Heidekraut
Zeitschrift für die Bürger aller Orte der Gemeinde Wandlitz
8. Jahrgang - Heft 5 - Oktober / November 2013
50Nr. Sonne über Wandlitz
Das war schon beeindruckend: Beim Gemeindefest am 17. August schien ge-
nauso wie bei der Eröffnung des Barnim-Panoramas am 7. September die
Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Das kannte man bislang nur von der Sie-
gesfeier in Moskau, wo die Regenwolken vor der Stadt aufgelöst werden. Irgend-
wie scheint die Gemeindeverwaltung einen Draht nach oben zu haben. So erleb-
ten die Besucher beide Veranstaltungen bei guter Laune und mit Frohsinn, trotz
mancher kleiner Mängel.
Nun ist also unsere Gemeinde, zumindest der Ort Wandlitz, um zwei beacht-
liche Einrichtungen reicher: Der Rathausanbau und das neue Agrarmuseum mit
dem Barnim-Panorama. Bei Letzterem geht es „nur“ noch darum, möglichst viele
Besucher anzulocken. Hoffen wir, dass dies gelingt.
Jetzt ist aber auch der Punkt erreicht, wo die Ortsvorsteher und Bürger der an-
deren acht Orte ihre Forderungen nach Investitionen lautstark geltend machen.
Die Liste der Begehrlichkeiten ist lang, und sicher wird nicht alles sofort erfüllbar
sein. Es kann auch nicht darum gehen, irgendetwas zu bauen, Hauptsache man be-
kommt ein Stück vom Kuchen ab. Da sollten die Ortsbeiräte und Gemeindevertre-
ter schon genauer hinschauen, was wirklich dringlich ist und was noch Zeit haben
dürfte. Das sagt sich so leicht, aber es ist ganz sicher wichtig für den Zusammenhalt
der ganzen Gemeinde und für den inneren Frieden. Wir sollten nicht zulassen, dass
Neidgefühle und Vorwürfe sich breit machen. Damit wäre Niemandem geholfen.
Gehen wir also die Zukunft gemeinsam an, werfen wir alle Vorbehalte über Bord
und fangen wir an, uns als Bürger einer großen Gemeinde zu fühlen. Dabei soll-
te der Zusammenhalt in jedem Ort auch weiter gepflegt werden, damit die Sonne
auch künftig über Wandlitz scheint.
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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2
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Zum 50. Mal - Heidekraut Journal In dieser Ausgabe:
Nun haben wir es also geschafft: Eingemischt hatten wir uns auch bei Zum 50. Mal.....................................3
Das 50. Heft des Journals hat un- der Sicherstellung von Kinderbetreu-
sere Leser erreicht. ungsplätzen in den Orten der Gemein- Runder Tisch der Toleranz...............4
de. Vielleicht erinnert sich der eine
Als vor acht Jahren das erste Heft er- oder andere daran, wie den Eltern zu- Energieeinsparung............................5
schien, gab es große und berechtigte gemutet wurde, ihre Kinder sonst wo
Zweifel, ob weitere Ausgaben kommen unterzubringen. Heute ist das Prob- ..........................................................5
werden. Tatsächlich lief das nicht im- lem zumindest vorerst gelöst: Es ste-
mer konfliktfrei ab, viele unterschiedli- hen ausreichend Kita-Plätze zur Ver- Altersarmut.......................................6
che Auffassungen prallten aufeinander. fügung, neue Einrichtungen wurden
Den einen waren wir zu links, ande- gebaut und vorhandene modernisiert. Aufruf................................................7
re wiederum meinten, wir hätten et-
was gegen die Linken. Wie sollte man Als die neun Orte der Großgemein- Ein bunter Reigen............................8
es allen recht tun? Letztlich hat sich de zusammen gelegt wurden, bedachte
die Auffassung behauptet, dass wir man nicht alle Konsequenzen. Wer ei- Klimaschutz und Erderwärmung.. 10
eine Zeitschrift für die Bürger unse- nen Bürger von Wandlitz aus in Pren-
rer Gemeinde sein wollen. Sie sollten den anrufen wollte, benötigte ein zu- Leser schreiben...............................12
eine Plattform erhalten, auf der sie sich sätzliches Telefonbuch. Insgesamt fünf
zu den verschiedensten Problemen äu- verschiedene Telefonbereiche gab und BARNIM-PANORAMA...............14
ßern können. gibt es bei uns. Durch die Initiati-
ve von Walter Sander, der dazu auch Der Spion aus dem Datenspeicher1. 6
Zahlreiche Mitbürger haben davon mehrfach im HK-J schrieb, haben wir
auch Gebrauch gemacht. Und wir ha- heute ein einheitliches Telefonbuch für Gesichter in Wandlitz.....................18
ben nicht nur berichtet, was so los ist alle Bürger der Gemeinde.
in unserer Gemeinde. Wir haben uns Hände weg vom Liepnitzwald.......19
auch eingemischt, den Finger in so Ausführlich berichteten wir über ei-
manche Wunde gelegt und auch Wahr- nen Widerstandskämpfer gegen den Parteien noch zeitgemäß?............. 20
heiten gesagt, die nicht jedem gefielen. Faschismus, der früher in Schönwalde
zu Hause war. Karl Schweitzer, dessen LöwenMovies.................................22
Die erste Aktion, bei der wir ordent- Name einst die Oberschule in Basdorf
lich mitdiskutierten, war die Neuge- trug, wurde der Vergessenheit entris- Sagen und Geschichten..................24
staltung der Schullandschaft in unserer sen. Für ihn und weitere Bürger aus
Gemeinde vor acht Jahren. Wir haben unserer Gemeinde wurden im Ergeb- Nachgefragt.....................................24
den Vorschlag von Helmut Steinbach nis unserer Initiativen Ehrengräber an-
unterstützt, der zu der Schulstruktur gelegt. Veranstaltungstipps.........................26
führte, wie wir sie heute kennen. Das
Gymnasium blieb in Wandlitz, eine Breiten Raum nahmen auch die Bau- Schließlich treten wir konsequent da-
nagelneue Grundschule wurde ge- maßnahmen in der Gemeinde und der für ein, dass in unseren Erholungswäl-
baut. Und die eigenwilligen Pläne ei- Wille der Bürger dazu ein. Wir unter- dern keine Windkraftanlagen errichtet
niger Gemeindevertreter blieben auf stützten die Forderungen der Bürger werden. Wir sind für erneuerbare Ener-
der Strecke. aus der Waldheimsiedlung beim Bau gie, aber nicht um jeden Preis. In ein
der Basdorfer Hauptstraße. Wir mach- Landschaftsschutzgebiet gehören nun
ten die Probleme bei dem Ausbau der mal keine Industrieanlagen. Wir wer-
Klosterfelder Bahnhofstraße öffentlich den uns so lange dazu bemerkbar ma-
und trugen so dazu bei, dass man sich chen, bis die Pläne diesbezüglich vom
in der Verwaltung bewegte. Tisch sind.
Wir waren es auch, die auf den da- Nicht zuletzt haben wir die Diskussi-
mals völlig maroden Jugendclub in on über die Errichtung eines Schwimm-
Basdorf aufmerksam machten und so bades in der Gemeinde angeregt. Noch
die Entscheidung für einen Neubau in ist das Projekt eine Vision, aber wir blei-
Gang brachten. ben dran.
Von Anfang an traten wir für eine Das HK-J wird sich auch künftig kri-
gemeindeeigene Baumschutzsatzung tisch zu den Problemen der Gemeinde
ein. Weil wir die Wahrheit sagten, äußern. Wir werden Missstände öffent-
drohte man uns sogar mit rechtlichen lich beim Namen nennen und uns dabei
Schritten. Inzwischen gibt es eine sol- von Niemandem einschüchtern lassen.
che Satzung, und wir hoffen, dass sie Jeder, der dazu etwas zu sagen hat, kann
dazu beiträgt, den Kahlschlag in unse- das auch in unserem Blatt tun. Wir sind
ren Orten zu beenden. offen für andere Meinungen und wir äu-
ßern unsere Meinung ebenso offen.
Horst Schumann
Chefredakteur
3
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
"Wir haben alles richtig gemacht"
Warum will man die- Wenn zum Beispiel ein Bür- mit den Söhnen nach Polen erfolgen dürfen. Das Asylamt
se mehrfach wiederhol- ger aus Pakistan in Polen ei- überführt, wo sie nun auf ihre ging nach Auskunft des Amts-
te Aussage vom Landrat nicht nen Asylantrag stellt, dann Mutter warten. Aus humanitä- arztes von einer Transportfä-
wirklich glauben? Warum wie- wird dieser dort geprüft und rer Sicht stellt dies eine unzu- higkeit der Frau aus.
derholt er diesen Satz immer bearbeitet. Dies dauert ge- mutbare Trennung der Familie
wieder wie eine Gebetsmühle? raume Zeit. Wenn nun die- dar. Alle Familienangehörigen An dieser Stelle ging die Dis-
Warum würgt er eine Detaildis- ser Bürger nach Deutschland sind in heller Aufregung, ob kussion dann hin und her. Wer
kussion ab? kommt und hier einen neuen sie wieder zusammenkom- hatte zu welchem Zeitpunkt
Asylantrag stellt, so wird er, men werden. Für den Krank- welche Information, um ent-
Am Montag, dem 16. Sep- falls keine dagegen sprechen- heitsverlauf ist diese nervliche sprechende Entscheidungen
tember 2013 trafen sich um den Gründe vorliegen, nach Belastung sicher nicht förder- zu treffen. Es wurden Doku-
18:00 Uhr im Ratssaal von mente vorgelegt, welche sich
Wandlitz der Runde Tisch Polen zurückgeschickt. Dieser lich. Man mag sich nicht aus-
der Toleranz und Vertre- Fall trifft recht häufig auf. So malen, wenn dies einer hie- inhaltlich und terminlich
ter von sozialen Verbän- erklärt sich auch unter ande- sigen Familie passiert wäre. miteinander nicht deck-
den, engagierten Bürgern rem der hohe Prozentsatz der Nach europäischen und deut- ten. Für mein Verständ-
mit Landrat Bodo Ihrke Ablehnung. Der Landkreis schen Asylrecht dürfen Famili- nis war genau an dieser
zu einer offenen Diskus- hat dann diese Abschiebung, en nicht ohne triftigen Grund Stelle der Schwachpunkt
sion. Thema dieser Runde besser Zurückführung, zu ver- getrennt werden. der amtlichen Verfahrens-
war der Umgang mit Asyl- anlassen und durchzusetzen. weise, welche überarbei-
bewerbern im dafür vorge- Notfalls wird das auch mit po- Genau hier tut sich nun tungswürdig und verbes-
sehenen Wohnheim. Wie lizeilichen Mitteln erfolgen. ein Widerspruch auf, der lei- serungswürdig scheinen.
kann man den vorüberge- Dies sei normale Asylpraxis, der nur im Ansatz diskutiert Aber gerade hier, wo es in
henden Aufenthalt dieser an die sich die Landesämter wurde. Einerseits betonte der der Diskussion um Infor-
oft traumatisierten Bür- zu halten hätten. Die einzel- Landrat wiederholt, dass ent- mation zur richtigen Zeit
ger menschenwürdig gestal- nen Verfahrensschritte stehen sprechende Amtsstellen kei- für richtige Entscheidun-
ten? Was macht in dieser Frage fest und werden genauso um- nen Fehler gemacht hätten. gen ging, brach der Land-
die Bundesregierung in Ber- gesetzt, so der Landrat in sei- Weiterhin bemerkte er, dass rat das Gespräch zu diesem
lin, was die Landesregierung, nen Ausführungen. Weiter- das durchgeführte Verfahren Themenabschnitt ab und ver-
was macht das Landratsamt in hin lobte er den hohen Grad mehrfach intern und extern weigerte eine fortführende De-
Eberswalde und was können der Demokratie und der damit geprüft wurde und auch hier batte.
Vereine und engagierte Bür- verbundenen demokratischen kein Fehler festgestellt wurde. Es ist nun erfreulicherweise
ger aus Wandlitz beisteuern, Möglichkeiten in Deutsch- Falls wieder solch ein Fall ein- bekannt geworden, dass auf-
um dieses humanitäre Ziel zu land, etwas zu erreichen. treffen würde, würde das glei- grund engagierten Protestes
verwirklichen? Dabei ging es che Verfahren durchgeführt Wandlitzer Bürger und Ver-
vordergründig um die Zusam- Nun gibt es einen konkreten werden und das gleiche Ergeb- eine der Bescheid zurückge-
menarbeit von Ämtern, Verei- Fall einer Familie (Vater, Mut- nis eintreffen, so seine weite- nommen wurde und der Va-
nen und Betroffenen. Die Ein- ter und Kinder), bei dem die ren Ausführungen. ter mit den Kindern aus Polen
ladung zu diesem Termin ging Asylantragsablehnung vorliegt wieder in das Wandlitzer Asyl-
vom Runden Tisch der Tole- und die Abschiebung, besser Andererseits war und ist die heim gebracht werden soll.
ranz aus. Zu Beginn wurde ge- Zurückführung durchgeführt Frau nach Aussage der Chef- Die Mutter ist nun aus dem
beten, zunächst alle Beiträge wurde. Dies allerdings nur ärztin transportunfähig. Somit Krankenhaus entlassen wor-
anzuhören, bevor es zu emoti- teilweise, da die Mutter nicht hätte die Zurückführung der den und wohnt wieder im
onalen Diskussionen kommt. transportfähig, krank im Kran- Kinder und des Vaters nach Wohnheim.
Der Landrat informierte über kenhaus lag. Der Vater wurde Polen wegen der unzumutba- Es wurde die Meinung ver-
europäische Asylrechtspra- ren Familientrennung nicht treten, dass das Landratsamt
xis und bemerkte, dass deut- eher bremsende Wirkung zei-
sches Asylrecht überarbei- ge und damit im Widerspruch
tungsbedürftig sei. In diesem zu den Wandlitzer Vereinen
Zusammenhang erfuhr man, und Bürgern stehe.
dass Deutschland etwa 5.000 Am Ende der zweistündi-
Asylbewerber aufnimmt. Zir- gen Veranstaltung wünschten
ka 90 Prozent der Asylanträge sich alle Beteiligten eine ef-
im Barnim werden nach Prü- fektivere Zusammenarbeit in
fung abgelehnt und die Bewer- der Zukunft, nicht zuletzt, um
ber werden in das Land zurück derartige unglückliche Ent-
geschickt, aus dem sie kamen. scheidungen zu vermeiden.
4 Wolfgang Kirschner
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Energieeinsparung in der Gemeinde
In unserer Gemeinde hat felde. Mit dem Einbau ener- Natürlich ist der Einbau Die Investition hätte sich be-
sich in den letzten Jahren gieeffizienter LED-Leuchten dieser Technik mit Kosten reits nach acht Jahren für die
viel getan. Der verantwor- kann eine deutliche Einspa- verbunden. Diese betragen Gemeinde amortisiert. Dieser
tungsvolle Umgang mit dem rung bei den Stromkosten er- 124.000 Euro Gesamtinvesti- Zeitraum könnte sich noch ver-
Thema Energie spielt eine im- reicht werden. Sie wird bis zu tion. Davon hat die Gemein- kürzen, da sich durch steigende
mer größere Rolle. Es bein- 74 Prozent betragen. Bezogen de 74.000 Euro Eigenanteil zu Strompreise das Einsparpoten-
haltet neben der Einsparung auf das geplante Vorhaben an übernehmen. Die übrigen Kos- tial noch erhöhen wird.
und dem Einsatz von regene- den beiden Schulen in Klos- ten werden durch das Bundes-
rativen Energieträgern auch in terfelde bedeutet dies, dass umweltministerium (BmU) Insgesamt würden wir bei
großem Maße die Energieef- statt bisher 56.510 kWh vor- übernommen. Die Fördermit- der Umsetzung dieses Projek-
fizienz. aussichtlich nur noch 14.433 tel wurden über den zuständi- tes langfristig nicht nur Geld
kWh pro Jahr an Stromver- gen Projektträger Jülich bereits sparen. Wir erreichen damit
Als Beispiele sind hier die brauch anfallen. beantragt und auch bewilligt. auch eine Vorbildwirkung für
Ausstattung der Ortsdurch- Nunmehr liegt es an unserer ähnliche Projekte in Wandlitz
fahrt Basdorf entlang der B Der Gemeindehaushalt Gemeindevertretung, die not- und in anderen Kommunen.
109 mit einer LED-Beleuch- kann dadurch rund 8.800 wendigen Investitionskosten Unsere Gemeinde würde da-
tungsanlage und die Planung Euro Energiekosten pro Jahr für das Jahr 2014 in den Haus- mit ihrer gewollten positiven
weiterer Anlagen zu nennen. einsparen. Verbunden ist da- haltsplan aufzunehmen. Da- Rolle bei der Umsetzung der
Ein weiteres Vorhaben in mit auch eine wesentliche nach könnte das Projekt zur Energiewende wieder einmal
der Gemeinde ist die Erneu- Verbesserung gegenüber der Ausführung ausgeschrieben gerecht werden.
erung der Innenbeleuchtung bisherigen Beleuchtungssitu- werden.
im Schulgebäude in Kloster- ation. Wolf-Gunter Zätzsch
Die Bundestagswahl 2013
Ergebnisse in Wandlitz
Die Ergebnisse der Bun- DIE LINKE feierte sich als bend für unser aller Wohl ist, nen Parteien zu, die bezüglich
destagswahl vom 22. drittstärkste Partei im neuen sei dahingestellt. So wird in der Stimmenanteile sich nur
September 2013 waren eigent- Bundestag. Das ist zwar sach- der jetzigen, neuen Legislatur- unwesentlich veränderten.
lich kaum eine große Überra- lich richtig, aber ihr politischer periode das geschehen, was die Einen deutlichen Einbruch
schung. Die CDU blieb erwar- Einfluss dürfte sich dadurch meisten Wähler wollten: „Al- musste die FDP hinnehmen,
tungsgemäß stärkste Partei, die kaum erhöhen, zumindest les soll so bleiben, wie es ist!“. die in der Gemeinde nur noch
SPD schaffte zusammen mit nicht direkt. An einer starken ein Viertel der Stimmen von
den Grünen den „Wandel“ Linken kommen die anderen Sieht man sich die Wahler- 2009 erreichte (241 zu 1026).
nicht. Auch der Hinauswurf Parteien jedoch nicht vorbei. gebnisse in unserer Gemein- Auch die Grünen rutschten
der FDP konnte den interes- Vieles, was von der LINKEN de an, dann fällt auf, dass ge- von 648 Stimmen 2009 auf
sierten Bürger kaum beeindru- gefordert wurde, haben die an- genüber der Wahl von 2009 450 in diesem Jahr. Nutznie-
cken. Im Nachhinein gab es deren Parteien aufgreifen müs- kaum Veränderungen sichtbar ßer dieser Stimmenverluste
zahlreiche Erklärungsversuche sen. So ist unter dem Strich ein wurden. Die Wahlbeteiligung war vor allem die neu angetre-
für dieses Desaster. Doch die genereller Linkswandel zu ver- lag bei 60,1 Prozent (2009 bei tene Partei AfD, die 771 Stim-
einzige Erklärung ist, dass die- zeichnen: Die CDU und die 59,07 Prozent) und ist damit men errang. In den Bundestag
se Partei mit ihrem geringen SPD treten wie die LINKEN deutlich niedriger als im Lande schaffte sie es allerdings nicht.
Wähleranteil die Erwartungen für Mindestlöhne ein, wollen generell (72 Prozent). Die LIN- Über sie wird noch später zu
nicht annähernd erfüllte und mehr soziale Gerechtigkeit, KE verlor ihren 1. Platz von reden sein.
mit den von ihnen gestellten bessere Bildung und mehr Be- 2009 an die CDU. Besonders
Ministern überbewertet war. schäftigung. Allerdings steht gravierend fiel ins Gewicht, Eines dürfte aber auch klar
Zum Schluss konnte man die- die LINKE nach wie vor als dass Dr. Dagmar Enkelmann sein: Aus diesen Zahlen kann
se einfach nicht mehr ernst einzige Partei für den Rückzug ihr Direktmandat nicht vertei- keine Tendenz für die Kom-
nehmen. der Bundeswehr aus allen mi- digen konnte. Sie verlor es an munal- bzw. Landtagswahlen
litärischen Beteiligungen und den CDU-Politiker von der 2014 abgeleitet werden. Dort
Die CDU mit Angela Mer- gegen den Export von Waffen. Marwitz. Damit ist sie nicht spielen andere Interessen eine
kel an der Spitze steht nun Das wurde von den Wählern mehr Mitglied im Bundestag. Rolle. Doch aus den Siegen
vor einer großen Herausfor- jedoch nicht entsprechend ho- und Niederlagen zu lernen, ist
derung: Mit wem soll eine Re- noriert. Die Wählerstimmen für die bestimmt für jeden hilfreich,
gierungsmehrheit erreicht wer- drei großen Parteien CDU, der sich an den kommenden
den? Vielleicht gibt es ja bis Die CSU macht sich stark LINKE und SPD blieben ins- Wahlen beteiligen möchte.
zum Erscheinungstag des HK-J für die PKW-Maut für Auslän- gesamt nahezu konstant. Das
dazu schon klarere Aussagen. der. Ob das nun ausschlagge- trifft, fast möchte man sagen HK-J, 23.09.2013
zum Glück, auch auf die klei-
5
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Altersarmut – Nur ein Schlagwort?
In den Medien hört man chen Lebensstandard hal- Arbeitsjahre vor sich, Ivonne 645,00 Euro. Damit ergeben
immer öfter diesen Begriff. ten zu wollen wie jetzt. Dass noch 30 und Bernd noch 22 sich teilweise erhebliche Ver-
Meistens geht es rechts rein Lebensmittel, Strom, Was- Arbeitsjahre. sorgungslücken, wenn im Le-
und links wieder raus. Man ser, Benzin, Miete, kurz alles ben nach Renteneintritt der
denkt nicht darüber nach. was man zum Leben benö- Bei drei Prozent Teue- Lebensstandard gehalten wer-
Man ist nicht betroffen, denn tigt, im Laufe der Zeit teurer rungsrate pro Jahr und 42 Ar- den soll. Die Versorgungs-
man ist jung, dynamisch, er- wird, ist kein Geheimnis und beitsjahren ergibt sich unter lücke berechnet sich durch
folgreich. Die Rente ist noch seit 1. Juli 1990 mit der Ein- Berücksichtigung des Zinses- benötigte Rente minus er-
lange hin. führung der D-Mark Norma- zinseffektes eine monatlich haltene staatliche Rente. Bei
lität. Durchschnittlich wird benötigte Rente von 5.191,06 Frank ergibt sich eine Ver-
Aber genau hier sollte in dieser Wert mit drei Prozent Euro für Frank, um den Le- sorgungslücke von 4.546,06
den Köpfen ein Umdenken pro Jahr angegeben. bensstandard von heute zu Euro, bei Ivonne 2.995,89
stattfinden, denn im Alter halten. Bei Ivonne ergibt Euro und bei Bernd immer-
baut sich eine riesige Versor- Wir wollen nun ermitteln, sich eine monatlich benötig- hin 2.229,14 Euro monat-
gungslücke auf. wie viel Rente benötigt wird, te Rente von 3.640,89 Euro lich. Spätestens jetzt sollte
um den Lebensstandard zu und bei Bernd 2.874,14 Euro. auch jeder junge Mensch mal
Betrachten wir einmal halten. Als erstes benötigt über seine Rente nachden-
folgende fiktive Personen: man die Zeit bis zum Ren- Wie viel Rente bekommen ken. Wer nicht jetzt vorsorgt,
Frank im Alter von 25 Jah- teneintritt. Wir nehmen an, unsere Testpersonen vom der kommt unbarmherzig in
ren, Ivonne im Alter von 35 dass der Renteneintritt mit Staat tatsächlich für ihre ein- die Altersarmut und muss So-
Jahren und Bernd im Alter dem Alter von 65 Jahren für gezahlten Rentenbeiträge? zialhilfe (neudeutsch Grund-
von 45 Jahren. Alle drei Per- Frauen und von 67 Jahren Wir gehen davon aus, dass sicherung) beantragen. Und
sonen verdienen zirka 2.000 für Männer erfolgt, obwohl unsere Testpersonen nie ar- das ist leider bitterer Ernst
Euro brutto oder etwa 1.500 bereits jetzt schon über eine beitslos waren und bis zum und keine Panikmache. Die
Euro netto. Rente ab 70 diskutiert wird. Renteneintritt in einem so- Riester-Rente als Zweitrente
Frank hat demnach noch 42 zialversicherungspflichtigen ist allerdings die falsche Ant-
Wir unterstellen den Arbeitsverhältnis stehen. Alle wort. Wer mehr wissen möch-
Wunsch, im Alter den glei- Arbeitnehmer, welche nach te, gibt unter www.youtube.
2020 in Rente gehen, erhal- com das Suchwort Altersar-
ten 50 Prozent ihres monat- mut ein und bekommt zahl-
lichen Netto-Einkommens. reiche sachlich fundierte Bei-
Dieser Satz sinkt dann wei- träge zum Thema, aber auch
ter ab bis 2030. Alle Arbeit- zur Riester- und Rürup-Ren-
nehmer, welche nach 2030 in te. Wer sich lieber persönlich,
Rente gehen, erhalten 43 Pro- neutral, unabhängig, kosten-
zent ihres monatlichen Net- los beraten lassen möchte,
to-Einkommens. Da Frank fragt bei der Redaktion nach.
im Jahr 2055, Ivonne im Dort wird Hilfe vermittelt.
Jahr 2043 und Bernd im Jahr
2035 in Rente gehen, erhal- Wolfgang Kirschner
ten alle eine staatliche mo-
natliche Rente in Höhe von
6
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
7
"Aufruf an alle "Ehemaligen"
Am 14. der Freund-
Septem- schaft, Bogen-
ber 2013 ha- see-Bewohner
ben sich ehe- sowie Funkti-
malige Lehrer, onäre der FDJ
Mitarbeiter, Absolventen und im In- und Ausland, deren Le-
Bogensee-Bewohner der frü- bensweg durch die Jugend-
heren Jugendhochschule „Wil- hochschule geprägt wurde, in
helm Pieck“ am Bogensee in unserem Arbeitskreis mitzu-
Wandlitz getroffen und den arbeiten, um somit Eure Er-
kenntnisse, Erfahrungen und
Arbeitskreis Freunde der Ju- Erlebnisse zu erhalten.
gendhochschule „Wilhelm Pi- Wir rufen Euch alle auf, un-
eck“ gegründet. ser Vorhaben zu unterstützen.
Gefragt sind Eure persönli-
Anliegen des Arbeitskreises chen Erinnerungen an die Zeit
ist: an der Jugendhochschule und
danach.
- geschichtliche Zusammen- Sichtet Eure Materialien, Fo-
hänge und Erfahrungen aus der tobestände und Gegenstände
Zeit der Jugendhochschule zu und prüft, ob sie für die Auf-
erschließen, aufzuarbeiten und arbeitung und Darstellung der
für die Zukunft zu sichern, Geschichte der Jugendhoch-
schule und für nachfolgende
- das an der Jugendhochschu- Generationen von Bedeutung
le gelebte Eintreten für Frie- sein könnten.
den, Völkerverständigung und Kontakt zum Arbeitskreis
Solidarität darzustellen und zu könnt Ihr aufnehmen über:
bewahren, www.ak-freunde-der-jugend-
hochschule-wilhelm-pieck.de
- die antifaschistischen Tradi- oder
tionen zu bewahren und beizu- kontakt@ak-freunde-der-ju-
tragen, sich mit dem heutigen gendhochschule-wilhelm-pieck.de
Rechtsextremismus und rech- Postalische Anschrift:
ten Zeitgeist auseinanderzu- Arbeitskreis Freunde der Ju-
setzen, gendhochschule „Wilhelm Pi-
eck“
- sich dafür einzusetzen, die c/o Winfried Schlüter,
denkmalgeschützten Gebäude An de Hang 11,
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ten.
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wenden sich an alle ehemaligen
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Das erste gemeinsame Fest Ein bunter Reigen und alle waren von einem Ge-
aller neun Orte der Ge- fühl der Freude und der guten
meinde Wandlitz am 17. Au- Wandlitz feierte gemeinsam Laune erfasst.
gust war ein großartiges Ereig-
nis. Es war schon beeindru- ordnen konnte und weil man Wir wären jedoch nicht das
ckend, mit welcher Vielfalt mit einer eigenen Versorgung HK-J, wenn wir nicht auch ein
Doch zuvor fand die offizi- und welchem Einfallsreich- mit Grill und Getränken das paar kritische Bemerkungen
elle Einweihung des neuerbau- tum die Orte sich darstell- Interesse der Besucher wecken machten. Was die Gäste glück-
ten Rathausanbaus statt. Hun- ten. Darüber hinaus waren wollte, wählte man das Ange- licherweise nicht mitbekamen,
derte Bürger der Gemeinde aber auch Vereine präsent, die bot eines Anwohners, auf sei- war die chaotische Vorberei-
nutzten die Gelegenheit, den für die ganze Gemeinde ste- nem Grundstück sich zu prä- tung des Ganzen. Dem Ver-
Neubau zu besichtigen und hen und aus eigener Kraft sich sentieren. Das gelang dann ja nehmen nach fiel erst drei
sie alle waren des Lobes voll. präsentierten, leider etwas ab- auch in hervorragender Weise. Tage vorher jemandem ein,
Nunmehr sind alle Ämter zen- seits der Hauptmagistrale. So So wurde der Stand des Bür- dass man ja auch Strom be-
tral untergebracht, und sie alle war der Stand der Löwen- gervereins Wandlitz e.V. sehr nötigte. Der Bauhof war dann
sind für jeden Bürger durch Movies kaum wahrnehm- gut besucht, die Gäste kamen wohl beauftragt, in einer Hau-
die bautechnische Gestaltung bar. Der Bürgerverein Wand- miteinander ins Gespräch und Ruck-Aktion und mit zusätz-
gut zu erreichen. An der offi- litz e.V. hatte langfristig sein alle fühlten sich wohl. lichen Kosten das Problem zu
ziellen Eröffnungsveranstal- eigenes Konzept für die Teil- lösen. Vielen unklar war auch,
tung im Hof des Neubaus nahme an diesem Gemeinde- Einen großen Anteil am Ge- warum es erst am Ende der
nahmen viele Gäste teil. Der fest entwickelt. Das passte of- lingen des Festes hatte zwei- Meile etwas zu Essen und zu
Kinderchor der Kantorei stell- fenbar den Verantwortlichen fellos das Bilderbuchwetter an Trinken gab (mit Ausnahme
te sich vor. Leider waren die nicht und so bot man erst gar diesem Tag. Noch nie waren am Stand des Bürgervereins
Lieder von den weiter hinten keinen und dann einen un- so viele Bürger aus allen Tei- Wandlitz e.V.). In jedem Ort
stehenden Besuchern ebenso zumutbaren Standort an. Da len der Gemeinde auf so en- gibt es mindestens eine Gast-
wenig zu verstehen, wie die man sich diesem Diktat von gem Raum miteinander zu- stätte. Deren Wirte hätten be-
Ansprachen der Kulturamts- wem auch immer nicht unter- gange. Man traf Bekannte und stimmt nichts dagegen gehabt,
leiterin und der Bürgermeiste- Freunde, tauschte Grüße aus, auch mit beim Fest präsent zu
rin. Das hätte man bestimmt sein. Vielleicht hätte das ja
anders lösen können. Preisausschreiben des Bürgervereins Wandlitz e.V. auch den Einen oder Anderen
zum Gemeindefest am 17. August 2013 dazu veranlasst, einen Besuch
Aber dann setzte sich der dieser Gaststätten einzupla-
Zug der Wandlitzer Einwoh- Die richtigen Antworten lauteten: nen. Die fehlende Versorgung
ner auf der B 109 in Rich- auf der Strecke hatte zur Fol-
tung Thälmannstraße in Be- Der Herausgeber des Heidekraut Journals ist der Barni- ge, dass es kaum Sitzgelegen-
wegung. Allen voran spielte mer Bürgerverlag UG heiten gab. Nach einer Stunde
die Schalmeienkapelle des SC In unserer Gemeinde leben (rund) 20.000 Einwohner Auf- und Ablaufen taten dann
Eintracht Rossow die Marsch- Das Wohngebiet Louisenhain wurde nach der Tochter doch einigen der Rücken oder
begleitung. Entlang der Stra- der Bauherrin Louisa benannt die Füße weh.
ße, die für kurze Zeit für den Der Bürgerverein Wandlitz e.V. wurde 2005 gegründet
Verkehr gesperrt war, winkten und Die entscheidende Frage
zahlreiche Menschen dem Die Gemeinde hat neun Ortsteile. aber ist, wie es mit solchen
Festzug zu. Veranstaltungen weiter ge-
Nicht alle konnten diese Fragen richtig beantworten. hen soll. Im Amtsblatt gab
Dann ging es in die Thäl- Aus den Teilnehmern an unserem Preisausschreiben es dazu keinerlei Aussagen:
mannstraße. Hier hatten die haben wir per Los folgende Gewinner ermittelt: War das einmalig, gibt es viel-
Orte, beginnend von Schöner- leicht in Zukunft solche Feste
linde bis nach Zerpenschleu- Antje Kraan, Marianne Bartel, Angelika Langner, Grit in den Orten reihum oder will
se, ihre Stände aufgebaut. Lammert-Hünger, Birgit Gerling, Evelin Günther, Brigit- die Bürgermeisterin zum Neu-
Dort präsentierten sich Verei- ta Kohls, Helge Tino Richter, Karl-Heinz Wulf und Nils jahrsempfang zurück kehren?
ne, Chöre, Musiker, Künstler, Kästner In jedem Fall sollte künftig die
Handwerker und Gewerbetrei- Planung und Vorbereitung sol-
bende und zeigten so die Viel- Wir bedanken uns bei den Sponsoren für die Preise: cher zentraler Veranstaltungen
falt des Lebens in den neun zur Chefsache gemacht wer-
Orten, die vor zehn Jahren zu Petra Löfflad, Aurora Lacasa, Jägerheim Ützdorf, Golf- den. Das darf nicht irgendei-
einer großen Gemeinde zu- platz Prenden, Mathis Oberhof vom Verein Löwen- ner Verwaltungsmitarbeiterin
sammen geschlossen wurden. Movies, Gasthaus Rosché überlassen werden, die dann
Die Vision für ein solches Fest auch noch hoffnungslos über-
aller Orte der Gemeinde hat- fordert ist.
te Jana Radant bereits im Vor-
feld ihrer Wahl zur Bürger- Die Redaktion
meisterin.
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Klimaschutz und Erderwärmung
Kommt die Katastrophe?
Im Mai 2013 stellte das letzten 2.000 Jahren Tempe- nicht nachweisbar. Die The- Erst die Verbrennung sämt-
Umweltbundesamt (UBA) raturänderungen auftraten, se, die globale Erderwär- licher fossiler Brennstoffres-
eine Broschüre mit dem Ti- die ähnlich stark wie im 20. mung wäre durch eine stei- sourcen würde (theoretisch)
tel „Und sie erwärmt sich Jahrhundert, oftmals aber gende Konzentration von zu einer Verdopplung des
doch“ vor. auch stärker und schneller Treibhausgasen verursacht, CO2-Anteiles führen.
waren. ist nicht zu belegen.
Im Wesentlichen wird da- Es gibt keine umfassen-
rin die These untermauert, Seit etwa 16 Jahren wird Demgegenüber wurde bei den Klima-Modelle, mit de-
dass sich das Erdklima durch wieder eine globale Abküh- der UBA-Studie die Ände- nen man vergangene Ent-
den Einfluss menschlicher lung gemessen. Diese Ab- rung des Sonnenmagnetfel- wicklungen beschreiben
Tätigkeit, vor allem durch kühlungsperioden stehen des, das das Klimageschehen könnte. Damit können wir
den Ausstoß von Kohlendi- mit dem stetig ansteigen- mit beeinflussen könnte, auch heute keine verlässli-
oxid, bedrohlich verändere. den CO2-Gehalt der Atmo- völlig außeracht gelassen. chen Aussagen über künf-
sphäre in keiner Weise im tige klimatische Entwick-
Das geht einher mit Pro- Zusammenhang. Ebenso habe das Abtauen lungen treffen. Lediglich in
gnosen über zu erwartende des Grönlandeises und der Teilbereichen können solche
Klimakatastrophen, einem Durch das UBA wird wei- Alpengletscher nichts mit Modelle wichtige Hilfsmit-
deutlichen Ansteigen des ter behauptet, es gäbe eine einer von Menschen verur- tel sein.
Meeresspiegels bei gleichzei- enorme Zunahme von Ext- sachten Erderwärmung zu
tigem Abschmelzen der Pol- remwetterlagen. tun. Zusammenfassend lässt
kappen und der Gletscher. sich sagen: Wozu werden
Das bestritten die Wis- 2006 wurde eine wichtige Berichte gefertigt, in denen
Mit dieser Broschüre setz- senschaftler der EIKE ve- Entdeckung publik gemacht: nach gründlicher Prüfung
te sich unmittelbar nach de- hement. Nichts wurde Zwischen dem Nord- und unhaltbare Thesen aufge-
ren Erscheinen das Europä- statistisch ausführlicher un- Südpol schwingt eine Klima- stellt werden? Wem nützt
ische Institut für Klima und tersucht, als die Häufigkeit schaukel. Durch die großen es, eine drohende Klimaka-
Energie (EIKE) auseinander. von solchen Wetterereignis- Meeresströme werden gewal- tastrophe zu prophezeien?
sen. tige Wärmemengen von Pol Wer hat einen Nutzen von
In diesem Institut sind zu Pol geleitet und führen der Reduzierung des CO2-
zahlreiche Wissenschaftler Im Ergebnis kam man zu abwechselnd zum Ansteigen Ausstoßes?
vereinigt. Sie wenden sich dem Schluss, dass es keine oder eben Sinken der Tem-
nachdrücklich gegen eine Anhaltspunkte dafür gibt, peraturen. So konnte die Um nicht falsch verstan-
einseitige und pauschalisier- dass Naturkatastrophen heu- Klimaschwankung der letz- den zu werden: Natürlich
te Behandlung des Themas te häufiger auftreten als in ten 860.000 Jahre nachge- ist die Luft-, Boden- und
und kommen überwiegend den vergangenen Jahrhun- wiesen werden. Gewässerverschmutzung ein
zu völlig anderen Erkennt- derten. Zugenommen ha- ernst zu nehmendes Thema.
nissen. ben allerdings die Schäden, Ähnliches trifft auf die Al- Das ist aber keine vorrangig
die durch extreme Wetterla- pen zu. Es gab nachgewie- ökologische Frage, sondern
Danach liegen keine wis- gen entstanden sind. senermaßen in den letzten in erster Linie eine soziale
senschaftlich begründeten 10.000 Jahren Perioden, in und gesellschaftliche. Nicht
Erkenntnisse über die Ursa- Der Einfluss des Menschen denen die Gletscher geringer eine angebliche Klimaände-
chen von Klimaveränderun- auf die Klimaänderung und der Baumbewuchs hö- rung veranlasst uns, nach
gen vor. her als heute waren. neuen Energiequellen zu su-
Der wissenschaftliche Bei- chen. Vielmehr zwingen uns
Die damit verbundenen rat der Bundesregierung ver- Ein Ansteigen des Mee- dazu die endlichen fossilen
Vorgänge und Einflussfak- öffentlichte 1997 ein Gut- resspiegels innerhalb kurzer Brennstoffe.
toren sind viel zu komplex, achten zum Klimaschutz. Zeit um mehrere Meter ist
um sie in einer These zu- Darin heißt es u.a.: „Wegen demnach eine Horrorvision, Im „Leipziger Manifest“
sammen fassen zu können. der hohen Klimavariabilität die so nicht zu erwarten ist. bekunden Wissenschaft-
Dessen ungeachtet spricht ist es sehr schwierig nachzu- ler und Meteorologen: „…
das UBA von „zuverlässi- weisen, ob der Mensch die Ist Kohlendioxid schädlich? In einer Welt, in der die Ar-
gen Klimamodellen“, die es beobachtete Klimaverände- mut die größte soziale Ver-
so offenbar nicht gibt. rung mit verursacht hat“. An Ohne CO2 gäbe es kein schmutzung darstellt, soll-
dieser Aussage hat sich bis Leben auf der Erde. Pflan- te jegliche Einschränkung
Auch die Aussage der heute nichts geändert. zen benötigen dieses Gas, an Energie, die das ökologi-
UBA-Broschüre, das Tem- um die Photosynthese zu sche Wachstum verhindert..,
po der Erderwärmung habe Das wurde auch durch realisieren. Dennoch be- mit äußerstem Bedacht vor-
im 20. Jahrhundert deutlich Messungen von weltweit trägt sein Anteil an der Erd- genommen werden“.
zugenommen, lässt sich aus über 2.000 Stationen un- atmosphäre nur 0,04 Pro-
Sicht der o.g. Wissenschaft- termauert. Ein Einfluss zent. Selbst ein verstärkter Horst Schumann
ler so nicht belegen. menschlicher Aktivitäten Ausstoß dieses Gases ist in
auf die Erdtemperatur ist der Natur kaum messbar.
In mehreren Untersu-
chungen wurde nachgewie-
sen, dass zumindest in den
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Leser boten würde, würden dort Ich kann daher nur an die Gemeinde an den Landkreis
auch mehr Menschen zu- Verantwortlichen appellie- erfolgen und dementspre-
schreiben steigen, die Parkplatzsitua- ren, Ihre Entscheidung, die chend bezahlt werden. Die
tion am Basdorfer Bahnhof Einsatzzüge nach Gesund- nächste Hürde besteht da-
Einstellen der wäre entspannter (ab 7:00 brunnen zu streichen (so rin, dass diese Linie auch
Einsatzzüge Uhr ist dort kaum noch ein dieses Gerücht denn wahr im Landkreis OHV fahren
Parkplatz zu bekommen). sein sollte), zu überdenken würde. Also zusätzliche Ge-
Mir ist gerüchteweise zu Allerdings müsste dann in und vielleicht nicht nur nehmigungen weiterer Ge-
Ohren gekommen, dass die Wandlitzsee noch zusätz- monetäre Erwägungen in meinden/Landkreise sind
NEB plant, die Einsatzzüge liche Parkfläche bereit ge- die Waagschale zu werfen. erfordwerlich. Außerdem
bis Gesundbrunnen künftig stellt werden. müssten dann Fahrzeuge
nicht mehr anzubieten oder Maren Jachmann der BBG oder OVG im je-
ggf. nur noch ab Basdorf. Ich kann nur sagen, dass weils „fremden Hoheitsge-
ich morgens anderthalb Anschluss oder biet“ Haltestellen bedienen.
Dazu kann ich nur sa- Stunden von Tür zu Tür un- Ausschluss? Nein, nein, so einfach geht
gen, dass ich überglücklich terwegs bin und abends (ge- das nicht!
bin mit den Einsatzzügen rade in der ungemütlichen Im letzten HK-J hat Petra
und diese fast ausschließ- Jahreszeit, d.h. von Okto- Dürre auf die fehlende Bus- Es ist ja noch nicht ein-
lich nutze. Ich fahre jeden ber bis April) zwei Stunden verbindung nach Rahmer- mal möglich, dass neue
Morgen von Wandlitzsee für den Rückweg einplanen see Siedlung hingewiesen. Barnim Panorama vernünf-
aus mit dem Zug um 6:11 muss. Jede Minute Zeiter- Eine Buslinie nach Bahn- tig durch den 894er Bus an-
Uhr und kann sagen, dass sparnis ist kostbar. hof Wensickendorf mit An- zubinden. Kommt man mit
regelmäßig zirka 30 Perso- schluss nach Oranienburg der NEB zur Minute 48 aus
nen dort einsteigen, bis auf Es darf auch nicht nur bzw. nach B-Karow (Ber- Berlin in Wandlitz an, darf
die Sommermonate, da be- gerechnet werden, wie lan- nau) wäre wünschenswert, man bis zur Minute 26 auf
dingt durch die Urlaubszeit ge man braucht, wenn alles wird aber ein unerfüllbarer den Bus zum Jünemann-
grundsätzlich weniger Men- planmäßig fährt, dass pas- Wunsch bleiben. Es müss- platz warten, aber nur um
schen unterwegs sind. Al- siert nämlich nur in den te eine Bestellung durch die 9:26 und 11:26 Uhr und
lerdings stelle ich fest, dass seltensten Fällen: auf dem dies natürlich nur Montag
von den Bahnhöfen davor Berliner Ring ist jeden zwei- bis Freitag! Umgekehrt er-
weniger mitfahren, der Zug ten Tag eine Störung, die
ist noch relativ leer, wenn mich zehn Minuten kos-
er in Wandlitzsee ankommt. tet, bei der S-2 ist es ähn-
lich. Selbst wenn also die
In Basdorf steigen am Bahnen mal pünktlich fah-
meisten zu. Dabei han- ren sollten, heißt das noch
delt es sich bei vielen aber lange nicht, dass man auch
auch um Zühlsdorfer, Stol- dort mitkommt.
zenhagener und auch Leu-
te aus Wandlitz, die mit Bevor die Einsatzzüge
dem Auto bis Basdorf fah- der NEB bis Gesundbrun-
ren. Das hat vielfach den nen fuhren, musste man im-
Hintergrund, dass bis Bas- mer in Karow in die S 2 um-
dorf mindestens ein hal- steigen. Diese ist aber oft so
ber Stundentakt angeboten voll (gerade in den Winter-
wird. Wenn die Einsatzzü- monaten), dass man nicht
ge ab Gesundbrunnen weg- mitkommt und auf die
fallen, hier nutze ich meis- nächste warten muss. Das
tens den Zug um 18:34 hängt auch damit zusam-
Uhr, läuft man bei dem un- men, dass die S-Bahn Züge
zuverlässigen S-Bahn-Ver- insgesamt nicht mehr so oft
kehr Gefahr, in Karow sei- fahren und dazu auch noch
nen Zug zu verpassen und kürzer sind als früher.
muss dann nur eine hal-
be Stunde auf den nächs- Es wäre es vielleicht hilf-
ten Zug warten. Ich denke, reich, eine Umfrage zu star-
wenn bis Wandlitzsee ein ten, so wie sie vor einigen
halber Stundentakt ange- Jahren bereits erfolgt ist
(Abfragen, wo man wohnt,
12 wo man einsteigt, warum
man wo hin will, welche
Verkehrsmittel man noch
benutzt und wie lange man
so unterwegs ist usw.).
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
reicht der Bus den Bahnhof was verändern, Stichwort Ein schöner Tag Einige Kinder übten noch
Wandlitz zweimal zur Mi- „Rufbus“. bei den Anglern am Land das richtige Wer-
nute 38, die NEB fährt aber am Wandlitzsee fen der Angel. Das war gar
bereits zur Minute 36 Rich- Der ÖPNV wird meist nicht so einfach, wie sie
tung Berlin. Toll! Und an nur genutzt, wenn ein at- Am 30. Juli 2013 besuch- bald feststellten.
Sonn- und Feiertagen? Da traktiver Takt und gute Um- ten rund 30 Kinder gemein-
gibt es dann alle zwei Stun- steigebeziehungen bestehen sam mit ihren Erzieherin- Leider ging dieser interes-
den den Bus 903, der die sowie ein Verkehr auch au- nen des Angelverein am sante und schöne Vormittag
Fahrgäste, sechsmal zur vol- ßerhalb der Schulferien be- Wandlitzsee. viel zu schnell zu Ende. Je-
len Stunde vom Jünemann- steht. des Kind bekam zum Ab-
platz kommend am Bahn- Bei strahlendem Sonnen- schied noch eine kleine
hof absetzt. Wie bereits Die Leserbriefschreibrin schein wurde wir schon von Überraschung von den An-
erwähnt, die NEB fährt zur Frau Dürre wird evtl. an- Herrn Weidemann und sei- gelfreunden.
Minute 36 nach Berlin und hand meiner Schilderung nen Angelfreunden erwar-
zur Minute 48 Richtung erkennen, dass die Einrich- tet. Durch sie wurden wir Mit einem riesengro-
Groß Schönebeck. Aber tung einer neuen Buslinie, in die Geheimnisse der An- ßen Dankeschön möchten
Fahrgäste im ÖPNV haben so wünschenswert dies auch gelei und Fischkunde einge- wir uns bei Herrn Siebert,
ja Zeit, sonst würden sie ein sei, enorme Anstrengungen weiht. Aufmerksam lausch- Herrn Weidemann und den
Auto benutzen. Nebenbei, vieler Dienststellen bedarf ten unsere Kinder den anderen Angelfreunden für
der 903er fährt ja stündlich (dort sitzen meist Autofah- Worten der Angler. Im ih- den schönen und liebe-
nach Wandlitz, aber jeder rer) und in meinen Ausfüh- rem idyllischen Garten be- voll gestalteten Vormittag
zweite Wagen meidet das rungen habe ich noch nicht antworteten sie die vielen am Wandlitzsee bedanken.
Touristenziel Barnim Pano- einmal die Finanzen, Um- Fragen mit Sachkunde und Gern werden wir sie in den
rama und fährt durch nach laufpläne, Dienstpläne, Wa- Geduld. Mit großen Erwar- Ferien wieder einmal besu-
Biesenthal. Vielleicht lässt genbereitstellungen usw. er- tungen ging es dann mit chen.
sich im Rahmen von „Bar- wähnt. Made und Angel ans Was-
rierefreies Wandlitz“ nicht ser. Es dauerte gar nicht so Die Ferienhortkinder
nur in diesen Bereichen et- B. Kurandt, Stolzenhagen lange, da waren die ersten aus dem Hort Wandlitz
Fische bereits am Haken.
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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BARNIM-PA
Das neue Wandlitz
Die Eröffnung des BARNIM-PA-
NORAMA erfolgte mit einem
Volksfest unserer Gemeinde, zu dem
aus allen Orten der Gemeinde und aus
Berlin Einwohner und Gäste kamen,
um sich dieses Erlebnis der Eröffnung
eines Naturparkzentrum- Agrarmuse-
um Wandlitz nicht entgehen zu las-
sen. Und es wurde ein großes Erlebnis
bei bestem Wetter. Die Feierlichkeiten
mit den Attraktionen: Ausstellungser-
öffnung, Traktorenschau, Floßwettren-
nen, Modenschau und Markt entlang
der neu gestalteten Breitscheidstraße
waren Anziehungspunkte. In den Re-
den unserer Bürgermeisterin, der Minister,
des Staatssekretärs aus Berlin, der Ausstel-
lungsmacher, des Leiters des Naturpark-
Barnim u.a. wurde das gelungene Ergeb-
nis gewürdigt. Aber auch die Kosten von
6,8 Millionen Euro und die ausgereichten
Fördermittel blieben nicht unerwähnt. Für
das Jahr 2014 stehen weitere Kosten für die
Gestaltung des Museums an. Für die Mul-
ti-Media-Show, die unter dem Titel „Wil-
der Barnim“ nach dem Eingangsbereich
zur Installation kommen soll, wurden bis-
lang nur die Mittel für die Einholung von
Angeboten bereit gestellt (Beratung der
Gemeindevertreter am 12. September 2013). Diese Installati-
on ist meines Erachtens notwendig, weil die zurzeit gezeigten
Bilder nicht eine Rückschau auf die eiszeitliche Entstehungsge-
schichte, die Herausbildung unserer Erdformationen und den
Übergang zu dem Abschnitt „Bewegte Böden“ unterstützen. Es
bleibt zu hoffen, dass diese Show noch im Jahr 2014 eingefügt
werden kann. In dem Raum „Wilder Barnim“ könnten auch die
alten Schulbänke aus dem bisherigen Museum aufgestellt wer-
den. Als Sitzgelegenheit vor allem für Schüler wären sie be-
stimmt ein echter Hingucker.
Der Ausstellungsinhalt erhebt den Anspruch, dass die Gäs-
te Kulturlandschaft entdecken und begreifen sollen, also zu ei-
nem Lernen auf wissenschaftlicher Grundlage befähigt werden.
Das erfordert eine Wissenschaftlichkeit in den Texten. In dem
Raum „Bewegte Böden“ wird, trotz wiederholter Hinweise, eine
falsche Darstellung vermittelt, in dem von einer Gründung Land-
wirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften nach sowjetischem
Vorbild gesprochen wird. Der Grund und Boden in der DDR-
Landwirtschaft wurde mit der LPG- Gründung zum genossen-
schaftlichen Eigentum. In der Sowjetunion war der Grund und
Boden staatliches Eigentum. Diese unterschiedlichen Eigentums-
formen kann man nicht einfach nebeneinander stellen.
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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PANORAMA
zer Aushängeschild
In der anschließenden „Traktoren–Herde“ wurde die ra-
sante Entwicklung in diesem Zeitabschnitt bei den Zugge-
räten sichtbar. Auch die immer größer werdenden Mäh-
drescher können bestaunt werden.
In der oberen Etage mit dem Teil Landleben sind in den
vier Jahreszeiten die Abläufe des täglichen Lebens sehr be-
eindruckend dargestellt. Nicht nur dieser Teil ist mit vie-
len zusammen getragenen Exponaten untersetzt. Insge-
samt werden zirka 1.500 Stücke geschichtlicher Zeugnisse
der Vergangenheit auf 1.650 Quadratme-
tern ausgestellt.
Den Barnim-Geschichten schließt sich
die Sonder Ausstellung auf der großen, auf
dem Fußboden aufgetragenen Landkarte
an. Diese Attraktion war besonders für vie-
le Kinder von besonderem Interesse, such-
ten diese doch mit den Eltern nach ihnen
bekannten Sehenswürdigkeiten, auch im
Wald, an den Seen und in den verschiede-
nen Orten. Auf einige Sehenswürdigkei-
ten wurde mit Markierungen hingewiesen.
Auch diese Besonderheit hat sehr viel In-
teresse hervorgerufen und hoffentlich An-
regungen für Wanderungen und Radfahr-
ausflüge gegeben.
In dem Dachgeschoß mit dem bewusst
geschaffenen See-Blick hatte man einen
herrlichen Ausblick über den Wandlitzsee
hinaus in das weite Gebiet unserer Ge-
meinde Wandlitz.
Das Angebot „Natur, Landwirtschaft und Technik“ unter ei-
nem Dach in einem Museum zu erleben, wurde lobend und mit
Begeisterung angenommen. Von vielen Besuchern wurde die
Fülle der verschiedenen Exponate hervorgehoben, die eigent-
lich über den Umfang nur eines Museums hinausgehen. Das
alles wäre in einem Rundgang nicht erfassbar. Weitere Besuchs-
termine werden sich an-
schließen. Es lohnt sich
mehrmals hinzuschau-
en, zumal die Eintritts-
preise als verträglich ein-
geschätzt werden.
Die Verwaltung der
Gemeinde hat den Be-
suchern einen großen
und kostenlosen Fest-
rahmen geboten. Vielen
Dank an die Organisato-
ren und Mitwirkenden.
Wolfgang Weidler
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Der Spion, der aus dem Datenspeicher kommt
Was „Prism“, „XKeystone“ und „Tempora“ mit unserem Alltag zu tun haben
Vorangestellt sei das Be- ihren kompletten Datensät- jeden Bür-ger gesammelt wer- nannten Programme u.a. alle
kenntnis: Bradley Man- zen anfangen können, weil sie den, lassen sich Persönlich- E-Mails speichern, entschlüs-
ning und Edward Snowden nicht ahnen, was unter ihrem keitsprofile mosaikartig zu- seln und auswerten kann und
sind die Helden der Gegen- Namen alles gesammelt ist. sammensetzen, die den Bürger das auch tut. Das ist sozusa-
wart. Wie sie ihre persönli- zum gläsernen Bürger machen, gen die Krake aller Kraken, die
chen Interessen an Karriere, Welche Freunde und Ver- dessen Interessen man ausnut- auch in Deutschland abgreift,
Verdienst und Besitzstands- wandte sie haben; welche Au- zen oder manipulieren kann, was ihr in die Fänge gerät.
wahrung weit zurück gestellt tomarke sie haben oder gern dessen Kaufverhalten man
haben zugunsten der weltwei- haben wür-den; welche Me- u.a. gezielt auf bestimmte Wa- Die Bundesregierung, die
ten Zivilgesellschaft, verdient dikamente sie gegen welche ren richten kann; aber auch, verpflichtet wäre und deren
allen Respekt und aus tiefem Krankheiten nehmen; wann sie dessen po-litische Einstellun- Mitglieder in ihrem Amtseid
Herzen Dank. aufstehen oder zu Bett gehen; gen und gesellschaftspolitische geschworen haben, Schaden
welche Fernsehgewohnheiten Kritik man erkennen und ab- vom deutschen Volk abzuwen-
Manche Bürger missverste- sie haben; welche Schul- oder fangen kann. Be-sonders leicht den, verhält sich gegenüber
hen noch die Gefahren, die so Berufsbildung sie besit-zen; lässt sich durch Werbung die „Big Brother“ jedoch unterwür-
unmerklich im Datenspeicher was ihr Bankkonto ausweist; Arglosigkeit und Unwissen- fig. Sie versteckt sich hinter ver-
und seinen Spionageprogram- ob sie Schwarzgeld besitzen heit von Kindern ausnut-zen. alteten Abmachungen, in de-
men lauern. Naiv meinen sie: oder bezahlen; welche Sexu- Sie erbitten dann von ihren El- nen eine „Zusammenarbeit“
„Was will man bei mir schon al-kontakte sie pflegen; welche tern Kleidungsstücke, die gera- der Geheimdienste vereinbart
entdecken, ich habe doch Körperpflegeartikel sie nutzen; de „in“ sind. Das ist die eine, sei und ergänzt kleinlaut, dass
nichts zu verbergen.“ Sie ver- wie sie sich kleiden usw. usw. die mehr private und ökono- auch Deutschland einige Bro-
kennen, was der moderne Staat mische Seite der Datensam- samen erhält, die vom Tisch
und die heutige Wirtschaft mit Aus solch umfassenden, in- melei. der NSA-Krake fallen. Auf die-
dividuellen Datensätzen, die sem weiten Feld begegnen sich
in großen Datenbanken über Am anderen Ende warten der deutsche Begehrlichkeit und
Staat und seine Geheimdiens- US-amerikanisches Know-how,
te, wobei die Grenzen fließend umspannt von einem Netz von
sind und manche Staaten kei- Geheim-dienst-Interessen, das
ne Grenzen kennen, wenn das Ganze für den Laien zu-
es darum geht, Bürger, Wirt- sätzlich verschleiert.
schaft und Politik anderer Staa-
ten auszuforschen. Dazu die- Welches Fazit ziehen wir
nen Programme wie „Prism“, aus all dem? Wer sich ins Netz
„XKeystone“ oder „Tem-po- klickt, muss sich auf jeden Fall
ra“. Negatives, aber nicht einzi- größte Sorgfalt und Selbstkon-
ges Beispiel bildet hier die US- trolle abverlangen. Sonst füt-
amerikanische NSA (National tert er ungewollt und unbe-
Security Agency), die in ihren wusst die Krake.
Großrechnern mit Hilfe der ge-
Herbert Willner
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Gesichter in Wandlitz
Aus gegebenem Anlass interessiert uns in der heutigen Ausgabe die Entstehungsgeschichte des Heidekraut
Journals. Wir sprachen dazu mit den Initiatoren WOLFGANG WEIDLER und WALTER SANDER
Warum und wann kamen Sie fangs mit unserem eigenen meinde Wandlitz los ist und Das Amtsblatt berichtet sach-
auf die Idee, ein Journal für un- Geld und mit viel Werbung zwar so, dass man in Schö- lich, nüchtern und teilweise so
sere Gemeinde herauszugeben: ein solches Journal zu finan- nerlinde weiß, was derzeit in verkürzt, dass der Bürger dar-
zieren. Zerpenschleuse passiert. Ver- aus nichts entnehmen kann.
In dem damaligen Ortsver- gessen Sie nicht, dass es an- Wir dagegen wollten auch
band gab es drei Zeitungen, Wer unterstützte Sie bei den fangs zwei Amtsblätter, eines die Hintergründe erklären.
eine für Schönwalde, eine für Beiträgen, Berichten und Infor- für den nördlichen und eines Ich glaube, dass ist uns bisher
Basdorf und eine für Wand- mationen? für den südlichen Teil gab, ganz gut gelungen.
litz. Der damalige Bürgermeis- bis man mitbekam, dass un-
ter Tiepelmann hatte diese im Da wir beide keine Jour- ser „Heidekraut Journal“ für Wie war das Echo seitens der
Zuge der Gemeindegebietsre- nalisten sind, benötigten wir die gesamte Gemeinde da ist. Bevölkerung auf das „Heide-
form abgeschafft und als Er- anfangs professionelle Hil- kraut Journal“, wie die ersten
satz das „Amtsblatt“ herausge- fe. Die bekamen wir u.a. von Welche Rolle spielt der Bür- Reaktionen?
geben. Damit wollten wir uns Klaus Fläming, bekannt aus gerverein Wandlitz e.V. bei der
nicht zufrieden geben. Wir dem Fernsehfunk der DDR. ganzen Sache? Es gab anfangs sehr wohl
wollten als Wandlitzer Bür- Wir haben dann viele, die wir den einen oder anderen, der
ger bei der Meinungsbildung kannten, direkt angesprochen Wir brauchten damals einen dem Blatt keine zweite Num-
ein Wörtchen mitreden kön- und um Mitarbeit gebeten, Trägerverein, weil wir keine mer zugetraut hat. Es gab aber
nen. Da wir beide uns schon andere wurden uns empfoh- Zeitschrift ohne Trägerverein eine Nummer zwei und in
lange kennen, haben wir ge- len oder sprachen uns direkt herausgeben konnten und da dieser finden sich viele Leser-
meinsam über ein unabhängi- an und sagten uns ihre Hil- mussten wir uns parallel um briefe. Leserbriefe sind wich-
ges Journals nachgedacht. Das fe zu. die Gründung eines Trägerver- tig und notwendig, um ei-
war Anfang 2005. eins kümmern. Wir haben das nerseits mit der Leserschaft
Welchen Zweck und welche zeitlich dann so hinbekom- in Kontakt zu bleiben und
Wie kam es zu dem Namen Ziele verfolgten Sie mit der He- men, dass wir die Gründung auch, um den Bürgerinnen
„Heidekraut Journal“? rausgabe eines neuen Journals? des Trägervereins und die He- und Bürgern die Möglichkeit
rausgabe des ersten „Heide- zu geben, ihre Meinungen äu-
Der Name des neuen Jour- Der Zweck war das Zu- kraut Journals“ auf einen Tag ßern zu können. Die Reaktio-
nals sollte mit unserer Ge- sammenführen aller Ortstei- legen konnten, nämlich auf nen nun waren durchweg po-
gend zusammenhängen. Um le und natürlich auch der Be- dem 9. August 2005. sitiv, unterstützend und sehr
uns herum ist Heide und Hei- völkerung, es ging also um die ermutigend für uns, so weiter
dekraut und seit langem gibt Einheit der Gemeinde und Sehen Sie sich als Konkur- zu machen. Und jetzt halten
es schon die Heidekrautbahn, der Menschen, die in unse- renz zum Amtsblatt? wir mittlerweile die 50. Num-
die die einzelnen Orte mitei- rer Gemeinde zu Hause sind, mer in der Hand. An dieser
nander verbindet. Da lag es um den Zusammenhalt aller Wir sehen uns so, dass wir Stelle sei auch noch einmal
nahe, einem Journal, das auch Wandlitzer Bürger. Unser Ziel dem Bürger die Probleme aus darauf hingewiesen, dass das
die Orte verbinden soll, eben- ist nach wie vor, die Bürger zu unserer Sicht näher bringen „Heidekraut Journal“ kosten-
falls den Namen Heidekraut informieren, was in der Ge- und verständlicher erklären. los in alle Haushalte geliefert
zu geben. Daraus wurde dann wird und ausschließlich von
das „Heidekraut Journal“. ehrenamtlichen Mitarbeitern
unterstützt wird. Das gibt es
Woher nahmen Sie die fi- in dieser Form in Branden-
nanziellen Mittel, um solch ein burg nicht noch einmal.
Blatt herauszugeben?
Was wünschen Sie dem Hei-
Wir hatten bei der Landes- dekraut Journal?
regierung Fördermittel be-
antragt, leider ohne Erfolg …mindestens noch die
und auch vom Lottoverband Nummer 100 zu erreichen.
Brandenburg war nichts zu er-
warten. So blieb uns beiden Das Gespräch führte
nichts anderes übrig, als an- Kefrin Simon
18
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Noch sind die Pläne nicht vom Tisch!
Hände weg vom Liepnitzwald!
Wir rufen alle Bürger der Gemeinde Wandlitz, aus der Wald-
siedlung, Bernau, Buch und den umliegenden Orten auf:
Wandern Sie mit uns am
Samstag, den 12. Oktober 2013
durch den Liepnitzwald gegen die Pläne zur Aufstellung von Windrädern in
unserem Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet.
Treff am Zielpunkt: Ab 11.00 Uhr Hotel Jägerheim in Ützdorf
Bürgerverein Wandlitz e.V. Bürgerinitiative „Hände weg vom Liepnitzwald“
Alle Kinder sind am Zielpunkt zum kreativen Basteln eingeladen
Für Essen und Trinken ist am Treffpunkt gesorgt
(Treffpunkte und Uhrzeit sind aus dem Streckenplan ersichtlich)
19
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Sind Parteien noch zeitgemäß?
Nach der Wahl ist vor der lamenten mit ihren Frakti- In unserer parlamentari- pol! Es gibt auch Wählerge-
Wahl, sagt man. Und onszwängen, erhöhen die schen Demokratie, auch „Re- meinschaften, Wählervereini-
nunmehr stehen wir wieder Zunahme von Korruption präsentative Demokratie“ ge- gungen und Wählerlisten, die
im Mai 2014 vor den Kom- und Lobbyismus, da in der nannt, ist die Wahlteilnahme der Parteienvorherrschaft trot-
munalwahlen in unserem „Repräsentativen Demokra- fast das einzige Mittel der Um- zen. Wir sind eine Unabhän-
Brandenburger Land. Viele tie“ die politische Macht in setzung direkter Demokratie. gige Wählergemeinschaft, de-
fragen mich: Was hat „Wäh- den Händen einer länger jäh- Ich als Bürger kann bestim- ren hoher Grundsatz ist, dass
len“ denn noch für einen rigen potentiellen Oligarchie men, wen ich in Person und Bürgerinteressen vor Partei-
Sinn? liegt.“ Quelle: Heinrich-Böll- welche politische Kraft ich eninteressen stehen. Wir leh-
Unsere politische Reali- Stiftung „Baustelle Demokra- wähle – und da gibt es eben nen Parteien als Vereinigun-
tät ist nicht mehr durch die tie“ nicht nur das Parteienmono- gen von Bürgern, die bei der
großen „Volkspartei- politischen Willensbil-
en“ geprägt, sondern dung mitwirken, nicht
von einer Vielzahl ab, aber sie haben in
von Bürgerinitiativen, unserer heutigen Ge-
Bürgervereinigungen sellschaftssituation
und Bürgerbewegun- kein Recht mehr, die-
gen, die der antiquier- Kastanienallee 25 Unsere beliebten Brunchtage von 10 bis 14 Uhr: se Willensbildung zu
ten Parteiendemokra- 16567 Mühlenbeck 27.10., 17.11. und 24.11.2013 , pro Person 11,90 € dominieren, geschwei-
tie nicht mehr folgen Telefon: 033056 / 86476 incl. Ka ee ge denn zu missachten.
können. „Die Läh- Fax/AB: 033056 / 408881 An jedem Sonntag im Dezember Adventsbraunch pro
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mung von politischen Ö nungszeiten: 12.10.13 Hamburger Fisch- und Tanzabend mit leckeren sächliche Regierungsge-
Lösungen in Deutsch- Mi. - So. ab 12:00 Uhr Fischspezialitäten ab 18 Uhr, Eintritt 5 € walt mit den Wahlen,
land, verursacht durch Mo. u. Di. Ruhetag von Oktober bis April 11.11.13 Martinsgansessen (indiv. nach Ihren Wünschen) also für vier bis fünf
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teien in unseren Par- seine gewählten Vertre-
20
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
ter abtritt, hat es auf gesetzli- zum ersten Mal zum Wählen der Satzung, des Grundsatzes, unter den Bürgern ein echtes
cher Ebene keine Möglichkei- animieren konnten, Senioren, dass Bürgerinteressen vor Par- gemeinsames Mit- und Für-
ten mehr zur Einflussnahme Vereinsfreunde, Sportler, Feu- teieninteressen gehen und das einander gestaltet und trägt.
auf politische Entscheidun- erwehrleute und Rettungssani- Wollen, sich in seinem Ort Dafür sind viele „Kompetenz-
gen seiner Vertreter. So besteht täter, Künstler, Wissenschaftler und unserer Großgemeinde bürger“ nötig, die in den ver-
die Gefahr, dass Wählerstim- und Menschen mit Behinde- für das Gemeinwohl aktiv ein- schiedenen Gremien unserer
men mit Wahlversprechen ge- rungen, ganz normale Bürger zusetzen. Großgemeinde „Mitgestal-
worben werden, diese Verspre- aus Wandlitz, die hier zu Hau- ten“ wollen und nicht nur zu-
chen jedoch nicht eingehalten se sind – eben Nachbarn. Seit mehreren Monaten ist schauen. Mit unserer langan-
werden und letztlich zu Guns- ein neues Denken in allen gelegten Kampagne Gesichter
ten von Einzelinteressen an Alle waren beseelt von dem Ortsteilen der Großgemeinde 2014 bauen wir eine Kandida-
den Interessen des Volkes vor- Denken, dass der Bürgerwil- Wandlitz zu spüren. Die ge- tenliste auf, die sich nicht vor
bei regiert wird. Die etablier- le wieder gehört und respek- meindlichen Gremien Orts- den bisherigen etablierten po-
ten Parteien sind in ihrer allge- tiert wird, dass nur mit aktiver beiräte, Ausschüsse, Gemein- litischen Parteien und Orga-
genwärtigen Krise nicht in der Beteiligung mündiger Bürger devertretung und Verwaltung nisationen verstecken muss.
Lage, den Weg zur Bürgerpar- sich die Herausforderungen öffnen sich immer weiter uns Also lasst uns zahlreich wäh-
tei zu beschreiten. Aber: Ohne der kommenden Jahre bewäl- Bürgern. Der Muff von Hin- len gehen, liebe Bürgerinnen
Bürger keine Demokratie! tigen lassen. Und das Wähler- terzimmer-Politik beginnt und Bürger, damit ein brei-
votum zur Bürgermeisterwahl der Einsicht zu weichen, dass tes, repräsentatives Bürgervo-
Im Frühjahr 2011, in dem im Herbst 2011 war deutlich. ohne transparentes kommu- tum die Kommunalpolitik in
Jahr, wo im Brandenburgi- 4740 Wählerinnen und Wäh- nalpolitisches Handeln, mit der Großgemeinde Wandlitz
schen vielerorts am 11. Sep- ler, das waren 57,34 Prozent al- bloßer „Mitteilungspflicht", bestimmt.
tember die hauptamtlichen ler Wählerstimmen, stimmten kein Blumentopf mehr zu ge-
Bürgermeisterwahlen stattfan- für den Wechsel, für eine neue winnen ist. Es erfüllt mich mit „Mit den Bürgern - Für die
den, haben sich hier in unserer Kommunalpolitik der Bürger- Freude und Zuversicht, dass es Bürger!“ ist dabei nicht Wer-
Großgemeinde Wandlitz Men- nähe und Bürgermitbestim- den engagierten und leiden- bung in eigener Sache, son-
schen aus verschiedenen Orts- mung, für eine moderne und schaftlichen „Gernbürgern" dern Notwendigkeit auf dem
teilen zusammengefunden, aktive Bürgerkommune. unserer Wald- und Seenge- Weg zur aktiven und moder-
die nicht mehr länger einver- meinde Wandlitz, der einzi- nen Bürgerkommune, wo die
standen mit der gängigen Pra- Die Wahl war gewonnen, gen Majestät der über Genera- Bürgerinnen und Bürger nicht
xis waren, dass nur über die Bürger was nun? tionen Alteingesessenen sowie nur als Wahlvolk benötigt wer-
Bürger hinweg im „Entschei- der aus freiem Willen zum Zu- den, sie sollen mitwirken und
dungsverfahren“ Kommunal- Der folgerichtige Weg konn- zug entschiedenen Bürgerin- mitgestalten dürfen und vor
politik gemacht wurde. Unter te nur sein, eine Unabhängi- nen und Bürgern, mit ihrem allem auch mitentscheiden
dem programmatischen Na- ge Wählergemeinschaft, kurz Votum eindrucksvoll gelang, können.
men „Mit den Bürgern - Für UWG genannt, zu gründen. Bürgerbeteiligung unum-
die Bürger!“ gründeten sie Die UWG der Großgemein- kehrbar zu etablieren. Davon „Die größte Strafe für alle,
eine Bürgerbewegung. Es wa- de Wandlitz „Mit den Bür- konnten sich die Mitglieder die sich nicht für Politik inter-
ren Mitmenschen aus allen gern - Für die Bürger!“ ist po- der UWG bei Ihren zahlrei- essieren, ist, dass sie von Leu-
Ortsteilen, aller politischen litisch und religiös neutral und chen Besuchen der Sitzungen ten regiert werden, die sich für
Couleur, Christen und Kon- steht in allen Belangen auf de- aller gemeindlichen Gremien Politik interessieren.“ Arnold
fessionslose, Arbeitnehmer, mokratischer Grundlage. Jede überzeugen. Joseph Toynbee (1889-1975),
Angestellte und Unternehmer, Bürgerin und jeder Bürger ab engl. Historiker u. Kulturphi-
Gewerbetreibende und Frei- dem 16. Lebensjahr kann Mit- Wir sehen uns als Bürger- losoph
berufler, Jugendliche, die wir glied werden. Voraussetzung bewegung, die nicht „über“
einer Mitgliedschaft ist die un- den Bürgern agiert, sondern Helge Tino Richter
eingeschränkte Anerkennung
21
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Verrückte Utopien und berührende Veränderungen durch Chormusik
Nachdem das zweite Halb- gehrten KinoPlus-Speisen!) ei- schichte, wie der Stardirigent leiters der Kirchengemeinde,
jahr der LöwenMovies- nen Abend zu ge- Daniel und überwindet dabei nicht
Reihe mit den gut besuchten nießen. Dareus, nur die eigene traumatisier-
Vorstellungen der Filme WE nach te Kindheit, sondern das ge-
WANT SEX (September) und Am 6. Novem- Burn- meinsame Erleben der Musik
BEST EXOTIC MARIGOLD ber um 20:00 Uhr out und klärt auch vieles aus dem Ge-
HOTEL (Oktober) fortgesetzt sehen sie mit Mo- Herzin- wirr von Missgunst, Entwür-
wurde, warten für die letzten ritz Bleibtreu im farkt in digung, Gewalt und Pharisä-
beiden Monate des Jahres ab- medienkritischen seinen ertum in dem kleinen Ort.
solute Highlights auf die Be- Streifen „FREE nord- Gleich zu Beginn sagt Dani-
sucher, die inzwischen aus RAINER – dein schwe- el einmal: „Ich habe schon
dem ganzen Barnim und im- Fernseher lügt!“ ei- dischen immer davon geträumt, Mu-
mer häufiger auch aus Ber- nen phantasievol- Ge- sik zu machen, die die Her-
lin in den Goldene Löwen len Polit-Thriller, burtsort zen öffnet.“
der sich um Ein- zurück-
kehrt, Dieser Film – das verspre-
schaltquoten, geht chen wir Ihnen – öffnet die
„Titten-Fern- unter Herzen.
sehen“, Mei-
nungsmanipu- die Haut. Wider Willen ge- Mathis Oberhof,
lation und der Sehnsucht rät er in die Rolle des Chor- VereinLöwenMovies
nach humanistischer Kul-
tur als Alternative beschäf-
tigt. Der Regisseur von
„Die guten Zeiten sind vor-
bei“ versteht es auch hier
Wieder, hochbrisante
politische Themen mit auf-
regender Aktion und Au-
genzwinkern in utopischer
Weise aufzulösen.
(Wandlitz, Breitscheidstrasse Zu Beginn der Weih-
20) kommen, um mit Augen, nachtszeit zeigen wir dann
Ohren und Gaumen (die be- am 4. Dezember, 20:00 Uhr
den erfolgreichsten schwe-
dischen Film aller Zeiten:
„WIE IM HIMMEL“. Die Ge-
22
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Großhase in Schönwalde zu sehen und zu hören Entdeckt
In kirchlichen Gebäuden ist ragenden Charaktereigen- reits zwölf Jahren durch Bran- Ein bemerkenswertes Detail
es üblich, dass in ihnen kul- schaften verfügen oder nicht. denburgs Dorfkirchen. von meiner Urlaubsreise
turelle Höhepunkte angebo- Denn nur Menschen, die mit nach Bosnien und Kroatien: Bei
ten werden, die allen Men- einem extrem guten, fast ma- Lassen Sie sich diesen hin- einer durch mich begangenen
schen zugänglich sind, egal kellosen Charakter ausge- tergründigen Schwank um Geschwindigkeitsüberschreitung
ob sie sich den Eintritt leis- stattet sind, bekommen den den wundersamen Sieg der (von 14 km/h) ließ uns ein net-
ten können oder nicht. Am Mümmelmann normalerwei- Poesie über den nüchternen ter Po-
Ende der Veranstaltung wird se zu Gesicht und können Alltag in einer Inszenierung lizist
in der Regel um eine Kollek- über seine Anwesenheit be- von Elena Brückner nicht ent- ohne
te gebeten, die die Aufwen- richten. Selbst Kommunalpo- gehen und erleben Sie einmal Ab-
dungen der Aufführenden, litikern jeder Couleur, bei de- in Ihrem Leben einen spre- mah-
der Musiker, Lesenden oder nen ja nicht unbedingt vom chenden Zweimeterhasen nung
Schauspieler decken soll. Die- Vorhandensein derartiger und die Verwirrung, die die- die
se sehr soziale Verfahrenswei- Charaktereigenschaften aus- ser anzustiften in der Lage ist. Reise
se garantiert auch einem min- zugehen ist, da sie bei diesem fort-
derbemittelten Personenkreis Personenkreis eher kontrapro- Die Kollekte, um die nach set-
den Zugang zu Werken des duktiv zu sein pflegen, kön- dem Schlussapplaus gebeten zen,
kulturellen Erbes. Dass indes nen ihn an diesem Tag sehen wird, kommt der Theatertrup- nach-
die Ausrichter bei jeder die- und bewundern. Natürlich pe für ihre Aufwendungen dem er meine alte Fahrerlaub-
ser Veranstaltungen bangen, nur, falls ihnen ihr schmales und dem Förderverein Dorf- nis gesehen hatte. „Du kommen
ob die Kollekte die Aufwen- Zeitbudget einen Theaterbe- kirche Schönwalde e. V. zur aus DDR, guter Junge“ meint er
dungen auch deckt, steht auf such gestattet und sie kultur- weiteren Rekonstruktion der nur…
einem anderen Blatt. politische Neigungen haben. Kirche zugute.
Carsten Hanke,
Am Sonnabend, dem 12. Ok- An diesem Tag gastiert das Hanns-Eckard Sternberg Lambrechtshagen
tober 2013, um 18.30 Uhr, prä- Ensemble des Vereins Theater Förderverein Dorfkirche (aus RF Nr. 188)
sentiert Ihnen der Förderver- in der Kirche nun schon zum Schönwalde e. V.
ein Dorfkirche Schönwalde dritten Mal in Schönwaldes
e. V. einen Zweimeterhasen. Dorfkirche. In diesem Jahr
Wir garantieren Ihnen, dass wird das Stück „Mein Freund
Sie das Tier an diesem Tage Harvey“, der ausgezeichnete
in Schönwaldes Kirche zu Ge- Broadway-Erfolg der amerika-
sicht bekommen, aber nur an nischen Schriftstellerin Mary
diesem Tag und im Schönwal- McDonough Coyle Chase
der Gotteshaus, unabhängig (1907–1981), gespielt. Das
davon ob Sie über die nach- Ensemble von durchweg Pro-
folgend erwähnten heraus- fischauspielern tourt seit be-
23
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Sagen und Geschichten aus dem Barnim
Der Ja+nuar 1954 war kalt. Duwa, das Eis und die Lebensrettungsmedaille in die Krankenstube mit ei-
Ich war schon Leiter des nem Liter Lindenblütentee.
Kinderheimes in Wandlitz. gelaufen und eingebrochen. nicht nur nass, sondern auch
Etwa 60 Jungen und 20 Mäd- Es blieb nun keine Wahl, die verdammt kalt. Wir haben uns nicht erkäl-
chen wurden von rund 25 lange Leiter war angeschlos- tet. Ich hatte keine Diszip-
Mann Personal betreut. sen. Ich nahm Anlauf über Mittlerweile hatten sich linschwierigkeiten mehr mit
den Steg und mit einem Satz alle Kinder des Heimes am Schlittschuhfahren und auch
Es war ein Sonnabend und auf das Eis, dieses brach. Ich Ufer versammelt. Nass wie so. Bei den Kindern wurde
Abendbrotzeit um 17.30 Uhr. war etwa bis drei Meter an die Katzen standen Duwa die Rede für bare Münze ge-
Ich saß in unserem Zimmer, den Jungen herangekommen. und ich am Ufer. Da sagte halten. Ich war glaubwürdig.
mein Hund lag bei mir. Da Mit dem Oberkörper habe ich ich: “Es kann wieder einer
ging die Tür auf und ein habe ich dann die restlichen rauslaufen, einbrechen, den Die Regierung der Deut-
Heimkind stand im Rahmen Meter bis zu dem Jungen ein- hole ich wieder raus. Aber schen Demokratischen Re-
und sagte: „Duwa ist ins Eis gedrückt. Das Kind ergreifen, merkt Euch, den verjack ich publik hatte Anfang 1954
eingebrochen.“ Ich setzte durch die aufgebrochene Eis- hier am Ufer, dass er sich hin- die Rettungsmedaille gestif-
mich in Bewegung und sah – decke an das Packeis und über ten und vorne bemacht, und tet. Rückwirkend erhielt ich
mein Blick auf den See – der den Steg an das Ufer zurück. nun essen“. am 21. Oktober 1955 in ei-
Junge war tatsächlich über das Die Aktion dauerte etwa zehn ner Feierstunde beim Minis-
Packeis am Ufer etwa nach bis 15 Minuten. Ich möchte Mit Duwa bin ich in die ter des Innern Karl Maron
sieben bis acht Metern über heute sagen, das Wasser war Badestube, in Wannen mit die Medaille Nr. 118 verlie-
den hauseigenen Holzsteg heißem Wasser. Eine klei- hen.
auf den frischgefrorenen See ne Flasche am Hals bin ich
dann ins Bett und Duwa kam Rudolf Bügel
Nachgefragt
Im Heft 49 schrieb Edith gerlich-liberalen Elternhaus geboren. Erst 1991 wurde be- stellt, übrigens mit ausdrück-
Müller in einem Leserbrief über auf. Das Abitur erwarb sie in kannt, dass der Vater des Jun- licher Zustimmung durch den
ihre Erlebnisse in Wandlitz. Sie Berlin. Danach studierte sie gen Fritz Rau, ein kommunis- CDU-Bürgermeister.
erwähnte dabei auch den Auf- Chemie und Biologie. Schon tischer Funktionär in Stuttgart,
enthalt in der Jugendherberge früh schloss sie sich dem Sozia- war. Fritz Rau wurde 1933 im 2008 wurde in der Stuttgar-
„Lilo Hermann“. listischen Schülerbund an. Sie Zuchthaus Berlin-Moabit von ter Hölderlinstraße für sie ein
trat in den Kommunistischen den Nazis zu Tode geprügelt. Stolperstein verlegt.
Wer war diese Frau, deren Jugendverband Deutschlands
Namen die Jugendherberge in ein und arbeitete in der Ro- Am 7. Dezember 1935 wur- Seit 2012 gibt es in Stutt-
Wandlitz trug? ten Studentengruppe in Ber- de Lilo Hermann von der Po- gart-Heslach ein Kulturzen-
lin und Stuttgart mit. Seit lizei, der späteren Gestapo, trum „Linkes Zentrum Lilo
(Foto: Bundesarchiv) dem 1. November 1931 war verhaftet. Bis zu ihrer Hinrich- Hermann“.
Liselotte (Lilo) Hermann sie Mitglied der KPD. Zusam- tung am 20. Juni 1938 befand
men mit rund einhundert an- sie sich in Untersuchungs- In Wandlitz wurde das An-
wurde am 23. Juni 1909 gebo- deren Kommilitonen wurde haft. Trotz zahlreicher Protes- denken an die Widerstands-
ren. Sie wuchs in einem bür- sie 1933 wegen „kommunis- te auch aus dem Ausland wur- kämpferin Lilo Hermann im
tischer Betätigung“ von der de die junge Mutter im Alter Zuge der Wende getilgt.
Uni verwiesen. Sie nahm eine von 26 Jahren zum Fallbeil ge-
Stelle als Kindermädchen an führt. Es wäre interessant zu er-
und arbeitete dann als Sekretä- fahren, ob es dazu einen Be-
rin in Stuttgart. Während die- An die mutige Widerstands- schluss der damaligen Ge-
ser Zeit arbeitete sie aktiv im kämpferin erinnern zahlreiche meindevertretung gab oder
Untergrund gegen die faschis- Straßen mit ihrem Namen. In ob hier schlicht selbsternannte
tische Herrschaft. Unter ande- vielen Städten vor allem in „Bilderstürmer“ am Werk wa-
rem beschaffte sie Unterlagen Ostdeutschland findet man ren, die auch ihre Spuren an
aus Rüstungsbetrieben, die den Namen Lilo Hermann an der Erich-Weinert-Schule und
sie weiterleitete. Am 15. Mai verschiedenen Einrichtungen. der Karl-Schweitzer-Schule in
1934 wurde ihr Sohn Walter Basdorf hinterlassen haben.
1988 wurde in Stuttgart ein
Gedenkstein für sie aufge- Horst Schumann
(Quelle: Wikipedia)
24
Heidekraut Journal Oktober / November 2013
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Heidekraut Journal Oktober / November 2013
Veranstaltungstipps Impressum:
Samstag, 12. Oktober, 11:00 Uhr Freitag, 29. November, 19:00 Uhr Heidekraut Journal
Meeting im Rahmen der Film ab in Zühlsdorf: „Ziemlich beste
Sternwanderung „Hände weg vom Freunde“, mit Francois Cluzet und Zeitschrift für die Bürger aller Orte
Liepnitzwald“ am Hotel Jägerheim in Omar Sy, (Frankreich 2011) der Gemeinde Wandlitz
Ützdorf. Ort: Mehrzweckraum Dorfstraße 35
Es sprechen Dr. Michael Luthardt Filmclub Beitrag 3,00 Euro, erm. 0,50 Redaktion:
(MdL) und Dr. Jana Radant Euro
(Bürgermeisterin der Gemeinde Horst Schumann (verantwortlich)
Wandlitz) Samstag, 2. November, 16:00 Uhr Postfach 1104, 16342 Wandlitz
Für Essen und Trinken sorgt das Eröffnung einer Ausstellung von Tel.: 033397-277329, Fax: 033397-67301
Hotel Jägerheim Frau Fabig mit den Montagsmalern aus E-Mail: [email protected]
(Siehe Seite 19) Bernau in Zühlsdorf Internet: www.heidekrautjournal.de
Ort: Mehrzweckraum Dorfstraße 35
Es gilt die Preisliste für Anzeigen vom 01.06.2013
Samstag, 12. Oktober, 18:30 Uhr Freitag, 29. November, 19:00 Uhr
Der Förderverein Dorfkirche "Märchen, die der Wind herträgt" mit Namentlich gezeichnete Beiträge müssen nicht
Schönwalde e.V. präsentiert einen Karin Elias im Schloss Lanke mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
Zweimeterhasen. Karten gibt es in Bernau an der
(Siehe Seite 23) Theaterkasse oder unter: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und
[email protected] oder Fotos wird keine Haftung übernommen. Die
Freitag, 18. Oktober, 19:00 Uhr 03337 430 8942 Redaktion behält sich Kürzungen vor.
"Unverhoffter Ausgang ein Lyrik- Mittwoch, 4. Dezember, 20:00 Uhr Auflage: 10.000 Exempare
LöwenMovie: „Wie im Himmel“,
Abend" mit Frau Dr. Thurm im Schloss (Siehe Seite 22) Herstellung:
Ort: Kulturzentrum „Goldener
Lanke Löwe“, Breitscheidstraße, Wandlitz Barnimer Bürgerverlag UG (haftungsbeschränkt)
Eintritt 4 Euro Wolfgang Kirschner
Karten gibt es in Bernau an der Tel.: 033397-277329
Theaterkasse oder unter: Vertrieb:
[email protected] oder Das Heidekraut Journal wird kostenlos an die
Haushalte in den Orten der Gemeinde Wandlitz
03337 430 8942. verteilt.
Sonntag, 20. bis Sonntag 27. Oktober, Sonntag, 8. Dezember, 16:00 Uhr Weitere Auslegestellen:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr Kleine Adventsmusik der Kantorei Basdorf:
Wandlitz in der Kirche in Zerpenschleuse Schlestein-Blumen, Bahnhofstr. 10 a
Fotoausstellung von Petra Löfflad und Eintritt frei, um eine Spende wird Klosterfelde:
Saskia Lackner im Atelier LöwenART, gebeten Sonnenblume, Hauptstr. 60
Spolert, Zeitung, Bahnhofstr. 35
Thälmannstraße 86
Eintritt frei Lanke:
Restaurant Bellevue, Lanker Dorfstr. 17
Freitag, 25. Oktober, 19:00 Uhr Alle Tage ist Diensttag,
Film ab in Zühlsdorf: „Es geschah am außer Sonntag – da ist Freitag. Prenden:
helllichten Tag“, mit Heinz Rühmann TRIAS, Frau Faust, Prendener Dorfstr. 16
(Deutschland 1958) (aufgeschnappt)
Ort: Mehrzweckraum Dorfstraße 35 Schönwalde:
Filmclub Beitrag 3,00 Euro, erm. 0,50 Lotto-Annahmestelle, Hauptstr. 37
Euro
Wandlitz:
Noch bis 26. Oktober Gott ist das einzige Wesen, HFD (Propan-Schubert), Prenzlauer
Vernissage von Saskia Lackner, junge das zum Regieren nicht ein- Chaussee 8 A
Künstlerin aus Klosterfelde, in Zühlsdorf Lotto-Paper-Shop am Lidl-Markt, Bernauer
Ort: Mehrzweckraum Dorfstraße 35 mal existieren muss. Chaussee 78
(Charles Baudelaire) Touristeninformation Bhf. Wandlitzsee
Reisebüro Rostin, Karl-Liebknecht-Str. l
Mittwoch, 6. November, 20:00 Uhr Essen und Trinken Post-Agentur, Prenzlauer Chaussee 183
LöwenMovie: „Free Rainer – dein sind die drei schönsten Dinge
Fernseher lügt!“ mit Moritz Bleibtreu Zerpenschleuse:
(Siehe Seite 22) des Lebens Floristikfachgeschäft, Berliner Str. 9
Ort: Kulturzentrum „Goldener Löwe“, (Willy Millowitsch).
Breitscheidstraße, Wandlitz Die nächste Ausgabe
Eintritt 4 Euro erscheint am 07.12.2013
Redaktions- und
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15. November 2013
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