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Published by Christopher Heitzinger, 2019-09-09 13:32:23

Feuerwehrzeitung 2019-6 Druckfreigabe

Feuerwehrzeitung 2019-6 Druckfreigabe

1889-2019

ENZENKIRCHEN EINST (1910)

ENZENKIRCHEN HEUTE

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www.feuerwehr-enzenkirchen.at

LANDESHAUPTMANN

MAG. THOMAS STELZER

Aufrichtigen Dank für den unermüdlichen Einsatz! Diese Festschrift bietet mir eine willkommene Gele-
genheit, der Freiwilligen Feuerwehr Enzenkirchen für
Wenn eine Feuerwehr ihr 130-Jahr-Be- ihren unermüdlichen Einsatz aufrichtig zu danken.
standsjubiläum feiert, so verdeutlicht Mein Dank richtet sich auch an die Familienange-
das die hohe, dauerhafte und verläss- hörigen, die viel Verständnis für die Einsätze und
liche Einsatzbereitschaft der Mannschaft. Denn in Übungen aufbringen.
ihren Reihen stehen Menschen, die jederzeit bereit
sind, ihr eigenes Leben und ihre Gesundheit für das Ich gratuliere herzlich zum stolzen Jubiläum und
Allgemeinwohl aufs Spiel zu setzen. Durch ihren Mut, wünsche Ihnen allen viel Kraft für die Herausforde-
ihre Einsatzbereitschaft und ihr Verantwortungsbe- rungen der Zukunft, stets unfallfreie Einsätze und
wusstsein erbringen die Kameraden einen unbezahl- eine tolles Festwochenende! – Denn wer viel leistet,
baren Dienst für die Gemeinschaft. hat auch einen Grund zu feiern.
Im vergangenen Jahr wurden in unserem Bundesland
bei 62.434 Einsätzen 2.995 Menschenleben gerettet. Mag. Thomas Stelzer

Oberösterreich verfügt seit jeher über eine große Landeshauptmann
und engagierte Kultur des Ehrenamtes. Das ist es
auch, was speziell den ländlichen Raum so positiv
und vorbildlich prägt: das selbstlose Engagement der
Menschen, für die das Miteinander ein Lebensprin-
zip ist.

Die Feuerwehren sind aber auch ein unverzichtbarer
Bestandteil des öffentlichen Lebens und fest ver-
ankert in der Gemeinschaft ihrer Heimatgemeinden.
Und dass man sich in unserem Bundesland über den
Feuerwehrnachwuchs keine Sorgen machen muss,
ist ein Verdienst der engagierten Nachwuchsarbeit,
die eine besondere Anerkennung verdient.

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BEZIRKSHAUPTMANN

DR. RUDOLF GREINER

Die Freiwillige Feuerwehr Enzenkirchen feiert unermüdliches Engagement und die Einsatzbereit-
heuer ihr 130-jähriges Bestandsjubiläum. schaft für die Bevölkerung in den unterschiedlichsten
Unter dem Motto der Freiwilligen Feuer- Gefahrensituationen.
wehren „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“
arbeiten die Kameradinnen und Kameraden der FF Als Bezirkshauptmann darf ich der Freiwilligen
Enzenkirchen sehr viele Stunden im Dienste der All- Feuerwehr ganz herzlich zum 130 Jahr Jubiläum
gemeinheit. gratulieren und wünsche den Kameradinnen und Ka-
meraden viel Glück und Erfolg bei allen zukünftigen
Regelmäßige Übungen, Einsätze und auch intensive Bewerben und Einsätzen.
Nachwuchsarbeit sind hier besonders zu erwähnen.
Der Bezirkshauptmann:
Dem Kommando und allen Mitgliedern der Frei-
willigen Feuerwehr Enzenkirchen danke ich von Dr. Rudolf Greiner
Seiten der Bezirkshauptmannschaft Schärding für ihr

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BÜRGERMEISTER

FRANZ HOCHEGGER

Als Bürgermeister der Gemeinde Enzenkirchen Dank und Anerkennung gebührt zusätzlich für die oft
möchte ich sehr herzlich zum 130-jährigen zu wenig beachtete Routinearbeit und die dabei er-
Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr brachten Leistungen in vielen Stunden der Freizeit -
Enzenkirchen gratulieren. Es freut mich sehr, dass an alle, die zusätzlich viele Stunden für die Aufrecht-
aus diesem Anlass der Abschnitts-Feuerwehrleis- erhaltung der Schlagkraft der Feuerwehr leisten.
tungsbewerb in Enzenkirchen ausgerichtet wird.
Als Bürgermeister freut es mich, dass wir im Jubilä-
Die Freiwilligen Feuerwehren nehmen in den Ge- umsjahr eine moderne gut ausgerüstete Feuerwehr
meinden einen unverzichtbaren Platz ein. Viele mit einem engagierten Kommando haben. Ich danke
Menschen stellen sich mit hohem Idealismus in den den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für
Dienst dieser so wichtigen Institution. Wir können ihren unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft,
stolz und glücklich sein, dass die vielfältigen Auf- rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung
gaben der Freiwilligen Feuerwehr zum Schutz und von Enzenkirchen da zu sein.
zur Hilfe der Bevölkerung von einer großen Zahl an
ehrenamtlich engagierten Menschen aufrechterhal-
ten werden.
Franz Hochegger
Der Abschnitts-Feuerwehrleistungsbewerb ist ein
würdiger und geeigneter Zeitpunkt, die großen und
vielfältigen Leistungen der Feuerwehr anzuerkennen Bürgermeister
und zu würdigen.

Ich danke ganz besonders dem Kommando, den akti-
ven Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, den
Mitgliedern der Reserve und der Jugend der Freiwil-
ligen Feuerwehr Enzenkirchen.

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LANDESFEUERWEHRKOMMANDANT



LBD DR. WOLFGANG KRONSTEINER

Unter dem Motto „Stets einsatzbereit, 365 Ich danke dem Kommando unter Hauptbrandinspek-
Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag“. Dieser tor Markus Essl, den Vorgängern in diesen Führungs-
Leitsatz prägt unsere Feuerwehren in Ober- positionen, sowie allen Mitgliedern Eurer Feuerwehr,
österreich seit ihrer Gründerzeit. Kaum eine Insti- die sich freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit
tution verfügt in unserem Land über eine so lange für die Sicherheit zum Wohle der Bevölkerung der
Tradition und Verankerung in der Gesellschaft wie Gemeinde Enzenkirchen einsetzen.
unsere Feuerwehr. Zum einen, weil sie so eng mit
dem Leben der Menschen und dem Schicksal ihres Ein besonderer Dank gilt Euren Familien, die den
Heimatortes verbunden ist. Zum anderen, weil sie Feuerwehrgedanken zu 100% mittragen und Euch
unverzichtbare und selbstlose Tätigkeiten zum Wohl damit den notwendigen Rückhalthalt geben.
der Menschen leistet.
Herzliche Gratulation zu diesem besonderen Jubilä-
Seit nunmehr 130 Jahren ist das bei der Freiwilligen um!
Feuerwehr Enzenkirchen der Fall. In diesen dreizehn
Jahrzehnten hat sich das Aufgabenspektrum einer Euer
Feuerwehr bezüglich Schwierigkeit, Gefährlichkeit
und vor allem Umfang der benötigten Hilfeleistun- Landes-Feuerwehrkommandant
gen wesentlich erhöht. Die ständig wachsenden Auf-
gaben erfordern von den Mitgliedern permanente LBD Dr. Wolfgang Kronsteiner
Aus- und Weiterbildungen in verschiedenen Fachbe-
reichen innerhalb unserer Einsatzorganisation.

Hohes Ausbildungsniveau und zeitgemäße Fahrzeuge
und Gerätschaften sind zusammen mit der inneren
Bindung – unserer Kameradschaft – die Garantie für
effektive Hilfe im Notfall. Die Schlagkraft einer Feuer-
wehr besteht aus mehreren Komponenten – eine
davon ist die engagierte und intensive Jugendarbeit.
Sie wird bei Euch seit 1980 kontinuierlich praktiziert
und garantiert damit die künftige positive und nach-
haltige Entwicklung der FF Enzenkirchen.

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BEZIRKSFEUERWEHRKOMMANDANT

OBR ALFRED DESCHBERGER

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr En- Ein wichtiger Punkt in der heutigen Zeit ist vor allem
zenkirchen feiern heute ein stolzes Jubiläum. auch die Nachwuchsarbeit in den Feuerwehren. Ge-
Mit der Feier des 130-jährigen Bestehens be- rade die Freiwillige Feuerwehr Enzenkirchen gibt ein
gehen die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr dieses sehr gutes Beispiel, neue Einsatzkräfte zu gewinnen
Jahr ein besonderes Jubiläum. Es erfüllt berechtigter und so den Fortbestand der Feuerwehr zu sichern.
Weise mit Stolz, auf 130 Jahre allgemeinen und un-
eigennützigen Dienst am Nächsten zurückblicken zu Ein herzliches DANKE dafür.
können.
Ich wünsche den Mitgliedern der Freiweilligen Feu-
Im Laufe dieses Jahrhunderts hat sich vieles verän- erwehr Enzenkirchen sowie deren Angehörigen alles
dert. Die Zeit wurde bedeutend schnelllebiger und Gute für die Zukunft und erbitte auch für weiterhin
der Wohlstand stieg an. Diese Entwicklung brachte euren Einsatz und Hilfsbereitschaft.
für die Feuerwehr ein breites Aufgabenspektrum
mit sich. Waren bei der Gründung vor allem Brände Euer Bezirks-Feuerwehrkommandant
zu bekämpfen, so sind es heute die sog. „Techni-
schen Hilfeleistungen“, die die Feuerwehrmitglieder Alfred Deschberger, OBR
fordern. Sturmschäden, Überschwemmungen und
Hochwässer, Pumparbeiten, Wasserversorgung und
Hilfeleistungen in Katastrophenfällen und Verkehrs-
unfällen stehen heute im Vordergrund des Feuer-
wehralltages.

Diese Aufgaben fordern Speziallisten. Einer allein
kann heute nicht mehr alles können. Um allen An-
forderungen gerecht zu werden, bedarf es intensi-
ver Schulungen an Fahrzeugen und Geräten. Hier
gebührt allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr
Enzenkirchen mein herzlicher Dank für diese Opfer-
bereitschaft.

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ABSCHNITTSFEUERWEHRKOMMANDANT

BR NORBERT HAIDINGER

Hundertdreißig Jahre Dienst dem Nächsten! So darf ich den Kameraden der Feuerwehr Enzen-
Mit dem Gedanken, Menschen zu helfen, kirchen für ihre Mühen und den persönlichen Einsatz
Hab und Gut zu retten, wurde vor 130 Jahren meine hohe Anerkennung aussprechen. Ebenso
in Enzenkirchen die Gründung einer Feuerwehr als danken muss man dem Kommando unter Komman-
notwendig angesehen. Dies war sicher eine richtige dant HBI Markus Essl für das weitsichtige Denken.
Entscheidung. Jetzt, 130 Jahre später, kann die Be- So hat die Feuerwehr Enzenkirchen seit Jahren eine
völkerung der Gemeinde Enzenkirchen mit aufrich- hervorragende Mannschaft und auch eine sehr gut
tigem Stolz auf die Feuerwehr blicken. Die aktiven funktionierende Jugendarbeit wird geleistet. Dies
Feuerwehrfrauen und -männer sind mit Begeiste- sind Garanten für die nächsten Generationen, und
rung und vollem Engagement bereit, ihren Mitbür- somit braucht sich die Bevölkerung in Enzenkirchen
gern in jeder erdenklichen Notsituation beizustehen. für ihre Sicherheit keine Sorgen machen.
Unsere Feuerwehrfrauen und -männer mit ihrem
Idealismus und Opfermut werden auch weiterhin Somit gratuliere ich der Feuerwehr Enzenkirchen
stets mit voller Tatkraft bereit sein, jederzeit ihren zum 130-jährigen Bestandsjubiläum und für die Zu-
Mitmenschen zur Verfügung zu stehen. kunft wünsche ich gute kameradschaftliche Stärke
als eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche
Der Branddienst steht heutzutage oft im Hinter- Einsätze.
grund, maßgeblich sind die vielen technischen Hilfe-
leistungen, insbesondere bei den vielen Naturereig- BR Norbert Haidinger
nissen und vieles mehr. Aktiv sein heißt, 365 Tage
im Jahr, 24 Stunden am Tag, ob bei Sonnenschein Abschnittsfeuerwehrkommandant
oder bei widrigsten Wetterverhältnissen, ob Sonntag
oder Feiertag, einsatzbereit sein, und solche Frauen
und Männer gibt es zweifelsohne bei der Feuerwehr
Enzenkrichen.

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KOMMANDANT

HBI MARKUS ESSL

Die Feier des 130-jährigen Bestandsjubiläums Mein besonderer Dank gebührt auch unseren Fami-
der Freiwilligen Feuerwehr Enzenkirchen ist lien und Angehörigen, die uns immer bei Veranstal-
für mich als Kommandant ein wichtiges An- tungen tatkräftig unterstützen.
liegen jener Männer zu gedenken, die im Jahre 1889
die Notwendigkeit einer organisierten Katastrophen- Natürlich gilt mein Dank auch der Gemeindevertre-
bekämpfung erkannt und diese kameradschaftliche tung, den Geschäftsleuten sowie der Bevölkerung
Organisation gegründet haben. Generationen von von Enzenkirchen und Umgebung für ihr Verständ-
Feuerwehrleuten haben seither bei unzähligen Ein- nis und ihre finanzielle Unterstützung sowie das
sätzen ihren Mut und ihre Opferbereitschaft unter Vertrauen und die Sympathie, die sie uns entgegen-
Beweis gestellt. Möge diese idealistische Einstellung bringen.
auch in Zukunft in unserer Wehr zum Wohle unserer
Bevölkerung weiterleben. Mein Dank gilt aber auch dem Bezirks- und Ab-
schnitts -feuerwehrkommando, allen umliegenden
Es ist mir eine besondere Ehre, einer bestens aus- Feuerwehren, der Polizei und den befreundeten
gebildeten und ausgerüsteten und jederzeit einsatz- Blaulichtorganisationen für die stets gute Zusam-
bereiten Feuerwehr als Kommandant vorzustehen. menarbeit.

Ich möchte auch meinen Vorgängern gratulieren Helfen Sie uns, dass wir auch in der Zukunft getreu
und danken für ihre vorausschauenden Planungen unserem Leitspruch „Gott zur Ehr’ – dem Nächs-
bei der Errichtung unseres Feuerwehrhauses und ten zur Wehr“ weiterhin für Ihre Sicherheit sorgen
des Fuhrparks. Sie haben in großer Verantwortung können.
dafür gesorgt, dass wir immer eine bestausgerüstete
Feuerwehr waren und sind. Ihr Pflichtbereichskommandant

Ich möchte allen Kameraden und Kameradinnen HBI Essl Markus
dafür danken, dass sie viele Stunden ihrer Freizeit in Kommandant FF Enzenkirchen
den Dienst der Feuerwehr stellen und sich intensiven
Weiterbildungen und Schulungen unterziehen. Ohne
bestens geschulte Feuerwehrfrauen und Männer
hilft das teuerste Einsatzgerät und das modernste
Fahrzeug nichts.

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TOTENGEDENKEN

WIR GEDENKEN
In Dankbarkeit und Ehrfurcht gedenken
wir aller unserer Feuerwehrkameraden,
Ehrenmitglieder, Freunde und Gönner,
die uns in die Ewigkeit vorangegangen
sind.

Herr, unser Gott,
wir bitten dich für den Dienst unserer Feuerwehrleute.

Bewahre sie bei ihren Übungen und Einsätzen
und segne ihre Gemeinschaft.

Mache auch weiter Menschen bereit,
in den Dienst für andere zu treten

und sich in den freiwilligen Feuerwehren zu engagieren
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Amen.

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UNSERE SCHUTZHEILIGEN

DER HEILIGE FLORIAN - DIE LEGENDE LEBT WEITER

Der Kelte Florianus wurde im 3. Jahrhundert n. Über seinem Grab entstand später das Stift Sankt
Chr. in einem Dorf bei Wien geboren, als diese Florian. Manche Überlieferungen berichten davon,
Provinz Teil des römischen Imperiums war. dass der Soldat, der Florian ins Flusswasser stürzte,
Das genaue Geburtsdatum des Heiligen ist unbe- zur Strafe erblindet sei.
kannt.
Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehr. Da-
Im Laufe seines Lebens machte er in der römischen her auch die Bezeichnung Florianijünger oder
Provinzverwaltung Karriere und wurde Kanzleivor- Floriansjünger für Feuerwehrleute sowie der für
stand des Statthalters. Das Außergewöhnliche war: Feuerwehr-Fixfunkstationen übliche Funkrufname
Florianus bekannte sich zur Religion Christentum, „Florian“ in Kombination mit dem Ortsnamen der
die im römischen Reich (noch) offiziell verboten war. jeweiligen Feuerwehr – vielerorts ist es üblich zu
Unklar ist, ob sein christlicher Glauben der Grund seinem Gedenktag eine „Florianimesse“ zu halten,
für eine vorzeitige Amtsenthebung war, oder ob bei der die Feuerwehrleute in Ausgehuniform er-
Florianus aus Altersgründen in den Ruhestand ging. scheinen.
Jedenfalls spielt der wichtigste Teil seiner Heiligen-
geschichte, nachdem er bereits vom Staatsdienst
pensioniert war.
Florianus erfuhr davon, dass in der Stadt Lauriacum
(dem heutigen Lorch) 40 Christen gefangen und
gefoltert wurden. Bei dem Versuch, seine Glaubens-
brüder zu retten, geriet er seinerseits ins Visier der
römischen Strafbehörden. Der Heilige – der heute
auch als „Florian von Lorch“ bekannt ist – sollte dem
Christentum abschwören. Als er sich weigerte, band
man ihm einen Mühlstein um den Hals und warf ihn
in den Fluss Enns, wo er ertrank. Dies geschah am
4. Mai 304, der zum Gedenk- und Namenstag von
Sankt Florian wurde.

Vor allem um den Tod des Märtyrers ranken sich
Geschichten von wundersamen Ereignissen. Florians
Leichnam soll am Ufer der Enns angespült worden
sein, wo ein Adler ihn bewachte, bis eine Frau na-
mens Valeria ihn ordnungsgemäß bestatten konnte.
Auf dem Weg zum Bestattungsort hat der tote Flo-
rian angeblich eine Quelle entspringen lassen, und
zwar den heutigen Florianbrunnen im Ort St. Florian.

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CHRONIK

AUFGABENBEREICHE DER FEUER- weiters aber geschulte Mannschaften heranzubilden
WEHR und nicht zuletzt auch das gesellschaftliche Leben im
Dorfe günstig beeinflussen und fördern zu können.
Als die Wehr 1889 gegründet wurde beschränkten In diesem Zusammenhange sei hier gleich vorneweg
sich die Aufgaben der Kammeraden fast ausschließ- eines Mannes gedacht, der durch sein Beispiel und
lich auf die Bekämpfung von Bränden. Das sich dies Eintreten für die Wehr weit herausragte: es war der
geändert hat, sollte jedermann bekannt sein. Heut- ehemalige Lehrer Max Kronawitter, später Schul-
zutage haben sich die Einsatztätigkeiten der Feuer- direktor in Kremsmünster, der in selbstloser Weise
wehr vervielfacht. Die Florianis helfen bei Hochwäs- aus Eigenmitteln bei der Fa. Rosenbauer in Linz eine
sern, bei Sturmkatastrophen, bei Verkehrsunfällen, komplette Steigeruniform kaufte und anlässlich des
bei Umweltverschmutzungen und bei vielen anderen Brandes der “Haarstube beim Haselböckgute“ im
Tätigkeiten, wo sie gebraucht werden. Um im Ernst- Jahre 1887 erstmalig benützte und dies zu einer Zeit,
fall gewappnet zu sein, nehmen unsere Feuerwehr- in der noch gar keine Feuerwehr in Enzenkirchen
mitglieder jedes Jahr an zahlreichen Lehrgängen bestand. Er war es auch, der nach der Gründung der
teil, sei es im Bezirk oder direkt in Linz bei der Wehr die Übungen organisierte und leitete. Nach
Landesfeuerwehrschule. Zusätzlich finden monatlich anfänglichen Schwierigkeiten, ging es dann doch
Übungen statt, um die Einsatztaktiken zu verinner- rasch aufwärts. Dank des Verständnisses der Ge-
lichen. Außerdem nehmen unsere Feuerwehrfrauen meinde und der Bevölkerung gelang es in kurzer Zeit
und Männer an verschiedensten Leistungsbewerben die notwendigen Feuerlöschgeräte zu beschaffen.
teil, um ihr Können unter Beweis zu stellen und um Die “alten Kübel und Eimer“, die früher recht und
die Kameradschaft zu pflegen. schlecht mit Wasser gefüllt, von Hand zu Hand zur
Brandbekämpfung gereicht werden mussten, hatten
VORGESCHICHTE UND CHRONIK damit ausgedient. Auch eine schmucke Uniform
- wie damals und heute üblich - sollte den halbmi-
Die immer wiederkehrenden Brandursachen, haupt- litärischen Charakter der Wehr unterstreichen und
sächlich nach heftigen Gewittern, und die Ohnmacht außerdem bei lokalen Veranstaltungen und Festen
der Bürger gegen das gefräßige Element wirksam (Fronleichnam, Kaiserfest, etc.) das Dorfbild und die
ankämpfen zu können, mögen wohl die Ursache ge- Veranstaltungen verschönern. Die pferdebespannte
wesen sein, eine “Freiwillige Feuerwehr“ zu grün- Spritze erforderte bei Ausrückungen und Einsätzen
den, wie sie bereits in manchen Nachbargemeinden nicht geringe Kosten, so mussten je nach Entfer-
bestanden und sich dort segensreich bewährt nung 3 bis 5 Gulden an die Pferdebesitzer entrichtet
hatten. So kam es also im Jahre 1889 zur Gründung werden, wovon je die Hälfte die Gemeinde und die
der “Freiwilligen Feuerwehr Enzenkirchen“. Zunächst Feuerversicherung (Assekuranz) zu tragen hatten.
galt es, in Gemeinschaft mit der Gemeinde und Der Fuhrmann erhielt einen Gulden als Trinkgeld,
Bevölkerung die notwendigen Brandbekämpfungs- der aus der Feuerwehrkasse geleistet wurde.
mittel (Feuerspritze, Schläuche, etc.) anzuschaffen,

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CHRONIK

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Ankauf der ersten Feuerwehr-Hand-
spritze Fa. Rup GUGG und Söhne
aus Braunau. Johann Grömer, erster
Feuerwehrobmann verstarb bei einem
Brandeinsatz.

1893

WPUuwdfnFnnuaieeredirrafhdrsgonemreeer-zrmmMksiztAauH,uJsmumadcrsf.hheietkS,ErsomkteambnealewsTpipbnrredfgueidanleersllnkedstrPgehsewaaehodurenieraersinnknksge,tdeerHieSnser.sctoürceshcchFcrähkehöFrwtumpn.ä.eeeIhunrn-Fcrkaiechhr- 1907 m2A0mitjäd1he2rri.gFJeaushliGnfeerüinenwrdteeuinhdgeies. fFeestu,evrewrbehurndihern
1908

Anlässlich des damals abgehaltenen 1910 WMchuuersndikeedmineprPfHaarnoagcdheenwu..nBifioscrhmouf nindEmnzitenkir-
Heeresmanövers im Gemeindebereich 1911 LendWarireinRiotgosUeeiiseutentesmereerbpgnssnndnireeeeeaeirL(eFhitkciNtaaacrsthrEntehhueevtrudbtnescforneeabehlnenltdrheelte,e,uzrkrvddrBeuAnglosiiiirndmeletcenäaighigindrtatndtamsadetzeeeigbuasesrsWaSecbNüimLuihrmhgboiaseczäenelclehnköGnlahrdietsglgeVtssmeneisttmtegne,näaimr.t,,erethsikwwteiiooäntceiulanln.detl)drtr-eeiedenr-.ererin
hatte die Feuerwehr die Feuerwache 1912
vom 07. bis 09. September 1910 wäh-
rend der Nachtzeit übernommen. In
dieses Jahr dürfte auch die Gründung
der „Feuerwehrmusikkapelle“ fallen,
die mit ihren ernsten und flotten
Weisen, je nach dem Charakter der
Veranstaltung, wesentlich zur Berei-
cherung der Darbietungen beitrug.“

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CHRONIK

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awvzWueuufrrugrtdrAerdeeslaettbeuremelnlitigni.Mea„rtniutegntleeegrsfemocchnikatiesfdcrfthse.reGDsGaieKestlmSihntaeaguitenislodwnee-rk“ 1918
Gruppenfoto der Feuerwehrmusik In diesem Jahr äußerte der Musikzug
1923 der Wehr die Absicht, eine selbst-
1928 ständige Kapelle zu werden, dass vom
Kommando der Wehr selbstverständ-
lich eingesehen und bewilligt wurde.
Im gleichen Jahre kaufte die Wehr
eine Motorspritze um den Preis von
S 5.200, ein zusätzlicher Spritzenwa-
gen kostete noch einmal S 1.300, die
durch großzügige Spendenaktionen
realisiert werden konnte. 40-jähriges
Bestandsjubiläum der Feuerwehr. Bei
diesem feierlichen Anlass wurde dem
Gründer in Ansehen seiner Verdienste
die Ehrenbürgerwürde von Enzenkir-
chen verliehen.

Die Wehr konnte das 35-jährige 1925
Bestandsjubiläum festlich begehen, 1929
zudem 17 Nachbarfeuerwehren als
Gratulanten erschienen waren. Im
gleichen Jahre kam es auch zur
Eröffnung der Autobuslinie Raab-En-
zenkirchen-Kopfing, wobei die Feuer-
wehrmusik die musikalische Umrah-
mung des Festaktes besorgte.

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CHRONIK

Das 50-jährige Gründungsfest der 1938 Unter den Brandereignissen in jener
Wehr am 6. August stand schon im 1939 Zeit sei hier besonders der Großbrand
Schatten des vor dem Ausbruch ste- in Ratzenbach hervorgehoben, bei
henden 2. Weltkrieges. Es beteiligten dem die Häuser des Killingseder Josef,
sich wegen der Reservisten Einberu- des Nöbauer Karl und des Engelputz-
fungen nur 5 Nachbarfeuerwehren. In eder Josef in Flammen aufgingen. Die
diesem Jahr wurden die Feuerwehren Feuerwehr hatte alle Hände voll zu
Österreichs aufgelöst und in den Ver- tun, um dem gefräßigen Element
band der “Deutschen Feuerpolizei“ Einhalt bieten zu können. Die Brand-
überführt. Die Ortsfeuerwehren ursache war Brandlegung!
wurden dadurch ihres selbstständigen
Charakters entkleidet und zu Löschzü- 1945 D3dwid0aehiePnees.irnnfehrMa6dOraWr0Gieaernr-klnisetjüsäi.ewhercmhNcmrhkahreiiwnritcengJlheaü2iecEbtihnnhMnGowrsezgtcrdueeseührisnnonenBeiikkßdigbndlikeduereeaacr.rniuprhFWgadeeeueslelsnnesfGlreetid1elttsPnoea9it4ancgrb0aFrskgrafem3eeawüduwcMdreueheerratdr-iehnentn.
gen der Gemeindefeuerwehr erklärt.
Erst nach Kriegsende, im Jahre 1949
1945, wurde der alte Zustand vor dem
Kriege wieder hergestellt.

WbadWeeaueniisheererWciecaenhredhhhfchneiemreehardöünhrTlfaeihthgrtrehLlistieedinesabawgerrmin.stueeieadttnAontaekgFiTgruergleeädmedasbentuEenefifa.dteiguorVnwlUekrdtrKeswnsedamarrncigeiwetBthbeaerzheueegcatbnr,shnnnuestdbEddteärKWenoeeuinrAnnziciinedgteerheshgeaebngncslsrnesfkshmetafeiieadutMtrnnalzcferdldtdtchctaree,.hdhenerdDtetnn-eri-ers

bgeFDaeirnrifaeefeueimneuNeretö7ur.0bweE-aseFjuäahbhehrerrentinKgeee.ailmtnighitGaterrdniünensaridcFwuhanuh1grn7dsefeNenmasmtciuhtt-ter 1954 In diesen Sommer war die Wehr im
Hochwassereinsatz, der für das ganze
1959 Bundesland Oberösterreich aus-
gerufen worden war. Die beteiligten
Kameraden erhielten für ihren
schweren und gefahrenvollen Ret-
tungseinsatz Erinnerungsmedaillen.
Im gleichen Jahr feierte die Feuerwehr
ihr 65-jähriges Gründungsfest. An den
Feierlichkeiten beteiligten sich 19
Vereine und 2 Musikkapellen.

1968 rdIunennEgrfisantnandtetr.aumng2d2.eJrugneifealilneenHenelKdaemneehra- -

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CHRONIK

1ÜZB9ebe7ueg5gri.nshinaeudmslueitnsd.gDeemirefoNFlegertuteibgiasmuteDdlleeusznengmeuubneednr 1972 WkdzooeeurmurtrigdbmgseeetasädZntteuedteurhocgeah(snbOtddägBaeteRtsnreaLSatgaaelentlncendhneueehnsFrfmed)euvuiegeoeitnrmr.weweUzehwhmrre-b-ita-u
1974
1975 Die Depot- und Autoweihe fand am
9.Mai statt.

Ankauf eHiöngelsuKmomSm5.a0n0d0o. busses von
der Fa.

Mit Hilfe der Unterstützung der 1976
Bevölkerung und der Gemeinde konn-
te ein Tanklöschfahrzeug angekauft 1979
werden. Anlässlich des Einsatzes
des Unwetters durch den Schneedruck
bekam die Feuerwehr von der
Gemeinde eine Anerkennung.

veAornsnktmdauearflseJuwingieerrdnRdinKgrd7ue5pnpMPeorgoteotsorppkrouolmlcbhpüeecn,h.ern 1980 Die Tankwagenweihe fand am 31. Mai
Dde1Faur1rssrü.ecahShtlzesttecep.hitnDKeoeoimpenmpbAnemeuenratu,ionvmewdenroeFbVefihauWuhene-rdrfBzaweeunnuesdghmarwdimtueepridnoeet m 1981 statt.

statt. 1983

1985 Aufgrund der schweren Regenfälle
musste die Feuerwehr am 17. August
einige technische Einsätze verzeich-
nen.

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CHRONIK

100-jähriges Gründungsfest. Es 1989
nahmen 40 Gastfeuerwehren und 3
Vereine teil. Mit dem Bau des neuen Feuerwehr-
hauses wurde begonnen. Die Segnung
fand am 27. Juli 1997 statt.

EzkgkonEkeeagndo“lteezemaüenissFbmnttederkeaobiritersnprecudOhnLhaaoereErnknewiaudninvnnu.soäeAderdtmn„UzAeVleänrBidkvsbfeeausieazlnrniiincrgFddk“heeeMsuudfrüeneäeSbudrrrtewzeu„rr1erWrwm9ehei9ire-ch0hbrt--. 1990
1996

DdnKdhieeaeeasumruadeHlseeteTreosanSocTdh1leraeaw2itnngeaFgkwnsoersaxasZeferuertetsksrznpstataert.inainttzsdzdttee.rieosZwspadiehhrumdlerrceaiJhniuacefhhMgirenraubeunetdi- 2002 afwAruenasisglwäseseizlslreilkgiiccaehhtnandsHeetters.olfEpeihnresvaowtnzuedrsdeberenGidedimeereHinodceh-
2004

Ehrenkommandant Hager Johann ver- 2008
stirbt unerwartet im 96. Lebensjahr.
E-HBI Hager war seit 1.März 1927 Mit-
glied bei der Feuerwehr Enzenkirchen.

IfTmSeiamesntgZekRnulsaugöhuensmcngdhsedeefasnerhes1drr2nezW0eer-uuFejägeehhniarer,nFirwgalgiecheunhkrrdzkaGeeeuruifütetge.niennDdsnuisfeteananugtdtes.-s 2009 AzndzenaweukssgeasnebiutseefäuwgeueiinegnnderebnKsAsDnFu. OeDestsusirteeaewngFsuaudKrhnudorgremzcedihmumeggsaewLnBfaüdeeuhizohfirferetak.dhse-r-s

2012

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CHRONIK

BdBdeiereiezmFiireTkJuaasgheherarwhulaupennthgmdr eiEamrnnt-znEHesinnochkscaihartfwczth.aSescnsheäinrrdwdieanrrg 2013 Großbrand der Diskothek Fledermaus
VldiedeMmhdikBierbieeosaneEesnornndiieiemrnmnFnemguestruveaeButSosntrtewdLcznaegröhu.eniwdnzsnrrHdwcceebdehhishereöeewuirndbrOlnfcb.asaeerhFecEssdtrehssisiernuTkezlacsieeeermstkGexriractgntnmwohenitstllenedefdenasehbrsaEJibecnäirehicrenhsnrmhicnkgegnva,rreeeia.ddesmsrrn1tiai-ttefe8esaeOls0lgln-tr.t 2016 im Ortsgebiet. Am Morgen des Palm-
SfierJneaahitEuhrener1,nzn32ea04unmJnkSatditrhluiccMrnhehdeänznenusnntureeanShrmdeeditdneTeaardr–gBiüe.3ebFv6eeö5rulkhTeeairnrgwuaeuneishgmr- 2017 sonntags brach in der bekannten Dis-
2018 co Feuer aus. Bereits beim Eintreffen
2019 unserer Feuerwehr schlugen meter-
hohe Flammen aus dem Dachbereich.
Sofort wurde Alarmstufe 2 ausgelöst
und diese schließlich auf 3 erhöht. Im
Einsatz standen über 220 Mann von
13 Feuerwehren. Zwei Teleskopmast-
bühnen wurden für die Brandbekämp-
fung von oben eingesetzt. An diesem
Tag kam das Löschwassernetz im Orts-
zentrum an ihre Grenzen. Erstmals
legte man zwei Löschwasserleitungen
vom Steinbruch in Goldberg ins über
einen Kilometer entfernte Ortszent-
rum.

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INTERVIEW MIT E-HBM GRÖMER

WIE BIST DU 1946, ALSO VOR UNGLAUBLICHEN WELCHE AUFGABEN HATTEST DU
73 JAHREN, ZUR FEUERWEHR ENZENKIRCHEN BEI DER FEUERWEHR
GEKOMMEN? ENZENKIRCHEN ALS AKTIVER
Wir waren damals auf einer Hochzeit beim „Obern- FEUERWEHRMANN?
wirt“ in Enzenkirchen. Plötzlich sahen wir aus weiter Ich war 35 Jahre lang als Fähnrich
Ferne Rauch aufsteigen. Wir machten uns somit auf tätig.
dem Weg zum Spritzenhaus.
Damals musste der Wagen noch mit Pferden von WIE HAT SICH DAS FEUERWEHRWESEN, DEINER
einem Bauern vorgespannt werden. MEINUNG NACH, IN DIESER ZEIT VERÄNDERT?
Es hieß jedoch, dass nur Feuerwehrmitglieder mitfah- Früher hatten wir jungen in der Feuerwehr nichts zu
ren dürften. Weil wir aber unbedingt helfen wollten, sagen. Wir durften oftmals nach einer Ausrückung
machten wir uns zu Fuß mit Holzschuhen nach Eden nicht mal beim gesponserten Bier mittrinken. Man
in die Nachbargemeinde Diersbach auf. Ein paar Tage kann aber sagen, dass die Kameradschaft und somit
später war ich schlussendlich, bewegt durch diesen der Zusammenhalt immer der Gleiche war und ist.
Einsatz, Mitglied der Feuerwehr Enzenkirchen.
Wie ich zur Feuerwehr kam, gab es eigentlich keine
AN WELCHE(S) EREIGNIS(SE) KANNST DU DICH IN Ausbildungen, um in den Einsatz gehen zu dürfen.
DIESER LANGEN ZEIT NOCH ERINNERN? In der Zwischenzeit sind natürlich auch die Anzahl
Es gab einige Dinge, an welche man sich gerne zu- an Einsätze und deren Anforderungen immens ge-
rückerinnert. Ein ganz besonderer Tag war natürlich stiegen. Die Feuerwehren haben sich modernisiert
jener, als ich zum Fähnrich ernannt wurde. Aber auch und sind heute hochtechnisch ausgestattet. Darum
der erste Wettbewerb 1954 in Raab, an welchem müssen auch die Kameraden umso besser ausgebil-
ich teilnahm. Damals war es etwas Besonderes, an det sein.
einem Maschinistenkurs an der Landesfeuerwehr-
schule in Linz teilzunehmen. Ich durfte an dieser Bei der Feuerwehr Enzenkirchen war es eine große
Ausbildung mitmachen. Erleichterung als wir das erste TLF bekommen haben.

Wir hatten aber auch lustige Erlebnisse. Zum Beispiel WAR EINMAL DER GEDANKE DA, DIE FEUER-
als wir zur einer Übung in St. Willibald nur die alten WEHR ZU VERLASSEN?
Schläuche mitnahmen und uns einer nach dem ande- Nein, überhaupt nicht. Klar gab es ab und zu Reibe-
ren geplatzt ist. Eine Zeit lang wurden wir dann „Die reien, aber ich glaube, das ist normal, wo viele Men-
rinnert Feuerwehr“ genannt. schen aufeinandertreffen. Der Gedanke aufzuhören,
war jedoch niemals da.
Ein Einsatz, welchen ich nie vergessen werde, war die
Hochwasserkatastrophe 1954. Ich war mit meinen WIE FINDEST DU, SIEHT DAS FEUERWEHRWESEN
Kameraden in unserer Bezirkshauptstadt eingesetzt. IN ZUKUNFT AUS?
Das Wasser stand dabei bis zum oberen Stadtplatz Ich bin sehr positiver Dinge, dass das Feuerwehr-
von Schärding. Als Dank wurde ich auch mit der wesen auch in Zukunft Menschen begeistert. Welche
Hochwasserverdienstmedaille ausgezeichnet. sich dem Dienst am Nächsten stellen und das System
weiterentwickeln werden.

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KOMMANDANTEN

JAKOB LIST 1894-1897 JOHANN GRÖMER
1889-1894
MATHIAS MITTERECKER
1901-1940 ANTON MAIR 1897-1898

FRANZ GRÖMER JOHANN
1952-1958 KISLINGER

JOHANN 1940
HAGER -

1969 1952
-
ALOIS ZAUNER
1973 1958-1969

GOTTFRIED JOSEF
KORNFELDER
JOBST
1973
1988 -
-
1988
2003
JOHANN
JOSEF GASSNER
MAIR
2003
2013 -
-
2013
2018
MARKUS
ESSL

2018
-

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EHRENMITGLIEDER

EINE GEMEINDE LEBT VON MENSCHEN,
DIE MEHR TUN ALS IHRE PFLICHT

In den letzten 130 Jahren haben zahlreiche Men- MATTHIAS STÖGER
schen die Geschichte der Feuerwehr Enzenkirchen ALOIS LENGAUER
geprägt. Von Beginn an gab es Kameraden, welche
den Gedanken hatten, sich für Mitmenschen in Not KARL JOBST
einzusetzen und deren Hab und Gut sowie Leben zu FERDINAND MAYR
retten. Dabei setzten sie auch manchmal ihr Eigenes MATTHIAS STEININGER
aufs Spiel. Erstkommandant Grömer Johann kam bei
einem Brandeinsatz ums Leben. Doch nicht nur das JOHANN HAGER
Einsatzwesen spielt eine Rolle. Eine viel größere, wo- JOHANN GRÖMER
durch es erst zu einem erfolgreichen Einsatzverlauf JOHANN PICHLER
kommen kann, die Kameradschaft. Diese Kameraden
waren und sind stets bemüht die gesamte Feuer-
wehr zusammenzuhalten, Brauchtum zu pflegen und
einen sozialen Rückhalt für die Mitglieder und der
Bevölkerung zu bieten. Man darf ihnen gebührend
danken und sie nehmen aufgrund ihrer Taten einen
Ehrenplatz für die Ewigkeit in unserer Gemeinde ein.

EHRENMITGLIEDER: ALOIS ESSL
JOHANN POINTECKER
MAX KRONAWITTER BRUNO SCHMIDBAUER
JOHANN JETZINGER HUBERT OBERAUER
JOSEF LÖCKINGER
JOSEF WEIDLINGER JOSEF KUPPEK
JOSEF KORNFELDER
MARTIN ECKER GOTTFRIED JOBST
LEOPOLD SCHNEIDERBAUER JOHANN GASSNER

JOHANN LIST ALOIS ECKER
JOHANN PUMBERGER JOSEF MAIR

JOSEF NÖBAUER

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KOMMANDO

KOMMANDANT

Name: HBI Essl Markus Hauptaufgaben:
Führung der Feuerwehr, Repräsentation
Dienstgrad: Hauptbrandinspektor nach Außen, Plichtbereichskommandant,
Einsatzleitung
Eintritt in FF: 01.06.1999

Dienstantritt: 17.03.2018

KOMMANDANT-STELLVERTRETER

Name: OBI Ringer Reinhard Hauptaufgaben:
Vertretung des Kommandanten in allen
Dienstgrad: Oberbrandinspektor Angelegenheiten, Verantwortlich für die
Ausbildung in der Feuerwehr
Eintritt in FF: 01.01.1980

Dienstantritt: 12.01.2013

SCHRIFTFÜHRER

Name: AW Heitzinger Christopher Hauptaufgaben:
Verantwortlich für den Schriftverkehr
Dienstgrad: Amtswalter in der Feuerwehr

Eintritt in FF: 10.03.2002

Dienstantritt: 15.03.2014

KASSIER AW Stiglbauer Lucas Hauptaufgaben:
Amtswalter Verantwortlich für die Finanzangelegen-
Name: 03.03.2001 heiten der Feuerwehr
Dienstgrad: 12.01.2013
Eintritt in FF:
Dienstantritt:

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ERWEITERTES KOMMANDO

ZUGSKOMMANDANT

Name: BI Essl Christian Hauptaufgaben:
Zuständig für die Übungen in der Feuer-
Dienstgrad: Brandinspektor wehr

Eintritt in FF: 01.01.1993

Dienstantritt: 29.03.2003

LOTSEN- UND NACHRICHTENKOMMANDANT

Name: BI Litzlbauer Roland Hauptaufgaben:

Dienstgrad: Brandinspektor Zuständig für Funkverkehr und Karten in

Eintritt in FF: 21.01.2018 der Feuerwehr

Dienstantritt: 17.03.2018

GERÄTEWART

Name: AW Ringer Florian Hauptaufgaben:
Instandhaltung und Wartung von Fahr-
Dienstgrad: Amtswalter zeugen und Geräten

Eintritt in FF: 23.01.2004

Dienstantritt: 01.02.2015

GRUPPENKOMMANDANT

Name: HBM Jobst David Hauptaufgaben:
Zuständig für Ausbildung und Übungen
Dienstgrad: Hauptbrandmeister der Gruppe, Bewerbsgruppe

Eintritt in FF: 19.06.2012

Dienstantritt: 17.03.2018

JUGENDBETREUER

Name: HBM Gföllner Niklas Hauptaufgaben:
Zuständig für die Ausbildung der Jugend-
Dienstgrad: Hauptbrandmeister gruppe in der Feuerwehr

Eintritt in FF: 10.09.2008

Dienstantritt: 17.03.2018

ATEMSCHUTZWART

Name: HBM Allmannsberger Silvio Hauptaufgaben:
Zuständig für Atemschutz, Aus- und Wei-
Dienstgrad: Hauptbrandmeister terbildung der Atemschutzträger

Eintritt in FF: 02.03.1993

Dienstantritt: 17.03.2018

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FAHNENMÜTTER

Im Jahre 1907 wurde die erste
Feuerwehrfahne angeschafft und
diese im Zuge des 20-jährigen
Gründungsfestes ein Jahr danach
eingeweiht. Nach 52 Jahren hatte die
erste Fahne ausgedient und wurde
1959 ersetzt. Diese restaurierte man
im Laufe der Zeit einmal und beglei-
tet die Kameraden der Feuerwehr
Enzenkirchen bis heute noch bei
ihren Ausrückungen.

Katharina Nöbauer 1995 Margarethe Mayr

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FESTPROGRAMM

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130 JAHRE IM EINSATZ

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130 JAHRE IM EINSATZ

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SPONSOREN

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SPONSOREN

EIN UNTERNEHMEN DER HABAU GROUP

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SPONSOREN

n Holzbau
n Baubetrieb
n Spenglerei
n Dachdeckerei

4761 Enzenkirchen · Tel. 0 77 62 / 20 90
Jagern47·e-mail:[email protected]

www.hauer-holzbau.at

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DANKSAGUNG

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Das Kommando der
Freiwilligen Feuerwehr
Enzenkirchen bedankt sich

herzlich bei allen
Unterstützern und Gönnern

der Feuerwehr!

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IMPRESSUM

HERAUSGEBER:
Freiwillige Feuerwehr Enzenkirchen

FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH:
Kommando der FF Enzenkirchen

REDAKTIONELLE BEITRÄGE:
Team Öffentlichkeitsarbeit der FF Enzenkirchen bestehend aus HBM Niklas Gföllner,
FM Alexander Killingseder, FM Erik Killingseder, FM Benedikt Hamminger, AW Heitzinger Christopher

BILDMATERIAL:
Fotoarchiv der FF Enzenkirchen
Roger Allmannsberger
Gemeinde Enzenkirchen
E-HBM Johann Grömer
E-HBI Josef Kornfelder
E-AW Josef Kuppek

GESTALTUNG, LAYOUT, DESIGN:
AW Heitzinger Christopher

KONTAKT:
FF Enzenkirchen
HBI Markus Essl
Lindenstraße 2
4761 Enzenkirchen

www.feuerwehr-enzenkirchen.at
[email protected]

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ENGAGIERT

für die Menschen in unserer Region.

Stefanie Ruhmanseder
Kundenberaterin in der Raiffeisenbank in Enzenkirchen

Mit Freude und Nachhaltigkeit
für die Menschen in unserer Region.

Die Raiffeisenbank Region Schärding ist ein wichtiger Impulsgeber für gesellschaftliches Leben
und verantwortungsvolles Wirtschaften in unserer Region.
Das vielfältige Engagement erstreckt sich über die Bereiche Bildung und Schulen, Vereine
sowie Kultur, Sport, Kunst und soziale Bereiche.
Die Raiffeisenbank unterstützt dabei nicht nur finanziell, wir beteiligen uns auch aktiv am
öffentlichen Leben: Unsere MitarbeiterInnen leisten jährlich über 12.000 ehrenamtliche Stunden
in unseren Gemeinden.

PERSÖNLICHE BERATUNG Region Schärding
Terminvereinbarung: Montag bis Freitag 7 - 20 Uhr
Meine BaMnekinien BEnazneknkirchen
Tel. 07762 / 3201

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www.raiffeisen-schaerding.at


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