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Published by hkbudo, 2018-12-12 06:44:11

dirkblase

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Dan – Arbeit für den 2. Dan Okinawa Karate Do Dirk Blase Friedensstr. 23 77756 Hausach Thema: Kata unter Anwendung einer traditionellen Waffe des Kobudo









































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Hausach, den 30.03.2006
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Sensei Michael Franki, 6. Dan (Kyoshi) O-Sensei Heinz Köhnen, 9. Dan (Soke)









































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Diese Dan-Arbeit soll dazu dienen, sich mit Kata auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten über die Interpretation der einzelnen Techniken, unter
traditionellen, okinawanischen Waffe, interpretieren werde. Dabei möchte ich kurz auf die Entwicklung der Waffe eingehen, die Stilrichtung und
wird. Zu Beginn dieser Arbeit weiß ich lediglich, dass ich eine, der mir von Sensei Franki (6. Dan, Kyoshi) gelehrten Katas, unter Einsatz einer
Waffeneinsatz zu erarbeiten. Ebenfalls ist es meine Absicht, die starre Sichtweise über Kata zu widerlegen, die in manchen Schulen unterrichtet
Es gibt derzeit hunderte von Karatestilen, die von oder nach großen Meistern benannt wurden. Die meisten von Ihnen haben ihren Ursprung auf

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Okinawa und sind mehr oder minder geprägt vom Einfluss chinesischer Kampfkunstsysteme. Die Karatestiele basieren meist auf drei
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Entwicklung der Kata erörtern, und versuchen, eine sinnvolle Anwendung dieser Waffe, unter den Aspekten der Kata darzustellen.
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Kata unter Anwendung einer traditionellen Waffe des Kobudo
















Geschichtliche Entwicklung der Karatestile auf Okinawa


















Grundstilrichtungen, dem Naha, Shuri und Tomari sind Städte. Te bedeutet Hand oder Technik. Frei übersetzt also Technik aus Naha, Tomari oder Shuri. Die dort unterrichteten Stile unterscheiden sich überwiegen durch den Einfluss und die Ausprägung der chinsischen Kampfkunstsysteme. Vor der Unterteilung in Stilrichtungen waren zwei Systeme maßgebend: Shôrei Ryu und Shôrin Ryu. 5 / 1







Vorwort Naha Te, Shuri Te oder Tomari Te



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„Stil der Inspiration“ 1 oder „kleine oder junge Weidenschule“. Zurückgeführt wird das Shôrei Ryu auf Higashionna (gesprochen: Higaonna) Kanryô
Repräsentanten des Goju Ryu in Japan. Bedeutende Katas aus dem Shôrei Ryu sind die Katas der Sanchin, die maßgeblich von Higashionna geprägt
dem Boden verankerte Stände, ausgeprägte Atemtechniken in Kombination mit kraftvollen Karate-Techniken. Die Bewegungen sind etwas kantiger
(1853-1916), dem wohl letzten Altmeister des Naha Te und Begründer der Shôrei Ryu. Ein bedeutender direkter Schüler war Miyagi Chojun (1888-
und Tomari. Aus dem Shôrin Ryu stammen die Lehre der Vitalpunktstimulation, die Techniken der klebenden Hände und die Systeme des Kuatsu.
des Shuri Te bezeichnet, da er in Shuri geboren wurde. Kennzeichnend für seine Lehre, war seine offene Haltung gegenüber anderen Systemen. Er
Die Literatur beschreibt unterschiedliche Übersetzung für Shôrei Ryu, da die alten Schriftzeichen oft mehrere Bedeutungen hatten. Unter anderem
Zurückgeführt wird das Shôrin Ryu auf einen Altmeister des Tôde, Sakugawa Shungo (1733-1815). Er wird er in der Literatur auch als Altmeister
offiziellen Erben Kyôda Kohatsu (1887-1968) lehrte er die ursprüngliche Form der offenen Hand. Stark beeinflusst wurde das spätere Shorei Ryu
Shôrin Ryu wird meist übersetzt mit „kleine oder junge Waldschule“ 2 . Entstehungsorte waren hauptsächlich in den okinawanischen Städten Shuri
von diversen chinesischen Stilen (System des weißen Kranichs, der Gottesanbeterin, des Tiger, etc.). Kennzeichnend für das System sind fest mit
wurden. Er formte die Katas um, so z.B. wurden sie von ihm öffentlich mit geschlossener Faust gelehrt und nur seinem „inneren Schüler“ und
kombinierte das Tôde (Tô = „aus China stammend“; de = Abwandlung von Te) mit dem chinesischen Quanfa (chin.: Gesetze der Faust, jap.:
1953), der Begründer des Goju Ryu auf Okinawa. Dieser unterrichtete u.a. Yamaguchi Gogen (1909-1989) und ernannte ihn zum offiziellen

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Kempo). Einer seiner Leitsätze war: „Ein Spezialist ist jemand, der immer mehr von immer weniger versteht“. 3
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und wirken langsamer als im Shôrin Ryu.





1 Vgl. Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste S. 554 2 vgl. Lind, Werner: Das Lexikon der Kampfkünste, S. 555 ff. 3 vgl. Köhnen, Heinz: Kleine Geschichte des Karate, 2005, S. 63 ff. 5 / 2















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Geprägt wurde das Shôrin Ryu hauptsächlich durch seinen Schüler Matsumura Sôkon (1792 – 1896), der in Japan und China zur lebenden Legende
öffentlichen Schulen einführte. Ihm schreibt man auch die Entwicklung der Pinan Katas zu. Itosu unterrichtete u.a. Funakoshi Gichin (1869-1957),
Für die Ausarbeitung meiner Waffenkata wähle ich aufgrund der dynamisch erfolgenden Techniken das Shôrin Ryu. Eine Kata aus der Gruppe der
den Begründer des Shotokan-Karate. Die im Shotokan-Karate gelehrten Katas (Heian-Katas), finden ihre Wurzeln eindeutig in Itosus Pinan-Katas.
Anhand der Pinan-Katas lassen sich m.E. gut die Merkmale des Shôrin Ryu erkennen. Weiche, geschmeidige Bewegungen und keine fest mit dem
Samurais. Bedeutende Katas der Matsumura Schule sind Matsumura Passai, die Basis aller Bassai-Formen, Naihanchi, Chintô, Seisan, Kûshankû
wurde und vom okinawanischen König den Ehrentitel des „Bushi“ (Krieger) erhielt. Dies war gleichbedeutend mit dem Titel eines japanischen
und Gojûshiho. Einer seiner direkten und wichtigsten Schüler war Itosu „Ankô“ Yasutsune (1832 – 1916), der den Karateunterricht in den

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Boden verankerten Stände. Die Bewegungen sind eher rund und wirken somit dynamischer als im Shôrei Ryu.
































Pinan scheint mir hierfür geeignet. Traditionelle Waffen Okinawas Da es den Einwohnern Okinawas meist nicht gestattet war, Waffen mitzuführen, sie sich aber gleichzeitig gegen Räuber und Wegelagerer zu Wehr setzen mussten, entwickelten sie aus Arbeitsgeräten diverse Waffen. So könnte z.B. die Kurbel eines Mühlsteins den Ursprung für die Tonfa gebildet haben, ein Schneidwerkzeug für Reispflanzen könnte zur En


















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Saijutsu Jap.: die Kunst des Umgangs mit der Sai. Die im Saijutsu angewandten Techniken unterscheiden sich marginal von Karatetechniken. Die Waffe kann dabei in zwei Positionen gehalten werden. Waffenklinge nach aussen (Honte) und Waffenklinge zum Körper (Gyakute). Da man auch mit dem Griff angreifen kann, lässt sich fast jede Technik in Honte und Gyakute ausführen. Bei schlagenden Bewegungen verwendet man jedoch ausschließlich die Haltung in Honte.


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Pinan Go no Sai





















































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