HERZENSANGELEGENHEIT SEITE 8
Slow Food - Slow Mobil®
Liebe Toskana Genuss-Franktion,
vor Ihnen liegt die erste Ausgabe der „La Gazzetta Toscana – die Toskana Zeitung“. Als wir uns vor knapp 10 Jahren zusammen getan haben, dachte noch niemand daran, dass wir so zusammen- wachsen würden.
AUSGABE 01/2016
Luxus im Wandel
Vorbei die Zeit von Gourmet, Schie-Schie und Schaa- Scha. Feinkost und Spezialitäten sind Schlagwör- ter geworden, mit der selbst sich der um die Ecke befindende Döner-Kebab Laden um Kunden wirbt. Nichts gegen einen guten Döner, etwas sehr lecke- res. Aber Feinkost bringen wir damit ganz sicher nicht in Verbindung. Es scheint ein Wandel einge- treten zu sein. Im Zeitalter von Glaubwürdigkeit, bei der sich ein jeder von großen Werbe-Foto-Motiven leiten lässt, vermeidliche Luxus-Lebensmittel doch selbst in großen Massen zu Ostern und Weihnachten bei diversen Discountern zu Schnapper-Preisen zu bekommen sind.
Trotzdem, die Mode, luxuriöse Auto-, Schmuck und Uhrenmarken und der Gedanke sich auch mal wieder etwas Gutes in Sachen Food gönnen zu wollen, blei- ben vorhanden. In Ruhe etwas gutes Essen. Vielleicht mit Freuden oder nur mit dem Partner. Es sich in der Familie in aller Gemütlichkeit oder einfach alleine richtig schön machen.
Mit etwas Abstand und genauem Hinsehen erkennt man, dass sich hier gerade viel verändert. Und ir- gendwie weiß man es ja, dass das Leben eines Huhns nicht 99 Cent wert sein kann. Und wäre es nicht mal ein Gedanke wert, bewusster einzukaufen, vielleicht gemeinsam zu kochen und vor allem bewusster zu essen und zu trinken? Kurz Inne zu halten und zu überlegen, was sich da auf dem Tisch und Teller be- findet? Lebensmittel – Mittel zum Leben mit Respekt und Wertschätzung. Andreas Wehner
Das Consorzio Toscano D’Avitani unterstützt und fördert die Slow Food-Bewegung in Itali- en und Deutschland. Außerdem unterstützen wir seit vielen Jahren schon ein Unterprojekt von Slow Food Deutschland – Das Slow Mobil®
Slow Mobil ist aus einem Bauwagen entstanden. Es ist eine rollende Küche, die zu Kindergärten, Hor- ten und Grundschulen kommt und Kindern den Spaß am gemeinsamen Kochen und Essen zeigt. Spielerisch die kleinen Knirpse an
einen natürlichen Geschmack heran- führen. Das liegt uns am Herzen.
Schon Mitglied?
Unter www.slow-food.de finden Sie viele wissenswerte Informationen.
So sind wir, neben der Stadt München zum größten und wichtigsten Hauptsponsor geworden. Wir fin- den, dass wir im Zeitalter von Compliance Regeln, den Kindern und Ihnen so das schönste Geschenk machen können.
Consorzio Toscano D’Avitani
Viele Menschen fragen uns, wo man in der Toska- na am besten isst, schläft oder tolle Erlebnisse hat. Wieso Pecorino nach einer gewissen Zeit Schim- mel ansetzt und warum dieser nicht schlimm sein soll. Gerade das Thema Warenkunde verbunden mit Rezept-Ideen finden wir äußerst spannend. Darum haben wir uns entschlossen unregelmäßig diese Mini-Toskana-Zeitung raus zu bringen. Viel Freude damit und gutes Genießen.
Bitte sehen Sie auch interessante Film- und Hintergrundbeitrage auf unser Homepage: www.consorzio-toscano.com
Ein Genuss für Genießer
Wir unterstützen
2016
... weil unser Engagement über den Tellerrand hinausgeht.
Firenze vs. Siena – Siena gegen Florenz
die Quote möglicher Soldaten. Auf jeden Fall überredeten sie uns zu einem Waffenstillstand und zu Friedensgesprächen. Da es immer nur um Macht und Grenzen ging, wurde verein- bart, dass sich ein Reiter ganz früh morgens beim Hahnen- schrei auf den Weg macht und in Richtung der anderen Stadt
hungert, dass er seine schwarzen Feder verlieren würde. Es stamm- te aus einer ganz anderen Rasse, als die Hühner bei uns. Bei uns in Siena war der Hahn weiß. Ganz normal weiß. Und er hatte bis dato ein ganz gutes Leben. Hühner fürs Glück und reichlich Futter.
Auf jedem Fall krähte dieser blö- de schwarze Hahn schon mitten in der Nacht. Stunden bevor es überhaupt hell wurde. Und der Fiorentinische Reiter galoppier- te los. Und so ist es dann gewe- sen. Die Grenze ist auch heute noch viel, viel näher an Siena,
SEITE 2
Die Fiorentina waren eh immer so etwas von hinterlistig!
Die alte Geschichte hätte mir doch zu denken geben müssen. Also das war so. Florenz war früher schon größer als mein geliebtes Siena. Im 14. Jahrhundert waren da 100.000 Einwohner. Und das schlimmste daran: ein Viertel konnte bewaffnet
Siena: Piazza del Campo
in den Krieg ziehen. Und das taten die auch permanent. Permanent! In den vielen Jahren. Gegen Pisa, Montepulcano... Einfach gegen alle. Und am liebsten gegen Siena. Wir waren das Hauptfeindbild. Ge- gen uns ging es eigentlich immer und immer wieder.
Irgendwann hatten alle Beteilig- ten keine Lust mehr dazu, per- manent die Lanze, das Schwert gegen andere zu richten. Wahr- scheinlich bröckelte in Florenz
SEITE 3
Nachdenkliches von Michael Pollan
Du kannst die Welt mit jedem Bissen verändern. Du kannst dreimal täglich abstimmen. Kauf‘ Produkte von Firmen, die Arbeiter, Tiere und die Umwelt mit Respekt behandeln. Wähle Lebensmittel, die Saison haben. Kauf‘ biologische Lebensmittel. Erkundige Dich nach Herkunft und Zutaten. Lies das Klein- gedruckte auf den Etiketten. Kauf‘ Nahrungsmittel aus der Umgebung. Kauf‘ auf Märkten. Leg‘ einen Garten an, sei er auch noch so klein. Koch‘ mit Deiner Familie und esst zu- sammen. Setz‘ Dich an Deiner Schule für gesundes Essen ein. Erkundige Dich bei Politikern nach den Sicherheitsstandards für Lebensmittel.
Wenn Du betest, bitte um Speisen, die uns und den Planeten gesund erhalten. Du kannst die Welt verändern. Jeder Biss hat Folgen.
(Michael Pollan)
Die Geschichte mit dem schwar- zen Hahn.
Von einer alten Freundin aus Siena, die einen Fiorentina (Mann aus Florenz) heiratete und auch heute noch ihre Proble- me damit hat....
Vor langer, langer Zeit hat es sich zugetragen und jetzt wünschte ich, dass ich in dem Fach Geschichte besser aufgepasst hätte. Doch nun habe ich den Salat, wie man so schön sagt.
„Die Fiorentina waren eh immer ein falsches und hinterlistiges Volk. Und ja, mein Ehemann ist ein Mann aus Florenz. Aus dieser zugegeben wirk- lich schönen Stadt, die fast so schön wie meine Heimatstadt Siena, aber nur fast. Denn an Siena kommt Florenz natürlich nicht herran. Überhaupt nicht. Im direkten Ver- gleich ist die Stadt eher hässlich, aber nicht ganz so schrecklich, wie andere Städte. Und früher fand ich es irgendwie auch ganz schön...“
„Mein Mann heißt Massimo. So wie jeder zweite Mann/Junge in ganz Italien Massimo heißt. Es sind na- türlich alles die erstgeborenen Jun- gen die so heißen. Massimo bedeu- tet gleichsam das Maximum. Das Höchste. Und so fühlen sich diese Männer dann später auch.
Ich dachte, es war bei uns anders. Aber nein, mein Massimo wohnte bis zu unserer Hochzeit noch bei seiner Mama zu Hause. Und ich frage Sie? Welcher Mann wohnt noch mit 26 Jahren daheim bei Mama? Der kriegt doch eine Macke, oder nicht?
So renne ich ihm heute noch hin- terher. Koche, putze, laufe...bügel seine Hemden, damit er strahlend in sein Büro nach Florenz fahren kann. Und überhaupt, warum hat er sein Büro in Florenz? Er könn- te doch problemlos eines bei uns bekommen... Oh, diese Fiorentina. Warum habe ich nicht aufgepasst?
Florenz: Ponte Vecia
reitet. Also ein R R
t t
- -
e e
i i
t t
e e
r r
v v
o o
n n
n n
a a
t t
j j
l l
s s
i i
r r
g g
e e
n n
d d
w w
o o
m
mittig, wie es hät-
Florenz in Rich h
u u
g g
e e
s s
e e
i
in müssen. Und
Siena und umge e
kehrt. Und da wo die beiden sich treffen; da sollte die Grenze sein.
e e
ser schwarze Hahn s
(gallo nero) auf jeder Chianti Fla- sche des Chianti
t
tzt? Da klebt die-
Und nie mehr Krieg.
Hinterlistig, wie die Fiorentina nun mal sind, gaben sie ihren Hahn Tage zuvor schon nichts mehr zu essen. Der arme Kerl war so ausge-
Classico. rC
,
mann lebe ich schon über 40 Jahre
zusammen. Und vielleicht wird es jetzt Zeit, ihm mal neue Grenzen zu setzen...“
A
A
nd mit meinem Ehe-
c
ch
h,
u
un
GENUSS FÜR GENIESSER SEITE 4
Mein bestes Olivenöl
Mein Olio Cru „Bella Vista“ Extra duftendes Olivenöl der Sorten: 40 % Moraiolo (inten- siv, körperreich), 40 % Frantoi- ano (grün, grasig und duftend nach Artischocken und Nüssen) 10% Lecino (leicht, sehr ge- schmeidig), 5 % Pendolin(de- likat) und 5% Olivastra (fett, voll, würzig, leicht süßlich).
Es riecht wie eine frisch gemähte grüne Sommerwiese und zarten Artischocken sowie einem Hauch Citrus. Ausschließlich von Hand geerntet und selektiert. Probieren Sie den Unterschied. Sie werden überrascht sein. Die- ses Öl eignet sich hervorragend für die nachträgliche Verwen- dung bei gegrilltem oder gedüns- teten Fisch und Meeresfrüchte.
Tipp: echtes Olivenöl kalt über Salate und gekochte Speisen geben. Nur so sind die posi- tiven Eigenschaften und der Geschmack einzigartig.
Olio Cru
Das Consorzio Olio Cru zeich- net sich wie in den vergangenen Jahren durch eine schöne fri- sche Geruchsnote nach Gräsern und Artischocke aus und ist ein wahrer „Allrounder“ und veredelt wirklich jedes Gericht. Die selek- tierten Oliven stammen Von mei- nem Nachbarn Alessandro Nicolini, der mit seinen 75 Jahren immer noch wie eine Katze auf die Oliven- bäume klettert. Seine Erfahrung und die teils über 800 Jahre alten Bäume garantieren stets einen aus- sergewöhnlich guten Geschmack.
SEITE 5
Olio di Oliva Podere Chiusone
Ein sehr schönes, natürliches Oli- venöl aus einer kleinen Handpro- duktion aus unserem Bauernhaus (Podere Chiusone), dem Casa Consorzio, unterhalb des Monte Amiata. Leicht süßlich im Ge- schmack, ein toller Begleiter für ein Orig. Bruschetta pomodoro.
Oberhalb des berühmten Val d‘Orcia Tals, im UNSESCO Weltkulturerbes liegt unter- halb des Dorfes von Campig- lia d’Orcia, mit weitem Blick auf Pienza und den hohen Bergen des Apennin, auf ca. 500 m Meereshöhe mein Lieblings-Olivenhain. Die Ern- te für dieses Olivenöl erfolgt im Oktober und nur von Hand.
Ein wirklich gutes Olivenöl ist wie guter Wein. Jedes Jahr anders. Gern
möchte ich
berichten und
vielleicht auch
ein klein we-
nig Aufklärung
leisten, welche Unterschiede
es gibt und das
es sich wirklich lohnt, mehr Geld dafür auszugeben. Ein gutes Beispiel ist der Jahrgang 2015. Obwohl die Bäume vol-
ler perfekter Oliven hingen, konnte ich beim schonenden pressen (unter 23 Grad C°) aus 100 Kg Oliven, lediglich knapp 13,5 Liter Olivenöl extra ver- gine gewinnen. Normalerwei- se liegt der Ertrag zwischen 16 und 20 Liter. Bedenkt man, dass ein fleißiger Pflücker ca. 60 - 80 Kg Oliven an einem gan- zen Tag erntet, wird klar, was ein gutes Olivenöl kosten kann bzw. eigentlich kosten muss. Von den Rückenschmerzen, mit
denen man dann abends ins Bett fällt, mal ganz ab- gesehen...
Ich spreche nun von ech- ten Olivenöl.
Nicht das, was die meisten Verbraucher als Olivenöl ken- nen. Letzteres ist ein Öl, dass von Oliven gemacht wurde, die
bereits vom Baum gefallen sind und nur mittels einer „Wun- der-Raffinerie“ und vielen Mi- schungen farblich irgendwie am Ende eines geheimen, per- manent in Skandale verwickel- ten Prozedere den Anschein hat, als es würde es sich um echtes Olivenöl handeln.
Wie auch beim Wein; es gibt ja bekanntlich nur guten Wein, gibt es auch nur gutes Olivenöl. Und am Ende ist das gut, was schmeckt und begeistert.
B
E
B
S
L
E
S
ST
TE
E
S
OLIVEN Ö
ÖL
–
UNSER TIPP
P
Limitierte, handbemalte Sonderedition.
SEITE 6
Lachsfilet mit echtem Olivenöl
Zutaten für 2 Personen
Ø Lachsfilet ca. 400 g
Ø Olivenöl (Consorzio Toscano D‘Avitani) Ø Salz, Pfeffer
Ø Frischer Zitronensaft
Den Fisch auf der Hautseite mit nur sehr, sehr we-
nig Olivenöl in einer beschichteten Pfanne bei mitt-
lerer Hitze anbraten. Nach einer Minute die obere
Seite salzen und pfeffern und das Filet wenden.
Nun die Haut vom Filet lösen. Das geht jetzt ganz
wunderbar. Das graue Rückenfett des Fisches mit
einem Messer vorsichtig abschaben. Ein Küchentuch hilft dabei sehr gut. Salzen, wenden und nun kräftig von dieser Filetseite anbraten bis der Fisch mit schönen Röstaromen aber innen noch leicht glasig ist.
Auf einem vorgewärmten Teller anrichten. Mit reichlich Olivenöl und Zitronensaft beträufeln. Ggf. etwas nach- salzen. Ciabatta und ein frischer Weißwein sind ein obligatorisches „must have“ So wäre es eine herrliche Vorspeise – Als Hauptgericht mit Kartoffeln und frischen Butter-Möhrchen und/oder Blattspinat, mit Knoblauch und Weißwein eine wunderbare Variante.
Ein Genuss für Genießer!
Viel Spaß beim Kochen und Essen.
P.S. ...die Geschmacks-Explosion entsteht nur mit „echten Olivenöl“ und ist ein Luxus für den Gaumen.
SEITE 7
Lust auf Urlaub in der Toscana?
Podere Chiusone / Unser Ferienhaus Casa Consorzio
Verbringen Sie unvergessliche Ferien in unserem Bauernhaus, der Podere Chiusone in der südlichen Toskana. In Mitten eines großen Olivenhains. In Mitten der Natur.
Das ehemalige Bauernhaus wurde von uns im Jahr 2012 zu einem wohnlichen Ferienhaus ausgebaut. Jetzt finden bis zu 6 Personen in 2 Schlafzimmern Platz. In der aus Naturholz ge- haltenen Küche, die von einem toskanischen Tischler maßge- schreinert wurde, finden Sie eine Auswahl toller Produkte unseres Consorzio. Diese sind in der jeweiligen Wochenpau- schale inkl. Lebensgefühl Tos- kana für Sie mit dabei. Genie- ßen Sie das Grillen im Garten und ein Bad im kleinen, haus- eigenen Pool. Eines ist garan- tiert: Pures Lebensgefühl Tos- kana inbegriffen.
Die Stille und die Panoramaaus- sicht inspirieren Sie ganz sicher zur inneren Ruhe, Ausgeglichen- heit und kreativem Kochen. Zäh- len Sie Zypressen statt Schafe und erholen Sie sich vom Alltag.
www.casa-consorzio.com
Bis zu 6 Personen, ca. 45 Min. bis zum Meer Kleiner Pool mit Panoramaaussicht, Grillstelle Produkt-Paket aus unserem Consorzio D’Avitani
Consorzio Toscano D‘Avitani im Film:
Unsere Liebe zur Natur
Herstellung unserer Produkte
Reisetipps, Rezepte und vieles mehr unter:
www.consorzio-toscano.com
Info-Film auf unserer Homepage