Heidekraut
Zeitschrift für die Bürger aller Orte der Gemeinde Wandlitz
7. Jahrgang - Heft 3 - Juni / Juli 2012
Nr. 42 In StolzenhAgen
sind die Störche
eingezogen
Als vor zwei Jahren die Stromleitungen ab-
genommen wurden, haben gute Geister die
Masten an der Kirche mit einer Nisthilfe
für Störche versehen. Im ersten Jahr noch
verschmäht, wurde sie jetzt angenommen.
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Die Geschichte vom Klapperstorch In dieser Ausgabe:
Immer wieder erfreuen wir uns daran, kauft, und natürlich verkauft. Das ist al- Die Geschichte vom Klapperstorch ....3
wenn Störche ausgerechnet unser Dorf lemal lohnender, als Lebensmittel über Wie familienfreundlich ist Wandlitz... 4
ansteuern, um hier zu nisten und ihre die Meere zu schippern oder Bewässe- Fällt unseren Politikern wirklich
Jungen aufzuziehen. Das hat irgendwie rungssysteme zu bauen. nichts mehr ein?.................................. 5
etwas zu tun mit dem Fortbestand der Gegen neue Windanlagen................... 6
Natur, mit Zukunft. Und noch größer Über die Flughafenpleite in Schöne- Bildung ist ein hohes Gut................... 8
ist die Freude, wenn die Störche dann feld wurde schon viel diskutiert. Man Friedrich - der Schulmeister................ 9
auch im nächsten und übernächsten Jahr darf gespannt bleiben wer dafür geop- Leserpost............................................ 10
wieder an ihren Nistplatz zurückkehren. fert wird. Keine vollendete Tatsachen schaffen -
Garagen in Klosterfelde ................... 11
Doch es drohen Gefahren: Auf dem Im November 2011 konfrontierte Musikshops in der Gemeinde........... 12
Weg in die Winterquartiere sind zahlrei- das ZDF Ministerpräsident Platzeck Hexentanz und Fußballfeuer..... 14-15
che Hindernisse zu überwinden. Nun sol- mit den Plänen für die Aufstellung von Galerie in Zühlsdorf.......................... 16
len weitere hinzu kommen – Windräder Windrädern am Liepnitzsee. Bezugneh- Von der Zier- zur Nutzpflanze ........ 16
an allen möglichen und unmöglichen Or- mend auf den Flughafen erklärte er sinn- 8. Mai - Tag der Befreiung.................. 17
ten. Auch unsere Waldgebiete am Liep- gemäß, dass niemand Fluglärm möchte, Gefallenenehrung in Klosterfelde.... 17
nitzsee und bei Prenden wurden auserko- aber alle fliegen wollen. Damit wollte er Warum Ver.di? Darum Ver.di!.......... 18
ren, hier neue, noch größere Windräder Verständnis für auch unpopuläre Maß- Keine Artistentage ............................ 20
aufzustellen, um den wachsenden Bedarf nahmen wie die Abholzung von Wäl- Falle für ältere Menschen.................. 21
an erneuerbarer Energie zu decken. Ei- dern begründen. Die Reporterin wies Parkuhrkuddelmuddel - zu einem
nen Bedarf, den es bei uns so gar nicht ihn daraufhin, dass es hier nicht um ir- Gemeindebeschluss .......................... 21
gibt. Also müssen auch neue Hochspan- gendwelche Bäume sondern um uralte Das Märchen vom Schandfleck am
nungsleitungen verlegt werden, und weil Buchenwälder gehe. Er versprach darauf- Wandlitzsee........................................ 23
die überirdisch billiger sind, will man auf hin, sich das vor Ort anzusehen. War er Verlandeter See - wem gehört das
Erdleitungen lieber verzichten. Wachs- schon da? Vermutlich hat ihn die Arbeit Land................................................... 24
tum muss her. Die Wirtschaft braucht auf dem Flugplatz zu sehr in Anspruch Gesichter in Wandlitz........................ 25
Zuwachs, jedes Jahr aufs Neue. Wozu ei- genommen. Politiker sollten endlich auf- Veranstaltungstipps............................ 26
gentlich? Damit die Leute immer neue hören, in gewohnter Manier die Bürger Impressum......................................... 26
teure Geräte kaufen? Und ihre alten am für dumm zu verkaufen und ihnen Mär-
besten in den Wald nebenan entsorgen. chen zu erzählen.
Es gibt schon jetzt eine Überproduk- Wir glauben nicht an den Klapper-
tion an Lebensmitteln. Und trotzdem storch. Aber wir würden uns freuen, die
hungern Millionen Menschen auf die- beiden Störche und ihre Nachkommen
ser Welt. Es fehlt an sauberem Trink- auch in den nächsten Jahren in Stolzen-
wasser. Seine Bereitstellung ist technisch hagen und an anderen Orten zu begrü-
kein Problem. Es müsste nur jemand be- ßen. Es wäre ein Zeichen, dass für die
zahlen. Stattdessen werden Waffen ge- Zukunft noch Hoffnung besteht.
Horst Schumann
Heidekraut
Journal
Das Bürgerblatt für Fink GmbH
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Wie familienfreundlich ist Wandlitz? Das Mehrgenerationenhaus
benötigt ein neues Konzept
Familienunfreundlich Im sozialen Bereich zählen Verwaltung, z.B. durch flexib- zu seiner Nutzung. Kritik gibt
geht es in unserer Ge- zu den Kriterien Beratungsan- le Arbeitszeiten. es immer wieder an der Zuwei-
meinde bestimmt nicht zu. gebote für Eltern, Unterstüt- sung von Schulplätzen. Wand-
Wir haben drei Grund- und zung in Notsituationen und All diese Leitlinien müs- litzer müssen nach Bernau
eine Oberschule sowie ein die Erarbeitung von Famili- sen durch konkrete Aktivitä- fahren, weil sie hier keinen
Gymnasium. Es gibt viele enleitbildern. ten unterlegt werden, um im Platz am Gymnasium bekom-
Spielplätze, Kitas und al- Wettbewerb berücksichtigt zu men, und Bernauer Schüler
len Ortes trifft man Eltern, Von Bedeutung ist auch werden. In unserer Gemein- gehen auf das Gymnasium in
die mit ihren Kindern unter- das Angebot an Kinderkrip- de gibt es dafür durchaus gute Wandlitz. Fußballplätze sind
wegs sind. Was gibt es also pen, Hortplätzen, Tagesschu- Ansätze: Wir haben Jugend- vorhanden, doch reichen sie
noch zu tun? bereits jetzt nicht aus, um alle
Bedürfnisse zu befriedigen.
Durch das Ministerium für len und Betreuungsangebote clubs, ein Mehrgenerationen- Es fehlt an Trainingsmög-
Arbeit, Soziales, Frauen und durch Tagesfamilien. haus, Bolz- und Sportplätze. lichkeiten für andere Sportar-
Familie des Landes Branden- Es gibt mehrere Einrichtun- ten, und es fehlt an Plätzen,
burg wurden Kriterien für fa- Zum Komplex der Fami- gen für die Betreuung älterer wo man eben mal so bolzen
milienfreundliche Lebens- lienfreundlichkeit gehören Bürger und seit kurzem be- kann. Problematisch stellen
welten aufgestellt. Sogar ein weiterhin sichere Schulwege, fasst sich eine spezielle Ar- sich auch die Verkehrsanbin-
Wettbewerb wurde ins Leben Freiräume für Kinder außer- beitsgruppe mit dem Thema dung und die Versorgung mit
gerufen, an dem sich Städ- halb der Schule und die kin- „Wandlitz Barrierefrei“. Auch Waren des täglichen Bedarfs in
te und Kommunen des Lan- derfreundliche Gestaltung der die Verkehrsanbindung mit mehreren Orten unserer Ge-
des Brandenburg beteiligen Schulen und Einrichtungen. Bus und Bahn und der Aus- meinde (Prenden, Lanke, Zer-
können. Schaut man sich die Auch die Einbeziehung der bau von Radwegen sind gut penschleuse, Stolzenhagen,
Anforderungen an eine fami- Eltern über Elternräte und vorangekommen. Schönerlinde) dar.
lien- und kinderfreundliche die Ausrichtung der Stunden-
Gemeinde an, so stellt man pläne an den Bedürfnissen der Das alles gibt es bereits und Nicht alle Wünsche und
schnell fest, dass doch ein Familien gehören dazu. bestimmt sind damit bei uns Ideen sind umsetzbar, und
ziemlich umfangreicher Maß- bessere Voraussetzungen ge- schon gar nicht sofort. Gera-
nahmekatalog für eine Einstu- Nicht zuletzt geht es auch geben, als in manch anderen de deshalb ist zu wünschen,
fung als „familienfreundlich“ um die Berücksichtigung der Orten. Doch das Vorhandene dass die Gemeinde eine lang-
zugrunde liegt. Befindlichkeiten der Ange- ist längst nicht das Machbare. fristige Konzeption erarbeitet,
stellten und Mitarbeiter der wie man die Bedürfnisse der
Da geht es zum einen um heutigen und künftigen Ge-
Begegnungsorte für Famili- nerationen besser befriedigen
en. Das können Spielplät- kann. Vorausgehen muss dem
ze, Jugendtreffs und Eltern- eine klare, aber auch kritische
zentren sein. Dazu zählen Bestandsaufnahme des bereits
aber auch verkehrsfreie Räu- Vorhandenen.
me für den Aufenthalt von
Kindern und Jugendlichen. Ob wir uns als Gemeinde
Gefordert werden auch Frei- dann einmal am Wettbewerb
zeitangebote für Familien des Landes beteiligen, das soll-
und Kinder. te nicht unbedingt der Maß-
stab der Überlegungen sein.
Horst Schumann
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Fällt unseren Politikern wirklich nichts mehr ein?
Energiekonzepte in Brandenburg mit und für die Bürger
Es gibt vermutlich kein und Verteilung vor Ort mit den und das ganze Land mit Gemeinden und Kommunen
Thema in Brandenburg, regionaler Verknüpfung un- Stromtrassen überzogen wird. beachtet wird.
bei dem so viel grundsätzli- terstützen. Nicht zu vergessen, dass die
che Übereinstimmung auf Brandenburger Bevölkerung Ein wichtiger Schritt wur-
der einen und eine Menge Durch die angestrebte und hier leben möchte." de mit der Förderung der Er-
gegensätzlicher Meinungen bereits praktizierte Politik der stellung kommunaler Ener-
auf der anderen Seite aufein- Rot-Roten Landesregierung Wertvolle und touristisch giekonzepte getan. Es kommt
ander treffen. werden zum Teil in erhebli- interessante Landschaften wer- aber darauf an, die dadurch
chem Maße die Interessen der den dabei ebenso missachtet gewonnenen Erkenntnisse
Einigkeit besteht wohl, dass Brandenburger Kommunen wie das Lebensumfeld betrof- entsprechend einzubinden
vor dem Hintergrund der im- und ihrer Bürger einem ehr- fener Bürger. Setzen sich die- und zum Bestandteil einer
mer geringeren Vorräte an fos- geizigen Ziel, nämlich der Re- se gegen den Umgang mit ih- langfristig wirkenden Strate-
silen Energieträgern ein Weg duzierung des CO²-Ausstoßes ren Bedenken zur Wehr, hört gie zu machen, die nicht der
gefunden werden muss, die um 50 Prozent bis zum Jahre man oft den Satz aus der Poli- Außendarstellung von Politi-
Versorgung des Landes mit 2030, geopfert. tik: „Sagt uns doch, was man kern dient, sondern die lang-
Energie (Strom und Wärme) machen soll.“ Auch der Vor- fristige Versorgung der Men-
langfristig sicher zu stellen. Der Städte- und Gemeinde- wurf der Maschinenstürmerei schen in den Regionen mit
bund Brandenburg schreibt oder der Fortschrittsfeindlich- bezahlbarer Energie sicher-
Doch damit hat es sich in einer Stellungnahme zur keit war schon des Öfteren zu stellt. Nur so wird sicherge-
schon mit den Übereinstim- Energiestrategie 2030 des hören. stellt, dass die Energie auch
mungen. Die Landesregierung Landes u.a.: "Es ist fraglich, künftig für die Bürger be-
setzt in ihrem Strategiepapier wie unter diesem Gesichts- Doch die Bürger wenden zahlbar bleibt.
auf die Entwicklung Branden- punkt Brandenburg als Tou- sich nicht plakativ und laut-
burgs als Energieexport- und rismusland bestehen will, stark gegen Erneuerbare Ener- In dieser Hinsicht wäre es
Transitland. Viele Branden- wenn Landschaften für den gie oder sehnen sich gar nach hilfreich, wenn die Politik hin-
burger Bürger fürchten die Tagebau abgetragen werden, Atomkraftwerken. Sie ver- ter dem Großen und Ganzen
negativen Folgen für Ihre an- Wälder als Biomasse genutzt langen, dass der Zusammen- auch den Menschen sieht, der
gestammte Heimat, ihr Le- werden, Freiflächen mit Pho- hang zwischen notwendigen im Übrigen auch der Wähler
bensumfeld. Sie würden eher tovoltaik- und Windener- Maßnahmen und der allge- ist.
eine kommunale Erzeugung gieanlagen zugestellt wer- meinen Verträglichkeit für die
Wolf-Gunter Zätzsch
Nachgelesen Wirklichkeit werden, droht
eine gigantische Ressourcen-
16. April 2012; Stephan Kohler, der FTD. Be- verschwendung“, sagte Kohler. Wat soll denn det janze Theater
Nikolai Fichtner, Berlin sonders dramatisch sei die Dif- Dann müsse man immer häu- mit den Flugplatz? Solln se doch een
Der Ehrgeiz der Bundes- ferenz bei den Ausbauplänen figer Windräder abschalten, paar Modellflugzeuge ausleihen für
länder beim Ökostrom-Aus- für Windparks an Land: Hier weil der Strom nicht abfließen de Besucher. Es wäre Flugbetrieb,
bau bringt die Energiewende peile der Bund 38. 000 Me- könne. „Bezahlen müsste man aber vülle leiser. Uffm Schlossplatz
durcheinander. Während die gawatt Leistung an, die Län- aber auch den nicht gebrauch- in Berlin steht och keen Schloss, nur
Bundesregierung bis 2020 mit der dagegen 70.000. Die Bun- ten Strom.“ so ne Blechkiste, wo man sich det
einem Ökostrom-Anteil von desländer wollen damit sehr Schloss angucken kann, falls es mal
35 Prozent kalkuliert, liegen viel mehr Windparks bauen Weiter wird ausgeführt: jebaut wird. Wir können eben nur ab-
die Ziele der Länder zusam- als das Stromnetz aufnehmen Hinter der Logik dieser has- reißen, uffbaun nich. Sacht Bescheid,
mengerechnet bei mehr als 50 kann. Der Norden und Osten tigen Politik steckt einerseits wenn es losjeht. Ick verprasse so lan-
Prozent. „Zwischen den Zielen produzieren schon heute mehr das Ansinnen, noch möglichs- ge mein Hartz-IV-Jeld in Griechenland.
der Bundesregierung und den Windstrom, als sie selbst ver- te viele Fördermittel abzugrei-
Ländern klafft eine riesige Lü- brauchen können. … fen und sich in den derzeiti- Bauer Lindemann, Aufbauhelfer
cke“, sagt der Chef der Deut- gen Landtagswahlkämpfen als bis 1989
schen Energie-Agentur (Dena), „Wenn die Pläne der nord- grüne Vorreiter zu profilieren.
und ostdeutschen Länder Andererseits treibt die Verant-
wortlichen offenbar auch die
Furcht, möglichst schnell Fak-
ten zu schaffen, damit keiner
mehr an der Energiewende
rütteln kann.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Gegen neue Windanlagen - Aktionstag in Potsdam
In Potsdam beteilig- und verteilten ein Aufklä- - Die 3.000 Windanla- - Die Bundesregierung
te sich am 5. Mai 2012 rungs- und Informations- greift durch hohe Strom-
eine Wandlitzer Delega- blatt. Wir diskutierten mit gen in Brandenburg wür- preise (Strompreis und
tion unserer Bürgerini- zahlreichen Bürgern und Zuschlag „Erneuerbare-
tiative „Hände weg vom Touristen über unser An- den auf mehr als 6.000 ver- Energie-Gesetz- Zwangs-
Liepnitzwald“ mit über liegen. umlage“) dem Bürger zu-
200 Mitgliedern an ei- doppelt. sätzlich in die Tasche,
ner gemeinsamen Infor- In der Informations- auch für den Ausbau der
mationsveranstaltung schrift wird auf die von - Dafür müssen tausende neuen Energieverteilungs-
der Volksinitiative „Ret- der Landesregierung bis- netze.
tet Brandenburg“, in der her unterschlagenen Ge- Hektar Wald gerodet wer-
37 Bürgerinitiativen ver- fahren und die auf uns zu- - Windräder machen
einigt sind. In vielen klei- kommenden belastenden den, für ein Windrad sind krank und verschandeln
nen Gruppen wiesen wir Probleme hingewiesen, die unsere Landschaft, die wir
im gesamten Innenstadt- mit der Energiestrategie das 6.000 Quadratmeter; als Pfand für den Tourismus
gebiet mit Informationsta- 2030 verbunden sind. Im einbringen wollen.
feln auf das Anliegen hin Wesentlichen geht es dabei - 700 Kilometer neue
um folgende Fragen: - Brennende Windräder
Hochspannungsleitungen im Wald können im Hoch-
sommer Waldbrände mit
zerstören Brandenburg. größten Gefahren bedeuten.
- Die Windräder produ- In unserem Gemeindege-
biet sollen über 1.000 Hek-
zieren nur an 120 Tagen tar als Windeignungsgebiet,
im Wesentlichen im Wand-
im Jahr Strom, damit kann litzer Buchenwald und um
Prenden / Lanke ausgewie-
keine kontinuierliche sen werden.
Stromversorgung gewähr- Wir sind nicht gegen
Windräder, sie sollten dort
leistet werden. einen Standort erhalten, wo
sie den Menschen und die
Tiere auf dem Boden und in
der Luft nicht stören.
Alle Bürger sind aufgeru-
fen: „Nehmt zukünftig ak-
tiver als bisher an unserer
Bürgerbewegung zum Nut-
zen des Einzelnen, der Ge-
meinschaft und einer le-
benswerten Zukunft in
aktiver Umwelt teil.“
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Bildung ist ein hohes Gut
Bestimmt erinnert sich so eindringlicher vor Augen füh- Weltall - Erde - Mensch, 1963
mancher Mitbürger an ei- ren.
nen Feiertag, der früher ein- rer nicht mehr die Respektper- den USA, in Chile und der
mal am 12. Juni eines jeden Mit der Wende fiel auch die- son, wie wir Älteren das einmal Türkei und in vielen ande-
Jahres begangen wurde: Der ser Feiertag dem Rotstift zum kannten. Höchste Zeit, dem ren Ländern begangen wird,
Tag des Lehrers (und natürlich Opfer. Fast unbemerkt ver- Einhalt zu gebieten. ist einigen Politikern of-
auch der Lehrerin). Die Schü- schwand der Lehrertag aus fenbar entgangen, dass die
ler brachten Blumen für ihren dem Leben an unseren Schu- So erklärte Steffen Reiche UNESCO bereits 1994 den
Lieblingslehrer mit, manche len. Wenn heutzutage von ei- (SPD) 2002 als damaliger Bil- 5.Oktober zum Weltlehrer-
sogar Pralinen. Das war kurz nem Lehrertag die Rede ist, dungsminister, er sei nicht ab- tag proklamiert hat. Lehrer
vor der Zeugnisausgabe viel- dann sind damit Weiterbil- geneigt, den Tag des Lehrers haben nämlich nicht nur et-
leicht auch hilfreich. Die Leh- dungsveranstaltungen für Leh- wieder einzuführen, um das was zu feiern, in vielen Län-
rer absolvierten meist einen rer gemeint. Ansehen der Pädagogen in der dern kämpfen sie darum, ih-
verkürzten Unterrichtstag, um Gesellschaft zu verbessern. Das ren Beruf vernünftig ausüben
dann in ihrem Kreise ein we- Viele Lehrer vermissten die fanden viele Abgeordnete des zu können. Lehrer waren und
nig zu feiern, oder auch mehr. erlebte Gemeinsamkeit, andere Brandenburger Landtages gar sind nicht selten die Zielschei-
Der Tag wurde zum Anlass ge- meinten, sie kämen auch ohne nicht einmal so verkehrt. Aus- be nackter Gewalt, wenn es
nommen, besonders verdien- besondere Ehrung aus. Die gerechnet Lothar Bisky und darum geht, politische Ein-
te Lehrer auszuzeichnen. Es Schullandschaft änderte sich. Ralf Christoffers (beide DIE flüsse zu gewinnen. Das war
war ein Tag der Ehrung und Plötzlich gab es Vorkommnis- LINKE) sollen sich vehement so in Kambodscha und ist so
der Würdigung einer ganz be- se und Ereignisse, die bis dahin dagegen ausgesprochen haben. in vielen Ländern dieser Welt.
stimmten Berufsgruppe, die undenkbar waren. Nicht ein- Sie hielten wenig von Ritualen „Rituale ohne gesellschaftliche
im Leben aller Bürger irgend- mal die "Lümmel des Momm- ohne gesellschaftliche Reso- Resonanz?“ Man muss nicht
wie eine wichtige Rolle spiel- sengymnasiums" hätten sich nanz. alles verstehen...
te. Zur Schule gingen schließ- soetwas vorstellen können:
lich (fast) alle einmal, und die Amoklauf, Tötung von Leh- Mal abgesehen davon, Horst Schumann
Erinnerung an besonders sym- rern und Schülern, Schläge- dass ein Tag des Lehrers in
pathische Lehrer ist bei vielen reien und Gewalt. Der Lehrer
Menschen von nachhaltiger war zu einem Dienstleister de-
Bedeutung. Die „Feuerzan- gradiert worden, auf dem alle
genbowle“ konnte das nicht herumhacken konnten: Die
Vorgesetzten, die Schüler und
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Friedrich – der Schulmeister
Volksbildung beim Alten Fritz und seinem Vater, dem Soldatenkönig
Begründet würde das preu- sche Tugenden – es handele als Regel der Satz verkündet: prägung in Wirklichkeit zu
ßische Schulwesen durch sich keineswegs um preußi- „Jedermann sei untertan der Untugenden degenerierten.
den Vater Friedrichs II., Fried- sche, hanseatische oder deut- Obrigkeit, denn es gibt keine
rich Wilhelm I. Er erließ im sche Erfindungen, sondern Obrigkeit, die nicht von Gott Nach dem 2. Weltkrieg
Jahr 1717 ein Edikt, mit dem es seien vielmehr schlecht- ist“, (Römerbrief, Kapitel 13). wurde Preußen durch Alli-
in allen preußischen Landen hin universale Tugenden, die ierten Kontrollratsbefehl auf-
die Schulpflicht eingeführt von manchen Vertretern des In manchen Nachbarlän- gelöst, also einmütig von al-
wurde. Das war für die dama- Preußentums zu Unrecht für dern galt der Begriff „preu- len vier Besatzungsmächten.
lige Zeit eine bedeutende Re- Preußen reklamiert würden ßisch“ als Synonym für eben
form. Die jungen Landeskin- („Preußen 1701/2001“, ECO diesen Untertanengeist, für „Die Lehrer müssen sich
Verlag, Köln, 2001, Seite 256 Kadavergehorsam und für
„Zuerst sollte man den Kin- f.). Obrigkeitsgläubigkeit. Carl mehr Mühe geben mit dem
Zuckmayer übergießt diese
dern gute Sitten beibringen, Übrigens darf man fra- Geisteshaltung im „Haupt- Unterrichten der jungen Leute
gen, warum beispielsweise mann von Köpenick“, den
dann bilde man ihren Geist.“ Freundlichkeit, Hilfsbereit- Heinz Rühmann unverges- und darauf mehr Fleiß wen-
schaft, Solidarität, Achtung sen verkörpert, mit ätzendem
der lernten lesen, schreiben des Anderen, Wissbegier oder Spott. den und mit wahrer Neigung
und rechnen und wurden Kreativität nicht zu den preu-
auch sonst in Verhaltensregeln ßischen Tugenden gezählt Friedrich ließ an den preu- der Sache sich widmen, da-
eingewiesen, die sie in das ge- werden? ßischen Universitäten durch-
sellschaftliche, nämlich preu- aus Lehrer ausbilden. Den für werden sie bezahlt, und
ßische Umfeld integrierten. Wären all diese Tugenden notwendigen Bedarf ange-
– und weitere nicht genann- sichts der angeordneten allge- wenn sie das nicht genügend
Gab es Lehrpläne, Erzie- te – seinerzeit in einem sinn- meinen Schulpflicht konnte
hungsziele, Zeugnisse, Prü- vollen Gleichklang vermittelt er dadurch aber nicht annä- tun und nicht ordentlich in den
fungsregeln? worden, man könnte nichts hernd decken. Als Behelf griff
gegen solche Erziehung und der König daher zunächst auf Sachen sind und die jungen
Wer fragt, wie Kinder in Bildung einwenden. pensionierte Offiziere zurück,
Preußen erzogen und aus- danach wurden ausgeschiede- Leute vernachlässigen, so
gebildet wurden, sollte sich „Eine Regierung muss ne Unteroffiziere an die Schu-
vorab mit den so genann- len kommandiert. Das schloss muss man ihnen auf die Fin-
ten preußischen Tugenden sparsam sein, weil das Geld, zwar manche Lücke, wirkte
befassen, ihrem Inhalt, ihrer aber genau in die skizzierte ger klopfen.“
Wirkungsweise, ihrer histori- das sie erhält, aus dem Blut Richtung: die jungen Unter-
schen Entwicklung. Sie bilde- tanen wurden in Militärgläu- Begründung war sinngemäß,
ten das Fundament, auf dem und Schweiß ihres Volkes bigkeit und Militärverherrli- dass preußischer Ungeist zum
das Schulwesen aufbaute und chung gedrillt. deutschen, faschistischen Mi-
auf das die Wissensvermitt- stammt. Es ist gerecht, dass litarismus und dieser zum ver-
lung gründete. Während Friedrich II. die heerenden Völkermord ge-
jeder Einzelne dazu beiträgt, von seinem Vater eingeleite- führt habe. Der Beschluss mit
Als solche Tugenden wer- te an sich reformerische Ent- Gesetzeskraft stand zunächst
den in der Regel aufgezählt: die Ausgaben des Staates wicklung flächendeckend for- nur auf dem Papier. Er muss-
Gehorsamkeit, Disziplin, cierte, wuchs Preußen unter te nun in die Köpfe und Her-
Pflichtgefühl, Tapferkeit, tragen zu helfen. Aber es den Nachfolgern immer mehr zen transportiert werden.
Unbestechlichkeit, Pünkt- zur Großmacht heran. Berlin
lichkeit, auch Verantwor- ist nicht gerecht, dass er die wurde als Hauptstadt Sitz des Wir Wandlitzer, Leser des
tungsgefühl, Genügsamkeit deutschen Kaisers. Die Pickel- Heidekraut Journals, die ja auf
oder Bescheidenheit. Hel- Hälfte seines jährlichen Ein- haube wurde zum negativen den Schultern von acht oder
mut Schmidt, Bundeskanz- Symbol. Das strahlte ganz ge- neun Generationen Vorfahren
ler a.D. – mitunter als preu- kommens mit dem Staat tei- hörig auf das Schul- und Bil- stehen, leben mitten im ehe-
ßischer Hanseat bezeichnet dungswesen in allen deut- maligen preußischen Kern-
– verwahrt sich in einem sehr len muss.“ schen Ländern aus, die viele land Brandenburg. Kann die-
bedenkenswerten Aufsatz ge- Leitgedanken der preußischen ser Abschnitt der preußischen
gen solche Titulierung und Friedrich II., der die vom Erziehung übernahmen, nicht Geschichte uns unberührt las-
unberechtigte Vereinnah- Vater begonnene Reform des zuletzt preußische Tugenden, sen? Sollen, müssen wir dar-
mung. Er stellt richtig – des- preußischen Schulwesens ziel- die in ihrer einseitigen Aus- über nachdenken, ob unsere
wegen „so genannte“ preußi- strebig fortführte, baute je- Schul- und Berufsausbildung
doch die bereits verordnete oder die familiäre Erziehung
Einseitigkeit mit fast eigen- die jungen Leute ausreichend
sinniger Strenge weiter aus. wappnet gegen einseitige und
Gehorsam und Pflichtgefühl unselige Überreste „so ge-
wurden massiv überbetont; nannter“ preußischer Tugen-
den jungen Preußen wurden den, die noch herumgeistern?
Untertanengeist und Obrig- Ist alle Obrigkeitsgläubigkeit
keitsglaube konsequent ein- bereits ausgemerzt? Jeder mag
getrichtert. Allzu oft wurde darüber selbst befinden.
Herbert Willner
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Leserpost nalität und den Baufortschritt dungen für Vereine davon mit Schönefeld
zu erläutern. Während der abhängig machen, wie sich ist überall
Gedanken zum Stall sich im Innenausbau be- ihre Mitglieder an der Ver-
33. Museums- findet, war von der Scheune schönerung des Ortes beteili- Das Debakel mit dem neu-
fest in Wandlitz nicht viel zu sehen. Hinterfra- gen. Was ist daraus eigentlich en Flughafen unterscheidet
gungen von anwesenden und geworden? Es wäre zumindest sich zu den vielen Pfusch-
Die Bürger und Gäste von auch sachkundigen Besuchern eine Maßnahme, die Sauber- maßnahmen im Lande le-
Nah und Fern waren zum tra- in der Interessentengruppe lie- keit in unseren Orten zu ver- diglich durch seine Größe.
ditionellen Fest des Agrarmu- ßen deutliche Zweifel an der bessern. Denn wer mühse-
seums Wandlitz geladen. Viele Erreichung des Bauzieles auf- lig Müll entsorgt, wird wohl Seit etwa Anfang Mai be-
freiwillige Helfer und Mitge- kommen. Es sollen aber noch kaum seinen Dreck selbst ir- findet sich eine Baustelle
stalter haben sich viel Mühe der Umzug und die museale gendwo hinwerfen. Abgese- am Ortsausgang von Stol-
gegeben, ein interessantes Pro- Gestaltung der Räume erfol- hen davon sollte die Gemein- zenhagen Richtung Zehlen-
gramm zu bieten. Ich möchte gen. Die Zeit für die Fertigstel- de auch darüber nachdenken, dorf. Angekündigt wird die-
die Modenschau und die Vor- lung der Gebäude wird wohl wie die Bedingungen für die se vorsichthalber gar nicht.
stellung des Neubaus des Ag- sehr sehr knapp! Bürger verbessert werden kön- Der brave Autofahrer fährt
rarmuseum Wandlitz als eini- nen, Abfälle und Müll zu ent- rechts ab und steht unver-
ge Höhepunkte hervorheben. Das Fest war trotz zeitweili- sorgen. Wer erst einmal um- mittelt vor einer Ampel, die
ger Tropfen von oben sehens- sonst zum Rotteplatz gefahren den Gegenverkehr regelt.
Die traditionelle Moden- wert und hat viel Interessantes ist und feststellen musste, dass Dann folgen etwa 800 Me-
schau in den Kleidern um die geboten. Wir werden uns auch der gerade zu hat, fährt evtl. ter halbseitige Straßensper-
Jahre 1910 fand unter dem beim 34. Fest einfinden. kein zweites Mal dorthin. rung. In Abständen wurde
Thema des „bevorstehenden die Straßendecke abgetra-
Umzuges“ statt. Die darge- An die Macher des Festes Unterm Strich bleibt: Ja, gen. Passiert ist seit dem
stellten Bilder, unter ande- aber noch eine Bitte. Wie in Appelle an die Vernunft der nichts mehr. Vermutlich
rem mit dem großen Karren jedem Jahr war der Besucher- Bürger sind richtig, aber sie warten die Bauherren auf
mit den riesigen Koffern, aber strom groß, aber auf Grund bleiben wirkungslos, wenn den Fertigstellungstermin
auch die anderen Darstellun- des erkennbaren Regens ka- nicht gleichzeitig mit Anrei- für den Flughafen. Die Au-
gen vermittelten den Besu- men viele Gäste nicht mit zen, Kontrollen und notfalls tofahrer warten solange auf
chern Auszüge aus den frühe- dem Fahrrad sondern mit Strafen gearbeitet wird. die Grünphase. Ein schöner
ren Lebensgewohnheiten und dem Auto. Dementsprechend Zeitvertreib. Wer dort als
waren deshalb sehr interes- war die Parkfläche knapp. Wir Heinz-Gerd T., Basdorf Baufirma sein Letztes gibt,
sant. Die Modenschau hat die parkten im Langen Grund ist ebenfalls nicht erkennt-
Leiterin des Museums, Frau über einer Entwässerungs- Ein absurder lich. Wozu auch.
Dr. Papendick, sehr gut mo- mulde, was wohl so nicht sein Gedanke
deriert. Anlässlich des Festes sollte. Doch trösten wir uns: Das
wurde auch an die nunmehr Auch ich möchte meine ist nicht die einzige Baustel-
zehnjährige erfolgreiche Lei- A. H. , Wandlitz Meinung, und auch die vieler le im Gemeinderayon. Auch
tung des Agrarmuseums durch Bekannten, zu Windrädern in Schönwalde hat man seine
Frau Dr. Papendick erinnert. Appelle werden im Liepnitzwald dahinge- Freude an Jahrhundertbau-
wohl nicht reichen hend äußern, dass der Gedan- werken entdeckt. Seit Mona-
Allen Gästen und der Be- ke dort Windräder aufstellen ten gibt es dort Straßensper-
völkerung ist die Baustelle Da rief die Bürgermeisterin zu wollen, so verwerflich und rung, Ampelregelung und
des Neubaus des Museums im Amtsblatt Nr. 4/2012 die absurd ist, dass man dazu kei- Stau. Doch dort sieht man
nun schon über eine länge- Bürger auf, doch gegenseitig ne Worte findet. Es wäre wirk- wenigstens ein paar Bauleu-
re Zeit bekannt. Dement- Rücksicht zu nehmen und auf lich so, dass die hervorragen- te.
sprechend war bei vielen die den vielen Sandpisten nicht so de Brandenburg - Klinik arge
Neugier groß, als die Besich- schnell zu fahren, weil das oft Probleme bekommen würde. Das Prinzip ist offenbar
tigung des bis jetzt Erreich- störende Staubwolken verur- Wer solche Grundgedanken immer gleich. Aufträge wer-
ten angeboten wurde. Diese sacht. Außerdem appellier- hat, sollte schnellstens aus den vergeben, der Bau be-
Gelegenheit ließen auch wir te sie, Müll und Gartenabfäl- dem Amt gefeuert werden. ginnt und dann stellt man
uns nicht entgehen und ha- le nicht auf wilden Deponien fest, dass der Termin nicht zu
ben die Chance genutzt, uns zu entsorgen. Es gibt in der ländlichen halten ist. Mehrkosten ent-
vom Architekten des Ensem- Umgebung genügend Acker- stehen in jedem Fall. Keiner
bles mit dem Steinbau „Stall“ Gleichzeitig beklagten meh- flächen mit großem Abstand kontrolliert, niemand prüft.
und dem angrenzenden Holz- rere Ortsvorsteher im sel- zu Wohnhäusern, die man in Und verantwortlich ist auch
bau „Scheune“ in der Funktio- ben Blatt, dass am jährlichen die Planung einbringen könn- keiner. Notfalls bringt man
Frühjahrsputz immer weniger te. ein Bauernopfer, das dann
Bürger teilnehmen. Herr Lie- mit satten Abfindungen die
behenschel aus Basdorf hatte Also, Hände weg vom Liep- Freizeit genießt.
dazu einmal eine Idee geäu- nitz Wald!
ßert: Man sollte die Zuwen- Manfred Klose, per E-Mail
K. M.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Abnehmen
mit
Stoffwechsel-Korrektur
11.-15.06.2012 Kaum jemand macht sich kunft gegeben über Abnehm-
Gedanken, wie wichtig der blockaden, Kalorienruheum-
49 eigene Stoffwechsel ist, aber ge- satz, Energiebedarf sowie die
rade beim Thema Abnehmen Effektivität des Stoffwechsels.
39 kommt man daran nicht vor- Um erfolgreich das Gewicht zu
bei. Viele Menschen versuchen reduzieren, muss man wissen,
* nur vom 11.-15.06.2012 abzunehmen, aber die meisten ob der Stoffwechsel Kalorien
Bemühungen schlagen fehl über Zucker oder über Fettde-
HYPOXI-Studio Wandlitz oder anfängliche Diäterfolge pots verbrennt, wo der persön-
sind nicht zu halten. Isst man liche Ruheumsatz liegt und wie
Telefon: 033397 272700 weniger, verbraucht der Körper viel Sauerstoff aus der Atem-
weniger, isst man mehr, dann luft bis in die Zellen gelangt.
Prenzlauer Chaussee 167 - 16348 Wandlitz - www.hypoxi-wandlitz.de zeigt es die Waage sofort un- Nur über den Fettstoffwechsel
barmherzig an. kann effektiv Körperfett abge-
baut werden. Man erhält auf-
Aber nun gibt es einen Aus- grund der Messung auch Aus-
weg! Der Körper muss in einen sagen zum Gesundheitsstatus.
effektiven Stoffwechsel gelan- Die eigene Gesundheit sollte
gen, was bedeutet, dass man in jedem Fall ganz vorn stehen
die Energie überwiegend aus und der Start in ein neues Le-
dem eigenen Körperfett holt. bensgefühl ist dabei ganz ein-
Dies ist nicht nur optisch schö- fach. Mit dieser Analyse kann
ner, sondern dient vor allem auf Wunsch ein individuel-
der Gesundheit, da bestimm- les Metabolic Coaching erfol-
te im Körper gelagerte Fette u. gen, bei dem man über einen
a. Entzündungsprozesse för- Zeitraum von acht bis zehn
dern, Infarktrisiken erhöhen Wochen den Stoffwechsel so
sowie der Volkskrankheit Dia- korrigiert, dass er effektiv im
betes Vorschub leisten. Fettstoffwechsel arbeitet. Die
Pfunde purzeln daraufhin wie
Die Erfolge geben recht: mit von selbst. Wenn jetzt noch
einer Stoffwechselregulierung der Wunsch besteht, die Fett-
wurden bereits beachtliche polster an bestimmten Stel-
Abnehmerfolge erzielt. Seit Ja- len zu reduzieren, bietet sich
nuar 2012 bietet Stoffwechsel- eine Kombination mit dem
beraterin Annette Roscher die bewährten HYPOXI-Training
ganz persönliche Stoffwechsel- an. Hierbei wird gezielt z. B.
messung an. Die Messung ist den sog. „Reiterhosen“ zu Lei-
völlig unkompliziert. Man at- be gerückt. Auch ein zu großer
met über ein spezielles Mund- Bauchumfang wird reduziert.
stück zirka fünf Minuten lang
ein und aus. Das Messgerät Eine Messung kann unter
misst die Atemluft und gibt Tel. 033397/272518 vereinbart
Daten an eine dafür entwickel- werden.
te Software weiter. Unmittelbar
nach der Messung wird Aus-
Heidekraut Journal
Anzeigentelefon . Leserzuschriften
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11
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Musikworkshops in der Gemeinde Wandlitz
Hallo Jungs und Mä-
dels unserer Ge-
meinde!
Trommeln, singen, rap- nim, man trommelte sich Spielen, Mittagessen und Am 2. Ferientag in den Som-
pen, Gitarre und Pia- in andere Sphären – mit- Präsentationen zum Ab- merferien, am Freitag, den 22.
no spielen – hört sich viel genommen durch Hans & schluss - Astrid Standtke Juni 2012 von 10 bis 14 Uhr, fin-
an und ist auch viel, vielsei- Gina. Der Anspruch im Gi- und Christine Czyzykows- det der nächste Rockband-Work-
tig - fünf verschiedene Mu- tarrenworkshop war hoch: ki umsorgten die Schar lie- shop im Mehrgenerationenhaus
sikworkshops und das Haus Aus dem Kellergeschoss bevoll. in Wandlitz mit dem RockMo-
war voll. des Mehrgenerationenhau- bil Barnim statt. Vier Musiker
ses tönte kein Heimatlied, Vielen Dank allen Betei- (Sänger, Gitarrist, Bassgitarrist
Sechs Profimusiker und sondern handgemachter ligten, besonderen Dank an und Schlagzeuger) studieren mit
mehr als 30 Kinder und Ju- Rock`n Roll, den Jörg Swei- Bernd Kösters. Kindern und Jugendlichen ab 12
gendliche kamen am 5. Ap- kowski vorlegte und der von Jahren einen bekannten Song
ril 2012 ins Mehrgenera- den Kids eifrig nachgespielt Irene Schüler ein, der am Ende des Work-
tionenhaus, bezogen ihre wurde. Kristin Hays aus Ber- shops dann präsentiert wird. Für
Workshopräume und mach- lin vermittelte als Vokal- alle Interessierten: Vorkenntnis-
ten unterschiedlichste Mu- Coach wichtige Kenntnisse se sind nicht notwendig, Kosten-
sik. Schon mit der Anmel- für NachwuchssängerInnen, punkt 10 Euro / pro Teilnehmer,
dung entschieden sich die die sich ausprobieren konn- Anmeldung erforderlich per
Kinder und Jugendlichen, ten und auch die 88 Tasten, Mail: musikworkshop@wir-sind-
die aus allen Ortsteilen der der von Hans mitgebrachten wandlitz.de oder telefonisch bei
Gemeinde kamen, an wel- Pianos, waren ziemlich aus- Irene Schüler mobil 0173 20 168
chem oder welchen der Mu- gelastet. 25 oder Tel. 033397 66 113. Wei-
sikworkshops sie teilnehmen tere Infos gehen Euch dann zu.
wollten. Zurückhaltende Die Montessorischu-
Kinder tauten auf, vormals le schaffte hierfür den per- Glaserei
Nichtrapper rappten mit fekten Rahmen mit Begrüs- Jürgen Hintze
dem HipHop Mobil Bar- sungsrunde, Frühstück,
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Urlaubscheck ab 15 Euro
12
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Keine vollendeten Tatsachen schaffen!
„Die Wohnqualität in se die Rechte und Pflichten tiert. Die durch das Gelän- die Immobilie, bis sie die
Klosterfelde soll verbes- der Bodeneigentümer. de laufenden und fotogra- Gemeinde kaufte. Die Mie-
sert werden“, das wurde im fierenden Angestellten des ten sind für die Lage recht
Amtsblatt Nr.3 des Jahrgan- Der Zustand der Garagen Planungsbüros trugen zum hoch. Die ersten Mieter
ges 2012 auf Seite 19 ange- ist teilweise desolat. Einige weiteren Hochkochen der werden jetzt wohl auszie-
kündigt. Gemeint war das stehen leer und keiner fühlt Stimmung bei. hen müssen.
Umfeld der gemeindeei- sich zuständig. Es sollte also
genen Wohnungen in der etwas getan werden. Das se- Sorge besteht auch, dass Die Neugestaltung von
Ernst-Thälmann- und der hen auch einige Mieter so. es zu weiteren Mieterhö- Kfz-Stellflächen, Kleingär-
Hans-Beimler-Straße. Aber die sind mit der Art hungen kommen könnte. ten, Zufahrten, Wäsche-
und Weise der Gemeinde- Bereits jetzt wurde den Mie- trockenplätzen und Müll-
Dort befinden sich Wohn- verwaltung nicht einverstan- tern in der Ernst-Thälmann- sammelflächen in diesem
blöcke, in deren Innenbe- den. Nutzer von Garagen er- Straße nach Sanierungsar- Wohngebiet von Klosterfel-
reich Garagen und Gär- hielten Anfang des Jahres beiten eine Erhöhung um de ist sicherlich eine sinn-
ten durch die Anwohner ein Kündigungsschreiben fast 80 Euro angekündigt. volle Aufgabe. Sie wird aber
seit rund 50 Jahren genutzt mit der Aufforderung, diese Früher gehörten diese Rei- nur dann zur Akzeptanz
werden. Mit dem Kauf der bis zum 31. Dezember 2012 henhäuser einmal den Ge- führen, wenn die Mieter
Wohnungen durch die Ge- abzureißen. Danach konn- nossenschaftsmitgliedern einbezogen werden. Es geht
meinde entstanden auch ten sie in dem o.g. Amtsblatt selbst, die als Arbeiter in ja nicht nur darum, Projekt-
neue Besitzverhältnisse für die Erklärung lesen, dass ein der Küchenfabrik die Häu- vorschläge zu unterbreiten.
diese Nebenbereiche. Sie „Planungsbüro Gestaltungs- ser gebaut hatten. Zur Wen- Ohne Mitwirkung der An-
sind zwar teilweise im Ei- vorschläge unterbreiten soll dezeit waren sie noch nicht wohner wird man kaum et-
gentum der Mieter, befin- und dass die Mieter mit ein- abbezahlt, und die meis- was erreichen. Oder wer will
den sich aber auf fremdem, bezogen werden“. ten konnten die nun hö- die inzwischen verwilderten
in diesem Falle, kommuna- heren Belastungen nicht Kleingärten in Ordnung
lem Boden. Der Gesetzgeber Aber zu diesem Zeitpunkt mehr tragen. Eine Berliner bringen?
stärkt in zunehmender Wei- war die Verärgerung bei den Genossenschaft übernahm
Betroffenen bereits manifes- Wolfgang Weidler
13
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Ein kleiner Erlebnisbericht vom Hexenfeuer in S
1. FV Eintracht Wandlitz zum Tanz in den Mai u
Hexentanz und Fußba
oder doch
Fußballtanz und Hexe
Im Amtsblatt ange- Ist es schön, „alte“ Männer um
kündigt wurde der hei- Erfolge kämpfen zu sehen? Die
ße Tanz der Hexen in Erwartungen waren für alle hoch,
Schönerlinde. Nach- die an meine Person viel zu hoch,
dem die Schönerlinder dies sah man schon an dem mir zu
Feuerwehr zündelte, geteilten körperunformzuengfett-
war es den vielen Be- betonenden Sportdress. So vie-
suchern für viele Stun- le verwunderte, wohl den Mut be-
den wohlig warm. Wur- wundernde Blicke, hatte ich lange
de es kalt, wurden auch nicht mehr. Diese ließen aber sofort
kleine aufwärmende nach, als ich mit dem Ball kämpfte.
Getränke verabreicht. Nach fünf Minuten wurde ich aus-
Gut besucht gab es für gewechselt und konnte nunmehr
alle vor Ort viel zu er- doch beeindruckt beobachten, wie
zählen. die Mannschaften der Feuerwehr,
der Windsurfer, der Fußball-El-
tern, dem Team Alonge, der Ü35,
der Ü45 und der Zwietracht-Volley-
baller sehr kämpferisch und spielsi-
cher um den Sieg der von Getränke
Hoffmann ausgelobten Trophäen
rangen. Die verdienten Sieger im
Fußball waren die Volleyballer. Das
kann ich nicht interpretieren und
nochmals herzlichen Glückwunsch.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Schönerlinde und den Festveranstaltungen des
und dem traditionellen Frühlingsfest am 1. Mai.
allfeuer, Nicht unerwähnt blei-
ben sollte das Landeslo-
enfeuer? kalderby zwischen dem
1. FV Eintracht Wandlitz
Besonderer Dank an die Organi- und den Fußballmänner
satoren des 8. Wandlitz-Cup, Hel- aus Klosterfelde, welches
mut und Nippi. Zwischenzeitlich mit über tausend Gästen
wurde im Festzelt ein vielseitig be- große Beachtung fand.
geisterndes Programm aufgeführt Das Spiel wurde von den
und auch für das leibliche Wohl war Wandlitzern im heimi-
umfangreich gesorgt. Die Wandlit- schen Stadion, wo sich
zer Fußballjugend konnte ihre Grill- wegen des Zuschaueran-
kenntnisse voll entfalten, und das drangs lange Schlangen
nach einer zuvor mit über 500 an- vor dem Einlass bildeten,
deren Gästen durchtanzte Nacht. mit 1:3 verloren.
Also, wollen Sie mit Ihrer Nach- Vor dem Anpfiff ge-
barin tanzen? Oder wollen Sie dachten die Spieler und
ihre Kräfte mit dem Nachbarn Zuschauer mit einer
messen? Dann feiern und tan- Schweigeminute dem
zen Sie doch im nächsten Jahr vor kurzem und viel zu
in den 1. Mai in Wandlitz! Und je früh verstorbenen Guido
mehr kommen, um so mehr kann Bayer. Guido hat immer
die Band, die aufspielt wachsen. unermüdlich im Vereins-
heim für den Verein und
Ich habe mich nicht getraut, mit auch oft für viele Wand-
der Nachbarin zu tanzen und ge- litzer Familien für schöne
gen den Nachbarn habe ich ver- festliche und angenehme
loren beim Fußball. Wir se- Stunden gesorgt.
hen uns im nächsten Jahr.
André Schüler
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Dieser Frage wollte das Warum Ver.di? Prozent vom monatlichen
HK-J nachgehen und Marga- Darum Bruttoverdienst.
rete und Walter Sander spra- Ver.di!
chen dazu mit der Geschäfts- Wie steht es mit der Ausbil-
führerin Bettina Weitermann keine feste Struktur zu den Be- nen wo eine gute Zusammen- dung von Lehrlingen?
vom Bezirk Uckermark/Bar- triebsräten und Strukturen in arbeit zwischen Gewerkschaft
nim. Sie ist gleichzeitig für den Unternehmen. Gewerk- und Krankenhausleitung be- Es ist festzustellen, dass die
den (FB 2) Gesundheit, sozi- schaftsmitgliederInnen / Be- steht. In der Brandenburg Ausbildung von Lehrlingen,
ale Dienste, Wohlfahrt und triebsräte arbeiten selbständig Klinik und auch im Arbeiter- besonders in den Handwerks-
Kirchen zuständig. und eigenverantwortlich mit Samariter-Bund RV Barnim betrieben rückläufig ist. Es gibt
den Arbeitgebern zusammen. e.V. (ASB) wäre eine Zusam- dafür unterschiedliche Grün-
Ver.di ist mit 2,1 Millionen Sie werden durch die Mitglie- menarbeit zwischen Gewerk- de. Die von den allgemeinbil-
Mitgliedern eine der größten der der Fachbereiche und Be- schaft und Unternehmens- denden Schulen kommenden
freien Einzelgewerkschaften zirke unterstützt. leitung wünschenswert. Der Schüler erfüllen oftmals nicht
der Welt. Als Vereinte Dienst- Zusammenschluss der Beleg- das von Unternehmen gefor-
leistungsgesellschaft betreut Wie hoch ist der Mitglieder- schaft unter einer Führung, derte Basiswissen. Es gibt Un-
Ver.di Beschäftigte in mehr als anteil im Bezirk? z.B. Gewerkschaften, ist wich- terschiede zwischen der Ausbil-
1.000 Berufen. Schon frühzei- tig. Je stärker die Organisati- dung in Handwerksbetrieben
tig hat Ver.di den Zusammen- Dazu liegt keine exakte on ist, umso erfolgreicher ist und zentral geleiteten Lehraus-
schluss von mehreren Einzel- Aussage vor. In den Unter- das Unternehmen. bildungsbetrieben. Die Fachar-
gewerkschaften durchgeführt. nehmen schwanken die Mit- beiter aus diesen Betrieben ha-
Ver.di gliedert sich in 13 ver- gliederzahl zwischen zehn Welche Leistungen werden ben größere Chancen, auf dem
schiedene Fachbereiche (FB). und 55 Prozent der Beleg- den Mitgliedern von Ver.di an- Arbeitsmarkt vermittelt zu wer-
Dazu gehören unter anderem schaftsangehörigen. Dabei ist geboten? den. Das liegt vordergründig
Finanzdienstleistungen (FB zu berücksichtigen, dass un- daran, dass die Ausbildung er-
1), Ver- und Entsorgung (FB terschiedliche Arbeitsverhält- Ver.di bietet eine Vielzahl folgsorientierter, methodischer
2), Gesundheit, soziale Diens- nisse existieren (Voll- bzw. von Unterstützungen an. durchgeführt wird.
te, Wohlfahrt und Kirchen Teilbeschäftigte, Leiharbei- Kompetente Rechtsberatung
(FB 3), Bund und Länder (FB ter). In verschiedenen Un- und –vertretung, Streikgeld Welche Aktivitäten sind von
6), Gemeinden (FB 7), Ver- ternehmen ist die Bildung bei Arbeitskämpfen, kostenlo- Ver.di in nächster Zeit geplant?
kehr (FB 11), Handel (FB 12) von Betriebsräten nicht gern ser Lohnsteuerservice für Mit-
usw. Die Gliederung setzt sich gesehen. Es wird alles unter- glieder, persönliche Rentenbe- In erster Linie sieht Ver.di
in den anderen Strukturein- nommen, um sie zu verhin- ratung und vieles mehr. Ver. seine Aufgabe in der Durch-
heiten nach oben hin durch. dern. Allerdings gibt es auch di finanziert diese Leistungen setzung von allgemein ver-
Ver.di gehört dem Deutschen positive Beispiele. Hier ist aus Mitgliedsbeiträgen und er- bindlichen, flächendecken-
Gewerkschaftsbund an. Ge- das kommunale Klinikum hält keine finanziellen staatli- den Mindestlöhnen für alle
werkschaften haben wichtige Werner-Forßmann-Kranken- chen Unterstützungen. Der Beschäftigten. In verschie-
Aufgaben zu erfüllen. Sie ver- haus in Eberswalde zu nen- Mitgliedsbeitrag beträgt ein denen Unternehmen gibt es
treten Arbeitnehmer, wenn es immer noch unterschiedliche
um die Durchsetzung ihrer In- Entlohnung zwischen Frau-
teressen geht. en und Männern bei gleicher
Arbeit. Zeitarbeitsbeschäf-
HK-J: Welchen vorgründigen tigte werden oft unter Ta-
Aufgaben stellt sich Ver.di in rif entlohnt. Der Abschluss
der Uckermark/Barnim? von Tarifverträgen sichert
neben der Entlohnung auch
Bettina Weitermann: Dazu Arbeitszeiten, Urlaubsan-
gehören die Sicherung sozi- spruch, Urlaubsgeld zuguns-
aler, gerechter Arbeits- und ten der Beschäftigten. Über-
Lohnbedingungen, der Erhalt all dort, wo sie fehlen sind
von Arbeitsplätzen, die Un- sie durchzusetzen. Sonder-
terstützung der Betriebs- und zahlungen, wie das Urlaubs-
Personalräte in allen Gewerk- geld werden nur in Tarifver-
schaftsfragen, insbesondere trägen gesichert. Das gleiche
bei Tarifverhandlungen. Ziel gilt auch für Freistellungen
ist es auch eine sozialverträg- in besonderen Fällen.
liche Absicherung der Mitar-
beiter bei einer Insolvenz von Frau Weitermann, wir dan-
Betrieben. Der Bezirk besitzt ken für das Gespräch.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
8. Mai 1945 - Tag der Befreiung
A n diesem Tag wurde Die Einsicht, dass das Jahre 1985, 40 Jahre nach zeigt wie wichtig es ist, die
das millionenfache Ende des Krieges keine Ka- diesem Tag, langsam durch. Lehren aus der Geschichte
Morden auf deutschem pitulation sondern eine Be- nicht zu vergessen und sie
Boden beendet. Für vie- freiung war, setzte sich in Die heute in der Bundes- der jüngeren Generation
le Menschen, auch für der Bundesrepublik offizi- republik zu verzeichnende nahezubringen. Eine Ge-
meine Familie war die- ell erst mit der Rede des da- Tendenz eines neu beleb- legenheit wäre die Ehrung
ser Tag ein Tag der Befrei- maligen Bundespräsidenten ten Neofaschismus und den der Gefallenen an den bei-
ung, weil damit die Zeit Richard von Weizsäcker im in diesem Zusammenhang den Gedenkstätten in Klos-
der Verfolgung, Benach- stehenden Mordanschlägen terfelde. Leider ist das noch
teiligung, Einkerkerung nicht bei allen Politikern an-
im Gefängnis und Kon- gekommen.
zentrationslager beendet
wurde. Dank des helden- Zufrieden bin ich aber,
haften Kampfes der sow- dass die Gedenkstätte in
jetischen, aber auch ameri- Klosterfelde an der Bundes-
kanischen, britischen und straße 109 nach einer Zeit
französischen Soldaten, der Vernachlässigung wie-
wurde der schrecklichs- der hergerichtet wurde und
te aller Kriege mit vielen heute wieder eine würdi-
Millionen Opfern been- ge Ansicht bietet. Auf den
det und die Grundlage neu gestalteten Tafeln wird
für einen Neuaufbau ge- an viele namentlich genann-
legt. Der 8. Mai ist für uns te und unbekannte Soldaten
ein Tag des Gedenkens. erinnert.
Wolfgang Weidler
Gefallenen-Ehrung in Klosterfelde
Am 5. Mai war es wie- dislaw Sazonnikow (Ver- Ehrung oder zum anschlie- sem Vorabend der Befreiung
der soweit. Auch in teidigung) und Ilja Mat- ßenden Freundschaftstref- von einer menschenverach-
diesem Jahr wurden auf Ini- wejew (Innenpolitik) je fen ins Museum. Es war auf- tenden Diktatur nicht ge-
tiative des Artistenmuseums einen Kranz nieder. Auch gefallen, dass auch unsere dachten. Dabei wurde auch
in Klosterfelde an den Denk- Roland Fahrendholz ehr- Mitbürger ihrer gefallenen diese Veranstaltung von den
malen der sowjetischen Rot- te die Gefallenen mit Blu- Angehörigen, für die am Beiträgen und Spenden der
armisten und der gefallenen mengebinden im Namen deutschen Ehrenmal zusätz- Mitglieder des Fördervereins
deutschen Soldaten Ehren- des Klosterfelder Ortsbei- lich eine Gedenktafel ange- finanziert.
kränze niedergelegt. An bei- rates. Gleiches wiederholte bracht worden war, an die-
den Gedenkstätten intonier- sich am deutschen Ehren- Roland Weise
ten eine russisch-ukrainische mal, wo auch die russische
Musikformation einen sow- Delegation der deutschen
jetischen Marsch und das Gefallenen des irrsinnigen
deutsche Traditionslied „Ich Krieges mit Blumensträu-
hatt` einen Kameraden“ mit ßen gedachte.
deutschem Gesang.
Der außenpolitische Atta- Obwohl es die einzige Ze-
ché der Botschaft der Rus- remonie in der Region mit
sischen Föderation, Daniil einer hochrangigen russi-
Bisslinger hielt eine kurze schen Delegation zur Erin-
Gedenkrede in deutscher nerung und Mahnung für
Sprache. Dann legten Ro- eine gemeinsame gute Zu-
land Weise, die russischen kunft war, kamen aus der
Attachés Oberst i.G. Wla- Gemeinde Wandlitz weder
Politiker noch Bürger zur
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Galerie in Zühlsdorf Von der Zier- zur Nutzpflanze
Es ist bereits zu ei- der Hamburger Kunst- Aus Südamerika stammend Erfolg aus. So zwang er die Bau-
ner schönen Traditi- akademie studiert. - von Seefahrern entdeckt - ge- ern per Gesetz zum Anbau. Er
on geworden, dass Ihre Bilder sind noch langte die Kartoffel nach Euro- ließ die Königlichen Kartoffelä-
Künstler aus unserer bis Mitte Juni zu be- pa. Anfangs wurde sie als Wild- cker durch Soldaten bewachen,
Gegend ihre Werke wundern. Am 2. Und kartoffel in Botanischen Gärten und er ließ mit einem Augen-
im Mehrzweckraum in am 16. Juni, jeweils gezeigt und als Blume zur Ver- zwinkern zu, dass die Felder
Zühlsdorf ausstellen. von 15 bis 17.00 Uhr schönerung der Beete gepflanzt. beklaut werden konnten! Die-
Gegenwärtig zeigt kann man mit der jun- Die Kurfürstliche Familie ergötz- se Taktik führte überraschend
Saskia Ludwig, die in gen Künstlerin per- te sich im Zier- und Küchengar- schnell zum Erfolg, zumal die
Klosterfelde zu Hau- sönlich in Kontakt tre- ten – dem späteren Lustgarten – Kartoffeln frei von Abgaben
se ist, ihre Malereien. ten. an den lila Blüten der Kartoffel. (dem Zehnt) waren, im Gegen-
Saskia Ludwig hat an satz zur Getreide- und Rüben-
Klaus Flemming Man schrieb das Jahr 1664, als ernte.
in Preußen die ersten Kartoffeln
als Blumen gepflanzt wurden, Nach dem „Kartoffelbefehl“
zum stolzen Liebhaberwert von 1746 wird vom erfolgreichen
80 Talern für eine Saatkartoffel. Kartoffelanbau auch aus den
Dörfern des Barnim berichtet.
Im Jahr 1720 verordnete der „Wo auch nur ein leerer Platz zu
Soldatenkönig den Anbau der finden ist, soll die Kartoffel an-
Kartoffel in Folge einer verhee- gebaut werden, da diese Frucht
renden Getreidemissernte. Selbst nicht allein sehr nützlich zu ge-
mit der Androhung drakonischer brauchen, sondern auch derge-
Strafen (wer sich weigerte, dem stalt ergiebig ist, das die darauf
sollten Nase und Ohren ab- verwendete Mühe sehr gut be-
geschnitten werden), erreichte lohnt wird.“
Friedrich I. sein Ziel nicht.
Er gewährte Kolonisten, die er
Bestenfalls aß das Landvolk in die Mark Brandenburg holte,
die ungenießbaren gelbgrünen für zehn Jahre eine Befreiung
Früchte nach der Blüte. Diese von allen Abgaben und von
aber sind giftig und verursach- der Militärpflicht sowie weitere
ten Hautreizungen und ande- Gratifikationen. Bedingung: Die
re Krankheiten. Vieh verendete neuen Bürger sollten Kartoffeln
nach der Fütterung mit Kartof- anbauen. Noch immer hielt sich
felpflanzen. Ursache war das in bei der Bevölkerung die Auffas-
allen grünen Pflanzenteilen der sung, Kartoffeln seien nur für die
Kartoffel enthaltene Solanin. Schweine gut.
Aber bereits 1723 konnte man Mit der Entwicklung der Be-
im „Brandenburgischen Koch- völkerung und der schlecht be-
buch“ ein Rezept für Kartoffelsa- zahlten Arbeit in Manufaktur-
lat finden, wenngleich das auch betrieben (Glas, Papier usw.)
nicht im Entferntesten mit un- wurde der Anbau von Kartof-
seren heutigen Geschmack kon- feln zur Aufrechterhaltung der
form ging. Ein paar Jahre später Ernährung der Familie immer
wurden die Bollen, wie man die lebensnotwendiger. Der Kartof-
Kartoffeln auch nannte, auf felanbau auf den Staatsdomä-
dem Gendarmenmarkt verkauft nen, z.B. Biesenthal, war auch
– zum Liebhaberpreis. notwendig zur Stärkung der kö-
niglichen Gewalt.
Friedrich II. verfolgte die po-
litischen Ziele seines Vaters wei- Durch den Ausbau von Kanä-
ter und bediente sich einer List! len und Straßen, wurde die Kar-
toffel zum Handelsobjekt, aber
Er verschenkte die Kartoffeln sie entsprach für viele Jahre noch
und hoffte damit auf ihren An- lange nicht dem uns heute be-
bau in den mageren Böden der kannten und geforderten Qua-
Mark. litätsstandart.
Doch nach dem Sprichwort Angelika Kastl
„Was der Bauer nicht kennt, das
isst er nicht“ blieb der erhoffte
18
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Qualität setzt sich durch Keine „Artistentage“ in diesem Jahr
International renommiertem Fest fehlt Geld
Immer wieder ärgern sich Kun- Quality Service Award“ an die Die traditionellen „In- Euro gekürzt und für dieses
den über mangelnden Ser- ternationalen Tage der Jahr noch keine Mittel frei-
vice oder schlechte Qualität bei Betriebe vergeben, die den Test Artisten in Deutschland“, geben. Der Ortsbeirat Klos-
hohen Preisen. Umso wichtiger die jährlich Ende Mai tau- terfelde strich die bisheri-
sind unabhängige Kontrollen, erfolgreich bestanden haben. sende von Touristen, auch gen Zuwendungen auf 800
die über den tatsächlichen Leis- aus Brandenburg, nach Euro in diesem Jahr zusam-
tungsstand Auskunft geben. 2012 gehörte das Autohaus „Go- Klosterfelde gelockt ha- men. Dabei ist das Artisten-
ben, finden in diesem Jahr museum, wie Ministerprä-
Honda Deutschland lässt sol- laszweski & Königsdörffer“ in nicht statt. „Durch die radi- sident Matthias Platzeck
che Tests regelmäßig durchfüh- kal gekürzten bzw. fehlen- bestätigte, zu einem be-
ren. Dazu prüfen Testkunden Wandlitz zu den 50 besten Hon- den staatlichen Fördermit- deutenden kulturellen,
den Service vor Ort, von der te- tel“, so Organisator Roland wirtschaftlichen und tou-
lefonischen Terminvereinbarung, da-Autohäusern, und das nicht Weise, „wird die Fortset- ristischen Faktor über die
der Fahrzeugannahme, der Werk- zung dieser Tradition auch Region hinaus geworden.
stattleistung und Rechnungsstel- zum ersten Mal. Das Familien- als nationale Künstlerbörse Bisher haben an elf Inter-
lung bis zur Fahrzeugabholung. verhindert“. Das Kulturmi- nationalen Artistentagen in
Im Ergebnis wird der „Honda unternehmen bestand den Test nisterium hat seit drei Jah- Klosterfelde 1.980 Künstler
ren die Fördermittel für den aus elf europäischen und
mit dem Prädikat „sehr gut“ und Förderverein gestrichen, der außereuropäischen Staaten
Landkreis Barnim hat seine teilgenommen und an den
durfte sich über ein Banner und jährlichen Zuwendungen Artistentagen über 40.000
von bisher 5.000 auf 1.500 Besucher aus ganz Europa
eine Urkunde freuen. Das HK-J Euro reduziert. Der Kul- begeistert. Mit diesen Kür-
turausschuss der Heimat- zungen wurde ein interna-
gratuliert zu dieser Auszeich- gemeinde Wandlitz hat die tional populäres Volksfest
jährlichen Zuwendungen unserer Region aus der Kul-
nung und wünscht auch für die von 7.000 radikal auf 3.000 turwelt liquidiert.
Zukunft gute Geschäfte mit zu-
friedenen Kunden HK-J.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Bei immer mehr Menschen Falle für ältere Menschen Auf gar keinen Fall darf in der
auch in unserer Region klin- Police jemand stehen, den der
gelt seit geraumer Zeit das Tele- es ist immer derselbe Mecklen- te man das mit der Versicherung Versicherungsvertreter von sich
fon, und eine Stimme bietet vor burger! der eigenen Wahl tun. Gemein- aus festlegt!
allem älteren Menschen etwas sam mit dem Berater, den wir
scheinbar Nützliches an. Es geht Dessen schwarze Merce- auswählen. Und das Geld dar- Und sollten auch Sie zu den
um Bestattungsvorsorge. Da- des-Limousine parkt dann ne- aus sollte im Sterbefall demjeni- Menschen gehören, die von ei-
hinter steckt die Aktivität eines ben der Friedhofskapelle z. B. gen unserer Angehörigen zuflie- nem solchen Geschäftsmann
„Doppelgesichtes“ aus Mecklen- in Groß Schönebeck, in Ber- ßen, dem wir selbst vertrauen. besucht worden sind, dann prü-
burg-Vorpommern. Zum einen lin oder wo sonst der Sterbe- Und wenn es denn ein Bestat- fen Sie doch bitte, ob das, was in
handelt es sich um den Verkauf oder Versicherungsfall gerade tungsunternehmen sein soll, Ihrer Police steht, auch wirklich
von Sterbegeld-Versicherungen. eingetreten ist. Und das Nürn- dann doch – bitteschön! – das- dem entspricht, was in Ihrem
Zum anderen betreibt er ein Be- berger(!) Kennzeichen des Ge- jenige, dem wir unser Vertrau- persönlichen Sinne ist. Denn
stattungsunternehmen. schäftswagens lässt Vermu- en schenken wollen, weil wir es nur das ist wichtig. Das ist das
tungen über wirtschaftliche kennen, weil dessen Arbeit kein einzige, das für Sie zählt!
Ein Termin wird vereinbart, Verflechtungen zu. nüchternes Geschäftsinteresse
ein Vertreter kommt ins Haus. zugrunde liegt, sondern Beru- Wappnen wir uns also mit-
Ein Vertrag wird abgeschlos- Ungefragt kommt auf diese fung ist und Tradition hat. Ei- einander vor reiner Geschäf-
sen, und in den kann man den Weise eine Globalisierung auch nem Bestattungsunternehmen, temacherei. Und erhalten wir
Name eines Bestatters eingetra- in unsere Heimat, die weder von dem man weiß, dass es uns miteinander das, was das
gen, dem die Versicherungssum- den alteingesessenen, örtlichen eben nicht den maximalen Pro- gemeinsame Leben in unserer
me im Sterbefall zufließen soll. Bestattungsunternehmen noch fit erzielen will, sondern auch Heimat ausmacht: Das Vertrau-
Der kümmert sich auch um die uns selbst gut tut. als Nachbar auf unserer Seite ist. en zu dem Nachbarn, von dem
Beisetzung. Nicht um weniger, wir wissen, dass wir uns auf ihn
aber auch nicht um mehr. Und Wenn man eine Bestattungs- verlassen können!
vorsorge treffen will, dann soll-
Klaus Heutmann
Ein Beschluss der Gemeindever- (1) Für die Parkplätze am Strandbad (ausgenom-
treter und wie er umgesetzt wird men von 14 Parkplätzen an der Seite des Strand-
bades längs und weiteren 3 Parkplätzen an der
Der nachfolgende Beschluss „1. Änderung der Satzung Seite zu Prenzlauer Chaussee entsprechend Aus-
über die Erhebung von Parkgebühren…“, Beschluss-Nr. BV- schilderung), neben der Jugendherberge und am
GV/201-0407 wurde am 26. April 2012 von der Gemeindever- Bahnhof Wandlitzsee im Ortsteil Wandlitz, Prenz-
treterversammlung gefasst und am 12. Mai 2012 im Amts- lauer Chaussee beträgt die Gebühr 0,25 € je an-
blatt Nr. 4/2012 veröffentlicht. Er trat damit spätestens an gefangene halbe Stunde taglich in der Zeit von
diesem Tag in Kraft. Die Aufnahmen der drei Parkautoma- 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr bis zu einer Höchstpark-
ten in Wandlitz stammen vom 16. Mai 2012. Wir bitten die- dauer von zwei Stunden.
jenigen, die dieses Prozedere verstehen, sich bei der Redak-
tion zu melden.
„Und so bekommt man das Gefühl, jeder macht, was er
grad will.“
21
Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
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Auftrag oder Arbeitsvertrag? bei Ecovis. Freie Mitarbeiter alversicherungsfreiheit und Verschiedene Optionen
oder Honorarkräfte werden in nicht anfallende Zahlungen prüfen.
Verträge mit freien Mit- den unterschiedlichsten Bran- bei Urlaub und Krankheit.
arbeitern bergen für Un- chen beschäftigt. Grundsätz- „Andererseits aber drohen im Der Ecovis-Experte rät
ternehmer im Fall einer lich lässt sich eine selbststän- Fall der Falscheinschätzung dazu, schon im Vorfeld der
Scheinselbstständigkeit er- dige Tätigkeit an Kriterien wie die Haftung für nicht abge- Beschäftigung die Status-
hebliche finanzielle und dem Unternehmerrisiko, ei- führte Steuern samt Säumnis- klärung durch die Deutsche
sogar strafrechtliche Risi- ner eigenen Betriebsstätte und zuschlägen, die nachträgliche Rentenversicherung zu bean-
ken. der weitgehend freien Gestal- Abführung der Arbeitneh- tragen und die Frage der Wei-
tung der Tätigkeit festmachen. mer- und Arbeitgeberantei- sungsabhängigkeit zu klären.
Zwischen Schein und Weisungsbefugnisse und die le der Sozialversicherung und „In einigen Fällen wird sich,
Sein existiert oft nur ein Arbeit in den Räumen des sogar Strafverfahren“, warnt gegebenenfalls befristet mit
schmaler Grat. Ist die Ho- Auftraggebers sprechen da- Steuerberater Lange. Schon einer Probezeit, eher die nor-
norarkraft, die auf Stun- gegen eher für ein Beschäf- die versäumte Anmeldung ei- male Beschäftigung als Ar-
denbasis im Büro ihres tigungsverhältnis. Entschei- nes nur scheinbar freien Mit- beitnehmer, die Aufnahme
Auftraggebers arbeitet, dend aber ist letztlich das arbeiters zur Sozialversiche- als Gesellschafter auf Pro-
wirklich selbstständig? Ist vom Vertragsverhältnis und rung oder nicht abgeführte be oder die geringfügige Be-
der als Subunternehmer dessen Umsetzung geprägte Steuern legen möglicherweise schäftigung empfehlen“, so
arbeitende Auslieferungs- Gesamtbild. „Im Zweifel auf ein illegales Beschäftigungs- Bodem.
fahrer, der nicht über ein der sicheren Seite ist der Auf- verhältnis nahe, das erhebliche
eigenes Auto verfügt, tat- traggeber, wenn er den Status Risiken birgt. So kann das Fi- Worüber wir reden soll-
sächlich ein Unterneh- seines Vertragspartners bereits nanzamt den Auftraggeber bis ten.
mer? Genaues Hinsehen im Vorfeld der Zusammenar- zur Grenze der Festsetzungs-
lohnt sich, denn eine fal- beit bei der Deutschen Ren- verjährung von in der Regel Welche Vorteile bringt Ih-
sche Einschätzung kann tenversicherung klären lässt“, vier Jahren für die abzufüh- rem Unternehmen die Zu-
für den Auftraggeber mit sagt Marcus Bodem, Rechts- rende Lohnsteuer haftbar ma- sammenarbeit mit freien
erheblichen Risiken ver- anwalt und Fachanwalt für Ar- chen. Ebenso drohen Strafen Mitarbeitern oder Honorar-
bunden sein. „Die weitrei- beitsrecht bei Ecovis. und Nachzahlungen, wenn der kräften?
chenden wirtschaftlichen Auftraggeber die Umsatzsteu-
und möglichen strafrecht- Fehler führen zu Haftungsri- er des Scheinselbstständigen Lässt das Vertragsverhältnis
lichen Folgen der Schein- siken als Vorsteuer geltend gemacht Rückschlüsse auf eine mögli-
selbstständigkeit sind den hat. Die Beteiligten müssen che Scheinselbstständigkeit
Beteiligten in der Praxis Die Prüfung lohnt sich al- auf jeden Fall damit rechnen, zu?
nur selten bewusst“, warnt lemal. Zwar winken bei der dass solche Beschäftigungsver-
Uwe Lange, Wirtschafts- Beschäftigung freier Mitar- hältnisse hinterfragt werden. Wie lässt sich im Fall ei-
prüfer und Steuerberater beiter Vorteile, wie die Sozi- ner Fehlbeurteilung der po-
tenzielle Schaden aus Verträ-
gen mit freien Mitarbeitern
begrenzen?
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Das Märchen vom Schandfleck am Wandlitzsee
Es gibt eine Gemeinde in das nicht möglich. Er such- chitektin und die Menschen te, dass dort ein Haus gebaut
Brandenburg, die liegt te Streit mit den Seglern, so mit, denen er dort das Haus wird. Denn schließlich sind
an einem schönen See. An dass diese mit ihren Booten verkaufen wollte. Alle konn- B-Pläne dafür da, das man
diesem See gibt es einige wegziehen mussten. Und ten sehr gut reden und die- sich an sie hält, das wissen die
Seegrundstücke. Auf einem jetzt hätte der neue Eigentü- ses Mal sagten acht von neun Menschen im Bauausschuss
wohnte ein Segelverein. Es mer dort zu gerne ein Haus Mitgliedern im Ortsbeirat, genau. Dann gibt es einen
sah schön aus, wenn man gebaut. Das ging aber nicht, das sie das gut finden. Viel- Hauptausschuss. Die kennen
aufs Wasser schaute, und die weil ja im Plan der Gemein- leicht hatten sie vergessen, den Unternehmer und finden
kleinen und großen Boote de stand, dass dort nur Sport dass es einen B-Plan gibt und ihn nett. Außerdem finden
geräuschlos vorüber segeln getrieben werden darf. Dafür das Grundstück doch für die sie, dass ein Grundstück ohne
sah. Die Gemeinde fand war das schöne Grundstück Sportanlagen frei bleiben Haus ein Schandfleck für die
das auch schön. Deshalb auch schön billig. sollte. So einfach ist das aber Gemeinde ist. Also sagten sie
haben die Gemeindevertre- nicht, wenn man Bebauungs- o.k. Und in der Gemeinde-
ter von Wandlitz damals ge- Eines Herbsttages ging er in pläne in einer Gemeinde än- vertretersitzung hatte sich das
sagt, dass dieses Grundstück den Ortsbeirat der Gemeinde dern will. Also sprach man mit dem Schandfleck schon
für die Menschen sein soll, Wandlitz und sagte, dass er auch im Bauausschuss darü- rumgesprochen. Da erzählten
die dort Sport oder Wasser- dort bauen wollte. Die Men- ber. Da war einer, der segel- alle nur noch von dem hässli-
sport treiben wollen. Weil schen dort versagtem ihm das te und der durfte dort nicht chen Schandfleck dort an der
Wandlitz nämlich eine Ge- zunächst und der Unterneh- mehr segeln, weil dort ja ein Uferpromenade. Und wenn
meinde ist, die viel Wert da- mer war ganz enttäuscht und Haus gebaut werden sollte, man sie erinnerte an ihren B-
rauf legt, dass die Menschen zog seinen Antrag wieder zu- mit dem der Unternehmer Plan, daran wie schön es ist,
dort Sport treiben können rück. Er hatte jetzt Zeit, sich viel Geld verdienen wollte. wenn Menschen in Wandlitz
(das macht sie gesund und das alles genau zu überlegen Der erzählte alles was er wuss- Sport treiben, wenn Jugendar-
glücklich) und die jugendli- und schlauer vorzugehen. Im te, und niemand der sechs beit geleistet wird usw. dann
chen Sportler(innen) kom- Januar kam er wieder und Bauausschussmitglieder woll- finden sie das alles nicht so
men nicht auf blöde Ge- brachte auch gleich seine Ar- schlimm. Hauptsache es ent-
danken und beschmieren steht ein neues Wohnhaus,
Wände oder werden radikal. das man nicht mehr auf den
Das hat also die Gemeinde See gucken muss. Und wenn
in ihren Bebauungsplan ge- sich ein schlauer Unterneh-
schrieben und die Menschen mer darüber freut, wie er es
waren glücklich. Dann wur- geschafft hat, in so kurzer
de das Grundstück verkauft. Zeit so viel Geld zu verdie-
Der Segelverein wollte das nen, dann nennen ihn man-
Grundstück kaufen; es gab che Menschen einen Spe-
aber einen, der hatte mehr kulanten. Aber die meisten
Geld und kaufte das Grund- Gemeindevertreter stört das
stück dem Verein vor der nicht.
Nase weg. Der neue Eigentü-
mer wollte mit dem Grund- Marita Kalinowski
stück ganz viel Geld verdie- BÜ 90/die Grünen
nen. Mit dem Verein war Gemeindevertreterin
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Verlandeter See – wem gehört das Land?
In Brandenburg verlanden Wem gehört aber das Land, landungen den Anliegern änderung.“ Folglich ist auch
und verlandeten Seen. Die das der See freigibt, wenn er gehören, es erklärt jedoch in heute noch (nach Meinung
Frage ist, wem gehört das Land, verlandet? Dazu heißt es in § § 17 Absatz 3: „Bei Seen, die des Landgerichts Frankfurt/
das einmal See war? Viele mei- 9 Absatz 2 des BbgWG schein- Teile von Wasserläufen sind Oder) der Stolzenhagener
nen, wem der See gehört, dem bar eindeutig: „Bei selbstän- und nicht im Eigentum der See ein fließendes Gewässer.
gehört auch das Land darunter, dig ausgewiesenen Gewässer- Anlieger als solcher stehen, Noch vor dem Preußischen
also gehört ihm auch das durch grundstücken (§ 6 Absatz 1) gehören Anlandungen, Erd- Wassergesetz wusste Goe-
Verlandung entstandene Land. wächst das Eigentum an der zungen und trockengelegte the: Es erben sich Gesetz‘
Das ist unrichtig. Verlandung den Eigentümern Randflächen innerhalb der und Rechte wie eine ew’ge
der Ufergrundstücke entspre- bisherigen Eigentumsgren- Krankheit fort.“
Das Eigentum an einem chend dem Anteil der Verbin- zen den Eigentümern des
Gewässer ist nicht mit dem dung mit ihren Ufergrundstü- Sees.“ Das Landgericht hatte je-
Eigentum an einer Sache, also cken zu. Dies gilt jedoch erst, doch noch mehr zu sagen:
auch nicht mit dem Eigen- wenn sich auf der Verlandung War also der Stolzenhage- Es sprach aus, „ dass die Be-
tum an Boden gleichzuset- Pflanzenwuchs gebildet hat ner See (um ihn ging es) Teil klagte (das ist die Seeeigen-
zen. Gewässer stehen nämlich und seit dem Ende des Jah- eines Wasserlaufs? Der un- tümerin) verpflichtet ist,
in Gemeingebrauch. In dem res, in dem sich der Pflanzen- befangene Betrachter dieses dem Kläger den Zutritt zu
Kommentar zum BGB von wuchs gebildet hat, drei Jahre Gewässers wird das auf An- dem See im Rahmen des Ge-
Palandt heißt es dazu: „Eine verstrichen sind.“ hieb verneinen. Nicht so das meingebrauchs zu gestatten.
Sache kann im Gemeinge- Landgericht Frankfurt/Oder. Der Kläger ist auch ein frü-
brauch stehen; jedermann Die Rechtslage kompliziert Es grub tief in alten Geset- herer Anlieger im Sinne des
darf die dann ohne beson- sich jedoch durch § 147 Ab- zesbüchern und Kommen- § 17 PrWG“ (LG FfO Urteil
dere Zulassung gemäß ih- satz 1 BbgWG, in dem es taren: Dabei fand das Land- vom 28.12.2011 S. 7).
rer sich aus dem Gesetz oder heißt: „Am 16. Juni 1994 gericht in „Schlegelberger(s)
Widmung ergebenden Zweck- bestehende alte Rechte und Kommentar zum Wasser- Das Urteil ist rechtskräf-
bestimmung unter Beach- alte Befugnisse bleiben auf- getz vom 7.4.1913 unter Be- tig. Ob es auch der Weisheit
tung des Gemeinvertäglich- rechterhalten.“ Demzufolge rufung auf die Entscheidung letzter Schluss ist, darf be-
keitsgrundsatzes benutzen ist zu fragen, welche Rechte des OVG (Oberverwaltungs- zweifelt werden. Übrigens,
und das aus dem fortbeste- hatte der Seeeigentümer bei gericht) vom 21.2.1913 IX könnte das BbgWG ange-
henden Eigentum fließende Verlandung vor Inkrafttreten B4.12“: Es komme nicht da- wendet werden, würde das
Herrschaftsrecht des Eigen- des BbgWG im Jahre 1994? rauf an, „ob der Abfluss über durch Verlandung entstande-
tümers tritt insoweit zurück“ den Malinengraben noch ne Land den Anliegern gehö-
(Palandt § 903 Randnummer Diese auch nicht ganz ein- heute besteht, oder ob der ren. So jedoch bleibt es bei
28 BGB). Einzelheiten re- fache Frage hatte das Landge- Abfluss im Zuge der Melio- Goethe. Und noch etwas:
gelt § 48 des Brandenburgi- richt Frankfurt/Oder in sei- rationsarbeiten in den 70er Wenn nicht feststeht, wann
schen Wassergesetzes. Dazu nem Urteil vom 28.12.2011 Jahren des vorigen Jahrhun- die Verlandung erfolgt ist,
gehören u.a. auch die Nut- Az.110 235/09 zu entschei- derts verändert und seit An- gilt ebenfalls das BbgG. Dies
zung zum Baden und das Be- den. Das Landgericht stellte fang der 90er Jahre ein Ab- ist jedenfalls seinem Urteil
fahren mit Fahrzeugen bis zu fest: “In diesem Zeitpunkt fluss nicht mehr möglich des BGH vom 30.11.1966
1.500 KilogrammWasserver- war jedoch das Preußische ist. Denn ein natürlicher VZR 199.63 zu entnehmen,
drängung. Mit dem Eigen- Wassergesetz auf den Eigen- Wasserlauf gemäß §1 Ab- in dem es einen Fall nach
tum an einem See hat es also tumserwerb anwendbar.“ satz 4PrWG auch als solcher dem Berliner Wassergesetz
eine besondere Bewandtnis. Dieses Gesetz sagt zwar in nach einer künstlichen Ver- entschied.
§17 Absatz 1 auch, dass Ver-
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Gesichter in Wandlitz
Mit Hans-Erich-Rudolf- zungswerk Regel-Lauf-Test machen, da- bringt viel Unruhe bei den
Herbert Zimmermann sprach Güstrow. Ja nach wird man eingestuft. Leuten rein, merkt man auch
Irene Schüler. und Fuß- im Verein.
ball gespielt Wo sind Sie am liebsten in
Er wohnt in Wandlitz, bei „Trak- Wandlitz? Und was machen Sie Worüber freuen Sie sich?
ist gelernter Motorenbauer, tor Groß am liebsten?
ohne Arbeit, Schiedsrichter Schwie- Ich freue mich, wenn die
und ehrenamtlicher Rasen- sow“, wo Auf dem Sportplatz, wo Kinder, die mich vom Fuß-
fachmann beim 1. FV Ein- wir über- sonst. Das ist mein großer Gar- ball kennen, grüßen und ich
tracht Wandlitz. all gespielt ten. Das hat der Harald Zapf freue mich über die heute
haben, in gesagt, von dem hab ich das, schon Großen, die ich schon
57 Jahre, geschieden, keine Schwaan, der gehört auch zum Fußball- als Kinder kenne vom Fußball-
Kinder Bützow, verein. Ja ich mach das gerne, platz. Familie Sorgers und Frau
hab ja erst den Platz vorbereiten und so, Maas bin ich sehr dankbar und
HK-J: Seit wann leben Sie in mit 15 Jah- was hab ich sonst? Und ich der Wohnungsverwaltung von
Wandlitz? ren ange- bin auch mit dem Rad unter- der Gemeinde, haben mir sehr
fangen. wegs, fahre zum Liepnitzsee, geholfen, als es mir nicht gut
Herbert Zimmermann: Ja, nach Ützdorf, Bogensee und ging, 1995 war es vorbei mit
wann war das? Also ich bin Da sind bis Oranienburg. Und Sport dem Kabelwerk – keine Arbeit
nach Berlin 1981 durch die Sie ja ein sehe ich viel, eigentlich alle mehr, dann die Scheidung, na
FDJ-Initiative, habe im Kabel- Spätzünder Sportarten, besonders Fuß- ja.
werk Oberspree gearbeitet, na gewesen, was ball und Leichtathletik. Und
und dann bin ich 1983 nach den Fußball angeht. Und dann zu Bundesligaspielen nach Nun sind Sie ja gebürtiger
Wandlitz gezogen. haben Sie in Wandlitz weiter ge- Berlin fahre ich auch, komme Mecklenburger. Wie ist das in-
spielt? ja umsonst rein mit meinem zwischen, ist Mecklenburg im-
Und wo sind Sie groß gewor- Schiedsrichterausweis. mer auch noch Heimat für Sie?
den? Ja, weiter als Torwart. Das
Erste was ich in Wandlitz mit Wie viel Zeit verbringen Sie Ja das bleibt so, aber Wand-
Ich komm aus der Nähe von kennen gelernt habe, war der pro Woche im „Vereinsgarten“? litz ist mein zweites Zuhause
Güstrow, aus Groß Schwiesow, Sportplatz. Da war mein frü- Machen Sie das ehrenamtlich? geworden – der Fußballver-
kleines Dorf, 300 Einwoh- herer Schwiegervater Fußball- ein. Ich bleib hier, was soll ich
ner. Ja, da bin ich zur Schu- trainer, da gab es acht Mann- Zwei bis drei Stunden am in meinem Heimatdorf, da ist
le gegangen und habe meine schaften im Verein. Tag sind das ungefähr, ja und auch keine Arbeit, denen geht
Lehre gemacht, das war beim im Fußballverein machen es dort auch nicht gut.
Landtechnischen Instandset- Und wie lange haben Sie ak- wir alles ehrenamtlich. Als
tiv Fußball gespielt? Schiedsrichter bekommt man Haben Sie einen Traum, ei-
bisschen was. nen Wunsch, was Sie gern ma-
Na bis ich 45 war, bei den chen möchten?
„alten Herren“ hab ich gespielt, Gibt es etwas, was Sie nervt
dann ging es nicht mehr wegen oder stört hier in Wandlitz oder Ja einfach in einen Zug stei-
der Knieprobleme. überhaupt? gen und irgendwo hinfahren
ohne Ziel und mal so zwei Wo-
Wir kennen Sie als souve- Ja die Ungerechtigkeiten chen unterwegs sein, mal raus
ränen und korrekt gekleideten beim Amt, wenn man kei- kommen hier, ja das wäre was.
Schiedsrichter. Wie wird man ne Arbeit hat, da gibt es viele
Schiedsrichter? Beispiele. Ja und es fehlt im- Und nun müssen wir unbe-
mer mehr der Gemeinschafts- dingt noch wissen für welchen
Der Verein hat gesagt: „Wir sinn, finde ich. Wissen Sie, Fußballverein neben Eintracht
brauchen Schiedsrichter!“. die Leute ziehen über ande- Wandlitz Ihr Herz schlägt?
„Gut.“, hab ich gesagt und re her. Gibt auch viele Ein-
dann hab ich die DFB-Prüfung zelgänger, jeder ist für sich, es FC Hansa Rostock. Ja,
abgelegt, im Vereinsheim war gibt ein „Oben“ und „Unten“ 3. Liga, ist nun mal so.
das, da kam der Prüfer hin. Na hier. Und dann diese großen
wenn ich 60 bin, höre ich auf, Entscheidungen hier, große Volltreffer! Vielen Dank für
man muss ja jedes Jahr einen Gebäude werden gebaut, das das Interview.
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Heidekraut Journal Juni / Juli 2012
Veranstaltungstipps Impressum:
Mittwoch, 13. Juni, 11.00 Uhr Frau Dr. Jana Radant. Es geht um bewegen- Heidekraut Journal
„Die bunte Welt Der Ballonfiguren!“ de Fragen in unserer Gemeinde und um das
Sondergastspiel des Europameisters der gleichzeitige Finden von Wegen für ein ak- Zeitschrift für die Bürger aller
Ballonmanipulationen Will de Faria im tives Mitwirken der älteren Generation am Orte der Gemeinde Wandlitz
Internationalen Artistenmuseum Kloster- gesellschaftlichen Leben des Ortes.
felde. Jedes Kind erhält Süßigkeiten und Ort: Ratssaal der Gemeinde Wandlitz Redaktion:
Getränke kostenlos Horst Schumann (verantwortlich)
Freitag, 29. Juni bis Sonntag, 1. Juli Postfach 1104, 16342 Wandlitz
Freitag, 15. Juni, 18.00 Uhr Heidefest Zühlsdorf 2012 Tel.: 033397-277329, Fax: 033397-67301
Öffentliche Mitgliederversammlung der E-Mail: [email protected]
Bürgerinitiative „Hände weg vom Liep- Freitag und Samstag jeweils ab 20.00 Uhr: Internet: www.heidekrautjournal.de
nitzwald“. Eingeladen sind alle Interes- Heidefestball mit Wahl der Heidekönigin Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6
sierten, denen der Schutz unserer Natur vom 01.04.2010
am Herzen liegt. Auf dem Plan stehen Samstag, 10.00 Uhr: Namentlich gezeichnete Beiträge müssen
Themen wie: Brandschutz im Wald, Re- Großer Festumzug, Seniorenfrühstück, nicht mit der Meinung der Redaktion über
gionalplan Kiesgrube in Lanke, die Auf- Kinderprogramme einstimmen.
stellung von Windrädern in Stolzenha- 15.00 Uhr: Eröffnung einer neuen Foto- Für unverlangt eingesandte Manuskripte
gen und Schönerlinde. Ausstellung „Typen in Zühlsdorf“ und Fotos wird keine Haftung
Ort: Hotel Barnimer Hof in Basdorf 16.00 Uhr Abschluss-Sommerkonzert in übernommen. Die Redaktion behält sich
der Zühlsdorfer Kirche Kürzungen vor.
Freitag, 22. Juni, 10.00 Uhr (Auflage:10.000 Exempare)
Rockband-Workshop mit dem Barnimer Samstag, 7. Juli, 15.00 Uhr
RockMobil Barnim für Kinder ab 12 Jah- Herstellung:
ren. Keine Vorkenntnisse nötig. Grill-Party für alle zur öffentlichen Werbeberatung Helmut Hannusch
Ort: Mehrgenerationenhaus Wandlitz, Rheinallee 17, 16348 Wandlitz
Thälmannstraße. Jahresmitgliederversammlung des Tel.: 033397-22500
Anmeldung erforderlich bei: Irene Schü- E-Mail: [email protected]
ler, Tel. 0173-2016825 oder 66113 oder Fördervereins des internationalen
per E-Mail: musikworkshop@wir-sind- Vertrieb:
wandlitz.de Artistenmuseums Klosterfelde. Ein un- Das Heidekraut Journal wird kostenlos
an die Haushalte in den Orten der
Dienstag, 26. Juni, 15.00 Uhr terhaltsamer Nachmittag mit kurzem Re- Gemeinde Wandlitz verteilt.
Der Ortsvorstand des Brandenburgischen
Seniorenverbandes lädt ein zu einem Ge- chenschaftsbericht über das Jahr 2011 Außerdem liegen einige Exemplare aus:
spräch mit der Wandlitzer Bürgermeisterin,
mit viel Live-Musik, russischem Grill Basdorf:
Schlestein-Blumen, Bahnhofstr. 10a
und Getränken im Museumsgarten
Klosterfelde:
Freitag, 27. Juli, 19.00 Uhr Sonnenblume, Hauptstr. 60
Film ab in Zühlsdorf: „Schwester Agnes“ Spolert, Zeitung,Bahnhofstr. 35
(DDR-F 1975)
Ort: Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. Lanke:
35a Restaurant Bellevue, Lanker Dorfstr. 17
Beitrag: 3,00 Euro, ermäßigt 0,50 Euro
Prenden:
Wenn das Frauenzimmer schön ist, kann TRIAS, Frau Faust, Prendener Dorfstr. 16
die Stube hässlich sein.(Klaus Klages)
Schönwalde:
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