dann auf dem gleichen Gelände, et- Eine gute Gelegenheit für den
was weiter östlich, eine weitere Grup- „Schreiber“ eines Stadtteilmagazins,
pe namens „RhizomiA“ nieder. sich selbst ein Bild von der Situation
zu machen. Vom Quartiersmana-
Ein erster Kontakt mit den gement erfahre ich, dass angeblich
Trailormoon-Leuten ergab sich beim sonntags ab 14 Uhr Sprechzeiten für
Neustädter Frühstück. Wider jedes die Öffentlichkeit abgehalten werden.
Erwarten gewann das Trailormoon- Also, nichts wie hin. Das Wetter ist
Frühstück einen Preis der Jury, die die für Ende Februar recht passabel.
originellsten Frühstücksideen prämier- Durch Zufall finde ich den Eingang
te. Die unerwartete Ehre stellte die zu „Trailormoon“. Ein junger, im Auf-
überraschten Sieger vor nur schwer
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1/ 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 15
bruch befindlicher Mann begrüßt mich malen Häusern freilich. Man ist hier
und reicht mich an eine ebenso freund- mit der gerade entstehenden kreativen
liche junge Frau, Frieda mit Namen, Szene gut vernetzt. Das „Trailormoon-
wie sich später herausstellen wird, Projekt“ ist für die meisten der gut zehn
weiter. Und dann ist es wieder da, das jungen Bewohner die erste Wagen-
Problem mit den Regeln. Kontakt mit burg-Erfahrung. Was bewegt junge
der Presse bedarf der Zustimmung des Leute, vermutlich mit allen Segnungen
Plenums, das schließt auch den Kon- der Moderne aufgewachsen, dazu, in
takt zum „Dorfblatt“ ein. Wir tauschen Wohnwagen und -mobilen ohne
also Telefonnummern aus und ich ver- Strom, Wasser und Zentralheizung
lege mich auf´s Warten. Einmal ins fer- zu leben? Hannah, die in einem Klein-
ne Volkmarsdorf verschlagen, suche bus lebt, genießt das besondere Ge-
ich gleich noch den Eingang der fühl der Freiheit. Sowohl die Freiheit
„RhizomiA“-Wagensiedlung und wer- der Bewegung, des Aufbrechen-
de tatsächlich an der Bennigsenstraße könnens – wenn man es denn wollte
fündig. „Sonntag: 14.00 bis X Büro- – als auch die Freiheit von einem Teil
und Infowagen geöffnet“ verkündet der alltäglichen Zwänge einer sich vor-
eine Informationstafel und lügt nicht. rangig über das Geld definierenden Ge-
Besagter Wagen ist schnell gefunden. sellschaft. Sie genießt auch die Erfah-
Und er ist geöffnet. Nur ist niemand rungen des mit dieser Lebensweise ver-
zu Hause. Ich hinterlasse also auch bundenen Minimalismus. Es erstaunt
hier meine Telefonnummer, wenn sie immer wieder, wie wenig materi-
auch nur schriftlich und hoffe auf elle Dinge Menschen zu einem glück-
Antwort. lichen Leben eigentlich benötigen.
Frieda hebt die Bodenständigkeit, im
Tatsächlich eine knappe Woche spä- wahrsten Sinne des Wortes, das Le-
ter klingelt mein Telefon. Frieda von ben mit direkter Berührung von Erde
„Trailormoon“. Wir treffen uns kom- und Natur hervor. Und beide schwär-
menden Montag. men vom Leben in Gemeinschaft und
Solidarität mit den gleichgesinnten
Frieda und Hannah erwarten mich
bereits. Wir begeben uns in den Kü-
chenwagen. Es gibt
Tee, bei Bedarf auch
Kaffee. Die Lager-
hunde leisten uns Ge-
sellschaft.
Wie kam es zur Aus-
wahl dieses Platzes
hier im Leipziger Os-
ten? Einige der „Sied-
ler“ lebten auch vorher
hier im Osten, in nor-
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16 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Freunden, das offensichtlich auch nach oder Stadt eine angeboten bekämen?
knapp einem Jahr noch gut funktio- Eigentlich verstößt das gegen das Prin-
niert. Abgesprungen ist noch niemand. zip der Ablehnung von Regeln und
Freilich kommt auch niemand hinzu. Zwängen, andererseits würde ein sol-
Das verhindert das ungeschriebene ches Übereinkommen eine Reihe von
Duldungsübereinkommen mit der Freiheiten erst eröffnen. Man müsste
Deutschen Bahn, dem Eigentümer der beraten. Ausgang ungewiss. Aber ein
Lagerfläche. Auch der „Burg“-Cha- solches Angebot ist auch kaum zu er-
rakter ist diesem Umstand geschuldet. warten. Bahn und Stadt verstecken
Eigentlich will man sich nicht abschot- sich offensichtlich hintereinander.
ten, sondern viel mehr gemeinsam mit Im Gegenteil, die Bahn erscheint
Freunden und Nachbarn unternehmen, beinahe als ehrlicherer Partner. Da
mit ihnen arbeiten, lernen und feiern. kommt ein Mensch und sagt, was geht
Mit denen die das auch wollen und was nicht geht. Bei der Stadt ist
zumindest. das anders. Die bekennt sich zwar
offiziell und recht plakativ zur „mobi-
Wie man hier aufgenommen wur- len Lebensform“, wenn´s aber kon-
de? Na freundlich oder neutral. kret wird, duckt sie weg.
Negativerfahrungen gab´s bisher kei-
ne. Gelegentlich monieren ältere Pas- Überhaupt sei in der Öffentlichkeit
santen das etwas desolate Erschei- ein völlig falscher Eindruck entstan-
nungsbild des Lagers. Dabei haben die den. Natürlich sei man kooperations-
Siedler schon einen Container Sperr- und gesprächsbereit. Niemand habe
müll auf eigene Rechnung abtranspor- etwas gegen einen Stadtteilpark. Die-
tieren lassen. Bevor sie herkamen, ser solle aber lebendig sein. Kein totes
wurde das Land oft als illegale Müll- Grün. Und man selbst wolle Teil der
kippe missbraucht. Ohne eine formel- Planungen sein.Aber nicht einmal über
le Nutzungsvereinbarung bleiben die deren Stand werde man informiert.
Handlungsmöglichkeiten jedoch be- Auch über einen angebotenen
grenzt. Genau an dieser Stelle freilich Alternativstandort habe man ehrlichen
schlägt der Anarchiekasper wieder Herzens nachgedacht. Die Betonfläche
einmal das Krokodil. Würden sie denn an der Geithainer Straße sei aber viel
eine entgeltliche Nutzungsverein- zu klein gewesen, zumal beide Pro-
barung annehmen, wenn sie von Bahn jekte, „Trailormoon“ und „Rhizomia“,
dort angesiedelt werden sollten. Mit
der Kritik an derAbgelegenheit sei nicht
die Entfernung zur Innenstadt gemeint
gewesen. Vielmehr das Fehlen einer
Nachbarschaft, mit der man ja gerade
zusammen leben möchte, der man
Angebote unterbreiten möchte. Es sei
also eher um eine soziale Abgeschie-
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 17
denheit gegangen. Die Medien hätten Unser Gespräch war aufschluss-
das falsch dargestellt. Ein Misstrauen reich. Über dem Lagerplatz liegt
gegen Medienvertreter ist geblieben. Rauch. Der Rauch der Holzfeuerungen
Manchmal, selten, bemerkt man es im in den Wagen, nicht der brennender
Gespräch. Barrikaden.
Dankbar sei man der Abgeordneten Nicht gesprochen haben wir heute
Nagel, die sich für die Wagenburgleute Abend über die großen gesellschaftli-
in Leipzig einsetze. Tatsächlich hat chen Dinge. Wie viel Freiraum soll
Frau Nagel eine Anfrage zu diesem und wie viel darf die Gesellschaft
Thema im Stadtrat gestellt. dem Einzelnen zugestehen? Welche
Ansprüche folgen daraus für Andere?
Das Schlimmste, was passieren Wie weit sollte gesellschaftliche Tole-
könnte, meint Hannah, wäre, das Ge- ranz gehen? Hat diese Grenzen? Wenn
lände würde geräumt und dann bliebe ja, wo liegen sie? Was bedeutet Re-
es so liegen, wie es vorher lag, unge- spekt vor Eigentum? Wo liegen des-
nutzt und öd. Schlimm sei auch, dass sen Grenzen? Welche Verantwortung
vor wenigen Tagen ein Arbeits- ist damit verbunden?Alles Themen, die
kommando im Auftrag der Bahn ohne man auch diskutieren könnte.
Ankündigung den gesamten Baumbe-
stand abgesägt habe, wo doch angeb- Heute Abend haben wir lediglich
lich hier Wald entstehen solle. über die Bewohner „Trailormoons“
gesprochen, über ihr Leben in Volk-
Politik. Natürlich sei man politisch. marsdorf und ihre Gedanken. Die jun-
Am ehesten träfe die BeschreibungAn- gen Leute suchen für sich einen Platz
archist. Zwang und jegliche Art von in der Zukunft. Gelegentlich scheinen
Abhängigkeit und Diskriminierung sei- sie sich dabei selbst etwas im Weg zu
en ihnen zuwider. Anarchismus heiße stehen. Das erinnert mich an etwas.
aber nicht Extremismus. Jegliche Das erinnert mich an die Zeit vor drei-
Form der Gewalt lehne man ab. Wenn ßig Jahren, als ich selbst noch ziem-
man Widerstand leiste, sei ein kreati- lich jung war.
ver Widerstand gemeint, nicht mehr,
nicht weniger. Henry Hufenreuter.
Der Bürgerverein
Neustädter Markt e.V.
wünscht allen
Lesern ein frohes
Osterfest!
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18 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Frühjahrsputz 2015
Der Startschuss zu der Aktion fällt diesmal im Leiziger
Osten. Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal wird ihn
am 27. März im Rabet
geben. Der offene Freizeittreff "Rabet" wurde als
Partner für die Aktion gewonnen. Er wird auch Musik
machen, eine kleine Vorführung anbieten, Technik zur
Verfügung stellen, Kaffee kochen und Kuchen anbie-
ten.
Ablauf wird wie folgt sein:
14:30 Uhr: Eintreffen aller Teilnehmer (Stadträte,
Bürgervereine, Presse, Institutionen etc.) am offenen
Freizeittreff Rabet
14:45 Uhr: kurze Vorführung der Breakdancer
15:00 Uhr: Statement von Herrn Rosenthal,
danach ein kurzes Statement zur Eröffnung der Aktion
"Der Osten räumt auf",
danach ein kurzes Statement von Herrn Grütmacker
als Hausherrn
Hauptthema: Graffitientfernung und Graffitiprävention
Danach erfolgen ab 15:30 Uhr die Arbeiten:
- Müll aufsammeln
- manuelle Graffitientfernung von Bänken und Spiel
geräten
- Graffitientfernung durch Fachfirmen von der großen
Sporthalle und Graffitiprävention an Flächen
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 19
DER OSTEN RÄUMT AUF
SAMSTAG, 28. März 2015, 10.00 UHR
Treffpunkt „Tenne-Hof“
rund um den Neustädter Markt und die anliegenden
Grünanlagen. Aufgerufen sind alle, die Interesse haben
an einem
SAUBEREN WOHNUMFELD
Arbeitsgeräte (Besen, Schaufeln etc.) bitte mitbringen,
falls vorhanden.
Die Helfer sind zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
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20 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 21
Nachruf
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mehrjähriger, schwerer Erkrankung die langjährige
stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins
Neustädter Markt, Hildegard Wölfel im Alter von 78
Jahren. Besonders in Neustadt war die kleine, aber
resolute Frau bestens bekannt. Im Bürgerverein für die
Anleitung der technischen Mitarbeiter zuständig, setzte
sie sich couragiert für mehr Ordnung und Sauberkeit im
Stadtviertel ein. Dabei war sich die gelernte Schlosserin
nie zu schade, selbst Hand anzulegen. Selten wurde ein
Mensch mit dem Satz „harte Schale, weicher Kern“
besser beschrieben. Wer Hilfe benötigte, wurde von ihr
nicht abgewiesen. Zuwider waren ihr Respekt- und
Verantwortungslosigkeit. Folgerichtig galt ihre besondere
Fürsorge den Wesen, die nicht um Hilfe bitten können,
jedenfalls nicht mit Worten. Sie war eine der „Katzen-
Omas“, die sich ohne Rücksicht auf Zeit und finanzielle
Mittel um ausgesetzte Vierbeiner kümmerte. Nicht nur
ihnen wird Hildegard Wölfel fehlen.
Henry Hufenreuter
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22 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
DAA-Medienwerkstatt –
Viele Veranstaltungen zu Jahresbeginn
Besucher der DAA-Medienwerkstatt Noch ein Lesedebüt gibt es am
können seit dem 04.02.2015 eine be- 22.04., 18 Uhr mit Melanie Reiff. Die
sondere Ausstellung bewundern. Jungleipzigerin spricht mit ihren ly-
Unter dem Projektnamen „Viva Leip- rischen Texten die Neu–gier an. Ihr
zig“ wird das hebräische Alphabet mit erstes Gedichtbändchen erschien
freien künstlerischen Assoziationen 2008 im Kernverlag Bayreuth.
vorgestellt und erklärt.
Auch die anderen Künste kommen
Eine originelle Sicht auf eine alte nicht zu kurz. Die nächste Ausstel-
und doch lebendige Schrift. Die Wer- lung wird von der Naturfotografin
ke sind bis zu den Internationalen Frau Susann Schöne gestaltet. Die
Wochen gegen Rassismus in Leip- Vernissage findet am 25.03. um
zig (19.03. – 29.03.) zu sehen. 18.00 Uhr statt.
Die Buchmesse naht und auch im Auch das Arbeitstheater wird mit
Jahr 2015 ist die DAA-Medien- einer neuen Aufführung aufwarten.
werkstatt Leseort – übrigens schon Der Film „Einstweilen wird es Mit-
zum 8. Mal. tag“- –er bildet eine Fortsetzung der
Veranstaltung vom September 2014
Am Freitag 13.03.2015 um 10 Uhr zum Filmklassiker „Die Arbeitslosen
liest die bekannte Jugendbuchautorin von Marienthal“ – thematisiert
Kristina Decker aus ihrer Neuer- wieder die Arbeitswelt in Zeiten des
scheinung „Bevor er es wieder tut“. Umbruchs, der Umgang mit dem
Angesprochen sind Jugendliche. Phänomen Massenarbeitslosigkeit
Unsere Erfahrungen besagen, dass und die Suche nach Alternativen.
es eine besondere und lohnende He-
rausforderung ist, junge Menschen All die geplanten Veranstaltungen
für das Medium Buch aufzuschlie- stehen mehr oder weniger in einer
ßen. Verbindung mit Fragen der berufli-
chen Orientierung oder Neuorientie-
Aber nicht nur professionelle Ak- rung. Und sei es, dass Besucher der
teure lesen in der DAA-Medien- DAA-Medienwerkstatt Anregungen
werkstatt. Die Schriftstellergruppe erhalten und diese auch mitteilen.
„Provokant“ – sie war schon bei uns
zu Gast – wird am 26.03.2015 um Genauere Auskünfte über die Ver-
18 Uhr mit einer etwas anderen Be- anstaltungen erteilt Bruno Lejsek,
setzung auftreten. Neben Dirk Tel.:0341 / 24664-15 oder per E-Mail
Stammwitz und Jaqueline Dietrich [email protected].
erstmals dabei Frau Katja Schiller.
Wir sind gespannt auf die provokan- Bruno Lejsek
ten Texte.
DAA-Medienwerkstatt
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 23
Der Frühling naht,
spüren Sie dies auch? Des Morgens Erst ganz zum Schluss, wenn die Son-
erwachen die Vögel, die Sonne steigt ne schon aufgegangen ist, um 5.40
höher und höher, ja und der Schnee! wacht der Star auf und tut das sin-
Leider nur noch im Gebirge im Ange- gend kund.“
bot. Den nachstehenden Beitrag fand
Frau Tauber im Büchlein “O schöner, ZumAbschluss dieses Kulturbeitrags
grüner Wald“ aus dem Gerstenberg noch ein konzertantes Gedicht:
Verlag Hildesheim und möchte Ihnen
dies nicht vorenthalten. Waldkonzert
Konzert ist heute angesagt
„Die Vogeluhr Im frischen, grünen Wald.
Nach ihnen kann man die Uhr stellen: Die Musikanten stimmen schon
Jeden Morgen zur gleichen Zeit wa- Hör, wie es lustig schallt!
chen die Waldvögel auf, ganz gleich,
ob die Sonne scheint oder der Himmel Das jubiliert
bedeckt ist, ob es stürmt oder regnet. Und musiziert,
Das schmettert und das schallt,
Allerdings stimmen nicht alle gleich- Das geigt und singt,
zeitig ihren Morgengesang an: Die eine Das pfeift und klingt,
Art wird früher munter, die andere lässt Im frischen, grünen Wald.
sich mehr Zeit. Alle aber orientieren
sich am Sonnenaufgang. Der Garten- Der Distelfink spielt keck vom Blatt
rotschwanz beispielsweise eröffnet Die erste Violine
das Konzert genau anderthalb Stunden Sein Vetter Buchfink nebenan
davor, wenn die Sonne etwa Mitte Mai Begleitet lustig ihn.
um 5.30 Uhr Sommerzeit aufgeht,
dann ertönt sein Morgenruf, der ein Frau Nachtigall, die Sängerin,
wenig an das Geräusch eines verros- Die singt so hell und zart;
teten Kinderwagens erinnert. Zehn Und meister Hänfling bläst dazu
Minuten später, um 4.10 Uhr, mischt Die Flöt. Nach bester Art.
sich das Rotkehlchen mit seinem ty-
pischen „Zick tsi“ ein. Und dann geht Die Drossel spielt die Klarinette.
es Schlag auf Schlag: um 4.15 Uhr Der Rabe der alte Mann,
lässt die Amsel ihren melodiösen Ge- Streicht den verstimmten
sang ertönen. Um 4.20 Uhr singt der Brummelbass, so gut er streichen
winzige Zaunkönig lauter als alle an- kann.
deren. Um 4.30 ist ein Ruf zu hören,
den jeder erkennt: der Kuckuck ist Der Kuckuck schlägt die Trommel
wach! gut,
Kohlmeise (4.40), Zilpzalp (4.50)
und Buchfink (5.00) kommen dazu.
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24 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Die Lerche steigt empor Das jubiliert,
Und schmettert mit Trompetenklang Das musiziert,
voll Jubel in den Chor. Das schmettert und das schallt,
Das geigt und singt,
Musikdirektor ist der Specht, Das pfeift und klingt,
Er hat nicht Rast noch Ruh, Im frischen, grünen Wald.
Schlägt mit dem Schnabel spitz und Verfasser: Georg Christian Dieffen-
lang, bach (geb. 4.12.1822, gest. 10.5.
Gar fein den Takt dazu. 1901, Deutscher Pfarrer und Dichter)
Wir, Gunhild Tauber und Christian
Verwundert hören Has’ und Reh Röder, wünschen Ihnen noch eine
Das Fiedeln und das Schreien, gute vorösterliche Zeit und für das
Und Biene, Mück’ und Käferlein, übrige Frühjahr allweil gutes Gelin-
Die stimmen surrend ein. gen auf all ihren Wegen.
Stammtisch des Bürgervereins
Jeden letzten Mittwoch im Monat:
19 Uhr im Gasthaus „Zur Tenne“, Schulze-Delitzsch-Str. 19
Jeder ist herzlich willkommen!
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 25
Bummeln auf einstiger Trasse – Früheren
Verkehrsbauten im Auwald auf der Spur
Im herannahenden Frühling bietet es boden selbst ziemlich morastig ist
sich geradezu an, das Typische die- und überall der Bärlauch blüht, läuft
ser Jahreszeit in Leipzig zu erkunden man recht trockenen Fußes von der
und sogar zu erschnuppern. Natür- Industriestraße zum Fußgängerüber-
lich ist das im Westen der Stadt leich- weg am Schleußiger Weg.
ter als im Osten. Dort erstreckt sich
der Auwald, einer der größten seiner Woher der feste Damm mitten im
Art und dazu weitgehend in den Stadt- Auwald kommt, hat mit Leipzigs Ge-
grenzen. Den Zugang aus Neustadt schichte zu tun. Als der industrielle
erreicht man ganz leicht mit der Aufbau nach Westen hin geradezu
Straßenbahnlinie 1. explodierte, erwies sich die Verbin-
dung vom Plagwitzer und Lindenauer
An der Haltestelle „Stieglitzstraße“ nach dem Bayerischen Bahnhof als
verlässt man die Bahn und überquert umständlich. Über 20 Kilometer
die Hauptstraße. Da steht man fast am mussten gefahren werden, um Gü-
Ende der Industriestraße. Ein paar ter von den Produktionsstätten im
Häuser weiter endet diese und geht in Westen zu denAbnehmern östlich von
einen Damm über. Viele Leipziger Leipzig zu bringen. Also wurde eine
bummeln oder radeln hier gern. Vor Trasse etwa entlang der heutigen In-
allem im Frühjahr, wenn der Wald- dustrie- damaligen Jahnstraße geführt
und dann der Damm hinein ins Leip-
Waldweg auf ehemaligem Bahndamm ziger Ratsholz geschüttet. Dann wur-
den Elsterflutbett und Pleiße mit Brü-
cken überquert, dazwischen und
danach ging es weiter durch Stadt-
grün bis zum Bahnhof Connewitz und
von dort nach Norden zum Bayer-
ischen Bahnhof.
Auf diese Weise verkürzte sich die
eingleisige Strecke von 20 auf 8,5 Ki-
lometer. Ab September 1888 rollten
hier regelmäßig Güterzüge. In den
1920er Jahren legte man die Strecke
wieder still. Die Querelen zwischen
Preußischer und Sächsischer Staats-
bahn, die ursprünglich die großen
Umwege erfordert hatten, waren
durch die gemeinsame Reichsbahn
verschwunden.
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26 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Stillgelegte einstige Brücke vom Schleußiger Warum die gesperrte Brücke ste-
hen bleibt, begründen Fachleute so:
Weg „Der Abriss würde uns so viel kosten,
wie der Neubau von drei kleinen Brü-
Neben der Brücke vom Schleußiger cken. Und die brauchen wir dringen-
Weg lässt sich heute noch ein ande- der.“ So können Spaziergänger auch
res altes Stück Verkehrsbau besichti- weiterhin Zeugnisse früherer Ver-
gen: Die Straße wurde früher anders kehrswege in Schleußig anschauen.
geführt. Mit dem Neubau blieb die alte
Brücke stehen, die seit den frühen 70- Denn rings um den Damm blühen
er Jahren gesperrt ist. Den Wasser- im Frühjahr die weißen Blüten des
abfluss stört sie nicht. Stabil ist sie Bärlauchs. Die Luft ist von seinem
auch. Angler nutzen sie gern bei strah- Geruch erfüllt. Knoblauchfeinde wer-
lender Sonne, weil im Schatten die den in der Zeit den Auwald meiden.
Fische aktiver bleiben. Freunde der würzigen Knolle dage-
gen holen sich Appetit und freuen sich
an den anderen Frühblühern. Wer auf
die Pfade in den Kräutern achtet, sieht
auch, wie viele Tiere im Leipziger
Auwald leben, denen man tagsüber
kaum begegnet. Thomas Biskupek
Aussichten
Eigentlich haben wir es wunderschön Mülltonnen stehen dort schließlich
– mitten in der Großstadt: Alle wich- genügend umher… .
tigen Fenster führen nach Süden zu
einem Innenhof, der wenigstens ab Irgendwann muss das im letzten
Mai begrünt wird. Wenn die Bäume Jahr passiert sein. Wir freuten uns
allerdings kahl werden, birgt selbst darauf, nun bald einen Hinterhof ohne
eine solche Aussicht Schattenseiten. solchen Zierrat zu erblicken. Doch
nachdem das Laub gefallen war –
Jahrelang hing auf einem Baum eine welch ein Schreck. Wo bislang eine
wohl aus einem anderen Haus ent- Unterhose baumelte, hängt nun eine
sorgte Unterhose. Da fragt man sich lange Bahn reißfestes Klopapier.
schon, ob das keinen der Nachbarn
so stört, dass keiner das Anhängsel Irgendwie ist das relativ mit dem
mal lupft, damit es auf den Boden fällt. wunderschönen Wohnen.
Thomas Biskupek
Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2015
Hier könnte dann Ihre Lesermeinung
oder Ihre private Kleinanzeige stehen.
ÓÔÕÖ×ØÙ ÚÛÖÜ ÝÞßàáâãä ïð åæçèéçæèåêë åìíéî
1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 27
Am Dienstag werden bei uns die
Konsolen rausgeholt. Egal ob Wii
Sports, Fifa oder gemeinsames Au-
torennen, jeder kann mitspielen und
Spaß ist gewährleistet!
2015 im Der Mittwoch steht ganz im Zei-
OFT Tante Hedwig chen der gesunden Ernährung. Eure
leckeren Ideen sind gefragt! Und
Wir hoffen, ihr habt das Jahr 2014 selbstgebackene/ -gekochte Ku-
alle gut überstanden und seid frisch chen, Pizza oder Salate sind noch
erholt. Für die erste Ausgabe des viel köstlicher, wenn man zwischen-
Neustädter Journals 2015 wollen wir durch etwas naschen kann. Am
euch noch mal auf unsere aktuelle Ende werden alle Kids eingeladen
Wochenstruktur aufmerksam ma- die Köstlichkeiten der „kleinen Kö-
chen und einige Highlights ab dem che zu genießen. Spätnachmittags
Monat März vorstellen. bzw. abends besteht bei uns die
Möglichkeit, rechtliche Fragen zu
stellen und mit uns gemeinsam nach
Lösungen zu suchen.
Jeden Donnerstag wird es kreativ
& bunt in der Hedwig. Schlüsselan-
hänger basteln, arbeiten mit Salzteig
oder T-Shirts bemalen sind bei allen
Kindern und Jugendlichen sehr be-
liebt.
Die neue Wochenroutine bietet „Sport Frei“ heißt es bei uns am
jetzt die Möglichkeit, mit den Kin- Freitag. Dabei sind bei euch Fußball
dern und Jugendlichen gemeinsam
Projekte zu planen und eine gewis-
se Regelmäßigkeit zu gewährleis-
ten.
Montags findet im Zwei-Wochen-
Rhythmus ein spezifischer Girls-
und Boys- Day statt. Hierbei entstand
auch eine Kooperation mit den
Schulsozialarbeitern und den Kindern
der „Wilhelm-Wander-Schule“.
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28 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
im Kunstgarten und unsere neue Weitere geplante Highlights sind
Kickerliga angesagt. unter anderem der Start einer Mäd-
chen-Sportmannschaft, dieses An-
Natürlich könnt ihr jeden Tag auf gebot richtet sich sowohl an Mäd-
unsere Unterstützung bei euren chen, die bereits Sport treiben als
Hausaufgaben, Bewerbungsunter- auch an diejenigen, die noch nicht
lagen schreiben oder Lösungen bei sportbegeistert sind.
Problemen zählen.
Projekt „Ab ins Beet!“, hierbei
soll mit den Besuchenden des Treffs
der Innenhof weiter umgestaltet wer-
den, sodass ein Raum zur Erholung
geschaffen wird. Besonderer Fokus
liegt hier auf dem Anlegen, Gestal-
ten und der Pflege eines bzw. mehrer
Beete auf einem Teil des niedrigen
Daches.
Ab März soll die neu entstandene Im April findet außerdem ein
Fahrradselbsthilfewerkstatt wei- Workshop für jüngere Kinder zum
ter ausgebaut und den Kindern und Thema „Sicherheit im Netz“ statt.
Jugendlichen Fähigkeiten und Fer- Thematisiert werden soll u.a., wel-
tigkeiten vermittelt werden, um che Informationen sie preisgeben,
selbstständig ihre Räder zu reparie- wie mit ihren Informationen umge-
ren. Dazu finden regelmäßige gangen wird und welche Folgen
Workshops statt. daraus entstehen können.
Am Girls und Boys’Day Abgesehen von all diesen Projek-
(23.04.2015) öffnen Unternehmen, ten planen wir noch viele weitere
Betriebe und Hochschulen in ganz Aktionen für euch. Habt ihr eigene
Deutschland ihre Türen für Mäd- Anregungen oder Ideen? Vorschläge
chen und Jungen ab der 5. Klasse. oder Fragen? Kommt einfach vorbei.
Die Teilnehmenden lernen dort Aus- Wir haben jederzeit ein offenes Ohr
bildungsberufe kennen, in denen für euch.
Männer oder Frauen bisher eher
selten vertreten sind. Wir möchten Für aktuelle Veranstaltungen und
an diesem Tag mit den Kindern und Angebote achtet wie immer bitte auf
Jugendlichen entsprechende Unter- aktuelle Aushänge am und im Treff.
nehmen, Betriebe und Hochschu- Wir freuen uns auf Euch. Bis bald in
len in Leipzig besuchen. der Tante Hedwig!
René Schmidt
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3/ 2013 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 29
xBCBD ECD FBG O.S.K.A.R.
Osterhasenwerkstatt im O.S.K.A.R.
Am 02. April, dem ersten Osterferien- sollten die Kinder unbedingt eine Ta-
tag, können sich Kinder mit ihren El- schenlampe mitbringen, um die ver-
tern zur Osterhasenwerkstatt für Fa- steckten Ostereier in der Dunkelheit
milien im O.S.K.A.R. in Ruhe auf das zu finden.
bevorstehende Fest vorbereiten. Im
Kinder- und Jugendkulturzentrum in Eintritt pro Person 2,50 • für die
der Gabelsbergerstraße 30 werden ab Werkstatt und mindestens zwei aus-
17 Uhr kleine Ostergeschenke ange- geblasene, gereinigte Eier.
fertigt und die beliebten Ostereier
nach sorbischer Art in Wachsre- Spendenübergabe des Kinder- und
servetechnik verziert. Mit der Abend- Jugendkulturzentrums O.S.K.A.R. in
dämmerung steigt die Spannung. Höhe von 3536,91 • an die „Eltern-
Gegen 19.30 Uhr wird ein kleines hilfe für krebskranke Kinder Leipzig
Osterfeuer entzündet und der belieb- e. V.“.
te Knüppelkuchen im Feuer geba-
cken. Da im O.S.K.A.R. der Oster- Ein großes Dankeschön an alle
hase bereits am Abend unterwegs ist, Unterstützer dieser Veranstaltung!
„Das ging unter die Haut.“, „Hier
muss man sich für Tränen nicht schä-
men.“, „Es war ein wunderschönes
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30 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Programm.“ Sätze, mit denen Gäste Jugendliche genau für diesen Zweck
den bis zum letzten Platz gefüll- sparen, konnten alle Zuschauer mit-
ten Festsaal des Neuen Rathau- erleben.
ses am Ende der 17. Benefizgala des
Kinder- und Jugendkulturzentrums Auch der Benefizbasar erfuhr groß-
O.S.K.A.R. verließen. artige Unterstützung von Eltern und
Freunden sowie Mitgliedern des
Die Benefizgala unter der Schirm- O.S.K.A.R., die mit viel Fleiß Schals
herrschaft von Sebastian Krumbiegel und Mützen strickten, Kerzen gossen
besitzt eine lange Tradition und den- sowie Schmuck und Keramik her-
noch ist sie immer einzigartig. Die stellten. Ein besonderer Dank geht an
jungen sozial engagierten Kunst- das Team des Leipziger Weihnachts-
schaffenden der kommunalen Ein- marktes des Winzers Keth, das sein
richtung gestalteten im Dezember des komplettes Trinkgeld in Höhe von fast
vergangenen Jahres gemeinsam mit 1.200,00 • für diesen guten Zweck
Gästen wie dem Kunstrad und Ein- spendete.
rad KSC 1864 Leipzig e. V., den
Sportakrobaten des Turn- und Gym- Voller Stolz übergaben Jugendliche
nastikclubs Leipzig e. V., dem Jazz- den Spendenerlös in Höhe von
chor „Chor´nfeld“ und dem Show- 3536,91 •, der alle bisherigen Spen-
chor L.E. ein buntes Bühnen- den übertraf, an die „Elternhilfe für
programm für jene Familien, die krebskranke Kinder Leipzig e. V.“.
durch den schweren Schicksals- Mit großer Wertschätzung nahm ihn
schlag mit der Diagnose „mein Kind Frau Plöttner, Geschäftsführerin des
hat Krebs“ betroffen sind. Vereins, entgegen und bedankte sich
bei allen “O.S.K.A.R.ianern“ und al-
Kindern und Familien in Not zu len, die mit einer Spende zu dieser
helfen ist ein Bedürfnis und Herzens- großartigen Spendensumme beitru-
sache für alle. Dass selbst Kinder und gen.
no defgedfhi klgm
1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 31
Schule am Rabet
Kleine Könner begeistern mit großem Talent
Wenn Aufregung und Stolz sich so- lungsreich zu. Dem geneigten Publi-
wohl beim Publikum als auch bei den kum dürfte in den nächsten einein-
Akteuren abwechseln – dann ist wohl halb Stunden das ein oder andere
Talentefest in der Grundschule am Licht aufgegangen sein: in den vor-
Rabet. angegangenen Wochen hatten die Kin-
der sowohl mit ihren Lehrern als auch
Am 5.Februar, wie üblich zum selbständig unermüdlich geprobt und
Halbjahresende, war genau das zu so war auch zu Hause schon hin und
spüren. Alle Kinder von Klasse 1-4 wieder ein Text oder eine Melodie
versammelten sich in der Turnhalle durchgesickert. Nun vervollständig-
im Rabet, um zu zeigen, was so ein te sich das Bild: Lieder und Gedichte
Schulkind außer Lesen, Schreiben verschiedener Sprachen waren zu
und Rechnen noch auf dem Kasten hören, mitreißende Tänze aller Stil-
hat! Dazu kamen außer der Lehrer- richtungen, von Steptanz bis Break-
schaft und den Horterziehern natür- dance, Klavier-, Flöten- und Cello-
lich zahlreiche Eltern und Großeltern spieler ließen uns Erwachsene einmal
in den Genuss vieler kleiner großer mehr staunen, wie schnell Kinder ler-
Talente. nen. Meine persönlichen Favoriten
waren neben einer Erstklässlerin,
Nachdem die vierten Klassen mit die ein russisches Gedicht über ei-
einem Lied samt selbst erdachter nen Wintersturm perfekt deklamier-
Choreografie das Fest schwungvoll
eröffnet hatten, ging es sehr abwechs-
Impression vom Talentefest 2015: Die Judo-AG zeigt, was sie kann, z.B. Fallschule.
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32 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Jung und dynamisch: Viertklässler rocken die Turnhalle beim Talentefest 2015.
te, zwei Schwestern, die beim stil- zuletzt ehrte die Schulleiterin, Frau
echten Rock‘n Roll Stimmung ins Pu-
blikum brachten! Trummer, noch einige Kinder für ihre
Ein Highlight war auch die Judo- besonderen sozialen Kompetenzen.
AG, die ihre Rollen, Würfe und Grif-
fe vorführte – ohne dass ein Lehrer Wenn man sie lässt, dann können
zugegen war, organisierten sich die
Kinder ganz allein! sie weit mehr als man ahnt, das wur-
Die Siegerehrung des Kletterwett- de deutlich: an der Grundschule am
bewerbs durfte nicht fehlen, und
Rabet bekommen Kinder die Möglich-
keit, ihre Fähigkeiten zu entdecken,
zu entwickeln und auf die Bühne zu
bringen. Frauke Narinder
In allen Gesundheitsfragen gern für Sie da:
Wir wünschen unseren Kunden
ein frohes Osterfestfest!
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 33
Hort am Rabet
Bei uns ist immer etwas los!
Zusätzlich zu den vielen Ganztagsan- der kostenfrei. Ein interessantes Me-
geboten unserer Grundschule gibt es mory mit Fotos und Ansichten unse-
auch weiterhin die vielfältigsten Akti- res Stadtteiles ist dabei in mühevoller
vitäten im Hort. Kleinarbeit entstanden. Alle Kinder
waren mit Begeisterung dabei und
So gehen schon seit einigen Jahren sind schon neugierig auf das ange-
die Kinder montags in das Kulturzen- kündigte Sommerferienprojekt.
trum O.S.K.A.R. zu Frau Jonas zum
Töpfern. Viele Kunstwerke sind dort Für die anderen Ferienkinder hatte
schon entstanden. Da es an unserer Frau Jankowiak natürlich auch viele
Grundschule zurzeit keinen Chor gibt, interessante Veranstaltungen gebucht,
aber der Wunsch der Kinder zum Sin- so dass es auch ohne Schnee nicht
gen bestand, haben wir mit Frau langweilig wurde.
Anne Heising aus dem Kulturzentrum
eine professionelle Chorleiterin ge- Selbstverständlich hoffen aber alle
funden. In der Vorweihnachtszeit Familientourteilnehmer, dass wir un-
standen für unsere Chorkinder die
ersten Auftritte an. Ein besonderer
Höhepunkt war die Benefizgala mit
Herz zu Gunsten der Elternhilfe für
krebskranke Kinder Leipzig e.V. im
Festsaal des Neuen Rathauses! Die-
se emotionale Veranstaltung, die es
schon seit vielen Jahren gibt, sollte
man sich unbedingt auch für die Zu-
kunft vormerken!
An dieser Stelle möchten wir uns
beim Kulturzentrum O.S.K.A.R. für
die Unterstützung unserer Arbeit ein
mal herzlich bedanken!
In der ersten Ferienwoche im Feb-
ruar haben einige unserer Kinder der
3. & 4.Klassen dort am Projekt „Neu-
stadt- on my mind“ teilgenommen.
Dieses wurde gefördert über „Kultur
macht stark-Bündnis für Bildung“,
und war für alle teilnehmenden Kin-
¬®¯°±² ³´¯µ ¶·¸¹º»¼½ ÈÈ ¾¿ÀÁÂÀ¿Á¾ÃÄ ¾ÅÆÂÇ
34 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
sere Winterfahrt nach den Ferien mit 28.01.15. Der BBVL
Schnee durchführen können. Dies- (Basketballverein) hatte
mal wollen wir Winterspaß rund um wieder zum „Mini-
Schoeneck in der höchstgelegenen Basketballfestival am
Stadt im Vogtland genießen. Also alle Rabet“ eingeladen. Der
Daumen drücken! Einladung waren er-
neut neun Mannschaf-
Mit einer zünftigen russischen ten aus Schulen und
Weihnachtsfeier im TSV „Joker“ star- Vereinen gefolgt. Unse-
tete das Projekt „Voll dabei“ in das re Hortkinder traten
Jahr 2015. Nicht nur Projektteil- mit zwei Mannschaften
nehmer, sondern alle Interessierten an.
waren zu dieser Feier eingeladen. Mit
Puppentheater, Väterchen Frost, Nun erholen sich alle
Snjegurotschka und natürlich russi- Aktiven erstmal in den
schen Köstlichkeiten wurden die Kin-
der überrascht. Das Dankeschön geht wohlverdienten Winterferien, bevor es
an Frau Goncharenko (Vereinsvor- am 23.02.15 erneut heißt: bei uns ist
sitzende), die diese Idee hatte. immer etwas los!
Im März starten dank des Vereins Euer Erzieherteam
auch die nächsten Schwimm- und vom Hort am Rabet
Tanzkurse für unsere Kinder. Erneut
werden die Kosten für die Übungs-
leiter sowie die Schwimmhallen-
nutzung vom Verein finanziert. Eine
tolle Möglichkeit, Integration durch
Sport zu intensivieren.
Auf in die dritte Runde hieß es am
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 35
„Piratenschiff“ im Rabet:
Wieso fehlt da eigentlich die Hälfte?
Im Stadtteilpark Rabet wird von vielen Der Bug des Spielschiffs „Bounty“. Das
Kindern und Eltern ein ganz besonde-
res Spielgerät schmerzlich vermisst: Heck mit Steuerrad und Kajüte wurde
das Heck des (im Volksmund so ge-
nannten) „Piratenschiffs“ nahe der wegen Sicherheitsmängeln abgebaut.
Hangrutsche. Seit Ende der 90er Jahre
stand das (im Stadtverwaltungs-Mund wieder Sicherheitsmängel fest, die auf-
so genannte) Spielschiff „Bounty“ auf wändig behoben wurden. Im Sinne der
der Sandfläche, also schon vor der Wirtschaftlichkeit entschied der Be-
Umgestaltung des Parks. Es bestand wirtschafter, nach erneuten Defiziten
aus zwei Teilen: dem Bug, der heute beim letzten Sicherheitscheck, das
noch aus dem Sand ragt, und dem Heck. Gerät schrittweise zurückzubauen.“
Auch der Bug wird also noch ver-
„Das ist sehr schade, dass das Heck schwinden.
nicht mehr steht. Das war ein abwechs-
lungsreiches Gerät, mit Steuerrad und Und? Kommt ein neues Schiff? Da
Kajüte, da haben meine beiden Kinder die „Bounty“ eine individuelle Sonder-
gern darauf gespielt“, sagt Maud Lieb- anfertigung für das Rabet war und kein
mann aus der Konstantinstraße. Nach- Stino-Seriengerät, das man einfach so
barin Franziska Greim pflichtet ihr bei: nachbestellen könnte, wäre ein gleich-
„Das ist ein Verlust, dass das nicht re- wertiger Ersatz sehr teuer, so Biehl.
pariert und wieder aufgebaut wird. Aber: „Das Amt für Stadtgrün und Ge-
Mein Sohn und ich haben viel Zeit am wässer plant für 2016 die Neuaus-
Steuerrad verbracht und in der Kajüte, stattung dieses Spielbereiches. Detail-
die wie eine Höhle war und die Fanta- lierte Planungen werden rechtzeitig in
sie und Kreativität angeregt hat. Mein der Öffentlichkeit vorgestellt.“ Dann
Sohn hat dort sogar Kino mit mir ge- können Eltern und Kinder ihre Bedürf-
spielt.“ nisse in den Planungsprozess einbrin-
gen. Achten Sie auf entsprechende
Das Neustädter Markt Journal frag- Terminhinweise an Einrichtungen im
te bei der Stadtverwaltung nach, war- Viertel, in der Tagespresse oder im
um das Spielgerät abgebaut wurde und Neustädter Markt Journal.
ob es wiederkommt – schließlich steht
die schöne Jahreszeit vor der Tür und Uwe Krüger
der Spielplatz wird von Kindern bald
wieder stark frequentiert sein. Gerald
Biehl vom Amt für Stadtgrün und Ge-
wässer gab uns Auskunft. „In den letz-
ten fünf Jahren stellte der TÜV immer
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36 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Hilfsbedürftige und engagierte Nachbarn gesucht
Sind Sie viel zu oft allein zu Hause im Pflegenetzwerk, Tel. 0800
und freuen sich über Gespräche und 5832411 (gebührenfrei)
kleine Hilfen? Oder würden Sie gern
kulturelle Angebote im Stadtteil nut- Öffnungszeiten Seniorenbüro: Mo:
zen, wissen aber nicht, mit wem und 12-16 Uhr, Die 9-12 und 14-17 Uhr,
wie Sie dort hin gelangen sollen? Mi: 9-16 Uhr, Do: 9-12 und 14-16 Uhr
und Fr: 9-12 Uhr
Nachbarschaftshelfer sind ausge-
bildete Helfer, die z.B. Pflegebedürf- Was wir noch sagen wollen:
tige im Alltag stundenweise betreuen Das Seniorenbüro ist sehr glück-
können, Unterstützung für die Bewäl- lich um den Umstand, dass das Neu-
tigung kleiner Aufgaben geben oder städter Journal weitergeführt werden
einfach kurze Spaziergänge mit dem kann. Durch diese Presse erreichen
zu Besuchenden in die Umgebung wir zusätzlich eine Vielzahl an Bür-
durchführen. Vor allem an Demenz gern, die die Informationen rund ums
Erkrankte können von dieser Hilfe älter werden hier aus dem Büro
besonders profitieren. besonders schätzen; einen Ort wis-
sen, wo gegenseitiger Respekt und
Die Bezahlung der Nachbarschafts- Akzeptanz gelebt wird in Verbindung
helfer wird über die Krankenkasse mit einer Vielzahl an kulturellen und
abgerechnet, für den Betroffenen ist bildungsreichen Angeboten, die sich
diese Hilfe kostenfrei. gegen das Alleinsein von älteren Men-
schen richtet. Ohne dieses Wissen
Haben Sie Interesse an solch einer sind die besten Angebote und das Vor-
Hilfe? Bitte erfragen Sie nähere In- halten von persönlicher Beratungszeit
formationen im Seniorenbüro Ost umsonst. Ein Netzwerk ist eben nur
„Inge & Walter“ Eisenbahnstraße 66, dann richtig ausgeschöpft, wenn es
Telefon: 0341/26371168 oder unter alle mit einbezieht. Darum ein Danke
[email protected]. In- für diese Verbindung. Wir drücken
teressierte Nachbarn können aller- jedenfalls die Daumen und sind
dings selbst an Schulungen teilneh- weiterhin zuversichtlich.
men, um auch ein Nachbarschafts-
helfer zu werden. Nähere Informati- Das Team des Seniorenbüros Ost
onen ebenfalls im Seniorenbüro oder
„Inge und Walter“
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 37
Der Neustädter Markt und seine Kunst
Fortsetzung zu Journal 4/ 2014
Es ist Messezeit, da ist alles teurer
Fräulein Noth zur Erhöhung meines Übernachtungspreises
September 1990
Am Neustädter Markt schauen wir das architektonisch schöne und unter
Denkmalschutz stehende Eckhaus Hedwigstraße 3 an, ein typisches Grün-
derzeithaus, erbaut 1886. Es liegt gut einen Kilometer östlich vom Haupt-
bahnhof. Im Erdgeschoss sind zwei Läden, darüber 20 Wohnungen, von
denen nur noch sechs rechtmäßig bewohnt sind, hinzu kommen einige
„Schwarzbewohner“. Mickan kennt die Verhältnisse im Haus gut. Die Woh-
nungen in den oberen Stockwerken sind „verworfen“. Diesen Ausdruck für
baurechtlich gesperrte Wohnungen höre ich zum ersten Mal, in seiner
Bildlichkeit leuchtet er mir sofort ein.
Äußerlich sieht das Haus grau in grau aus. Der architektonisch imposante
Baukörper mit den zahlreichen schönen Stuckelementen verleiht dem herun-
tergekommenen Gebäude jedoch einen morbiden Charme, der mich faszi-
niert. Neben der rationalen wirtschaftlichen Überlegung spielt beim Kauf auch
ein wenig das Gefühl mit,
diesem lieblos herunterge-
kommenen Haus seine ur-
sprüngliche Schönheit zu-
rückzugeben. Übrigens ein
Beweggrund, den ich auch
von anderen Bauherren in
diesen Tagen gelegentlich
höre.
Selbst die guten Beziehun-
gen von Peter Linke reichen
diesmal nicht aus, ein Hotel-
zimmer zu finden! So woh-
ne ich in einem Privatquar-
tier, das Frau Weibrecht mir
über eine Bekannte besorgt
hat. Die geräumige Wohnung
von Fräulein Noth, in der sie
gelegentlich ein Zimmer pri-
vat vermietet, liegt in der
Das Gebäude Hedwigstraße 3 im Jahre 1990. Lützower Straße. Trotz ih-
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38 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
rer von mir geschätzten rund 50 Lebensjahre nennen sie alle „Fräulein“, ich
sage selbstverständlich „Frau Noth“ zu ihr.
Die Wohnung liegt im ersten Stock und Fräulein Noth hat mich in ihrem
schönsten Zimmer einquartiert, dem Wohnzimmer, das einen großen Erker
zur Straße hin hat. Sehr nahe am Gebäude, fast noch unter dem Erker, fährt
die Straßenbahn durch die Lützower Straße, sozusagen direkt unter meinem
Bett, das zu allem Unglück auch noch im Erker steht. An Schlaf ist nicht
mehr zu denken, wenn morgens gegen fünf Uhr die ersten Straßenbahnen
durch die Straße donnern. Diese machen einen Höllenlärm; es sind die soge-
nannte Tatra-Züge aus der Tschechoslowakei, erzählt man mir. Sie wurden
nach 1968 ausgeliefert und die Leipziger nennen sie „Dubceks Rache“. So
kommt seine Rache auch über mich, obwohl ich in dieser Hinsicht nichts
Böses getan habe.
Fräulein Noth ist Buchhalterin in einer Süßwarenfabrik, die jetzt von der
Treuhand abgewickelt wird. Sie klagt mir ihr Leid, dass Sie eine Bilanz für die
Firma erstellen soll, aber keine Ahnung habe, wie das geht.
Einige Wochen später habe ich noch mal – notgedrungen – Fräulein Noths
Nachtquartier in Anspruch nehmen müssen. Das Zimmer kostet nun 60 statt
vorher 40 DM. „Warum diesmal 60 DM?“ frage ich. „Es ist Messezeit“, sagt
Fräulein Noth, „da ist alles teurer“. Wie man eine Bilanz erstellt, weiß Fräulein
Noth noch nicht, den Kapitalismus an sich hat sie aber schon gut begriffen.
Der – häufig – in den Osten strafversetzte Wessi verdient für die
gleiche Arbeit deutlich mehr als sein ostdeutscher Kollege –
Missstimmung in den Behörden Januar 1992
Die Besprechungen über die Baugenehmigung ziehen sich hin. Der Erwerb
des Nachbargrundstücks Hedwigstraße 1 ist nun zwingend erforderlich für
das Betreiben eines Hotels, zum einen wegen der auszuweisenden Stellplätze,
zum anderen wegen zusätzlicher Fluchtwege bei Brandgefahr. Ende 1991
beginnen endlich die Bauarbeiten.
Am späteren Vormittag treffe ich mich mit Frau Weibrecht im Rathaus. Wir
möchten mit Christian Albrecht Jacke, dem Wirtschaftsdezernenten der Stadt,
den zügigen Kauf des Nachbargrundstücks besprechen. Ich fahre mit dem
Paternoster aus dem 3. Stock ins Erdgeschoss, während Frau Weibrecht –
wie üblich – die Treppen herunter geht, da Sie nicht gerne Paternoster fährt.
Nur wenn es über mehrere Stockwerke aufwärts geht, fährt sie gelegentlich
mit. Denn Treppensteigen in diesen hohen Stockwerken des denkmalge-
schützten Gebäudes ist anstrengend. Am Ausgang des Paternosters treffe ich
Ludwig Schön. Inzwischen weiß ich, dass er der Leiter des Hochbauamtes
ist. Ich berichte ihm vom Fortschritt und Stand des Hotels. Gestern Abend
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1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 39
war er in der Oper, sah Elektra von Richard Strauss. „Gut gemacht von Udo
Zimmermann“, lobt er, „sollten Sie sich anschauen“.
Das Hochbauamt ist inzwischen – wie viele weitere Ämter – in die Prager
Straße umgezogen. „Besuchen Sie mich mal in meinen neuen Räumen“, lädt
er mich ein. Ich sage gerne zu.
Es gibt in diesen Tagen oft auch Missstimmung unter den Mitarbeitern in
den Behörden, wenn der – häufig „in den Osten strafversetzte“ – Wessi für
die gleiche Arbeit deutlich mehr verdient als sein ostdeutscher Kollege. Um
13.00 Uhr folgt eine Besprechung im Wohnungsamt mit Holger Tschense,
dem Amtsleiter, und weiteren Mitarbeitern. Es geht um Schaffung von Er-
satzwohnungen für die freizulenkenden Wohnungen in der Hedwigstraße 1.
Für den ersten Bauteil des Hotels, die Hedwigstraße 3, hatten Tschense und
ich eine handschriftliche Vereinbarung – eine Seite lang – aufgesetzt und un-
terschrieben, in der ich mich zur Schaffung von Ersatzwohnungen verpflich-
tete und Tschense dem Umbau in ein Hotel zustimmte. Tschense hatte sich
für dieses eigenmächtige Vorgehen eine Rüge der Rechtsabteilung eingehan-
delt, zumal in der Vereinbarung nicht aufgenommen wordenwar, bis wann die
Wohnungen geschaffen werden sollten.
Später haben wir oft über diese handschriftliche Seite geschmunzelt: Alles
lief bestens, das Hotel wurde zügig fertiggestellt und die Ersatzwohnungen
habe ich ebenso zügig in der Baumannstraße 18 geschaffen. Vor ein paar
Jahren, als wir uns zufällig tra-
fen, kam Tschense noch mal
auf die Sache zu sprechen und-
scherzte: „Heutzutage würde die
Staatsanwaltschaft bei uns
beiden ermitteln“!
Auch die Mieter sind mit Ih-
ren Ersatzwohnungen zufrie-
den. Als ich später einmal Frau
Otto, eine der beiden langjähri-
gen Mieterinnen in der
Hedwigstraße 3, zufällig auf der
Straße treffe, schließt sie mich
spontan in ihre Arme: „Zum ers-
ten Mal in meinem Leben habe
ich nun eine gescheite Woh-
nung“, sagt mir die über 80-jäh-
rige Frau überglücklich. Sie hat-
te über 40 Jahre in der
Galerie Hotel Leipziger Hof, 2003. Hedwigstraße 3 gewohnt.
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40 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Ein Glas einfache Marmelade im Konsum um die Ecke kostet nun
3,55 DM – Mieterin Grossmann ist von der Wende enttäuscht, Mai
1992
Am Abend treffe ich mich in der Wohnung des Hausmeisters Kretschmer in der
Hedwigstraße 1 mit den Mietern im Hause. Alle Mieter der noch bewohnten fünf
Wohnungen sind gekommen und empfangen mich sehr freundlich.
Ich erläutere die geplante Erweiterung des Hotels, auch dass geplant ist, die
ursprüngliche, schöne Fassade mit den Stuckelementen wieder anzubringen.
Mieterin Grossmann und Familie Kretschmer wohnen schon seit Ende des Zwei-
ten Weltkriegs hier und haben miterlebt, als die Fassadenelemente abgeschlagen
wurden. Es sei wohl um das Jahr 1968 gewesen, erinnern sie sich.
Frau Grossmann ist Rentnerin und hat schon vor vielen Jahren immer wieder
Anträge auf eine andere Wohnung gestellt – ohne Erfolg. Am liebsten jedoch
möchte sie in ein Rentnerheim, wie sie es nennt, gehen. Nach unserer Versamm-
lung bitte ich Frau Weibrecht, sich einen entsprechenden Platz im Rentnerheim
zu kümmern. Es klappt schließlich und Frau Großmann zieht voll Freude dort ein.
Mit den Mietern sitze ich noch über eine Stunde zusammen und wir sprechen
über allgemeine Dinge. Über die hohen Lebensmittelpreise wird geklagt. Einer der
jungen Mieter erzählt, dass er und seine Freundin einmal wöchentlich außerhalb
von Leipzig auf einem Markt einkaufen; Für ca. 60 DM kaufen sie dort Lebens-
mittel ein, die für die Woche ausreichen. „In Leipzig würden wir mindestens das
Doppelte bezahlen“, erzählen sie.Frau Grossmann ist entsetzt, dass ein Glas ein-
fache Marmelade im Konsum um die Ecke nun 3,55 DM kostet. Alle haben von
der Wende mehr erwartet und sind enttäuscht.
Als das Gespräch auf Honecker kommt, der derzeit Zuflucht in der Chileni-
schen Botschaft in Berlin gefunden hat, frage ich in die Runde, was man mit ihm
machen solle. Alle bezeichnen ihn als Verbrecher. Frau Grossmann sagt, man
solle ihn aus der Botschaft holen und in eine Wohnung einquartieren, die ähnlich
wie die ihrige ist. Da soll er dann den Rest seines Lebens wohnen müssen.
Bei meinen Taxifahrten in Leipzig frage ich manchmal den Fahrer nach der
Stimmung in der Stadt – so auch heute. „Vieles geht voran“, sagt er, „aber es läuft
nicht alles gut. Ich wohne im Neustädter Markt – Eisenbahnstraße, früher Ernst-
Thälmann-Straße – kennen Sie sicher. Dort wird gerade ein Wohnhaus in ein
Hotel umgewandelt, obwohl es zu wenige Wohnungen in Leipzig gibt“. Ich über-
lege einen Moment, ob ich mich als Bauherr zu erkennen gebe
und ihm von meinen Bemühungen erzähle, Ersatzwohnungen zu schaffen.Ich
überlege einen Moment, ob ich mich als Bauherr zu erkennen gebe ...
}~
Klaus Eberhard, „Zu Gast bei Mattheuer und Rauch, Tagebuch eines Leipziger Kunstsam-
mlers“, E.A. Seemann Verlag Leipzig, 2012. 304 Seiten, 45 Fotos, 19,90 •; erhältlich im
Buchhandel und im Galerie Hotel Leipziger Hof, Hedwigstr. 1-3.
1 / 2015 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 41
Aus der Heilig-Kreuz-Gemeinde
Neustädter Markt 8 Gottesdienste:
04315 Leipzig Sonntags, 9.30 Uhr
Tel./Fax: 6 88 51 62
www.heilig-kreuz-leipzig.de Besondere Gottesdienste:
Bürozeiten: 06.03. – Weltgebetstag 18 Uhr un-
mo. 15 - 17 Uhr ter dem Thema: ”Begreift ihr meine
do. und fr. 10 - 12 Uhr Liebe?” mit Liturgie von den Frauen
aus den Bahamas und anschl. Abend-
essen
02.04. – Gründonnerstag 19 Uhr
Gottesdienst mit Tischabendmahl
03.04. – Karfreitag 15 Uhr Gottes-
dienst mit dem Gemeindechor
05.04. – Ostersonntag 9.30 Uhr
Festgottesdienst mit Abendmahl
8.00 Uhr Osterfrühstück – Anmel-
dung erforderlich
Jugendkeller Hl. Kreuz: mo + do Regelmäßige Termine:
16-22 Uhr, Jugendraum Juliusstr. 5: Kinderkreis mit Rudi am 1. und 3.
di + mi 17-21 Uhr Donnerstag im Monat jeweils 16 Uhr
Kinderkirchensamstag:
Fragen zum 18.04. und 09.05.2015
Junge Gemeinde: jeden Dienstag 19
³´µ ¶¶·¸¹º»¼ ¶½¾ Uhr (Jugendkapelle Nikolaikirche)
Gesprächskreis: jeden Donnerstag
¡¢£¤ ¢£¥ ¦¡§¥¡¨©¤ª©¥« « ¬ ¬ ®¥ ¯¥ °± ² 19.30 Uhr im Christenlehreraum
Tanzkreis: jeden letzten Mittwoch
(Frau Klein) Tel. 9 60 50 46, Ritterstraße 19.30 Uhr in der Krypta
5, Nikolai-Eck Seniorenfrühstück: Stunde der Be-
gegnung und Kirchenklub 1 x im Mo-
Telefonisch erreichbar: nat – bitte den Aushang beachten!
Mo - Fr 8.30 - 12.00 Uhr
Mo, Mi, Do 13.00 - 16.00 Uhr Veranstaltungen:
Di 13.00 - 18.00 Uhr 12.03. 19.30 Uhr Buchlesung un-
und E-Mail: ter dem Thema:”Alltagsnotizen eines
Christen in Israel und Palästina - zwi-
[email protected] schen den Stühlen”
15.04. 19.30 Uhr Konzert mit
Herrn Roemer an der Orgel und Chor
¿ÀÁÂÃÄÅ ÆÇÂÈ ÉÊËÌÍÎÏÐ ÛÜ ÑÒÓÔÕÓÒÔÑÖ× ÑØÙÕÚ
42 NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL 1 / 2015
Rätsel
Liebe Rätselfreunde, Preisfrage:
gesucht wird heute ein Tier, welches Welches Lösungswort wird gesucht?
im zeitigen Frühjahr saisonhalber auf-
taucht und besonders bei Kindern Überraschungspräsent!
sehr beliebt ist. Der zweite Buchsta- Zuschriften per Fax 6 81 19 44, per
be der gesuchten Begriffe ergibt – Post (Schulze-Delitzsch-Str. 19,
von oben nach unten gelesen – das 04315 Leipzig) bzw. in den Vereins-
gesuchte Tier. briefkastenoder an unsere Mail-Adres-
se: [email protected].
1. Allgemeines Kleidungsstück Einsendeschluss ist der 30.05.2015
2. Mädchenname
3. Landkartensammlung
4. Niederschlag
5. Staat im Kaukasusgebiet
6. Baumart
7. Stadt in der Schweiz
8. Türkische Großstadt
9. Gewässer
Impressum Bildnachweis:
Umschlag: Gabriele Oertel
NEUSTÄDTER MARKT JOURNAL S. 4, 6, 7: H. Staniok
S. 8: Jan Keilhauer
Erscheint vierteljährlich für die Leipziger Ortsteile S. 10: Franziska Wicke
Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf S. 11, 12, 14,16: Henry Hufenreuter
Herausgeber: S. 13: Sozialwarenhaus
Bürgerverein Neustädter Markt e. V. S. 21: Privat
Redaktionsleitung: Henry Hufenreuter S. 25, 26: Thomas Biskupek
Das Neustädter Markt Journal wird finanziell S. 27, 28: Tante Hedwig
unterstützt vom Amt für Stadterneuerung und S. 29: O.S.K.A.R.
Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig S. 31: Maud Liebmann
aus Fördermitteln des Programms Städtebauliche S. 32: Xaver Erhard
Erneuerung / Sanierungsgebiet Neustädter Markt. S. 33, 34: Hort am Rabet
S. 35: Uwe Krüger
S. 37: Armin Kühne
S. 39: Leipziger Hof
Redaktionsadresse: Druckerei: www.druckdiscount24.de
Schulze-Delitzsch-Str. 19, 04315 Leipzig Auflage: 5.000 Exemplare
Tel./Fax 0341/6 81 19 44 Für namentlich gekennzeichnete Artikel sind die
E-Mail: [email protected] Autoren verantwortlich; sie geben nicht unbedingt
www.neustaedtermarkt-leipzig.de die Auffassung des Herausgebers wieder.
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