6 Steuerungstechnik
6.10.9 Montagestation
190 Die Montagestation ist Teil einer Transferstraße.
Im EINRICHTEBETRIEB wird von Hand eine Baugruppe vor den 6
Verschiebezylinder „-MM1“ platziert.
Der Prozess wird durch die Betätigung des Start-Tasters „-SF1“
(NO) eingeleitet.
Der Verschiebezylinder fährt um die Hälfte seiner Hublänge aus,
um die Baugruppe dem Hubzylinder „-MM2“ zuzuführen. Ist der
Verschiebezylinder um seine halbe Hublänge ausgefahren
(-BG2 = 1), fährt der Hubzylinder „-MM2“ nach einer Wartezeit von
2 Sekunden aus und befördert die Baugruppe zu einer Montage-
ebene. Hat der Hubzylinder die Montageebene erreicht (-BG5 = 1),
verweilt er dort für 20 Sekunden. Während dieser Verweildauer
verrichtet ein Montageroboter Fügearbeiten. Danach fährt der
Hubzylinder in seine Grundstellung. Hat der Hubzylinder seine
Grundstellung erreicht (-BG4 = 1), schiebt der Verschiebezylinder
die Baugruppe zu einer Rutsche. Der Verschiebezylinder fährt
anschließend in seine Grundstellung und ein neuer Prozess kann
gestartet werden.
Sollte es während des beschriebenen Ablaufs zu einer Störung
kommen, kann der Prozess durch den Stopp-Taster „-SF2“ (NC)
unterbrochen werden. Alle Zylinder bleiben dann sofort in ihrer
momentanen Position stehen.
Die Störung kann beseitigt werden und die Baugruppe muss ent-
fernt werden. Solange der Stopp-Taster nicht wieder entriegelt
wurde, können durch Betätigung des Reset-Tasters „-SF0“ (NO)
beide Zylinder in ihre Grundstellung gefahren werden.
Nach Entriegelung des Stopp-Tasters, kann ein neuer Prozess
gestartet werden.
Im AUTOMATIKBETRIEB erkennt ein Sensor, dass sich eine
Baugruppe vor dem Verschiebezylinder befindet und startet den
Prozess.
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190.1 Um welche Tasterart
(Schaltertyp) handelt es
sich bei „-SF0“, „-SF1“ und
„-SF2“?
Das Anhalten von pneumati- ©[email protected]
schen Antrieben an beliebi-
ger Position über den ge-
samten Hub kann als ein-
fachste und preisgünstige
Ausführung mittels eines
5/3-Wege-Ventils in gesperr-
ter Mittelstellung und eines
im Zylinder montierten Ab-
luftdrosselrückschlagventils
erfolgen.
190.2 Betrachten Sie den
Pneumatikplan und das
Video (QR-Code scannen)
und erläutern Sie, welche
Nachteile das Stoppen des
Zylinders durch die einfa-
che Ausführung mittels
eines 5/3-Wege-Ventils in
gesperrter Mittelstellung
und eines Ab-
luftdrosselrück-
schlagventils
hat.
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190.3 Durch die unten ab-
gebildeten Funktionskom-
binationen, gesteuerte
Rückschlagventile (Stopp-
ventile) und Abluft-
Drosselrückschlagventile,
ist ein exaktes Stoppen des
Zylinders an jeder ge-
wünschten Position mög-
lich.
Erläutern Sie, wie diese 6
Kombinationen der Pneu-
matikbauteile ein exaktes
Stoppen ermöglichen.
190.4 Erstellen Sie den Pneumatikplan für das exakte Anhalten
der Zylinder „-MM1“ und „-MM2“.
Eine Wartungseinheit und die Kennzeichnung aller Pneumatik-
bauteile soll ebenfalls dargestellt werden.
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Lösungsvorschlag 190.4 Pneumatikplan
Der Prozess soll mit einer SPS-Ablaufsteuerung realisiert werden.
SPS Ablaufsteuerung planen
190.5 Beim störungsfreien
Prozessablauf, sollen
durch die Betätigung des
Stopp-Tasters „-SF2“, alle
Zylinder in ihrer momenta-
nen Position stehen blei-
ben.
Wodurch kann dies in der
Schrittkette erreicht wer-
den?
190.6 Planen Sie je einen Prozessablauf für den „Normalbetrieb“
und für den „Störfall“ mit einem GRAFCET nach DIN EN 60848
oder mit dem Funktionsablaufplan nach IEC 61131.
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Lösungsvorschlag 190.6 GRAFCET DIN EN 60848
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Lösungsvorschlag 190.6 Funktionsablaufplan IEC 61131
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SPS Ablaufsteuerung programmieren
Zuordnungsliste (PLC-Standard-Variablentabelle)
Name Adresse Logische Zuordnung
Eingänge Reset-Taster -SF0 = 1
-SF0 %E124.0 Prozess wird gestartet -SF1 = 1
-SF1 %E124.1 Stopp-Taster -SF2 = 0
-SF2 %E124.2 Hintere Endlage von –MM1 -BG1 = 1
-BG1 %E124.3 Mittlere Lage von –MM1 -BG2 = 1
-BG2 %E124.4 Vordere Endlage von –MM1 -BG3 = 1
-BG3 %E124.5 Hintere Endlage von –MM2 -BG4 = 1
-BG4 %E124.6 Vordere Endlage von –MM2 -BG5 = 1
-BG5 %E124.7
Ausgänge
-MB1 %A124.1 Zylinder -MM1 ausfahren -MB1 = 1 6
-MB2 = 1
-MB2 %A124.2 Zylinder –MM1 einfahren -MB3 = 1
-MB4 = 1
-MB3 %A124.3 Zylinder -MM2 ausfahren
-MB4 %A124.4 Zylinder -MM2 einfahren
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Das SPS-Programm soll in einen Funktionsbaustein [FB] ge-
schrieben werden.
190.7 Entwerfen Sie die Netzwerke des [FB1] „MONTAGE-
STATION“ für die Schritte und Aktionen (Befehlsausgabe).
Die logischen Zuordnungen sind der Zuordnungsliste zu ent-
nehmen.
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Lösungsvorschlag 190.7 „MONTAGESTATION“ [FB1]
Erstellt im Totally Integrated Automation Portal.
Die Initialisierung der Anfangsschritte (hier „Schritt 0“ und „Schritt 6“) erfolgt, in-
dem in der Variablendeklaration des Funktionsbausteins „Montagestation“ [FB1]
der „Schritt 0“ und der „Schritt 6“ auf „true“ gesetzt wird.
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Fortsetzung Lösungsvorschlag 190.7 „MONTAGESTATION“ [FB1]
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Fortsetzung Lösungsvorschlag 190.7 „MONTAGESTATION“ [FB1]
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