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Published by FRISCHphoto, 2017-10-04 04:32:05

showme

showme modevision
EDITION 2017


2..ff....

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Foto: www.friedrichscheichl.com
Vorwort
Herzlich Willkommen
Gemeinsam
Mit Demut und Stolz blickt unsere Höhere Lehranstalt auf 120 Jahre Bildungsarbeit mit Mode und Kreativität in Ebensee zurück. Sie ist schon lange eine Institution im Ort, in der Region und im Land.
Junge Menschen, die mit Talenten in unterschiedlichsten Bereichen zu uns kommen, werden hier gefördert, gefordert . und bei entsprechendem Willen und Engagement zur Reife- und Diplomprüfung geführt.
Den Eltern, die mit ihren Kindern diese Chance ergriffen und die Herausforderung angenommen haben, hier in Ebensee bestmögliche Bildung erwerben zu können, sei für ihre Weitsicht und das Vertrauen herzlich gedankt. Sie haben erkannt, den AbsolventInnen eröffnen sich nach der 5jährigen Ausbildung bei uns viele Möglichkeiten für diverse Studien an Universitäten oder Fachhochschulen sowie gleich oder später im Berufsleben.
Auch der Arbeit meines Lehrkörpers, ohne dessen überdurchschnittlichem Engagement vieles nicht möglich wäre, erweise ich meine höchste Wertschätzung.
Damit das Bildungsgeschehen, so wie wir es hier verstehen, funktioniert, braucht es eben:
Neugierige, engagierte, aktive junge Leute und Lehrpersonen, die ihre Erfahrungen, ihr Wissen und Können der Jugend wertschätzend, aber auch klar und deutlich vermitteln. Ich weiß, wir haben hier eine besonders gute Mischung. Darauf baue ich, darauf vertraue ich! So wird auch in den nächsten Jahrzehnten unsere Schule eine besondere Perle in der Bildungslandschaft Österreichs bleiben.
120 Jahre haben gezeigt, die HLA Mode Ebensee hat seit ihrer Gründung 1897 immer den Bedürfnissen und Herausforderungen der Gesellschaft Rechnung getragen und war in vielen Belangen Vorreiterin, im Fachbereich ebenso wie auch bei den letzten modernen Lehrplankonzeptionen.
Liebe Leserinnen und Leser dieses Festmagazins! Geschätzte Freundinnen und Freunde unserer Modeschule Ebensee!
Als Leiter der Modeschule Ebensee präsentiere ich Ihnen mit Freude dieses gedruckte Werk. Es ist keine Festschrift im herkömmlichen Sinn, sondern außergewöhnlich, teils schräg und unerwartet, schlichtweg besonders - gemäß dem „Spirit“, dem „Esprit“, dem „Style“ der Schule.
Die nächsten Seiten spiegeln in ungewöhnlichen Fragmenten die spannende Bildungswelt in unserem Haus wider. Es sind Fragmente, weil das Gesamte natürlich nur dann zu erleben ist, wenn man hier lernt, lehrt und arbeitet.
Und neben dem „üblichen“ Unterrichtsgeschehen wird hier im Haus das „soziale und solidarische Gewissen“ geschult und praktiziert. Unsere SchülerInnen werden angehalten, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Sie sollen sich mit Mut und Tatendrang lautstark und konsequent in unsere immer komplexer werdende Welt einbringen. Demokratie- und Wertevermittlung als Lehr- und Lerninhalt in allen Gegenständen in Zeiten der „Globalisierung“ und „Digitalisierung“ ist uns ein besonderes Anliegen. Als Schule wollen wir hier einen relektierten Beitrag für die Zukunft unserer Jugendlichen leisten.
Insgesamt wird uns wohl auch der Schulneubau samt Sanierung zusätzlich in unserer Bildungsarbeit belügeln.
„Danke“: Unseren SchülerInnen für ihr „Hier-Sein“, ihre Bereitschaft zum kreativen Tun und das professionelle Engagement über den regulären Unterricht hinaus, den Eltern für das Vertrauen, allen Projektpartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft, den politisch Verantwortlichen, der Schulaufsicht und nicht zuletzt meinem innovativen Lehrkörper für seine Toparbeit.
Wir gehen zuversichtlich in die nächsten Jahrzehnte und bleiben der selbstauferlegten Aufgabe treu: Zukunft schon jetzt leben, diese immer wieder neu denken und umsetzen. Mit Offenheit für Veränderungen der Zeit einen Schritt voraus sein: Mode.Vision.Ebensee
Wir sind gut unterwegs, gemeinsam.
Ich wünsche unserer HLA Ebensee das Beste .
. und Ihnen viel Freude mit unserem Festmagazin!
Herzlichst!
Prof. Mag. Herbert Mittendorfer Direktor


In Mode
seit 120 Jahren
Ein 120-jähriges Jubiläum ist nicht nur ein besonders schöner Grund zu feiern, sondern auch ein guter Anlass, kurz innezuhalten, Revue passieren zu lassen und auf
vergangene Erfolge zurückzublicken.
Die Höhere Lehranstalt für Mode Ebensee kann hierbei auf eine besonders lange Tradition erfolgreichen Lernens und Lehrens zurückschauen. Im Mittelpunkt
des Erfolgs stehen – wie so oft – die Menschen: Das engagierte Team rund um Direktor Herbert Mittendorfer ebenso wie die vielen jungen Menschen, die mit ihren
unterschiedlichsten Begabungen dem Schullebensraum der HLA ihren besonderen Charme verleihen.
Die 120 Jahre merkt man der Schule dabei nur im besten Sinne an – in Hinblick auf Tradition, Erfahrung und verinnerlichten, gelebten Werten, die in dieser innovativen Einrichtung den Fokus ganz auf die Bedürfnisse der SchülerInnen lenken. Sei es im Bereich „Design und Grafik“ oder „Modemarketing und Visual Merchandising“, die Kreativität der SchülerInnen wird an der HLA für Mode in Ebensee auf allen Ebenen gefördert. Aktive Kontakte zur Wirtschaft bieten den SchülerInnen dabei seit der Gründung der Schule im Jahr 1897 eine zukunftsorientierte Ausbildung und einen guten Start ins Berufs- bzw. Universitätsleben.
Ich gratuliere Direktor Herbert Mittendorfer, allen PädagogInnen und MitarbeiterInnen sowie natürlich auch der gesamten SchülerInnenschaft ganz herzlich zum Geburtstag, bedanke mich für die herausragende Arbeit und wünsche viel Erfolg und Kraft für die nächsten 120 Jahre!
Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid
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modevision
eine Übesicht
UnsereGeschichte s10 Historische Entwicklung und Chronik der
HLA für Mode Ebensee
VolldasLeben s16 Kooperationen mit Wirtschaft, Industrie
und kulturellen Institutionen
Immer was los s38
Skikurse, Sportwochen, Sprachwochen,
Exkursionen, Projekttage, Auslüge
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Selbstbewusstvoran s46 Unterricht anders – Teilnahme an und
Organisation von Aktionstagen und Wettbewerben
Wirsindsozial s54 Charity-Aktionen und soziales Engagement
der Schülerinnen und Schüler
UnserAuftritt s58
Die Modeschau als krönender Abschluss
und Highlight des Schuljahres


ff120 Jahre alt und so modern
Die Modeschule Ebensee kann stolz auf ihre bewegte Geschichte zurückblicken. Viele Absolventinnen und Absolventen haben hier eine fundierte Ausbildung erhalten und den Grundstein für einen erfolgreichen Berufsweg gelegt. Mit zeitgemäßen Ausbildungsschwerpunkten (Modedesign und Grafik, Marketing und Visual Merchandising) und ihrem engagierten Lehrerteam ist die Höhere Lehranstalt für Mode am Puls der Zeit und lockt Jugendliche aus allen Landesteilen an. „Kleider machen Leute“ - auch das „neue Gewand“ des Schulgebäudes wird dazu beitragen, dass die Modeschule auch in Zukunft ein attraktiver Bildungsanbieter im Salzkammergut
ist.
Martin Ettinger, Wirtschaftskammer OÖ
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Leidenschaft für Mode
Seit 1897 vermittelt die Höhere Lehranstalt für Mode Ebensee den Schülerinnen und Schülern zukunftsorientierte Fachausbildung – das Wichtigste für junge Menschen, die dadurch die Möglichkeit haben, ihre Träume verwirklichen zu können. Gerade bei einem schnelllebigen Thema wie Mode ist es wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben. Deshalb ist es besonders eindrucksvoll, dass diese Bildungseinrichtung schon so lange einen erfolgreichen Weg geht und den Jugendlichen den Weg in die Welt der Mode ebnet, denn junge
Menschen sollen ihre Kreativität ausleben und Ideen verwirklichen können.
Auf Tradition aufzubauen und zugleich Neues zu erschaffen ist etwas, worauf wir stolz sein können. Unsere Gesellschaft braucht junge, dynamische Menschen, die etwas Kreatives erschaffen. Engagierte Lehrerinnen und Lehrer unterstützen die Jugendlichen, sich bestmöglich und individuell zu entfalten, dafür ein großes Dankeschön.
Es ist offensichtlich, dass in der HLA Ebensee die Leidenschaft für Mode selbst nach 120 Jahren noch glüht. Ich gratuliere der gesamten Schulleitung und dem Lehrerteam zum Jubiläum und wünsche den Schülerinnen und Schülern noch viel Freude in „ihrer“ Schule und alles Gute für die beruliche Laufbahn!
Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann
Ich gratuliere der Modeschule Ebensee ganz herzlich zum 120-jährigen Jubiläum. Doppelten Grund zur Freude gibt es, weil Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Jubiläum in den neu eröffneten Räumlichkeiten feiern können. Denn um immer wieder neue, innovative Ideen zu entwickeln, braucht es auch die richtige Umgebung – ich wünsche allen, dass sie diese Umgebung in den neuen Räumen inden mögen. Der Baukalender, der während der Umbauphase entstanden ist, ist nur eines von vielen Projekten, durch die die Kreativität und der hohe Ausbildungsstandard der Modeschule Ebensee nach außen hin
sichtbar ist.
Ich wünsche allen derzeitigen und künftigen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern in den nächsten Jahren ebenso viel Kreativität, neue Ideen und Freude am Designen und Gestalten wie bisher. Meine herzlichsten Glückwünsche.
Mag.a Christine Haberlander, Landesrätin für Bildung
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Fotos: www.friedrichscheichl.com


Dankeschön...
Das Sprichwort „Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe! Wenn du einen Tag lang glücklich sein willst, geh´ fischen! Wenn du einen Monat lang glücklich sein willst, schlachte ein Schwein! Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit und feiere die sich bietenden Anlässe!“ muss an der Höheren Gewerblichen Bundeslehranstalt für Mode (ME- Modeschule Ebensee) wohl bekannt sein, kam mir in den Sinn, als Dir.
Mag. Herbert Mittendorfer um ein Grußwort für die Festschrift bat.
120 Jahre Modeschule Ebensee verlangt Besinnen, welche Spuren sich aus der Geschichte, also von 1897 bis heute 2017 sichtbar machen lassen; verlangt aber auch anhand dieses geschichtlichen Fadens für „heute“ und für „morgen“ Arbeitsziele und Feieranlässe auf- und anzunehmen.
In unserem Ort sind die Kreativität und die Liebe zum künstlerischen Handwerk besonders ausgeprägt. Dies ist auch an den regelmäßig stattfindenden Kreativmessen, wo zahlreiche Künstler für bewunderndes Staunen bei den
Besuchern sorgen, zu sehen.
In diesem Umfeld passt eine Schule, die zur Reifeprüfung führt, und dabei die Kreativität, Präsentations- und Gestaltungsfreude fördert, optimal. Die sich wiederholenden Auszeichnungen und beeindruckenden Modeschauen zeugen von einem guten Nährboden für die Schülerinnen und Schüler.
Umso mehr freut es mich, dass es heuer endlich gelungen ist, die Modeschule in Ebensee einer längst überfälligen Generalsanierung zuzuführen und das Schulgebäude auf einem Standort zusammenzufassen. Um die dazu nötigen Mittel für Ebensee zugesprochen zu bekommen, war eine konstruktive Zusammenarbeit aller GemeindepolitikerInnen Voraussetzung. Bis es dann schlussendlich zur Verwirklichung des Bauvorhabens kommen konnte, waren bei
Jährliche Junior Companies zur Produktentwicklung und Produktvermarktung, gelungene Sozialaktionen, Projektlernen mit namhaften österreichischen Designern und Wirtschaftspartnern sowie die gelebte Zusammenarbeit mit allen weiteren Schulen der Region belegen Professionalität, Menschlichkeit und Verantwortungsbereitschaft von Lehrenden und Lernenden.
Für diese Arbeit danke ich den Schülern, den Lehrenden und Mitarbeitern und namentlich den Schulleitern HR Mag. Ernst Pfatschbacher, Mag. Rudolf Steinkogler und Direktor Mag. Herbert Mittendorfer.
Angelehnt an einen alten Slogan der Getränkewerbung formuliere ich meinen Gruß für weitere erfolgreiche Jahre: „In die Hände, meine Lieben, wurde euch „ME“ geschrieben. Folgt dem Zeichen der Natur: ME- Modeschule Ebensee bringt euch Kultur.
HR Dr.in Maresa Binder, Landesschulinspektorin
unzähligen Besprechungen viel Ausdauer, Zähigkeit und gute Nerven nötig. Bei allen Projektbeteiligen möchte ich mich auch hier ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken.
Für Ebensee hat die Modeschule auch wirtschaftlich eine große Bedeutung und sie ist auch ein wichtiger Impulsgeber für die gesamte Region. Die umfangreiche Bildung der heranwachsenden Generationen ist die essentielle Grundlage für unseren Wohlstand und unsere moderne Demokratie. Möge sie in den nun zeitgemäßen räumlichen Rahmenbedingungen exzellent gelingen.
Alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!
Ing. Markus Siller, Bürgermeister von Ebensee
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Unsere Modeschule, die Höhere Lehranstalt für Mode, feiert ihren 120-jährigen Bestand!
Sie ist eine alte Institution, die unser Ebensee, unsere Region geprägt hat und dabei immer jung geblieben ist. Sie hat sich immer den Anforderungen der Zeit gestellt und entsprechend notwendige und zukunftsweisende Bildungsangebote präsentiert und im Haus umgesetzt. Von der Spanitz-Stickschule, die den „Ebenseer Kreuzstich“ weltberühmt gemacht und vielen Frauen die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit gegeben hat, über die „Gewerbeschule“ bis hin zur heutigen „Höheren Lehranstalt für Mode“, die jungen Menschen die Möglichkeit bietet, Kreativität mit einem großen Fachwissen und einer entsprechenden Allgemeinbildung zu verbinden. Sie ist unsere „Matura-Schule“ in
Ebensee und darauf bin ich stolz!
Mit dem gelungenen Schulumbau, der das passende Geschenk des Bundes zur
120-Jahr Feier ist, erfährt nun auch der Schulstandort Ebensee eine neue und besondere Qualität.
Als Gemeindevertreterin bin ich froh, mit der Modeschule viele junge Menschen im Ort zu wissen, für die Ebensee zumindest 5 Jahre lang der Lebensmittelpunkt ist. Ich weiß aber auch, dass dies ein ständiger Auftrag für unsere Gemeindepolitik bleibt, unser Ebensee auch für diese Studierenden attraktiv und lebenswert zu gestalten. Außerdem bietet diese Schule entsprechende qualiizierte Arbeitsplätze im Ort und die Modeschule insgesamt leistet als Institution mit ihren besonderen Veranstaltungen einen unverzichtbaren Beitrag für das gemeinsame gesellschaftliche Leben in Ebensee.
Ich danke allen Verantwortlichen in der Bildungsarbeit an der HLA und der gesamten Schulgemeinschaft für ihr Engagement und wünsche weiterhin viel Kreativität für die nächsten 120 Jahre!
Franziska Zohner-Kienesberger, Vizebürgermeisterin von Ebensee (Vorsitzende des Ausschusses für Schule)
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Foto: www.friedrichscheichl.com


modevision
unsere Geschichte
Warum sind
wir hier?
Ich finde es bereichernd, eine so familiäre Schule wie unsere Modeschule hier in Ebensee besuchen zu dürfen, in der man nicht nur eine gute Berufsausbildung erhält, sondern viel wichtiger noch, etwas fürs Leben lernt. Auch wenn Ebensee keine Modemetropole ist, liebe ich es. Die Modeschule Ebensee ist für mich wie eine zweite Familie. Hier kann ich „ich“ sein. Innerhalb der Klasse unterstützen wir uns gegenseitig und behandeln uns respektvoll.
(SchülerInnen der 1A & 1B)
Die Geschichte eines Erfolgs
Eine Schule, so liest man in verschiedenen Definitionen, hat den Bildungsauftrag im Lehren und Lernen, soll zum Erwerb von Wissen und Können anleiten, vermittelt Werte und trägt dazu bei, dass die auszubildende Persönlichkeit sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringen kann.
Diesen vielfältigen Aufgabenstellungen kommt die Modeschule Ebensee seit nunmehr 120 Jahren in unterschiedlichster Art und Weise nach. Dieser Zeitraum spiegelt sich in vielfältiger Weise in der in der Chronik dargestellten Entwicklung dieser Bildungseinrichtung wider.
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigen sich Um- und Aufbrüche, die auch prägend für die Gesellschaft im Salzkammergut und in Ebensee sind. Der Niedergang der Monarchie zeichnet sich ab, die Gesellschaft befindet sich nicht zuletzt durch die Entwicklung von Technik und Wirtschaft in einer Situation der Neuorientierung.
Ebensee hat um 1900 bereits so viele Einwohner wie heute, zur Saline und Solvay siedeln sich weitere Betriebe an, so zum Beispiel 1910 die Spinnerei und Weberei, und das Gewerbe entwickelt sich entsprechend. Wesentlich war für die Schulentwicklung auch der Wandel im Frauenbild. Die Frau trägt zunehmend zum Lebensunterhalt der Familie bei, ihre Arbeitskraft wird vor Ort gebraucht und so ist es auch notwendig, entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten für sie anzubieten. Die 1897 gegründete Frauenerwerbsschule ist ein konsequenter Schritt in diese Richtung. Werden zunächst Heimarbeiterinnen ausgebildet, wandelt sich ab 1915 das Ausbildungsziel und auch der Name in Frauengewerbeschule. Bildung
stärkt persönliches Wertempfinden und Bewusstsein. In den Anfangsphasen der Schule stehen vor allem die handwerklichen und hauswirtschaftlichen Fähig- und Fertigkeiten im Mittelpunkt, die Allgemeinbildung läuft mit. Das ändert sich aber in den nächsten Jahrzehnten sehr rasch. Nach den Einschnitten, verursacht durch die beiden Weltkriege, spiegelt sich die Dynamik der Nachkriegszeit in der Schulentwicklung, in den Lehrplänen und nicht zuletzt in der Ausbildungsdauer. Aus den ursprünglich ein- und zweijährigen Schulformen entwickelt sich zunächst die dreijährige Fachschule für Damenkleidermacher mit entsprechenden Berechtigungen. Daraus wird eine vierjährige Fachschule für Bekleidungsgewerbe, an die – um den Zugang zum weiteren Studium zu ermöglichen – ein in Ebensee entwickelter und erprobter Aufbaulehrgang angeschlossen wird. Mit diesem Schritt ist die Ausbildung auch für männliche Schüler attraktiv.
Das Kolleg für Mode und Bekleidungstechnik – eine ebenfalls am Schulstandort entwickelte Sonderform – geht den umgekehrten Weg und ermöglicht Maturantinnen und Maturanten anderer Schulformen die spezielle fachliche Ausbildung.
Heute bietet die fünfjährige Höhere Bundeslehranstalt mit den Ausbildungsschwerpunkten Modedesign und Modemarketing mit der Reifeprüfung ein Modell an, das organisch Theorie und Praxis verbindet und damit die Erfordernisse unserer Zeit berücksichtigt.
120 Jahre Zeitgeschichte sind 120 Jahre Schulgeschichte.
Foto: www.friedrichscheichl.com
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Die Chronik der HLA für Mode in Ebensee beginnt mit einer Frau: Am 4. November 1897 gründet Frau Maria Spanitz, eine Bad Ischlerin, die Frauenerwerbsschule – im Ort auch Spanitzschule genannt – in Ebensee. Der Unterricht beginnt im Haus Kohlstatt Nr. 17 – heute Haus der Fam. Reisenbichler. Es sollen tüchtige Heimarbeiterinnen,
die Kreuzsticharbeiten auf Decken und Polstern anfertigen, ausgebildet werden. Die Aufträge kommen vor allem aus dem Kaiserhaus aus Bad Ischl.
1915 entsteht durch Frau Selma Müller eine Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleidermachen. Während des 1. Weltkrieges kann die Schule vielen Ebenseerinnen den Lebensunterhalt sichern. In den folgenden Jahren wird der Unterricht im St. Josefshaus erteilt. An diesem Standort wird nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1946 der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Ferner stellt die Saline zwei Klassenräume zur Verfügung.
1950 erfolgt die Angliederung der Gewerbeschule Ebensee an die Höhere Bundeslehranstalt für Frauenberufe Bad Ischl, die Frau Reg. Rat Margarete Schindler leitet. Für die Expositur war Frau Margarete Eßmeister zuständig.
Der Zustrom der Schülerinnen ist groß. So wird in den frühen Sechzigern der
Neubau für die Fachschule für Damenkleidermacher geplant und umgesetzt. Bis
zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes findet der Unterricht in verschiedenen Räumlichkeiten Ebensees statt, so in der damaligen Knabenhauptschule, im Gasthaus Auerhahn, etc.
1966 wird eine einjährige öffentliche Haushaltungsschule als Alternative zum 9. Pflichtschuljahr angeschlossen, die bis 2001 geführt wird.
Am Schulschluss 1969 können Schüler/innen und Lehrer/innen in das neue Schulgebäude am Pestalozziplatz übersiedeln, das am 4. November 1970 feierlich eröffnet wird. Ab diesem Zeitpunkt finden jährlich die Tage der offenen Tür statt.
1977 wird die Bundesfachschule für Bekleidungsgewerbe Ebensee selbstständig, die Leitung übernimmt Frau StR Aloisia Zocher.
Im Schuljahr 1978/79 beweist der erste Schüler, dass diese Form der berufsbildenden Schule auch junge Männer anspricht.
Im Schuljahr 1984/85 wird der zweijährige Aufbaulehrgang für Mode- und Bekleidungstechnik gestartet. Es ist dies eine in Österreich einzigartige, in Ebensee entwickelte Bildungsform, die Fachschüler/innen als zusätzliche Qualifikation zur Reifeprüfung führt. Das neue Schulgebäude wird bald zu klein und daher wird ein Erweiterungsbau für die nun neue Fachschule für Bekleidungsgewerbe in Ebensee errichtet, der 1986 vom Unterrichtsminister Dr. Moritz eröffnet wird.
Die Bildungseinrichtung lebt, Modeschauen werden zum fixen Bestandteil des Schuljahres, Exkursionen, Fachvorträge ergänzen den Unterricht, Sportwochen im Winter und Sommer werden durchgeführt und die Teilnahme an Wettbewerben bereichern den Schulalltag. Auch die Eröffnung des Rot-Weiß-Rot Balles mit entsprechender Garderobe wird zur Tradition, die sich bis 2001 gehalten hat.
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1987 übernimmt HR Mag. Ernst Pfatschbacher die Leitung der Schule. Für die fachliche Ausbildung ist Fachvorstand OSR Ferdinand Burgstaller zuständig und Mag. Rudolf Steinkogler wird als Administrator bestellt.
Durch die Unterstützung des Landesschulrates Oberösterreich, vor allem Landesschulinspektorin HR Dkfm. Ingrid Peter, des Unterrichtsministeriums und der Marktgemeinde kann 1988/89– einzigartig in Österreich – das viersemestrige Kolleg für Mode und Bekleidungstechnik gestartet werden, das im Loden Frey – Gebäude untergebracht und bis 1993 in Ebensee geführt wird.
Die fünjährige Höhere Lehranstalt für Mode gibt es nun seit dem Schuljahr 1992/93. Zudem wird ein neuer Ausbildungsschwerpunkt „Modemarketing“ angeboten.
Ein Jahr später 1994 wird die Ausbildung der Fachschule von vier auf drei Jahre verkürzt und bietet den Ausbildungsschwerpunkt „Modeatelier“ an.
Ab 1991 übernimmt StR Wilma Zemsauer die Funktion der Fachvorständin. Im Juni 1996 wird zum letzten Mal eine Abschlussprüfung für die vierjährige Ausbildung abgenommen.
1998 indet die erste Reifeprüfung der 5-jährigen Höheren Abteilung statt. Seit dem Schuljahr 2002/2003 besteht in der Höheren Lehranstalt die Wahlmöglichkeit zwischen „Mode-Design“ und Mode-Marketing“ ab dem III. Jahrgang.
Ab 2007 zeichnet Frau FV StR Christine Stüger für den Fachbereich verantwortlich. Der Schulalltag verändert sich laufend: die dreijährige Fachschule läuft in Ebensee aus, während sich die Höhere Abteilung großer Beliebtheit erfreut.
2009 übernimmt Mag. Rudolf Steinkogler die Leitung der Schule, unterstützt durch Frau Mag. Doris Reimair als Administratorin.
Die Lehrpläne ändern sich in den folgenden Jahren häuig, nun werden die vertiefenden Ausbildungen „Design und Graik“ und „Marketing und Visual Merchandising“ angeboten. In den IV. Jahrgängen wird ab 2012/13 eine Übungsirma (Junior Company) im Rahmen der kaufmännischen Ausbildung geführt.
Die neue standardisierte Reife- und Diplomprüfung wird 2016 zum ersten Mal durchgeführt. Modeschauen inden an verschiedenen Orten des Salzkammergutes statt. Projekte und Kooperationen mit renommierten Firmen, aber auch Künstlern und Institutionen sind ein wesentlicher Teil des Schullebens, ebenso die Teilnahme an Wettbewerben, bei denen unsere Schüler/innen immer wieder Preise
erringen können, wie z.B. beim Börsespiel, bei der Junior Company oder beim Fremdsprachenwettbewerb.
November 2015 wird Mag. Herbert Mittendorfer zunächst provisorisch und mit 1.7.2017 deinitiv von Bundesministerin Dr. Sonja Hammerschmid mit der Leitung der Schule betraut, die Agenden der Fachvorständin übernimmt ab Herbst 2016 Frau Dipl. Päd. Gudrun Dauser.
Im gleichen Jahr wird mit dem Bau des neuen Schulzentrums für die Neue Mittelschule, die Landesmusikschule und die Höhere Lehranstalt für Mode am Pestalozziplatz begonnen. Die Unterrichtsräume im Loden Frey – Gebäude werden mit 31.7.2017 geschlossen. Der Zu- und Umbau unserer Schule kann im September 2017, rechtzeitig zur 120–Jahr–Feier bereits bezogen werden.
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Fotos: www.friedrichscheichl.com
14 2008 Kalender Teufelberger


2008 Colop
2010 Paint
2009 Gmundner Milch
2012 Edle Kleider
2010 Zip
2008 Kalender Teufelberger
2012 Schule 15
2012 Schule


fFoto: www.friedrichscheichl.com
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modevision
Projekte mit der Wirtschaft
Voll das Leben
Die Arbeit an praxisnahen Projekten und Kooperationen mit Firmen (nicht nur) aus der Textilbranche ist eines unserer wesentlichen Prinzipien bei der Gestaltung unseres Unterrichts. Warum? Wir alle erinnern uns wahrscheinlich an den schönen Spruch „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“. Nun, bei uns hier in der HLA für Mode in Ebensee ist das ein gelebtes Prinzip: Praxisnaher Unterricht, damit man später im Leben möglichst viel von dem gelernten Schulwissen auch wirklich verwenden kann.
Der große Vorteil bei Projekten und in der Zusammenarbeit mit Firmen ist, dass hier die SchülerInnen tatsächlich Tugenden lernen, die bei einer späteren Berufstätigkeit oder einem Studium unabdingbar sind: Termintreue, Arbeitsorganisation, Teamfähigkeit, Zielorientiertheit und vieles andere mehr. Fähigkeiten, die heutzutage von den Personalverantwortlichen in der Wirtschaft bei potentiellen Kandidaten als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
In diesem Sinne werden wir nicht müde, im Unterricht stets die Nähe zur Praxis zu suchen. Weil wir wissen, dass unsere SchülerInnen davon zu 100 % proitieren. Jetzt und auch dann, später, im „richtigen Leben“.
Dipl. Päd. Gudrun Dauser, prov. Fachvorstand
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maxmade
max menschhorn / CAMARO
Projekte mit der Wirtschaft
Unglaublich! Danke!
Heuer durfte ich meine erste eigene Kollektion im Rahmen der Modenschau 2017 der Modeschule Ebensee präsentieren. Das wäre ohne die großartige Unterstützung der LehrerInnen, die grandiose Hilfe der Firma Camaro, die Geduld meiner Eltern und die moralische Unterstützung meiner KollegInnen und Freunde nicht möglich gewesen.
Ein so wahnsinnig positives Feedback habe ich mir nicht erwartet! Die unzähligen Arbeitsstunden, die für die Entwürfe und schließlich die Ausführung der Modelle notwendig waren (=”Learning by doing mit allen Hochs und Tiefs“) haben sich wirklich gelohnt. Einen großen Teil zum Erfolg haben auch “meine” Models beigetragen, die trotz sehr eingeschränkter Sicht (=Masken!), eine tolle Show hingelegt haben!
Das Projekt hat mir vor allem eines gezeigt: Wenn man an seinen Traum glaubt und ehrgeizig sein Ziel verfolgt, ist kein Hindernis zu groß!
Max Menschhorn, Schüler der HLA für Mode Ebensee
Die Zusammenarbeit im Rahmen des durchgeführten Projektes ist äußerst „erfrischend“ - der Kontakt mit jungen Menschen und jungen Ideen sehr belebend. Die Ansätze sind sehr kreativ und nicht nur gelenkt von wirtschaftlichen Überlegungen, wie wir es als Firma leider immer wieder erleben müssen.
Unabhängig von Kosten, Produzierbarkeit oder Verkäuflichkeit am Markt werden hier Ideen umgesetzt. Diese Freiheit verliert sich später etwas im Wirtschaftsleben und daher genießen wir es sehr, mitanzusehen, dass die Jung-Designer sich noch nicht nach diesen wirtschaftlichen Zwängen richten müssen.
Gerade deshalb entstehen herrliche, überraschende Kreationen.
Wir schätzen besonders die Kombination aus erlerntem Wissen, aus Fantasie und Kreativität. Man spürt die Lust auf Zukunft und auf das Arbeitsleben. Unser Unternehmen freut sich immer über die Gelegenheit, Kontakt zu jungen Fachleuten zu halten.
Ulli Strasser, Geschäftsleitung der Firmen Camaro und Komperdell.
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Foto: Hörmandinger + Menschhorn


20 Foto: Hörmandinger

Casino Royal
Kooperation mit Casinos Austria Zell am See
Projekte mit der Wirtschaft
Im Rahmen der Modeschau 2017 hatte unsere Klasse, die 4.HMA der HLA für Mode Ebensee, die Ehre, eine Kooperation mit Casinos Austria in Zell am See einzugehen. Eine wirkliche Herausforderung für unsere kreativen Fähigkeiten: Für diese Zusammenarbeit entstanden acht einzigartige Modelle, welche die verschiedensten Facetten der Casinowelt repräsentieren.
Mit Kreativität und Fantasie integrierten wir Spielkarten, Jetons, Würfel sowie Elemente eines „Russischen Roulettes“ in unsere Kreationen. Die Premiere unserer Casino-Kollektion fand bei unserer Modenschau im Rathaus Ebensee statt und als Krönung des Projektes ist eine Präsentation in entsprechendem Rahmen in einem der Casinos Austria geplant.
Eva Schatzl, Cosima Perschl, Julia Vockenhuber, 4.HMA
Das Casino Zell am See freut sich besonders, heuer Partner der Abschlussklasse Modeschule Ebensee sein zu dürfen. Die Partnerschaft entstand durch eine lokale Bekanntschaft und somit wurde die Idee zu einer Kollektion ganz im Stil des Casinos geschaffen.
Die Zusammenarbeit erlebten wir im Casino Zell am See als absolut positiv und mit besonderem Engagement. Der Austausch über den Stil der Kollektion und die Entscheidung über die Umsetzung der ausgewählten Modelle verlief sehr reibungslos. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler bei den Entwürfen zu der Kollektion war überaus erfreulich und mitreißend. Dies spiegelt sich auch bei den Entwürfen der Klasse wider. Die Ideen waren abwechslungsreich und kreativ.
Für das Casino Zell am See ist die Zusammenarbeit mit der Modeschule Ebensee ein noch nie dagewesenes Projekt und Kleidungsstücke im Casino Style sind eine neuartige Kreation, die auf jeden Fall für ordentlich erfreulichen Wirbel sorgt.
Julia Glanzner, Casino Zell am See
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Gössl Fotocontest
Wettbewerb zum Thema “Das Trachtengewand”
Projekte mit der Wirtschaft
Zum 70-jährigen Firmenjubiläum lud die Trachtenmarke Gössl zum Fotowettbewerb rund um »Das Trachtengewand« ein. Der 4. Jahrgang nahm daran teil.
Ob Lederhose, Dirndl, Walkjanker oder Schladminger – ob Einzelfotos oder Fotoserie – es ging um kreative und künstlerische Umsetzung. Die Motivation war groß, der Ideenreichtum ebenso. Gemeinsam interpretierten wir Tracht neu und setzten sie in ungewöhnlichen Locations in Szene.
„Während dieses Projekts wurde mir eines ganz besonders klar!“, meint die Schülerin Viktoria Greuling, „Das ist der Grund, warum ich diese Schule gewählt habe! Wir konnten tolle Erfahrungen sammeln, an atemberaubenden Orten fotografieren und zu einem Team zusammenwachsen, das am gleichen Strang zieht. Auch wenn wir in unterschiedlichen Gruppen bei dem Wettbewerb antraten, war nie ein Konkurrenzdenken vorhanden, vielmehr ein gegenseitiges Ermutigen und Helfen.“
Beim Wettbewerb hatten 39 Fotografen oder Amateure teilgenommen. Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber wir sind stolz auf unsere außergewöhnlichen Fotos. Einige unserer Aufnahmen wurden im Juli im “Gössl Magazin” gezeigt.
Schülerinnen des 4. Jahrgangs
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Fotos: SchülerInnen Modeschule


Fotos: SchülerInnen Modeschule
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26 Fotos: www.fotohofer.at

Alles Theater
Theaterprojekt „Peter und Paul im Schlaraffenland“
Kulturprojekt
Die Arbeit an Kostümen für ein Theaterstück ist immer etwas ganz Besonderes! In unserem Schulalltag kommt es nicht so oft vor, an Theaterkostümen arbeiten zu dürfen. Aufgrund einer Anfrage der Musikschule Bad Ischl kamen wir jedoch in den Genuss, Kostüme für ein Märchen mit Gesang nähen zu dürfen.
Das Besondere an dieser Arbeit war die Mischung aus Kleidungsstücken, die aus dem Kostüm-Fundus kamen und umgearbeitet oder nur angepasst werden mussten, und neuen Teilen, die sehr universell einsetzbar sein sollten. Eine Herausforderung, der wir uns gerne stellten. Mit viel Enthusiasmus und Eifer ging die 4.HMB an die Arbeit.
In Teamarbeit entstanden neue Kostümteile, wie Röcke, Hosen, Jabots – in Größe und Wandelbarkeit unterschiedlich und jede Schülerin nähte zusätzlich ein Hauptmodell, das aus unserem Fundus kam, individuell für eine/n Hauptdarsteller/in um.
Änderungen an bestehenden Modellen sind oft eine besondere Herausforderung: nicht nur die Kleidergröße muss individuell angepasst werden, sondern auch neue Details wie Krägen, Längen, zusätzliche Taschen und Verzierungen müssen genäht werden. Insgesamt war es eine sehr interessante Arbeit, die uns viel Freude machte. Die Kostüme durften wir dann auf der Bühne in Bad Ischl bewundern!
Schülerinnen der 4. HMB
Gemeinsame (Theater)Projekte der Landesmusikschule Bad Ischl mit Regelschulen sind seit vielen Jahren Fixpunkte im Kulturkalender der Stadt. „Peter und Paul im Schlaraffenland“, eine Operette für Kinder von Franz Lehár nahm hierbei einen besonderen Stellenwert ein.
Die Zusammenarbeit mit der HLA für Mode in Ebensee gestaltete sich hoch professionell. Vor allem in der Phase der Vorbereitung wie auch bei den Vorstellungen im Kongress- & Theaterhaus. Die 30 Kostüme - neu angefertigt oder aus dem Fundus der HLA für Mode, „Theater tauglich“ angepasst – begeisterten die insgesamt 1900 Besucherinnen und Besucher.
Dazu Michael Lakner, ehemals Intendant des Lehár Festivals Bad Ischl, jetzt Bühne Baden: „...Phantastische Ausstattung, sehr beeindruckend...!“ In der Hoffnung auf weitere gemeinsame Produktionen darf ich mich nochmals bei den verantwortlichen Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern sehr herzlich bedanken und wünsche Alles Gute!
Walter Erla, Direktor Landesmusikschule Bad Ischl
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TrueYou
Kooperation mit Modelabel in Wien
Projekte mit der Wirtschaft
TrueYou wurde 2014 von Roland Svoboda, Rene Svoboda und Ilja Jay Lawal gegründet. Die Jungdesigner arbeiten nach dem Motto „A label. A lifestyle. A journey“. Das Label steht für Mode und einen Lifestyle, der von Offenheit, Mut und Selbstbewusstsein geprägt ist. TrueYou ist eine Marke, die weit über konventionelle Kleidung hinausgeht.”
Wir, die 3HMA/Designklasse, hatten zu Schulbeginn die Idee, mit einem österreichischen Modelabel zu kooperieren. Eine Schülerin, die auf der Vienna Fashion Week 2016 ein Praktikum absolviert hatte, war auf das junge Wiener Label TrueYou aufmerksam geworden. Sie kam mit den Designern ins Gespräch und die Idee zu einer Kooperation wurde geboren.
Unsere Gedanken zum Projekt:
NICHT „NUR” EINE KOLLEKTION.
“Fashion begins at the moment, you start to be yourself”.
MÖGLICHKEIT, INSPIRATION und ERFAHRUNG sind, denken wir, die drei Worte, die das Projekt für uns am besten beschreiben.
MÖGLICHKEIT, weil wir es als Chance sehen, mit einem Label wie TrueYou zusammenarbeiten zu können.
INSPIRATION, weil wir es sehr spannend finden zu sehen, wie die Jungdesigner von TrueYou ihre Ziele erreicht haben. Beeindruckt waren wir von der Professionalität, dem Fachwissen über die Welt der Mode und der Aufgeschlossenheit uns gegenüber.
ERFAHRUNG, weil uns schon während der Ausbildung die Tür zur realen Modewelt ein Stück weit geöffnet wurde.
Wir haben uns sehr über das Projekt gefreut und sind stolz auf das Endergebnis unserer Kooperation. Danke für die gemeinsame Reise mit dem großartigen Team von TrueYou.
3. HMA, Design
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Foto: TrueYou Samir Novotny


Vienna calling!
Die Zusammenarbeit mit der HLA für Mode in Ebensee stellte sich als äußerst angenehm und produktiv heraus. Trotz ihres jugendlichen Alters legten die SchülerInnen eine Professionalität an den Tag, die wir so eigentlich nur aus der Praxis gewohnt waren. Die produzierten Prototypen lagen weit über unseren Erwartungen und zeigten uns umso mehr, dass die kreative Jugend in Österreich absolut gefördert gehört. Die hohe Wissbegierde und der Elan der SchülerInnen sowie des Lehrpersonals schufen die perfekte Basis für unsere Zusammenarbeit. Das Gefühl, mit einer Gruppe von hochmotivierten, talentierten Individuen zu arbeiten, stellte sich als wirkliche Bereicherung und Freude für uns heraus. Abgesehen von der Tatsache, dass unser Unternehmen die Möglichkeit
hatte, einen externen Blickwinkel zu unserem Design-Zugang und unserem konzeptionellen Auftritt zu bekommen, sehen wir die produzierten Prototypen auch als wegweisende Stücke, welche sich sicherlich in einer gewissen Weise in unseren zukünftigen Kollektionen wiederfinden werden. Der damit verbundene Mehrwert steht außer Frage.
Ilja Jay Lawal, Roland Svoboda, René Svoboda (Gründer des Wiener Mode- & Lifestyle Labels TrueYou)
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Foto: TrueYou Samir Novotny + Modeschule

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32 Foto: www.friedrichscheichl.com + Hörmandinger

Paper Flair
Kooperation mit dem Papiermachermuseum Steyrermühl
Projekte mit der Wirtschaft
Papier, Papier und nichts als Papier. Opulent, ausgefallen und durchaus gewagt ist diese Kollektion der Modeschüler. Da war nicht nur Talent gefragt sondern auch Köpfchen, denn die Bedeutung von Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle im Design dieser Modelle.
“Unser Lernen und Lehren ist ein dynamischer, lebendiger Prozess. Teamarbeit, Projekte und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft stehen dabei absolut im Vordergrund. Im konkreten Fall war es der Papiermarkt „Paper Flair“ im Papiermachermuseum Steyrermühl vom 14. bis 15. Oktober 2017. Dabei handelte es sich um einen Kunst- und Designmarkt der Extraklasse. Künstler/innen und Designer/ innen aus Österreich und Deutschland stellten an diesem Wochenende ihre hochwertigen Produkte aus Papier aus und boten sie zum Kauf an.
Zusätzlich zum Papiermarkt wurde den Besucher/innen ein Rahmenprogramm mit Workshops, eine Papierkleider-Modenschau der HLA für Mode Ebensee, ein Papiertheater für Kinder und Erwachsene und vieles mehr geboten. Ein spannendes Wochenende, an dem sich alles ums „Papier“ drehte!
Vor ca. einem Jahr kontaktierte ich die HLA für Mode in Ebensee. Ich hatte nämlich eine Idee. Eine etwas verrückte Idee. Ich unterbreitete der Modeschule also meine Idee, für unseren Papiermarkt in Herbst 2017 Kleider aus Papier zu entwerfen und zu fertigen. Ich war mir anfangs gar nicht sicher, ob das überhaupt gehen würde. Und ich war sehr skeptisch, ob mich die Ebenseer bei diesem ausgefallenen Projekt unterstützen würden.
Aber da hatte ich die ModeschülerInnen gehörig unterschätzt. Von Skepsis war keine Spur. Ganz nach dem Motto „Geht nicht gibt’s nicht!“ wurde sofort herumgetüftelt, welches Papier sich am besten eignen würde, wo man es herbekommt und schon wurde an den ersten Modellen gearbeitet. Im April 2017 war es dann soweit und die fertigen Kleider wurden mir präsentiert. Ich war einfach nur begeistert! Danke für diese tolle Zusammenarbeit! Ich habe mich sehr gefreut, die Kleider bei der „Paper Flair“ im Oktober dem Publikum präsentieren zu können.
DI Bernadette Eisenknapp, Geschäftsfüherin Papiermachermuseum Steyrermühl
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Sweets for my Sweet
Backschürzen für die Welser Back- und Kuchenmesse
Projekte mit der Wirtschaft
Auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination: Die Welser Backmesse und Mode! Berührungspunkte findet man jedoch schnell, wenn man, so wie unsere heurigen ersten Klassen, eine „Backschürzen- Fashionshow“ veranstalten darf.
Voller Begeisterung nahmen die Schülerinnen der 1.HMA und 1.HMB das Angebot von Katharina Wiesmayr, der Organisatorin der Welser Back-und Kuchenmesse, an.
Mit viel Engagement und Liebe zum Detail wurden die Schürzen entworfen. Schnell war ein Name für die Kollektion gefunden: „Candyland“ verwies auf das Motto der Modelle: „Romantisch verspielte Schürzchen mit vielen Rüschen, Maschen, Zackenlitzen, Applikationen und sonstigen zuckersüßen Details.
Die Zeit war bei diesem Projekt wohl die größte Herausforderung, denn die zwanzig Schürzen wurden zusätzlich neben den planmäßigen Werkstücken gefertigt. Es war eine Freude zu sehen, dass hier wirklich Teamarbeit geleistet wurde! Von Claudia Gams wurden in liebevoller, aufwändiger Handarbeit passende Hütchen gefertigt.
Die Aufregung war schließlich groß, als am 15. Juli 2017 die Schürzen endlich auf dem Laufsteg der Backmesse präsentiert wurden. Von der Backmessen-Moderatorin bekamen die Mädchen bei einem anschließenden Interview größtes Lob für die professionelle Präsentation.
Bedanken möchten wir uns beim Backmessen-Organisationsteam, das uns in Wels freundlichst in Empfang nahm und einen reibungslosen Ablauf der Show ermöglichte. Ich denke, wir alle werden dieses Projekt, den ersten Fashion-Auftritt der Mädchen, aber auch die wunderbaren Kuchenkreationen der Messe in angenehmster Erinnerung behalten!
Wir, die Messe Wels, hatten bereits bei mehreren Veranstaltungen das Vergnügen, mit der HLA Mode Ebensee zusammenzuarbeiten. Die Professionalität und das Engagement, das von den SchülerInnen aber auch den PädagogInnen an den Tag gelegt wird, sucht sicherlich seinesgleichen.
Mit viel Fleiß und Kreativität bereicherten die gemeinsam geplanten Auftritte unsere Veranstaltungen und bildeten Glanzpunkte auf unserer Messebühne. Das Herzblut und die Leidenschaft, die die SchülerInnen in ihre Arbeit legen, stecken in jedem Fall an und begeistern unsere Messebesucher.
Wir gratulieren der HLA Mode Ebensee auf diesem Weg zum 120jährigen Bestehen und hoffen, dass es auch in Zukunft wieder Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt!
Dir. Mag. Robert Schneider, Geschäftsführer Messe Wels Katharina Wiesmayr, B.A., Projektleiterin
Schülerinnen der 1. HMA & 1 HMB
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36 Foto: www.friedrichscheichl.com + Modeschule

SPARkleid
Mode und Recycling - Kooperation mit SPAR Österreich
Projekte mit der Wirtschaft
Einer der Höhepunkte des Schuljahres in der Modeschule Ebensee ist die traditionelle Modenschau am Ende des Schuljahres. Im örtlichen Rathaussaal zeigen die Schülerinnen und Schüler alljährlich vor Beginn der Ferien die Ergebnisse ihres Schaffens.
Diesmal war eine ganz besondere Kollektion dabei vertreten: „Ich trage SPAR-Eigenmarken“! Was zuerst seltsam klingt, macht bei genauerer Betrachtung Sinn: Für ihr Abschlussprojekt stellten die SchülerInnen der Modeschule Kleidungsstücke aus SPAR-Eigenmarken-Verpackungsmaterial her.
Top gestylt von Kopf bis Fuß wandelten die Schülerinnen im Recycling-Look über den Laufsteg. „Von den Farben her haben wir uns eher an Schwarz, Weiß, Rot, u. Grün gehalten.“ Die Firma Spar gratulierte den Schülerinnen ganz herzlich zu ihren einfallsreichen Kreationen!
Die Idee, aus SPAR-Eigenmarken-Verpackungsmaterial Mode zu designen, fanden wir von Beginn an toll und wir waren natürlich auf die Ergebnisse sehr gespannt.
Sehr gerne stellte unser Eigenmarken-Management verschiedenste Verpackungen zur Verfügung – darunter die Verpackungen des SPAR PREMIUM Kaffees, Dosen des S-BUDGET Energie Drinks oder SPAR Veggie- Mehrwegeinkaufstaschen.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des Abschlussprojektes der HLA für Mode Ebensee empfanden wir unkompliziert und äußerst nett. Vor allem auch deswegen, weil wir von Anfang an das Engagement, die Begeisterung und die Freude der Schülerinnen an der kreativen Arbeit spürten.
Das gesamte SPAR-Team gratuliert den Schülerinnen ganz herzlich zu ihren einfallsreichen Kreationen! Mag. Nicole Berkmann, Unternehmenssprecherin SPAR Österreich
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modevision
Schulveranstaltungen, Sportwochen, Skikurse...
Immer was los...
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Foto: www.friedrichscheichl.com


FITforFASHION
Winter- und Sommersportwochen
Highlight jeder Schulzeit
Cool as ice! Hot as hell!
f..„Mir war nicht bewusst, wie cool es ist, sich eine Woche an der frischen Luft zu bewegen“ – diese oder ähnliche Aussagen hört man jedes Jahr, wenn die 2. Jahrgänge der Modeschule auf Wintersportwoche oder die 3. Jahrgänge auf Sommersportwoche fahren.
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„So viele kreative, interessante, verrückte und vor allem nette Menschen auf einem Haufen trifft man sonst nirgends ...“
(Johanna, Michelle, Leonora, 2A)
Blättert man in den einschlägigen Unterlagen für Sportpädagogen, so indet man den Hinweis, dass diese sportorientierten Wochen außerhalb der Schule den Jugendlichen Grundkenntnisse in den gängigsten Sportarten vermitteln sollen. Gleichzeitig sind sie ein wertvoller Baustein zur Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler und ein wichtiger Beitrag zum sozialen Gefüge einer Klasse (in Management-Seminaren gerne als „Team Building“ bezeichnet).
Am Fastenberg in Schladming verbrachten wir viele Jahre in zwei familiären Pensionen mit tollem Service. Die Pisten der Planai sind Herausforderung und Vergnügen zugleich für jeden Schifahrer und Snowboarder. Eine Klangpiste, Funparks und tolle Carvingpisten sorgen für ein Wintervergnügen mit Weltcupfeeling, aber wohl zum Höhepunkt jeder Wintersportwoche wird der Besuch in der Hohenhaustenne, der legendären Disco im Zielstadion der Planai. 2012 haben wir sogar die Weltcup-Party mit allen großen Schistars miterleben können – unsere Mädels und Burschen waren auf Tuchfühlung mit Anna Fenninger, Lizz Görgl, Marcel Hirscher und den anderen ÖSV-Stars.
Ende Mai oder Anfang Juni fuhren viele 3. Jahrgänge auf Sommersportwoche: fanden diese früher in Zell am Moos, Weyregg oder Nußdorf am Attersee statt, so haben wir dann über viele Jahre unser „Basislager“ in der Pension Herzog in Neumarkt am Wallersee gefunden, 2016 ging es nach Seeboden am Millstättersee. Und auch hier waren die begleitenden Lehrer bemüht, den Jugendlichen Freude an der Bewegung und an der Sportausübung zu vermitteln. Zum Kernangebot zählten dabei Tennis, Segeln und Windsurfen, ergänzt durch viele trendige Highlights wie Klettern, Reiten, Tanz, Rollerskaten, Standup-Paddeln usw. Als coole Abrundung gab es immer gemeinsame Radtouren, Grillereien oder Wasser-Reifenfahren – ein absoluter Spaßfaktor am Millstättersee.
„Ich glaube, wir haben nicht nur den Lehrplan erfüllt“, meint dazu eine der begleitenden Lehrkräfte, „denn noch bei den Matura- und Klassentreffen wird von den Erlebnissen auf diesen Sportwochen geschwärmt“. Lehrer und Schüler sind sich dabei näher gekommen, haben sich besser kennengelernt und die Klassengemeinschaft wurde dadurch sicher vertieft und zusammengeschweißt. Und viele AbsolventInnen üben heute noch die Sportarten aus, die sie damals entdeckt haben .
Prof. Mag. Doris Reimair, Leiterin der Winter- und Sommersportwochen
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Sprachwochen, Exkursionen, Projekttage
Lernen anders
We travel to
learn
Projekttage im Ausland, Sprachwochen, Exkursionen (in Museen, zum OÖ Landtag, in Ausstellungen ...) – die Liste der Schulveranstaltungen, die von der HLA Ebensee veranstaltet werden, ist lang. Denn die Allgemeinbildung unserer SchülerInnen wird in unserer Schule groß geschrieben.
Ganz bewusst fördern wir dabei diese Form des Lernens: Raus aus dem Schultrott, Tapetenwechsel, die Begegnung mit einer anderen Sprache, einer anderen Kultur, mit Kunst, Theater, Musik – so vielfältig die Möglichkeiten sind, Lernen in verschiedenen, anderen Kontexten zu praktizieren, so beeindruckend sind die Ergebnisse.
Noch Jahre nach dem eigentlichen „Event“ schwärmen die SchülerInnen von den Erfahrungen, die sie bei dieser Gelegenheit gemacht haben und von den Erinnerungen, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt haben. Das Zauberwort dafür heißt: Raus aus den vier Wänden und hinein in die große weite Welt ...
Prof. Mag. Claudia Gaigg, Bildungsberaterin
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Projekttage in Berlin
Die Schüler/innen der III. Jahrgänge der HLA für MODE EBENSEE verbrachten fünf wunderbare Tage in Berlin. Diese Projekttage standen ganz im Zeichen von Geschichte, Kultur und Mode. Bleibende Eindrücke bei den Schüler/innen haben die kulturellen und geschichtsträchtigen Plätze in Berlin hinterlassen; so standen eine Modetour „Style im Scheunenviertel“ und Besichtigungen bedeutender Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Vor allem vom DDR-Museum, Checkpoint Charlie, dem Mauermuseum, der East Side Gallery, der Gedenkstätte Bernauer Straße sowie vom ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen waren die Schüler/ innen sehr beeindruckt. Selbstverständlich durfte ein Blick über Berlin bei Nacht vom Fernsehturm aus nicht fehlen.
Besonders fasziniert zeigten sich die Ebenseer Modeschüler/innen vom Kunstgewerbemuseum, dem Museum für Fotograie und dem Gropius-Bau-Archiv sowie den zahlreichen Einkaufsstraßen, Designer-Boutiquen und Kaufhäusern, wie KaDeWe, Bikini Berlin oder die Mall of Berlin. Der Besuch der „Glasmenagerie“ in der „Komödie am Kurfürstendamm“ rundete das vielfältige Programm ab.
Diese Projekttage, die von Prof. Mag. Claudia Gaigg und Fachvorständin FOL Christine Stüger organisiert wurden, waren für die Schüler/innen der Modeschule Ebensee eine große persönliche Bereicherung.
„Die Modeschule ist für uns wie eine zweite Familie. Jeder und jede wird so akzeptiert, wie er ist.“ (SchülerInnen der 4A)
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Fashion school meets Great Britain
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Language week in London
Every year the fourth classes travel to London to improve the English language. Speaking foreign languages has become more and more important nowadays.
The students stay with host families to train their English skills to get to know the English way of life. They attend an English language course on four days of the week. In the afternoons the students explore England’s capital and the sights. They are always very impressed by the wonderful and huge buildings. Of course, the group usually visits the most well-known sights and places of London. They climb the 528 steps in St. Paul’s Cathedral up to the Whispering Stone and Golden Galleries, from which they admire the great view over London. Mme. Tussaud’s, the world famous wax museum, is also one of the highlights of the week.
Furthermore, the students enjoy the visits to Westminster Abbey, where Prince Charles and Princess Diana married, the Houses of Parliament with Big Ben, the lofty clock tower, Downing Street No .10, where the British Prime Minister lives, the Tower of London and Tower Bridge.
store, the Victoria & Albert Museum with the fashion department, the many designer boutiques and high street shops.
It is only natural that a trip to London includes a visit to one of the several well-known theatres where they enjoy a musical performance. Therefore, in the fashion school of Ebensee, language skills and general knowledge of culture and history are of great importance and an emphasis is put on these ields.
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The students like seeing Harrods, the world famous department


modevision
Wettbewerbe
Selbstbewusst voran
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Foto: www.friedrichscheichl.com


Junior Companies
„SchülerInnen gründen ein Kleinunternehmen und führen dieses ein Jahr lang!“ Unter diesem Motto steht das Konzept der „Junior Company“ seit beinahe 100 Jahren in vielen Ländern der Erde und auch an der Modeschule Ebensee. Der Leitspruch des Gründers von „JUNIOR Achievement“, Horace Moses, lautete: „Learning Business by doing Business“ (1919).
Konkret heißt das, dass die SchülerInnen im gesicherten Rahmen der Schule den „Ernstfall“ des Geschäftslebens üben. Sie führen ein Unternehmen und übernehmen alle Bereiche in diesem Business selbst. Von Produktdesign über Kalkulation, Kostenrechnung, Packaging, Verkauf und Lagerhaltung – alles wird in Eigenregie gemacht. In Österreich wird dieses Konzept von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft und der WKO unterstützt.
An der Modeschule Ebensee werden seit sechs Jahren im Unterrichtsgegenstand „Betriebswirtschaftliche Übungen“ Entrepreneur-Skills hautnah durch die Führung von Junior Companies vermittelt. Die „JungunternehmerInnen“ sind jedes Jahr mit Feuereifer und auch viel Erfolg bei der Sache.
Prof. Mag. Manfred Birgel, Betreuer der Junior Companies
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Start-Ups, Rookies & Newcomer
An unserer HLA für Mode Ebensee wurden im Unterrichtsgegenstand „Betriebswirtschaftliche Übungen“ auch heuer wieder zwei Junior Companies gegründet, die tolle Produkte herstellen und vermarkten. Der ofizielle Startschuss zu den Projekten iel am Mittwoch den 14. Dezember 2016 mit der Eröffnungsfeier.
Das Fest wurde von den Junior-Unternehmerinnen bestens vorbereitet, und etwas Lampenieber durfte bei den professionellen Firmen- und Produktpräsentation natürlich nicht fehlen, waren unter den Gästen doch Vertreter der Marktgemeinde Ebensee, die Landesleiterin von Junior OÖ, Eltern, Lehrer/innen und natürlich auch MitschülerInnen aus den anderen Klassen.
Die Junior-Gruppe „Cup & Cupper“ designte multifunktionale, wieder verwendbare „To-Go-Becher“, die bei den Besuchern sehr gut ankamen. „Von Frauen für Frauen“ war das Motto der “S. O. S. - Secret of Survival” Junior Company. Sie produzierte eine kleine aber feine Tasche mit vielen nützlich Dingen, die Frau im Alltag gut gebrauchen kann.
Vom Hygieneartikel über Schreibwaren bis hin zu Kosmetikartikeln befand sich in der Mini-Bag alles für den kleinen Notfall! Wer Gefallen an der S.O.S. JC und deren Produkt gefunden hatte, dem halfen auch folgende Social Media-Kontakte weiter: facebook.com/SOS - Secret of Survival
Instagram: secret-of-survival Schülerinnen der 4. HMB
Fremdsprachen- wettbewerbe
Jedes Jahr indet ein Fremdsprachenwettbewerb der berufsbildenden höheren Schulen in Oberösterreich statt, an dem die jeweils besten Schülerinnen und Schüler ihrer Schule in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch antreten dürfen. Natürlich ist unsere Schule in Englisch immer gut vertreten und wir können uns über einige ausgezeichnete Leistungen in den letzten Jahren freuen.
Bei diesem Sprachenwettbewerb sind vier Runden zu absolvieren. In der ersten Runde müssen die Kandidatinnen und Kandidaten einen Hörtext zusammenfassen, in der zweiten Runde müssen sie ein aktuelles Thema anhand von Bildern kommentieren. Nur die sechs besten Schülerinnen und Schüler steigen in die dritte Runde auf, in der sie mit einem anderen Teilnehmer verschiedene Standpunkte zu einem Thema analysieren müssen. In der Schlussrunde ist eine Podiumsdiskussion der drei Finalisten zu absolvieren, in der meistens Vorschläge zu einem Schulprojekt zu erstellen und abzuwägen sind.
Im Jahr 2011 errang Stefanie Chroustovsky den 2. Platz. Im folgenden Jahr nahm sie nochmals teil und es gelang ihr der Sieg in Oberösterreich. Daher durfte sie am Bundeswettbewerb teilnehmen, wo sie ebenfalls unschlagbar war und die Jury von ihren hervorragenden Leistungen überzeugte. Im Jahr 2014 nahm Eva-Maria Royer am Language Contest teil und erzielte den 3. Platz der BHS in OÖ.
Diese Erfolge zeigen, dass die Allgemeinbildung, insbesondere die Ausbildung in den Fremdsprachen an der Modeschule in Ebensee von hoher Qualität ist und einen großen Stellenwert einnimmt. Mit ihren guten sprachlichen Kenntnissen sind die Absolventinnen und Absolventen bestens vorbereitet für die Anforderungen der Berufswelt.
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Fotos: www.friedrichscheichl.com


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